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Besuch Caravon Salon Düsseldorf, 2017


andwein am 01 Sep 2017 14:02:54

So, wir sind wieder zurück. Von Gastn nach Düsseldorf ist es doch ein nettes Ende Weg! Für jemand der normalerweise auf die CMT geht (weil das doch näher ist) ist die Größe schon beeindruckend. Es werden von mehr Herstellern wesentlich mehr Modelle ausgestellt als in Stuttgart. Was mir sehr gut gefallen hat, dass die Wohnmobile nach Produktgruppen wie Kastenwagen, Pick up Aufbau, normale TI/Vollintegrierte oder Liner ausgestellt werden und nicht nach Hersteller A, B, oder C. Man hat dadurch bessere Vergleichsmöglichkeiten und muss für gleichartige Fahrzeuge nicht hin und her durch die Hallen rennen.
Als Rentner und Caravan Salon Mitglied zahlt man gerade noch 9 Euro für die Tageskarte. Und dann noch ein kostenfreier Shuttle von den Parkplätzen P1/P2, ich habe den Hut gezogen für diesen Service und die Organisation. Das muss auch mal gesagt werden!!

Technisch gesehen ist mir leider nicht allzu viel aufgefallen.
Familienfreundliche Alkovenmobile sind wieder stärker vertreten
Aufbauten auf Ford oder Daimler halten sich stark in Grenzen, der Fiat scheint sich bei den Herstellern starker Beliebtheit zu erfreuen.
Zwischen den Produkten der Firmen der Hymer Group sind eigentlich fast keine Unterschiede in den Komponenten und Teilen zu sehen. Bei den Türen herrscht nur noch die "Ein-Schließbügel-Variante" mit Plastikschnapper. Für 2m-Türhöhe finde ich eine Schließung bei einem 80 TEuro Mobil einfach zu wenig!
Auch die Toilettensysteme von Dometic sind eindeutig auf dem Vormarsch, Vorzüge gegenüber Thetford konnte ich keine entdecken, aber da spielt wohl der Einkaufspreis eine entscheidende Rolle.
Nett war bei Hymer die Leuchtanzeige der Waage bei den technischen Daten, was aber nichts an der Problematik ändert. Wenn ein Fahrzeug leer (ohne Wasser und Gasflaschen), aber mit drei Erwachsenen zur Besichtigung schon 3,33 t wiegt kann man sich das Gewicht bei einer Urlaubsfahrt schon bildlich vorstellen.
Bei einem Hersteller der höheren Preisklasse ragt die Wasserpumpe weit in den Stauraum. Zum Schutz der Pumpe und der angeschlossenen Druckleitungen wurde eine Verkleidung aus Lochblech gebaut und unten mit mehreren Dreieckausschnitten eingebogen. Aber der Kantenschutz für die Lochblechecken fehlt. Bei einem 120.000 Euro teuren Wohnmobil kann man sich wegen 0,3m Kantenschutz das Gepäck aufschlitzen und die Hände verletzen!!!!
In der Liner Klasse hat NB sein Iveco-Chassis mit Fahrer/Beifahrer-Airbag ausgestellt. Ich habe das fotografiert und meine Frau fragte was jetzt daran so ungewöhnlich wäre. Ich erklärte ihr, dass dieser Hersteller für seine 250.000 bis 500.000 Euro teuren Fahrzeuge als einziger seit diesem Jahr Airbags anbiete. Meine Frau schaute mich mit großen Augen an und sagte "Willst du mir sagen, dass alle vollintegrierten Fahrzeuge keinen Airbag haben? Ja darf man so was den heute noch verkaufen?"
Auch ein "Solar-Wohnmobil" wurde ausgestellt! Motto: so fahren wir in Zukunft! Alle Seitenflächen, Heck und Dach waren mit Solarplatten beklebt und ein zwei tolle Tafeln sollte "Fahren und Wohnen mit Strom" vorstellen. War aber alles Fake! Unter dem Auto war ein roter CE-Anschlussstecker zu sehen, der die Dinge wieder ins richtige Lot rückte.
Gruß Andreas

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chris11e am 01 Sep 2017 18:16:54

Danke für den Bericht! Das mit dem Elektro-Womo war mir auch komplett unverständlich: 200 Kilometer Reichweite, Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h. Akku-laden: 24 Stunden zu Hause und 2 Stunden an einer speziellen Ladestation (dann aber nur 80%!), 300KG zusätzliches Gewicht. Das zeigt doch nur, dass noch sehr viel Grundlagenforschung betrieben werden muss, bevor ein Hersteller ernsthaft Elektro nutzen kann. Von der fraglichen Ökobilanz von Strom ganz zu schweigen... Oder habe ich etwas verpasst?

