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Erfahrungen mit Frankia? Probleme mit Boden und Geräuschen?


melart am 12 Sep 2017 19:48:31

Hallo zusammen,

wir haben uns im März einen neuen Frankia i 65 SD Selection gekauft und haben leider wieder nur Probleme.
Wer von euch hat auch einen Frankia Selection? Ich suche gleichgesinnte oder haben nur wir diese Probleme?

Wir haben enorme Knarz- und Quietschgeräusche während der Fahrt. Hauptsächlich im Bodenbereich und in der Fahrertüre.
Wir waren schon 2x im Werk (insgesamt 4 Wochen) aber die Geräusche kommen immer wieder. Uns wurde gesagt man kann nichts mehr machen, bei den kurzen Probefahrten war nichts zu hören. Die Fahrertüre klappert im oberen Bereich fast permanent und im unteren hinter der Verkleidung, egal wie neu und gerade die Straße ist. Wenn man schlechte holprige Straßen hat, dann darf auch mal was Scheppern, das ist ja auch normal aber doch nicht permanent, das raubt einem ja den letzten Nerv...
Im Bodenbereich haben wir Quietschgeräusche auf der Fahrer- und Beifahrerseite beim Übergang vom Fahrerhaus und dem Wohnraumboden genauso wie hinten bei der Aufbautüre. Bei der Sitzbank tritt man wie in ein Loch, da gibt der Boden komplett nach (darunter ist keine Verstrebung). Der Boden ist eine Hohlkammerplatte, wahrscheinlich wegen der Leichtbauweise der Selection Reihe. Die Badtüre macht im Schloss Quietschgeräusche wenn man nur im Wohnmobil hin und her geht.

Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Wir wissen gar nicht wie diese ganzen Probleme jemals gelöst werden sollen.
Ist in der F-Line auch dieser Hohlkammerplatten-Boden verbaut oder ist dort ein stabiler Boden? Vielleicht haben wir einfach das Falsche Modell gewählt.

Wir haben uns für einen Frankia entschieden weil wir mit unserem Hymer davor so viele Probleme hatten und jetzt ist es ehrlich gesagt schlimmer als zuvor.

Was habt ihr für Erfahrungen mit Frankia und Geräuschen während der Fahrt gemacht?

Viele Grüße
Melart

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ralfs am 17 Sep 2017 12:41:58

Hallo, ich kann zwar nicht für deinen Wagen sprechen, wir haben einen T 740 GD, da knarzt der Boden auch. Je nach Wetter allerdings, manchmal ist gar nix zu hören. Zusätzlich knarzen die Lattenroste im Bett. Ich kann mal nachschauen, wie der Boden bei unserem aufgebaut ist - leider erst nächste Woche.

Trotz einiger Mängel ist Frankia sicher ein guter Hersteller.

Mann am 17 Sep 2017 15:44:49

ich kann dir nicht helfen, aber ich denke Leichtbau und nicht klappern und knistern beim Womo passt einfach nicht zusammen, du wirst Abstriche machen müssen. Die Vorteile des Leichtbaues werden durch solche unschöne Begleiterscheinungen erkauft.
Und wenn man mal ganz sachlich und unvoreingenommen drüber nachdenkt ist es nachvollziebar.
Unser Händler hatte uns damals von sowas abgeraten, aus genau diesem Grund, es ging allerdings um ein anderes Modell.

Viele Grüße

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melart am 27 Sep 2017 17:38:05

Ja wir vermuten auch das die Probleme vor allem von der Leichtbauweise kommen aber könnte es nicht auch sein, das diese Geräusche oder andere bei der F-Line genauso auftreten? Wir wollten unter 3,5 to bleiben, darum haben wir uns für den Selection entschieden. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, das er sowieso.3,85 to hat und somit hätten wir gar keinen Selection gebraucht.

