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Ostfriesland im Winter 16-12, ein RB in Bildern 1, 2


Lancelot am 04 Feb 2017 11:35:37

Hi all,

wir waren über den Jahreswechsel an der Nordseeküste unterwegs, genauer in Ostfriesland, im Störtebeker-Land. Einen Auszug aus unserem Reisetagebuch und einige Fotos dazu zeig ich gern. Wer also Lust drauf hat – bitte einsteigen mitfahren :)

    Planung : Ostfriesland – die Küste des Störtebeker Landes, im Winter
    Zeit : vom 26.12.2016 bis 11.01.2017

Der Streckenverlauf jeweils ab unseren Zwischenzielen bei An-/Abreise, also ab Wetzlar bis Schlitz.
Wir sind gefahren :


IN – Wetzlar – Weener – Leer – Ditzum – Emden – Greetsiel – Norddeich – Dornum – Hooksiel – Jever – Wilhelmshaven – Bremen – Schlitz - IN


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Montag, der 26.12.

Nach der Weihnachtsgans gestern sind wir heute noch nicht richtig hungrig. Daher reicht uns die Mittagswurst an der Tanke erstmal locker aus. Wir sind unterwegs nach Friesland, ins Störtebeker Land zwischen Emden und Wilhelmshafen. Wir beginnen in Leer und haben als letzte Station Bremen auf der Liste. Mal sehen wie weit wir kommen.

Wir fahren wieder in 2 Etappen: Zwischenziel ist Wetzlar an der Lahn. Nach einer ziemlich anstrengenden Fahrt mit viel Wind und starkem Verkehr kommen wir gegen 19:00 h auf dem SP an der Lahnwiese an. Lt. MAPS hätte es einige Kneipen in der Nähe, uns gelüstet aber eher eine Brotzeit zu Hause und etwas Ruhe.


Dienstag, der 27.12.

Wir haben sehr ruhig geschlafen, sind spät aufgestanden. Heute bleiben wir in Wetzlar und besichtigen die historische Altstadt. Mit den Zwergenrädern sind wir ruck-zuck dort, parken und laufen los. An der alten Lahnbrücke ist ein Wasserspiel mit Fontäne in Betrieb, sehr schön gemacht.



Heute kommen mal unsere Zwergenräder zum Einsatz


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Ein modernes, beleuchtetes Wasserspiel neben einer Brücke aus dem 13.Jahrhundert – paßt überraschend gut.


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Lancelot am 04 Feb 2017 11:38:23

Durch die alten Gassen mit reichlich Fachwerkbauten suchen wir den Dom. Gegenüber lacht uns die Alte Wache an, sieht gemütlich aus und auf der Tageskarte gibt´s Spätzle mit Bärlauchkäse. Macht uns an, wir beginnen unsere Besichtigung mit einem schmackhaften Mittagessen.


Schöne und meist gut restaurierte Fachwerkhäuser in der Altstadt, oft mit begrünten Fassaden

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Der Eisenmarkt mit Barbarabrunnen, ein Hinweis auf die ehemaligen städtischen Erzgruben


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In der Hauptwache haben wir gut gegessen

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Dann aber rüber zum sehr imposanten Dom, unvollendet, wegen Geldmangel nicht zu Ende gebaut, trotzdem schön und eindrucksvoll. Früher wurde bei Geldmangel einfach aufgehört zu bauen. Praktisch war man obendrein: als nach der Reformation die Stadt protestantisch wurde, erhielten sie das Kirchenschiff, den Chor behielten die katholischen Stiftsherren. Bis heute ist die Kirche beiden Konfessionen dienlich. Eine sogenannte Simultankirche.


Vor dem Dom ist noch der Weihnachtsmarkt aufgebaut und in Betrieb

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Lancelot am 04 Feb 2017 11:43:50

Am Portal ist unter dem Marienbild eine Steinskulptur mit einem Teufel, der einen Juden würgt. Darin war man sich innerhalb der Konfessionen scheinbar auch einig. Bei mehreren Pogromen wurden die jüdische Bevölkerung verfolgt und teils getötet, meist hatte man sich dabei auch gleich seiner Gläubiger entledigt.


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Im Innenbereich des Doms ist noch die Weihnachtkrippe aufgebaut.

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In der nahegelegenen Touri-Info versorgen wir uns mit einem Stadtplan, der auch einen Vorschlag zum Stadtrundgang mit Sehenswürdigkeiten beinhaltet, dem laufen wir nach und drehen eine lange Runde. Die alten Fachwerksbauten haben es uns angetan, unglaublich wie schief und bucklig manche Gebäude sind und trotzdem das Gewicht tragen. Vieles ist schön und aufwändig renoviert, einiges noch übrig.


Tolles Häuschen mit Turm

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Der Freiherr von Goethe war auch hier, zunächst am hier ansässigen Reichskammergericht. Seine unerfüllte Liebe zu einer lokalen Schönheit trieb ihn später aus der Stadt, ein Bekannter nahm sich einige Zeit später das Leben, daraus schrieb der Dichterfürst den Briefroman "Die Leiden des jungen Werther". Es soll einiges autobiografisches darin stecken. Tatsächlich hat sich umgebracht ein Herr Jerusalem, dessen Wohnhaus heute besichtigt werden kann.

Das Jerusalem Haus, heute „Werther-Museum“

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Da muß sich doch jeder Statiker die Haare raufen …

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Lancelot am 04 Feb 2017 11:47:11

Die Schlange als Schutzgeländer fanden wir auch toll,

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Am Schillerplatz ist ein weiterer Künstler-Weihnachtsmarkt in sehr ansprechendem Ambiente. Vor der Musikschule (früher ein Franziskanerkloster) ist ein richtiges Dörfchen aufgebaut. Mit handwerklichen Vorführungen und Angeboten. Ja klar – Glühwein und Punsch gibt´s auch.

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Sehr schönes Fachwerkstädtchen, da kommen wir im Sommer nochmal her

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An der Lahnbrücke trinken wir Kaffee in „Brökers Cafe“ in einem historischen Gebäude. Die Toi ist sehenswert : im Kellergeschoß, eine steile Treppe runter, durch 2 Vorräume, die wohl auch für Veranstaltungen genutzt werden, ein Schaukühlschrank mit Dry-Aged Beef, unverputzte alte historische Wände und Decken, mit rohen Balken, hinter einem Paravent - zwei hingeklatschte Fertigkabinen als Gemeinschafts-Toi, daneben ein Gußeisen-Waschbecken mit Boiler drüber. Erstaunlich, daß heutzutage sowas genehmigt wird, ist wohl der Geschichte und den Gegebenheiten des Hauses geschuldet. Wir finden´s „originell“!

Noch eine Stadtrunde, wir hatten was ausgelassen, den Kornmarkt und weitere Fachwerkhäuser (hier hat Goethe … , dort seine Tante ... ). Gefällt uns gut! Auffallend sind auch viele Hausfassaden mit Glyzinien Berankung, muß schön sein im Sommer.

Wir radeln nach Hause. Neben uns ist unser Forumskollege Ralf eingezogen, der uns voriges Jahr das Stauboxensystem eingebaut hat. Sie sind auch auf Jahresendtour an die Nordsee, die Welt ist wirklich klein.

Mittwoch, der 28.12.

Wir entsorgen noch und rücken ab nach Weener an der Ems, unser erstes Ziel im Störtebeker Land. Der zunächst angepeilte Platz am Hafen erweist sich als zu kurz für Hati, es wäre nur längs gegangen. Der 2. SP ist war etwas schief, aber wir passen, die Stützen richten uns gerade.