Rockerbox am 01 Sep 2017 19:00:35

andwein hat geschrieben:Auch ein "Solar-Wohnmobil" wurde ausgestellt! ..... War aber alles Fake! Unter dem Auto war ein roter CE-Anschlussstecker zu sehen, der die Dinge wieder ins richtige Lot rückte.
Gruß Andreas


Naja, Andreas, abgesehen, dass dieser Prototyp noch kein fahrfertiges Mobil repräsentiert wie sollte es denn sonst für den gesamten Verlauf der Messe denn mt Strom versorgt werden OHNE Sonneneinstrahlung in der Halle? Ich würde da den CE-Stecker nicht sooo dramatisch sehen.

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Tinduck am 02 Sep 2017 07:39:52

Das mit den Türschlössern ist mir auch aufgefallen, nicht nur bei Womos. Offensichtlich regiert da mal wieder der Rotstift. In unserem alten Bomber ist eine Seitz-Tür mit 2 justierbaren Verriegelungspunkten und Metallfallen eingebaut, die fand sich in diesem Baujahr ebenfalls z. B. in den besseren Bürstner-Modellen. Sowas gibts jetzt bei den Großserienherstellern offensichtlich gar nicht mehr. Traurig, aber zweifarbiges Möbeldekor ist offensichtlich wichtiger.

Was mir auch auffiel, ist, wie Truma jetzt das 'neue' Gasmengenmesssystem Levelcontrol anpreist. Funktioniert an allen Flaschen und hält magnetisch (?). Nachfrage ergab, dass man für Alugas und Kunststoffflaschen ein Spannblech braucht, Handhabung dann wohl eher zweifelhaft. Ausserdem funktioniert das Ganze natürlich nur mit dem iNet-System, was man sich also auch noch gönnen muss. Letztendlich hat der Sensor kein Kabel zum Anschliessen, also sind da wohl dann auch öfter neue Batterien fällig.

Also ehrlich, da war die alte, schon lange nicht mehr produzierte Sonatic aber um Längen bedienerfreundlicher... die funkt den Füllstand zwar nicht aufs Handy, aber ich muss auch nicht jedes mal nen Sensor an die Flasche fummeln (sie steht einfach drauf) und auch keine Batterien wechseln.

Kein Fortschritt ohne Rückschritt?

bis denn,

Uwe

andwein am 03 Sep 2017 13:14:13

Rockerbox hat geschrieben:...Naja, Andreas, abgesehen, dass dieser Prototyp noch kein fahrfertiges Mobil repräsentiert wie sollte es denn sonst für den gesamten Verlauf der Messe denn mt Strom versorgt werden OHNE Sonneneinstrahlung in der Halle? Ich würde da den CE-Stecker nicht sooo dramatisch sehen.

Da hast du schon recht, es wäre deshalb besser gewesen sie hätten das Fahrzeug im Freien ausgestellt. Dann hätten die Besucher gesehen, dass die Netto-Leistung nie erreicht wird, weil mindestens zwei Seiten immer im Schatten stehen!
War hat ein Gag, mehr nicht. Anders wird es aussehen wenn man zwei fotoelektrische Lackschichten hat, aber bis dahin gehen noch 10 Jahre ins Land.
Gruß Andreas

HeikeD am 04 Sep 2017 08:57:27

Danke für den Bericht. Das Fahrzeug mit den vielen Solarmodulen fand ich spooky :D und die Mobile die man ohne Verkäufer nicht besichtigen durfte, haben wir ausgelassen.
Interessant fand ich die Expeditionsfahrzeuge, so ein Fahrzeug würde mir gefallen, die Investition lohnt wohl aber nicht wenn man in Europa Urlaub macht :lol:

Wir waren gestern am letzten Tag das erste mal überhaupt auf dieser Messe.
Da wir nicht mit dem Wohnmobil angereist waren, mussten wir uns ein wenig sputen, weil die Hunde zuhause auf uns warteten.
So haben wir uns bis auf wenige Ausnahmen "nur" die Teilintegrierten angeschaut in der Hoffnung, DEN Grundriss unseres zukünftigen Mobils zu finden.

