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Webcams auf Wohnmobilstellplätzen 1, 2, 3


pipo am 17 Dez 2017 19:28:23

Leider ist der Tröd in Richtung Sicherheit abgedriftet. Sicherlich auch, weil viele mit dem Thema Datenschutz kaum was anfangen können.

Macht euch mal Gedanken, was passieren würde wenn es keinen Datenschutz geben würde. Also dann, wenn zBsp. tatsächlich KFZ Kennzeichen ausgelesen werden, euer Verhalten anhand bestimmter Algorithmen ausgewertet und an verschiedenste Dienste verkauft wird.
Spätestens wenn die Hausratversicherung für euch deutlich teurer wird oder die priv. Krankenversicherung kündigt, dann wisst ihr wozu Datenschutz u.a. gut ist :wink:

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Julia10 am 17 Dez 2017 19:38:28

pipo hat geschrieben:Leider ist der Tröd in Richtung Sicherheit abgedriftet. Sicherlich auch, weil viele mit dem Thema Datenschutz kaum was anfangen können.

pipo hat geschrieben:Macht euch mal Gedanken, was passieren würde wenn es keinen Datenschutz geben würde. Also dann, wenn zBsp. tatsächlich KFZ Kennzeichen ausgelesen werden, euer Verhalten anhand bestimmter Algorithmen ausgewertet und an verschiedenste Dienste verkauft wird.


Also, laßt uns zum Thema zurückkommen :!:


Julia

pipo am 17 Dez 2017 20:08:08

Mauimeyer hat bereits wunderbar beschrieben, wie der Einsatz der Kameras auf Stellplatzen geregelt werden kann. Daher sollte Deine Frage auch beantwortet sein..

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bernie8 am 18 Dez 2017 16:42:19

Hallo Peter,

Mauimeyer hat bereits wunderbar beschrieben, wie der Einsatz der Kameras auf Stellplatzen geregelt werden kann. Daher sollte Deine Frage auch beantwortet sein..


Das trifft aber nur für seinen Fall zu. Die Gesetzeslage ist hier nach 4 Seiten immer noch nicht geklärt.
Und das wollte Julia wissen.

kurt2 am 18 Dez 2017 16:46:37

pipo hat geschrieben:Macht euch mal Gedanken, was passieren würde wenn es keinen Datenschutz geben würde. Also dann, wenn zBsp. tatsächlich KFZ Kennzeichen ausgelesen werden, euer Verhalten anhand bestimmter Algorithmen ausgewertet und an verschiedenste Dienste verkauft wird.


Viel zu spät --> Link

pipo am 18 Dez 2017 18:05:38

bernie8 hat geschrieben:Die Gesetzeslage ist hier nach 4 Seiten immer noch nicht geklärt.

Die Gesetzeslage lässt sich auch nur klären, wenn man alle Begleitumstände kennt.
Ich würde daher mit den Fragen auf den zuständigen Datenschutzbeauftragten zugehen.

kurt2 hat geschrieben:Viel zu spät --> Link

Das ist ein alter Hut. Natürlich kann es im Sinne des Gesetzgebers sein, dass Kennzeichen gesammelt werden. Aber ab da beginnt der spannende Teil: Wer hat Zugrif, wie lange werden die Daten gespeichert und wann werden die Daten woieder gelöscht..

higs am 18 Dez 2017 18:17:29

Hallo Julia,
das aufgegriffene Thema finde ich sehr gut. Viel zu häufig wird etwas gemacht, weil es bequem ist oder weil es „großartige“ Vorteile bietet. Dass wir aber häufig mit unseren Daten bezahlen, ist vielen nicht bewusst oder egal. In den Beiträgen ging es viel um die Sicherheit, die solche Systeme bringen.

Ich selber befürworte Videosysteme, halte aber gesetzliche Regelungen für absolut notwendig.

Zu Deiner eigentlichen Frage:
Grundsätzlich muss man im Datenschutz Folgendes beachten: Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist verboten, außer ein Gesetz sieht dies vor oder es besteht eine Einwilligung durch den Betroffenen. Die Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch elektronischen Systemen (Videoüberwachung) ist in §6b Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Ob die Bilder nur angesehen werden können, gespeichert werden oder im Internet hochgeladen werden, spielt hierbei keine Rolle. Der §6b ist erst einmal relevant und zu beachten. Selbst wenn es sich bei der Kamera um eine Attrappe handelt!

