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Abschleppseil, Bergegurt oder Abschleppstange ???


mactommi am 03 Sep 2017 23:31:33

Heute beim wenden auf Waldweg mal wieder mit rechtem Vorderrad so eingebuddelt, dass ich nicht selber frei gekommen bin. Ein netter Pajerofahrer wollte mich raus ziehen, ist dann aber an passendem "Bergegeschirr" gescheitert. Erst ein Trecker konnte mich dann mit zurrgurten aus der mieslichen Lage befreien. Nun nach ausgiebiger Recherche habe ich folgendes Angebot gefunden und nun.....
Was meint ihr zu diesem Angebot ? Link zum eBay Artikel

Gruß Tommi

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

frank01 am 04 Sep 2017 00:05:27

Hallo Tommi
ich hab den hier Link zum eBay Artikel
hat mir schon gute Dienste geleistet.


Gruß Frank

eposoft am 04 Sep 2017 06:00:11

Beide hier vorgestellten Bergegurte sind zu schwach. Ein 7t Bergegurt ist für ein Fahrzeug von ca. 2.7t geeignet. Für ein Wohnmobil mit 3.5t ist der Bergegurt mit 10000 kg knapp genügend.

Schaut euch sowas an, da seht ihr auch die Empfehlung für das Fahrzeuggewicht:
--> Link

Da wird der 11000 kg Gurt für 2700 - 3700 kg empfohlen.

Gruss Ernst

Anzeige vom Forum


mactommi am 04 Sep 2017 07:33:21

Danke für eure Tips, habe nochmal recherchiert und bin nun auf Hebegurte gestoßen. Dieser Link zum eBay Artikel hätte dann eine Bruchfestigkeit von 21000kg. Schäkel würde ich dann in der 2000kg Variante nehmen, die hätten eine Bruchsicherheit von x6.

Ich denke, dass man damit auskommen sollte, oder?

mowgli am 04 Sep 2017 07:34:36

Ich habe so einen grünen Gurt und wurde damit 2 mal aus einer nassen Wiese freigeschleppt. Der Gurt ist mit 3,5t echt an der Grenze, aber es geht. Ist noch nicht gerissen. Wenn es noch dazu Bergauf gehen würde, würde ich ihm nicht trauen.
gruß mowgli

Gast am 04 Sep 2017 07:45:51

mactommi hat geschrieben:Dieser hätte dann eine Bruchfestigkeit von 21000kg.

Bissel schwach.... bis 3 to.

Ich habe mir gerade vom gleichen Anbieter diesen bestellt.... sicher ist sicher! :wink:

Link zum eBay Artikel

skysegel am 04 Sep 2017 08:17:20

tztz2000 hat geschrieben: mactommi: "Dieser hätte dann eine Bruchfestigkeit von 21000kg."
Bissel schwach.... bis 3 to.

Ich habe mir gerade vom gleichen Anbieter diesen bestellt.... sicher ist sicher! :wink:

Link zum eBay Artikel

Braucht ihr den für's Kranen oder zum ziehen? Sich in einer feuchten Wiese festfahren ist IMHO auch noch was anderes, als richtig offroad im Sumpf zu stecken.

Ulli

Gast am 04 Sep 2017 08:29:48

skysegel hat geschrieben:Braucht ihr den für's Kranen....

Ah, gute Idee! :idea: :D

Mir erschien der 5m-Gurt etwas kurz.... und bei 7m ist der Preisunterschied nicht sehr gross.... also den stärkeren! :ja:

scubafat am 04 Sep 2017 08:47:07

An solch einen Gurt habe ich bis jetzt nicht gedacht. Werde mir auch mal einen bestellen. :!: Aber auch min. 7 meter.

kiteliner am 04 Sep 2017 08:58:51

Sind die Hebegurte denn für das Abschleppen zugelassen? Die, die ich gesehen haben nicht. Die Belastungen beim Heben sind ja auch eher gleichmäßig, als die zum Teil stoßartigen Belastungen beim Schleppen, bergen, ziehen...
Wenn so ein Gurt reißt, möchte ich nicht in der Nähe sein, habe mal erlebt, wie eine Abschleppöse am 250GD abgerissen ist und das Stahlseil samt Schäkel durch die Luft flog.... nicht lustig!

thomas56 am 04 Sep 2017 09:03:06

kiteliner hat geschrieben:Sind die Hebegurte denn für das Abschleppen zugelassen?


ja, 7:1. Mit einem 5t Hebegurt kannst du 35t abschleppen.

