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Pippa


herbstfrau am 27 Nov 2016 19:30:42

"Inspiriert" durch den Thread vom Mucki, stelle ich mal die orthopädische Behandlung von unserem Pippchen vor.

Pippa zog im Jahr 2014 als dritter Hund bei uns ein. Sie kommt aus Hajdúnánás, wo sie von ihrem Vorbesitzer in der örtlichen Tötung abgegeben wurde. Pipp war zwei Jahre alt, als sie zu uns kam.



Schnell beobachteten wir, dass sie beim Laufen abwechselnd mit den Hinterbeinen hopste.. so wie Kinder im Hopserschritt. Das sieht niedlich aus, ist es aber nicht wirklich, weil die Ursache dafür eine Patella-Luxation ist, die bei so kleinen Hunden häufig vorkommt. Dabei springt die Kniescheibe aus der Führung und anschließend wieder zurück. Das ist unanagenhem und auf Dauer leiern die Bänder aus, es entwickeln sich Arthrosen und die Gefahr für einen Kreuzbandriss steigt.
Man operiert es aber heute nicht mehr sofort. Erst wenn es dem Hund wirklich Schwierigkeiten bereitet.
Das war bei uns der Fall. Beide Knie sehen im Röntgenbild alles andere als gut aus.
Die Linke Kniescheibe sprang nach dem Rausspringen (kann der Tierarzt simulieren) nicht mehr sofort zurück und Pippa knabberte ständig an dem Knie herum, was auf Schmerz hindeutet.

Wir entschieden gemeinsam mit dem auf Orthopädie spezialisierten Tierarzt, dass wir das operieren lassen.
Bei Pippa gabs das volle Programm: Knochenrille, in der die Kniescheibe sitzt, vertiefen, Bänder kürzen und den Knochen mit dem Sehenansatz versetzen. Nun hat sie zwei Nägel im Knie...



Acht Wochen ruhig halten stand als nächstes auf dem Programm.
Zunächst noch bandagiert...da hat sie von alleine Zurückhaltung geübt...



Seit der Verband weg ist, müssen wir ziemlich hinterher sein. Der Terrier an sich ist zum Stillsitzen nicht geschaffen... :roll:

Gassi gibt's im Pippamobil. Das Modell kann ich übrigens uneingeschränkt empfehlen. Wir sind letztes Wochenende damit auf einem Wanderweg unterwegs gewesen, der im Dickicht endete. Da wir nicht umkehren wollten, haben wir uns durch die Büsche auf einem quasi nicht mehr vorhandenen Pfad vorangearbeitet. Der wirklich geländegängige Wagen hat das sehr gut mitgemacht.

Sie ist nicht wirklich immer begeistert, macht aber im Grunde gut mit. Zwischendurch darf sie ein paar Meter laufen.
Besonders schwer fällt ihr das fahren im Wald oder im Park. Dann ist sie aufgeregt und möchte mit den Großen laufen.
Im Wohngebiet hingegen, gibt sie eher die Queen. Ich warte immer darauf, dass sie die Pfote hebt und huldvoll grüßt.
Manchmal, wenn sie es ein bisschen übertrieben hat und das Beinchen weh tut, kommt sie aber auch schon freiwillig angewackelt und will wieder fahren.

Hier mal ein Bild.
Meine Schwester guckt etwas gequält, weil wir an diesem Tage wirklich sehr, sehr nass geworden sind...



Unterstützt wird das ganze nun durch wöchentliche Physiotherapie.
Wenn sich alles gut entwickelt und sie das Bein dauerhaft wieder gut benutzt, lassen wir das anderen auch noch machen. Aktuell tritt sie schon gut auf, wenn sie langsam geht, nimmt aber das Beinchen auch immer wieder hoch. Die Bänder sind jetzt kürzer und das zieht vermutlich noch. Ist ja auch erst vier Wochen her..

