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Aus Indien zurück 1, 2


Hati am 12 Aug 2006 08:01:57

Hallo Zusammen.

HATI is back in Germany.

Wollte nur mitteilen, dass wir seit zwei Wochen wieder in Deutschland sind und eine interessante Fahrt mit unserem Womo von Delhi nach Berlin hinter uns gebracht haben. Die vielen Eindrücke und Erfahrungen werde ich in den nächsten Tagen mal zu Papier bringen und bei Interesse auch weitergeben?!?!

Insbesondere hat sich unser "konservatives" Womo auf der Strecke hervorragend bewährt. Keine Panne und keinen Platten!! Ich konnte es gar nicht fassen!! Hoffentlich geht das in den nächsten Jahren so weiter. Bin nun mal gespannt, wen ich vom Forum nun so alles in der Heimat so antreffen werde!!



Hati

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zöpfchen796 am 12 Aug 2006 08:23:36

Hallo Hati,
solch ein Bericht würde mich sehr interessieren. Ich kann es mir zwar momentan auszeitlichen Gründen noch nicht leisten aber wer kann schon
in die Zukunft schauen.

Wolle

[Admin] am 12 Aug 2006 09:05:30

Hallo Hati,

ich freue mich sehr, von Dir zu lesen - und warte gespannt auf Deine Aufzeichnungen 8)

Anzeige vom Forum


Aretousa am 12 Aug 2006 09:49:33

Herzlich willkommen zurück. Auf den Bericht bin ich auch sehr gespannt.
Aretousa

Waldi am 12 Aug 2006 10:00:38

Grüß dich Hati
Freut mich ,dass ihr gesund zurückgekommen seid. Hast du dich eigentlich in Indien mit einem in diesem Forum schreibenden User getroffen ? Ich habe da noch so was im Hinterkopf.
Gewöhnt euch wieder gut an die hiesigen Verhältnisse.

Waldi

Gast am 12 Aug 2006 11:36:33

Hallo Hati,
herzlich willkommen zurück.
Auf Deinen Bericht bin ich auch sehr, sehr neugierig. Hast sicher spannende und interessante Sachen erlebt.
Lg
mirazu

Die Rumtreiber am 12 Aug 2006 17:19:03

Hallo Hati,

willkommen in deutschen Landen.
Wir sind sehr gespannt auf den Reisebericht und die auf der Tour gemachten Erfahrungen. Ist ja keine alltägliche Reise.
:)

Hati am 13 Aug 2006 17:38:30

Ja, ich habe mich doch tatsächlich mit Wilfried in Delhi getroffen. Er war auf der Rückreise von Australien nach ??? und hat ein paar Tage in Delhi verbracht. Das Bier (Kingfisher) war nicht schlecht und wir hatten viel zu erzählen.

Wäre schön, wenn wir uns nun wieder einmal in Deutschland treffen können

Bären am 28 Aug 2006 09:40:14

Hallo Hati,

wurde über Deine Ankunft schon informiert war in Sulzemos beim Service.
War öfter im Gedanken bei Dir und gehofft dass alles gut geht.
Wie ich gehört hab mußt Du Deinen Bullbar abmontieren, aber aufheben vielleicht braucht ihn einer aus dem Forum !
Das Foto ist recht gut geworden trotz der Kingfisher ich schich es Dir !
Ich bin noch einige Tage in Indien geblieben (Kundenbesuche) und die Höhepunkte waren:

Mit dem "Tuktuk" im Monsunregen 2h durch Mombai, der Verkehr war zusammengebrochen und nur diese kleine Flitzer kamen weiter
Und 170 km von Mumbai Richtung Osten nach Nasik Fahrtdauer ca. 5 h und auch für mich neue Eindrücke wie der Strassenverkehr in Indien so läuft. Auf ca. 350 km - 5 Verkehrsunfälle und eine Totalsperre einer Brücke worauf es mit dem Aktenkoffer - zu Fuß natürlich im Regen - weiterging.

an alle Indien Fans

Wilfried

eva b. am 28 Aug 2006 10:16:46

Hati hat geschrieben: Die vielen Eindrücke und Erfahrungen werde ich in den nächsten Tagen mal zu Papier bringen und bei Interesse auch weitergeben?!?!I

Oh ja - bitte - das interessiert mich sehr! Schön, dass Euer Mobil so gut durchgehalten hat. Kannst Du uns schon vorab verraten, wie viele Kilometer Ihr insgesamt gefahren seid?

Hati am 28 Aug 2006 20:51:47

Hallo Wilfrid,
hallo Eva,
hallo zusammen.

Dein Bild Wilfrid, von uns in Delhi habe ich erhalten. Viiiielen Dank. War echt ein toller Nachmittag und ich denke, die anderen sind ein wenig neidisch ;-))


Der Bericht reift im Kopf und sollte am Wochenende eingestellt werden. Eva, zu deiner Frage: Wir sind 10.800 km von Delhi nach Berlin gefahren. Rechnet man unseren Strandaufenthalt in der Türkei von 5 Tagen dazu(wir haben auf unsere Fähre gewartet) haben wir dafür 25 Tage benötigt! War keine Hektik aber schon recht zügig.

Und im Iran haben wir schon das ein oder andere angesehen. Wartet den bEricht ab.



Hati

achimHH am 28 Aug 2006 22:14:18

Hallo Hati...

auch ich kann den Bericht kaum erwarten... :wink:

aber 5 Tage Türkei / Fähre warten undso....
seit Ihr ab Cesme gefahren?..

von achim

Bären am 29 Aug 2006 15:36:42

Hallo Hati,

freue mich auf Wiedersehen, habe Ende September/Anfang Oktober in Berlin und Löcknitz zu tun würde mich gerne mit Dir treffen !
Aber vorher geht es noch auf 2 Wochen nach Kroatien .
Auf Deinen Bericht richtig neugierig, soll Anfang nächsten Jahres nach Teheran auf eine Messe fahren, bin aber nicht so scharf drauf, kurz vor der Rente !

an die Indien Fans


Wilfried[/b]

Hati am 20 Sep 2006 22:55:48

Reisebericht Delhi – Berlin.

Kurzübersicht:

Fahrzeug: Dethleffs A5881 HG auf Fiat Ducato 15 mit 127 PS, nachträglich eingebaute Fahrerhaus Klimaanlage; vollgetankt, Wasser aufgefüllt, ansonsten eher konservativ und kein Allradfahrzeug mit Sandblechen, Seilwinde oder vergitterten Fenstern.

