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Hallo Zusammen, wir sind neulinge und wollen unser erstes Wohnmobil kaufen, hier ist die Wahl auf Chartago eline I 50 gefallen. Jetzt unsere Fragen macht es Sinn auf einen liner (3 Achser) zu gehen, bringt das ausser erhöhter Nutzlast auch Vorteile im Fahrverhalten und durch den kürzeren Radstand besseres rangieren? Eigentlich schwebt uns der eline I 50 (2 Achser) aufgelastet auf 4,8t vor, hier muss dann allerdings die Luftfederung an der Hinterachse mitbestellt werden. Hat jemand erfahrung mit solchen Fahrzeugen, bzw. hat die Luftfederung oder der 3 Achser mehr Vorteile? Wir würden uns sehr über Eure Ratschläge freuen, vielen Dank und schöne Grüße Walter Hallo Walter, ich kann nur zum Thema 3-Achser mitreden, aber keine Vergleich zum 4,8-Tonner auf Einzelachse ziehen. Wir fahren aktuell einen 5,5 Tonner mit ALKO-Tandem. Die Fahrzeuge davor waren alles 3,85 - Tonner mit Alko - Einzelachse, auf dem alten 230er & 244er Ducato. Aber wenn ich dazu einen Vergleich ziehe, ist der Tandemachser um Welten ruhiger zu fahren und viel weniger empfindlich gegen Seitenwind. Länge läuft halt... Zum Thema 4,2 oder 4,5 Tonnen auf ALKO-Einzelachse kann ich nur Info´s aus zweiter Hand beitragen. In manchen Fällen sind die Fahrwerke, je nach Sonderausstattungsumfang und eigenem Ladeverhalten, ziemlich an der Grenze. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat mit einem e-line 50 die leidvolle Erfahrung gemacht, daß bei 4,5 Tonnen erst eine Luftfeder hinten notwendig war, dann kam die Luftfeder vorne, weil selbst die verstärkten Federbeine an der Grenze waren. Allerdings bei sehr guter Ausstattung und vollem Wassertank, inclusive hydraulischer Hubstützen und allem "Gepöngels". Der Wendekreis unseres 8,5 m langen Mobils ist genau so gut wie beim alten Ducato mit Einzelachse (7,20 m lang). Rangieren ist kein Problem, bei engen Wendemanövern hört man mal die hintersten Reifen etwas quietschen, aber das ist nun mal Bauartbedingt so. Wie sind bestens zufrieden. Als Neuling direkt mit dieser Klasse einzusteigen ist schon ein Wort, ich drücke die Daumen, daß Ihr das richtige Fahrzeug für Euch findet. Grüße, Ralf Ach so, was ich noch vergesssen habe. Bitte bedenke auch, daß ein Fahrzeug mit zwei Achsen nur vier Scheibenbremsen hat, um 4,5-4,8 Tonnen abzufangen. Der Dreiachser hat sechs Scheibenbremsen für max. 5,5 Tonnen. Grüße, Ralf Hallo Ralf, danke für die schnellen und hilfreichen Antworten, das mit dem Bremsen hatte ich nicht auf dem Schirm, das ist sicher ein Argument. Wir haben schon ein paar Modelle gemietet und sind dann eben auf die Größe gekommen, ist sportlich ich weiß. Gibt es Nachteile bei der Traktion durch die Achslastverteilung beim 3 Achser? Hallo Walter, bisher kann ich von Traktionsproblemen nichts berichten. Wir sind allerdings keine "Bergziegen", sondern machen bevorzugt das norddeutsche Flachland unsicher. Winterfahrt haben wir auch schon getestet, allerdings ohne viel Schnee. Und einen Anhänger haben wir auch nicht. Aber unter normalen Bedingungen, d. h. ohne extreme Bergfahrt, evtl. mit Auto auf einem Anhänger, würde ich hier nichts erwarten. Wenn ich mir so meine Vorderachse ansehe, ist da genug Druck drauf. Selbst ein Roller in der Garage sollte da kein Problem erzeugen. Und insgesamt ist die Gewichtsverteilung beim Tandemachser günstiger, da die Garage ja meinstens doch recht voll wird :D . Wenn da die Last auf einer einzelnen Achse liegt, müssen Reifen und Federn mehr aushalten. Die Tanks sind ja bei diesen Fahrzeugen in der Regel auch über oder nahe an der Hinterachse. Bei unserem 200 Liter tank kommt da was zusammen. Zum Thema "integriertes Wohnmobil" kann man noch über den Sinn des