Ich finde es gut, dass so etwas heutzutage auch bei Hunden gemacht wird. Früher hätte man es gelassen und der Hund hätte nach ein paar Jahren Probleme bekommen. Sie ist nun erst vier und soll ja noch viele, viele Jahre bleiben..

Wegen des Pippamobils werden wir manchmal "scheel" angeschaut oder ernten Kommentare bzw. es wird getuschelt. Davon lassen wir uns nicht beirren. Manchmal sagen wir: die ist operiert und darf nicht laufen. Und sofort reagieren die Menschen (bisher ausnahmslos) offen und interessiert. Bis etwa Silvester wird uns das Wägelchen noch begleiten.

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Jonah am 27 Nov 2016 20:19:51

Hallo Antje, das ist ja eine niedliche Maus, die beiden anderen aber auch. Wie heißt dein Hundemobil denn?

herbstfrau am 27 Nov 2016 20:46:58

Hallo Michaela,

die "niedliche" Maus ist zuweilen ein wahrer Säbelzahntiger... :wink:
Ganz Terrier eben...

Das ist ein TOGfit P63608 Pet Roadster. Nicht ganz billig, aber wir wollten ein Modell, das auch für die Großen tauglich ist, wenn es mal drauf ankommt. Wir haben noch keinen Euro bereut. Wir hatten davor schon zwei Versuche, die nicht überzeugt haben. Der hier schiebt sich so komfortabel wie ein moderner Kinderwagen. Man stößt beim Laufen nirgendwo an, er ist leichtläufig und durch das bewegliche Vorderrad, das man auch feststellen kann, gut geländegängig.

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sini2000 am 27 Nov 2016 22:42:24

ei Pippa gabs das volle Programm: Knochenrille, in der die Kniescheibe sitzt, vertiefen, Bänder kürzen und den Knochen mit dem Sehenansatz versetzen. Nun hat sie zwei Nägel im Knie...


Oh je Arme.

Acht Wochen ruhig halten stand als nächstes auf dem Programm.
Zunächst noch bandagiert...da hat sie von alleine Zurückhaltung geübt...


Was für ein Verband. Und dann 8 Wochen. Zum Glück hat sie da wenigstens freiwillig Ruhe gehalten.

Der Terrier an sich ist zum Stillsitzen nicht geschaffen..


Das ist bestimmt anstrengend.

ch finde es gut, dass so etwas heutzutage auch bei Hunden gemacht wird. Früher hätte man es gelassen und der Hund hätte nach ein paar Jahren Probleme bekommen. Sie ist nun erst vier und soll ja noch viele, viele Jahre bleiben..


Auf jeden Fall. Ich finde es wichtig, dass man abwägt, wenn Hund damit nachher wieder top gesund durch die Gegend hüpft, warum ihm dann nicht diese Möglichkeit geben. Hätte ich auch so gemacht.

Wegen des Pippamobils werden wir manchmal "scheel" angeschaut oder ernten Kommentare bzw. es wird getuschelt.


Wir sind mit Nikan ja auch mal mit so einem Teil unterwegs gewesen und haben da Ähnliches erlebt. Das liegt leider an den Hundeleuten, die ihre Hunde mit Puppen oder Babies verwechseln und sie ohne Grund in so Wagen schieben. Dabei finde ich die Wagen gut. Denn so können alle Hunde zusammen die große Runde drehen und keiner muss alleine zu Hause warten.

TOGfit P63608 Pet Roadster. Nicht ganz billig, aber wir wollten ein Modell, das auch für die Großen tauglich ist, wenn es mal drauf ankommt.


Gut zu wissen. Vor Allem, weil Du schreibst, dass Ihr damit auch problemlos durch die Pampa gekommen seid. Unseres war nach ner Woche kaputt und wir mussten es zurück schicke. Ist immer gut so eine Empfehlung zu haben.

Ich wünsche Pippa weiter gute Heilung mit dem Bein.