Weener, der SP an der Marina – alles nur für uns

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Wir laufen los in Richtung Hafen, von dort aus zum Ortszentrum. Schönes altes Örtchen, aber viel los ist hier nicht. Jedenfalls tappen wir ziemlich unschlüssig im Finsteren herum, entscheiden uns dann zu einem frühen Abendessen. Glücklicherweise finden wir eine geöffnete Kneipe, essen sehr gut Krabben mit Rührei und Matjes nach Hausfrauen Art. War wirklich gut, aber sehr teuer: ein paar Krabben mit Ei und Pumpernickel und Salatbeilage für € 17,80 ! Sapperlott, das hätten wir zuhause für ein Drittel haben können.

Wir laufen zurück und beschließen den Abend in Ruhe.


Drüben wäre der andere SP gewesen

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Der Hafen ist natürlich saukalt und wirkt heute ziemlich verlassen, ein erfrischender Spaziergang.

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scubafat am 04 Feb 2017 11:48:28

Bin eingestiegen und mitgefahren! Feiner Bericht! :D

Lancelot am 04 Feb 2017 11:58:29

Donnerstag, der 29.12.

Geschlafen haben wir sehr gut und lang - die Nordseeluft, wahrscheinlich !

Wir ziehen weiter nach Leer, das ist nur 12 km entfernt. Dort finden wir den SP An der Bleiche und ziehen ein. Der Platz ist zentrumsnah, aber wenig anheimelnd. Zur Stadtbesichtigung aber völlig ausreichend und bequem und kostenlos.


Leer, der SP „An der Bleiche“, rechts rum ums Eck und in ein paar hundert Meter im Zentrum

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Leer ist uralt und mit malerischen Backsteingebäuden erbaut. Die Fußgängerzone ist mehrfach geteilt, die Hauptmeile ziemlich lang.


Der hohe Rathausturm ist eine weithin sichtbare Landmarke

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Der Weihnachtsmarkt hat noch geöffnet, die Buden sind ziemlich voll. Es sind auffallend viele Nachbarn aus NL unterwegs, ganze Großfamilien und Bus-Ausflüge mit lauter gleichen Weihnachtshüten (besonders chic). Anfänglich stört uns der Lärmpegel, jeder brüllt was anderes, dazu die Musik aus den Buden und die Musikanten. Trotzdem: gefällt uns gut, wir sind angetan vom Städtchen und Umfeld.

Vor dem Rathaus steht ein überlebensgroßer Nußknacker, das Zentrum ist geschmückt

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Im Hintergrund: die Große Kirche

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Witzige Rennenten auf Skiern im Ladenfenster

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Das ist die Skulptur „Teelke“, vom Teehandelshaus „Bünting“ gestiftet.

Die Bronzestatue einer jungen Frau trägt die Utensilien der „Teetied“ – Teetasse und Teekessel – in ihren Händen und zeigt dem Besucher, dass er sich in einer Teestadt befindet.


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Zu Mittag essen wir im Restaurant Hamburg am Rathaus, Scholle und Rindsrouladen. Sind sehr zufrieden. Später bummeln wir auf der Hafen-/Uferpromenade an der Ems entlang. Da sind einige sehr schöne Appartementhäuser und Hotel/Büro entstanden, zum Teil mit tollem Blick auf den Hafen. Wir können uns gut vorstellen, wie bunt es hier im Sommer sein kann.

Mehrere Ruderboote kommen zurück zum Bootshaus, waren wohl auf Trainingsfahrt. Der Fahrer des Begleitboots hat sich wenigstens eine dicke Decke über seinen Stuhl gezogen, die Ruderer sitzen mit dem Hintern direkt im Kalten ... brrrr!


Weit weg vom Wasser ist man hier nirgends, schöne alte Schiffe und tolle Wohnlagen mit Bootssteg am Haus

Durch ihren Seehafen ist die an Ems und Leda gelegene Stadt seit Jahrhunderten vom Handel und der Seefahrt geprägt. Sie bezeichnet sich als Tor Ostfrieslands.


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Da könnte man doch durchaus auch wohnen wollen

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Eine Weinhandlung, es wird nicht nur Tee getrunken

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Auf dem Heimweg erstehen wir noch Kleinigkeiten und etwas Brot. Dann verlassen wir Leer nach Ditzum, ganz oben an der Emsmündung in den Dollart. Dort ziehen wir auf dem SP am Supermarkt ein, alles total ruhig, nagelneu und schön gemacht.
Hier sollten wir bestens unterkommen für heute Nacht. Gegen Abend kommt der Platzwart der Gemeinde und kassiert € 5 für den Platz und € 1 für den Strom pauschal.
Auf dem SP „Ankerplatz“ stehen wir ruhig und haben alles, was man braucht.


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Lancelot am 04 Feb 2017 12:03:38

Freitag, der 30.12.

Bis auf ein paar Böller, die vermutlich die Dorfjugend schon mal probehalber verpulvert hat, war die Nacht herrlich ruhig und knackig kalt. Alle Dächer und Wiesen sind mit Raureif überzogen. Wir ändern unseren Plan und werden doch bis Neujahr hier bleiben. Hier stehen wir prima und haben alles was man braucht.

Wir laufen los und erkunden das Dorf: sehr hübsch, mehrfach zum schönsten Dorf Ostfrieslands ausgezeichnet. Klinkerbau, kleine Fischerhäuschen, hübsch renoviert. Unten am Hafen ein fast neues Siel-Sperrwerk, auch in Klinker (verkleidet?), jedenfalls gut passend. Im Hafen legt auch die letzte noch betriebene Ems-Fähre an, die in 20 Minuten nach Petkum übersetzt. Von da sind´s noch 8 Kilometer nach Emden! Wenn´s nur nicht so kalt wäre beim radeln ....


Eine betriebsfähige historische Mühle


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Nein, kein Leuchtturm: das ist ein Kirchenturm

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Ein eigens gegründeter Mühlenverein betreut die Mühle und betreibt ein kleines Museum dazu

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Im Alten Fährhaus gab´s noch Platz an Silvester

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Ebenfalls direkt am Hafen ist die Fischhandlung Bruhns, mit Verkauf und Imbiss/Kantine, noch frischer geht Fisch nicht. Wir essen Brataal und Krabben, beides sehr lecker. Die Kneipe ist etwas laut und tatsächlich "kantinenartig" (und außerdem saukalt).


Fischhandlung „Bruhns“

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Eine Rentnerbank zum klönen

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Wir drehen eine lange Verdauungsrunde durch den Ort bis zum anderen SP am Ortsanfang. Der ist auch schön angelegt, ziemlich neu. Gut besucht, wird wohl selbst in der Jahreszeit gut angenommen. Man tut was für die Touris und die Womofahrer.

Zurück laufen wir auf dem Deich, sehen der Fähre beim ablegen zu. Im Dorf trinken wir Tee in der "Schifferbörse". Nette Kneipe, ordentliche Speisekarte . Wir fragen nach einem Tisch für Silvesterabend und kriegen was um 19:30 h, das paßt uns gut, wir reservieren. Der Friesentee, na ja .... die erste Tasse ist noch zu hell, schmeckt nach Wasser, ab der zweiten Tasse wird´s besser. Trotzdem finden wir das Gedöns mit Kluntjes und nicht umgerührten Milchwölkchen ganz schön übertrieben. Geht auch ohne Gedöns.


