Hallo zusammen
Wir leben gerade unseren Traum und möchten euch gerne daran teilhaben lassen.
Seid Mitte September sind wir auf unserer Tour, wir überwintern auf den Kanaren mit Schwerpunkt auf Fuerteventura. Den gesamten Reisebericht könnt ihr gerne auf unserer Homepage anschauen, wir sind immer bemüht relativ aktuell zu berichten. Über eure Anregungen und Hinweise würden wir uns sehr freuen! Hier geht es zum kompletten Bericht mit Bildern: --> Linküberwintern-auf-den-kanaren-2016-2017/
Hier kommt schon einmal der erste Teil:
Es geht endlich los!
Heute 15.09. ist es soweit, wir gehen auf grosse Fahrt. Wir sind früh aufgestanden und haben die restlichen Sachen in unseren Camper gepackt und um ca. 10:00 Uhr geht es los.Unsere Glücksbringer sind auch mit an Board, nochmals vielen lieben Dank Sonja und Fredy! In Volketswil machen wir einen kurzen Stop um den Sprinter nochmal zu waschen und danach geht es los.Heute haben wir keine grosse Strecke zu fahren, es geht erstmal nur nach Walzenhausen wo Tim seine Dreads nochmal von --> Link gepflegt bekommt. Um ca. 11:30 Uhr sind wir in Thal und essen dort zu Mittag, das Frühstück haben wir ausfallen lassen. Danach geht es weiter nach Walzenhausen wo wir um 12:45 Uhr eintreffen.
Nach 6 Stunden Dreadpflege hatte Tim es geschafft, er hat seine Haare wieder schön. Wir bekamen von Luzie und ihrer Freundin Patricia noch ein paar selbstgemalte Bilder geschenkt und dann zeigten wir Sabine und ihrer Familie noch unseren Camper. Später machten wir uns auf den Weg nach Lindau wo wir übernachten wollten, da ich (Heike) gerne am nächsten Tag noch ein paar Sachen einkaufen wollte. Um 20:20 Uhr erreichten wir den Stellplatz vor dem Campingplatz Gitzenweiler Hof, wir gingen noch kurz etwas essen in der Pizzeria Pinocchio, die Pizza war wirklich sehr lecker, bevor wir todmüde in unser Bett fielen.
16.09.
Wir haben recht gut geschlafen und gönnten uns in dem schönen Sanitärgebäude 4 eine Dusche, alles war sehr sauber und ordentlich. Aufbruchsbereit waren wir bereits um 08:30 Uhr aber da die Rezeption erst um 09:00 Uhr aufmachte mussten wir unsere Ungeduld zügeln und warten, wollten ja nicht ohne zu zahlen aufbrechen. Wir zählten für den Stellplatz inkl. Kurtaxe 22.-€. Um 09:15 Uhr machten wir uns dann auf nach Lindau rein um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen bevor unser Abenteuer startet. Nach dem Einkauf führte uns der Weg am Bodensee entlang Richtung Frankreich. Einen Stau nutzen wir aus um unsere in Lindau gekauften Sandwiches zu essen, welche ein spätes Frühstück oder auch ein frühes Mittagessen waren. Bis auf einen Tankstop und Toilettenpause fuhren wir durch bis kurz hinter Lyon. Gegen 17:00 Uhr kamen wir in einen Starkregen inklusive Hagel in der Nähe von Beaune, man konnte nichts mehr sehen, es war heftig, um 17:15 Uhr kam der nächste heftige Schauer, dieser bescherte uns dann einen wunderschönen Regenbogen, welchen wir aber nur in den Aussenspiegel sahen. Danach blieb es wechselhaft und gegen 19:00 Uhr haben wir unser Ziel erreicht, den Campingplatz Camping de la Route Bleu in Balbigny, dieser Platz akzeptiert die Asci-Karte und wir übernachten hier für 15.80€ . Nach der Ankunft schauen wir uns die Gegend und das Servicehaus an welches sehr offen ist und beenden den Tag beizeiten.
Heute sind wir insgesamt 673 km gefahren und haben 55.- € an Maut bezahlt.
17.09.