Die Regelungen zur Videoüberwachung erlauben eine Videoüberwachung zur Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen, zur Wahrnehmung des Hausrechts oder zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke. In der Regel kommen auf einem Stellplatz das Hausrecht und das Interesse für konkrete Zwecke zum Tragen. Der Grund der Videoüberwachung ist jedoch zu begründen, z. B. Diebstahl oder Unfallflucht, der Zweck muss die Videoüberwachung begründen. Die Begründung „freie Plätze anzeigen“ oder „WebCam“ ist sicher nicht angemessen, um Bilder mit erkennbaren Personen oder KFZ-Kennzeichen zu erstellen.

Der Betreiber der Videoüberwachung muss auf die Tatsache der Videoüberwachung hinweisen und zwar, bevor man in den überwachten Bereich kommt. Hierzu kann er einen Text oder ein Piktogramm verwenden, er muss aber auch die verantwortliche Stelle benennen. In der Regel ist dies der Stellplatzbetreiber oder die Kommune.

Die Übertragung personenbezogener Daten ins Internet ist nicht zulässig. Wenn die Daten zum Zweck „Hausrecht“ oder „Interessenabwägung: Diebstahl, Fahrerflucht“ erhoben wurden, dürfen diese Daten nicht anschließend als Hinweis auf freie Plätze (Zweckänderung) ins Internet gestellt werden. Der Betreiber muss sicherstellen, dass die beobachteten Personen nicht bestimmbar sind, andernfalls sind umfassende Informationspflichten gegenüber der betroffenen Person erforderlich. Bei Personen sind somit das Gesicht und besondere Merkmale unkenntlich zu machen. Neben dem Datenschutz ist hier besonders „das Recht am eigenen Bild“ § 22 KunstUrhG zu berücksichtigen. Beim Recht am eigenen Bild geht ohne die Einwilligung des Betroffenen gar nichts. Ein Vermerk in den AGBs oder der Stellplatzordnung sind ungenügend.

Das KFZ-Kennzeichen stellt eine Grauzone dar. Es gehört zu den personenbezogenen Daten, da die Person damit bestimmt werden kann, jedoch fehlt es dem „Otto Normalbürger“ an der Möglichkeit. Um einer richterlichen Entscheidung zu entgehen, sollte man das Kennzeichen vor der Übertragung ins Internet unkenntlich machen.

Bei Fragen zur Videoüberwachung auf den Stellplätzen würde ich mal den Platzbetreiber befragen. Kommt einem das alles komisch und nicht angemessen vor, sollte man die Datenschutzaufsicht des jeweiligen Bundeslandes befragen.

Gruß
Higs

Julia10 am 18 Dez 2017 20:31:19

Higs, danke für die ausführliche Info :!:

DAmit sind meine Fragen beantwortet :!:

Julia

Canadier am 18 Dez 2017 20:45:13

Hallo Julia,
und Wolfgang´s Nummerschild kennen wir ja jetzt eh,
dank einens anderen Thread´s. ;D Bild

Butschimobil am 18 Dez 2017 21:44:52

Vieleicht noch als Hinweis an die Sorglosfraktion.Per Gesichtserkennungssoftware kann man das Internet durchsuchen und damit Internetseiten verknüpfen. ZB die Webcambilder und Eure Facebook Fotos oder Fotos auf der Vereinshompage. Da kann man dann möglicherweise auch schnell rausfinden, wo ihr wohnt. Besonders als Morelo oder Vario Fahrer sollte man sich da schon Gedanken machen ( ;-) ), wenn man weit von zu Hause auf einer Webcam posiert (oder posieren muss).
Ist das Kennzeichen erkennbar ist der Halter auch per Halterabfrage feststellbar. So eine Halterabfrage kann jeder machen, der ein berechtigtes Interesse hat. Da reicht es oft anzugeben, man sei zugeparkt worden und wolle jetzt Schadenersatz verlangen. Gleiches gilt für Maut oder sonstige Forderungen. Wer anonym bleiben will, macht das über einen Anwalt. Für ausländische Banden (oder Maut- und Parkplatzbetreiber, die ich jetzt nicht auf die gleiche Stufe stellen möchte), kann das auch jemand aus dem Ausland tun. Schon kennt man deine private Adresse. Wenn die Webcam in Südspanien steht und du in Hamburg wohnst, ist also genug Zeit.
Wer denkt Kriminalität geht nicht mit der Zeit hat das Nachsehen.
Im übrigen ist auch der Staat kein ideologiefreies Unschuldslamm und man sollte personenbezogenen Daten und dem gläsernen Menschen nicht zu sorglos (naiv) gegenüber stehen.
:-)