Energiemacher am 04 Sep 2017 09:18:21

Falscher Text, SORRY!

cbra am 04 Sep 2017 09:30:43

kiteliner hat geschrieben:... Die Belastungen beim Heben sind ja auch eher gleichmäßig, als die zum Teil stoßartigen Belastungen beim Schleppen, bergen, ziehen...
Wenn so ein Gurt reißt, möchte ich nicht in der Nähe sein, habe mal erlebt, wie eine Abschleppöse am 250GD abgerissen ist und das Stahlseil samt Schäkel durch die Luft flog.... nicht lustig!

mMn zeichnet das einige Bergegurte aus, dass sie auch eine wirkung als ruckdämpfer haben und somit z.b. abschleppösen und die befestigungen geschont werden. in dem sinne empfehlen mir meine offroadfreunde fürs Womo keinen zu sehr überdimensionierten gurt zu nehmen, weil dann diese ruckdämpfung stark eingeschränkt wird. und ich will die karre ja nicht abseilen, sondern mal aus ner feuchten wiese oder aus dem sand ziehen. da passiert i.a. mit eher "normalen" abschleppfahrzeugen. wenn wirklich der grosse traktor kommen müsste, dann hat der auch das gurtzeug seines vertrauens dabei. in dem sinne gehe ich davon aus dass mein (ca 10 oder 11 t) bergegurt reicht um meine 3,5 t karre mal anzuschubsen.
interessant zu obigem beispiel wäre es auch zu wissen welche bruchlasten der hersteller für die abschleppöse angibt, mMn sollte der gurt dazu passen

Acki am 04 Sep 2017 09:38:05

Hatten wir hier auch schon mal:
--> Link

Trashy am 04 Sep 2017 11:08:12

Hab mir das

Link zum eBay Artikel

nebst zwei Schekeln ins Auto gelegt. Auch wenn er mal stark rucken sollte.........

mactommi am 04 Sep 2017 15:58:27

So Freunde,

nach dem ich vorhin mit dem freundlichen Mitarbeiter bei Europrotec fast 30 min lang telefoniert habe und mir von diesem wirklichen Fachmann habe erklären lassen, wie das mit den Hebegurten oder Bergegurten und deren Angaben zur Hebelast und Bruchfestigkeit alles zusammen hängt, habe ich auf seine Empfehlung einen Bergegurt 7000kg in 10m Länge bestellt. Auch erklärte er mir, wenn man mal bei Abschleppunternehmen die Gurte anschaut, dass man kaum bedeutend stärkere Bergegurte, außer im Schwerlastbereich sieht, wo ich aber unseren Dicken mit 3500kg nicht dazu zähle.
Auch seien die zu diesem Gurt gehörenden Schäkel entsprechend ausgelegt, und haben eine Bruchfestigkeit von 3250kg mit 6 facher Sicherheit, so dass im Falle eines Bruchs erst der Gurt bricht bzw. reisst. Alle Nähte am Gurt sind mit 7 facher Sicherheit versehen.

Ich hoffe nun ein wenig Klarheit in die Angaben zu Bruchfestigkeit im Hebe- und bzw. oder Zug-Betrieb gebracht zu haben.

In diesem Sinne, wollen wir unsere Berge-und Schlepputensilien niemals nutzen müssen.

Gruß aus Berlin

Allradmobilist am 04 Sep 2017 20:50:00

cbra hat geschrieben:mMn zeichnet das einige Bergegurte aus, dass sie auch eine wirkung als ruckdämpfer haben und somit z.b. abschleppösen und die befestigungen geschont werden. in dem sinne empfehlen mir meine offroadfreunde fürs womo keinen zu sehr überdimensionierten gurt zu nehmen, weil dann diese ruckdämpfung stark eingeschränkt wird. ....

Naja, die Ösen müssen den Ruck auf jeden Fall aushalten können, sonst fliegt einem diese um die Ohren bzw. mit sattem Knall in die Rückseite des abschleppenden Fzg. Dabei sind schon Leute ums Leben gekommen. Der Effekt eines elastischen Bergeseils besteht darin, dass durch das entschlossene "Hineinfahren" des bergenden Fzgs in das anfangs nicht gespannte Seil kinetische Energie im Seil gespeichert wird, die das festsitzende Fzg. rauswuppt. Die Kraft wirkt nicht ruckartig auf das zu bergende Fzg., wie es etwa bei einem Stahlseil der Fall wäre. Auf youtube finden sich diverse Filmchen dazu.
Wichtig ist noch, dass das kinetische Seil nicht zu kurz gewählt wird. Sonst findet ein unerwünschtes Zusammentreffen des befreiten Fzgs. mit dem Bergefzg. statt. 8)

...wenn wirklich der grosse traktor kommen müsste, dann hat der auch das gurtzeug seines vertrauens dabei. ...

