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Was bekommt man für 27 000 bis 30 000 Euro? 1, 2


Brezel am 17 Mai 2017 21:35:46

Wir haben uns im Oktober 2015 ein 1996er Eura Mobil 515 Sport gekauft, es war schon sehr heruntergekommen aber der Unterbau sehr gut erhalten. Wir haben es mit viel Liebe wieder hergestellt, alles funktioniert ohne Einschränkung.
Nachdem wir als Anfänger das Wohnmobilleben kennengelernt hatten, wollten wir uns verbessern und suchen nun ein Wohnmobil zwischen 27.000 und 30.000 Euro.
Nun zur Odyssee:
1.)
Auf der Rücktour vom Bodensee stoppen wir in Herrenberg, alle Fahrzeuge im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten standen entweder auf rostenden Chassis oder die Aufbauten waren Trümmerhaufen, ich hatte das Gefühl, auf einem Autofriedhof zu stehen.
2.)
Unsere erste Besichtigung war ein 2006er Dethleffs Esprite, teilintrigiert, sehr gepflegt, nette Leute nur hat das Wohnmobil nicht die erwarteten 3 Schlafplätze sondern nur 2 im Heckbett.
2.)
Bad H....., majestätische Halle, ein schönes teilintrigiertes von Bürstner, ich lege mich drunter und schon werde ich von einem Verkäufer angesprochen: „Na, gemütlich da unten?“
Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass das Fahrzeug wohl aufgesetzt haben muss, die Karosserie unter dem Fahrerhaus ist mächtig eingedrückt. Die Antwort: „Ja, das ist bekannt aber nicht jeder legt sich unter das Fahrzeug!“……O.k., nichts wie weg!
3.)
Köln, alle Felgen in Silber lackiert nebst Radschrauben, Radkasten weiß lackiert, reingefasst und ein großes Roststück fällt ab, autsch!
4.)
Mühlheim an der Ruhr, Händler gebrauchter Wohnmobile, das Mekka für Rost und Gammel, ich glaube alles was die seriösen Händler nicht in Zahlung nehmen landet dort, das was sie für wenig Geld in Zahlung nehmen landet auch dort.
Anmerkung: Es gibt auch seriöse Händler, die anständige Gebraucht-Womos verkaufen, aber das sind Fahrzeuge, die man mit gutem Gewissen verkaufen kann!
5.)
Ein Hymer Eriba B 544, ein in Rente befindlicher KFZ-Meister, technisch top aber innen kleben wir an den Schränken, alles in einem unbeschreiblichen Zustand, das Waschbecken mit unzähligen Rissen, die von unten mit Sika-Flex gedichtet wurden, der Kühlschrank mit angeklebten Klettverschlüssen verschlossen und innen ein Geruch wie eine Bio-Mülltonne im Hochsommer!
6.)
Ein Hymer Eriba B 504, verschwiegener Unfallschaden, Scheckheft offensichtlich gefälscht, 3 Verschiedene Reifentypen, Lichtmaschine liefert keinen Strom, die gesamte Elektronik spinnt, Sicherungen brennen nach 1 Minute durch, Motor dreht im Leerlauf über 1000………..
7.)
Toller Dethleffs, innen toll, angeblich immer in einer Halle gestanden, der Motor hat einen Klang wie ein mobiler Zementmischer. Nach dem Öffnen der Motorhaube erst mal 3 Hände voll Laub entfernt. Der Staub auf dem Motor setzt sich über den Öl-Deckel fort, auf meine Frage wann das Fahrzeug den letzten Ölwechsel hatte bekomme ich eine schlüssige Antwort: “Ich hab das Fahrzeug erst seit 3 Jahren und habe die 15.000 Kilometer noch nicht gefahren um einen Ölwechsel zu machen, Ölpeilstab gezogen, trocken. Tschüss…..
Gefühlte 20 Fahrzeuge weiter….
26.)
Dethleffs 5881, von unten wie neu, der Alkoven scheint aber etwas verzogen, innen ist die Holzverkleidung gebrochen, die Reifen haben noch Profil aber sind so alt wie das 10 Jahre alte Wohnmobil.
27.)
Hymer Eriba B 644, der Motor ist öl-nass, aus dem Getriebe tropft Öl, Rost überall, Zahnriemen hat ein Nachbar unter der Hand gewechselt, ja nääää ist klar!

Gefühlte 30 Fahrzeuge später: Strategiewechsel, Rentnerfahrzeuge :
58.)
Tolle Fotos, am Telefon meldet sich der Mieter, der im Haus des Rentnerpaar wohnt und das Fahrzeug im Auftrag verkauft, 16 Jahr alt aber keine 80.000 gelaufen, top Fotos. Angekommen zeigt sich, dass die Fotos mindestens 10 Jahr alt sind. Opa ist ein technisches Genie, anstelle einer Klappe für den 230V Anschluss hat das Fahrzeug 2, Opa zeigt mir seine Erfindung, er hat ein Loch in den Aufbau gesägt und einen herausziehbaren Küchenhandtuchhalter eingebaut, toll das Dingen und wie schön rostig es ist. Nachdem er mir noch seinen TV-Halter aus Sperrholz im mit Stichsäge erweiterten Schrank zeigte konnte ich nur noch meine Bewunderung zeigen, indem ich schweigend in mein Auto stieg und meine quietschenden Reifen ein Dankeschön pfiffen.
59.)
Hymer Eriba B 524, erst gar nicht ausgestiegen, eine traurige Erscheinung, nichts wie nach Hause
60.)
Hymer Eriba B 546, Opa hat die Markise vor das Carport gedonnert, die fehlenden Teile mit Klebeband ersetzt, ich machte auf den Schaden aufmerksam und er ranzt mich an: „Das habe ich repariert, das ist nicht kaputt!“. Kein Schloss der Staukästen schließt, mit der Bemerkung: „Sie haben ja keine Ahnung von Wohnmobile!“ verlagert er sein Gewicht auf den Krückstock und tritt mit dem entlasteten Bein vor den Griff und meint: „So geht das!“ Das bekannt Problem der Hymer Dachfensterhaube sind Risse an Halterung, diese hat er mit Stolz verkündet verbessert, mit Blechen aus einem alten Wäschetrockner und einer Heißklebepistole. Das Serviceheft hat Opa auch sorgfältig mit Kugelschreiber vervollständigt……… Flucht.