Im Hafen liegen historische Jachten neben den modernen Fischkuttern

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Der Fang wurde früher weit ins Hinterland getragen und verkauft, die Statue "Tante Dintje" erinnert daran.


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Auf dem Rückweg schauen wir bei dem Edeka am SP rein. Ziemlich schwach bestückt, keine frischen Wurst/Fleischwaren, keine Semmeln mehr am Nachmittag. Gut, daß wir heute nix brauchen. Dann noch entsorgen und Wasser tanken. Hatte schon Bedenken, weil der Wasserhahn zum Kassette spülen bereits eingefroren war, aber die Wasserzapfsäule geht. Allerdings ist die extrem langsam, so dauert´s halt ein wenig, Evi muß ein paar Mal nachsehen, ob unsere "Platzreservierung" in Form eines Hockers mit Stromkabel dem Ansturm auch standhält. So wild ist es dann aber nicht mit Ansturm, der Platz ist zwar voll, aber nicht überfüllt.

Wir müssen kurz unseren Platz verlassen und rollen zum Wasser tanken


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Lancelot am 04 Feb 2017 12:09:59

Samstag, der 31.12.

Als erstes gehen wir zum Edeka und kaufen Brot für die Feiertage ein. Im Gegensatz zu gestern gab´s heute noch reichlich. Zusätzlich erstehen wir für heute Mittag eine hausgemachte ostfriesische Erbsensuppe im Schlauchbeutel. Die verfeinern wir noch mit ein paar Wienerle - gut, schmackhaft, herzhaft ! Das sollte uns bis zum Abendessen ausreichen.

Nahmittags drehen wir noch eine Dorfrunde und suchen uns einen möglichen Schauplatz am Hafen/Kai, falls es ein Feuerwerk geben sollte. Evtl. sehen wir sogar auf das andere Emsufer rüber, mal abwarten, was wirklich geboten ist.

Schon auf dem Rückweg können wir der Versuchung nicht widerstehen und besuchen ein sehr nett dekoriertes Caféhaus. Wir trinken Glühwein und heiße Schokolade, jeweils mit Schuß. Natürlich nur wegen "der bitteren Kälte/Feuchte". Jedenfalls beschert uns das einen erholsamen Spätnachmittagsschlaf, müssen heute ja aushalten bis Mitternacht.


Der alte Stockanker wurde im offenen Meer aufgefischt und hier ausgestellt

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Die „lüttje Brügg“ : Eine Fußgängerbrücke über das Siel. Sie ermöglichte so die Passage von hochbeladenen Torfschiffen.

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Im Sielgraben eine Schwimmterrasse

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Unser Abendessen in der Schifferbörse ist gut, Fischfilets auf Reis und mit Kartoffeln, beides gut. Allerdings ist Küche und Service wohl an der Leistungsgrenze, jedenfalls warten wir ziemlich lang. Trotzdem: wir sind zufrieden !

Kurz vor Mitternacht laufen wir nochmals zum Hafen, dort ist schon schwer was los. Es knallt und böllert aus allen Rohren und in jeder Ecke. Wir schauen zu und trinken unseren mitgebrachten Schampus, auf ein gutes und gesundes 2017.

Lancelot am 04 Feb 2017 12:20:35

Sonntag, der 1.01.2017

Nach dem späten Frühstück entsorgen wir und rücken ab nach Emden. Dazu müssen wir die Emsmündung zurück bis Leer, vorher gibt´s keine Brücke, für die Fähre sind wir zu schwer. In Emden beziehen wir den SP Am Binnenhafen. Wir stehen zwar ziemlich dicht, sind aber zentrumsnah. Der nette Platzwart versorgt uns mit Info zur Stadt.

Wir wollen gerade loslaufen, da kommt ein breit grinsender Mann auf uns zu : unser Forumskollege Ralf, den wir schon in Wetzlar getroffen hatten. Das ist ja ein Zufall !! Sie sind auch gerade gekommen und wollen einchecken, wir ratschen ein wenig.

Über die Kaipromenade laufen wir in die Altstadt, an mehreren Museumsschiffen vorbei. Die große Straße ist Fußgängerzone, am Marktplatz vor dem Rathaus wird der Weihnachtsmarkt abgebaut, heute, am Sonn- und Feiertag, mit schweren Kränen und Tiefladern, merkwürdig !


Über die Kaiprommenade rein ins Zentrum, hier gibt´s auch tolle Wohnlagen

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Im Binnenhafen liegen Museums- und Restaurantschiffe, die Gastliegeplätze sind fast leer


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Feuerschiff „Deutsche Bucht“ und Seenotkreuzer "Georg Breusing" können auch besichtigt werden.

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Direkt am Markt zur Fußgängerzone hin kuckt ein Elefant aus der Hausmauer : das Otto-Huus, mit dem Ottifanten als weithin bekanntes Kennzeichen. Zum Glück ist das Museum nicht geöffnet, wahrscheinlich hätten wir nicht widerstehen können.


Das „Otto-Huus“ liegt direkt am Eingang zur Fußgängerzone und zeigt alles über „Otto“

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Die Fußgängerzone ist groß, heute an Neujahr ziemlich verlassen. Außerdem ist sie groß undsicher gut besucht zu Geschäftszeiten.

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Peterke de Boer, als Straßenkehrerin war sie in Emden stadtbekannt.

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Mit einem Auge hatten wir nach geöffneten Gasthäusern gesucht. Ein wenig schwierig heute an Neujahr, fast alles hat geschlossen. Wir haben uns schon fast für eine Pizzeria entschlossen, da sehen wir einen Fischverkaufsstand am Hafen. Lauter frische leckere Spezialitäten, wir schlagen zu und kaufen ordentlich ein, zusätzlich ein Krabbenbrötchen auf die Hand muß es auch noch sein. Wir laufen zurück durch die Dämmerung und die Kälte, der beleuchtete Hafen mit nur wenigen Booten hat auch seinen Reiz. Direkt vor uns liegt ein großer Katamaran, wir schauen den Lichtern im Hafenbecken noch einige Zeit zu, von drinnen, aus dem mollig warmen Hati.

Zum Abendessen gibt´s eine Spitzenbrotzeit mit Aioli-Krabben und Fischpflanzerl - voll lecker!

Ziemlich "dickes Teil" lag da vor unserem Fenster vor Anker

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Lancelot am 04 Feb 2017 12:29:02

Montag, der 2.01.

Bei Abfahrt steht eine Frau mit ihrem PKW genau mittig auf der Straße und wartet auf ein Müllauto, ich komme nicht vorbei. Ich öffne das Fenster, will sie eigentlich bitten zwei Meter zurück und einen halben Meter weiter nach rechts zu fahren. Sie faucht mich aber an, daß ich ja gesehen hätte wo sie steht, ich hätte ja warten können, kurbelt das Fenster wieder hoch, bewegt sich keinen Zentimeter. Mir ist das zu blöd, fahre eben auf den Randstein rauf, geht auch.

Unser Ziel heute ist Greetsiel, über Rysum und Krummhörn an der Küste entlang. Schönes Ländchen, alles topfeben. Ein paar auffallend große Maulwurfshügel könnten hier schon als Landmarke dienen. In Rysum, das als sehenswert beschrieben wird, finden wir keinen PP für uns. Also fahren wir doch gleich nach Greetsiel weiter.

Dort gibt´s sogar einen Top-SP, auf den wir einziehen. In den Ort sind´s nur wenige hundert Meter, vorbei an den beiden bekannten Windmühlen zum Hafen. Wir sind überrascht, wie viele Touris unterwegs sind. Ist wohl in Mode gekommen im Winter an die Küste zu fahren.


