Alkovan17 am 02 Mär 2017 01:34:20 Hallo, ich dachte mir, ich kapere einfach mal die Forenüberschrift für meinen Betreff... Ich bin neu, im thema und im forum (lese seit wochen quer), zu meinen Hintergründen: siehe meine Neuvorstellung. Wir wollen 7 Wochen im Spätsommer dieses Jahres mit Wohnmobil verreisen. Vorerfahrungen: ein Urlaub im Campingbus vor langer Zeit... Erster Schock: Mietmobile werden jetzt schon immer weniger, und wir müssen mit einer Miete von 4500-6500€ kalkulieren. Ich frage mich deshalb ernsthaft, ob es sinnvoll für uns ist, den Rat, erstmal in Ruhe und wiederholt zu mieten, zu befolgen. Ich kann mich ziemlich gut festlegen, welchen Grundriss ich suche (kann mich natürlich auch prima täuschen...), und glaube, dass ein Mietmobil, dass man am Tag vor der Abreise irgendwo abholt, auch nur den halben Eindruck von der Faszination WoMo gibt. Deshalb reift der Plan, zu kaufen, längerfristig (erstmal einrichten und kennenlernen, Kurzurlaub, längere Tour, Wochenende) auszuprobieren und dann ggf. wieder zu verkaufen, wobei die gesparte Miete einen Teil der Verluste auffängt. Gebraucht kaufen: Natürlich der erste Plan. Ich recherchiere seit Wochen bei Mobile, Ebay Kleinanzeigen, Kalaydo. Mein Eindruck: der Gebrauchtmarkt ist ähnlich überhitzt wie der Immobilienmarkt. Das ist nett, wenn ich an Wiederverkauf mit wenig Verlust denke, aber zum Kauf erstmal unbefriedigend. Zweiter Eindruck: Anzeigen, die ich als attraktiv einschätze, sind meist innerhalb von Stunden wieder offline. Ich arbeite viel und lange, habe zwei kleine Kinder zuhause und noch wenig Ahnung von der Materie - wie soll ich in dem Tempo mitschwimmen? Dann ganz viele offene Fragen: Wie alt ist zu alt, wenn man kein Motorschrauber ist und wenig Zeit hat (und wie meine Frau sagt: "Wo sollen wir wohnen, wenn das Wohnmobil in Portugal in der Werkstatt wohnt?")? Wenn man hier im Forum liest, bekommt man sowieso die Panik, weil Wohnmobile ab 4 Jahren schon auseinanderfallen können. Welche Motoren halten wie lange? Was zählt mehr: Baujahr oder km? Ändert sich das in abhängigkeit vom Alter? Welches Basisfahrzeug ist zu bevorzugen? Bis zu welchem Alter ist man vor plötzlichen Pannen relativ sicher? Soll man Mietfahrzeuge kaufen? Unter welchen Kautelen? Neu kaufen:Alternative: Neukauf? Ein Einsteiger-WoMo kostet neu soviel wie ein "hochwertiges" junges gebrauchtes. Man bekommt, was man sich aussucht,weiß, wann man es bekommt, und ich würde hoffen, dass dann zumindest ein "Liegenbleiben" auf der Strecke erstmal unwahrscheinlich ist. Aber wie schlimm ist es mit den Kinderkrankheiten, die hier immer diskutiert werden? Wieviel Wertverlust ist im Moment real (die 20% im ersten Jahr sind es m.E. nicht!)? Ist ein neu entwickelter Motor/Aufbau ein segen oder ein unkalkulierbares Risiko? Ist die Qualität über die Jahre immer weiter runtergegangen? Liest noch jemand mit? Ich mache mal Schluss hier und hoffe auf inspirierte Einsichten...