Ihr Lieben, ich frage mich, wo sind die Wohnmobilfahrer, die ich auf den Stellplätzen kennengelernt habe? Also die, die stolz auf ihr Fahrzeug sind und es mit Liebe behandeln? Bin ich kleinlich? Sind 30.000 Euro nicht genug?
Mein Mut ist nicht gebrochen, da draußen ist mein Traummobil und ich werde es finden! Bis dahin werden meine Frau und ich aber bestimmt noch viele Kilometer mehr zurücklegen und viel zu lachen haben.
Ich werde weiter berichten… :roll:

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Tinduck am 17 Mai 2017 21:50:15

Tja, die guten Fahrzeuge sind im Moment nach spätestens 3 Tagen raus aus Mobile.de, weil sie einer gekauft hat.
Was länger drin steht, ist überteuert oder aus verschiedensten Gründen (siehe Dein Beitrag) nicht kaufbar.

Allerdings sollte man auch sich selbst vorsichtig fragen, ob man unrealistische Ansprüche stellt. Flugrost am Fahrgestell z. B. ist mit einer niedrig vierstelligen Summe dauerhaft beseitigt, deswegen sollte man sein Traummobil nicht stehen lassen. Auch sonst lassen sich leicht verranzte Womos gut wieder herrichten, Hauptsache dicht und die Basis ist technisch noch OK, z. B. Scheckheft.

Bei den meisten Deiner Schilderungen braucht man allerdings nicht zu diskutieren, unkaufbar.

bis denn,

Uwe

teuchmc am 17 Mai 2017 22:32:58

Moin Brezel oder wie immer Dein Name ist! Willkommen in der aktuellen Wohnmobilwelt. Der Markt läßt solche Preise eben zu und es steht jeden Tag ein Dummer auf......Deswegen steht diese Preiskategorie jetzt sogar beim "Fähnchenhändler" in der örtlichen "Kiesplatzautomeile", obwohl die Kisten max.die Hälfte wert sind.
Vor ca.2 Jahren stand so was noch ab und zu beim seriösen Handel.Deswegen hab ich ja überhaupt seit ca.2,5 Jahren meins.
Schon damals war es relativ schwierig ein Mobil mit den geringsten Kompromissen zur Prioritätenliste in dieser Preisregion zu finden.........
Und Rentnerfahrzeuge sind schon lange nicht mehr das, was diese mal waren.Wartungsstau,überall irgendwelche Beschädigungen,alte Reifen(...das Profil ist doch fast neu...),verzerrtes Bild bei Preis und Wirklichkeit,etc..Unsere Erfahrung im Bereich PKW und Motorrad.Gilt mit Sicherheit nicht für alle.
Warum wollt Ihr was Anderes? Ihr habt Euer Mobil gekauft, selber gepimpt,fit gemacht und Ihr seit glücklich.
Genießt es und feddisch. Und sollte dann zufällig und wie aus heiterem Himmel Euer Traummobil vor die Füße fallen, dann könnt Ihr ja einfach zuschlagen..........oder auch nicht.
Sonnigen weiterhin. Uwe
Ps.Willkommen bei den positiv "Verstrahlten" 8) .

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xbmcg am 18 Mai 2017 10:32:41

Ich habe 2 Tipps für Dich:

1.) Besuch mal eine Wohnmobilmesse, schau Dir insbesondere die Fahrzeuge / Hersteller an und die dazu aufgerufenen Preise (nicht nur die Basis ab, sondern den Endpreis)

Damit weisst Du was Dein Traummobil neu gekostet hat / was Du investieren musst wenn Du einen bestimmten Hersteller im Auge hast.
Du siehst damit auch recht schnell, was man für 27 - 30k€ bekommt. Es gibt günstige Marken, wie Sunlight, Carado, Glücksmobil etc., die Neu um die 40k kosten,
die kann man mit viel Glück nach 5 Jahren um die 30k bekommen in einem guten Zustand. Modelle, die neu um die 60-70k kosten und für 27k angeboten werden,
müssen einfach irgend ein Problem haben. Entweder sind sie sehr alt und viel gefahren oder sie haben noch nicht behobene Schäden.

2.) fahr mal an einem längeren Wochenende zum Freistaat --> Link nach Sulzemoos (bei München). (oben die Neufahrzeuge,
hinten unten überdacht die Gebrauchten)

Dort gibt es eine riesen Auswahl an neuen und gebrauchten Wohnmobilen, wo Du Dir an einem einzigen Tag einen Gesamtüberblick verschaffen kannst,
was man so für Preise aufruft bei den verschiedenen Modellen. Die Fahrzeuge sind dort meist recht jung und in einem guten Zustand, sie werden auch vor
Ort aufbereitet, falls es größere Mängel gibt. Es gibt auch einen kleinen Campingshop mit einer Auswahl an Zubehör und einen kostenlosen Stellplatz
zum Übernachten, falls Du mit einem WoMo hinfährst. Vor Ort sind VIELE Händler, damit hast Du eine größere Auswahl, als z.B. im HYMER Center in Wertheim.
Aber auch das ist eine lohnenswerte Adresse, die haben auch verschiedene Marken im Programm und auch Gebrauchte in einem guten Zustand.

Nach den Fahrzeugmessen in Stuttgart oder Düsseldorf veranstalten die Händler Hausmessen, bei denen die Vorjahresmodelle / Ausstellungsfahrzeuge
günstiger hergehen, und für die Neufahrzeuge gibts die "Messerabatte" und auch Eigenmarken, wie das Glücksmobil. Kann sich lohnen. Auch werden oft
die Fahrzeuge der Mietflotte angeboten, die alle paar Jahre erneuert werden. Auch hier ist der Freistaat eine gute Adresse.

kartjule am 18 Mai 2017 12:17:38

Aus welcher Region kommst Du denn......Eventuell kann man dich ja bei deiner Suche unterstützen...

bernie8 am 18 Mai 2017 12:31:34

Hallo,

scheint ja wirklich schlimm im Moment.
Wir haben unseren vor 2 Jahren gekauft, da gab es in der vom TE genannten Preiskategorie
noch eine Menge gute Fahrzeuge.

xbmcg am 18 Mai 2017 12:45:31

Brezel hat geschrieben:Ihr Lieben, ich frage mich, wo sind die Wohnmobilfahrer, die ich auf den Stellplätzen kennengelernt habe? Also die, die stolz auf ihr Fahrzeug sind und es mit Liebe behandeln?
Bin ich kleinlich?
Sind 30.000 Euro nicht genug?


1.) Die Wohnmobilfahrer behalten und nutzen ihr Schätzchen und verkaufen es nicht für unter 30k€.
2.) kommt drauf an. Du schauts Dir alte Fahrzeuge an in der "gehobene Mittelklasse" für kleines Geld an: (Hymer, Dethleffs), das sind Bastelbuden, da musst Du schon was drauflegen für die guten.
3.) 30k€ sind genug, aber eben nicht für die Marken und den Wunschzustand (Zustand wie neu, Checkheftgepflegt, wenig gefahren).