Der SP von Greetsiel ist ziemlich groß. Warum der aber als „Top-Platz“ gewertet wird erschließt sich nicht

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Eins der weithin bekannten Mühlenwahrzeichen

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Am Weg ins Städtchen plazieren Künstler ihre Exponate

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Die Tiere lächeln uns an

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„Zum alten Siel“ fanden wir sehr gut

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Ein ausgiebiger Dorfrundgang, am Deich entlang und über den Hafen zurück, durch die Geschäftsstraßen und Läden ergibt dann einige Souvenirs und für mich eine neue Wintermütze.

Der Laden hat sich auf Lenkdrachen aller Art spezialisiert.

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Den „Lurchi“ fanden wir toll !

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Der Hafen von Greetsiel ist ein bekanntes Fotomotiv

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Die Krabbe paßt doch gut hier

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Lancelot am 04 Feb 2017 12:32:34

Kirche von Greetsiel mit alter Glocke und ehemaligem Glockenturm

Die Kirche besitzt über dem Ostgiebel einen mit einer Uhr und Glocke ausgestatteten Dachreiter, an dessen Spitze sich eine besondere Schiffswetterfahne aus vergoldetem Kupfer befindet ..


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Auch in den hinteren Gassen, abseits der Touriströme, entdecken wir Hübsches und Sehenswertes

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Auf dem Rückweg schauen wir noch in die historischen Mühlen rein. In der „roten Mühle“ gibt´s - neben dem üblichen Tourikram - einen richtigen Mühlenladen mit Bioprodukten aus der Umgebung. Ein leckeres halbes Ziegenkäslein muß mit !


Die „grüne Mühle“ – Café und Buchladen

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Lancelot am 04 Feb 2017 12:35:28

PAUSE :!:
Heute nachmittag geht´s weiter :)

Julia10 am 04 Feb 2017 13:13:08

Hallo Wo9lfgang,

habe schon auf Deine Bericht gewartet :!:

Mach hinne, wie Du immer so schön schreibst :D

Deutschland ist soooo schön und es gibt viel zu endecken. Dein Reisebericht gefällt mir sehr gut :) Wetter war ja einigermaßen akzeptabel, wenn ich es so richtig sehe.

Ich liebe Fotos in reiseberichten, daher schon mal bis hierher herzlichen Dank. Bin naoch weiterhin dabei :)

Julia

eclipse88 am 04 Feb 2017 13:40:11

Wow sehr schöner Reisebericht. Tolle Fotos und schön geschrieben, bin auf die Fortsetzung schon gespannt.
In manchen Ecken waren wir auch schon gewesen, (Greetsiel, Emden, Norddeich) sehr sehr schöne Gegend! :ja:
Lass uns bitte nicht zu lange warten :wink:

frankjasper8 am 04 Feb 2017 13:51:51

Hallo Wolfgang,

ich habe mir mal auch noch ein Plätzchen bei Euch im Mobil gesichert. :)
Zum Glück hast Du ja ´n ausreichend großes Fahrzeug ausgewählt. :eek:
Und so beim Lesen Deiner Zeilen und dem Blick auf die vielen Bilderchen, bekomme ich so richtig Lust, auch bald wieder in die große weite Welt zu starten.
Da oben in Greetsiel hast Du sicher noch meine Fußspuren vom Sommer gefunden. :)
Ditzum und auch Weener kenne ich auch gut. Ich bleibe jetzt mal ganz bequem bei Euch im Fahrzeug sitzen und warte gespannt, wo Ihr mich noch hinfahrt. :eek:

mk9 am 04 Feb 2017 14:13:36

Schöner Bericht von Eurer Tor. Hat mir sehr gut gefallen.

Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

bonjourelfie am 04 Feb 2017 15:34:02

Wie sich die Zeiten geändert haben...
Ich bin ja dort oben verwurzelt, kenne in Emden fast jedes Haus, lebe aber seit über 30 Jahren in Bayern. Damals wäre es niemandem eingefallen, im Winter dort Urlaub zu machen, es fehlte natürlich auch die Infrastruktur. Vielleicht sollte ich auch mal wieder im Winter...? Auf jeden Fall ein sehr schöner unterhaltsamer Reisebericht, dankeschön.

LGElfie

Lancelot am 04 Feb 2017 15:34:39

Dienstag, der 3. 01.

Wir wachen auf, es regnet ! Gar nicht mal so fest, aber dafür dauerhaft bei heftigen Windböen. Ekelhaftes Wetter ! Also streichen wir die geplante Besichtigung von Aurich und fahren nach Norddeich. Dort sind mit der Seehundaufzuchtstation und dem Walmuseum Aktivitäten "unter Dach" angesagt.

Die paar Kilometer haben wir gleich runter .... in Norddeich parken wir auf dem SP am Ocean Wave ein, direkt bei den Seehunden. Allerdings erfahren wir in der TI, daß das Walmuseum "zweieinhalb Kilometer" (wirklich sind´s doppelt so viele) entfernt ist. Mit den Rädern, bei dem Wetter ... nö! Erstmal gehen wir essen, dann schauen wir die Fütterung der Seehunde und morgen fahren wir zum Museum. Guter Plan !


Auch die Touri-Info hat einen Seehund vor dem Eingang

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Im Regensturm laufen wir ein paar hundert Meter in Richtung Deich. Weil´s trotz dicker Vermummung ungemütlich, saukalt und patsch-naß ist, zögern wir nicht lang und wählen den 'Seestern" zum Mittagessen. Es gibt Admiralsplatte mit Krabben und Seelachsfilet in Eierpanade, gar nicht schlecht. Nachher raffen wir uns doch auf zu einem kurzen Besuch auf dem Deich. Da pfeifft der Wind gewaltig, kaum kann man sich auf den Beinen halten, bald ziehen wir uns zurück.

Rein zu den Seehunden, beim letztem Mal hier (vor gut 30 Jahren) konnten wir die Heuler noch direkt in den Becken besichtigen und (verbotenerweise) streicheln. Das ist vorbei, alles hinter Glas, man kommt an die Becken gar nicht ran. Trotzdem ist der Besuch informativ, es werden eben auch viele Details zu Seehunden bzw. Kegelrobben gezeigt und erklärt. Ein Vergleich zwischen menschlichen und tierischem Skelett zeigt wie ähnlich und doch anders angepaßt wir sind. Eigentlich stammen Seehunde von bärenähnlichen Vorfahren ab.

Die Tiere werden unruhig, sie wissen genau, daß gleich Fütterungszeit ist. Ein noch ziemlich Kleiner fiehlt ein wenig rum und wartet. Die Tür geht auf, der Kleine verschwindet sofort ins Wasser, er weiß auch, daß es die Fische nur im Wasser gibt. Echt putzig ! Wir sind überrascht, wie viele Fischlein auch so ein Kleiner verdrückt, so um die 10 waren´s sicher. In allen Becken wird gefüttert, eine Mitarbeiterin erklärt einiges zu den Tieren. Beispielsweise nehmen die Flüssigkeit nur über die Nahrung auf, sie trinken nicht.


Den Kleinen fanden wir besonders putzig

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Wir laufen zurück zum Auto und beschließen den Abend.

Lancelot am 04 Feb 2017 15:44:01

Mittwoch, der 4.01.