Reisezeit: Start Freitag, den 30.06.06 um 14.00 Uhr in Delhi bei Km Stand 5934 km
Ende der Reise am 25.07.06 in Berlin um 21.00 Uhr bei Km Stand 16.815 km

Teilnehmer: Sigi, Töchter Katharina und Sophie, unser Labrador Bobby und ich

Reiseroute: Delhi – Kartarpur - Grenzübertritt Indien/Pakistan bei Waga Border (Amritsar/Lahore) - Mandi – Jacobabad - Quetta – Dalbandin - Grenzübergang Pakistan/Iran bei Mir Javeh – Zahedan – Keman – Yasd – Esfahan – Hamadan – Tabriz – Grenzübergang Iran/Türkei bei Dogubayazit (mit Blick auf den Berg Ararat - Agri - Sucak – Ankara – Dinar – Pamucak (bei Ephesos) (5 Nächte) – Cesme – Grenzübertritt Türkei/Italien Ancona - Sulzemoos – Berlin

Versorgung:
Getränke und Essen gibt es überall am Rande der Strecke zu kaufen. Die Mitnahme von Lebensmittel kann sich daher auf das überlebenswichtige wie Nutella, Leberwurst in Dosen und Vollkornbrot beschränken.

Entsorgung: Tja, hier ist eine Beichte fällig!! Entsorgungsstationen gibt es keine! Daher muss die Entsorgung individuell gelöst werden. Keine weiteren Angaben!!

Gasversorgung lässt sich regeln. Wir hatten zwei 11 Kg Gasflaschen aus Deutschland dabei, welche für den Trip ausreichend waren (heizen mussten wir ja nicht) Örtliche Flaschen haben andere Anschlüsse, bei denen die Euro Adapater nicht funktionieren. Das Gas ist auch nicht so „sauber“ so dass die Brennerdüsen verstopfen können. Ich würde daher die ausreichende Mitnahme von deutschen Gasflaschen empfehlen.

Brauchwasser: In Indien, Pakistan und Ost Iran haben wir ausschließlich Flaschenwasser in unseren Frischwassertank gefüllt. Das gibt es u.a. in 20 Ltr. Flaschen günstig zu kaufen. Ab Isfahan haben wir Leitungswasser verwendet und keine Probleme damit gehabt. Auch nicht beim Zähneputzen. Wir waren allerdings vier Jahre indisches Wasser gewöhnt. Daher evtl. vorsichtiger sein.

Tanken: Grundsätzlich immer und überall möglich. Besonderheiten siehe Iran!!

Sicherheit: Einige Gebiete werden durch das Auswärtige Amt als gefährlich eingestuft. Unsere Erfahrung haben sich damit nicht gedeckt. Dies bedeutet aber nicht, dass man leichtfertig und leichtgläubig sein soll. Gesunder Menschenverstand und eine positive Einstellung zu fremden Kulturen helfen aber über viele Situationen hinweg.

Straßenverhältnisse: Überwiegend gut. Auf Grund einer Baustelle in Pakistan mussten wir eine Umleitung von ca. 4 Km über eine Sandpiste einlegen. Ansonsten durchgehend Asphalt (mit ein paar Löchern hie und da). Auch für „normale„ Womos bestens geeignet!!


Vorgeschichte (Wie es dazu kam)

Die Planungen für die Reise begannen im Sommer 2005. Wir hatten uns für unsere Sommerferien für 14 Tage ein Wohnmobil ausgeliehen und wollten damit kreuz und quer durch die Alpen fahren. Schließlich wohnten wir seit gut drei Jahren in Indien und wollten ein wenig frische Luft tanken. Die Reise hat uns allen so gut gefallen, dass wir uns nach einiger Überlegung dazu entschlossen hatten ein eigenes Wohnmobil zu kaufen.

So trat ich in Kontakt zu einem großen Reisemobil Händler vor den Toren von München. Mit diesem Händler hatten wir wirklich Glück! Die Bestellung, die Beratung, die ganze Abwicklung und der Kauf selber wurde per E-Mail getätigt, da wir ja in Delhi wohnten. Über die Fa. Dethleffs erhielt ich die Adresse eines Spediteurs, welcher Wohnmobile auf einem sog. RoRo Schiff (Fähre) transportiert.

Das passende Fahrzeug wurde von dem freundlichen Verkäufer, Herrn Kugele, schnell gefunden und mit den zusätzlichen Optionen ausgestattet. Durch die freundliche Hilfe unserer Verwandtschaft (Danke Gisi und Paul) wurde das Womo dann am 23.09.05 in Sulzemoos abgeholt und nach Hamburg zum Frachthafen gefahren. Von dort ging es dann mit dem Ro/Ro " Grande Napoli " der NYK LINE am Dienstag, 27.09.05 los, nach Mumbai über Dubai. In Mumbai traf unser gutes Stück am 27.10.05 ein und ein paar Tage später bin ich mit einem Freund (vielen Dank Jörg für deine Kenntnisse in Hindi!!) von Delhi nach Mumbai geflogen, um unser Womo nach Delhi zu überführen. Dies sollten unsere ersten 1.500 Km auf indischem Boden werden. Die Fahrt verlief ruhig, entspannt und ohne Probleme. In drei Tagen waren wir in Delhi.

Erste Maßnahme in Indien: Bestellung und Anbau eines gewaltigen „Kuhfängers“, wobei dieser nicht die Kühe fangen, sondern diese vom Womo fernhalten sollte. Hat sich in der Praxis auch hervorragend bewährt!!

Schließlich sollte das anonyme Womo auch noch einen „Namen“ bekommen, denn die Bezeichnung Wohnmobil oder Reisemobil ist im indischen Sprechgebrauch nicht so verbreitet. Nach kurzer Diskussion innerhalb der Familie bekam es dann den Namen „HATI“. Das bedeutet auf Hindi Elefant (Für alle Dschungelbuch Fans als Erinnerung: Colonel Hati!!)

Nach dem die ersten Fahrten in Indien so gut liefen meinte meine Frau noch so im Spaß: Warum fahren wir damit eigentlich nicht zurück nach Berlin, wenn wir 2006 wieder zurück nach Deutschland müssen? Ja, warum eigentlich nicht! Aber wie ?????

Damit traten wir im November 2005 in die Planungsphase zur Rückreise auf dem Landweg von Delhi nach Berlin ein.