Gast am 02 Mär 2017 03:48:38 Du wirst auf deine Frage genau so viel verschiedene Antworten bekommen wie es auch verschiedene Menschen gibt. Manches hängt auch von der Lebenssituation, den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten, der Art von geplanten Womo Urlaub, der handwerklichen Fähigkeiten usw. ab. Ich kann nur aus meiner persönlichen Situation berichten. Ich bin was Fahrzeugtechnik (Motor, Fahrwerk etc.) betrifft nicht sehr bewandert und habe auch keine Möglichkeit ständig mit Ölverschmierten Händen ständig am Womo rumzuschrauben. Zum Glück haben ältere Womos relativ wenig Laufleistung. Viele haben nach 10 Jahren noch keine 100000km auf dem Tacho und sind Fahrwerkstechnisch noch lange nicht am Ende. Meine Wahl viel auf ein 12 Jahre altes Womo das ich nun seit einem Jahr fahre. Viel wichtiger als die Fahrzeugtechnik war mir der Aufbau. Und da sind die Unterschiede auch erheblich größer. Von Prämiumherstellern die mit 20 Jahren noch gut in Schuss sind bis zu einfachen Fahrzeugen die nach wenigen Jahren schon ernste Probleme haben findet sich alles auf dem Gebrauchtmarkt. Neufahrzeuge: Leider kann man, egal ob Prämium oder Billighersteller, bei keinem 100% sicher sein, dass man die Qualität erhält die man für das Geld erwartet. Nach den Erfahrungen hier im Forum, ist bei Neufahrzeugen die Qualität des Händlers mindestens so wichtig wie die Wahl des Herstellers. Das was ich wollte war als Neufahrzeug für mich nicht finanzierbar. Ich habe immer noch ein gutes Gefühl die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Vielleicht hab ich auch einfach Glück gehabt. Letztlich bleibt nur möglichst viel hier im Forum lesen, möglichst viele verschiedene Fahrzeuge ansehen und versuchen die verschiedenen Philosophien und Bauarten der Hersteller zu verstehen. DAS optimale Womo gibt es nicht. Man muss immer Kompromisse machen. Welche Kompromisse die geringsten sind legt jeder anders fest. Auf jeden Fall kostet die Wahl eines Womo viel Zeit. Ich habe in den letzten 20 Jahren öfters ein Womo gemietet. Deshalb war ich in vielen Dingen schon sehr sicher was ich wollte und was nicht. Als es ernst wurde habe ich trotzdem fasst ein Jahr gebraucht bis ich mein Womo hatte. - Andreas
geralds am 02 Mär 2017 03:58:33 Hallo, hier sind schon mal einige Hinweise: --> LinkDie Empfehlung zu mieten meint wohl kaum über so einen langen Zeitraum. Übers Wochenende oder 1 Woche vermitteln auch schon einen Eindruck. (Auch viele Besichtigungen helfen schon etwas) Aber zunächst einmal musst Du Dir über Deine Anforderungen klar werden. Alkoven und möglichst holzfreier Aufbau ist ja schon mal ein Anfang. Aber um nur einige weitere Punkte zu nennen: - Wie viele Personen reisen - Wie viel willst Du ausgeben - neu oder gebraucht - sollen Fahrräder oder ein Roller mitreisen, in der Garage oder als Heckträger (wenn in der Garage muss diese groß genug sein, bei Fahrzeugen mit Queensbett ist manchmal die Garagenhöhe ein Problem, zumindest wenn ein Roller mit soll) - ist die Größe (Länge) ein Thema (z.B. auch wegen Parkmöglichkeiten am Wohnort, war bei mir ein Grund nicht wesentlich über 7,5m zu gehen. Bis zu Größe kann ich auf meinem Grundstück parken.) - Mehr frei stehen oder überwiegen Stell- oder Campingplätze als Ziel (Größe Wassertanks, andere Punkte kann man oft nachrüsten) - Restriktionen wegen Führerschein - Bis 3,5t oder darf es etwas mehr sein (Maut, Fährverbindungen) - Wintercamping gewünscht (dann Doppelboden notwendig) - Ist an Deinem Wohnort (oder an Deinen Zielen) die Schadstoffklasse von Bedeutung. Für die Ziele meines Erachtens weniger wichtiger denn in die Innenstädte fährt man doch meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Roller / Fahrrädern. - Achte auf Zuladungsmöglichkeiten, viele 3,5t Fahrzeuge fahren leider überladen - Falls Neuwagen ist auch der "richtige" Händler von Bedeutung Du musst Dir im klaren sein, Womofahrer mit Problemen sind in Foren überdurchschnittlich vertreten. Probleme sind für viele ja der Grund sich im Forum zu melden. Pech kann man aber bei jeder Marke haben, fast unabhängig von Preis oder Modell. Ich habe 21 Jahre einen carthago Ethos (Vorgänger vom weiter verbreiteten Mondial) gefahren. In all den Jahren für Reparaturen am Aufbau keine 1.000,-€ ausgegeben und am Fiat auch nur Inspektionen und Verschleißreparaturen. Da hat der holzfreie Aufbau sicher auch geholfen. Deshalb habe ich letztes Jahr wieder carthago gekauft und hoffe ich habe mit dem neuen wieder soviel Glück. Die überwiegende Anzahl der Womos haben je nach Größe wahrscheinlich Motoren von - Fiat - Iveco - Mercedes Von Ausnahmen abgesehen leben diese Motoren länger als das Womo. Die sind im Güterverkehr für ganz andere Laufleistungen gebaut. (bitte jetzt keine Diskussionen über die nicht erwähnten Hersteller) Deshalb erachte ich die Laufleistung als weniger relevanten Punkt. Da sind bei gebrauchten Womo´s die eingehaltenen Serviceintervalle wichtiger (min. alle 2 Jahre, meine Meinung). Bei Neuwagen ist das letztjährige Modell oft preislich interessant. Die stehen gerade jetzt oft noch beim Händler und müssen weg. Gute Rabatte sind deshalb gerade bei diesen Fahrzeugen möglich. Wenn Du ein bestimmtes Fahrzeug ins Auge gefasst hast kannst Du ja explizit noch mal nach den Erfahrungen hier im Forum oder / und in markenspezifischen Foren nach Erfahrungen fragen. Gruß Gerald
schnecke0815 am 02 Mär 2017 06:51:32 Ich weiß zwar nicht wie du heißt aber ja, ich habe bis zum Ende gelesen.
Du siehst sowohl bei den Gebrauchten als auch bei den Neuen viele Probleme. Du siehst aber nicht die schönen Seiten des unabhängigen Reisens. Das man, sofern man nicht mieten will, ein Wohnmobil kaufen muß dürfte klar sein.
Da ein Wohnmobil aus vielen Einzelkomponenten besteht kann natürlich auch einiges versagen. Bei Neuwagen gibt es Garantie, bei gebrauchten Womos und Kauf beim Händler ebenso. Nur beim Privatkauf ist man auf seine Erfahrung und/oder Bauchgefühl angewiesen. Eine Garantie auf absolute Fehlerfreiheit gibt es in keinem Fall.
So vielfältig wie die User in diesem Forum wird auch die Meinung sein welches das richtige Fahrzeug für dich ist. Das ist auch der Grund für die Vielfalt der Angebote. Wie hier schon geschrieben solltest du erst einmal ermitteln welche Anforderungen du/ihr stellt (2 Kinder, 2 Erwachsene, mit/ohne Hund???) und dann kann man den Kreis eingrenzen.
Entschließt du dich für gebrauchte Fahrzeuge solltest du bei deinen Bedenken ausschl. beim Händler kaufen.
partliner am 02 Mär 2017 08:53:27 schnecke0815 hat geschrieben:Entschließt du dich für gebrauchte Fahrzeuge solltest du bei deinen Bedenken ausschl. beim Händler kaufen.
Dieser Ratschlag ist sehr gewagt. Der Gebrauchtkauf beim Händler gibt Dir mitnichten die Sicherheit, ein mängelfreies Fahrzeug zu erwerben. Wenn der Händler ein seriöser ist, dann verkauft er mit einjähriger Gewährleistung. Trotzdem gibt es hier und da Probleme, vorhandene Mängel dann letztlich auch zufriedenstellend beseitigt zu bekommen. Ich würde Euch dringend raten, einen kundigen Begleiter zur Besichtigung mitzunehmen, wenn Kaufabsicht besteht. Egal ob zu einem privaten Verkäufer oder zum Händler. Solltet Ihr niemanden kennen, ist es eventuell möglich, jemanden hier aus dem Forum zu finden, der in der Nähe ist. Dem fehlt dann auch gänzlich die freudige Euphorie, mit der Ihr zur Besichtigung anreist, und er kann so möglichst objektiv auf Schwachstellen und Mängel hinweisen.