Gast am 18 Dez 2017 22:01:31

Da da Thema ja "Webcams auf Wohnmobilstellplätzen" ist, wage ich mal die Behauptung, daß es in Deutschland keine solche Cam gibt, die ein Gesichtserkennungssoftware-taugliches Bild liefert. Da hätte man es doch viel leichter mit den Avatarbildchen oder in manchen Alben hier. :D

Gruss Thomas

azenberg am 19 Dez 2017 11:06:36

Gesichtserkennung gibt es bereits. Wurde geblitzt und habe eine Fragebogen erhalten obwohl ich nicht der Halter des Fahrzeugs bin. Halter hatte keine Angaben gemacht.
Gruß Aze

Julia10 am 19 Dez 2017 11:24:55

azenberg hat geschrieben:Gesichtserkennung gibt es bereits. Wurde geblitzt und habe eine Fragebogen erhalten obwohl ich nicht der Halter des Fahrzeugs bin. Halter hatte keine Angaben gemacht.
Gruß Aze


Wahrscheinlich wurdest Du nicht auf einem Stellplatz :idea: geblitzt, oder :?: :wink:

Julia

bernie8 am 19 Dez 2017 11:44:07

Hallo Higs,

Danke für deine Erläuterungen!

Canadier am 19 Dez 2017 11:57:44

Hallo Aze,
azenberg hat geschrieben:Gesichtserkennung gibt es bereits. Wurde geblitzt und habe eine Fragebogen erhalten obwohl ich nicht der Halter des Fahrzeugs bin. Halter hatte keine Angaben gemacht.
Gruß Aze

also nochmal zum Mitschreiben,
der Halter hat keine Angaben dazu gemacht wer der besagte Fahrer vielleicht sein könnte.
Dann würde ich das schon für sehr bedenklich halten.
Oder hast du sonst vorher schon mal was "ausgefressen"?

RichyG am 19 Dez 2017 12:07:11

azenberg hat geschrieben:Gesichtserkennung gibt es bereits. Wurde geblitzt und habe eine Fragebogen erhalten obwohl ich nicht der Halter des Fahrzeugs bin. Halter hatte keine Angaben gemacht.
Gruß Aze

Kann es sein, dass der Halter nicht Dein Freund ist?
Kann es sein, dass der Halter Dich ein klitzleinwenig angelogen hat?
:wink:
Oder sind wir alle schon gesichtsmäßig registriert? Wobei das Problem mit dem Alterungsprozeß wahrscheinlich softwaremäßig gelöst wird 8)

Julia10 am 19 Dez 2017 12:17:51

RichyG hat geschrieben:Kann es sein, dass der Halter nicht Dein Freund ist?
Kann es sein, dass der Halter Dich ein klitzleinwenig angelogen hat?
:wink:
Oder sind wir alle schon gesichtsmäßig registriert? Wobei das Problem mit dem Alterungsprozeß wahrscheinlich softwaremäßig gelöst wird 8)


Ricky, es gibt da so Karteien in denen der Eine oder Andere sein



"eingestellt" hat.


Zitat:

Als das Social Network Facebook eine Funktion einführte, mit der Personen auf Fotos automatisch erkannt und markiert werden konnten, war die Aufregung groß. Inzwischen verfügt das Unternehmen aber über eine noch viel weitergehende Technologie, deren Potenzial unabhängig von der Plattform ein Problem darstellen wird.
Die Verfahren zur biometrischen Bildanalyse sind inzwischen auf einem Niveau angelangt, das es erlaubt, Personen auch dann zu identifizieren, wenn das Gesicht nicht eindeutig zu erkennen ist. Forscher von Facebook und der University of California, Berkeley, haben jetzt ein Paper veröffentlicht, in dem sie ihre aktuellsten Fortschritte in dem Bereich darlegen.


Also, wer sei Foto bereits im Internet hinterlegt hat, ist mit dieser Methode überall aufzufinden.

Julia

RichyG am 19 Dez 2017 12:26:07

Julia,
willst Du behaupten ich sah mit zwanzig schon so aus wie heute?
Eher sehe ich heute noch aus wie damals mit 20 :mrgreen:
Damit ist die Erfassung doch für'n Dings.
Die halten doch den Verfall unserer Gesichter (damit meine ich selbstredend nicht Deines! :ja: ) nicht fest.

Julia10 am 19 Dez 2017 12:31:46

Also ist der im Vorteil, der sich von mit zunehmendem Alter völlig verändert :?: .

