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Reinigung Frischwassertank und Leitungen bei Alde Heizung


Brunooo am 16 Nov 2017 18:54:35

Hallo,
mir ist schon klar, dass dieses Thema hier schon oft diskutiert worden ist und ich vllt. deswegen einen Rüffel bekomme.
Allerdings hab ich dieses Thema niemals im Zusammenhang mit einer Alde Heizung gelesen.
Ich möchte mein Frischwassertank und meine Leitungen mit Danklorix reinigen.
Jedoch um die Leitungen zu reinigen muss ich den Reiniger über den Heizungstank der Alde Heizung führen.
Laut Alde soll ich das nicht machen, da eventuell der Tank beschädigt wird.
Auch Zitronensäure ist lt. Alde zu agressiv !
Was nehmt Ihr für ein Mittel, das im besten Fall kein Schaden anrichten kann.

Vielen Dank im voraus
Brunooo

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soul am 17 Nov 2017 01:09:59

alde-heizung hat doch nichts mit dem frischwassertank zu tun.

lg

Mann am 17 Nov 2017 08:28:11

soul hat geschrieben:alde-heizung hat doch nichts mit dem frischwassertank zu tun.

lg


Ich denk schon.

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Mann am 17 Nov 2017 08:32:05

Brunooo hat geschrieben:Was nehmt Ihr für ein Mittel, das im besten Fall kein Schaden anrichten kann.


ich machs einmal im Jahr mit Oxosanum von Asstor und habe dabei nur beste Erfahrungen gemacht.

bennykater am 17 Nov 2017 08:38:17

Die Warmwasseraufbereitung erfolgt innerhalb des ALDE-Kessels, deshalb hat Bruno recht.

Ich benutze bei meiner Frischwasseranlage (und der ALDE) seit Jahren die Chlordioxid-Methode, weil das nach meiner Recherche die wirksamste Methode ist.
Auf der Seite von "Reisemobilist Rainer Klasani" ist eine genaue Beschreibung der Methode.
--> Link

Wenn man das mal so gemacht hat, ist es dann ganz einfach, und das Ergebnis hat mich überzeugt.

Gruß
Martin

Brunooo am 19 Nov 2017 22:32:33

Danke für den Tipp.
Frage an dich = Bist Du Chemiker ?
Also für mich liest dies sich nicht ganz so einfach
Muss mich mal einlesen und nachforschen.
LG Bruno

bennykater am 19 Nov 2017 23:52:11

Hallo Bruno,
nein, bin ich nicht 8)
Ich hatte hier mal diesen Thread eröffnet:
--> Link
Hier habe ich viel nützliches erfahren, und die teilweise doch sehr kompetenten Antworten haben mich weitergebracht.
Du wirst beim Durchlesen schnell erkennen, wer zumindest Chemiker sein könnte, und musst halt schauen, wessen Meinung zu diesem Thema für dich Sinn macht, und welcher nicht. Tipp: Die Ratgeber, die missionarischen Eifer erkennen lassen, sind es wohl eher nicht.

Gruß
Martin

wohnmobilbenutzer am 20 Nov 2017 13:09:52

Hallo,


die Warmwasserboiler bestehen aus Edelstahl. Auch bei hochwertigen Edelstählen kann es prinzipiell beim Vorhandensein von Chlorid-Ionen (in vielen Desinfektionsmitteln enthalten) zur Loch-, Spalt- und Spannungsrißkorrosion kommen. Wer sich dazu genauer informieren will, kann in die bekannte Suchmaschine mit dem großen "G" die Stichworte "Natriumhypochlorit Korrosion Edelstahl" eingeben und wird dann ziemlich am Anfang die Pdf-Tabelle "Chemische Beständigkeit von nicht rostenden Stählen" finden, die ich hier leider nicht direkt verlinken kann. Dort findet man unter Natriumhypochlorit (auch in dem Reinigungsmittel Danklorix enthalten) zumindest für die sehr hohe Konzentration von 5% eine entsprechende Angabe.

Trotzdem wollen sich meiner Meinung nach die Hersteller der Warmwasserbereiter mit den pauschalen Hinweisen auf die Schädlichkeit von Desinfektions- und Entkalkungsmitteln hauptsächlich vor Schadensersatzansprüchen schützen.

