Der Gedanke, dass ein Vorzelt nicht nur mehr Wohnkomfort sondern auch mehr Schutz und Praktikabilität, insbesondere bei schlechterem Wetter bietet, kam uns während unseres Urlaubs zu Pfingsten an der holländischen Nordsee.
Dort haben wir bei einem Camper Paar ein aufblasbares WoMo Vorzelt von Kampa live erleben dürfen.
Sofern man mit dem WoMo auf Hopping-Tour ist macht ein Vorzelt natürlich weniger Sinn. Sofern man jedoch eine Weile bleibt, bietet es doch einiges an Mehrkomfort und zusätzlichen Wohnraum.
Nach langer Suche und Vergleichen zwischen Kampa und Vango, ist die Wahl schlussendlich auf das Vango gefallen.
Bei dieser Variante hat uns insbesondere der bereits eingebaute wasserdichte Boden, die Übergangsschleuse, die größere Grundfläche und das etwas bessere Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt.
Beide Anbieter kommen aus UK und liefern sich dort einen harten Wettbewerb. Vango ist in UK Marktführer - hier in D jedoch noch nicht so bekannt.
Das Zelt besteht aus 4 Luftkammern, die man mit ziemlich exakt 20 Pumpenhüben (Pumpe wird mitgeliefert) auf jeweils 6 Bar aufpumpt (Barometer ist in der Pumpe verbaut). Das Zelt errichtet sich quasi von selbst und braucht nur noch abgespannt werden. Die Abmessungen über alles betragen 4,65 x 3,20m
Zu allererst wird die Schleuse in die vorhandene Kederschiene der Markise eingezogen (6mm Durchmesser). Die Markise wird dann wieder komplett eingefahren. Danach wird das Zelt Pi mal Auge ausgelegt. Mittels Keder-Adapter, den wir uns zusätzlich gekauft haben, kann man das Fahrzeug frei bewegen, um z.B. Ausflüge zu unternehmen. Das Zelt selbst muss hierfür nicht abgebaut werden. Es wird lediglich der Keder-Adapter herausgezogen.
Wir haben die "Schleuse", also den Übergang zwischen Zelt und WoMo geliebt, weil wir dort unsere E-Bikes "geparkt" haben. Sie waren so vor Wind und Wetter und auch gegen Diebstahl geschützt.
Ebenso sehr gut gefallen, hat uns die ausladende Überdachung über dem Eingang. Hier haben wir das Hundetaxi unserer 13-jährigen Colliedame untergestellt. Selbst bei Starkregen blieb alles, was sich darunter befand trocken.
Während unseres vor kurzem stattgefundenen Urlaubs auf dem CP Groede in Seeland, wurden wir vom Sturmtief Sebastian heimgesucht. Es herrschten Windgeschwindigkeiten über 100 km/h mit Wassermassen von 80l /m2.
Das Zelt war regelrecht mit Wasser unterspült und man konnte es deutlich glucksen hören, wenn man über den Zeltboden lief. Dieser jedoch blieb im Inneren absolut trocken. Die Stabilität war hervorragend und es gab kein klappern von Gestängen, weil es keine gibt.
Mit etwas Übung ist das Zelt in weniger als 15 Minuten aufgebaut. Nach weiteren ca. 15 Minuten sind alle Heringe im Boden versenkt und die Abspanngurte, die sich am Zelt befinden, befestigt.
Für 79,- EUR haben wir zusätzlich eine innenliegende Schlafkabine dazugekauft. Diese wird in dafür vorgesehene Ösen im Innenraum eingehängt und bietet Platz für eine 2x1m große Luftmatratze (für Gäste). Die Schlafkabine kann binnen Sekunden wieder entfernt werden, so dass tagsüber wieder der komplette Platz vorhanden ist. Der Zugewinn von knapp 15qm ist bei einem stationären Aufenthalt auf dem CP echter Luxus.
Als Hundebesitzer bietet das Vorzelt ebenfalls enorme Vorteile (gerade bei schlechtem Wetter), weil der schmuddelige Vierbeiner Nässe und Schmutz nicht direkt im WoMo "abschüttelt".
Wir sind sehr zufrieden mit dem Zelt und würden es jederzeit wieder kaufen.
Der Listenpreis beträgt ca. 1.300 EUR. Wir haben es online für 980 EUR gekauft, haben es aber im Nachhinein auch schon bei einem englischen Anbieter für 780,- Pfund gesehen. (nochmals ca. 150,- EUR günstiger)
Hier mal einige Bilder:






Hier ein Video in Echtzeit vom Auf- und Abbau.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=5v5_BOZnHSY[/youtube]
Für alle, die mit dem Gedanken für ein solches Vorzelt spielen - ich kann es nur empfehlen.
Liebe Grüße
Frank