Hubbetts reden, wenn es Einzelbetten hinten gibt. Wenn ihr keine "getrennt Schläfer" seid und keine Enkel unterbringen wollt, habt Ihr mal über Stauschränke statt Hubbett nachgedacht? Wir sind froh, daß unser Arto Schränke hat, haben wie bewusst so gesucht. Der Raumgewinn über dem Kopf ist schon toll. Grüße, Ralf Und wenn Ihr schon Erfahrungen mit dieser Größe habt, ist alles gut 8) . Ich habe meiner Frau auch immer gesagt, nichts über 7 Meter. Aber wenn man den Fahrradträger miterechnet, ist man auch schnell bei 7,80 - 8,00 m, da machen 50 cm mehr auch nicht mehr viel aus. Die Diskussion über Maut und Fährgebühren kann man meiner Meinung nach vernachlässigen, wenn man sich in dieser Region bewegt. Grüße, Ralf Moin Walter, wir haben uns den C-line XL5.5 bestellt. Vorher sind wir auch den 4.9 sowohl als I als auch als T zur Probe gefahren, da alle drei bei uns zur Diskussion standen. Geworden ist es wie gesagt der XL, vom Fahrverhalten, vom Fahrkomfort und von der Innenaufteilung für uns die beste Wahl. Was ist bei dir/euch der Grund für die e-line? Zwei Carthago Händler bei denen wir waren, haben uns zur c-line geraten. Für die 20k€ gibt es wenig Substanzielles. Aber am Ende sind sicher beides tolle Fahrzeuge und jeder muß für sich das Richtige finden. Ralf Servus Ralf (ralle1967), wir wollen schon damit in die Berge (Wintercamping), Skandinavien, usw. und natürlich soll auch ein Roller in die Garage. Ich seh das schon auch so das die Garage gut gefüllt sein wird, zumal für mich als Bayer auch immer genügend Weißbier an Bord sein muss. Thema Hubbett ist durch, da wir inzwischen stolze Großeltern geworden sind und hoffen das unser Enkel uns bald begleitet. Mautgebühren nicht vergessen, ein Dreiachser kostet immer Zuschlag ! Gruß Harald
Stimmt, Warmwasserheizung haben beide. Aber am Ende entscheidet persönlicher Geschmack und natürlich das Budget, aber hier liegen die beiden Modelle von Carthago echt nahe beieinander. Ich glaube nur, daß der E-line einen höheren Doppelboden hat, da kommt man auch bei Wartungen besser rein und an alles dran. Hätte ich auch gerne, gab´s aber bei NiBi nicht für den Ducato.. Grüße, Ralf
Stimmt auch, aber muß man da drüber reden,wenn man so viel Geld in das Fahrzeug investiert? Auf den Fähren zählt ohnehin nur die Länge, auf Mautstraßen wird die 3. Achse, aber auch oft die Höhe mit in die Waagschale geworfen. Aber dafür dann andere Nachteile hinnehmen? Und für die "eingesparte" Luftfederung kann man manche Maut bezahlen. Grüße, Ralf C-line gegen E-line..schwere Frage, ich habe mir die beiden noch mal angesehen. Für mich wäre der höhere Doppelboden mit seinen Staumöglichkeiten schon interessant, auch vor dem Hintergrund des größeren "Isolationspolster" nach unten (ich denke so an den Winter und Skandinavien). Die Dusche im E-Line ist ohne Stufe (Radkasten), da der Doppelboden halt so hoch ist (nur wichtig, wenn man regelmäßig in dem Fahrzeug duschen will). Die Garagenhöhe im E-Line müsste auch grösser sein, da der Doppelboden (und auch das Fahrzeug insgesamt) höher ist. Für den Rollertransport nicht unwichtig. Aber beide sind tolle Auto´s, das obige ist nur ein Denkanstoss....aus eigener Erfahrung. Grüße, Ralf Das sind auch unsere Kriterien gewesen, höherer Doppelboden, höhere Garage, keine Stufe in der Dusche und eben ganz wichtig die Stehhöhe. Im Schlafbereich ist auch mehr Luft nach oben. Wenn man die Fahrzeuge Ausstattungsbereinigt gegenüber stellt, ist die Preisdifferenz nicht mehr ganz so krass. Aber da stimme ich zu schon nicht unerheblich. Aber wie gesagt noch ist der eline nicht bestellt, vielleicht überzeugt uns ja noch jemand vom cline? Die Thematik 3 Achser und/oder Luftfederung beim 2 Achser dürfte trotzdem bleiben? Das