Gute Edelstähle müssen gegenüber den erwähnten Substanzen in geringen Konzentrationen weitgehend unempfindlich sein, denn vielen Trinkwässern werden schon von den Wasserversorgungsunternehmen gemäß der Trinkwasserverordnung aus Sicherheitsgründen Desinfektionsmittel wie z. B. Natriumhypochlorit oder Chlordioxid in geringen Konzentrationen zugesetzt. Darauf hat der Wohnmobileigner überhaupt keinen Einfluß - er muss das Trinkwasser tanken, das auf den Stell- und Campingpätzen angeboten wird. Zudem werden in den öffentlichen Wasserversorgungsanlagen ebenfalls Anlagenteile aus Edelstahl eingesetzt. In meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit im Bereich Wasserversorgung habe ich diesbezüglich noch nie von gravierenden Korrosionsproblemen gehört.

Wenn man nun z. B. das Reinigungsmittel Danklorix (desinfizierende Wirksubstanz Natriumhypochlorit) in höheren Konzentrationen zur Stossdesinfektion der Wasseranlage im Womo ein- oder zweimal pro jahr benutzt, dürfte das m. E dem Boiler nicht wesentlich schaden, wenn man hinterher die Anlage gut mit Frischwasser durchspült. Das muss man ohnehin machen, da solche Reinigungsmittel wie Danklorix nicht im Trinkwasser enthalten sein dürfen.

Ich selber führe keine Stossdesinfektionen der Wasserversorgungsanlage im Womo durch, da ich dem getankten Wasser permanent Chlordioxid in geringer Konzentration gemäß der Trinkwasserverordnung zusetze (sofern das nicht schon das Wasserversorgungsunternehmen gemacht hat). Dabei konnte ich in den jetzt knapp 5 Betriebsjahren meines Womo erwartungsgemäß keine negativen Auswirkungen auf den Warmwasserboiler feststellen.

Also ist es letztlich eine persönliche Risikoabwägung. Ich bin halt der Meinung, daß das Schadensrisiko für den Boiler geringer ist, als mein Risiko, wenn ich undesinfiziertes Wasser aus der Womo-Versorgungsanlage als Trinkwasser nutze.

Aber ich will jetzt diesbezüglich nicht die gefühlt hundertste Grundsatzdiskussion anzetteln muss nun auch ein Ende finden, sonst heißt es wieder, daß "manche eine Wissenschaft aus dem Hobby Wohnmobil machen" :mrgreen:



Grüße

eijden am 20 Nov 2017 15:14:39

Moin Brunooo,
oh Mann, mit Deiner Frage hast Du mich wirklich zum Grübeln gebracht. Ehrlich gesagt habe ich im Traum bei der Reinigung vom Frischwassertank an die Alde gedacht. Aber natürlich ist es ja absolut logisch, dass diese betroffen ist.
Umso beruhigter war ich dann über die Antwort von Wohnmobilnutzer. Ich habe unser Fahrzeug bisher 1 x mit einer geringen Menge Danklorix gereinigt und die Alde lief danach noch.
Also: Glück gehabt oder einfach noch die richtige Menge erwischt?
Bei der letzten Reinigung hatten wir ein Mittel beim Zubehörhändler gekauft. Auch danach keine Mängel bei der Alde festgestellt.

Brunooo am 21 Nov 2017 12:43:35

Hallo Andrea,
Es war nicht meine Absicht Dich zu verunsichern.
Habe halt einfach mal wegen Danklorix bei Alde angefragt. Die wiederum wollen sich natürlich in alle Richtungen absichern. Werde mich jetzt in die Thematik des Clordioxid einlesen, denn dies liest sich plausibel an. Bedanke mich recht herzlich für Eure Hilfe LG Bruno

Mann am 21 Nov 2017 12:50:24

Brunooo hat geschrieben: Werde mich jetzt in die Thematik des Clordioxid einlesen, denn dies liest sich plausibel an. Bedanke mich recht herzlich für Eure Hilfe LG Bruno


wenn du nicht der große Leser bist, es gibt auch Fertigprodukte von Asstor, nennt sich Oxosanum, die Tankgröße wird über die Einwirkzeit geregelt.

thomas56 am 21 Nov 2017 12:53:52

ich habe hier ein 30.000 Liter Planschbecken mit Edelstahlfilteranlage, Edelstahlpumpe und Edelstahlleiter und ich weiß gar nicht wieviel Zentner Chlor ich da schon rein geschmissen habe. Kaputt gegangen ist jedenfalls noch nichts!