Wenn sich alles gut entwickelt und sie das Bein dauerhaft wieder gut benutzt, lassen wir das anderen auch noch machen.


Puh, nochmal das Ganze. Aber wenn sie damit am Ende beschwerdefrei durch die Gegend hüpft, muss sie da wohl erstmal durch.

rolfblock am 27 Nov 2016 23:23:23

Schockierend

sini2000 am 27 Nov 2016 23:39:14

Was empfindest Du als schockierend?

herbstfrau am 27 Nov 2016 23:52:30

Das würde mich auch interessieren.

eva b. am 28 Nov 2016 09:58:09

Einige Leute sollten die Finger vom Haustierfred lassen :evil:

Klasse, dass Pippa hoffentlich bald wieder flitzen kann. Und ja - es ist ganz schwer einen Hund am Toben zu hindern, vor allem, wenn die Schmerzen schwinden.
Ich sehe recht häufig kleine Hunde, die dieses Hüpfen zeigen. Spricht man die Besitzer darauf an, heißt es meist: das ist seine Eigenart, das macht er schon immer so. Gibt es wohl tatsächlich Hunde, die sich ohne Grund eine solche Gangart angewöhnen? Ich glaube das nicht :?

Wegen dem schiefen Kopf ;D ->




monana am 28 Nov 2016 10:32:08

Hallo Antje,

Prinzipiell finde ich es gut, dass es mittlerweile auch für Tiere solche innovative Behandlungsmethoden gibt, aber....
Leider sind solche Operationen nicht selten auf Dauer wenig erfolgreich und das sagt dir kein Tierarzt.
Ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Mit unserer Tammy (12) haben wir momentan genau die gleiche Problematik. Beidseitige Patella-Luxation. Im Januar dieses Jahres verschlimmerte sich das linke Knie so sehr, dass wir um eine Operation nicht mehr herum kamen. Bei fast jedem Schritt sprang die Kniescheibe heraus und ein normales Gassigehen war nicht mehr möglich. Wie bei Pippa wurde die Rille vertieft und eine Kapselraffung mit Straffung der Bänder vorgenommen. Im Anschluß an eine solche Op steht ja erstmal eine Weile Schonung an. Nun ist unsere Hündin ja schon um einiges älter und von ruhiger Natur, die nicht mehr wie eine Junge durch die Gegend springt und tobt sondern gemütlich herum troddelt. Das kam uns in der Genesungsphase zugute. Der Heilungsprozess war relativ schnell und gut. Hundi belastete schnell wieder und alles sah gut aus. Es hielt nur ganze 4 Wochen :( bis sie wieder anfing zu humpeln. In der Tierklinik wurde festgestellt, dass die erste Op nicht ausreichend war und nochmal operiert werden musste. Diesmal wurde zusätzlich Knochen versetzt und dieser mit 2 Pins (Nägel) fixiert. Nach der zweiten Op lief der Hund noch schlechter als vorher. Nach 10 Tagen wurde geröntgt und man stellte fest, dass ein Nagel sich gelöst und gewandert war. Die dritte Op stand nun an. Diesmal wurde mehr Metall verwendet und die Nägel zusätzlich mit einem Draht fixiert. Das gute Ergebnis hielt diesmal wenigstens 8 Wochen an bis unsere Hündin wieder anfing zu humpeln. Eine erneute Vorstellung in der Tierklinik ergab, dass diesmal eine Reizung des Kniebandes durch das eingebaute Metall vorlag. Eine Metallentfernung (4 Op) war nötig, da sonst die Gefahr bestand, dass das Knieband reißen würde. Spätestens 14 Tage nach dieser Op hätte Tammy wieder gut laufen sollen, was leider nicht der Fall war. Mittlerweile sprang am operierten Beinchen immer öfter die Kniescheibe wieder heraus. Wir wohnen in Mannheim, operiert wurde der Hund in Frankenthal. Wir fuhren jetzt nach Karlsruhe zu einem Kniespezialisten um eine Zweitmeinung einzuholen, da unser TA in Frankenthal zu einer fünften Operation riet. Diesmal sollte ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden. Die Zweitmeinung gab im Prinzip unserem TA recht, stellte aber zusätzlich fest, dass ein Anriss des vorderen Kreuzbandes besteht der ebenfalls operativ zu beheben wäre. Wir kamen uns schon lange vor wie in einer unendlichen Geschichte. Eine Euthanisierung unseres Tieres (aufgrund ihres Alters) wurde von keinem der Ärzte in Frage gezogen. Solange es Mittel und Wege gäbe ihr zu helfen. Also kam es Ende August zur fünften (bislang letzten) Operation. Diesmal wurde eine TTA (Kreuzband-Op mit Washern) gemacht. Die Nachsorge und der Heilungsprozess waren länger als die vorigen Male. Wir fahren unsere Maus bis heute in einem Hundebuggy spazieren. Ganze 4 Wochen lief der Hund schön bis sie wieder das Humpeln anfing. Mittlerweile waren wir auf Sardinien mit ihr. Ein Besuch in der Tierklinik in Alghero wo sie geröntgt wurde ergab, dass die Op gut verlaufen war. Aber es war eine Entzündung im Kniegelenk. Wir bekamen Medikamente und der Hund wurde strikt geschont. Trotz allem springt nach wie vor häufig die Kniescheibe heraus und Tammy humpelt dann stark. Mittlerweile renken wir ihr dann ihr Beinchen wieder ein, dann geht's wieder für ne kurze Zeit. Eine weitere Op schließen wir erstmal aus, sag ich mal vorsichtig. Den Glauben an einen Erfolg habe ich schon lange verloren. Ein Einzelfall scheinen wir auch nicht zu sein. Eine Freundin musste mit ihrem Hund zeitgleich ähnliche Erfahrungen machen. Ich drücke dir fest die Daumen, dass es bei Pippa erfolgreicher sein wird. Sorry, dass es ein bisschen länger geworden ist.