Jetzt gehts zum 3. mal in die Werkstatt und wir hoffen, das der Boden vielleicht so stabilisiert werden kann, das die Geräusche weniger werden bzw. verschwinden. Ansonsten schauen wir mal was wir machen aber die Geräusche auf Dauer sind sehr nervig. Man muss ja auch von Ort zu Ort kommen und wenn man im Vorhinein schon weiss, das es wieder nervtötend wird, das macht auch keine Spaß...

Viele Grüße
Melart

gtom am 27 Sep 2017 18:37:27

Gerade Geräusche und "Knarzen" sind sehr subjektive Einschätzungen, wir hatten den i72 vor kurzem für ein "Probewochenende" hier, da habe ich auch leichte Geräusche und Knarzen wahrgenommen aber nichts was mich persönlich jetzt derart gestört hätte dass ich da einen "Mangel" drin gesehen hätte...

Auch auf der Besichtigungstour im Mai diesen Jahres als wir so ziemlich alles angeschaut haben was in der 7m+ Variante bei den Integrierten verfügbar war und diese auch betreten haben war kein einziges Fahrzeug dabei dass nicht irgendwo Knarz- oder Quietschgeräusche gemacht hatte... Einzig ein Ormocar Individual- Aufbau war definitiv "Knarzfrei"... ;-)

Edit: Ein guter Freund von mir wiegt bei 2,08m Größe entspannte 175kg... Wenn der durch ein Wohnmobil läuft entstehen regelrechte "Wellen" im Fahrzeug.... ;-) Der hat sich mal bei Ikea in ein Bett fallen lassen das komplett zusammen gebrochen ist...

lg Thomas

brainless am 27 Sep 2017 19:37:07

ralfs hat geschrieben:Trotz einiger Mängel ist Frankia sicher ein guter Hersteller.



Das hatten wir auch gedacht.....................bis wir eine Werkführung mitgemacht haben.
Nein, Danke,


Volker

Tuppes am 27 Sep 2017 20:44:15

brainless hat geschrieben:Das hatten wir auch gedacht.....................bis wir eine Werkführung mitgemacht haben.
Nein, Danke,
Volker


Willst Du uns verraten, wie bzw. warum Du zu dieser Aussage kommst? Auch ich war bisher der Meinung, dass Frankia durchaus in Bezug auf Qualität "weiter oben" anzusiedeln wäre, zumal ich etliche zufriedene Frankia-Womo-Eigner kennenlernen durfte. - Danke jedenfalls schon einmal im Voraus.
Erhard (Tuppes)

mnk1200 am 27 Sep 2017 21:17:20

Also wir haben uns nach der Werksführung für eben einen Frankia entschieden. Das war in 2014 und haben soeben einen neuen bestellt. Und ja, die Fahrzeuge sind weiter oben (ohne Anspruch auf ganz oben :-))anzusiedeln und in der Summe ihrer Eigenschaften sehr zu empfehlen.

brainless am 28 Sep 2017 01:21:16

Tuppes hat geschrieben:Willst Du uns verraten, wie bzw. warum Du zu dieser Aussage kommst?




Natürlich,

wenn ich etwas schreibe, stehe ich auch dazu.
Ein Freund hatte einen VI-Dreiachser auf Ducato, ich glaube 740 hieß das Mobil. Insgesamt, bis auf kleine Macken hier und da, war er zufrieden.
Da bei uns ein neues Mobil zur Entscheidung anstand, überzeugte er uns, mit ihm gemeinsam eine Werkführung in Marktschorgast zu buchen.
Wir waren dort, um eventuell den Alkoven mit der Hecksitzgruppe in die engere Wahl zu ziehen
Wir kamen (Juni, 2014) abends an, stellten uns auf den Frankia-Stellplatz und fanden am nächsten Morgen Brötchentüten am Mobil. Merci, Frankia.