Ja sakra - was für eine Sturmnacht ! Das hatten wir lang nicht mehr in der Stärke, das Auto wackelte, die Planenbox flatterte, kein Fenster auf, erst recht keine der Dachluken. Immer beim wegnickern hat uns eine neue Orkan Bö wieder aufgeweckt. Morgens entsorgen, Frischwasser tanken und los zum Waloseum : eine Zweigstelle der Seehundaufzucht, dort werden die ganz kleinen Heuler erstmal untersucht und für ein paar Tage in Quarantäne gehalten, bis die Laborergebnisse ein gefahrloses Zusammenführen mit den anderen Findlingen zulassen.

Die Walausstellung hat uns am meisten beeindruckt. Ein riesiges Walskelett (im Vergleich mit Mensch) macht mal das Größenverhältnis klar

Dort hängt auch in richtiger Größe die Leibspeise der Pottwale : ein Riesenkalmar mit so 10 m Länge. Auch sehr beeindruckend. Die Jagdtechnik mittels Sonarerkennung, die genetische Abstammung, weitere Größenvergleiche (Gehirn), Proben von Walgesängen, Einfluß von technischen Sonargeräuschen etc. etc. Ein sehr interessanter Besuch für den wir mehr Zeit als geplant brauchten. Macht aber nix!


Ein Orca-Skelett in Originalgröße

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Nachbildung eines Seeleoparden

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Ein echtes Pottwalskelett – zum Größenvergleich ein menschliches Skelett darüber, sehr beeindruckend.

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Wir ziehen weiter nach Dornum, einem hübschen alten friesischen Häuptlingsdorf. Noch sind 2 von ehemals 3 Burgen zu sehen: die Beringaburg, heute als Hotel genutzt, und das Wasserschloß Norderburg, heute eine Schule. Wir drehen eine kleine Fußrunde und schauen uns das an. Wirklich hübsch !

Am lokalen SP sind mehrere Supermärkte, wir nutzen die Gelegenheit und verproviantieren uns mit Grundnahrungsmitteln, also Wasser und Wein.


Die Beringaburg zu Dornum, ehemals Häuptlingsburg, heute schön gemachtes Hotel

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Innenhof der Beringaburg, bestimmt sehr stimmungsvoll an einem Sommerabend

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Zugang zum Hof des Wasserschlosses und die Burganlage „Norderburg“

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Auf der Norderburg ereignete sich 1397 das wohl bekannteste Familiendrama der ostfriesischen Geschichte: Der Sohn des Erbauers der Norderburg, Lütet, erschlug – angeblich auf Anraten seiner Schwiegermutter – seine Gemahlin Ocka wegen angeblicher Untreue und Aufsässigkeit. Daraufhin zeigte sich die Schwiegermutter Foelke, von ihrer starken und brutalen/hinterlistigen Seite und übernahm kurzerhand die Burg.
Sowohl Lütet, als auch sein Vater, wurden auf Befehl der Schwiegermutter enthauptet.



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Auch das Örtchen selbst finden wir hübsch und sehenswert.


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Lancelot am 04 Feb 2017 15:52:56

Donnerstag, der 05.01.

Morgens dann eine kleine Überraschung: nicht nur der Parkautomat ist out of order, sondern auch die Entsorgung, alles dicht! Gut, dann halt beim nächsten SP.

Wir fahren über Carolinensiel nach Hooksiel, immer an der Küste entlang, nah am Deich. Hier ist alles plattes Land, kein einziger Buckel weit und breit. In Carolinensiel fahren wir an den Ferienwohnungen an der Mühle vorbei. Hier waren wir vor vielen Jahren mal in einer ziemlich versifften FeWo. Keine wirklich schöne Erinnerung.

Wir erreichen unser Ziel in Hooksiel, der SP am Hallenbad. Irgendwie ist der vom Eindruck her etwas verlassen, Evi will hier nicht bleiben und lieber gleich nach Jever weiter. Also planen wir um und beziehen den SP Jever. Für die Parkgebühr und den Stromjeton sind wir zu spät, bereits Mittagspause. Also ziehen wir erstmal los und suchen uns was zum Mittagessen. Die TI versorgt uns mit Info und Stadtplan, im Hotel Oldenburg essen wir ordentliche und große Schweineschnitzel. Nach dem ganzen Fisch die letzten Tage eine Abwechslung.

Auf dem SP stehen wir ganz allein

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Die Fußgängerzone von Jever ist hübsch, wir laufen der großen Straße entlang. Es gibt viele alte Häuser, Jever wurde durch das mutige Aufbegehren der Bürger in den letzten Kriegstagen im WW-II von weiterer Zerstörung gerettet. Zwischenzeitlich sind noch viele Skulpturen und Brunnen zusätzlich errichtet worden. Es ist bitterkalt, wir sind ausgefroren und nehmen in einer historischen Teestube (sehenswert) Tote Tante und Friesentee mit Rum - wirkt schon bald !

So gestärkt schlendern wir durch die Straßen und orientieren uns langsam Richtung SP.


Der Kosakenbrunnen in Jever – die Geschichte dahinter ist auch interessant

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Das Schloß zu Jever, heute ein sehenswertes Museum

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Der Sagenbrunnen am „Alten Markt“ zeigt Figuren aus fünf regional bekannten Sagen.

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In der Blaudruckerei von Jever wird noch die traditionelle norddeutsche Blaudruckerei betrieben. Blaudruck ist ein altes Färbeverfahren für Stoffe aus Leinen- oder Baumwolle.

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Das „Haus der Getreuen“ und der zugehörige „Kiebitz-Brunnen“
Die Getreuen von Jever sind eine Gruppe von Honoratioren und Verehrer von Bismarck. Um ihre besondere Verehrung von Bismarck zu Ausdruck zu bringen, schickten sie ihm jährlich zu seinem Geburtstag am 1. April eine Kiste mit 101 Kiebitzeiern und unterzeichneten das Geschenkpaket mit:
"Die Getreuen von Jever".

Noch heute treffen sie sich in der Gaststätte "Haus der Getreuen" gegenüber dem Bismarckmuseum zu einem Kommers, bei dem der von Bismarck zum Dank gestiftete Kiebitzbecher die Runde macht.


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Lancelot am 04 Feb 2017 15:57:29

Die uralte Einrichtung in der „Teestube“ fanden wir sehr originell

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Der „Oldenburger Hof“ mit Glockenspielturm




Die Skulptur „Küsters Pütt“ mit „Theda und Lumpi“ (Wasserträgerin mit Hund)

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In einer Markthalle kaufen wir noch ein, bei einem Bäcker beobachten wir eine Kindergartengruppe mit einem Zwergenbus, 6 Kleine angegurtet, weitere 4 zu Fuß, kriegen jeder eine Viertel trockene Semmel und sind hellauf begeistert. Niedlich anzusehen.

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Wir wandern zurück nach Hause. Das nahe Sportcenter verkauft uns das Parkticket und Stromjeton. Wir schließen uns an die Stromsäule an und beschließen den Tag zu beschließen.

Lancelot am 04 Feb 2017 16:07:01

Freitag, der 6.01.

Eine eiskalte Nacht ! Heute ziehen wir weiter nach Wilhelmshaven. Zunächst zu einer LPG-Tanke mit 95/5 Progas, wir wollen einfach vorsorgen bei Temperaturen deutlich unter Null. Die Tanke finden wir sofort, die Befüllung ist ganz einfach. Danach zum SP Schleuseninsel, sehr schöner Platz direkt hinterm Deich. Wir ziehen einfach ein, der Platzwart kommt erst später. Wir gehen erstmal essen ...