pippeliese am 28 Nov 2016 19:05:42

Ach Du liebe Güte, was hat die arme Tammy da nur für einen Leidensweg.
Ja, es ist gut, dass Du auch andere Verläufe schilderst.
Natürlich erhoffen wir für unser Pipchen einen anderen Verlauf.

Aber wir wurden schon auch aufgeklärt, dass es nicht immer zum Erfolg führt.
Ein so schlimmer Verlauf wie bei Euch ist zwar nicht ganz so oft der Fall, aber oft genug bringt es schlicht keine Besserung.
Deshalb haben wir auch lange gezögert. Und ob das zweite Bein wirklich noch dran kommt, werden wir sehen. Es ist in einem genauso schlimmen Zustand und die stärkere Belastung jetzt ist sicher nicht hilfreich. Aber bisher zeigt sie keine Schmerzen, was am jetzt operierten knie ja der Fall war.

Wir hatten einige Vorteile, was uns bewog, es zu riskieren.
Ihr Knie hatte bisher keine größeren dauerhaften Schäden davon getragen.
Die wären aber bald entstanden...und dann wird es schwieriger.
Bei Pip musste ja von Anfang an das volle Programm, samt versetztem Knochen vorgenommen werden.
Wir gehen mit ihr (wie mit den beiden Großen) regelmäßig zur Physio, das heißt, sie war vor der Op körperlich,
was Muskeln und Sehnen angeht, sehr gut "in Schuss".
Sie ist mit 4 Jahren in einem Alter, wo Knochen noch sehr gut heilen.
Wir haben einen sehr guten Tierarzt, dem ich orthopädisch blind vertraue.

Das Knie wurde die ersten beiden Wochen mit einem Stäbchen ruhig gestellt.
Und direkt nach Entfernung der Fäden begannen wir mit Physio.