Davon würde ich lieber nicht ausgehen. Wir hatten uns mal in unseren Anfangstagen mit unserem Reisemobil in einer sumpfigen Wiese festgefahren, weil ja je dichter am See, um so schöner. :D Es kam ein Trecker mit Stahlseil. Was der Bauer halt gerade so dran hat an seinem Gefährt. Der begreift sich ja nicht als professioneller Berger. Es ging glücklicherweise alles gut, aber seitdem habe ich ein kinetisches Seil samt Schäkel im Auto. Überflüssig zu betonen, dass wir es noch nie gebraucht haben ;D

... in dem sinne gehe ich davon aus dass mein (ca 10 oder 11 t) bergegurt reicht um meine 3,5 t karre mal anzuschubsen.

Das wird reichen.

interessant zu obigem beispiel wäre es auch zu wissen welche bruchlasten der hersteller für die abschleppöse angibt, mMn sollte der gurt dazu passen

Ja, genau.

eposoft am 04 Sep 2017 22:31:03

mactommi, unser Fahrzeug hat 4.5t ZGG. Da reichen 7000 kg nicht. Ich gehe von 15000 kg aus.

Gruss Ernst

BadHunter am 05 Sep 2017 06:23:38

Nur mal am Rande: ich habe mir irgendwann mal ein relativ normales Abschleppseil mit 2 Karabinern an den Enden ins Wohnmobil gelegt, soll bis 3,5 t reichen.
Als wir vor 2 Wochen aus Dänemark zurück wollten steckte am Abreisetag ein Nachbar mit seinem 4 t-Wohnmobil fest, der Rasen war nass und er hatte sich schon leicht eingegraben...
Da kam mein Seil dann zum Einsatz, mangels anderer Möglichkeiten. Jemand mit einem Mercedes Vito mit Heckantrieb hatte trockenen Untergrund, setzte sich vor das Wohnmobil, diese Zughilfe reichte dann um mit vereinten Kräften rauszukommen. Meist reicht es ja, etwas Unterstützung zu bekommen, es muss ja nicht immer gleich ein Fahrzeug ohne eigene Motorkraft abgeschleppt werden, dafür würde ich dann sowieso den ADAC rufen im Falle einer Panne...

Tinduck am 05 Sep 2017 06:31:26

Also unser polnisches 11 T Bergeseil (auch elastisch) für 60 Euro hat bei dieser --> Link Aktion prima funktioniert, obwohl die Hinterräder schon bis zu den Felgen im Lehm steckten und nix mehr war mit Unterlegen oder so. Gewicht des Fahrzeugs war 4,8 Tonnen (am nächsten Tag an der Kiesgrube gewogen).
Nachteil des Seils: es ist etwas voluminös und nicht so schön aufzurollen und zu verstauen wie ein Bergegurt.

bis denn,

Uwe

skysegel am 05 Sep 2017 07:51:12

Ob man ein Abschleppseil/Schleppstange oder einen Bergegurt benötigt, hängt wohl stark davon ab, wo man rein fährt. In der Regel sollte ein Abschleppseil im Prinzip ausreichen, um von einer feuchten Wiese wieder runter zu kommen. Alles andere (z.B. Unfall und irgendwo eine Böschung runter) wäre eh dann was für Fachleute.
Allerdings sind Abschleppseile auf eine Länge von 5m beschränkt. Längere sind auf öffentlichen Straßen nicht zulässig. Das kann bei der viel zitierten feuchten Wiese zu wenig sein, damit das ziehende Fahrzeug auf trockenem Grund stehen kann. Wie wäre es also als Kompromiss, einen Bergegurt zu verwenden und auf die bei Bergegurten typischen, absurd hohen Bruchlasten (gemessen an den Anforderungen beim Abschleppen) zu verzichten, um Gewicht und Platz zu sparen?