Du kannst Dir einen für unter 30k kaufen und herrichten oder gleich mehr ausgeben, oder eine gut erhaltene Billigmarke suchen.
Du kannst doch nicht erwarten, dass Dir jemand ein WoMo, das 80-115k neu kostet, im gepflegten Zustand ohne Macken, checkheftgepflegt mit wenig km, für 30k überläßt, wenn er dafür noch 50-60k am Markt bekommt.

Gast am 18 Mai 2017 13:17:31

Ähnliches erlebten wir vor 2,5 Jahren auch. Nur suchten wir etwas um die 20´
Man was haben wir für einen Schrott angeboten bekommen.... Deine Erfahrungen kann ich nur bestätigen.
Einer wollte mir ein Mobil ohne Sprungrahmen, mit herausgebrochenen Schranktüren ( Kommentar: kann ein Schreiner für billiges Geld richten) bemalten Wänden (kann man sich ja nach eigenem Geschmack tapezieren) und auch sonst mistig und versifft, für 17.000.--€ verkaufen. Ein anderer wollte mir sein WoMo ohne Wartungstau, mit NUR 110.000km verkaufen...blos böd, dass schon bei der Probefahrt nach 10km die Kupplung rutsche (da war auch klar warum er nur kurz fahren wollte).

Gekauft habe ich übrigens bei dem Händler in Bad H und bin SEHR zufrieden. Ich habe mir unser Mobil damals angesehen und das SEHR genau !! Meine Frau hat die Liste gemacht dessen was ich gefunden habe, dann ging es in die Verhandlung.
Alles in allem, ich habe ein Mobil mit voller Gewährleistung bekommen, alles war in Ordnung und die Liste abgearbeitet.


Heute suche ich alle 2 Wochen das Mobile.de durch. Unser Mobil, damals 76.000km, Erste Hand, BJ 2000, was mich vor 2.5 Jahren alles in allem knapp 19.000 gekostet hat wird heute im Mobile um die 26.000 angeboten, meist mehr Kilometer, Zustand zweifelhaft.

Da müsste ich ja einen Nagel im Kopfe haben wenn ich unser Mobil, in sagen wir mal Zustand 2- ,ohne Wartungsstau abgeben würde.
Wasserpumpe neu, Zahnriemen und Rollen neu, Anlasser neu, Bremsen rundum vor 2,5 Jahren neu, Reifen erst 2,5 Jahre neu und nun 22.000km runter, alles hohlraumversiegelt und konserviert und und und......
Gerade jetzt steht unser Mobil wieder bei Zakowski in Niederzissen, bekommt frisches Öl, Filter, neuen Anlasser, Zusatzscheinwerfer und den jährlichen rundumcheck. Ok, ich habe es gut, da einer meiner Feuerwehrkameraden dort LKW Mechaniker ist und mein Mobil im Frühjahr und vorm Hauptjahresurlaub mitnimmt und durchguggt.

Die Idee nach einem größeren Mobil zu suchen wo ein breiteres Bett als unseres mit 136cm drin ist, habe ich inzw. aufgegeben.
Da ist bis über 35.000 nichts dabei wo ich einen Gedanken verschwenden würde einzuhandeln.

In dem Sinne, viel Erfolg bei der Suche.... Habt Geduld und schaut Euch das WoMo GUT an.
Vertrag mit Gewährleistung / Garantie und folgendem Wortlaut: Vor Übergabe ist das FZG zu warten, alles hat einwandfrei zu funktionieren, Dichtigkleit / Trockenheit wird zugesagt. Alter, oder Ersatz Zahnriemen wird bestätigt. Achtung, wenn der Zahnriemen gemacht wird, lasst die WaPu gleich mit machen, auch wenn Ihr die zahlen müsst !!


Pit

Reimobil am 18 Mai 2017 13:49:24

Wir standen Ende 2014 vor dem gleichen Problem. Wollten zunächst auch einen Gebrauchten in der Preisklasse bis 30.000 € kaufen, mussten dann aber erkennen, dass die angebotenen Wohnmobile in diesem Preissegment in der Regel 5-8 Jahre alt waren und ca. 80.000 km auf dem Buckel hatten. Womos der Oberklasse in diesem Preissegment sind noch sehr viel älter. Da man in diesem Alter schon mal mit der ein oder anderen, vielleicht auch teuren, Reparatur rechnen muss, entschieden wir uns letztendlich lieber dafür, 15.000 € drauf zu legen und dafür einen nagelneuen Carado zu kaufen, der aufgrund seiner umfassenden Ausstattung einen Listenpreis von knapp über 53.000 € hatte. Da es sich noch um ein Vorjahresmodell handelte, konnten wir ihn für 44.750 € erwerben. Dafür erhielten wir ein Womo mit 2 Jahren Garantie, 5 Jahren Dichtigkeitsgarantie und so ausgestattet, dass wir nichts nachrüsten mussten. Einzig die Umrüstung von Sommer- auf Ganzjahresreifen kostete mich nochmals 260 €, sodass die Aufwendungen insgesamt rund 45.000 € betrugen.

Jetzt 27 Monate nach der Zulassung und fast 25.000 gefahrenen Kilometer kann ich zufrieden feststellen, dass wir damals die richtige Entscheidung getroffen haben. Bis auf eine Kleinigkeit (Ersatz der undichten Heckklappe, wurde kostenlos auf Garantie ersetzt) fährt unser Womo beanstandungsfrei und die anfallenden Zinsen (250-300 € im Jahr)für die Finanzierung der Mehrkosten von 15.000 € (Unterschied zwischen ursprünglich vorgesehener Investition und Preis des angeschafften Mobils) lassen sich bei dem derzeitigen günstigen Zinsniveau leicht verkraften, vor allen Dingen wenn man betrachtet, dass inzwischen ein vergleichbar ausgestattetes Modell bei den Händlern mindestens 5.000 € mehr kostet. Eine Verteuerung der neuen Mobile führt natürlich gleichzeitig auch zu einer Verteuerung auf dem Gebrauchtwagenmarkt, was den Wert des eigenen Womos ja auch steigen lässt.

Deshalb meine Meinung: Lieber nach günstigen Neu- oder auch Jahreswagen suchen, als sein Geld für überteuerte Gebrauchtwagen auszugeben, bei denen man später vielleicht auch noch unliebsame Überraschungen erlebt.

Lorilon am 18 Mai 2017 14:19:02

Ich bin den selben Weg wie Reimobil gegangen und habe einen neuen Carado bestellt. Ein Argument möchte ich noch hinzufügen: Wenn ich den Wertverlust von Wohnmobilen von neu bis nach 10 Jahren zum Einen und zum Andren von einem gebrauchten 10-jährigen bis zum 20. Jahr überschlage, so ergibt sich ein recht geringer Unterschied. Wenn die Anfangsinvestition stemmbar ist halte ich bei den aktuellen Gebrauchtpreisen den Neuwagen für sinnvoller.

brina1510 am 18 Mai 2017 14:21:05

Wenn ich mir den Thread so durchlese, dann hatten wir entweder einfach wahnsinniges Glück, wir haben zu teuer gekauft oder wir erleben den Schrecken erst noch.....