Der Beginn der Führung war unprofessionell. Der Empfangsraum war nicht vorbereitet. Wir mußten etwa 20 Minuten auf unseren "sachkundigen" Führer warten, der sich mit Hinweis auf die Verspätung nur kurz vorstellte und zur Eile mahnte. Na. toll!
Erste Station war das Kundenservicecenter, das einen rundum positiven Eindruck hinterließ: Sauber, geordnet, alle Maschinen und Werkzeuge zur Hand, ruhige Atmosphäre. Prima Werkstatt.
Dann ging es in das Herzstück des Werkes, die Schreinerei/Möbelbau. Hierzu sollte man wissen, daß FRANKIA aus einer Schreinerei entstanden ist und durch tollen Innenausbau seinen späteren Ruf begründete. Überall Arbeitsanweisungen an den einzelnen Stationen, Reste und Abfälle sauber getrennt in Tonnen und Containern, Mitarbeiter, die ohne Hetze ruhig ihre Arbeit für ein qualitativ gutes Ergebnis verrichteten. Na, das kann ja kaum besser werden!
Tja, so war es denn auch leider......
In der Produktionshalle, im Montagefluß, kam die Ernüchterung.
Dreck und Abfälle, wo man hinblickte, leere Spraydosen, Klebebänder, Isolierreste, benutzte Werkzeuge, etc. etc. Ungepflegt erscheinende Monteure, unordentliche Werkzeugwagen - niemand, den dieses Chaos störte. Jeder werkelte so vor sich hin.
Einige Ducatos standen in der Reihe, ein Daily und ein 8,8 t Iveco. Die letzteren beiden für RMB und eine französische Marke.

Den letzten Ausschlag für eine Entscheidung gegen Frankia gab die überhebliche Art unseres Führers, die ob seiner nicht vorhandenen Qualifikation für diese Aufgabe völlig unangebracht war. Zwei oder drei Mal fuhr er Besuchern über den Mund, die Verbesserunspotenzial bei den Mobilen sachlich vortrugen. Seine Kernaussage war, daß sich die Konstrukteure Gedanken machen und diese es schliesslich besser wissen müßten.
Die Verabschiedung war noch chaotischer als die Begrüßung.

Für mich - und auch für meinen Freund, war FRANKIA dann außerhalb jeglicher weiterer Überlegung.
Er hat kurze Zeit später den Frankia verkauft und einen jungen Hymer VI 809L gekauft - der auch leider nicht problemlos ist.

Produkte werden durch Menschen geschaffen. Mir geht es so, daß wenn ich diese Menschen kennengelernt habe und ihrer Arbeitsqualität nicht vertraue, ich auch deren Produkte nicht kaufen werde,



Volker

Mann am 28 Sep 2017 08:01:18

brainless hat geschrieben:In der Produktionshalle, im Montagefluß, kam die Ernüchterung.
Dreck und Abfälle, wo man hinblickte, leere Spraydosen, Klebebänder, Isolierreste, benutzte Werkzeuge, etc. etc. Ungepflegt erscheinende Monteure, unordentliche Werkzeugwagen - niemand, den dieses Chaos störte. Jeder werkelte so vor sich hin.


Naja, nimms mir nicht böse, aber das find ich doch bissl weit hergeholt.
Ob der Monteur nun rasiert ist oder nicht denke ich ist nebensächlich, ich denke nicht das man die Qulität einer Marke an den von dir gemachten Erfahrungen fest machen kann, und ob die Qualität der abgelieferten Arbeit an den Glaspalästen oder an einer Hinterhofwerkstatt festgemacht werden kann bezweifele ich, Bsp.gibts genug.

mnk1200 am 28 Sep 2017 08:38:58

Mann hat geschrieben:..aber das find ich doch bissl weit hergeholt.Ob der Monteur nun rasiert ist oder nicht denke ich ist nebensächlich, ich denke nicht das man die Qulität einer Marke an den von dir gemachten Erfahrungen fest machen kann, und ob die Qualität der abgelieferten Arbeit an den Glaspalästen oder an einer Hinterhofwerkstatt festgemacht werden kann bezweifele ich


Sehr gut, Mann!! :top: :top: ... dem ist kurz und knackig nichts hinzu zu fügen.