Meine Alde bekommt auch seit über 10 Jahren 2x/Jahr die Danklorixbrühe und auch da gab es noch keine Probleme!

Scout am 21 Nov 2017 13:18:55

Korrosion von Boilern oder dem Edelstahl aus dem sie gefertigt sind.
Der Grenzwert für Chlorid darf nach Trinkwasserverordnung 250 mg/l betragen. Die Edelstahlmaterialien im Trinkwassersystem müssen diese Konzentration vertragen.
Aus welchem Material die Boiler gefertigt sind weis ich nicht.
Im Schwimmbeckenbereich, hier wird ja ebenfalls Trinkwasser verwendet, wird häufig der Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4404 verwendet. Dieser ist bis 400 mg/l Chlorid beständig. Ich vermute, dass die Boiler aus dem gleichen oder ähnlichem Material bestehen.

Zu der Frage ob Bleichlauge (DanKlorix) Korrosion erzeugen kann zitiere ich aus --> Link
Zitat
Kann bei der Tankdesinfektion mit Chlorbleichlauge Lochfraß entstehen?
In Chlorbleichlaugeprodukten gibt es zwei Substanzen, deren korrosive Eigenschaften man betrachten sollte, Chloridionen und hypochlorige Säure.

Korrosion durch Chloridjonen
Chlorbleichlauge wird aus einer Kochsalzlösung (Natriumchlorid) durch Elektrolyse hergestellt. Dadurch enthält Chlorbleichlauge Kochsalz, es ist produktionsbedingt.
DanKlorix, das von vielen verwendet wird, enthält 2-3 g/l Chlorid. (Auskunft von COLGATE-PALMOLIVE GmbH)
Ich zeige an zwei Beispielen wie hoch die Konzentration an Chlorid werden kann.
Erstes Beispiel:
Der DVGW - Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches empfiehlt im
DVGW Arbeitsblatt W 291 „Reinigung und Desinfektion von Wasserverteilungslagen.“
zur Desinfektion 50 mg/l Chlor, bei einer Kontaktzeit von 12 Stunden.
Bei diesen Bedingungen ist eine sichere Desinfektion gewährleistet.
Bei der Verwendung von DanKlorix, sind das ca. 0,13 l DanKlorix pro 100 l Wasser (Tankfüllung), mit 0,4 g oder 400 mg Chlorid.
Das ergibt dann eine Konzentration von 4 mg Chlorid pro 1l Tankwasser.
Zweites Beispiel:
Viele nehmen nicht 0,13 Liter, sondern ca. das 10 fache, also 1 Flasche mit 1,5 Liter DanKlorix pro 100 l Wasser (Tankfüllung).
Das ergibt dann eine Konzentration von 46 mg/l Chlorid.
Das Trinkwasser enthält aber auch Chlorid, das man addieren muss. Bei unserem Wasser sind es 10 mg/l.
Selbst bei sehr viel Chlorid im Trinkwasser, kommt man nicht in Konzentrationsbereiche in denen Lochfraß entstehen könnte.
Bei der Desinfektion ist die Chloridkonzentration nie so hoch, dass Lochfraß entstehen könnte.

Lochfraß durch Hypochloritionen und hypochlorige Säure
Durch Hypochloritionen und hypochlorige Säure entsteht ebenfalls keineKorrosion.
Hierzu zitiere ich aus einem Artikel Seite 11 aus dem „Merkblatt 893 Edelstahl Rostfrei für die Wasserwirtschaft“.
--> Link
Zitat Anfang
Ozon ist ein zunehmend verwendetes alternatives Oxidationsmittel, welches entweder allein oder in Verbindung mit Chlor in der
Wasseraufbereitung zur Anwendung kommt. Nichtrostende Stähle der V4A Gruppe sind hier beständig.
So wird beispielweise der Edelstahl 1.4404 vorzugsweise für den Bau von Ozongeneratoren verwendet.
Ferner ist Chlor auch als hypochlorige Säure oder Hypochlorition aus chlorhaltigen Desinfektionsmitteln als starkes Oxidationsmittel zu nennen.
Zitat Ende.
'Das besagt, dass der Edelstahl 1.4404 gegen chlorhaltige Mittel genauso resistent ist wie gegen Ozon.


Edelstahl aus dem die Boiler gefertigt sind werden weder von Chloridionen noch von hypochloriger Säure (DanKlorix) angegriffen.


Gruß
Scout

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