Alkovan17 am 02 Mär 2017 01:50:01 Hallo, ich bin neu hier und suche nach unserem ersten Wohnmobil (Alkoven). Die Fotos aus den diversen Torf-Threads haben mich ehrlich gesagt schockiert. Teilweise trifft es hochpreisige Markenfahrzeuge mit wenigen Jahren Alter. Die Erkenntnis, dass viele dieser glänzenden Wunderdinger auf Sperrholzplatten stehen, erscheint mir als - noch - Außenstehendem absurd. Mein momentanes Gefühl sagt: so holzfrei wie möglich, kein Holzboden! Ich möchte zum Einen in diesem Thread um Meinungen dazu bitten (Ohne einen Glaubenskrieg zu provozieren, geht das?). Zum Anderen ist es extrem schwer, in kurzer Zeit herauszufinden, wer und ab wann welchen Fertigungsprozess verwendet. Können wir hier Informationen dazu zusammentragen? Ich bin gerne bereit, diese im Ausgangspost zu sammeln, vielleicht hilft das ja auch anderen (wenn es eine solche Liste schon gibt, bitte Hinweis, habe ich nicht gefunden). Beispiel: Eura scheint ab 2006 holzfrei gebaut zu haben - haben aber 2017 wieder etwas neues vorgestellt, das wie "endlich holzfrei" klingt. Und bedeutet 2006 für den Gebrauchtkauf eine EZ 2007?Vielen Dank!
Gast am 02 Mär 2017 02:59:13 Hallo Ab Baujahr 2013 ist jeder LMC oben,unten,links und rechts Holzfrei ( Ausgenommen die Möbel :D ) --> LinkLongJohn
WomoTechnikService am 02 Mär 2017 08:28:48 Ganz so holzfrei scheint es nicht zu gehen, nehmen wir mal die früheren Flairs... Der Boden von unten GFK, super gegen Spritzwasser, wartungsfrei, aber auf dem GFK eine Sperrholzplatte, die dann an Stellen, wo eben das Wasser von oben oder durch die Rückleuchten kommt, wegfault... Holz von unten am Boden erfordert Wartung, ich habe bei meinen beiden Hymern und auch beim Wohnwagen jedes Jahr den Unterbodenschutz im Spritzbereich ausgebessert und hatte keine Probleme... Holz in den Wänden oder dem Dach ist auch nur dann ein Problem, wenn undichte Stellen Wasser reinlassen, trockenes Holz ist ein guter und zuverlässiger Baustoff... aktuell gibt es bei Aldi Nord Holzfeuchteprüfer für 12 €, damit kann man in den Ecken und Schränken mal testen. Zum Thema Alu und GFK, ich hatte jetzt erst wieder zwei mobile von Kunden im Vergleich, Alu bekommt bei Hagel Beulen, aber das vielbeschworene GFK Haarrisse... in dem Fall war es ein älterer Chausson, wo die GFK-Haut gerade mal einen Millimeter stark ist. Die beste und sicher teuerste Lösung ist sicher die von Hymer zum Teil praktizierte mit der auf Alublech geklebten GFK-Platte. LG Peter
Gast am 02 Mär 2017 17:34:06 Ich habe den Aldi Holzfeuchteprüfer jetzt nicht gefunden, aber für 12,- kann das nur ein Einstech Gerät sein. Willst du das Womo damit perforieren? Das ist eher etwas für Brennholz zu überprüfen. Aludach und Hagelproblem sehe ich locker bzw. etwas differenzierter. GFK-Dach muss hat nicht nur Vorteile. Ich habe auch geringfügig Dellen auf dem Alu-Dach. Auf die großen Flächen kommen Solarpaneele und dazwischen werden noch ein paar Alu Riffelbleche zum laufen geklebt. Stört nicht wirklich. Es bleiben keine Flächen übrig wo ein paar Dellen wirklich stören. Dafür ist die Montage von Solarpaneelen, Satelitenschüssel etc. einfacher und stabiler als auf einer dünnen GFK Folie. Die Nachteile des Aludachs werden nach meiner Ansicht durch die Vorteile mindestens aufgewogen. Andreas
WomoTechnikService am 02 Mär 2017 20:41:14 Bodimobil hat geschrieben:Ich habe den Aldi Holzfeuchteprüfer jetzt nicht gefunden, aber für 12,- kann das nur ein Einstech Gerät sein. Willst du das Womo damit perforieren? --> LinkMit den Spitzen nur die Tapete zu berühren reicht, man muss nicht stark zustechen... LG Peter
Gast am 02 Mär 2017 22:52:27 Wenn du dieses Holzfeuchtegerät direkt am Holzbalken einsetzen kannst mag das funktionieren. Aber dann kannst du auch die Hand drauf legen. Wenn eine andere Platte davor ist wirst du nichts messen. Bitte für Womo nur die Art mit der Kugel oben dran verwenden, z.B. VOLTCRAFT MF-100. Damit kann man auch feuchte Isolierung hinter einer trockenen Sperrholplatte messen.