Bisher ist die Entwicklung toll... sie humpelt zwar noch und schont das Bein, aber das ist völlig ok.
Uns bisher blieb die Kniescheibe, wo sie hingehört... *aufHolzklopf*

Aber es stimmt... man sollte es immer gut überlegen, wie vor jede OP.
Und schauen, wie sind die Vorbedingungen und wie die Chancen.
Jeder Hund ist anders... und das Quentchen Glück gehört halt dazu...

sini2000 am 28 Nov 2016 20:06:59

Oh je Monana, die arme Tammy. Gerade bei älteren Tieren finde ich die Entscheidung einer OP noch schwieriger. Weil ja das Narkose Risiko nicht ohne ist. Letztendlich machen wir es, weil der Hund wichtiger ist. Aber nach diesen 5 OPs würde ich auch nicht mehr weiter operieren. Euthansieren aber auch nicht. Solange Du sie schmerzfrei halten kannst und sie Lebensqualität hat. Ich drücke die Daumen, dass sie weiter einigermaßen schmerzfrei leben kann.

Ich hätte, auch mit dem Worse Case Szenario Pippa auch operieren lassen. Sie ist viel jünger, möglicherweise hat auch das Einfluß auf die OP. Und sie lief unter Schmerzen, wenn eine Chance besteht, ihr die mit dieser OP zu nehmen, dann würde ich immer operieren lassen.

Ich drücke Pippa die Daumen, dass alles weiter gut verläuft und sie zukünftig problemlos laufen kann.

monana am 28 Nov 2016 20:21:24

Ja so sehe ich das auch. Solange es irgendwie geht, soll Tammy bei uns bleiben. Weitere Ops müssen jetzt aber wirklich nicht mehr sein. Liebe Antje, bitte halte uns hier auf dem Laufenden wie es mit Pippa weiter geht. Ich hoffe doch sehr, dass sie viel mehr von der OP profitiert als unsere Hündin.

herbstfrau am 28 Nov 2016 20:56:25

Oh, das hoffe ich auch. Ja. Wir schreiben weiter. Katja oder ich.

Der Tammy wünsche ich alles, alles Gute und dass es vielleicht. Jetzt doch noch besser wird.
Ich finde es auch gut, dass Du geschrieben hast, wie es auch laufen kann.

Dooley am 29 Nov 2016 19:46:37

Wünsche Pippa und Tammy weiterhin gute Besserung !!!
Auch ich denke, dass die Heilung bei einem jüngeren Hund bessere Chancen hat. Trotzdem würd ich genau so handeln, auch im fortgeschrittenen Alter.
Bin gespannt auf Neuigkeiten!
LG Renate

PS unser Dooley hat mit 10 Jahren an beiden Knien eine TTA -Operation bekommen. Ist zwar etwas anderes als bei euch, aber es war für uns -wie auch bei euch - kein Gedanke daran die OPs nicht zu machen (mit gutem Erfolg)

jochen-muc am 02 Dez 2016 08:16:47

Das was Tammy schon hinter sich hat ist ja heftig, wird drücken die Pfoten das das bald ein Ende hat und auch bei Pippa alles gut läuft.

Ich kann nur den Rat geben vor Operationen tatsächlich mal Herrn Pfaff zu konsultieren.

Er ist wirklich ein fast einzigartiger Spezialist, einfach weil sich in diesem Bereich sehr wenig Orthopäden tummeln.

Und so kommen auch viele Tierärzte gar nicht auf die Idee, dass evtl Operationen gar nicht nötig sind, speziell auch weil man sich in der Ausbildung eines Tierarztes nie damit richtig befasst.