Tinduck am 28 Sep 2017 11:00:23

Die Ordnung und Sauberkeit in einer Produktionslinie lässt sehr wohl Rückschlüsse auf die Produktqualität zu. Nicht umsonst wird in professionellem Umfeld bei Kundenaudits stark auf Ordnung, Organisation und Sauberkeit (Stichwort 5S) geachtet.

bis denn,

Uwe

gtom am 29 Sep 2017 21:57:15

Tinduck hat geschrieben:Die Ordnung und Sauberkeit in einer Produktionslinie lässt sehr wohl Rückschlüsse auf die Produktqualität zu. Nicht umsonst wird in professionellem Umfeld bei Kundenaudits stark auf Ordnung, Organisation und Sauberkeit (Stichwort 5S) geachtet.


Ja, das wird vermarktet und treibt letztendlich die Kosten hoch...

Ich habe in meinem Leben schon viele Unternehmen gesehen die waren wie aus dem Ei gepellt, ein guter Freund hatte sich auch mit Spritzguss-Technik selbständig gemacht, einen Glaspalast hingestellt und extrem Wert auf Sauberkeit und Ordnung gelegt, neueste Maschinen, neue Halle, alle 4 Wochen neue Arbeitskleidung für die Mitarbeiter...

Mit der Krise 2008 dann das Aus, alles geleast, incl. Kleidung usw... Mit dem Umsatzeinbruch war das nicht mehr zu handeln...

Bei ganz großen Firmen lasse ich mir diese CI Gehabe noch gefallen, im Mittelstand muss das nicht zwingend sein, da ist die Personaldecke eh dünn, wenn ich einen guten Mitarbeiter bekomme dann halte ich den, egal ob er rasiert ist, lange Haare hat oder sonst irgendwie auffällt...

Und das Frankia Werk habe ich auch gesehen und eigentlich nur Mitarbeiter die ihr Handwerk verstanden haben, da ist mir nur einer aufgefallen der etwas unbeholfen bei der Montage der Innenwände war, da ist aber sofort ein anderer Mitarbeiter zur Stelle gewesen und hat ihm die Handgriffe erklärt...

Insgesamt scheint das dort durchaus zu funktionieren...

lg Thomas

brainless am 29 Sep 2017 23:08:32

Hallo Thomas,

das tut mir aber leid, daß dein Freund an der Sauberkeit in seinem Glaspalast zugrunde ging. :roll:
Du versuchst hier, etwas zu implizieren, daß mit den Zuständen bei Frankia -so wie ich sie erlebt und beschrieben habe - nicht das Geringste zu tun hat.

Daß Sauberkeit und geordnete Umgebung, gerade in der Linienfertigung, enormen qualitativen Einfluß auf das Arbeitsergebnis haben, wird Dir jeder Produktionsleiter bestätigen können.
Das ist kein CI-Gehabe und auch kein Marketing-Blabla,



Volker

gtom am 30 Sep 2017 08:51:05

Naja, im Gegensatz zu anderen Herstellern habe ich bei Frankia bemerkt dass deren Ferigung eben nicht die extreme "Tiefe" der Produktionslinie hat...

Für eine Serienherstellung gibt es verschiedene Varianten,

man kann wie z.b. im Automobil- Sektor, die Fertigung in ganz viele kleine und spezialisierte Schritte aufteilen und hat dadurch den Vorteil dass an jedem Arbeitsschritt

a) das konfektionierte Material Just-in-Time ansteht und nur das benötigte Werkzeug an dieser Stelle vorhanden ist oder man kann

b) die Fertigungstiefe etwas reduzieren und viele Schritte an einer Stelle erledigen...

Beide Varianten habe Vor- und Nachteile und müssen sorgsam abgewägt werden...

Wenn ich in einer Produktion nach dem Muster a) bauen will dann habe ich folgende Vor/Nachteile:

Vorteile:
Qualifikation der Mitarbeiter einfacher, Höhere Zahl der "Ungelernten" bzw. Leiharbeiter ist möglich.
Höhere Qualitätsdichte im Einzelschritt, höherer Automatisierungsgrad möglich.
Werkzeugvorhaltung und Personalwanderung geringer.

