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Habe mir im Juni 2016 zwei flexible Solarmodule a 100Watt auf meinen Wohnwagen montiert. Fläche absolut glatt und eben, keine Wölbung. Die Module funktionierten einwandfrei und lieferten ca. 10A, genau das, was sie auch bringen sollten. Im August verlieren die Module dann an Leistung, nach 3-4 Tagen dann gar keine Leistung mehr. Nach Rücksprache mit dem Lieferanten, sollten die Module eingeschickt werden. Nach Demontage der Module, stellte ich auf der Rückseite seltsame Verformungen in Form von Wellen bei einzelnen Zellen fest. Siehe Foto. Hat so etwas schon mal jemand gesehen? Grund der Frage ist, dass der Lieferant die Module jetzt schon einen Monat prüft und ich nicht weiter komme. Wäre sehr dankbar für Eure Meinungen. Die 100Wp Module bringen keine 10A, Imp liegt bei 6A, typisch sind (flache Montage) um die 4-5A. Ich habe meine Module 3 Jahre, und ja die wölben sich durch die thermischen Spannungen, 2 meiner 5 Module schwächeln auch schon etwas, das eine hat wohl einen Ast oder irgend was anderes abbekommen, hat eine Delle. Der Kunststoff erblindet auch langsam, was wohl die schwächere Leistung verursacht. Trotzdem liefern noch alle 5 Module Strom (zwischen 5A und 3A pro Modul, ich kann die Ströme einzeln messen, da ich Flachsicherungen pro Modul eingebaut habe und so leicht mit einem Amperemeter die einzelnen Leistungen kontrollieren kann) Danke für Deinen Kommentar. Die Module bringen zusammen die 10 A, also 2x5A. Lagen also genau im zu erwartenden Bereich. Foto? Das ist eine berechtigte Frage, hatte ich eigentlich angehängt, scheint nicht geklappt zu haben. Dann versuche ich es noch einmal. ![]() ![]() Das sind Hot Spots, nicht nur thermische Spannungen! Die sogenannte Verklebung trug damit bei, die Zellen und Zellenverbinder wurden durch die mechanischen Spannungen extremst belastet. Das Ergebnis waren Uebergangswiderstaende. Da sind einzelne Zellen ueberhitzt, wobei sich u. U. die Verbinder ausgeloetet haben. Folge: Das Modul ist Schrott. Waren da Bypassdioden modulseitig verbaut? Wieviele Module waren parallel geschalten? Wie war die Verschattung auf dem Dach? Bilder? Soviel zum Thema "Hinterlüftung". Sorry dass ich das jetzt sage, musste halt sein. Gruß Andreas Die Bypass Dioden sind jeweils am Paneel verbaut Es waren zwei Paneele parallel geschaltet Die Kabel wurden von jedem Paneel einzeln durch Dach geführt und dann mit Steckern parallel geschaltet. Ich habe leider keine Bilder von der Montage auf dem Dach. Die Module waren hintereinander absolut eben auf dem Dach verklebt. Was sagt das Handbuch zur Verklebung? Vollflaechig mit Zahnspachtel? Oder bestimmte Anordnung von Bahnen? Die Klebertropfen fuehrten zu enormen Biegebeanspruchungen, was die Zellen beschaedigte. Wie sind die Bypassdioden im Modul verschalten? Kannst Du mal Bilder vom Anschlusskasten machen falls zu oeffnen oder vorhanden. Bilder der Montage waeren fuer eine Analyse wertvoll gewesen. Je nach Aufbau des Moduls koennen u. U. einzelne Zellen getauscht werden. Aber bei Billigmodulen ist eine Reparatur meist unwirtschaftlich oder unmoeglich aufgrund der Materialien. Schreibe das Modul ab und hole Dir ein Markenprodukt. Kannst mal bei Secondsol gucken. Ich habe auch vollflächig mit Zahnspachtel verklebt.Die module wölben sich zwischen den Kunststoffschichten, ist einfach so, weil sich das Silizium anders ausdehnt als das Alu der Dachhaut und der Kunststoff des Trägers. Sie werden leicht wellig und es bilden sich kleine Pfützen und damit auch punktuelle Verschmutzungen. Ich kann im Moment leider keine Bilder machen, das WoMo ist z.Zt im Winterlager und ich komme nicht ohne Aufwand ran. Es ist leider immer wieder so, das sie billigen Module reizen. Nicht umsonst kosten solche Markenmodule das 5 fache. Da wird es noch viele Überraschungen geben. Das Modul war ist mit Sun Power Zellen bestückt gewesen (100Watt) und hat 179€ gekostet. Was kostet ein hochwertiges Modul? Das Modul wird von einer deutschen Firma vertrieben. Zur Montage gab es keine Hinweise. Danke für den Hinweis zu Secondsol, aber irgendwie gibt es da für privat auch nur Restposten, oder? Guten Tag, seit geraumer Zeit lese ich bei Euch mit und schaue mir Eure Probleme mit den semiflexiblen Modulen an... Das Problem das fast alle eure Module haben werden sind Mikrorisse in den Sunpowerzellen. Die sind dafür (aus welchen Gründen auch immer) recht anfällig. Ein paar Mikrorisse sind erstmal kein riesen Beinbruch (bei den Glasmodulen in größeren Anlagen führen sie zusammen mit anderen Effekten zu "Schneckenspuren", deren