Andreas
turbokurtla am 03 Mär 2017 08:34:39 WomoTechnikService hat geschrieben:Mit den Spitzen nur die Tapete zu berühren reicht, man muss nicht stark zustechen...
Die "Tapete" ist meist aus Kunststoff. Wie schon gesagt, Hand auflegen wäre genauso. Gruß Kurt
tammy99 am 03 Mär 2017 08:58:10 Moin, genau weiß es aucb nicht, aber wir haben damals Fahrzeuge ab 2001 gesucht. Hier sind folgende Marken holzfrei: Concorde, Carthago, N&B, Frankia, Laika ab 2013, Eura ab 2006, mit Ausnahme der Profila auf Ford. Bei Hymer wirds komplizierter, da haben viele Modelle einen Holzboden. LMC ist übrigens auch nicht holzfrei, denn die innerste Schicht ist aus Holz. Bis vor 2 Jahren waren nicht holzfrei: Adria, Bürstner, Dethleffs, Knaus, Hobby, Chausson, Challenger, Rimor usw. Wie das bei den neueren Modellen ist, weiß ich nicht. LG Fred
Gast am 03 Mär 2017 11:21:23 tammy99 hat geschrieben:Hier sind folgende Marken holzfrei: Concorde, Carthago, N&B, Frankia, Laika ab 2013, Eura ab 2006, mit Ausnahme der Profila auf Ford.
Das stimmt weitestgehend wobei es auch da Ausnahmen gibt die man nur als "zum größten Teil Holzfrei" bezeichnen kann. Ein Freund lässt gerade seinen knapp 20 Jahre alten N&B Flair renovieren. Der Aufbau ist "eigentlich" Holzfrei nur der Boden der Garage ist aus Holz, bzw. inzwischen mehr Torf, und wird jetzt komplett ausgetauscht. Dann wird er wieder 20 Jahre halten. :razz: Andreas
xbmcg am 03 Mär 2017 14:45:38 Alles sehr theoretisch, selbst im modernen Yachtbau wird Holz verwendet, trotz GFK (Balsa Holz Kern). Am Ende ist es eine Preisfrage und eine Gewichtsfrage. GFK ist recht schwer und die Befestigungen müssen oft schraubbar sein. Holz ist ein guter Werkstoff, wenn er richtig eingesetzt wird - (gilt für natürlich jeden Werkstoff).
Du kannst auch ein WoMo aus Kohlefaser backen, dann ist es schön leicht, aber Du willst das bestimmt nicht bezahlen.
Die billigeren Modelle sind nun mal ein Kompromiss, meist Sandwich aus Alu-Haut oder dünnem GFK auf Styrodur Dämmung und von innen dünnes Sperrholz zur einfachen Befestigung der Möbel. Die Bodenplatte ist meist eine imprägnierte Multiplexplatte, teurere Modele haben einen GFK Unterboden, der Zwischenboden ist manchmal auch Multiplex, um die Befestigung der Einbauten einfacher zu realisieren. Ganz holzfrei ist kein Fahrzeug, das ich bisher gesehen habe, mindestens die Möbel sind holzhaltig.
Gast am 03 Mär 2017 14:59:54 Es ist aber ein großer Unterschied ob das Holz in der Konstruktion/Dämmung liegt wo man es nicht mitbekommt wenn es vor sich hin modert oder ob es im Innenraum ist wo es nie irgendwelcher Staunässe ausgesetzt ist bzw. im Notfall auch schnell wieder trocknen kann. Wir reden hier von Holz als tragendes Element in der Wand- Dach- Bodenkonstruktion. Sperrholz auf der Innenseite (und die Möbel sowieso) ist da eher unkritisch. Das der Mehraufwand für Holzfrei bezahlt werden muss ist doch wohl klar. Ob sich die Mehrkosten langfristig lohnen muss jeder für sich selbst entscheiden.
Andreas
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