der Wendekreis bei einem 8,5 m Dreiachser-Arto genauso ist, wie bei einem 7,2 m -Mobil, wage ich mal zu bezweifelt. Das 7,2 m Mobil hatte sehr wahrscheinlich einen Radstand von max. 4,03 m, das ergibt im Allgemeinen einen Wendekreis von ca. 15 m. Bei dem Dreiachser-Mobil ermittelt sich der hintere Punkt des "Wendekreisradstand" aus der Mitte zwischen den beiden Heckachsen (die bei den Alkoachsen immer 80 cm auseinander sind). Das heißt zu dem Abstand zwischen Vorderachse und der ersten Achse muss 40 cm addiert werden, erst dann hat man den hinteren Drehpunkt, der für den Wendekreis massgeblich ist. Beim Arto 85 ist der Abstand von VA zur ersten HA 4,15 m also ergibt sich ein hinterer Drehpunkt von 4,15 + 0,4 = 4,55 m. Daraus resultiert dann wahrscheinlich ein Wendekreis von 17 m oder 17,5 m. Das ist schon ein bisschen mehr. So handlich wie ein 2-Achser ist ein längerer Dreiachse also eigentlich nie. Wir fahren einen 2-Achser (Ducato-mit Alko) der auch einen Radstand von 4,53 m hat, daher haben wir auch einen Wendekreis von über 17 m und das merkt man gegenüber dem Vorgänger mit Radstand 4,03 schon deutlich, ist aber dennoch alles immer noch ganz prima zu "händeln". Nach der Bemerkung, das auch ein Roller in der Garage mitgeführt werden soll, würde ich dennoch eher zum Dreiachser greifen, den der Zweiachser ist bei der Hinterachsbelastbarkeit deutlich schneller an oder über der Grenze. Was die Traktion angeht, gibt es keine Nachteile bei den Dreiachsern gegenüber den 2-Achsern, denn dabei kommt es zuallererst auf die Belastung der Vorderräder an, und die steigt mit zunehmenden Radstand. Bei der Investitionssumme könnte man allerdings auch schon ein wenig über ein Iveco-Chassis nachdenken. Gruß Tom Hallo Tom, danke für die technische Betrachtung. Der I50 hat RS 4343 mm und der I50 linerclass 3820 + 800 mm, dann wäre der Wendekreis beim 3 Achser kleiner? Die Garage wird bei uns denk ich immer gut gefüllt sein und wenn es bei der Traktion keinen Nachteile gibt, läuft es auf eine 3 Achser hinaus? Gruß Walter Wenn ich mal nachrechne müsste der Eline 50 einen überhang hinten haben von +-242cm was meiner Meinung extrem lang ist. Beim Eline Lineclass kommst du noch auf einen überhang hinten von +-215 cm. Dem Eline 50 ohne Luftfederung wird wohl nicht gehen allein schon damit du nirgends aufschlägst beim manövrieren aber auch dann scheint mir der überhang maximal ausgereizt zu sein (56% vom Radstand) . In diesem konkreten Fall wäre dann der 50 linerclass die bessere Wahl. Der wird aber im Unterhalt wohl teurer ( 6 Reifen , 6 Bremsen 3 Achsen .....) und auch bei der Maut in Italien und Oesterreich besteht ein grosser Unterschied in der Abrechnung für 2 oder 3 Achsen. In Frankreich wirst du als 3 Achser in die teurste Kategorie eingestuft wirst und bezahlt den gleichen Preis wie ein LKW Sattelschlepper und das wird richtig teuer. Eine Alternative könnte noch ein kürzeres Mobil sein um die 7,50 meter (Carthago C line 4.9 oder als Alternaitive Frankia 740GD) wo du bei 2 Achsen bleiben kannst. über 7,60 meter kommst du technisch meiner Meinung nicht an den 3 Achser vorbei. Y Wer sich ein Neufahrzeug in dieser Größenordnung zulegt muss doch wirklich nicht auf Maut und Fährkosten schauen. Auch die erhöhten Wartungs- und Unterhaltskosten sind doch wohl Peanuts im Vergleich zu den Anschaffungskosten. Dann müsstest du auch anführen, dass er mit der 10 Tage Schwerlastabgabe günstiger durch die Schweiz fährt als ein <3,5t mit einer Vignette. Bei dieser Größe und dem Überhang überwiegen technisch die Vorteile des 3 Achser. Und nur das zählt! Gruß Andreas Moin Walter,