Vorbereitung (Warum uns ein paar Striche beinahe einen Strich durch das Vorhaben gemacht hätten)

Es gibt in Dänemark eine Zeitung und ein paar Zeichner, die unbedingt ein Tabu brechen wollten. Der Koran verbietet die Darstellung des Propheten Mohamed. Trotzdem veröffentlichte diese Zeitung ein paar interessante Bilder zu diesem Thema. Und dieser Skizzen bereiteten uns ganz schön Kopfschmerzen: Die ganze arabische Welt stand Kopf und durch diese wollten wir doch eigentlich reisen. Dazu kam ein Atomprogramm im Iran, welches die Gemüter in gleichem Maße erhitzte.
Nun war guter Rat teuer. Sollten wir es trotzdem wagen, durch Pakistan und den Iran zu fahren? Auch zu „ruhigen“ Zeiten gab es Abschnitte (Baluchistan), vor denen von offizieller Seite ausdrücklich gewarnt wurde.

Alles in allem keine guten Voraussetzungen für unsere Rückreise. Viele Freunde, Bekannte und Verwandte rieten uns davon ab. Ihre Erkenntnisse beruhten auf den deutschen Pressemitteilungen. Aber nicht auf den Erfahrungen anderer Traveller, welche diese Route aktuell bereisten.

Ich versuchte also alle möglichen Informationen von anderen Reisenden zu erhalten, die sich aktuell auf unserer Rückreiseroute bewegten. Letztendlich waren diese Erlebnisse so überzeugend positiv, dass wir am 30.06.06 unsere Rückreise nach Berlin antraten.

Visa, Pässe und Formalitäten (Glück im Unglück)

Für alle Freunde, welche diese Reise eventuell nachfahren wollen, sei gesagt, dass wir unter anderen „Voraussetzungen“ gestartet sind.

Beruflich bedingt hatten wir das Glück, im Besitz von Diplomaten Pässen zu sein. Dies ersparte uns aber nicht das Prozedere der Visabeschaffung, befreite uns allerdings von der Pflicht eines „Carnet des Passages“.

Rechtzeitig (im Februar 2006) begannen wir also unsere Visa in Delhi zu organisieren, damit auch alle Vorschriften eingehalten wurden. Unser iranisches Visum erhielten wir 18 Stunden vor Abreise!! Dabei hatten wir es einige Wochen vorher beantragt. Die Erfahrung und Geduld, mit der wir durch unseren Indien Aufenthalt „abgehärtet“ waren, führte dabei aber nicht zur Verzweiflung. Allerdings können wir für alle anderen an dieser Stelle keine Empfehlung abgeben, da unsere Ausgangssituation ja ein wenig anders war. Zusammenfassen ist jedoch festzuhalten, dass grundsätzlich alles nicht reibungslos funktioniert, dennoch vieles möglich ist.

Wir reisten also mit diversen Empfehlungsschreiben der betreffenden Botschaften, unseren Visa und vor allem mit den unzähligen Dokumenten für unseren Hund Bobby!!

Die Reise ging los. (Deutschland war noch Teilnehmer der Fußball WM 2006)

Es war heiß, schwül und der Abend (oder war es bereits der Morgen danach) zuvor endete mit einer gewaltigen Abschiedsfeier. Gegen 14.00 Uhr starten wir unser Abenteuer. Erstes Ziel war das India Gate in Delhi, wo wir noch ein letztes Foto mit unserm Hati schießen wollten.


Auf dem National Highway (NH) Nummer 2 sind wir dann Richtung Chandigar (Norden) aufgebrochen. Erst nach ca. 2 Stunden (!) verlässt man den Einzugsbereich der Stadt. Wir wollten an diesem Abend soweit wie möglich Richtung Grenze kommen und fuhren daher bis ca. 21.00 Uhr. Abseits der Straße übernachteten wir inmitten von Reisfeldern. Es war unglaublich schwül und verseucht mit Moskitos. Die Nacht war dementsprechend kurz und aktiv. Gleich nach Sonnenaufgang fuhren wir los und erreichten gegen 10.00 Uhr die Grenze zu Pakistan. Ich könnte jetzt länger ausholen zum Verhältnis Indien zu Pakistan und all den Problemen, möchte aber eigentlich darauf verzichten. Tatsache ist, das dieser Straßenübergang grundsätzlich nicht (NICHT) auf einen Fahrzeuggrenzverkehr eingerichtet ist. Also, Hati abstellen, sämtliche Dokumente untern Arm klemmen und von einem Büro zum nächsten wandern. Eine Art Laufzettel (Kameraden der Bundeswehr kennen das) musste ausgefüllt werden und wurde dann bei den verschiedenen Stationen abgestempelt: Zoll, Immigration, Grenzschutz und noch viele mehr, brachten ihren Stempel zum Einsatz. Wir hatten alle erforderlichen Unterlagen und Genehmigungen dabei und konnten schon nach ca. 2 Stunden aus Indien ausreisen!! Aber nun kam noch die Einreise nach Pakistan. Dies dauerte ebenfalls ca. 2 Stunden. Ein bestimmtes Papier fehlte angeblich und die sieben andere Bestätigungsschreiben reichen nicht aus. Ein achtes muss es schon noch sein. Ein paar Tassen Tee später waren dann doch alle davon überzeugt, dass dieses achte Schreiben nicht erforderlich ist und somit konnten wir die Reise fortsetzen. Wir alle waren fix und fertig. Anzumerken ist allerdings, dass die Beamten immer sehr freundlich und zuvorkommend waren. Sie habe sich immer auf ihre Bestimmungen und Gesetze berufen, und die muss man eben einhalten.

So ging es dann um 14.00 Uhr endlich weiter Richtung Berlin. Bis nach Lahore war die Straße überwiegend im Bau befindlich. Die vielen Grabungen und Erdbewegungen haben unseren Hati ein-, zweimal am Bauch gekitzelt, waren aber kein Problem. Ab Lahore konnten wir die vierspurige Autobahn in Richtung Multan genießen. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen wurden stellenweise kontrolliert, aber gegenüber Ausländern nicht unbedingt geahndet (Ich hatte das 70er Schild glatt übersehen und wurde mit 95 km/h angehalten. Deutliche Ermahnung, das war’s. Puuuh, wäre in Deutschland teuer geworden).

Wir fuhren weiter auf dem NH Nr. 5, bis es begann zu dämmern. Unser Vorsatz lautete: Nicht im Dunkeln fahren!! Ist auch nur jedem zur Nachahmung angeraten.

Etwas abseits des Highways entdeckten wir eine Polizeistation, welche wir für unsere erste Übernachtung in Pakistan ansteuerten. Die Beamten waren sehr freundlich und entgegenkommend und boten uns Tee und Kekse an. Die Nacht auf dem Polizeigelände war sicher, aber sau heiß (ca. 40 Grad um 24.00 Uhr). Erholsamer Schlaf fühlt sich anders an.