Jjoerg am 02 Mär 2017 09:10:24 Guten Morgen! Hier mal meine Betrachtung aus 2014/15 zu dem Thema: --> LinkGute Informationen habe ich auch durch das Forumsmitglied Lowcostraider, der eine gute Hompage: --> Linkbetreibt. Viel Glück! Jörg
schnecke0815 am 02 Mär 2017 10:38:07 partliner hat geschrieben:Dieser Ratschlag ist sehr gewagt. Der Gebrauchtkauf beim Händler gibt Dir mitnichten die Sicherheit, ein mängelfreies Fahrzeug zu erwerben
Wieso ist der Ratschlag gewagt? Ich habe nicht geschrieben das man beim Händler ein gebrauchtes mängelfreies Fahrzeug kauft. Ich habe nur geschrieben das dieser eher haftet als bei einem Kauf von Privat.
markgraefin am 02 Mär 2017 10:42:25 Hallo,
als jemand. der für falsche Kaufentscheidungen viel Geld verbrannt hat, kann ich dir auch nur empfehlen, zu mieten. Natürlich nicht über 7 Wochen. Das macht arm.
Erstmal am Wochenende, da weiß man dann schon mehr.
Und ich würde auch ausschließlich beim Händler und mit Garantie kaufen
Unser erstes Wohnmobil war ein ADRIA coral 7m mit Alkoven und Heckquerbett. Er kam aus der Vermietung, hatte 63000 km, 4 Jahre alt, aufgelastet auf 3,8t und ein wirklich tolles Wohnmobil. Unser Fehler war, dass wir unser Alter nicht bedacht hatten. Alkoven ging für uns nicht, war aber auch für meine, damals noch manchmal mitfahrende Tochter gedacht. Das Heckbett erwies sich für uns auf die Dauer auch als schwierig, weil der hinten Liegende über den vorne steigen musste um ins Bad zu kommen. Ich denke aber, das ist für euch kein Problem, da ihr eheblich jünger seid. Somit käme für euch ein solches Auto sicher in Frage.
Wir haben es mit Verlust verkauft :cry: und uns leider einen neuen teilintegrierten Sunlight mit 7,50m gekauft. Er hatte Einzelbetten und ein abtrennbares Schlafzimmer, damit waren aber auch die Vorteile schon zu Ende. Die Qualität eines ADRIAs hatte er eben nicht. Kinderkrankheiten aber auch massive, aber wir hatten ihn auch nur ein Jahr. Inzwischen fahren wir einen Vollintegrierten, der aber für euch völlig uninteressant ist.
Was uns bei unserem jetzigen fehlt ist Stauraum und darauf müsst ihr sehr achten. Wenn ihr Kinder dabei habt, braucht ihr eine Menge Gedöns mehr und da kommt ein Wohnmobil schnell an die Gewichtsgrenze.
Ich weiß, wirklich hilfreich sind diese Aussagen nicht, ich hätte mir aber vor dem zweiten (Fehl)Kauf solche gewünscht, dann wäre unser Geldbeutel nicht ganz so schlaff.
Ich wünsche euch eine gute und richtige Entscheidung und dann tolle Reisen.
Gruß Markgräfin
FWB Group am 02 Mär 2017 10:52:44 partliner hat geschrieben:Wenn der Händler ein seriöser ist, dann verkauft er mit einjähriger Gewährleistung.