Eigentlich etwas unverständlich ich bekomme es ja bei meinen Eishockeyspielern mit, wo oft man beim Menschen auf eine OP verzichtet gerade beim Kreuzbandriss, bei Hunden wird aber zu 99 % immer operiert, obwohl es wie gesagt auch hier orthopädische Stützen gibt

pippeliese am 02 Dez 2016 21:22:11

Ja, da hast Du recht. Unser Arzt sagte auch, man operiert heute nicht mehr so schnell...
Bei Pip war es leider nötig. Ich hab auch gestaunt, wie wenig orthopädisch ausgebildete Tierärzte es gibt.
Und auch wie wenig Tierärzte überhaupt Knochenchirurgie offen anbieten.
Die meisten haben nur Weichteilchirurgie in ihrem Portfolio, schrecken aber nicht vorm Eröffnen der Gelenke zurück... :eek:

Pippa macht wunderbare Fortschritte... die Physiotherapeutin war am Mittwoch hellauf begeistert und meinte "Das wird richtig, richtig gut!" Ich hoffe es sehr...

Am Mittwoch ist Röntgenkontrolle... dann sind die kritischsten 6 Wochen um.
Ich werde berichten...

pippeliese am 07 Dez 2016 17:47:35

Heute war also Röntgenkontrolle. :ja:

Der Arzt war sehr zufrieden... Die Nägel werden vom Knochen eingebaut, die sind immer weniger zu fühlen und sind auch nicht gewandert. Sie können aller Wahrscheinlichkeit nach drin bleiben! :kleeblatt:

Der Knochen ist noch nicht komplett verheilt, aber doch soweit, dass nichts mehr passieren kann, wenn es nicht total blöd läuft. Sie genau drauffällt, oder so.

Die Kniescheibe sitzt schön fest und dort, wo sie sein soll. Auch da sollte nichts mehr passieren, so sie die Bänder nicht durch einen Unfall überdehnt.

Sie bewegt alles schön und belastet immer mehr. Sie humpelt immer weniger.
Der Rest kommt jetzt durch die Physio... sie muss halt Vertrauen in das Bein bekommen. Fühlt sich ja jetzt alles anders an.
Aber der Wagen kann auf den Speicher und zwischendurch kann sie auch an die lange Leine.

Trotz anfänglicher Zweifel (wer hat die nicht, wenn so ne kleine Motte Schmerzen hat und ein dick bandagiertes Beinchen) war es goldrichtig, dass wir die OP haben machen lassen. Und besser hätte es nicht laufen können.
Ich bin sehr erleichtert. Das zweite Bein folgt frühestens in einem Jahr... mal sehen, wie sich jetzt alles weiter entwickelt.

Zur Kontrolle müssen wir nun nur, wenn was sein sollte... Humpeln, was nach drei Tagen nicht aufhört, oder Schmerzen, die nach 1x Gabe von Metacam nicht weg sind. Generell bekommt sie schon länger kein Schmerzmittel mehr. Nur wenn es akut zwickt, was es derzeit noch darf, wenn sie mal überlastet hat.

Zukünftig soll sie Canicox bekommen. Bekommt unsere Leni auch, prima.

Bis zum Weihnachtsurlaub ist jetzt auf jedenfall noch Halbgas angesagt, aber wir sind guter Dinge.
Alles gut.... :kette:

monana am 08 Dez 2016 00:15:42

Das klingt ja richtig gut, super :) . Freut mich für euch und die kleine Pippa. Weiterhin gute Genesung für die kleine Patientin. Ihr habt alles richtig gemacht :top:.

jochen-muc am 09 Dez 2016 13:20:59

monana hat geschrieben:Das klingt ja richtig gut, super :) . Freut mich für euch und die kleine Pippa. Weiterhin gute Genesung für die kleine Patientin. Ihr habt alles richtig gemacht :top:.



Dem kann man sich nur anschließen

Was ist den Canicox ?

pippeliese am 09 Dez 2016 20:42:48

Ein Nahrungsergänzungsmittel für Gelenke... heißt eigentlich Canicox HD
Da ist Grünlippmuschel drin, Teufelskralle und noch so einiges... Also kein wirkliches Medikament.