Entsprechend früh sind wir am nächsten Morgen mit schlechter Laune und übermüdet aufgebrochen. Natürlich nicht ohne uns vorher bei den Polizisten für ihre Gastfreundschaft zu bedanken. Die Streifenwagen unterwegs haben uns vielleicht deshalb alle so freundlich zugewunken?!?!

An diesem Tag kamen wir ein gutes Stück weiter und wollten eigentlich an einer Tankstelle mit Restaurant übernachten. Wir hatten diese Örtlichkeit in Höhe von Jacobabad gefunden. Die Straße war hier zweispurig, aber in gutem Zustand. Während wir unser Abendessen einnahmen wurden wir von Polizeibeamten beobachtet, welche dort einen Tee tranken. Die Polizisten fuhren schließlich davon und wir waren mit dem Tankstellenpersonal alleine. Kurz darauf hielten jedoch zwei zerbeulte Pickups (Polizei – Streifenwagen) vor unserem Hati und es klopfte an unserer Tür. Ein englisch sprechender Beamte wies uns darauf hin, dass unser Rastplatz nicht sehr sicher sei und forderte uns auf, mit ihm zu kommen. Sechs Gestalten mit Kalaschnikows und ein paar Polizeiabzeichen; sollten wir uns denen anvertrauen??? Nun, wir hatten keine Wahl und folgten den beiden Fahrzeugen mit gemischten Gefühlen in die Dunkelheit (soweit unser Vorsatz nie im Dunkeln zu fahren). Nach ca. 15 Minuten hielten wir mitten in der Wüste an einem einsamen (echten) Polizeiposten an. Man wies uns eine Parkmöglichkeit zu und meinte wir wären hier viel sicherer. Mmmmh.

In der Tat war der Platz viel besser und sicherer. Kein Verkehr und keine ungeliebten Gäste. Die Nacht war ruhig, aber wieder sehr heiß! 42 Grad zeigte das Komfortkontrollbord des Hatis. Der Schlaf war eine Qual, trotz geöffneter Fenster und dem Wüstenwind, welcher durch den Hati wehte.

Am nächsten Morgen gab es Tee zum Frühstück, zubereitet von den freundlichen Polizisten. Als wir aufbrechen wollten, wurden wir zunächst daran gehindert!! Was nun?? Wir sollten auf eine Streife warten. Die kam auch kurze Zeit später und führte uns auf dem Weg nach Norden. Nach jeweils ca. 50 km übernahm ein anderes Polizeifahrzeug die Führung und so erreichten wir gut gelotst nach ca. 5 Stunden Fahrt die Stadt Quetta. Nach den letzten heißen Nächten hatten wir keine Lust auf erneutes Schwitzen und quartierten uns deshalb in einem guten Hotel mit Klimaanlage in Quetta ein. Den späten Nachmittag verbrachten wir im kühlen Zimmer bzw. damit, unseren Bobby auszuführen, welcher im Hati bleiben musste. An alle Tierfreunde: Keine Sorge, Bobby ist ein indischer Hund und an diese Temperaturen gewöhnt. Nach draußen konnte er sowieso nicht so oft, da der Boden schmerzhaft heiß war.

Nach einer erholsamen Nacht (auch für den Hund) fuhren wir am nächsten Morgen weiter Richtung Iran. Wir hatten ein Gebiet zu durchqueren, welches als unsicher galt/gilt. Die Straße war zunächst in einem guten Zustand und regelmäßige Polizeikontrollstellen sollten die durchreisenden Personen beruhigen und registrieren. Die teilweise sehr einsamen Posten waren sehr freundlich und luden uns immer wieder zu einem Tee ein. Leider wollten wir keine Zeit verlieren, lehnten die Einladungen freundlich ab und fuhren statt dessen zügig weiter. Aber natürlich nicht, ohne uns jedes Mal ordentlich in ein Kontrollbuch einzutragen; mit
Kfz-Kennzeichen, Passdaten, woher, wohin, Lebenslauf usw.

Die Landschaft war total beeindruckend. Wüste, Ebenen und Gebirgszüge lagen vor uns. Richtung Norden (rechts von uns) lag Afghanistan. Keine 50 km entfernt. Aber dorthin wollten wir ja nicht.



Ab Nushki wurde die Straße deutlich schlechter. Einspurig mit vielen Schlaglöchern, sodass ständig dem Gegenverkehr in den Sandstreifen ausgewichen werden musste. Natürlich wurde immer ein wenig „Chicken“ gespielt: Wer weicht zuerst aus und wer bleibt auf der geteerten Fahrbahn? Hier galt: der Klügere gibt nach (ich) und der andere fährt auf der Straße weiter (die entgegen kamen)!

Irgendwann kamen uns zwei Motorräder mit eingeschaltetem Abblendlicht entgegen. Das mussten Deutsche sein, denn sonst tut das niemand in diesem Land. Wir hielten an und die beiden Motorradfahrer auch. Natürlich zwei Deutsch aus ??? auf dem Weg nach Indien. Was für eine Freunde!! Es wurden Informationen über die bevorstehende Strecke und die nächsten Übernachtungsmöglichkeiten ausgetauscht und nach 15 Minuten ging es wieder weiter. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir den Ort Dalbandin. Im Hof eines Hotels (wurde uns von den Motorradfahrer empfohlen) parkten wir unseren Hati. Bis zur Grenze war es zu weit, um sie noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Es war wieder so heiß, dass wir den Motor im Stand weiter laufen ließen, um die Klimaanlage ein wenig zu nutzen. Die Hotelbetreiber waren sehr freundlich und so saßen wir Männer am Abend noch ein wenig zusammen und tranken Tee. Meine Frauen verblieben im Hati!! In Pakistan sind Frauen in Männergesellschaft unerwünscht!! Na ja, nicht so gerne gesehen.

Am frühen Morgen des nächsten Tages ging es dann weiter in Richtung iranische Grenze. Kurz hinter der Ortschaft wurde die Straße immer besser und erreichte schließlich einen Qualitätsstandart, der in Deutschland nicht überall zu finden ist.

So rollten wir angenehm erschütterungsfrei gehen Westen. Dafür blies uns der Wind stark entgegen. Höchstgeschwindigkeit war 90 Km/h bei Vollgas!! Der Sand fegte über den heißen Asphalt und bedeckte teilweise die Fahrbahn. Trotzdem kamen wir gut voran. Die Nähe der Grenze zeigte sich uns bald dadurch, dass immer mehr fliegende Händler am Wegesrand ihre Benzinlager aufgebaut hatten. Aber unser Tank war noch ¼ voll und ich wollte erst im Iran zu den günstigen Preisen tanken. Das sollte sich als Fehler herausstellen!!