Ich denke, am Ende kommt es darauf an, was euch besser gefällt. Zum Thema Stufe in der Dusche: Jepp, das stimmt, ist aber im 2018er deutlich abgemildert. Außerdem hat der e-line, wenn ich nicht völlig falsch liege (Besichtigung ist schon etwas länger her), eine Stufe im Fahrzeug selbst. Da würde ich eher mit der Einschränkung in der Dusche leben wollen. Was die Stauranhöhe in Bezug auf bessere Zugänglichkeit angeht: der Doppelboden ist so vollgepackt, das ich nicht glaube, dass durch die größere Höhe die grundsätzliche Zugänglichkeit des Doppelbodens verbessert wird. Die Garagenhöhe ist ein Punkt, wenn man die 12cm benötigt, kommt nur der e-line in Frage. Die gleichen 12cm kommen auch bei der Innenhöhe dazu. Dem Punkt "ausstattungsbereinigt" stimme ich so nicht zu: die konstruktiven Unterschiede finden sich nicht in der Aufpreisliste, ansonsten bekommt man so gut wie nichts dazu, was man beim c-line zusätzlich bestellen könnte. Insofern ist meiner Meinung nach eher eine "was ich haben möchte" Entscheidung. Wir haben gesagt, die 20k€ legen wir nicht in die e-line an, sondern in Vollluftfederung und Solarausstattung. Das erschien uns der bessere Deal zu sein. Aber wie bereits erwähnt, ich denke, beides sind tolle Fahrzeuge, da macht man nichts verkehrt. Und wenn wir alle die gleichen Fahrzeuge hätten, wär's auch zuemlich langweilig. In diesem Sinne, viel Spaß bei der Entscheidungsfindung. Ralf Wenn man später einen Anhänger ziehen möchte, sollte man die Anhängelasten beachten der 2 Achser wird mehr ziehen dürfen als der 3 Achser. :?: Ja, das ist ein Aspekt. Unser 4,5 Tonner darf 1500 kg ziehen(reicht so gerade für einen PKW-Anhänger mit einem leichten Kleinwagen) Würde ich ihn auf 4,8 Tonnen auflasten, wäre die max Zuglast nur noch 1200 Kg, da das Zuggesamtgewicht nicht über 6.000 Kg aufzulasten ist. Ich meine mich zu erinnern, dass auch die 3-Achser nicht mehr als 6000 Zuggesamtgewicht haben, also das ziehen eines PKW-Anhängers fast unmöglich gemacht wird. Der TE hatte wohl aber eher vor, einen Roller in die Garage zu stellen, und da halte ich den 3-Achser immer noch für tragfähiger und besser geeignet. Nochmal kurz zum Thema "Traction". Das ist bei den Fiat-Ducato´s natürlich in jedem Fall ein Thema. Der Frontantrieb ist von der Fahrdynamik in jeder Normalsituation ganz gut, aber um an einer Steilstelle mit Sand auf der Fahrbahn anzufahren, darf einen das kurze Durchdrehen der Vorderräder nicht so wirklich wundern (extremst selten und daher zumindest für meine Nutzung zu vernachlässigen.) Die Traktion ist zum einen vom Radstand (je länger - je besser für die Traction der Vorderräder) und vom hinteren Überhang (hier: je länger - je schlechter für die Traction) abhängig. Also sollte man bei diesem Thema jedes Fahrzeug ganz individuell betrachten. Tom Ich habe mal in meinen Fahrzeugschein geschaut. Zul GG 5000 kg, zul Anhängelast gebremst 1500 kg, Gesamtzuggewicht 6500 kg. Was die Wendigkeit angeht, kann ich nicht mit Meßdaten dienen, aber mit Praxiserfahrung. Dort, wo ich mit dem 244 TI mit 7,10m rumkam, komme ich auch mit dem 250er VI mit 8,50m rum. Vielleicht Einbildung, vielleicht etwas besserer Lenkeinschlag des neuen Ducato verglichen zum 244er aus 2000. Ich hatte auch erst "Gamaschen" vor der Länge, muß aber heute, nach fünf Jahren sagen, alles gut. Aber wir sind auch keine Städtereisenden und wir suchen uns die Plätze schon aus. Bisher hat es immer geklappt. Grüße, Ralf Die Traktion und Wendigkeit sind schon Punkte, da wir ganz Europa bereisen möchten, die uns wichtig sind. Die Anhägelast beträgt beim e-line I50 linerclass 1800 kg, aber das ist Therorie, wegen des Zuggesamtgewichtes, das vernachlässige ich auch. Der 2018er e-line linerclass ist jetzt 7,90m aber dieser Grundriss sagt uns eben zu. |
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