langzweitauswirkunge sind noch nicht vollständig bekannt), aber eine Vielzahl davon führt zu inaktiven zellbereichen. In manchen Fällen führt das zu einer kompletten Unterbrechung, dann ist das Modul "tot", in vielen Fällen hingegen kommt es dadurch zur Überhitzung einzelner Zellen. genau das ist auch hier gut sichtbar. Mit mangelnder Hinterlüftung hat das garnichts zu tun. Ein semiflexibles Modul kann man kaum sinnvoll hinterlüften, es es sonst zu schwingen und flattern beginnt und das macht es erst recht kaputt. ein weiteres Drama ist die thermische Ausdehnung. Wenn man sich die Ausdehnungskoeefizienten der beteiligten Materialien anschaut und das über ein Delta T von über 100°C (Winter zu Sommer) und das bei Modulen, die oft 1m und länger sind kann man sich's ausmalen, wie diese Spannungen auf 200µm dünne Siliziumwafer wirkt. Hier sehen Sie ein 50W Modul frisch aus China unter eine IR-Lumineszenzaufnahme: ![]() Und so sieht das dann Temperaturmäßig aus, zugegebenermaßen ist das hier eine Messung bei Kurzschluss, da wird das Problem deutlich verstärkt: ![]() Man sieht ganz klar, dass das keineswegs ein generelles Temperaturproblem des Moduls ist (die hier sind übrigens schwarz), sondern vor allem ein Problem beschädigter bzw schwacher Zellen. Das zeigt sich auch beim weiter oben gezeigten Schadensbild. Die Zellen wurden so heiß, dass der Kunststoff darunter geschmolzen ist. Übriges ist das hier gezeigte Modul von den elektrischen Parametern her noch einwandfrei und auch mit dem Auge erkennt man natürlich garnichts. Ich hatte es trotzdem reklamiert. Meine IR-Lumeneszenz Aufnahmen machen ich indem ich die Module mit Labornetzteil rückwärts bestrome (es wäre sehr hilfreich wenn die Moduldosen nicht vergossen sind, denn man muss dafür die idR verbaute Diode überbrücken) und das ganze dann mit einer im IR Bereich sehr sensiblen Kamera aufnehme, in meinem Fall eine alte Sony F717, bei der man mittels Magnet den Sperrfilter wegklappen kann. (ungefähr so wie hier, andere Kamera, aber selbes Prinzip: --> Link Das klappt aber nur mit diesen Sony Kameras die damals einen Nightshot Modus hatten) Das kostet nicht die Welt. Dazu muss es dunkel sein und falls Dioden im Spiel sind muss man die überbrücken können. Vielleicht mag ja der ein oder andere seine Module auch mal testen, ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen... MfG Ein Modul mit PET "Verglasung" würde ich übrigens niemals dort verwenden, wo das Ding heißen werden kann und man wenigstens ein paar Jahre was davon haben möchte. Ich kenne das mit der Kamera bisher nur von Nikon, also einen nachtraeglichen Umbau ohne Gewaehrleistungsverlust. Fuer die Lumineszenzmethode nehme ich ein Hochspannungsnetzteil, so brauche ich keinen unnoetigen Eingriff in die Anschlussdose vorzunehmen. Welche Erfahrung hast Du bei Thermografie? Gehe ich bei den Fotos richtig, dass Du die gezeigte Aufnahme auf dem Womodach gemacht hast? Wie war das Wetter bei der Aufnahme? Danke Cepha für den sehr informativen Beitrag. Das bestätigt meine laienhafte Vermutung. Nachdem ich leider nicht die Möglichkeit habe einzelne Zellen mittels IR-Lumineszenzaufnahme zu testen, denke ich, dass man auf jedem Fall mal auf der etwas sichereren Seite ist, wenn man Flexi Module mit einem GFK Trägermaterial anstelle PET, verwendet. Ich habe mir daher testweise mal 2 Stk 100W Glasfaser Module von Lensun gekauft. (--> Link) Ich bin gespannt wie sich meine Module nach ein paar Jahren verhalten. Momentan bin ich jedoch noch absolut unschlüssig wie ich sie am Womo Dach sinnvoll verkleben soll. Ich hätte 2 Kartuschen Sika 252i hier liegen ... oder ich nehme dieses 3M Hochleistungsklebeband 4412n (--> Link) Hallo Jonny, das Problem ist, dass die Si-Zellen sehr dünn geschnitten sind und deswegen bei Bewegung Micro-Cracks bekommen. Selbst bei Modulen, die auf Trackern aufgebaut sind, verursacht der Wind (!!!) diese Cracks. Deswegen wundert es mich überhaupt nicht, das das auf dem Wohnmobil auch passiert. Deswegen baut man auch nicht die großen 2xx Watt Module auf das Mobil, auch wenn diese konkurrenzlos günstig wären. ABER: Was ist mit Dünnschicht-Modulen? Die sollten das Problem nicht haben. a-Si Module degradieren aufgrund der fehlenden Erdung der Minusseite vermutlich recht schnell, aber die Kupfer-Indium-Gallium-(Di-)Selenid (CIGS) sollten doch sehr gut funktionieren. Siehe auch: Wikipedia Bei Teilverschattung und schlechter Ausrichtung zur Sonne müssten diese nochmals Punkten. Hast Du dich damit mal beschäftigt? Gruß, ufi |
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