So erreichten wir gegen 10.30 Uhr den Grenzort Taftan. Eine wilde Ansammlung von Häusern, heftiger Wind, Staub und Sand überall und - keine Straße mehr!! Dafür viele Reifenspuren in verschiedene Richtungen. Wir entschlossen uns also den Weg einzuschlagen, der am meisten befahren aussah. War eigentlich auch richtig so. So kamen wir an ein Haus, indem der Customs/Zoll untergebracht ist. Mit allen Papiere dorthinein und gleich wieder raus. Denn zunächst mussten wir zum „Hauptzollamt“, ein Haus ein paar hundert Meter vor der Grenze. Ein Beamter fuhr bei uns mit, um uns den Weg, die Spur, zu zeigen. Also dort mit allen Papieren rein und erst einmal setzen. Durchsicht der Papiere, Tee trinken und warten auf die Abfertigung. Einer der Beamten fragte mich, wo ich her komme. Germany!! Jörmanie? Haben die nicht gestern gegen Italien gespielt? Ja, aber ich habe keine Ahnung von dem Ergebnis meinte ich. Er ging los, um das für mich zu klären. Kurze Zeit später die Enttäuschung: Deutschland hat in der Verlängerung verloren!!

Alle Anwesenden lachten. Ich nicht!!

Kurze Zeit später ging’s wieder zurück zum eigentlichen Grenzübergang. Zöllner fuhr wieder mit zurück und stieg an der Grenze aus. Nun noch zur Immigration Polizei, um die Pässe abstempeln zu lassen und dann über die Grenze! (Dauer insg. 1 Std.)

Das Ende war am Schlagbaum. Hati abstellen und erst rein in die Abfertigungshalle und Pässe abstempeln lassen. Die Schalter waren aber geschlossen, da die Beamten gerade ihre zweite Frühstückspause machten. Also wieder warten. Nach 30 min. war die Pause vorbei und ich konnte unsere Pässe vorlegen. Wieder sehr freundliche Leute. Aber der Beamte wollte auch die drei Damen sehen. Also legten die sich ihr Kopftuch an und begaben sich in die Schalterhalle. Kurzer Bildervergleich und gut war’s. Wir konnten weiterfahren. Also alle in den Hati und los über die Grenze. Aber wir hatten die Rechnung ohne den iranischen Zoll gemacht. Zunächst war es schon schwierig genug das richtige Gebäude zu finden und dann dauerte es 3 Stunden, bis wir unser Hati zollrechtlich abgefertigt hatten. Dafür bekam ich aber auch Tee und die Frauen Eis serviert. Darüber hinaus saßen die drei die ganze Zeit im klimatisierten Auto, dessen Motor und Klimaanlage ständig lief. Ich rannte von Büro zu Büro und der Schweiß rannte auch - in Strömen. Völlig am Ende konnten wir den Zollhof verlassen.

Wir waren im Iran angekommen. Endlich wieder Rechtsverkehr

Kopftuch, Badehäuser, Benzin und Diesel

Weit kamen wir allerdings nicht. Aus zwei Gründen:
Erstens. An der nächsten Polizeikontrollstelle (ca. 1 Km nach der Grenze), wurden wir angehalten und aufgefordert auf ein Begleitfahrzeug zu warten, welches uns in die Ortschaft Zahedan eskortieren sollte.

Zweitens. Durch die lange Dauer des Grenzübertritts und den Betrieb der Klimaanlage war unser Dieseltank leer. Die Kontrollleuchte brannte schon!! Ich gab also den Soldaten zu verstehen, dass ich zunächst einmal eine Tankstelle aufsuchen muss, bevor es in das 45 km entfernte Zahedan gehen kann. Aber die nächste Tankstelle soll sich erst in Zahedan befinden und wir hatten immer noch starken Gegenwind. Das konnte nicht gut gehen.

Da kein Armeefahrzeug aufzutreiben war, hielten die beiden Soldaten einfach einen privaten Pickup PKW an und fuhren mit dem voraus. Wir langsam hinterher, um Diesel zu sparen. Aber es kam, wie es kommen musste. 25 km vor Zahedan ging der Motor mangels Diesel aus und wir rollten an den Straßenrand.

In einem Land, wo 80 Liter Diesel umgerechnet 1,50 Euro kostet, blieben wir mit einem leeren Tank liegen. Unseren Reservekanister hatten wir zuvor leer gemacht, damit wir den billigen Diesel darin abfüllen können. Und der Pickup fuhr mit Benzin.

Also versuchten die beiden Soldaten ein paar LKW anzuhalten, um von dort Diesel „abzuschläucheln“. Die ersten, die anhielten, hatten aber keinen Schlauch dabei und es dauerte dann ca. eine halbe Stunde, bis wir LKW und Schlauch hatten. 20 Liter abgesaugt, umgefüllt, Motor gestartet (glücklicherweise keine Luft in den Leitungen) und weiter ging die Fahrt bis zur Stadtgrenze nach Zahedan. Dort wurde der Pickup Fahrer „entlassen“ und die Soldaten „übergaben“ uns an die Stadtpolizei. Wir sollten auch von denen innerhalb der Stadt eskortiert werden. Erstes Ziel: TANKSTELLE. So fuhren wir durch Zahedan und fanden auch bald eine Tankstelle mit einer riesigen Schlage von LKW, welche zum Diesel fassen anstanden. Da jeder mind. 400 Ltr. tankt, hätte dies dauern können. Aber die netten Polizisten lotsten uns an die Spitze und so „drängelten „ wir uns vor, was aber keiner übel nahm. Die 65 Liter waren schnell gefüllt. Dabei habe ich leider lernen müssen, dass die iranischen Zapfpistolen keine Abschaltautomatik besitzen. Fast ein Liter (es stank nach mind. 2 Litern) Diesel ergoss sich über meine Hand, Arm und Füße. Das Volk lachte mitleidig. Der Tankwart lachte laut und meinte: Welcome to Iran. This is a gift from Iran und meinte damit die Tankfüllung. Alles umsonst!! Nun, das fing ja gut an.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Diesel im Iran sehr billig ist. Einmal Ducato voll machen kostet umgerechnet 1,50 Euro. Hach, was lacht der Geldbeutel!!

In Zahedan verbrachten wir die Nacht in einem Hotel, da es immer noch sehr heiß war und zudem die Polizisten meinten, freies Stehen wäre „not safe“. Im Hotel trafen wir noch ein Paar aus Holland (ohne Wohnwagen), welches mit ihrem Landrover auf dem Weg nach Australien waren. Gemeinsam haben wir zu Abend gegessen und Fruchtbier getrunken. Den Kindern hat’s geschmeckt.

