Alle Jahre wieder - doch so schlimm war es noch nie: Wildes Campen auf dem Schloßplatz in Berlins historischer Mitte. Seit Wochen wird der Platz gegenüber dem Lustgarten durch Wohnmobile und Caravans vornehmlich aus Italien, Spanien und Frankreich blockiert. Die weißen Fahrzeuge verhindern nicht nur den ungestörten Blick auf den Berliner Dom, das Zeughaus und das Alte Museum, sie versperren auch Kurzparker-Touristen die Stellplätze. Doch wer nun das Einschreiten des zuständigen Ordnungsamtes erwartet, liegt falsch. Das Bezirksamt Mitte setzt auf das Motto "die Welt zu Gast bei Freunden". So sagte gestern Mittes Tiefbauamtsleiter Harald Büttner auf Anfrage: "Durch bürokratisches Gehabe wollen wir keine Berlin-Besucher abschrecken."
Die Duldung durch den Bezirk stößt allerdings nicht überall auf Zustimmung. Massive Kritik übt der Deutsche Campingclub e.V. In einem Schreiben an die zuständige Bezirksstadträtin Dorothee Dubrau (für Grüne) und Bezirksbürgermeister Joachim Zeller (CDU) verlangt er ein Standverbot für Wohnmobile auf dem Schloßplatz.
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