Julia

RichyG am 19 Dez 2017 14:22:16

Endlich hat das Alter auch mal Vorteile :wink:

ganderker am 19 Dez 2017 18:12:21

Julia10 hat geschrieben:Die Verfahren zur biometrischen Bildanalyse sind inzwischen auf einem Niveau angelangt, das es erlaubt, Personen auch dann zu identifizieren, wenn das Gesicht nicht eindeutig zu erkennen ist.


seit vielen Jahren bietet Picasa von google den "Service", dass man seine komplette Fotosammlung scannen lassen kann nach beliebigen Personen, die dann komplett mit allen in Frage kommenden Fotos in Reihe angezeigt werden. Ich wunderte mich schon vor vielen Jahren (soll heißen, heute gibts noch mehr Möglichkeiten technisch gesehen), dass fast verdeckte Gesichter auch älteren Datums dennoch sofort zugeordnet werden können. Seither wundert mich diesbezüglich fast nix mehr.
Testet das mal, ihr werdet euch wundern.

hier ein Beispiel als Test, alle Fotos stammen von einer Person, Picasa hat sie sofort zugeordnet

ganderker am 19 Dez 2017 18:14:53

ach ja man kann hier nicht editieren:

Picasa ist kostenlos und eignet sich als Fotoverwaltungsprogramm sehr gut, vor allem Fotos mit GPS-Daten zB von Smartphones werden gleich auf eine Karte angezeigt

andwein am 20 Dez 2017 12:27:44

RichyG hat geschrieben:Endlich hat das Alter auch mal Vorteile :wink:

Leider nein, die biometrischen Merkmale bleiben gleich. So blöd sind die Entwickler auch nicht. Einem weiteren Einwand gleich zuvorzukommen: auch Sonnenbrille oder Bart weg hilft nichts. Es gibt allerdings eine Methode die Hilft: Vermummung, ist allerdings bei uns nicht erlaubt und auf die Dauer auch nicht durchzuhalten (siehe Bilder G20 Gipfel)
Gruß Andreas

IchBinsWieder am 25 Dez 2017 21:22:55

pipo hat geschrieben:Also dann, wenn zBsp. tatsächlich KFZ Kennzeichen ausgelesen werden, euer Verhalten anhand bestimmter Algorithmen ausgewertet und an verschiedenste Dienste verkauft wird.
Spätestens wenn die Hausratversicherung für euch deutlich teurer wird oder die priv. Krankenversicherung kündigt, dann wisst ihr wozu Datenschutz u.a. gut ist :wink:



Hallo Peter,

deine Beispiele sind gut und lassen sich leider unendlich weiterführen.
Aber genau das will eigentlich keiner wirklich wissen ...ist vielleicht auch besser wenn man es nicht weiß. Der Naive lebt halt entspannter.

Das wir von Seiten des Staates nicht besser geschützt werden lässt auch tief blicken.
Ich jedenfalls werde weder ein Fitnessarmband, Heimvernetzung, Fahrzeug mit eigener SIM, o.ä. kaufen. Ob ich paranoid bin. Sicher nicht, nur besorgt.

Seit 16 Jahren wird unsere Privatsphäre mit dem Argument ˋTerrorˋ stetig ausgehölt.
Mit dieser Angst wird ALLES gerechtfertigt.

pipo am 26 Dez 2017 10:14:51

IchBinsWieder hat geschrieben:Ich jedenfalls werde weder ein Fitnessarmband, Heimvernetzung, Fahrzeug mit eigener SIM, o.ä. kaufen. Ob ich paranoid bin. Sicher nicht, nur besorgt.

Du versuchst vor Deinen Befürchtungen davon zu laufen, aber Du bist schon längst überholt worden. Ein moderne Gesellschaft wird nicht ohne die Vernetzung funktionieren. Umso wichtiger gesetzliche Vorgaben, dass zbsp. Daten die ohne Deine eindeutige Zustimmung erlangt sind nicht verwertet werden dürfen.

WIR dürfen niemals unserer Selbstbestimmungsrecht verlieren :!: :!: :!:

hampshire am 26 Dez 2017 10:45:51

pipo hat geschrieben:WIR dürfen niemals unserer Selbstbestimmungsrecht verlieren :!: :!: :!:


Das hast Du auf den Punkt gebracht. :top:
Es wiederholt sich: Wir schützen uns mit Technologie, die wir dann wieder gegen uns verwenden. Ich frage mich warum wir uns so verängstigen lassen und derzeit so bereitwillig flächenübergreifender Überwachung zustimmen. Wegen einer handvoll Terroristen, die medial perfekt aufbereitetes Leid verursachen? Wir leben in Mitteleuropa privilegiert sicher. Brave new world! (Konspiri und konspira: sind Huxley und Orwell eigentlich noch Schullekrüte? Meine Jungs haben das nicht in der Schule gelesen...)