Am nächsten Tag ging es weiter über Bam und Mahan nach Kerman. Dort haben wir im ruhig gelegenen Hinterhof (war nicht so schlecht, wie der Name vermuten lässt) des Hotels „ Akhavan“ übernachtet und an diesem und nächsten Tag Kerman besichtigt.

Die Reise ging weiter nach Yazd, wo wir wieder auf einem Hotelgelände übernachtet haben. Für unverschämte 35 US$!! War aber zentral und sicher.

Dann, am 08.07., erreichten wir Esfahan. Eine traumhaft schöne Stadt!! Die Moscheen und die Bazare waren ein Erlebnis und sind alleine schon eine Reise wert.
Wir gönnten uns eine Nacht im schönen Hotel Abbasi und genossen das abendliche Treiben auf den Strassen und Plätzen. Im Gegensatz zu Yazd waren die Frauen hier nicht so extrem verschleiert und trugen lediglich ein knappes Kopftuch und einen dünnen Mantel. Alle waren sehr freundlich und interessiert an uns.

An den nächsten Tagen ging es dann weiter über Hamadan und Zanjan Richtung Türkei. Zwischendurch mussten wir wieder einmal tanken, ausgerechnet in einer Einöde ging der Diesel wieder zur Neige und wir hatten ja dazu gelernt. Also folgten wir einem rostigen Schild, welches uns zu einer „Tankstelle“ führen sollte. Dabei standen die Zapfsäulen im Haus und die Schläuche wurden durch die Fenster nach draußen gereicht. Ich versuchte dem Tankwart zu erklären, dass wir DIESEL (GASOLINE) benötigen. Er nickte freundlich, lachte und füllte unseren Tank. Mit 60 Litern BENZIN!!!! Ich roch es erst, als es schon zu spät war. Also wieder abschläucheln, nur diesmal in umgekehrte Richtung. Da der Tank beim Duc weit unten liegt, war dies gar nicht so einfach. Mit Pressluft haben wir nachgeholfen und so das Benzin wieder raus bekommen. 2 Stunden hat die Aktion gedauert und das halbe Dorf hat uns dabei zugesehen.

Zum Abschluss ist über den Iran folgendes anzumerken: Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Frauen haben sich auf eine Kleidervorschrift einzustellen, welche gegenüber Ausländer nicht so streng gesehen wird. Der gute Wille zählt am meisten.

Die sprichwörtliche arabische Gastfreundschaft zeigt sich immer und überall. Bedenkliche Situationen haben wir nicht erlebt. Der Iran ist voll mit interessanten Städten, das Land dazwischen ist öde und wüst. Die Straßen, welche da hindurch führen sind überwiegend in einem sehr guten Zustand. Tankstellen gibt es nicht sehr viele!! Rechtzeitiges tanken ist sehr wichtig. Das Leitungswasser ist nun auch wieder tauglich für den Frischwassertank und kann als Brauchwasser genutzt werden.

So sind wir also mit guten Erfahrungen und voller positiver Eindrücke am Grenzübergang Bazargan angekommen.

Im Schnellverfahren (30 min) haben wir die iranischen Formalitäten erledigt. Allerdings mit Hilfe eines freischaffenden „Subunternehmers“. Der wollte anschließend 50 Euro „Gebühren“ kassieren. Wir haben ihn auf 5 Euro gedrückt und ihm gedankt. So richtig zufrieden war er damit nicht.

Mit Blick auf den Berg Ararat reisten wir dann in den EU Mitglieds - Kandidatenstaat ein. Arabien lag hinter uns und nach Izmir waren es nur noch 1700 Km.

Durch Anatolien fuhren wir zügig durch, übernachtet haben wir an Rasthöfen/Raststätten, welche auch von den vielen großen Überlandbussen angefahren werden. Dort gab es immer frisches Wasser, Diesel, Toiletten und Einkaufsmöglichkeiten. So erreichten wir ohne Probleme, ohne techn. Defekt und ohne Reifenpanne am 15.07. mit Km Stand 13817 die Küste im Westen der Türkei bei Pamucak (Ephesos).

Ende gut, alles gut

Vor unserer Reise hatten wir für die Rückreise ungefähr 5 Tage „Reserve“ eingeplant, falls etwas unerwartetes geschehen sollte. Dies vor allem aus dem Grund, als dass wir unsere Fähre von Cesme nach Ancona für den 20.07. fest gebucht hatten. Und dieser Abfahrtstermin konnte nicht verschoben werden! Dachten wir.

So verbrachten wir 5 entspannte Tage auf einem ruhigen Campingplatz in Pamucak und fuhren am 20.07. los, um pünktlich unsere Fähre zu erreichen. Im Hafen angekommen mussten wir erfahren, dass unsere Fähre ca. 12 Stunden (!!) Verspätung haben sollte. So verbrachten wir die letzte Nacht in Asien auf dem Parkplatz am Hafen und warteten (wieder einmal). Am nächsten Morgen erledigten wir ein letztes Mal unsere Grenzformalitäten (in Italien wollte keiner etwas von uns, Hati oder Bobby sehen) und legten somit am 21.07. gegen 11.00 Uhr in Richtung Italien ab. Durch die Straße von Korinth und begleitet von ein paar Delfinen verbrachten wir zwei ruhige Tage auf See und liefen schließlich am frühen Sonntag morgen in Ancona ein.

In einem Rutsch ging es über den Brenner nach München und Sulzemoos. Für unseren Hati hat sich somit der Kreis fast perfekt geschlossen. Nur fast perfekt, da kurz vor dem Brenner unsere Klimaanlage endgültig ihren Geist aufgab, und das bei Aussentemperaturen von nur 24 Grad. LÄCHERLICH!!!

In Sulzemoos soll dieser Bericht auch enden. Die Straßen in Deutschland kennt ja jeder.

Nach knapp 11.000 Km sind wir wohlbehalten in Deutschland angekommen und haben eine interessante Tour hinter uns, die wir zu keinem Zeitpunkt bereut haben (vielleicht mit Ausnahme der heißen Nächte in Pakistan). Wir haben nette Menschen kennen gelernt und interessante Städte gesehen. Gerne wären wir noch länger im Iran geblieben und so die 5 Tage „Backup“ genutzt.

Beeindruckend war der Wandel der Landschaften, die gefühlte Zeitverschiebung, das Abenteuer Asien und die Erfahrungen mit den Grenzübergängen. Diese Reise wir keiner von uns vergessen und wir werden sie immer in guter Erinnerung behalten.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Bericht ein wenig von unseren Eindrücken und Erfahrungen wiedergeben konnte. Er ist lang geworden, ich hoffe aber nicht langweilig.

