Letzten Urlaub habe ich allerdings das entdeckt:

Der Garagenboden besteht aus wetterfesten MDF Platten, die wie eine Wanne miteinander verschraubt sind. Darüber befindet sich ein Riffelblech.
Diese Wanne liegt auf dem Leiterrahmen auf. Damit sich die Seiten nicht durchbiegen oder gar brechen, wurde ein U-Stahl (20 mm x 40 mm x 3,5 mm) untergebaut. Der ist mit 2 M6 Schrauben mit der Wanne verschraubt und außen mit Holzschrauben in den seitlichen MDF Platten befestigt.
Das kann natürlich nicht halten, die Holzschrauben waren aus den Platten gerissen und die Wanne war schon verdächtig durchgebogen. Außerdem dringt natürlich Wasser in die Schraubenlöcher, was der MDF-Platte nicht gut tut.
Gottseidank war der Schaden noch einigermaßen gering.
Zusätzlich sind auch noch die Schrauben aus dem Garagen-Türrahmen ausgerissen:

Zuhause habe ich erst mal alle Teile demontiert, um den Schaden zu begutachten.
Dabei sind die M6 Schrauben wegen Rost gleich mal abgerissen. Das Ganze wäre demnächst wahrscheinlich weggeflogen.

Das Dichtmaterial kam übrigens aus der Schürze unterhalb der Garagentür.
Die erste Lösungsidee war, die U-Schiene mit massiven Winkeln an die Seitenbretter anzuschrauben. Da hätte ich aber Sorge, die vielen Schraublöcher gut abzudichten, und das dauerhaft. Dann wäre auch das Seitenbrett noch mehr geschwächt. Letztendlich ging das auch wegen der Durchbiegung nicht, hindrücken ging nicht.
Also, anschrauben an massive Metallteile. Gleich vor der Wanne befindet sich ein Querträger. Aber hinten ging es nur am Unterfahrschutz, 15 cm Distanz.
Die Frage, darf ich den Träger überhaupt dort anschrauben. Dazu habe ich gleich 2 Iveco Werkstätten und 2 Freunde befragt, die LKW-Experten sind. Alle haben die Anfrage bejaht.
Also Material kaufen. U-Schienen, diesmal verzinkt, damit es nicht mehr so schnell rostet. Schrauben aus V4A Material. Dichtungsmaterial.
Dann von den alten Schienen die Bohrungen übertragen und die Bohrungen zum Anschrauben an die Träger. Dann die Löcher in die Träger bohren. Dazu habe ich die Löcher im U-Stahl erst 3 mm gebohrt und dann durch die temporär montierte Schiene hindurch mit dem Bohrer den Träger markiert; damit es nicht schief wird.
Alle Löcher habe ich mit Zinkspray behandelt, damit sie nicht rosten.
Dummerweise war den Schienen jetzt aber ein kleiner Teil der Heckschürze im Weg. Der wurde ausgefräst - mit der Dremel. In eingebautem Zustand; ich hatte keine Lust, die Teile auszubauen.
Das alte Dichtmaterial entfernen - eine schwere, unangenehme Beschäftigung. Jetzt weiß ich auch, warum ich nicht gerne unterm Auto liege, sondern lieber davor sitze.
Dann neu abdichten und Schiene montieren. Alle möglichen anderen Stellen wo es nötig war, habe ich bei der Gelegenheit auch gleich neu abgedichtet.
Die Schrauben an den Trägern können zur Einstellung der Höhe verwendet werden.


Die Schrauben am Einstieg drehen zwar fast durch, kommen aber nicht mehr raus.
Bleibt die Frage: Warum wird das nicht gleich professionell ausgeführt? Bei einer zulässigen Last von 200 - 250 kg (ist nicht ganz klar in den Unterlagen) bei dem Überstand können die Holzschräubchen doch gar nicht halten. Und mit mir in der Garage war das vielleicht "nur" 130 .. 150 kg.
Und wie sieht das bei anderen Herstellern aus? Wahrscheinlich auch nicht anders....
Vielleicht schaut ja aufgrund des Berichtes der eine oder andere unter sein Fahrzeug - und muß vielleicht auch was tun.
Viel Spaß - ich bin durch mit der Arbeit. ;D
Dieter