Ich stehe dem Videomitschnitt im öffentlichen Raum sehr skeptisch gegebüber. Im privaten Raum weniger. Es ist gut, dass der öffentliche Raum nicht mitgefilmt werden darf (auch wenn dann hin und wieder ein Bösewicht weniger geschnappt wird). Als Stellplatzbesucher begebe ich mich meist auf privaten Grund. Videoüberwachung akzeptiere ich dann. Will nur nicht „heimlich“ gefilmt werden, es soll schon fett am Eingang stehen.

pipo am 26 Dez 2017 11:00:55

Der Staat wird immer die Interessen der Informellen Selbstbestimmung seinen eigenen Interessen wie zBsp. der Sicherheit zurückstellen. Ist aber aus meiner Sicht zu tolerieren, da uns das Grundgesetz vor Strafverfolgung aus Zweitquellen schützt. Dh. Informationen aus der Überwachung zur Terrorabwehr können zBsp. in keinem Scheidungsverfahren eingesetzt werden :lach:

Der Staat muss seine Bürger schützen. Er muss abwägen wie weit er in die Privatsphäre eingreifen darf um diesen Auftrag umzusetzen. Glaubt mir, keine leichte Entscheidung, auch wenn es nach aussen oftmals einfacher aussieht..

Butschimobil am 26 Dez 2017 11:10:58

Unternehmen scheren sich nicht um Datenschutzrecht. Der Staat auch nicht wirklich. Man sieht es als Kavaliersdelikt an. Im Umkleidebereich der Sauna eines staatlichen Schwimmbads war nach einem Diebstahl eine Rundumsichtkamera an der Decke installiert. Selbst auf schriftliches Drängen wollte man die nicht wegmachen. Das Gericht sah das zum Glück noch anders.
Ich lasse mich auch auf privaten CP oder SP nicht filmen. Ich frage und wenn die Antwort ist, wir filmen, dann weise ich darauf hin, dass wir deshalb weiterfahren und uns was anderes suchen.

wolfherm am 26 Dez 2017 11:20:34

Butschimobil hat geschrieben:Unternehmen scheren sich nicht um Datenschutzrecht. Der Staat auch nicht wirklich. Man sieht es als Kavaliersdelikt an....



Wie kommst du zu dieser kühnen Behauptung? Ist die belegbar?

Trashy am 26 Dez 2017 11:24:20

RichyG hat geschrieben:Oder sind wir alle schon gesichtsmäßig registriert? Wobei das Problem mit dem Alterungsprozeß wahrscheinlich softwaremäßig gelöst wird 8)


Klar sind wir das - durch den aktuellen BPA. Als ich den Unfallflüchtigen verfolgte und wir schließlich bei der Polizei ankamen wollte man natürlich auch meine Papiere sehen - nur hatte ich natürlich nichts bei mir.
Sind Sie der Halter des Fahrzeuges?? Melde gehorsamst das ja!
Tipp, Tipp, Tipp und schon konnte ich mein BPA Bild auf dem Monitor bewundern und war einwandfrei zugeordnet.
Die reverse Suche ist nur eine Codespielerei. Mit Sicherheit wird das auch irgendwo eingesetzt.
Ich kann mir nicht helfen...aus dem Gegner des "Überwachungsstaates" wird so langsam ein kleiner Befürworter, da es mittlerweile der öffentlichen Sicherheit geschuldet ist.

Meine Frau wurde letztes Jahr am Tage vor Sylvester am Abend in der Straßenbahn von 2 Männern belästigt die meinten sich wie in Ihrer Heimat benehmen zu können. Durch die Kameras in der Bahn hatte die Polizei die beste Täterbeschreibung. Alles hat sein Gutes.

rolf51 am 26 Dez 2017 11:29:05

Hallo,
eine gewisse Sicherheitspflicht muss der Staat gewährleisten, dazu gehören u.U. Plätze, Straßenzüge, Öffentliche Einrichtungen, ob es manche glauben wollen oder nicht. Warum sollten diese Daten weitergegeben werden?
Es gibt Bedenkenträger die alles negativ sehen, aber fröhlich mit ihrem Handy und den Apps unterwegs sind, aber wehe sie werden gefilmt.
Wichtige Persönliche Daten oder Ergebnisse müssen geschützt bleiben und da sollten wir uns mal einig werden, mit pauschalen Aussagen wie Naivität kommen wir kein Schritt voran.