Wir haben reichlich Platz in unserer Ecke

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Im Führer wird empfohlen das Restaurant "An Bord". Wir essen dort sehr gut, nicht gerade preiswert. Wir sind zufrieden ! Danach schlendern wir in Richtung "maritime Meile' zum Zentrum, nach wenigen hundert Metern erreichen wir das "Aquarium".

Eine tolle Ausstellung : von der Erdgeschichte angefangen bis zur Evolution und deren Vorteile, viele Becken mit Fischlein aller Arten, aber auch Spinnen und Vögel und Tropenbewohnern, auch Seehunde und Pinguine. Insgesamt eine sehr sehenswerte Ausstellung, wir sind richtig begeistert.


Am Horizont steht der Leuchtturm „Arngast“


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Im großen Becken schwimmen ausgewachsene Haie, der rechts drückt sich die Nase an der Scheibe platt

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Haupteingang zum „Aquarium“, an der „maritimen Meile“ direkt am Strand


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Außengastronomie ist heute spärlich besetzt

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2 Nixen auf dem Felsbrocken

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Noch ein paar Schritte Richtung Ortszentrum, an der maritimen Meile entlang, jetzt natürlich ohne Außengastronomie, können uns aber gut vorstellen wie´s hier in der Saison aussieht.

Am Wattmuseum drehen wir um: wir bleiben einfach noch einen Tag, sehen uns das morgen an.

Wir wandern zurück nach Hause, um 17 Uhr kommt der Platzwart, wir bezahlen unser Ticket und richten uns häuslich ein.

Lancelot am 04 Feb 2017 16:13:12

Samstag, der 07.01.

Eigentlich war der Plan, mit den Rädern rein in die Stadt, was einkaufen und dann auf dem Heimweg ins Wattmuseum. Geht nicht - es beginnt zu nieseln und graupeln, es bildet sich umgehend Glatteis, vom Feinsten, alles spiegelglatt! Zum Glück verzichten wir auf die Räder und machen uns zu Fuß auf. Und das ist blöd genug! Eigentlich sollte man zu Hause bleiben und abwarten ... wir hoffen auf einen Bus unterwegs. Doch diese Linie ist nur saisonal bedient, im Winter leider nicht. Schon weiter drin in der Stadt finden wir nur Haltestellen in Richtung stadtauswärts, die einwärts müssen in einer Parallelstraße sein. So heixeln wir halt weiter, schon extrem mistig!

Über die historische (und auch spiegelglatte) Kaiser-Wilhelm-Brücke geht´s Richtung Zentrum. Zum Glück können wir uns wenigstens am Brückengeländer ein wenig festhalten. Blöde Idee, zurück nehmen wir ein Taxi!

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In einem Frisörladen fragen wir nach, ob unsere Peilung noch stimmt - tut sie, wir sind nur wenige hundert Meter vom Zentrum entfernt.

Es ist bitterkalt, nebelig und regnerisch. Alles ist mit einem Eispanzer überzogen.

In einem großen Einkaufscenter besorgen wir unsere Einkäufe, das ist rasch passiert. Zurück nehmen wir ein Taxi zum Wattmuseum - deutlich angenehmer und ungefährlicher für uns. In unmittelbarer Nachbarschaft finden wir auch eine ordentliche Kneipe zum Mittagessen, den „Seestern“ und essen Heringe und Krabben, beides gut.

Dann ins Wattmuseum: unten in der Halle hängt/steht ein Walskelett, mit von Günter von Hagen plastinierten Organen. Die farbliche Kennzeichnung auf der Tafel hätte man besser auch auf die Exponate übernommen, die sind alle gleichfarbig, wie das Skelett. Da gibt´s nicht viel zu unterscheiden, hätte man besser machen können. Gleiches gilt leider auch für die anderen Etagen: im 1. Stock eine Bilder- und Fotogalerie mit Meermotiven, im 2. Stock eine Vogelausstellung und ein Fischkutter, im 3. Stock nochmals Bilder. Mit Wattenmeer hatte das alles wenig zu tun. Die Aussteller könnten sich vom Waloseum in Norddeich eine oder gar mehr Scheiben abschneiden - das hat uns viel besser gefallen !

Dann noch auf zum Glück etwas weniger eisigen Wegen zurück nach Hause, erst die letzten hundert Meter zum SP sind wieder extrem glatt. Trotzdem muß ich gleich nochmal diese letzte Strecke laufen zur Entsorgung. Damit beschließen wir den Tag und machen´s uns im Hati gemütlich. Später sehen wir im TV die Bilder von anderen Fußgängern in Norddeutschland, lustig anzusehen, wenn man nicht selbst betroffen ist. Zahlreiche Unfälle waren die Folge.


Besonders sehenswert ist das hier seit 2011 ausgestellte rund 14 m lange Skelett - mit seinen plastinierten Organen - eines 1994 vor der Insel Baltrum gestrandeten 39.000 kg schweren Pottwals.

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Original Fischkutter (immerhin im 2. Stockwerk .. :gruebel: )

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Für Kinder: ein ausgestopfter Streichel-Heuler

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Lancelot am 04 Feb 2017 16:25:11

Sonntag, der 8.01.

Neben uns steht ein Phoenix-Midi aus Bonn, mit dem Eigner ratsche ich ein wenig. Später an der Entsorgung borge ich ihm noch unseren Wasser-Füllschlauch, er hat den letzten Meter Schlauch nicht dabei, mit unserem dazu reicht´s gerade so.

Wir setzen Kurs auf Bremen, wollen uns die alte Hansestadt noch ein wenig ansehen. Auf der Weserinsel gibt´s einen SP "Am Kuhhirten", dort ziehen wir ein. In das Zentrum sind´s nur 1,3 km, wir laufen rein. Eine prächtige Silhouette erhebt sich hinter der Weserbrücke, mächtige Kirchen, Türme und Gebäude. Am Marktplatz suchen wir eigentlich den Ratskeller, es ist aber schon sehr spät nachmittags zum essen, also wähle ich das nächst liegende Restaurant am Marktplatz. Ganz nett gemacht, aber meine bestellte Spare Ribs sind eine Zumutung. Jedenfalls sag ich mal meine Meinung dazu, was aber das Essen nicht verbessert. Selbst den angebotenen Schnaps lehne ich ab, bin stinkig !

Ironie der Geschichte : genau gegenüber ist der gesuchte Ratskeller ... manchmal läuft´s blöd !


SP Am Kuhhirten, wir stehen da ruhig und komfortabel

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Am ehemaligen Wasserwerk vorbei in die Stadt

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Wir drehen eine Runde durchs Schnoorviertel : ausnehmend hübsche kleine historische Häuschen und Gebäude, malerische Gassen, viele Künstler und Kneipen, die allermeisten auch Sonntag geöffnet. Hier gefällt´s uns sehr gut, wir bummeln einmal rundherum und mittendurch, einfach toll ! Hier kommen wir morgen nochmal her.

In der Dämmerung laufen wir zurück. Der Platzwart versorgt uns noch mit zusätzlichen Infos und Tipps. Morgen fahren wir mit dem vom SP angebotenen Shuttle Service ins Zentrum. Evtl. kriegen wir auch eine Stadtführung.


