So, wir sind zurück, Wir haben die Idee das PitMobil unseren Freunden für die Hintour und 3 Wochen zu überlassen um dann mit deren Kombi hoch an die Norwegische Grenze zu fahren um dort die Fahrzeuge zu tauschen durchgezogen und somit war unser WoMo nun 7 Wochen und insgesamt knappe 7700km in Norwegen.
Unsere Freunde hatten ihren Spaß und wir auch.
Hier werde ich nun über die nächste Zeit so Nach und Nach einen Bericht über unsere Reise fertigen. Bitte Geduld. Ich schreibe extra langsam, dass auch meine Freunde aus Östereich es lesen können.
Ich hoffe so, dass ich Norwegenneulingen etwas helfen kann und Bedenken, Sorgen, oder Vorbehalte schon im Vorfeld ausschalten kann. Für uns war es jetzt das Erste Mal in Norwegen und es könnte durchaus sein, dass dies geniale Ländchen uns irgendwann nochmal sieht. Dann geht es aber über Schweden hoch und dann oben, quer rüber rüber zu den Lofoten.
Das Wichtigste vorweg, wer sich mit dem Gedanken trägt, der sollte es durchziehen.
Norwegen hat eine gigantische Bandbreite, ist für uns Camper / Wohnmobilisten ein tolles Land mit großem persönlichem Freiraum und einer tollen Camperinfrastruktur. Wer wie wir Bedenken mit der Sprache hat, der kann seine Bedenken gleich vergessen.
Man spricht häufig Deutsch, Englisch sowieso und die Menschen sind hilfsbereit, offen und SEHR freundlich. Man fühlt sich schnell wohl und gut aufgenommen. Allerdings sollte man bedenken, es ist alles doch ein gutes Stück teurer als bei uns. Essengehen ist echter Luxus, einkaufen auch, aber man sollte die Norwegische Küche dennoch mal testen. Im Laufe des Berichtes kommt, wie ihr es von mir gewohnt seid, auch das kulinarische nicht zu kurz.
Wir reisen mit Hund, also wurde unsere Plüschnase in Abgleich mit der Gesetzeslage ordnungsgemäß geimpft und passgenau mit Uhrzeiteintragung im Europäischen Tierausweis vom Tierarzt entwurmt.
Ich werde Euch mitnehmen auf folgende Route.
Start. Kesseling/Eifel,
über Köln-Bremen Hamburg Lübeck, Fehmarn, Rodby DK, KopenhagenDK nach Malmö, Helsingborg, Göteborg, Kungsham, Oslo, Lillehammer, Ringebu, Folldal, Oppdal, Kristiansund, Bud, Molde, Andalsness, Trollstiegen, Geiranger, Hellesylt, Stranda, Alesund, Stryn, Brigsdalsbreen (Blauer Gletscher) Floro, Förde, Askvoll, Vadheim, Bergen, Kinsavik, Odda, Larvik, HirtshalsDK, Flensburg, Bremen, Köln ab nach Hause.
Los geht es.
Tag 1. Freitag 19 August
02.00 Uhr war geplante Abfahrtszeit, so rollten wir dann um 02.30 Uhr endlich los.
Nachbars Audi A4 Kombi war voll bis unters Dach und nur mit Mühe konnte unser Hund sein Plätzchen auf der Rückbank verteidigen.
Also ab Meckenheimer Kreuz, über Bonn, Siegburg vorbei an Köln auf die A3 und später auf die A1 über Münster- Bremen - Hamburg- Lübeck - Fehmarn zum Fähranlieger Puttgarden. Dort auf die Fähre und nächster Stopp war dann Rödby in Dänemark. Die Tickets für die Fähre und nachher die Öresundbrücke kauften wir vor Ort am Schalter. Man sieht die Kennzeichnung (orange) schon von weitem. Also auch hier kein Problem.

Ohne Aufenthalt ging es dann quer durch Dänemark. Rodby – Kopenhagen – Öresundbrücke rüber nach Malmö.

Es ist alles hervorragend ausgeschildert und wenn man sich vorher einen groben Überblick verschafft hat, braucht es kein Navi. Um wenigstens bisschen Irritationen zu haben, führten wir natürlich 1 Navi und ein Tablett mit Routenplaner, sowie Straßenkarten mit. Es ist immer wieder toll ,wenn beide elektronischen Routenplaner eine andere Meinung haben, die dann auch nicht mit der Ansicht der Ehefrau mit der Straßenkarte übereinstimmt.
In nun 31 Ehejahren habe ich gelernt, es ist besser „bitte wenden sie“ von beiden Navis zu überhören, als der Meinung der menschlichen Navigatorin zu widersprechen.
Also auch hier keine Probleme. So gings nach Hundepinkelpause weiter die E6 entlang durch Schweden. Kungsbakka - Göteborg,– nach Kungsham, einem kleinen Küstenörtchen mit Nettem CP..