IchBinsWieder am 26 Dez 2017 11:35:13

pipo hat geschrieben:Du versuchst vor Deinen Befürchtungen davon zu laufen, aber Du bist schon längst überholt worden. .....
WIR dürfen niemals unserer Selbstbestimmungsrecht verlieren :!: :!: :!:


ˋdavon laufenˋ sicher nicht .... aber ich muss es auch nicht besonders leicht machen.
FB, WhatsApp & Co. sind keine Sachen die man haben muss und solange Smarthome Geschichten über kommerzielle Server laufen, solange kann ich locker drauf verzichten.
Keinen geht es etwas an, wann ich mich wo in meinem Haus aufhalte.

Wenn die Autohersteller behaupten, dass die erfahrenen Daten ihnen gehören und der Staat nichts unternimmt, dannn haben wir das Selbstbestimmungsrecht schon längst verloren.

BTW Stehen gerade in einer Marina in Holland. Die Cam habe ich erst heute Nacht gesehen, als ich noch ne Runde mit dem Hund gedreht habe. Ein Hinweiß fehlt. Zur Anmeldung muss man einen Umschlag mit allen Infos (E-Mail, Kennzeichen, Mitreisende ....) und Geld in eine sogenannte Trustbox werfen. Das Geld bekommen die natürlich, aber die Infos ... neee

hampshire am 26 Dez 2017 11:45:09

rolf51 hat geschrieben:eine gewisse Sicherheitspflicht muss der Staat gewährleisten, dazu gehören u.U. Plätze, Straßenzüge, Öffentliche Einrichtungen, ob es manche glauben wollen oder nicht. Warum sollten diese Daten weitergegeben werden?


Mit diesen Daten können Vermögen verdient werden.

Beispiel Straßenzug: Die Lage bestimmt denn Mietpreis. Natürlich auch bei Ladengeschäften. Stelle Dir vor Du hast Daten über den Publikumsverkehr - nicht nur die Anzahl der Menschen, sondern auch deren Geschlecht, Herkunft, Einkommen... - wertvoll für Investoren? Je personalisierter die Daten sind, desto wertvoller werden sie. Darum ist der Reiz hoch, diese zu erheben, zu analysieren und zu verkaufen.

Trashy am 26 Dez 2017 11:45:30

Kommt drauf an wie das Meldegesetz bei den Nachbarn ist, könnte sonst irgendwann mal teuer werden.
Naja, das Kennzeichen und die Namen sind obligat, denke ich.
Meine Mailadresse geht die nix an.
Im Übrigen weiß man doch eh wo ich bin. Das Handy ist eingebucht..usw.....

pipo am 26 Dez 2017 11:50:59

Butschimobil hat geschrieben:Unternehmen scheren sich nicht um Datenschutzrecht.

Deine Aussage ist so nicht richtig. Datenschutz besitzt aktuell in vielen Unternehmen noch nicht den Status den es haben sollte.
Spätestens ab Mai 2018 mit der EU-DSGVO wird dies Ändern. Dann reden wir von nicht unerheblichen Bußgeldern und strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen in einem Unternehmen.

Im Umkleidebereich der Sauna eines staatlichen Schwimmbads war nach einem Diebstahl eine Rundumsichtkamera an der Decke installiert. Selbst auf schriftliches Drängen wollte man die nicht wegmachen. Das Gericht sah das zum Glück noch anders.

Wenn hier "höhere Interessen" im Spiel sind dann kann auch sowas vorkommen. Allerdings muss der GF oder Verantwortliche des Bades schon ein erhebliches Selbstvertrauen besitzen um das durchzuziehen :lach:
Glücklicherweise hat man hier eingeschritten..

pipo am 26 Dez 2017 11:54:29

IchBinsWieder hat geschrieben:Wenn die Autohersteller behaupten, dass die erfahrenen Daten ihnen gehören und der Staat nichts unternimmt, dannn haben wir das Selbstbestimmungsrecht schon längst verloren.

Und das sehe ich anders. So lange die Hersteller die Daten nicht an Dritte weitergeben ist das auch ok so.

BTW Stehen gerade in einer Marina in Holland. Die Cam habe ich erst heute Nacht gesehen, als ich noch ne Runde mit dem Hund gedreht habe. Ein Hinweiß fehlt.