Gut, unserer ist auch "schon" fünf und hat "schon" 50.000 km auf dem Buckel...und wir haben immerhin 39.000 Euro gezahlt....aber uns ist bisher eine solche Odyssee erspart geblieben....nur wenn ich mir anhöre, was andere erlebt haben, dann müssen wir wirklich (toi, toi, toi)
a) an einen seriösen Händler geraten sein und
b) verdammt schwein gehabt haben...

Wir wollten eigentlich einen neuen kaufen, eben weil wir beide nicht wirklich viel Ahnung von Autos, geschweige denn von Wohnmobilen haben....aber die waren alle außerhalb des Budgets....und wir haben immerhin mit 50.000 kalkuliert....und selbst wir haben uns echt schwer getan das zu finden, was wir uns vorgestellt haben....(Backofen, Solar, SAT und wenn möglich Dieselheizung)und dann lese ich so einen Thread und denke mir nur: "um Himmels Willen, ich glaube, wir haben einen Fehler gemacht, wir hätten den vielleicht nicht kaufen sollen"....

Vielleicht an deiner Stelle wirklich das Budget überdenken?! Oder auf ein wirklich gutes Angebot hoffen....(ne Bekannte von uns will ihren verkaufen, wirklich ein TOP gepflegtes Mobil, aber das sprengt auch den Preirahmen, ist allerdings tatsächlich ein typisches Rentnerauto) :-D

xbmcg am 18 Mai 2017 14:27:08

Ich würde die alten Mobile nicht unbedingt abtun, da ist aber halt auch viel Schrott dabei.

Man könnte sich z.B. ein trockenes altes Schätzchen schießen und es für schmale Kasse sanieren.
Solange es Ersatzteile für die Basis gibt, ist das durchaus machbar.

Um die Elektrik auf den neuesten Stand zu bringen, muss man so 1-2k rechnen, den Motor kann
man überholen lassen, es gibt aufbereitete Getriebe und so viel Elektronik war früher auch nicht verbaut.

Es gibt ja auch viele Oldtimerfahrer und Selbstausbauer, die zeigen, dass es geht. Man braucht dann halt Zeit,
Platz und Lust auf schmutzige Hände. Das kann am Ende günstiger sein, als ein vermeintlich besser erhaltenes
für mehr Geld, was dann auch einen Motor- oder Getriebeschaden bekommt. Und wenn man möglichst viel
selbst Hand angelegt hat, dann kennt man sein Fahrzeug und erlebt weniger Überraschungen beim Reisen /
kann es notfalls auch wieder selbst reparieren.

Für jeden Zustand gibt es Käufer und der Markt regelt den Preis. Die Frage ist ja auch, wie der Nutzunshorizont
aussieht. Will ich so was mal ausprobieren und 4-5 Jahre sporadisch nutzen (bis es auseinanderfällt) oder kaufe
ich was für 10-20 Jahre - z.B. für die RentnerReiseZeit und fürs Überwintern im Süden.

Man muss sich halt fragen, wie viele Wochen kann ich ein WoMo für das Geld (30.000) mieten und wieviel Urlaub
will ich damit verbringen. Bei Mietfahrzeugen hat man meist aktuelle und gepflegte Modelle und kann verschiedene
nach Lust und Kasse ausprobieren. Kann sich rechnen.

reisemobil.online.cx am 18 Mai 2017 14:37:50

Brezel hat geschrieben:Strategiewechsel, Rentnerfahrzeuge

brina1510 hat geschrieben:... ist allerdings tatsächlich ein typisches Rentnerauto) :-D

Mich würde mal interessieren was die sogenannten "Rentnerautos" so auszeichnet und attraktiv macht?

Wir sind inzwischen Rentner, fahren wesentlich mehr mit dem Mobil und zu allen Jahreszeiten. Außerdem sehr oft noch mit 1-2 unserer 3 Enkelkinder. Benutzen Dusche, Toilette und kochen im Mobil. Man kann und will ja als Rentner nicht jeden Tag auswärts Essen gehen.

Würde also mal behaupten, das Fahrzeug wird wesentlich mehr beansprucht, als vorher in der Urlaubszeit. Ende nächster Woche geht es mit der 5 jährigen Enkelin mal wieder für 1Woche in das SüdseeCamp.

Gruß Michael

schaetzelein am 18 Mai 2017 14:39:31

wir haben 2 Jahre lang das Netz und Händler im Umkreis von 150km durchsucht und mind. 100 Wohnmobile persönlich besichtigt, bis per Zufall eins uns angesprungen hat :D
Dafür sind wir sogar über 600 km nach Dresden gefahren und haben es uns geholt. Das Womo war zu 99% nach unseren Vorstellungen und nun nach 8 Jahren sind wir immer noch voll zufrieden. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat uns unser Schätzchen noch nie im Stich gelassen. Es war damals 2009 schon 7 Jahre alt und hatte 48000 km und der Preis war unter 30tsd.

Also Geduld ist angesagt und nicht aufgeben !!!! Irgendwo steht euer Traummobil.

silverdawn am 18 Mai 2017 14:56:19

Brezel hat geschrieben:
wir wollten uns verbessern und suchen nun ein Wohnmobil zwischen 27.000 und 30.000 Euro.



Schau nach um die 35.000 und leg deine 27.000 oder 30.000 auf den Tisch, oder mach ein Angebot und übergebe deine Visitenkarte, meistens klingelt nach einer Woche das Telefon und du kannst ihn abholen ! :)

Gruß
Harald

Olaf54 am 18 Mai 2017 18:16:43

Ich bin mit 20.000 Euronen im Januar los gegangen und bin dann nach 5 Monaten bei 40.000 Euronen gewesen.
Jetzt beim Händler in Braunschweig einen Vollintegrierten Frankia für 31.000 Euronen gesehen und weil viel Platz und meiner Frau das Womo gefiel, gekauft.
Bj. 2004, 2,8 Liter Dukato, 128 PS, 77.000 km, Doppelter Boden, Solaranlage, Flachbildschirm mit automatischer Sat-Anlage, Rückfahrkamera,
2 Toilettenkästen, 4 Meter Markise, 2er Fahrradträger, Radio, grüne Plakette, TÜV und Feuchtigkeitsmessung neu - 1 Jahr Garantie.
Hab mich beim Werkstattmeister bei Frankia schlau gefragt.
Steht schon ein halbes Jahr draußen im Regen und ist innen trocken und riecht nicht.
Wir sind zu zweit mit englischer Bulldogge.
Gewöhnungsbedürftig ist, dass man auf der Beifahrerseite vorne keine Tür hat.
Mal sehen, man kann Pech haben oder es passt.
Haben ja 1 Jahr Garantie, da wird man wohl schon einige Mängel feststellen können.
Eine Garage in einer Halle habe ich hier auch schon gefunden.