Das gilt auch für unseriöse Händler. Ein Händler muß bei einem Verkauf an Privat 12 Monate Gewährleistung geben, ob er will oder nicht. Er kann diese auch nicht per Kaufvertrag ausschließen. Ganz anders bei privat zu privat. Hier kann der private Verkäufer per Kaufvertrag die 12 monatige Gewährleistung wirksam ausschließen. Zum TE Deine Frage ist schwierig. Aus Sicht unserer Werkstatt, würde ich sagen, man kann alles reparieren. Wenn man das so akzeptiert, kann es bei einem Fehlkauf relativ schnell teuer werden. Vergleicht man das mit einem Neukauf und denn dann entstehenden Wertverlust, unmittelbar dann beginnend, wenn du den Händlerhof verlässt, würde ich sagen, das könnte sich von den Kosten her decken. Also einen jungen Gebrauchten, der den großen Wertverlust schon weg hat. Hier währst du als Nichtschrauber, meiner Meinung nach am besten aufgehoben. 6 - 7 Jahre alt, 70 000 km auf der Uhr, alle Kinderkrankheiten erledigt und noch nicht gänzlich verwohnt. Kostenpunkt zwischen 10 - 20 000 € für den Normalverbraucher. Mein Schwiegervater hat gestern gerade einen Bürstner, vollintegriert vom Händler erstanden. Baujahr 2001, guter Zustand, sehr gepflegt, Französisches Bett und Hubbett, Doppelboden, winterfest für knapp 18 Scheine. knapp 90 000 km gelaufen. Hast du das Geld nicht und weisst noch nicht so richtig, was dir vom Grundriss her wichtig ist, würde ich dir zu einem älteren Womo raten. Hier nimm aber jemand mit zum Objekt deiner Begierde, der sich mit Womos auskennt. Beispiel, mein Schwager! Junge Familie, immer wenig Kohle, 3 Kinder. Vor 2 Jahren gekauft, alter Hehn auf alten Fiat Ducato mit 112 000 km aus Erstbesitz für 4000 €. 2 volle Aktenordner Rechnungen, alles dokumentiert, Aufbau dicht, stand immer unter dem Carport und so sieht das Ding auch aus! Fast rostfrei........alles funktioniert, mit Sat Antenne und Aussengassteckdose. Wenn er will, macht er mit Frau und Kiddies damit am Wochenende los, seine Gesamtinvestition halten sich in engen Grenzen und wenn der das Teil wieder verkaufen möchte, werden mit Sicherheit wieder 4 Scheine zurückkommen.
partliner am 02 Mär 2017 10:58:05 FWB Group hat geschrieben:Das gilt auch für unseriöse Händler. Ein Händler muß bei einem Verkauf an Privat 12 Monate Gewährleistung geben, ob er will oder nicht. Er kann diese auch nicht per Kaufvertrag ausschließen.
Da hast Du recht. Ich hatte mir den Folgesatz gespart, der da heissen würde: Der unseriöse Händler verkauft "im Kundenauftrag", wobei Du den "Fahrzeugeigentümer" sicher nicht zu Gesicht bekommst.
FWB Group am 02 Mär 2017 11:13:56 Gut beobachtet ......... :wink:
thomas56 am 02 Mär 2017 11:30:29 Was ist an einem Agenturgeschäft unseriös? Das gab es schon als die Händler die Garantie noch ausschliessen durften!
bernie8 am 02 Mär 2017 11:37:45 Hallo, Frank schrieb: 6 - 7 Jahre alt, 70 000 km auf der Uhr, alle Kinderkrankheiten erledigt und noch nicht gänzlich verwohnt. Kostenpunkt zwischen 10 - 20 000 € für den Normalverbraucher.
Das Auto von deinem Schwiegerpa ist aber 16! Jahre alt und der Preis ist realistisch. Einen 6 -7 Jahre alten für 20.000 Euro und weniger halte ich für unrealistisch. Verkauf im "Kundenauftrag" bei einem WoMo von 20.000 Euro halte ich für töricht wenn man sich darauf einlässt.
FWB Group am 02 Mär 2017 12:09:21 bernie8 hat geschrieben:Hallo, Einen 6 -7 Jahre alten für 20.000 Euro und weniger halte ich für unrealistisch.
Dann dann schau mal hier! Baujahr 2010 --> Link
rolf51 am 02 Mär 2017 12:18:50 Hallo, wenn ich heute vor der Entscheidung stehen würde, dann keinen Neuen! Selbst bei den heutigen Euro6 gibt es Hersteller die die Norm nicht einhalten und ggf. auch von den Fahrverboten betroffen sein könnten. Daher versuchen einen gebrauchten zu bekommen, auch wenn in den nächsten Monaten auch durch die Dieselthematik es zu Preisnachlässen kommen wird.