Ist das in Holland verboten eine Cam ohne Hinweisschild aufzustellen??
Bedenke, andere Länder andere Sitten und das EU-DSGVO kommt erst in 5 Monaten..

rolf51 am 26 Dez 2017 12:15:31

Hallo Max,
diese Daten müssen nicht verkauft werden. Die meisten laufen mit offenen WL.- Bl.to. herum, damit können die Laufwege im Laden oder in den Straßenzügen verfolgt werden.

andwein am 26 Dez 2017 12:44:52

pipo hat geschrieben:...WIR dürfen niemals unserer Selbstbestimmungsrecht verlieren :!: :!: :!:

Sorry, wenn ich da reingrätsche. Du hast dein Selbstbestimmungsrecht nicht verloren!!
Du hast es bewusst mit der Akkzeptanz der AGBs von Facebook, Twitter, Amazon, und vieler vieler anderen Apps bewust abgegeben!
Und kein noch so guter Datenschutz des Staates hilft gegen eine freiwillige Zusage des Nutzers seine Daten weiterzuverwenden und an Dritte weiterzugeben.
Das ist einfach Fakt. Jeder muss halt selbst seine Prioritäten setzen und entscheiden was er von den einzelnen Anbietern akkzeptiert und auf welche Angebote er verzichtet.
Gruß Andreas

pipo am 26 Dez 2017 12:56:50

andwein hat geschrieben:Sorry, wenn ich da reingrätsche. Du hast dein Selbstbestimmungsrecht nicht verloren!!
Du hast es bewusst mit der Akkzeptanz der AGBs von Facebook, Twitter, Amazon, und vieler vieler anderen Apps bewust abgegeben!

Nunja, das Social Web und dessen jeweilige AGBs sind speziell in Deutschland in großen Teilen rechtswidrig. Dh. die Unternehmen wissen schon genau, wie weit sie in Deutschland gehen dürfen. Darüber hinaus werden Sie sich nicht wagen, um ja keinen Präzedenzfall hervorzurufen worauf viele Juristen bereits warten.
Leider leider hat die Politik keinen Arsch in der Hose, um den Unternehmen mal mächtig die Stirn zu bieten. Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahlen haben hier offensichtlich einen besonderen Schutz :roll:

Was dann die Medien, zur Steigerung der Auflage aus Fällen die außerhalb Deutschlands passiert machen, halte ich sehr oft für grenzwertig. Fingerheben ok, aber die Öffentlichkeit manipulieren, sorry geht gar nicht.

Und noch einmal, mein Selbstbestimmungsrecht habe ich lange noch nicht verloren, obwohl ich im Social Web aktiv bin :wink:

Butschimobil am 26 Dez 2017 13:20:46

Hallo Wolfgang, klar, aber sicher nicht in einem Forum. Um es dir selbst zu Beweisen reicht Google.

Überwachungsstaat: Zitat: „Wenn ich mir die deutsche Geschichte der letzten 100 Jahre ansehe, dann weiss ich nicht, ob ich mehr Angst vor Kriminellen haben muss als vor dem Staat.“

Wer an den guten Staat glaubt, auch heute in Deutschland, ist ziemlich naiv. Staat sind Menschen und die sind befangen, ämtergeil, intrigant, narzisstisch und vieles schlechte mehr. Da reicht das öffentlich rechtliche Staatsfernsehen, um sich schnell ein Bild von zu machen. Am schlimmsten von allen ist die Justiz.

wolfherm am 26 Dez 2017 13:34:06

Hallo,

jetzt machst du es dir aber sehr einfach.

Der Hintergrund meiner etwas provokanten Nachfrage: Ich befasse mich gerade in unserem Unternehmen mit der Videoüberwachung eines großen Neubaus und kann deine Verallgemeinerungen zu Unternhmen eben nicht bestätigen. Wir legen größten Wert auf die Wahrung der Privatspäre und der Verhinderung von Missbrauch. Da ich auch mit anderen Unternehmen Informationsaustausch betreibe, weiß ich, was auch in diesen Unternehmen betrieben wird. Sicherlich gibt es schwarze Schafe, aber die Masse der Unternehmen halten sich an die Bestimmungen. Und das BDSG hat heute schon scharfe Bestimmungen und auch Strafen. Da braucht man nicht auf Europa warten.

Aus dem Grunde finde ich Verallgemeinerungen immer so kontraproduktiv.

Julia10 am 26 Dez 2017 13:37:50

Butschimobil hat geschrieben:Wer an den guten Staat glaubt, auch heute in Deutschland, ist ziemlich naiv. Staat sind Menschen und die sind befangen, ämtergeil, intrigant, narzisstisch und vieles schlechte mehr. Da reicht das öffentlich rechtliche Staatsfernsehen, um sich schnell ein Bild von zu machen. Am schlimmsten von allen ist die Justiz.


Wie leicht es doch ist, Menschen, die sich für die Allgemeinheit einsetzten, zu korrumpieren.