Viele liebe Grüße vom Rande des Harzes und aus Vienenburg.

Olaf

Julia10 am 18 Mai 2017 18:23:35

Brezel hat geschrieben:Was bekommt man für 27 000 bis 30 000 Euro?


Meine Kontonummer und die kostenlos :D :D :D

Konnte ich mir gerade nicht verkneifen :D :D :D

Aber wie Ihr schon geschrieben habt, der Gebrauchtmarkt für Wohnmobile ist in dieser Preislage recht dünn.

Viel Erfolg bei der Suche

Julia

HeikeD am 18 Mai 2017 18:30:54

Wir haben vor 3 Jahren angefangen zu suchen. Unser Budget war begrenzt < 20.000 € und da war die Auswahl auch nicht besonders groß. Allerdings haben wir auch keine großen Ansprüche....

Wir sind vom Ruhrgebiet nach Magdeburg gefahren, angeschaut, Probe gefahren, gekauft. Der Verkäufer war ein Autohändler, der das Wohnmobil beim Autoverkauf in Zahlung genommen hatte. Der konnte uns nicht mal sagen wie alles funktioniert... aber wir sind trotzdem nicht reingefallen.

Das Fahrzeug ist von 2003 und als Neufahrzeug schon aus dem eher niedrigeren Preissegment... ABER es ist trocken (bis auf zwei undichte Fenster die wir haben abdichten lassen alles top - hier in der Werkstatt behoben und bezahlt vom Verkäufer unter Gewährleistung), erst 105.000 km als wir es kauften und es hatte GENAU die Aufteilung die wir haben wollten.
Die Inneneinrichtung ist nicht top modern, eher so Gelsenkirchener Barock :D aber zweckmäßig. Einen größeren Kühlschrank würden wir uns wünschen und ein etwas größeres Bad. Deshalb wird das nächste WoMo wohl auch nen halben Meter länger :)

Für das erste WoMo zum losfahren, testen und viele schöne Urlaube, reicht es uns.

In Bad H waren wir auch...haha.. die Lachnummer, ich habe Fahrzeuge gesehen, die hätte nicht mal der Schrotti an der Ecke mit genommen. Der Laden war uns suspekt - ohne je vorher davon gehört zu haben. Wir würden dort rein gefühlsmäßig nicht kaufen.

Vielleicht schaust du im Herbst mal bei den Wohnmobilvermietungen, die verkaufen oft für einen guten Kurs die Mietmobile. Meine Kollegin hat sich da ihren 3 Jahre alten Pössl vor ein paar Wochen gekauft, hatte das Fahrzeug schon vorher gemietet gehabt und war sich auch beim Verkäufer sicher.

Viel Erfolg weiterhin bei der Suche!

Rockerbox am 18 Mai 2017 19:19:16

Wir waren vor zwei Jahren "einfach mal gucken" ..... wobei das "mal gucken" bei uns immer gefährlich ist, so hatten wir auch den Fiat 500 C für meine Frau gekauft ..... :mrgreen:

Also an einem Wochenende mal losgefahren, 3 Adressen im Gepäck, Budget war soweit abgesteckt, aber flexibel. Ein Kauf war zwar theoretisch möglich, aber nicht wirklich beabsichtigt.

Das erste Mobil beim Händler, "grad nicht da, läuft in der Vermietung". Konnten uns baugleiche ansehen, aber das Kaufobjekt eben nicht. Aussagen wie "größere Mängel aus dem Vermietbetrieb werden natürlich behoben" (was ist größer, was ist kleiner) ließen uns das Gespräch bald beenden.

Darauf zur zweiten Adresse gefahren. Ein älteres Ehepaar, noch keine Rentner, das Mobil absolut top, alle Unterlagen vorhanden und stimmig und vor allem hat es einfach zwischenmenschlich gepasst. Nach relativ kurzer Zeit Kaufvertrag gemacht, Anzahlung dagelassen und Mobil nach 2 Wochen abgeholt. Wir sind bis heute mit dem Paar befreundet und haben den Kauf keine Minute bereut.
Es gibt sie also doch noch, die Schnäppchen, bei denen eben alles passt, das Mobil, der Preis, die Menschen.
Wachsen wahrscheinlich nicht auf den Bäumen und man muss eine Portion Glück haben. Aber nichts ist unmöglich.
Gleichwohl stimmt auch die Tatsache, dass einem so manche Leiche angeboten wird wie Sauerbier und das in Zuständen, wo ich mich schämen würde, jemanden in das Innere des Mobils zu lassen .....

korikorakorinthe am 18 Mai 2017 22:42:49

Rockerbox hat geschrieben:Es gibt sie also doch noch, die Schnäppchen, bei denen eben alles passt, das Mobil, der Preis, die Menschen.
Wachsen wahrscheinlich nicht auf den Bäumen und man muss eine Portion Glück haben. Aber nichts ist unmöglich.


Trotz der momentan extrem hohen Preise stimmt das absolut.

Aber man muss warten können und dann SEHR schnell und bereit sein, auch sofort eine weite Strecke zu fahren.

Ich hatte 2014 mein Womo "als Schnäppchen" per Dauer-Suchauftrag (Typ, Baujahr, Preisspanne selektiert) bei mobile gesucht.
Nach einigen Wochen war dann an einem Freitag abend um 17 h ein solches "Schnäppchen" bei mobile eingestellt. Ich habe nur 15 min. später angerufen, da hatten sich schon für Samstag 3 Interessenten angemeldet, mir wurde mitgeteilt, ich solle am Montag nochmal anrufen.
Ich habe dann gefragt, was denn wäre wenn ich am Samstag noch vor den anderen Interessenten käme.
Zu meinem Glück hat mir der Händler nach kurzer Überlegung mitgeteilt, dass das Womo an den verkauft wird der es zuerst will und dass ich auch am Samstag kommen könne.
Ich stand dann also Samstags früh (nach hunderten Kilometern Fahrt) zur Ladenöffnung beim Händler auf der Matte, habe sofort eine Probefahrt gemacht und nach weiteren 30 min. Untersuchung und Bedenkzeit das Womo gekauft.
Ein weiterer Interessent, der vor mir angerufen hatte, kam dann auch gerade als ich den KV unterschrieb und hat sich furchtbar aufgeregt, dass er einen weiten Weg umsonst gefahren war.