Gast am 02 Mär 2017 12:47:57 FWB Group hat geschrieben:Dann dann schau mal hier! Baujahr 2010 --> Link
Das ist ein Extrembeispiel. Der hat mit über 180tkm aber auch eine überdurchschnittliche Laufleistung. Normalerweise haben Fahrzeuge in diesem Alter deutlich unter 100tkm. Und wenn ich mir alleine die Macken ansehe die abgebildet sind, dagegen sieht mein doppelt so alter wie neu aus. Scheint 6 Jahre lang als Mietfahrzeug gelaufen zu sein. Ich gebe Bernie recht: Ein einigermaßen vernünftiges Womo mit 6-7 Jahren kriegst du nicht für 20T€. - Andreas
BadHunter am 02 Mär 2017 15:53:26 Ich persönlich würde nie ein Neufahrzeug kaufen, hätte auch kein Problem damit, einen Gebrauchten von Privat zu kaufen, wenn der Pflegezustand stimmt. Das wäre für mich das Wichtigste! Ein toller Pflegezustand, sowohl innen als auch aussen, zeigt i.d.R., dass sich der Vorbesitzer um sein Schätzchen gekümmert hat. Laufleistungen über 100.000 Km sehe ich dann auch überhaupt nicht als Problem, noch weniger dann, wenn sogar noch ein volles Scheckheft vorhanden ist, das Fahrzeug also technisch immer in einer Werkstatt gewartet wurde, und z.B. auch der letzte Zahnriemenwechsel nachweisbar und relativ aktuell ist. Entscheidend ist das Budget, und welchen Grundriss man möchte, wieviel Stauraum benötigt wird und wofür, was dann auch für das Gewicht (Führerschein?) entscheidend ist. Die Preise für Gebrauchte sind seit recht vielen Jahren stabil (man mag auch sagen: recht hoch), aber wenn Wartung und Pflege stimmen... Die meisten Wohnmobile werden ja recht wenige Kilometer im Jahr gefahren, wenn dann noch z.B. nur die Saison von Frühjahr bis Herbst genutzt wird und das Fahrzeug dann im Rest der Zeit auch noch trocken untergestellt ist, dann kann man tolle Fahrzeuge bekommen. Für ein Mobil guter Qualität sehe ich 10 oder gar 15 Jahre Alter nicht als Problem. Unser Concorde wird dieses Jahr 22 Jahre alt, hat keinen Rost (obwohl er ganzjährig von uns genutzt wird), der Aufbau ist solide, wir haben das gute Stück nun seit fast 11 Jahren, gekauft damals mit 91.000 Kilometern, und ausser Bremsen, Zahnriemen, Reifen, regelmäßigen Ölwechseln keine weiteren technischen Aufwendungen gehabt. Kilometerstand heute, etwas über 156.000 Kilometer. Ich bin mir sicher, er wird uns noch einige Jahre viel Freude bereiten. OK, der Aufbau brauchte in den letzten 2-3 Jahren etwas Zuwendung, wurde zwischenzeitlich stellenweise neu abgedichtet, hat jetzt gerade eine neue Heizung bekommen (was auch nicht nötig gewesen wäre, hätte ich nicht im letzten Winter vergessen, das Wasser rechtzeitig abzulassen - Boiler undicht...), aber obwohl ich diese Sachen in einer Wohnmobilwerkstatt habe machen lassen was das preislich immer überschaubar! Zusammenfassend würde ich sagen: für die Wahl ist das Budget und der Aufbau/Grundriss entscheidend, dann muss man mal einige Kilometer fahren und sich verschiedene Fahrzeuge ansehen, Pflegezustand und Funktion der Installationen und des Basisfahrzeuges prüfen, und dann anmelden, losfahren und genießen! Ideal wäre es natürlich, jemanden zu den Besichtigungen mitzunehmen, der schon länger Erfahrung mit Wohnmobilen hat.
fmx am 02 Mär 2017 16:54:59 Hallo,
in deinem Vorstellungsthreat schreibst du:
"Ich kenne die Argumentation, man solle zuerst mal mieten und herausfinden, ob es das Richtige ist (richtige Form des Urlaubs, richtige Form des Mobils...) - aber warum nicht für 6000€ Einsatz etwas länger herausfinden, als 7 Wochen??"