Nachteile:
Intensive Logistik hinter dem Fertigungsband und sehr viel Raum erforderlich.
Kaum Toleranzkorrekturen möglich.
Abhängigkeit von Just-in-Time Zulieferung der Einzelteile in Abstimmung mit dem Individualisierungsgrad


Bei Frankia habe ich einen anderen Ansatz wahrgenommen, die Fertigen nach der Methode b) Dort werden sehr viele Schritte an einer Stelle von ganzen Teams erledigt,

Vorteile: Höhere Qualitätsdichte im Gesamtbauteil, Anpassungen von Toleranzen möglich, höherer Individualisierungsgrad möglich.
Geringere Logisik und weniger Raumbedarf

Nachteile: Werkzeugvorhaltung ist umfangreicher (Stichwort "Unordnung") Höhere Qualifiaktion der Mitarbeiter ist erforderlich, geringerer Automatisierungsgrad

Brainless:

wenn du dir mal einzelne Werke anschaust dann wirst du merken dass derzeit noch beide Varianten gemacht werden, einige Hersteller arbeiten nach "Automotive" Standards, andere arbeiten eher wie "Handwerker"... Da ein Wohnmobil beide Komponenten enthält entstehen auch zwei völlig verschiedene Ansätze der Produktion...

Ob das Endergebnis bei Variante a) oder b) besser ist das können wir kaum beurteilen...

Zur "Sauberkeit":

Wenn ich ein Bauteil X aus eine CNC Fräse entnehme und dieses Teil gereinigt und sauber zum Einbau liefere dann sieht das Sauber und Professionell aus, wenn ich aber dieses Bauteil X direkt am Fahrzeug einpasse und eventuell noch individuelle Bohrungen z.b. für eine zusätzliche Leitung machen muss dann liegen nunmal die Späne dort wo ich es zugeschnitten habe. Steht dann noch der Elektriker daneben, gleichzeitig wird die Heizung verbaut und evtl noch Klappen und Schränke montiert dann erscheint das u.U etwas "Chaotisch" und unordentlich zumal jeder dieser Handwerker sein Werkzeug benötigt und noch Material beischaffen muss...

lg Thomas

brawo1 am 30 Sep 2017 09:58:34

Für mich ein sehr guter und informativer Beitrag, danke dafür, Thomas.

brainless am 30 Sep 2017 11:18:59

Hallo Thomas,

Du schreibst recht blumig über verschiedene Theorieansätze in der Fertigung - aber von der Realität (in 2014) bei Frankia weißt Du absolut nix.
Dort wurde weder nach Methode a), noch nach Methode b) gearbeitet.
Die Qualität in der Schreinerei kam auch daher, daß von der Arbeitsvorbereitung die benötigten Teile vorgegeben wurden und dadurch "just-in-time" in der Fertigung zur Verfügung standen.
Allerdings "just-in-time", wie es der Schreinerei angewiesen worden war - nicht wie es dann in der Fertigung eingebaut wurde.
Weil der Spezialist für den Einbau der ALDE 3010 fehlte, versuchte sich ein anderer Arbeiter daran. Natürlich verzögerte sich die Fertigstellung dieser Komponente und der folgenden ebenso. Folge: Die fertigen Möbel und Platten standen abseits im Dreck.
Von Kleber und Spachtel verschmierte Schraubendreher und Zangen, die achtlos auf dem Boden liegen gelassen worden, halte ich auch nicht für "umfangreiche Werkzeugvorhaltung".
Bei der Methode b), die Du fälschlicherweise Frankia zuschreibst, nennst Du als Vorteile:
Vorteile: Höhere Qualitätsdichte im Gesamtbauteil, Anpassungen von Toleranzen möglich, höherer Individualisierungsgrad möglich.
Geringere Logisik und weniger Raumbedarf

Natürlich wäre eine höhere Qualitätsdichte im Gesamtbauteil möglich, natürlich wären Anpassungen von Toleranzen möglich, natürlich wäre ein höherer Individualisierungsgrad möglich.
Aber, alles bei Frankia nur im Konjunktiv........

