Wir sind mit unserem damaligem Womo ARCA Noe 350 auf FIAT 244 mit sagenhaften 52 PS (Benziner) quer durch die ganze Schweiz, alle Pässe mitnehmend, schließlich über Bormio runter an den Lago di Garda. Dabei haben wir den Gavia – Paß überquert, damals noch in nicht-ausgebautem Zustand, wer´s nicht erlebt hat, glaubt den Zustand und die Strecke, eine Militärroute aus WK-I, nicht.
Wer Lust auf „olle Geschichten“ hat, kann uns gern über den alten Gavia begleiten :
Heutiger, ausgebauter Streckenverlauf und Lage : --> Link
(Anmerkung : die Fotos sind nicht vom Gavia – da mußte ich mich doch sehr auf die Straße konzentrieren, da war keine Zeit zu fotografieren. Aber sie stammen aus diesem Urlaub in den schweizer Pässen. Dachte, das würde vl etwas illustrieren …. )
(Noch ne Anmerkung : das ist der originale Text von damals .. kommt mir heute etwas "blumig" vor. Könnte schon sein, daß beim schreiben noch ein zweiter der am Schluß erwähnten Fundadors dabei war .. :oops: )
16. September 1981
Auf dem Weg nach Livigno fahren wir in Richtung Bernina - Paß. In einem einfachen Gasthaus am Fuß der Diavolezza essen wir zu Abend.
Auf der Bernina Paßhöhe finden wir einen einsamen und total ruhigen Schlafplatz. Allerdings heult der Wind um die Berge und unseren Bus. Es ist sehr kalt und wir werfen die Heizung an. Bei bleibend gutem, klarem Wetter sollten wir morgen eigentlich einen tollen Frühstücksblick haben. Im Westen müßten die (hoffentlich) sonnenbeschienen Gletschergipfel liegen.
17. September 1981
Na also, unsere Erwartung hat sich bestätigt, ein herrliches Morgenrot liegt auf den schneebedeckten Gipfeln rund um den Bernina-Paß. Dieser Anblick entlohnt uns für die reichlich kalte Nacht.
Während wir beim Frühstück sitzen, bimmelt es plötzlich draußen : eine Herde Ziegen wandert ganz allein über die Paßhöhe. Ich verfüttere etwas altes Brot, die Tiere sind sehr zutraulich. Zwei noch sehr junge Ziegen sind besonders gierig, sie springen an mir hoch wie Hunde, um ja ein Stückchen abzukriegen. Evi läßt sich nicht dazu bewegen, die Tiere zu streicheln, sie behauptet – nicht zu Unrecht – daß die stinken wie die sprichwörtliche „wilde Wuz“. Das hält die Herde jedoch nicht davon ab, auf der Suche nach mehr Futter neugierig in den offenen Bus zu schauen – gibt´s da noch was ? Wir dachten schon, wir bekommen blinde Passagiere …