Für Anmerkungen, Fragen oder über einen Gedankenaustausch würde ich mich sehr freuen.

Mal sehn, wo die nächste Reise hin geht ..............

Viele von

[Admin] am 20 Sep 2006 23:10:32

Danke für den Bericht - grad die Ausführungen zum Iran waren für mich sehr interessant - ich werde eine ähnliche Route mittelfristig selbst fahren, allerdings in der anderen Richtung :)

Hati am 20 Sep 2006 23:21:55

HAllo Dirk.

Du hast aber schnell gelesen!!

Warst schon immer ein Schneller, oder!! ;-))

Hati

MichaelW am 20 Sep 2006 23:24:14

Hallo Hati,

absolut interessanter Reisebericht.....ich sitze immer noch mit offenem Mund vor dem Laptop und komme aus dem Staunen nicht heraus. Das muss wirklich eine "bunte" Reise durch die unterschiedlichsten Kulturen und Landschaften gewesen sein......so ein bißchen hat mich das an die Bilder der Fernsehserie von "Auf Achse" erinnert. Irgendwie faszinierend diese Reise und doch ziemlich mutig :respekt:

Tipsel am 20 Sep 2006 23:57:05

:daumen2: :respekt:

So eine Fahrt ist mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.

conga am 21 Sep 2006 08:48:17

Hochinteressant, traumhaft!
Danke für den Bericht.

Poldi am 21 Sep 2006 13:41:44

Hallo Hati,

spannend und fesselnd ist Dein Bericht und Euer Mut ist zu bewundern!

Folgen noch Bilder?

:daumen2:

Gast am 21 Sep 2006 14:13:05

Hallo Hati,

solchen Mut hätte ich nicht. :respekt:

Muss aber auch ein bleibendes Erlebniss gewesen sein.

Ich hoffe auch noch auf Bilder.

vivagabi am 21 Sep 2006 18:38:18

Hallo Hati,

einfach toll deine Reise. Habe den Bericht regelrecht verschlungen und mir viele Dinge bildlich vorgestellt. Vielleicht sind ja wirklich paar Bilder noch machbar.
So eine Reise mal zu machen würde mich unheimlich reizen. Ihr hattet allerdings wirklich klare Vorteile. Bei mir gibt es als größtes Problem für so eine Reise, die Überzeugung meines Mannes :eek: so etwas in Angriff zu nehmen.

Gabi

Gast am 21 Sep 2006 21:06:36

hi Elefant, faszinierende(r), grandiose(r) Tour (Bericht) - als wenn's mal eben so ganz einfach gewesen wär' ... hab mich beim Lesen gefühlt wie vor 'zig Jahren beim Verschlingen der Abenteuer von "Karl May" ... :zustimm:

zöpfchen796 am 21 Sep 2006 22:15:23

Hallo Hati,

super Bericht, sehr interresant zu lesen, wäre gerne dabei gewesen
aber dazu fehlt mir ein bisschen der Mut.
Vielleicht gibt es eine solche Reise mal mit Begleitung, könnte mir vorstellen so etwas mit zu machen.



Wolle

FastFood44 am 21 Sep 2006 22:42:35

:klatschen: Super Bericht einer unvergesslichen Traumreise.
Klasse, da wird man richtig neidisch.

Gaby:
Bei uns sind die Rollen genau gleich verteilt.
Ich bin die Abenteurerin die von genau solchen Reisen träumt und mein Mann ist noch nicht für sowas zu haben.
Vor zwei Wochen habe ich ihm das Buch "Panamericana" geschenkt. Ein Buch über eine zweijährige Reise im Campingbus. Ich muss erfreut feststellen dass mein Lesemuffel gerade gierig und fasziniert zu lesen beginnt ;D

--> Link

GRUSS PETRA

Hati am 24 Sep 2006 14:45:40

Hallo Zusammen.

Vielen Dank für das positive Feed back!!

Ich kann allen eigentlich nur anraten, so eine "große" Reise auch einmal zu versuchen.
Wir haben viel daraus gelernt und denken noch oft an die ein oder andere Gegebenheiten.

Am 29.09. wollten wir dann mal runter an den Bodensee. Für ca. 1 Woche. Im Vergleich dazu eine Fahrt "um die Ecke" Aber wir freuen uns auch darauf.

Bis dahin!

Hati.

[Admin] am 24 Sep 2006 15:10:03

und die Bilder :?:

vivagabi am 24 Sep 2006 21:38:52

Hallo Petra,

ich gebe ja auch nicht auf. Es wird hart weiter an dem Thema gearbeitet.
Vielleicht schaffen wir beide doch unser Ziel von der super Reise mal ganz anders.
Bin ganz Ohr für deine Erfolge.

Gabi

Hati am 26 Sep 2006 20:52:34

Ja, doch, die Bilder kommen noch. Habe zur Zeit nur Papierabzüge und keinen Scanner zum einscannen.
Bitte noch etwas Geduld!!

an alle

Gast am 27 Sep 2006 09:23:25

Super toller Bericht !!!!

Man stellt sich das fast alles "Bildlich" vor.

Ich wünsche euch eine gute Reise an den Bodensee :D

@Dirk: Du planst mittelfristig eine Reise in die andere Richtung :eek:

Haben wir es endlich geschafft!!! Hast Du die Schnauze voll von uns :D

Werde dann das indische Wohnmobilforum auch mal besuchen :wink:

lockenhaupt am 27 Sep 2006 18:59:35

Hallo Hati

Wie andere schon geschrieben haben, sitze auch ich hier vor meinen laptop mit offnen mund. Mich hat dein bericht so fasziniert, das ich nicht aufhören könnte, und das laptop mit auf dem pot genommen habe um weiterzulesen (w-lan sei dank)

Solch eine reise würden meine maus und mich unheimlich reizen. Aber leider durch arbeit, müssen wir damit warten bis zur rente. Ausser wir gewinnen endlich im lotto, dann fahren wir auch nur noch in die welt.

Auf jeden fall ziehe ich den hut vor euch, wir haben auch so das eine oder andere durchgemacht und erlebt, aber solch eine tolle reise fehlt mir noch. Was nicht ist kann ja noch werden.

Vielleicht trifft man sich ja mal irgendwo in europa, und dann werden wir euch bei einen glas milch löcher in den bauch fragen und versuchen von euren wissen und erfahrungen zu lernen.