Sehe ich das richtig dass das dein Budget ist? Wenn ja, dann geht die Dskussion in ein andere Richtung. Mit "Holzfrei" wird`s da eng :nein:
Alkovan17 am 02 Mär 2017 23:57:26 Nein, sorry, das war missverständlich! Diese gesparte Miete würde ich als "Spieleinsatz" für den Wertverlust über die Zeit sehen. Damit kann ich persönlich mir sowohl ein mittelpreisiges junges gebrauchtes, als auch ein günstiges neues Wohnmobil schönrechnen...Beides wäre mit hinreichender Begründung und etwas Mühe machbar. Die 6000€-Klasse hat mir meine Frau verboten, und das zu Recht. Die jugendlichen Bastelzeiten sind vorbei, und die Rentnerbastelzeit noch fern...Im Moment müssen die Dinge funktionieren...
Alkovan17 am 03 Mär 2017 00:30:16 Ansonsten vielen Dank erstmal für die vielen lehrreichen Beiträge in so kurzer Zeit!
Ich hätte auch kein Problem mit einem "gebrauchteren" Fahrzeug, solange es keine völlige Wundertüte ist. In gewisser Weise könnte man sich ja auch vorstellen, dass die wenigen in Würde gealterten Mobile nicht nur besonders gepflegt wurden, sondern vielleicht auch einfach die Dichtesten von Anfang an waren, also das Gegenteil von Montagsfahrzeugen (das Highlander-Theorem des Wohnmobilbaus...). Bei einem Schnäppchen würde ich auch noch den Holzboden ertragen und mit irgendeinem Spezialwachs verwöhnen. Aber eine Chance hätte ich da in meinem aktuellen Leben sicher nicht online. Ich denke, so ein Schätzchen mit ausreichend verbleibender Sparreserve für die neue Kupplung o.ä. (vor der Abreise?) findet man nur von privat, und dann wahrscheinlich nur, weil einer einen kennt, der verkaufen will, aber noch nicht annonciert hat.
In der 20-30000€-Kategorie möchte ich dann auch einen Grundriß ohne zu viele Kompromisse. Ich skizziere mal: <6m, <3,5t bei vernünftiger Zuladung, so wenig holz im aufbau wie möglich, 4(+1) Sitzplätze, ausreichende Motorisierung, Alkoven und Doppelquerbett hinten (also 4 umbaufreie Schlafplätze) über möglichst geräumiger garage, Halbdinette. (Ich hätte gerne genug Kühlschrank, am liebsten einen Zweiflammenkocher und gerne keine Dusche und keinen Fernseher/SAT, aber da wird's dann schon kleinlich.).
So viele gibt es da nicht. Was tun?
turbokurtla am 03 Mär 2017 08:49:43 Alkovan17 hat geschrieben: ... Ich recherchiere seit Wochen ...
Sowas braucht Zeit. Ich habe ein halbes Jahr gebraucht um einen Volltreffer zu landen. Und ich hab täglich 2 x diverse Plattformen durchsucht. Tag Jetzt hast ja zumindest mal einiges verraten. Nach meiner bescheidenen Erfahrung hast du aber mit deinen Kriterien bei 20 -30 Budget ganz schlechte Karten. Holzfrei, große Garage oder den großen Kühli wirst du da nicht finden. Bleibt nur entweder Abstriche machen oder mehr ausgeben. Auch ich habe mein Budget erhöhen müssen weils für meine Ansprüche nix gab. Aber jetzt im Frühjahr geht's doch erst richtig los und der Markt explodiert. Wünsch dir viel Glück Gruß Kurt
klink_bks am 03 Mär 2017 09:42:20 :) Und beim Wohnmobikauf ist's doch wie bei einer Frau ! :)
Man sieht eine, und weiss genau die ist es. Die riecht gut, sieht gut aus, ist gut vom Character, vermoegend und kann gut kochen. Und schon ist die Entscheidung gefallen.
Uebertragen aufs Wohnmobil, man geht rein, riecht gut, man fuehlt sich wohl, alles gefaellt und weiss genau " Dieses Mobil und kein anderes". Und dann kann man auch Abstriche machen oder verschmerzt ein etwas hoeheres Budget.
So meine Meinung, und so war's bei uns. Und das mit dem Kochen bringen wir dem Carado auch noch bei. :lach:
Gruss von der schoenen Mittelmosel Achim
|
|