Seitdem (seit 2014) habe ich den gleichen Suchauftrag interessehalber immernoch bei mobile laufen und ich kann feststellen, dass so ca. 1 Mobil pro Jahr (von ca. 10 insgesamt die genau von diesen Typ angeboten werden) als echtes "Schnäppchen" bezeichnet werden kann. Die waren dann auch nach max. 2 Tagen wieder raus aus mobile während die anderen teilweise wochenlang drinstehen. Aber auch diese anderen mit teils absurden Preisen waren dann auch irgendwann weg (also verkauft).

Viel Erfolg bei der "Schnäppchensuche" !
Gruß
Stefan

Knutliner am 19 Mai 2017 06:06:50

Rockerbox hat geschrieben:"einfach mal gucken" ..... wobei das "mal gucken" bei uns immer gefährlich ist,


oh ja das kenne ich auch sehr gut :razz: :razz:

Olaf54 am 19 Mai 2017 08:24:48

Ich bin gerne Camper, schon 1970 mit Mofa und Hundebutze und danach Motorrad und Faltzelt, Wohnwagen und nun Womo.
Campen ist eine schöne Sache, für den, der es mag.
Ich kenne auch Leute, auch aus meiner Familie, die würden nie Campen und finden es ekelig und unter ihrer Würde,
im Womo oder Wowa Urlaub zu machen.

Womo müßte man eigentlich im Herbst kaufen, wenn sie zurück kommen und weil sich viele Camper im Frühjahr ein "Neues" kaufen möchten.

Ich könnte neu kaufen.
Für mich ist aber gebraucht die beste Option, weil meistens schon das ganze Zubehör durch den Vorbesitzer angeschafft ist und der Wertverlust nicht so hoch ist.
Außerdem habe ich weniger Bedenken, ein Loch in ein älteres Womo zu bohren, als in ein "Neues".

Nun möchte ich etwas ansprechen, was nur meine eigene Meinung ist und mit der ich niemanden verletzen oder beleidigen möchte,
eben nur meine Erfahrung.
Ich wünsche jedem, der ein Womo sucht und nicht viel Geld hat, alles Gute und viel Glück bei seiner Suche.
Nur, wenn man etwas einigermaßen "Vernünftiges" und Zuverlässiges (hab ja auch die Verantwortung für meine Familie) haben möchte,
und nicht ständig irgend etwas reparieren möchte,
muß man schon etwas Geld investieren, muß man eben etwas länger sparen.

Bei dem Beitrag: Suche Womo für 10.000 Euronen, wer kann helfen, muß ich mit dem Kopf schütteln.

Tut mir leid, kann zwar den Wunsch nach vollziehen.....................

Gruß Olaf

thomas56 am 19 Mai 2017 09:13:50

Olaf54 hat geschrieben:Bei dem Beitrag: Suche Womo für 10.000 Euronen, wer kann helfen, muß ich mit dem Kopf schütteln.

Tut mir leid, kann zwar den Wunsch nach vollziehen.....................


wenn nicht mehr Geld da ist, kann man eben nicht mehr ausgeben. Zum Kopf schütteln finde ich da nichts.

Ein Freund hat gerade seinen 26 jährigen Bawemo für 15000 verkauft, die 15000 wird er in 10 Jahren auch noch wert sein und mehr hat er vor 9 Jahren auch nicht bezahlt!
Das ist nur möglich, weil alle unterschiedliche Prioritäten haben und mehr Leuten das Baujahr wichtiger als die Qualität ist.

Tilly1963 am 19 Mai 2017 09:41:08

wir haben unseren Niesmann für 8500 Euro gekauft, 5 wunderbare Jahre damit traumhafte Urlaube gemacht, und dann für 8000 Euro weiter verkauft. Ich muss allerdings sagen, das ich doch etwas Arbeit da rein gesteckt habe. Technisch war der iO, aber optisch haben wir das Ein oder Andere gemacht. Es kommt immer darauf an, zu was man selbst bereit ist.

Gruß Karsten

thomas56 am 19 Mai 2017 09:47:23

das ist aber glaub ich jedem bewusst, dass man in ein altes Auto investieren muss. In den Bawemo ist auch einiges an Geld und Schweiss geflossen. --> Link

klink_bks am 19 Mai 2017 09:51:20

Tilly1963 hat geschrieben:......... Ich muss allerdings sagen, das ich doch etwas Arbeit da rein gesteckt habe. Technisch war der iO, aber optisch haben wir das Ein oder Andere gemacht. Es kommt immer darauf an, zu was man selbst bereit ist.

Gruß Karsten


:) Hallo Karsten ! :)

Das ist sicherlich richtig, aber letztendlich gehoert wie immer im Leben, auch etwas oder auch etwas mehr Glueck dazu,
weil logischerweise die Wahrscheinlichkeit einer (evtl. auch hochpreisisgen) Reparatur mit steigendem Alter zunimmt.
Hat man keine Defekte, Glueck gehabt, geht aber was richtig teures kaputt, dreht sich das Bild.

Ich selbst habe aber mit Ausnahme meines jetzigen Carados auch immer gerbauchte Wohnmobile gehabt,
teilweise 25 Jahre alt, aber nie Schaeden ueber 500 Euro gehabt. Aber wie gesagt, das kann auch anders ausgehen.

Gruss von der schpenen Mittelmosel
und allzeit unfall- und pannenfreie Fahrt

Achim

xbmcg am 19 Mai 2017 10:13:42

reisemobil.online.cx hat geschrieben:Mich würde mal interessieren was die sogenannten "Rentnerautos" so auszeichnet und attraktiv macht?


Rentnerauto:
Fahrzeuge mit 2 Betten, meist doppelter Boden und Wintertauglich. Werden länger bewohnt und sind meist höherwertige Modelle,
meist Vollausstattung: Kuhlschrank mit extra Tiefkühlfach, Backröhre, größeres Bad, häufig getrennte Längs-Betten, oft Vollintegrierte,
SAT / Solar, Ganzjahreszulassung...