Einen lieben
locke

Trikermaus am 30 Sep 2006 13:00:20

Hi Hati,
absolute Spitze eure Reise! Macht echt Lust auf Abenteuer.
Wie mein Männe Locke schon gesagt hat... leider müssen wir für längere Abenteuer bis zur Rente warten, aber für kürzere Abenteuer reicht's allemal.
ich denk da grad an unsere erste Reise mit dem Trike Locke weiss schon Bescheid... :D besonders die Szene mit dem abgesoffenen Trike auf der Raststätte wo's einen Donner, einen Knall gab und nicht mal mehr Strom da war... :D

Allerdings hätte ich doch bisschen Angst durch diese Länder zu reisen, aber denke auch mal wie du schon schreibst, kommt halt auch immer draufan wie man sich gibt usw. Muss nicht unbedingt heissen dass einen da auch was passieren muss.

Würd mich auf jeden Fall sehr reizen so'n Abenteuer mit meiner Locke...

Danke auf jeden Fall für deinen Super Bericht!

Trikermaus

Hati am 01 Okt 2006 16:54:57

Hallo zusammen.

Anbei ein paar Eindrücke aus Pakistan und Iran.

Hati am 01 Okt 2006 16:56:33

Lust auf Mehr???

Bitte schön!!

Hati am 01 Okt 2006 16:58:09

Noch mehr Bilder. War ja auch eine lange Reise!!!

Hati am 01 Okt 2006 16:59:29

Unsere Beobachter zum Schluss.

Viele

Hati

Trikermaus am 13 Okt 2006 11:07:29

Klasse Bilder Hati, hast noch mehr davon?
Einsame Spitze!
Rita

maximilian am 20 Okt 2006 18:07:41

Eine tolle und mutige Reise mit einer lebhaften Schilderung. Super Bericht.

Auffällig ist die Gastfreundschaft in solchen Ländern. Wenn man bedenkt, wie wir mit Fremden umspringen, muss man tief Luft holen...

Eine Frage noch: wie kam es, dass Ihr die wiederholte Unterstützung der Polizei bei einigen Passagen hattet ? Lag das an Euren Ausweispapieren und Empfehlungen ? Oder kann jeder Touri damit rechnen ?

Hati am 21 Okt 2006 00:49:46

Die "Unterstützung" erhält man oder nicht. Das kommt, so glaube ich, auch davon ab, wie man auf die Leute zugeht.

In Baludschistan (Pakistan und Iran) sind die Sicherheitsbehörden sehr daran interessiert, dass nix passiert. Daher werden hier vermehrt Ausländer begleitet. Vom Grenzpunkt Pakistan/Iran bis in die erste größere Stadt im Iran ist die Begleitung obligatorisch.

der Rest hat sich einfach so ergeben. Die Begleiter wollte nie Papiere sehen.



Hati

Gast am 07 Mär 2007 20:30:30

Das muss eine tolle Tour gewesen sein.
Wir waren auf den Weg nach Indien, dann kamen die Mohammed-Karrikaturen und wir schwenkten Richtung Syrien, Jordanien und Israel. Bin gespannt auf den Bericht. Welcome back ... Jeff und Gitti

GeoHeiner am 07 Mär 2007 22:25:10

Einfach sehr beeindruckend der Bericht, die Bilder. Das ist schon Abenteuer und was ganz anderes als die sonstigen Reiseberichte. Ich habe den Mund noch nicht wieder zu bekommen vor Staunen, Respekt. Mit meinen Kids hätte ich das sicher nicht gemacht, da hätte ich glaub ich zu viel Angst gehabt, das da in irgendeiner Form was passiert.

Aber ich würde gern mit dem Womo, mal den Spuren der Seidenstraße bis nach Xian (China) folgen. Ich finde bislang aber immer noch sehr viele Argumente die dagegen sprechen.

Nach so einem Bericht werden die Argumente aber deutlich schwächer.
Nochmal: Der Bericht ist echt super !!!! Mehr als echt super !!!!

Dirк am 13 Jun 2007 20:40:45

wie waren eigentlich die Strassen unterwegs? Iran? Pakistan? Indien? Wie schnell konnte man in Bezug auf Strassenzustand und Verkehrsdichte überhaupt fahren?

Hati am 06 Jul 2007 18:19:22

Hallo Dirk.

Sorry für die verspätete Antwort. Ich hoffe nicht, du bist schon unterwegs.
Nun, nach unserer Zeit in Indien empfanden wir die Straßenzustände eigentlich ganz ok. In Pakistan war es von Lahore über Multan bis nach Quetta überwiegend wie die alte BAB 8 von Stuttgart nach Karlsruhe, teilweise erheblich besser. Zwischen Quetta und der Iranischen Grenze gab es einen Abschnitt von ca 150 km, der einspurig und oder schlecht war. Aber da waren sie im Juli2006 am bauen. Im Iran waren die Straßen gut (besser als die o.g. A8).
In der Türkei wurde auch viel gebaut (vor allem im Osten), daher würde ich auch dort die Straßen als jetzt gut bezeichnen.

Wir sind ja mit einem "konservativen" Womo unterwegs gewesen und hatten trotzdem mit den Straßenbedingungen NIE Probleme.

gruß
Hati
P.S.
Bald geht es über Land in die Türkei!!

Dirк am 09 Jul 2007 22:55:15

Hati hat geschrieben: Ich hoffe nicht, du bist schon unterwegs.!


haha - nein, das dauert noch ein bissel :D
Wie lange braucht man durch Pakistan? Inzwischen erscheint es zunehmend ratsam, sich nicht länger als notwendig dort aufzuhalten......

Hati am 13 Jul 2007 14:48:07

Hi Dirk.

Das hängt von der Fahrweise (deiner) und von dem Besichtigungsprogramm ab: Wollt ihr durchfahren oder durchreisen um sich auch noch etwas anzusehen?
Wir sind durchgefahren und hatten (siehe Bericht) 4 Übernachtungen. Dabei galt die Regel: NIE IM DUNKELN FAHREN!!! und rechtzeitig einen sichern Platz suchen. Wenn man/frau "brettert" dann könnte man es sicherlich auch mit drei Übernachtungen hinbekommen. Ein wenig unsicher ist die Strecken von der iran. Grenze bis Quetta. Die bekommt man aber mit einer Übernachtung hin. In einem Rutsch geht das sicherlich nur, wenn man zügig über die Grenze kommt und dann Rückenwind hat!! Wir hatten Gegenwind (fuhren ja Richtung Westen) und da schaffte unser Hati bei Vollgas lediglich angezeigte 90 km/h!!! Und "soff wie ein Loch"!!, wenn ich das hier so sagen darf.

Hilft dir dies weiter???



Hati

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