Wir haben wunderbar geschlafen und brechen bereits um 08:00 Uhr auf, tanken noch kurz und weiter geht es Richtung Spanien. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem WC frage ich mich warum gibt es keine Toilettensitze? Ist mir schon auf dem Campingplatz aufgefallen aber ich dachte das wäre eine Ausnahme, anscheinend nicht . Taro gefällt die Fahrerei anscheinend auch, er liegt total entspannt auf seinem Schaffell und schläft. Der Vormittag verläuft ereignislos und wir kommen trotz Regenschauern gut vorwärts, erst mittags in Bordeaux kommen wir in einen dicken Stau. Dieser Stau kostet uns 2 Stunden, aber wie Transitfrei in ihren Reiseberichten schon mehrfach schrieben, ist ein Stau mit Camper recht praktisch, man hat die Toilette dabei, einen Kühlschrank mit Getränken und Essen . Nach dem Stau kamen wir wieder gut vorwärts das Wetter hielt auch bis kurz vor der spanischen Grenze, dort fing es wieder an zu regnen. Um 18:00 Uhr haben wir unser Ziel erreicht den Campingplatz Gran Camping Zarautz in Zarauz. Wir zahlen Dank Asci-Karte 17.-€, der Platz ist riesig, leider regnet es. Wir gehen nur noch duschen danach ins Restaurant und das war es für den Tag. Das Sanitärgebäude ist gross und schon etwas in die Jahre gekommen, aber das Wasser ist gratis und schön warm.
Wir haben heute 744 KM zurückgelegt, 62.70€ Maut gezahlt und für Diesel haben wir heute 193.90€ gezahlt.
18.09.
Eigentlich wollten wir bereits um 07:00 Uhr losfahren um heute noch auf einem Campingplatz in der Nähe von Huelva anzukommen. Aber da es um 06:30 Uhr stark regnete und das Bett so gemütlich war entschieden wir die Fahrt in zwei Etappen zu machen, wir sind ja nicht auf der Flucht . Wir schliefen noch etwas und nach Ver- und Entsorgung fuhren wir bei Regen gegen 09:45 Uhr los. Nach und nach liessen wir den Regen auch hinter uns und am Nachmittag hatten wir strahlend blauen Himmel. Auf der ganzen Fahrt durften wir riesige Getreidefelder und Sonnenblumenfelder bewundern. Wir fragten uns nur, warum man die Sonnenblumen vertrocknen lässt, was wird aus ihnen? Öl? Erntet man die Kerne? Fragen über Fragen, das müssen wir bei Gelegenheit einmal googeln. Um 14:00 Uhr holten wir ins dann ein Sandwich bevor wir weiterfuhren.
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir unser heutiges Ziel den Campingplatz Monfragüe im Nationalpark Monfragüe. Wunderschön ruhig gelegen, sehr schöne Stellplätze, das Servicehaus ist sauber und Duschen ist gratis und das alles für 15.-€ mit der Asci-Karte, was will man mehr. Nachdem ankommen testen wir erst mal die Duschen bevor wir die Gegend ein wenig erkunden. Später machen wir uns noch Abendessen (Spinat mit Würstchen und Ei) und lassen den Abend noch etwas ausklingen und geniessen die Ruhe!
Wir haben heute 598 KM zurückgelegt, für den Diesel 120.75€ und für die Maut 22.45€ ausgegeben.
19.09.
Wir haben sehr gut geschlafen, frühstücken noch ein Müsli draussen bevor wir um 10:00 Uhr losfahren. Wir kommen gut durch und machen mittags eine kurze Pause zum tanken und essen, wir gönnen uns einen gemischten Salat und ein Bocadillo mit Lomo (Schweineschnitzel) es ist sehr lecker. Weiter geht die Fahrt, unterwegs sehen wir auch wieder einen typischen Stier auf einem Hügel. Um kurz vor drei halten wir noch bei einem Aldi ( ja wir sind immer noch in Spanien) und kaufen Lebensmittel und Getränke ein. Der Kassier "schenkt" uns sogar noch 50 Cent. Auf dem weiteren Weg zu unserem Campingplatz fallen uns ganz viele Felder auf, welche mit Planen bedeckt sind, es handelt sich wohl um Erdbeeren und Blaubeeren. Um 15:45 Uhr erreichen wir den Campingplatz Donana Playa, er ist riesig, aber da bereits Nebensaison ist, ist sehr wenig los. Wir zahlen für fünf Nächte inkl. Strom 71.-€ das sind 14.20€ pro Tag und das ohne Asci-Karte. Wir suchen uns einen Platz und richten uns häuslich ein, bevor wir den Platz und vor allem den Strand erkunden. Die Sanitärgebäude sind schön gemacht, das warme Wasser ist gratis, desweiteren gibt es auch noch einen grossen Swimmingpool mit Spielgelegenheiten für Kinder. Für Hunde gibt es auch noch eine Hundedusche, auf welche ich gerade schauen kann beim Schreiben, es kommt mir so vor, als ob viele Spanier nur Yorkeshire Terrier haben . Zum Abendessen gibt es ein Brötchen mit Ziegenkäse und als Dessert einen Apfel. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen mit lesen und reden.