Autos von Berufstätigen
Oft Alkoven Fahrzeuge oder mit Hubbett, meist nur Sommerfahrzeuge, geringe Nutzung, wenig km, oft nicht Winterfest / Saisonkennzeichen,
Meist Budget-Marken Carado, Sunlight, Roller,... Meist günsige Innenausstattung, kein Backofen, Kuhlschrank mit integriertem Kühlfach,
meist kein Backofen, oft Vorzelt dabei, großer Fahrradträger am Heck, einfachere SAT-Anlage, oft auch ganz ohne. 4-6 Betten

Jungvolk
Eher der Kastenwagen, spartanisch eingerichtet, VW Bus... Träger für Surfbretter auf dem Dach, oft auch runtergerockte alte KaWa, alte WoMos.
Meist für 2 Personen, aber gerne auch durch 3 oder 4 bewohnt ;-)

Tilly1963 am 19 Mai 2017 10:14:47

Hallo Achim,
ja, das stimmt. Der grösste Schaden, den wir hatten, war ein verloren gegangenes Wuchtgewicht der Antriebswelle. Finanziell alles im Rahmen.
Es ist aber richtig, das der Womo Gebrauchtmarkt aktuell absolut überhitzt ist, und man wirklich Glück haben muss, ein vernünftiges Fahrzeug zu einem angemessenen Preis zu bekommen. ( das war vor ein paar Jahren noch komplett anders ) Als Anfänger ohne jede Erfahrung und ohne die Möglichkeit, auf einen erfahrenen Berater zurück greifen zu können, ein nahezu chancenloses Unterfangen. Da würde ich mir ernsthaft überlegen, in den sauren Apfel zu beissen, und ein neues Fahrzeug zu kaufen.

Gruß Karsten

xbmcg am 19 Mai 2017 10:22:53

Die Preise für Neufahrzeuge sind auch jenseits von Gut und Böse...
Deswegen sind die Gebrauchten ja so wertvoll geworden.

reisemobil.online.cx am 19 Mai 2017 10:26:08

Tilly1963 hat geschrieben:
Es ist aber richtig, das der Womo Gebrauchtmarkt aktuell absolut überhitzt ist, und man wirklich Glück haben muss, ein vernünftiges Fahrzeug zu einem angemessenen Preis zu bekommen. ( das war vor ein paar Jahren noch komplett anders )

Völlig RICHTIG! Kann ich von 2 Bekannten unabhängig bestätigen. Selbst Mietfahrzeuge sind schon reserviert und bestimmte Neufahrzeuge dieses Jahr nicht mehr lieferbar. Da kommt sicher bei einigen Gebrauchtwagen Händlern Goldgräber Stimmung auf und es wird alles verhöckert was noch fahrbereit ist.

Gruß Michael

thomas56 am 19 Mai 2017 10:30:08

reisemobil.online.cx hat geschrieben:Da kommt sicher bei einigen Gebrauchtwagen Händlern Goldgräber Stimmung auf und es wird alles verhöckert was noch fahrbereit ist.



Das hatten wir 1989 schon mal.....nur mit PKW`s! :D

avm75 am 19 Mai 2017 11:06:02

thomas56 hat geschrieben:Ein Freund hat gerade seinen 26 jährigen Bawemo für 15000 verkauft, die 15000 wird er in 10 Jahren auch noch wert sein und mehr hat er vor 9 Jahren auch nicht bezahlt!
Das ist nur möglich, weil alle unterschiedliche Prioritäten haben und mehr Leuten das Baujahr wichtiger als die Qualität ist.


Stimmt, zudem scheint die Erwartungshaltung potentieller Käufer zunehmend zu verrutschen. Irgendwie stelle ich immer wieder fest, dass man wohl, und da nehme ich mich selbst gar nicht raus, immer den Neupreis außer Acht lässt. Irgendwie erwartet man in der Preisklasse ein, innen wie außen, beinahe neuwertiges Fahrzeug mit reichlich hochwertiger Nachrüst-Zusatzausstattung, wenig Kilometern, grüner Plakette und jungem Baujahr.

Unser Hymer, Bj. 2007, Erstzulassung 2008, mit knapp unter 100.000 km, 3.0l Multijet und in einwandfreiem Zustand sollte letztes Jahr 42.999,- kosten. Gekauft haben wir für 38.000,- EUR. Angesichts der aktuellen Marktsituation und der Ausstattung halte ich das tatsächlich für ein Schnäppchen. Unser Budget war eigentlich auch niedriger, nach erfolgreicher Verhandlung haben wir es eben gleich bei der ersten Besichtigung hoch gesetzt.
Einwandfreier Zustand ist aber eben auch relativ: Die Aufbaubatterie hat recht schnell die Grätsche gemacht, die Scharniere der Klappe am Gaskasten waren total verrostet, an der Markise fehlte eine Endkappe und die Winterabdeckungen vom Kühlschrank fehlten auch irgendwie. Hat mich alles nicht gestört, die Batterie wäre eh rausgeflogen, der Rest ist Kleinkram und für mich tolerierbar.
So wie sich der Gebrauchtmarkt momentan zeigt, bin ich überzeugt, dass ich das Fahrzeug heute für deutlich mehr Geld anbieten könnte und auch loswerden würde, erst recht nach den Investitionen, die wir getätigt haben.
Die Nachfrage reguliert den Markt und bestimmt den Preis... War schon immer so.

2013 hatte ich unseren NiBi Clou Trend 570E von 1992 für 11.000,- gekauft. Ein bisschen was haben wir danach noch investiert, insgesamt aber <1.000,- EUR. Dazu ein wenig Instandhaltung und Verschleiß, aber auch nicht der Rede wert. Der Vorbesitzer hatte ihn wenige Monate zuvor für über 18.000,- gekauft.
2016 habe ich das Fahrzeug wieder verkauft, für 13.300,- EUR, innerhalb von 24 Std.! Es gab so viele Interessenten und Andrang, dass ich sogar davon ausgehe, dass ich einen höheren Verkaufspreis hätte erzielen können.

Irgendwann wird's wieder ruhiger, dann stimmen die Preise auch wieder. Aktuell hilft nur Geduld, vielleicht ein wenig Abstriche machen beim Anspruch und zu guter Letzt das zahlen, was einem das jeweilige Fahrzeug wert ist, denke ich.

schnecke0815 am 19 Mai 2017 12:08:19

avm75 hat geschrieben:......dann stimmen die Preise auch wieder.


Das kommt auf die jeweilige Seite des Schreibtisches an, als Verkäufer darf es gern ein bißchen mehr sein.

Mal im Ernst - wenn ich ein neues Wohnmobil für 200.000 € kaufe, dieses nach 15 Jahren für 50.000 € verkaufe hat mich der Spaß pro Jahr mal eben 10.000 € gekostet.
Dafür kann man viele Sterne im Urlaub buchen, sogar mit Kindern.

Porsche Fahrzeuge haben in der Regel einen geringen Wertverlust (evtl. sogar Zuwachs), warum darf und soll das bei Wohnmobilen, zumindest den gepflegten, nicht auch so sein.