Die Messe mit ihrer Masse an Fahrzeugen hat mich (uns) ein wenig überfordert. Obwohl wir von den angebrachten Datenblättern Fotos gemacht hatten, haben wir DAS Mobil, was uns am besten gefallen hat, nicht mehr wieder gefunden :cry:

Da müssen wir wohl zur nächsten Messe wieder hin :mrgreen:

Lancelot am 05 Sep 2017 11:47:22

andwein hat geschrieben: Auch ein "Solar-Wohnmobil" wurde ausgestellt! Motto: so fahren wir in Zukunft!

Ein Messe - Video Clip dazu :

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=ziK4YstdA_8[/youtube]

wolkenhimmel am 05 Sep 2017 13:48:39

HeikeD hat geschrieben:Interessant fand ich die Expeditionsfahrzeuge, so ein Fahrzeug würde mir gefallen, die Investition lohnt wohl aber nicht wenn man in Europa Urlaub macht :lol:


Och, das kommt darauf an, wo man sich so rumtreibt... Island diesen Sommer war toll, und ohne die weitreichende Autarkie (wird bei uns begrenzt durch frisches Obst und Gemüse) und den Allrad hätten wir uns nicht alles ansehen können, was wir uns vorgenommen hatten.
Aber auch manche Ecken auf dem Balkan oder Richtung Osten machen sich mit einem Allradauto mit Reserven einfach einfacher. :D

LG Harriet

nanniruffo am 05 Sep 2017 16:03:30

andwein hat geschrieben:Ich erklärte ihr, dass dieser Hersteller für seine 250.000 bis 500.000 Euro teuren Fahrzeuge als einziger seit diesem Jahr Airbags anbiete. Meine Frau schaute mich mit großen Augen an und sagte "Willst du mir sagen, dass alle vollintegrierten Fahrzeuge keinen Airbag haben? Ja darf man so was den heute noch verkaufen?"

Gruß Andreas


Das stimmt, glaube ich, so nicht ganz. Die Ausstattung mit Airbags ist in den meisten Integrierten heute völlig normal möglich. Unserer von Pilote hat beide Airbags und man verbaut sie dort schon seit einiger Zeit, genauso wie bei den meisten anderen Herstellern von VI´s.

Aber auch viele Fahrzeuge von "Nobelherstellern" in der angegebenen Preisklasse haben Airbags, die Voraussetzung dafür ist, dass sie auf einem Serienfahrgestell mit Serienführerhauseinrichtung (Sitzen und Armaturenbrett) aufbauen. So sind Airbags z.B. beim Hersteller Voyageur auch bei den großen Iveco-Modellen serienmäßig. Das geht, weil man da nicht mit dem höhergesetzten Fahrerhaus arbeitet, sondern die serienmäßige Armaturenbrettausstattung von Iveco nutzen kann.

Viele Integrierte Womo´s, die z.B. auf einem Iveco Daily aufbauen haben aber dagegen das Problem, dass dort ja fast unisono mit den höher und weiter nach vorne versetzten Sitzen und Armaturenbrettern (meist sogar mit komplett neu gebauten Armaturenbrettern) gearbeitet wird. Darauf aber können die Fahrgestellhersteller ihre Airbagsysteme nicht abstimmen und liefern deshalb keine Airbags.

N & B ist also der erste Hersteller, der beim Iveco Daily trotz höhergelegtem (und nach vorne versetztem) Fahrerhaus, dank seiner eigenen Entwicklung und Crash-Test´s, nun Airbags anbieten kann, aber nicht der erste in dieser Preisklasse und schon garnicht der erste bei den VI´s.

Tom

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