Immerhin habe es genau diese Menschen geschafft, uns ein sorgenfreies Leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen zu ermöglichen.

Solche Stammtischparolen immer wieder in die Welt zu setzten, ist, so finde ich, unverschämt, anmaßend und beleidigend.

Butschimobil, statt zu meckern und Menschen zu defamieren, tu doch mal etwas, damit diese Welt besser wird. Es gibt genügend Möglichkeiten, sich einzusetzten.

Julia

Butschimobil am 26 Dez 2017 13:59:42

Hallo Wolfgang, kann ich nachvollziehen, vor allem, weil sich viele deutsche Mittelständer da im Glauben an den gerechten Rechtsstaat noch viel Mühe geben. Darum zahl das Kaffee an der Ecke ja auch Steuern und Starbucks nicht. Gilt auch für den Buchladen an der Ecke und Amazon, gilt auch für das Möbelgeschäft an der Ecke und Ikea.
Wenn Du etwas googelst, werden diese Daten an Amazon und Co verkauft. Die Folgen kennst Du selbst, wenn Du hinschaust. Wenn ein kleiner Mittelständler auf Amazon etwas verkauft, schaut sich Amazon das genau an. Läuft das Produkt, dann überträgt der Algorithmus die sog Buy Box auf Amazon als Retailer, da sind die Margen nömlich höher. Datenschutz, wer daran glaubt ...
Was passiert denn mit Deinen Daten, die in der Werkstattinspektiin ausgelesen werden. Da werden auch die GPS Daten ausgelesen, die im übrigen gespeichert werden. Lies dir mal die AGB von Tesla durch, die sind da wenigstens offen. Andere machen einfach.
Wenn Du wüsstest, was die Apps auf Deinem Smartohone alles machen (selbst das was sie dürfen), dann würdest du das Ding nicht mehr einschalten. Die Leute wissen es aber vielfach nicht und wenn sie es wissen sind sie gleichgültig.
Mal das augenöffnende Video hier ansehen: --> Link
Das Video ist sehr sehenswert. In einer digitalen Welt lassen sich Kriminelle sicher schneller fangen, man kann Regimegegner aber noch viel schneller zu Kriminellen machen.

Butschimobil am 26 Dez 2017 14:29:08

Hallo Julia, genau das tue ich seit 20 Jahren, darum hab ich Einblick, der leider total desillusioniert. Gib dem Volk Brot und Spiele, das galt früher schon ...
Reinhard Mey singt in die heutige Zeit übersetzt „halt du sie dumm, ich mach sie arm“ (aus Sei Wachsam) --> Link

pipo am 26 Dez 2017 14:41:13

Butschimobil hat geschrieben:Darum zahl das Kaffee an der Ecke ja auch Steuern und Starbucks nicht. Gilt auch für den Buchladen an der Ecke und Amazon, gilt auch für das Möbelgeschäft an der Ecke und Ikea.

Das meine ich mit der Gerechtigkeit, wo der Staat nichts tun will. Ist aber kein Datenschutz sondern ein Finanzamt Thema..

dann überträgt der Algorithmus die sog Buy Box auf Amazon als Retailer, da sind die Margen nömlich höher. Datenschutz, wer daran glaubt ...

Das ist ebenfalls kein Datenschutzthema. Sei immer der Günstigste, zahl immer Deine Gebühren, hab so wenig Retouren wie möglich, verschicke Deine Pakete immer im vorgegeben Rahmen und sieh zu sowenig Rückfragen wie möglich bei Amazon zu haben, dann hast Du hohe Chancen auf die ByBox..

Was passiert denn mit Deinen Daten, die in der Werkstattinspektiin ausgelesen werden. Da werden auch die GPS Daten ausgelesen, die im übrigen gespeichert werden. Lies dir mal die AGB von Tesla durch, die sind da wenigstens offen. Andere machen einfach.

Die AGB von Tesla sind aus Deutscher Datenschutzsicht im großen Teil illegal. Tesla wird sich hüten diese Teile seiner AGB in Deutschland zur Anwendung zu bringen..

Mal das augenöffnende Video hier ansehen: --> Link

Alt und in vielen Teilen nicht mehr zeitgemäß ohne die Botschaft die mit diesem Video übermittelt wird abzuschwächen. Hinter dieser Botschaft stehe zu 100%
Fakt ist, dass viele Menschen sich mittlerweile Gedanken über ihre digitale Welt machen. Dieser Trend erreicht auch die Politik und unglaublicher Weise die Justiz. Kaum ein Richter kennt sich digital aus und soll dann Recht sprechen.. :lach:

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