Im Zentrum Bremens befindet sich die "gute Stube" der Stadt: der Marktplatz.
Im Jahr 1404 entstanden, zählt er zu den ältesten öffentlichen Plätzen der Stadt. Umrahmt wird die Fläche von einigen der bekanntesten Bremer Bauwerken wie dem Rathaus, dem Schütting oder der Bürgerschaft - insgesamt gilt das Gebäudeensemble rund um den Marktplatz als eines der schönsten Deutschlands


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Bremer Rathaus, seit 600 Jahren Machtzentrum

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Der Sieben-Faulen-Brunnen
Die Legende erzählt von sieben faulen Söhnen eines armen Bauern, die in die Welt hinausziehen
und mit innovativen Ideen zurückkommen.


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"Silberlöwe", den Tag tragend
gegenüber „der Panther, die Nacht tragend


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Das Schnoorviertel
Unweit des Marktplatzes ziehen sich schmale Gassen mit kleinen Häusern durch den Schnoor.
Ein mittelalterliches Quartier in der Bremer Altstadt, einst ein Wohnviertel für Schiffer und Fischer.
Heute beherbergt der Schnoor in seinen schmalen Straßen, gesäumt von Jahrhunderte alten Gebäuden, viele Kunsthandwerksbetriebe, kunstvolle Brunnen und Plastiken. In direkter Nachbarschaft befinden sich auch ganz moderne Gebäude, die sich in die historische Kulisse einfügen. Das Schnoorviertel ist ein Ort des Besonderen.



„Räuberhaus“

[img]https://www.wohnmobilforum.de/gallery/image.php?album_id=3071&image_id=20736[[/img]


Skulptur „Heini Holtenbeen“
Heini Holtenbeen ist eine Legende in Bremen. Er trug von einem Unfall ein steifes Bein und einen leichten Hirnschaden davon. Von da an traf man ihn täglich auf dem Bremer Marktplatz, wo er den Kaufleuten vor der Börse ihre Zigarren abnahm, um aus den Resten neue herzustellen.


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Julia10 am 04 Feb 2017 16:28:47

Hallo Wolfgang, die Restaurants und "Museen" haben kräftgig an Euch verdient und Ihr Beide bestimmt einiges zugenommen :D

Julia :D

Lancelot am 04 Feb 2017 16:35:16

Die Ottjen-Alldag-Plastik von Claus Homfeld

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Lutz171 am 04 Feb 2017 16:38:02

Hallo Lancelot,
toller Bericht mit vielen schönen Bildern. Wir waren auch zum Jahreswechsel in Ostfriesland unterwegs. In Emden haben wir uns knapp verpaßt (wir sind am 01.01. nach Norddeich weitergefahren). Aber in Norddeich haben wir - glaube ich zumindest - auf dem Stellplatz fast nebeneinander gestanden (Carthago T 4.9, Kennzeichen SU). Wir sind dann jedoch nach der Sturmnacht am 4.1. so gegen 10 Uhr nach Hause gefahren.

Viele Grüße
Lutz

Lancelot am 04 Feb 2017 16:41:55

Montag, der 9.01.

Wir entscheiden uns gegen den angebotenen Shuttle-Service, wir nehmen die Räder.

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Schnell sind wir reingeradelt, wir parken direkt am Bleikeller, einem Kräutergarten aus Klosterzeit, derzeit aber nicht zu besichtigen. Wir laufen mal ums Rathaus rum, über den Markt. Große Plätze und prächtige Fassaden, man spürt schon den lange erworbenen Reichtum durch Handel.

Wir besichtigen den St. Petri Dom, Backsteingotik vom Besten. Es ist warm/geheizt und riecht nach Essen, im Chor hinter dem Altar sind Tische und Stühle, dort sitzen Leute. Wir vermuten eine Armenspeisung, eine vorbeikommende ehrenamtliche Mitarbeiterin bestätigt das und erklärt einiges dazu. Schließlich wollte sie uns auf einen Kaffee zur Tafel einladen, fanden wir sehr nett, aber auch amüsant.

Zu Mittag essen wir eingedenk der Umstände gestern dann im historischen Ratskeller. Steil führt eine Treppe runter ins Lokal. Ein sehr hohes und großes Gewölbe, längs mit Tischen und Stühlen, auf einer Seite mit lauter kleinen "Logen" für Gruppen von 6 oder 7 Personen, die hier total abgeschottet und unbelauscht/ungesehen tafeln und zechen können.


Der Bibelgarten am Dom „St. Petri“

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Vor der Westfassade des Domes sind Bronzeskulpturen der sogenannten Bestien aufgestellt

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Die Ostfassade des Rathauses mit zwei berittenen Herolden und einem Nebeneingang zum Ratskeller, in dem seit dem Ende der französischen Besatzung nur noch deutscher Wein vorrätig gehalten und ausgeschenkt wird

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Die weltberühmte Statue des Bremer Rolands. Das Symbol für den Willen der Bremer Bürger, die Selbständigkeit der Stadt zu bewahren. Der Originalkopf der 10,21 m hohen Statue befindet sich heute im Focke Museum

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Die berühmteste Sehenswürdigkeit Bremens (und etwas „abgewetzt“) : die „Bremer Stadtmusikanten“

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Lancelot am 04 Feb 2017 16:48:45

Marcus Brunnen auf dem Liebfrauenkirchhof

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Neptunbrunnen - eine sehr moderne Darstellung

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Im historischen Ratskeller haben wir zu Mittag gegessen.

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Die malerische und historische Böttcherstraße mit vielen Geschäften und Galerien führt uns runter zur Schlachte, dem historischem Hafen von Bremen, heute die maritime Meile mit alten Schiffen, die zu Kneipen oder Museen umgebaut sind und dort fest vertäut am Weserufer liegen. Toll, aber jetzt grade die falsche Jahreszeit. Oben sind mehr als 30 Kneipen und Restaurants und bilden einen Szenetreff, auch der Weihnachtsmarkt findet hier statt.


Das prächtige Haus „Schütting“, heutzutage Sitz der Handelskammer und des exklusiven Kaufmanns-Clubs

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Fassadenrelief „Der Lichtbringer“, in der Böttcherstraße

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Skulptur „Abend, Jugend, Dämmerung, der Tag“

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Lancelot am 04 Feb 2017 16:53:22

(ich glaub, ich "verschone" Euch jetzt mit weiterer Kultur ... :D )

:wink:


„In grauer Vorzeit sahen Fischer am Saume der Düne die Gluckhenne. Als gutes Vorzeichen siedelten die Fischer hier an. Sie nannten es Brtitum - Bremun“, die heutige Hansestadt Bremen"

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Wir laufen durch die Böttcherstraße zur Schlachte, den historischen Hafen von Bremen.

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Als Schlachte wird in der Bremer Altstadt die historische Uferpromenade an der Weser bezeichnet.. Die Schlachte, ursprünglich der Hafenplatz Bremens, hat sich heute zur Gastronomie- und Biergartenmeile gewandelt.


Eigentlich sind wir schon reichlich gewandert, wir radeln zurück und besuchen noch einen Lebensmittelmarkt an der Kleinen Weser. Morgen ist auch noch ein Besichtigungstag !



Dienstag, der 10.01.

Die ganze Nacht hat´s immer mal wieder geregnet, seit früh plätschert es dauerhaft mit heftigen Böen. Wir beschließen vorzeitig abzubrechen und Richtung Heimat zu fahren, Schnoorviertel im Graupelregen ist sicher auch nicht prickelnd. Die Vorhersage mit herannahendem Sturmtief „Egon“ und stark fallenden Temperaturen bei heftigem Schneefall läßt uns auch nicht sehr lang zögern. Wir kommen bestimmt noch ein anderes Mal wieder nach Bremen und können unseren Besuch fortsetzen. Also packen wir zusammen und düsen los !