Wir schreiben jedoch aneinander vorbei:
Du theoretisierst über die unterschiedlichen Produktionsansätze, ich beschreibe meine persönlich gemachten Beobachtungen und Erfahrungen anläßlich einer Werksbesichtigung vor über 3 Jahren.
Vielleicht noch eine Analogie zum besseren Verständnis, warum ich Unordnung und Unsauberkeit bei der Herstellung eines Produktes für kontraproduktiv erachte:
Ich gehe gerne gut essen und bevorzuge regionale Küche. Einem Gasthaus, wo in der Küche verdreckte Messer von Köchen in schmuddeliger Strassenkleidung mit schmutzigen Fingernägeln und Triefnase geführt werden, kann ich keine "höhere Qualitätsdichte" attestieren. Beim besten Willen nicht,



Volker

Mann am 30 Sep 2017 12:36:56

Wie war gleich nochmal die ursprüngliche Fragestellung des Threaderöffners ?

brainless am 30 Sep 2017 17:13:36

Erfahrungen mit Frankia? 8)


Volker

brawo1 am 30 Sep 2017 17:49:18

brainless hat geschrieben:Erfahrungen mit Frankia?


Habe nun seit 15 Jahren ein Frankia-Wohnmobil und fahre mehr oder weniger regelmäßig zum Kundendienst nach Marktschorgast zur Firma Frankia. Diese rd. 250 km zur Firma nehme ich liebend gern in Kauf, weil ich weiß, dass ich dort freundlich und kompetent bedient werde. Ich würde immer wieder einen Frankia kaufen.

Und wie heißt es so schön? Wo gehobelt wird, da fallen Späne, die mir nicht das Geringste ausmachen, solange alles zu meiner Zufriedenheit erledigt wird und das war bisher immer der Fall. Auch im nächsten Jahr ist nach unserer Überwinterung, zu der wir morgen starten werden, ein Besuch bei der Firma Frankia fällig.

brainless am 30 Sep 2017 19:39:59

Du hast doch wohl gelesen, was ich bezüglich der Kundendienstwerkstatt geschrieben habe, oder?


Volker

brawo1 am 30 Sep 2017 23:04:45

brainless hat geschrieben:Du hast doch wohl gelesen, was ich bezüglich der Kundendienstwerkstatt geschrieben habe, oder?

Ja, Volker, du hast sie positiv dargestellt, aber durch die Werksführung hast du dort für dich Negatives zu sehen bekommen, ein anderer würde dies vielleicht nicht so beurteilen.

Für mich entscheidend ist, und das wollte ich durch mein Posting hinüberbringen, dass ich mit meinem Wohnmobil von der Firma Frankia sehr zufrieden bin. Der Zustand in den Räumen der Fertigung interessiert mich nicht, davon würde ich mich nicht von einem Kauf eines Frankia-Wohnmobils abhalten lassen. Für mich zählt das fertige Produkt, welches aus meiner Sicht super ist.

berny2 am 01 Okt 2017 00:42:57

brawo1 hat geschrieben:Habe nun seit 15 Jahren ein Frankia-Wohnmobil ...

Dann dürften wohl inzwischen die Kinder- bzw. Fertigungskrankheiten beseitigt sein, oder? :idea:

brawo1 am 01 Okt 2017 00:58:25

brawo1 hat geschrieben:Habe nun seit 15 Jahren ein Frankia-Wohnmobil ...

berny2 hat geschrieben:Dann dürften wohl inzwischen die Kinder- bzw. Fertigungskrankheiten beseitigt sein, oder? :idea:

Es gab keine.

andwein am 01 Okt 2017 15:37:29

brainless hat geschrieben:...In der Produktionshalle, im Montagefluß, kam die Ernüchterung. Dreck und Abfälle, wo man hinblickte, leere Spraydosen, Klebebänder, Isolierreste, benutzte Werkzeuge, etc. etc. Ungepflegt erscheinende Monteure, unordentliche Werkzeugwagen - niemand, den dieses Chaos störte. Jeder werkelte so vor sich hin. Volker