Unsere Leni hat schwere HD und schon früh Arthrosen.
Das Canicox hilft bei ihr enorm. Zusätzlich bekommt sie Hagebuttenpulver und (jetzt bei Pip vom Toerarzt empfohlen) Hanföl. Trotz kalter Jahreszeit geht es ihr zu 95% großartig.

Und Pip soll es nun auch bekommen, weil das operierte Knie nun auch zu Arthrose neigen kann...

Das unterstützt alles den Knorpel und die Bildung von Gelenkschmiere.

sini2000 am 09 Dez 2016 22:28:34

Super, das sind tolle Nachrichten. Ich freue mich für das quirlige Mädel, dass sie bald wieder problemlos hüpfen und springen kann. :tanz: :meeting: :daumen2:

pippeliese am 25 Jun 2017 09:46:13

Ein kleiner Abschlussbericht....

Nach über einem halben Jahr jetzt läuft Pippa wie eine 1... kein Hüpfen mehr, kein Schonen... die stellt das Bein wunderbar "unter" den Körper, anstatt es seitlich auszustellen.

Vor drei Wochen gab es einen kurzen Schreck... nach einem Sturz begann sie wieder mit der Hüpferei.
Doch es stellte sich heraus, dass sie "Rücken" hat... Ischias um genauer zu sein.
Kennt man ja selbst, unangenehm, und beim flippigen Kleinteil leider auch langwierig. Aber es wird besser.
Dank Quaddeln und Physio.
Das Hüpfen ist bei ihr scheinbar "verankert". Sobald etwas zwickt, wird das Bein angezogen.
Der Orthopäde konnte es mit nur kleinem Druck auf den Rücken auslösen... gut zu wissen.
Ist bei vielen kleinen Hunden so, die diese Knieprobleme hatten...

Vorsichtshalber haben wir ein Röntgenbild gemacht... Alles super verheilt. Die Nägel haben sich keinen Millimeter bewegt und sind von Knochen umschlossen. Die Bänder sind stramm und die Kniescheibe sitzt bombenfest.
Besser hätte die OP nicht verlaufen können und wir sind sehr glücklich. Es hat soch gelohnt!

Das zweite Knie werden wir auch machen lassen, aber erst im nächsten Jahr.
Ich glaube, wir hatten aber auch das Glück, an einen richtig guten Arzt geraten zu sein... Er hat auch den "Ischias" erkannt... sein Kollege, auch Orthopäde, nicht! Eine Woche falsch behandelt und dadurch hat es nun länger gedauert mit stärkeren Medies... es steht und fällt mit den Ärzten... wie bei uns selbst ja auch.

Fazit - ein Risiko ist es immer, und es ist auch wirklich eine anstrengende Zeit nach der OP, aber wenn wir das Ergebnis nun sehen, würden wir ws immer wieder machen lassen.

sini2000 am 01 Aug 2017 20:25:09

Super, das freut mich für Euch und ein guter Arzt ist Gold wert. Danke für den Abschlussbericht. :)

monana am 01 Aug 2017 20:56:46

Freut mich auch sehr für die kleine Pippa :) . Wir haben seit Ende letzten Jahres bis Juni mit unserer Tammy 2 x wöchentlich Physio + Unterwasserlaufband in einer Praxis gemacht...gegen Ende nur noch 1 pro Woche 20 Minuten auf dem Unterwasserlaufband. So konnten wir muskulär doch noch einiges bei ihr rausholen. An der eigentlichen Problematik (dass die Kniescheibe immer noch rausspringt) ändert das natürlich nichts. Es wird auch immer schlimmer :? . Mir graust es bereits vor der kalten Jahreszeit. Unsere Gassigänge werden halt immer kürzer...Tammy macht schon sehr deutlich klar wenn es ihr reicht. Es ist schon tragisch, sonst ist sie ja körperlich noch in guter Verfassung und am Appetit mangelt es auch nicht...nur die alten Knochen machen nicht mehr mit :( .

Lieben Gruß aus Mannheim :hallo:

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