Anfangs läuft´s sehr gut, freie Straßen und flüssiger Verkehr. Später wird´s doch blöder, ab Hannover geht´s immer mal wieder nur im Schritttempo. Kurz vor Fulda wollen wir nicht mehr, suchen uns einen Übernachtungsplatz. Fündig werden wir in Schlitz, einem hübschen Fachwerkstädtchen. Zwar ein wenig "weit vom Schuß", aber mit einiger Sicherheit ruhig. Wir finden unsern Platz nach einer kleinen Umfahrung und ziehen ein. In MAPS finden wir auch eine gut beurteilte Pizzeria, die problemlos zu Fuß erreichbar ist. Wir wandern hin und sind sehr zufrieden.


Mittwoch, der 11.01.

Wir hatten eine sehr ruhige und ungestörte Nacht, nur ganz weit entfernt hörte man ein wenig Verkehr auf einer größeren Straße. Die vorhandene V&E funzte trotz Frost einwandfrei, ein vorbeikommender Einheimischer wollte wissen, wie uns Schlitz gefallen hätte. Natürlich hab ich den Ort mit seinen hübschen Fachwerkhäusern gelobt. Und wirklich: hier her wollen wir mal wiederkommen.

Auf der Landstraße erreichen wir Fulda und gehen auf die BAB. Nach einigen Stündchen problemloser, aber ziemlich windiger Fahrt sind wir dann zuhause.



**** ENDE ***

Lancelot am 04 Feb 2017 17:18:32

bonjourelfie hat geschrieben: Vielleicht sollte ich auch mal wieder im Winter...?

Unbedingt, Elfi ... :ja:
Wir fahren jetzt seit vielen Jahren bevorzugt im Winter an Deutschlands Küsten. Klar ist es kalt und stürmisch und abundzu auch regnerisch - ja und ?
Schön warm einpacken und an der Wasserlinie oder auf dem Deich entlang laufen - herrlich :!:

Lancelot am 04 Feb 2017 17:20:53

Julia10 hat geschrieben: ... und Ihr Beide bestimmt einiges zugenommen :D

Wir "nehmen nix zu", Julia ...
nur die Kleider müssten ein bissi größer ... ;D
WENN man keine Gegenmaßnahmen ergreift .. 8)

Julia10 am 04 Feb 2017 17:22:26

Wolfgang, danke Dir für Deinen Reisebericht :!: Wohin gehts das nächste Mal? Ich reserviere schon ma vor :)

Ist immer eine Menge Arbeit, aber ich finde, es lohnt sich, weil man ja selbst auch immer wieder hineinsehen und in Erinnerungen schwelgen kann.

Und, die See ist im Winter besonders schön :) Wenig Touris, wie Du schon geschrieben hast, viel Platz und lange Strände oder Deiche.

Julia

Lancelot am 04 Feb 2017 17:23:23

Lutz171 hat geschrieben: Aber in Norddeich haben wir - glaube ich zumindest - auf dem Stellplatz fast nebeneinander gestanden

Hallo Lutz,

gut möglich - meine mich an einen Carthago erinnern zu können.
Nächstes Mal trinken wir ein Bier zusammen .. :)

Lancelot am 04 Feb 2017 17:24:18

all : vielen Dank für Euer Lob ... :dankeschoen:

Julia10 am 04 Feb 2017 17:24:37

Lancelot hat geschrieben:... und Ihr Beide bestimmt einiges zugenommen :D
Wir "nehmen nix zu", Julia ...
nur die Kleider müssten ein bissi größer ... ;D
WENN man keine Gegenmaßnahmen ergreift .. 8)


Wolfgang, die Kleidung zieht sich bei feuchtem Wetter zusammen :) und paßt dann nicht mehr :lach:

Julia

Gast am 04 Feb 2017 17:27:26

Ein schöner Reisebericht aus unserer Heimat, wir geniessen die kleinen Orte am Meer auch immer wieder. Danke fürs Mitnehmen :-)

Lancelot am 04 Feb 2017 17:27:38

Julia10 hat geschrieben: Ist immer eine Menge Arbeit, ..

Eigentlich geht´s schon - ich führe und schreibe eh ein Reisetagebuch (für uns). Das ist um einiges umfangreicher ...
Daher ist es eigentlich "nur" das Zusammenstellen einer öffentlichen Version, kürzen und Fotos auswählen und hochladen.

Aber ich les auch sehr gern RB´s ... also will ich mich gern revanchieren, wenn´s grade paßt .. :ja:

leoline am 04 Feb 2017 18:18:52

Danke Wolfgang, dass wir mitfahren durften! Einiges kennen wir schon aus eigener Anschauung, aber alles nur "gestreift", nichts richtig angeschaut, das wollten und sollten wir unbedingt nachholen.
Du hast uns richtig Appetit gemacht auf die Gegend!

haroba am 04 Feb 2017 18:49:10

Moin!

Danke für Euren schönen und ausführlichen Bericht!
Als Ostfriese kann ich sagen: Alles richtig beschrieben - wunderbar!

Eine Bemerkung kann ich mir echt nicht verkneifen:
Warum nur fahren so viele immer "nur" an der Küste entlang und meinen dann, sie hätten Ostfriesland entdeckt.
Tsss?
Ostfriesland ist auch weit hinterm Deich!
Also: Wiederkommen und das Binnenland entdecken!
Ich habe auf meiner HP vieles aus dem Binnenland Ostfriesland zusammengestellt: --> Link

Nochmals vielen Dank und schöne Grüße "ut Auerk"!

Munterholln!
Hartmut

Lancelot am 04 Feb 2017 20:18:06

haroba hat geschrieben: Warum nur fahren so viele immer "nur" an der Küste entlang und meinen dann, sie hätten Ostfriesland entdeckt.
Tsss?
Ostfriesland ist auch weit hinterm Deich!
Also: Wiederkommen und das Binnenland entdecken!


Recht hast Du, Hartmut :)
Aber irgendwo muß man ja mal anfangen ... 8)
Nächstes Mal dann weit ins Landesinnere - Deine HP bietet ja reichlichst Anregungen und Ideen :!:
Hab´s gespeichert - vielen Dank :)

Lancelot am 04 Feb 2017 20:19:28

leoline hat geschrieben: Du hast uns richtig Appetit gemacht auf die Gegend!

Freut mich Maja ...
SO soll´s ja sein ... das wäre dann "Zweck erfüllt" .. :ja:
:dankeschoen:

Gast am 04 Feb 2017 20:44:36

Schöner Bericht Wolfgang und danke für's Auffrischen von vielen Erinnerungen. :)

Wir waren zur gleichen Zeit im Norden, gar nicht so weit weg von Euch.

GB63 am 04 Feb 2017 20:46:00

Lancelot hat geschrieben:Freut mich Maja ...
SO soll´s ja sein ... das wäre dann "Zweck erfüllt" .. :ja:
:dankeschoen:

Ich freue mich immer, wenn ich sehe, wie andere meine Wohngegend auch schön finden. Und ausserdem finde ich gut geschriebene Reiseberichte einfach schön. Danke für die Arbeit

Lancelot am 04 Feb 2017 20:47:38

tztz2000 hat geschrieben: Wir waren zur gleichen Zeit im Norden, gar nicht so weit weg von Euch.

Ich weiß ... 8)
Hab auch geguckt - aber ihr wart doch zu weit weg ... :)

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