Tilly1963 am 19 Mai 2017 13:51:09

ich glaube nicht, das sich der Trend zum Wohnmobil, und somit auch die Preise, in den nächsten Jahren wieder abflacht. Die aktuelle weltpolitische Situation, und somit auch die Reisemöglichkeiten werden sich in naher Zukunft nicht wieder grundlegend ändern. Dieser Tendenz trägt mittlerweile die Campingindustrie Rechnung, und bietet einen sehr viel komfortableren Urlaub an, als noch vor ein paar Jahren. Die Campingplätze, grade in ausgesprochenen Urlaubsregionen lassen auch kaum noch Wünsche offen, und bieten oftmals Standarts wie im Pauschalurlaub.
Ob man das mag, oder nicht, sei dahingestellt.
Gruß Karsten

kleim am 19 Mai 2017 17:42:02

Oooh Weh,
aber es beruhigt mich das ich doch nicht der Einzige bin der an den Preisen und der Situation auf dem Markt fast schon verzweifelt ist.

Wir haben uns zwar jetzt gerettet, indem wir einen der Discounter gekauft haben, aber der Markt ist in der Tat so überheizt, das es mir hinten rechts einfach nur wehtut.

Gute Fahrt!

xbmcg am 19 Mai 2017 18:11:43

Die Campingplätze sind nicht gerade das Beuteschema der WoMo Fahrer, eher der Caravaner und (Dauer-)Camper.
Je comfortabler die werden, um so teuere und unattraktiver werden sie für den WoMo Fahrer.

Wir haben ja alles an Bord, wir brauchen nur eine billige Bleibe + V&E.

WoMos sind eher "Reisemobile" und nicht "Steh-Fahrzeuge".

thomas56 am 19 Mai 2017 18:28:05

schnecke0815 hat geschrieben:dieses nach 15 Jahren für 50.000 € verkaufe hat mich der Spaß pro Jahr mal eben 10.000 € gekostet.
Dafür kann man viele Sterne im Urlaub buchen, sogar mit Kindern.


im Riu Palace auf Fuerte zahle ich mit 2 Kindern für 3 Wochen 11.880,-€. Und dann bleiben noch 49 Wochen mit Wochenenden vom Jahr übrig!

avm75 am 19 Mai 2017 19:06:59

schnecke0815 hat geschrieben:Porsche Fahrzeuge haben in der Regel einen geringen Wertverlust (evtl. sogar Zuwachs), warum darf und soll das bei Wohnmobilen, zumindest den gepflegten, nicht auch so sein.


Bernd, da bin ich ganz Deiner Meinung. Was ich meinte, ist dass die Fahrzeuge, welche heute mit vollkommen überzogenen Preisen auf dem Markt sind, irgendwann wieder zu normalen und gerechtfertigten Preisen zu finden sein werden.

xbmcg hat geschrieben:Die Campingplätze sind nicht gerade das Beuteschema der WoMo Fahrer, ....
WoMos sind eher "Reisemobile" und nicht "Steh-Fahrzeuge".


Och, wir stehen durchaus auch gerne mal 1 Woche auf einem schönen Campingplatz...
Nicht immer, aber immer mal wieder.

Olaf54 am 19 Mai 2017 20:53:11

Mit den 10.000 Euronen war das Rentnermobil gemeint.
Früher, mittem alten Bully für 3600 DM gings ja auch.
Da war egal, ob es irgendwo durch tropfte.
Da wurde schon mal Schnellbeton in den Holm gegossen und der Prüfer merkte nicht, dass der Holm schon arg angerostet war.

Bis vor kurzem, hatte ich noch einen großen Bauernhof mit viel Werkzeug und Kollegen,
die, jeder für sich, Ahnung hatten und wo wir tagelang geschraubt haben, bis es passte.

Nun jetzt als Rentner in einer 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt, habe ich keine Werkstatt und kein Werkzeug zum Schrauben mehr
und kenne auch keinen, außer der teuren Fachwerkstatt, der mir einen Schaden richten könnte.
Deshalb meinte ich, muß nun das Womo mängelfrei sein und einwandfrei laufen (und das erhöht den Preis).

Olaf54 am 19 Mai 2017 21:10:12

Was mir noch zu den Preisen einfällt:
Habe gelesen, dass 2016 insgesamt 49.000 Womos in Deutschland verkauft wurden.
Also, die Nachfrage steigt stetig.
Auch viele meiner Motorradfreunde haben ein Womo.
Ist ja nicht nur zum Campen gut, bei Hochzeiten oder z.B. neulich beim Fischereihafenrennen in Hamburg ist das Womo gut zum Übernachten geeignet.

Gebrauchte gibt es nicht viele bei den Händlern.
Ich war neulich in Celle, da ging es beim günstigsten Womo bei ca. 50.000 Euro los.
Auch die Verkäufer jonglieren da so einfach und wie selbstverständlich mit Preisen von 60.000 oder 70.000 oder mehr Euronen rum,
als wenn man das einfach so aus der Portokasse bezahlt.

Aber, irgendwie ist das Geld auch nichts mehr wert.
Der VW-Bulli vom Nachbarn in der Grundausstattung, weiß nicht genau, T4 oder T5 oder T6 (hab da keine Ahnung),
hat 54.000 Euro gekostet und ist nur ein normaler Pkw mit 7 Sitzen.
Auf der anderen Seite möchte man ein gut erhaltenes und gut ausgestattetes Womo für 27.000,- haben.

Brezel am 19 Mai 2017 22:41:46

Zwischenbericht: Heute haben wir ein Hymer B584 angeschaut, lückenloses Servicesheft, sehr gepflegt, der Preis liegt unter dem, was man derzeit auf dem Markt verlangt, nichts verbastelt. Kleinere Schäden wie ein geflickter Außenspiegel, aber der Zustand ist besser als das, was wir bisher gesehen haben.
Wir schlafen eine Nacht und morgen früh schlagen wir zu oder suchen weiter!

Brezel am 20 Mai 2017 21:37:45

So, eine Nacht geschlafen, die einzige Makel sind der defekte Aussenspiegel (gerade bestellt für 70,- Euro) und eine defekte Stauklappenhalterung. Als wir uns heute das Fahrzeug angeschaut haben, fanden wir eine Kiste voll mit Ersatzteilen, darunter 2 Stauklappenhalterungen. Der Vorbesitzer hat das Fahrzeug geliebt und mit der selben Liebe instandgehalten, er ist verstorben und seine Frau hat das Fahrzeug verkauft, wir werden es in Ehren halten.
Die Odyssee hat ein Ende.

skytwo am 20 Mai 2017 22:11:46

Glückwunsch und viel Spaß damit.
LG Bernd

avm75 am 20 Mai 2017 23:13:18

Glückwunsch, allzeit gute Fahrt und viel Spaß mit dem Wohnmobil.
Schön, dass ihr doch noch fündig geworden seid.

Brezel am 21 Mai 2017 10:09:27

Vielen Dank an alle für die Beiträge! :razz:

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