Ulli

bernie8 am 05 Sep 2017 10:44:47

Hallo,

Ulli schrieb:
und irgendwo eine Böschung runter


Hatte ich ja letztes Jahr, hatte versucht im Feld zu wenden, weil plötzlich Baustelle und gesperrt.
Kam dann aufgrund der Schräglage nicht mehr hoch. Vorderräder waren noch oben auf dem Asphalt aber kein Grip
weil das Heck zu tief hing. (Nicht eingebuddelt!) Das sah vorher irgendwie flacher aus :D
Die Jungs von der Baustelle haben mich dann mit Kette + Bagger (kein kleiner) hochgezogen, das war nicht ohne!
Sprich, die Baumaschine hatte ganz schön zu tun. Also die Lasten darf man nicht unterschätzen. Wir haben 3,5 To.
Ich war echt froh, dass meine Front (Abschleppöse) gehalten hat.

Edit: Bergegurt hätte mir nix genutzt, weil ich im 90° Winkel zur sehr schmalen Strasse stand und auf der anderen Seite wieder Böschung.
Mit dem Bagger hat es dann auch nur mit drehen des Turmes funktioniert. Schleppen mit Fahrbewegung ging nicht. Der ADAC hätte mich
da vermutlich nicht so einfach raus bekommen. Ich war heilfroh, dass die Jungs noch da waren!

skysegel am 05 Sep 2017 10:54:22

bernie8 hat geschrieben:Die Jungs von der Baustelle haben mich dann mit Kette + Bagger (kein kleiner) hochgezogen, das war nicht ohne!
Sprich, die Baumaschine hatte ganz schön zu tun. Also die Lasten darf man nicht unterschätzen. Wir haben 3,5 To.
Ich war echt froh, dass meine Front (Abschleppöse) gehalten hat.

Genau das meinte ich. In so einer Situation sind die netten Stell-/Campingplatznachbarn eh überfordert.

Ulli

mactommi am 05 Sep 2017 16:45:19

eposoft hat geschrieben:mactommi, unser Fahrzeug hat 4.5t ZGG. Da reichen 7000 kg nicht. Ich gehe von 15000 kg aus.

Gruss Ernst


Da unser Bergegurt ja 10m lang ist, komme ich dann für unseren 3,5t schweren Dicken bei doppelt, also 5m auf 14000kg Bruchlast, ich denke dass dies allermeist ausreichend sein dürfte.

Gruß Tommi

skysegel am 05 Sep 2017 17:06:39

Mein Gurt ist eigentlich ein Hebegurt. Wenn man den in voller Länge, also z.B. nicht als Bucht einsetzt, hat die zulässige Last ein siebtel der Bruchlast. Anders gesagt, die Bruchlast ist sieben mal so hoch, wie die angegebene Hebelast. Das ist in irgend einer Norm so festgelegt. Die zulässige Hebelast beträgt 2to. Die Bruchlast ist demnach 14to., also das vierfache der zulässigen Gesamtmasse meines Autos. Der Gurt würde also auch nicht reißen, wenn ich es dran aufhängen würde. Da ich das Auto damit nur ziehen will und ich weiß, dass die Kraft eines Menschen ausreichend ist, um das Auto auf ebener glatter Fläche zum Rollen zu bringen, nehme ich mal an, dass es auch reichen würde, um das Fahrzeug ggf. aus einer nassen Wiese zu ziehen, auch an einer Steigung. Nur, mit 5m ist es dafür vermutlich nicht lang genug, weil anzunehmen ist, dass eine nasse Wiese 5m weiter auch noch nass ist. Deshalb Bergeleinen, aber nicht so dimensioniert, dass man damit einen Panzer aus dem Schlamm ziehen kann.

Ulli

Energiemacher am 06 Sep 2017 12:51:38

mactommi hat geschrieben:, habe ich auf seine Empfehlung einen Bergegurt 7000kg in 10m Länge bestellt



Hallo,

kannst du noch etwas zum Gesamtpreis sagen?

Und mich persönlich würde, wenn du die Lieferung erhalten hast, ein Bild und das Gesamtgewicht der Utensilien interessieren.
Wäre super wenn du da noch berichten würdest.

Danke.


Grüße

mactommi am 06 Sep 2017 14:13:33

So, gerade wurde meine Bergegurt geliefert, sieht qualitativ sehr hochwertig aus, Gesamtkosten keine 30,00€, das Gesamtgewicht, also 10m Gurt und die zwei 3,25t-Schäkel, beträgt keine 3500gr.
Ich bin mit meinem Kauf sehr zufrieden, hoffe aber trotzdem, dass ich dieses Equipment nicht nutzen muss.



So, nun lieben Gruß aus Berlin

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