20.09.
Heute haben wir den Tag gemütlich gestartet, lange geschlafen, im Supermarkt ein Baguette gekauft und dazu gab es dann Rührei mit Ziegenkäse. Danach haben wir den Camper mal wieder gesaugt und geputzt innen. Danach liefen wir zur Rezeption um uns noch Coins für die Waschmaschine zu kaufen. Von der Rezeption bis zum Strand beträgt der Weg 1km, zum Glück ist gerade Nebensaison und es sind nicht soviel Personen hier, in der Hochsaison würden wir diesen Platz sicher meiden. Wir beluden eine Maschine mit Wäsche und eine halbe Stunde später war diese bereits fertig, wir gehen einfach mal davon aus das sie auch sauber ist . Den restlichen Tag machten wir es uns auf unseren Stühlen gemütlich, lasen etwas, hörten Musik und zerbrachen uns den Kopf wo denn die grosse spanische Familie in einem Zelt den Platz findet inzwischen gehen wir davon aus, das noch welche im Auto übernachten, da sich auf dem Auto eine Matratze befindet. Später ging es noch mal zum Supermarkt um uns ein paar Zutaten für ein Sandwich zu holen, welches wir zum Abendessen assen. Danach gab es noch ein Eis und nun versuchen wir unser Glück mit der 1Stunde gratis Internet, vielleicht kann ich ja endlich auch mal Bilder posten!
21.09.
Heute haben wir einfach die Sonne genossen und bis auf einen schönen Spaziergang am Meer nichts unternommen, das tut einfach gut!
22.09.
Heute sind wir kurz nach Huelva zum Fährhafen gefahren um uns dort einmal umzuschauen. Wirklich beruhigt hat mich das nicht, ich bin jetzt einfach noch aufgeregter . Danach ging es weiter zum einkaufen in einen grossen Mercadona, auf dem Parkplatz wurden wir dann von einem Herrn angesprochen dem unser Camper sehr gut gefiel, er wäre bereits einmal auf dem Caravansalon in Düsseldorf gewesen etc. als wir uns dann zum einkaufen aufmachten hatte Tim ein schlechtes Gefühl, da er Angst hatte unserem Camper könnte etwas zustossen, also beeilten wir uns. Wieder am Campingplatz angekommen assen wir die gekauften Thunfischpasteten aus dem Supermarkt, welche wir schon vom letzten Jahr auf Fuerte kannten. Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen, abends gab es ein Sandwich mit etwas arg trockenem Brötchen und zum Nachtisch für mich noch die letzten beiden Folgen Moonlight (Vampirserie), während Tim weiter seine Lee Child Romane liest.
23.09.
Heute haben wir nach einer ruhigen Nacht den Camper ein wenig umorganisiert, sauber gemacht und entsorgt, abends wollten wir auf dem Campingplatz essen gehen, aber um 19:00 Uhr hat die Küche noch zu, also gab es wieder ein Sandwich und danach machten wir mit Taro noch einen Strandspaziergang bevor wir schlafen gingen. Ach so am späteren Freitagnachmittag fühlte sich der Campingplatz plötzlich rasant und in unserem Areal waren kaum noch Plätze frei.
24.09.