Es war inzw. 18.30 Uhr und wir hatten 1260km hinter uns. Nicht schlecht. Sind außer kurz mal bei Göteborg, relativ Staufrei durchgekommen.
Hier auf dem CP erwarteten unsere Freunde uns schon mit einen eiskalten Bier und der Einladung zum Abendessen im Restaurant. Das Essen dort war Ok, Fastfood wie so oft, aber schon um einiges teurer als hier bei uns. Trotz des heftigen Bierpreises stießen wir mit unseren Freunden auf eine tolle Zeit an.
Unsere Freunde hatten sich für den Abend eine der Hütten auf dem CP gemietet. So hatten wir dann unser PitMobil, vollgetankt und pikobello sauber wieder und entgegen der Planung sogar ganz für uns alleine. Mal eine Nacht zu 4, wie ursprünglich geplant, wäre aber auch kein Problem gewesen. So wäre wenigstens 1x der Alkhoven genutzt worden. Egal. Die Klamotten umladen und ab zum Abendessen. Danach, abgefüttert getränkt und müde, ab in die Kiste.
Sa. 20. September
Gegen 11 Uhr verließen wir den CP. Unsere Freunde in Richtung Süden, wir nach Norden. Kurs ab nach Norwegen. 3 Wochen Urlaub lagen jetzt vor uns.
Um 12.45 passierten wir den Grenzüberganz nach Norwegen. Auch hier, wie schon beim Grenzübertritt nach Dänemark und Schweben standen schwer bewaffnete Grenzer rechts und links auf der einspurigen Grenzpassage. Wir wurden freundlich durchgewunken. (((((Norwegen))))) das erste Mal in dem Land…was erwartet uns ?
Noch auf der Autobahn rollten wir mit gemütlichen 110kmh durch die Lande. Die ersten tollen Anblicke huschen vorbei. Oslo ließen wir links liegen, haben es weit umfahren. Kein Problem, alles ist gut ausgeschildert. Gleich hinter Eidsvoll beginnt ein kleiner See (Mjosa) , an dessen Ufer wir die nächsten gut 100km entlang fahren, bis Lillehammer. Wahnsinn.

Man erinnert sich bei dem Namen Lillehammer an die Olympiade.
Schon von der Autobahn aus sieht nach die Skianlagen und Sprungschanzen.

Ok, Stadt haben wir daheim auch, Ski fährt von uns auch keiner, Höhenangst hab ich auch, also weiter nach Norden.
Inzw. Ging es auf den Abend zu. Hinter Lillehammer ist es aus mit Autobahn, die Strasse wird einspurig aber noch breit und gut ausgebaut. Tempolimit 80 !!! Wir halten Ausschau nach einem SP (Stellplatz), oder CP (Campingplatz) und sehen im Vorbeifahren auf der andern Seite eines Flüsschen einen knuffelig aussehenden. Campingplatz Rybakken, direkt an Fluss bei Oyer- Tretten gelegen, einfache aber saubere Sanitäre Anlagen. Cheffe ist nett, spricht Deutsch.

Unser Securitysystem

Alles sehr angenehm….bis aufs Wetter. Es regnete.
Am nächsten Tag ging es weiter, Grobe Richtung Trondheim / Kristiansund.
Bei Ringebu haben wir die E6 verlassen und sind rechts abgebogen. Ab zum Rondane Nationalpark.

Leute, der erste echte Naturhammer. Es geht auf über 1000m, rechts und links dann Berge die über 2100n hoch sind, man fährt oberhalb der Baumgrenze und hier erlebten wir dann real was im Norwegischen Reiseführer steht.


Das Wetter war durchwachsen und irgendwann waren wir mit den Wolken auf einer Höhe.

Ziegen, Schafe, Rinder haben Vorfahrt..... und das in atemberaubender Natur.

Kleiner Vorgeschmack auf das was kommt...
Ab Ringebu ist es vorbei mit zügigem Reisen. Jetzt erreicht man nur noch 30- 35 Km in der Stunde an Fahrleistung. Die Strassen werden eng (aber gut) steile Anstiege und Abfahrten. Wer hier mit angeknackstem Fahrzeug fahren will....viel Spaß ! 10% -12% alle Nase lang, rauf und runter.
Also vor Reisebeginn unbedingt auf die Bremsbeläge, Radlager und Koppelstangen der Lenkung achten. Ich greife vorweg. Die Urlaubsnachkontrolle ergab, dass die Reise etwa 30% der Bremsbeläge gefressen hat.
Fortsetzung folgt............






















Ungewohnt, aber lecker.



