Im Schwäbischen gibt es einen Spruch: "wie der Herr, so s Gschirr" oder anderst "wie es im Werkzeugkasten aussieht so sieht es auch mit der Arbeit aus".
Aus meiner Erfahrung im IT-Service kann ich diese Sprichworte nur bestätigen. Wer sein Werkzeug auf den Werkzeugwagen schmeißt, den interessieren auch keine Arbeitsanweisungen.
Nur meine Erfahrung, Gruß Andreas

nanniruffo am 01 Okt 2017 16:08:15

Zu einer Betriebsbesichtigung von Frankia kann ich nix sagen. Wir haben unseren Frankia zwar im Werks abgeholt aber keine Werksbesichtigung gemacht.

In der Folge haben wir aber 3 x Womo-Werke im Betrieb besichtigt : Carthago, Eura und Dethleffs.

Erstes Beispiel: Bei Carthago war es noch das alte Stammwerk, in dem zur damaligen Zeit nur noch die Liner hergestelt wurden. Unser Eindruck: So beengt hätte ich nicht arbeiten können, ein kunterbuntes Durcheinander von Materiallagern, wirklich gut organisiert und aufgeräumt sah das jedenfalls nicht aus. Der Carthago, den wir damals dort gekauft haben, wurde in diesem Werk hergestellt und hat in unserer Nutzungszeit von 4 Saison´s insgesamt 0 Fehler und keinerlei Reparaturen gehabt.

Zweites Beispiel: Eura. Wir hatten uns einen Karmann TI bestellt und deshalb das Werk besichtigt: Unser Eindruck: Platzmäßig extrem großzügige und moderne Produktionsanlagen. Sehr entspannte Athmosphäre und alles recht sauber und ordentlich: Unser danach dort gebauter Karmann hat in seiner Nutzungszeit von 4 Saison´s 3 oder 4 Fehler gehabt, die zu Nacharbeiten des Händler´s geführt haben, aber das war alles nur Kleinkram. Allerdings haben 2 verschiedene Händler die ununterbrochenen Quietsch- und Knarzgeräusche aus dem Bereich des Küchenblocks nicht beseitigen können und deshalb wurde der Karmann dann verkauft.

Drittes Beispiel: Dethleffs. Wir hatten einen Alk beim Händler bestellt und daher eine Werksbesichtigung in Isny gemacht. Unser Eindruck: Irgendwo zwischen Eura und dem ollen Carthago-Werk, großes Werk aber doch relativ beengt alles und damit etwas "unruhig". Alles dennoch einigermassen sauber, aber ich selbst hätte dort nicht gerne arbeiten wollen. Da hätte ich mich wohl eher bei Eura beworben :razz: . Der später übernommene Dethleffs war das Womo, das die meisten Werkstatttermine aller unserer Mobile hatte. Wir hatten noch bei keinem Mobil soviele Kleinigkeiten und auch "Großigkeiten" und soviele Werkstatttermine beim Händler und im Werk hatte. Wir waren dennoch mit dem Dethleffs sehr zufrieden und wollen das hier nicht als Meckern verstanden wissen. Das war schon ein wirklich tolles Mobil. Das wir ihn dennoch vor 1,5 Jahren (wie üblich nach 4 Saisons) wieder verkauft haben, hatte nix mit Dethleffs, sondern nur mit uns zu tun.

Ach so, habe ich noch vergessen. Der Frankia hatte genauso wie der Carthago bei 4 Saison´s Nutzung keinerlei Fehler und war jweils nur zur Dichtigkeitsprüfung beim Händler.

Ob also wirklich ein unmittelbaren Zusammenhang besteht zwischen optischem Eindruck der räumlichen Gegebenheiten und der Fehlerquote beim dort gebauten Mobil ? Zumindest unsere Erfahrung geben diese These nicht so wirklich her ;D

Tom

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