Der Tag der Fährfahrt. Tim ist bereits um 05:30 Uhr aufgestanden und um 07:45 Uhr sind wir gestartet, es sind 23KM bis zum Hafen. Um 09:00 Uhr öffnet der Hafen seine Pforten. Ich bin total aufgeregt und nervös, klappt alles mit den Tickets und mit Taro. Um 10:00 Uhr haben wir unsere Tickets und stehen als erste in der Linie für Lanzarote. Hoffentlich verträgt Taro die Fährfahrt! Wir haben Taro zwei Stunden vor Abfahrt noch Tabletten gegen Seekrankheit gegeben, diese brach er aber eine halbe Stunde später wieder aus, also muss es ohne gehen. Gegen 12:20 Uhr durften wir endlich aufs Schiff auffahren, natürlich rückwärts , dank den Berichten von Whatabus waren wir vorgewarnt, fast wäre uns dann das Wohnmobil was nachher kam noch vorne reingefahren, es handelte sich nur noch um Millimeter, aber es ging nochmal gut. Auf dem Schiff gingen wir mit Taro in den Hundebereich, das ist ein Spielparadis, wir sassen mit ihm bis zum eindunkeln draussen und er konnte, wenn er wollte mit den anderen Hunden spielen und sich austoben. Wir haben uns keine Essensbons geholt da wir von mehreren Seiten gehört hatten, dass das Essen nicht so toll sein soll, rein optisch sah es aber nicht schlecht aus. Wir holten uns einfach in der Cafeteria Sandwiches die sehr lecker waren und Abend holte Tim noch Hotdogs, die waren allerdings eher grenzwertig . Da bei der Buchung leider keine Kabine mehr frei war, haben wir einen VIP-Sitz gebucht, dorthin Namen wir Taro am Abend dann in seiner Tasche mit hin, er schlief die Ganze Nacht friedlich, im Gegensatz zu uns. Warnung, für alle die diese Überfahrt buchen, nehmt euch eine Decke oder einen Schlafsack mit, die Klimaanlage ist sehr kalt eingestellt. Tim hat uns abends noch die Decken aus dem Auto geholt in die wir uns einmummeln konnten, aber die Nacht war trotzdem sehr unruhig, da viel geschnarcht wurde und ein ständiges hin und hergelaufe war, aber irgendwann war die Nacht auch zum Glück zu Ende .
25.09.
Nach einer weitestgehend schlaflosen Nacht brachte Tim Taro gegen 08:30 Uhr in die Box auf dem Hundedeck, danach brachen wir unser Lager im VIP-Raum ab und gingen in der Cafeteria frühstücken. Später befreiten wir Taro aus der Box und er konnte wieder mit den anderen Hunden spielen. Es war ziemlich warm und am Mittag könnte man am Pool die Animation beim Tanzen bewundern, um halb zwei kam dann die Duchsage das wir Lanzarote bereits um 15:00 Uhr erreichen , wir waren also definitiv schneller als 30 Stunden gewesen . Um 15:30 Uhr fuhren wir von der Fähre und entschlossen uns spontan heute noch nach Fuerte überzusetzen. Also programmierten wir das Navi auf den Fährhafen Playa Blanca und die Fahrt ging los. Nach einer ca. 40 Minütigen Fahrt könnten wir am Fährhafen noch gerade die Fred Olsen Fähre abfahren sehen, aber wir wussten ja, es ist nicht die letzte am heutigen Tag. Wir buchten dann für 17:00 Uhr die Fahrt auf der Amas Fähre und brauchten nur 3.-€ Zählern für Taro da wir mit der Amas-Fähre von Huelva gekommen sind . Also fuhren wir wieder auf eine Fähre und bald sahen wir unser Fuerteventura, könnten es kaum glauben, gestern noch Festland und ich in Panik das alles schiefgeht mit der Fähre und heute schon auf Fuerte . Tim sieht mich mit meiner Panikmache immer noch auf . Naja kurz vor 18:00 Uhr betraten wir Fuerte-Boden und beschlossen zur Feier des Tages im Avenida in Corralejo essen zu gehen, dort gab es leckere Gambas in Ajoli, danach für mich gegrillten Tintenfisch und für Tim gegrillten frischen Fisch. Sehr lecker und viel zu viel! Nach einem kurzen Spaziergang ans Meer suchten wir uns einen Stellplatz für die Nacht und hoffen wir können gut schlafen da wir das erste Mal richtig frei stehen .
Gefahren sind wir heute 60 KM, bis auf Fuerte haben wir 2768KM mit dem Auto zurückgelegt!

