1. Tag
Wir starten nach dem Mittagessen - bei Regen. Schon wieder. Aber die Hoffnung auf die Sonne in Italien treibt uns an. Es geht aus dem Münchenern Westen über die A95 und die B11 über Mittenwald nach Seefeld. Und es gießt immer noch in Strömen. Den Zirler Berg runter immer schön langsam, das letzte Mal kam er mir nicht so steil vor. Das muss wohl auch am Regen liegen.
In Zirl geht es auf die A12 und dann auf die A13 Richtung Brenner. Unser Go Maut-Kasterl piepst munter unter jeder Schilderbrücke, wieder ein paar Euro weg. Aber wir werden belohnt, kaum sind wir über den Brenner reißen die Wolken auf. Manchmal können wir sogar die Sonne sehen!
Als wir an unserem Tagesziel, Gargazon in Südtirol angekommen sind, strahlt die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel. Was für ein Unterschied zu dem grauen Himmel zu Hause. Bis zum Brenner waren Fotos schlicht nicht möglich, es wäre nur Regen zu sehen gewesen, aber nun kann ich das erste Foto schießen.

Wir fahren zum Stellplatz am Obstbauernhof Weißhof-Keller in Gargazon. Urig und seinen Preis wert. Dort übernachten wir ruhig und erholen uns von der im ständigen Regen doch anstrengenden Fahrt.
2. Tag
Wir wollen die Ruine Hocheppan bei Andrian besuchen, es soll dort die besten Spinatknödel in der Gegend geben. Die Ruine Hocheppan soll von Andrian aus in gut 2 Stunden zu erreichen sein. Also machen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg.
Der Weg hält einige schöne Ausblicke bereit und ist mit wenigen steilen Stücken gut zu gehen.


Nach deutlich über 2 Stunden auf der Ruine Hocheppan angekommen sind wir schon wieder ziemlich hungrig. Aber dem kann, wie man sieht, hier leicht abgeholfen werden.

Die Burgschänke hat Mittwoch Ruhetag, das Essen ist wirklich hervorragend und die Burg wie auch das Restaurant richtig urig. Die Preise sind ok, die Bedienung sehr flott und freundlich. Eine Besichtigung der Burgkapelle Hocheppan mit ihrem wertvollen romanischen Freskenzyklus ist ein Muss. Sie wird auch die "Sixtinische Kapelle der Alpen" genannt. Führungen sind täglich um 12 und um 16 Uhr (Zeiten, als wir im Oktober 2017 dort waren, bitte zur Sicherheit vorher bei der Touristinfo Eppan, Tel.: +39 0471 662206 oder per email nachfragen). Weitere Infos --> Link
Der Burghof ist in kleine Bereiche aufgeteilt in denen man gemütlich sitzen, essen und trinken kann.


Auf dem Weg zur Ruine und zurück gibt es viel zu entdecken. Der Weg kann auch leicht mit Kindern gegangen werden. An der Burg stehen Ziegen und auf dem Rückweg kommen wir an Wasserfällen und Weinbergen vorbei.

Immer wieder genießen wir den Blick hinunter ins Etschtal.

Als wir wieder im Tal ankommen, lesen wir, in welcher "schrecklichen" Gefahr wir uns befunden haben. Auf dem Schild „Was tun wenn, … Cosa fare, …“ ist detailliert beschrieben, was man tun soll, wenn man einem Bären begegnet. Wenn sich der Bär nähert, Rucksack und Kleidungsstücke ablegen und sich langsam zurückziehen. Und wenn sich der Bär dann immer noch aggressiv verhält, dann auf den Bauch legen und mit den Händen oder dem Rucksack (wenn man den nicht vorher abgelegt hat) den Nacken schützen. Da waren wir froh, dass wir keine Bärenspuren entdeckt haben, unsere Kleider anbehalten konnten und keinem Bären begegnet sind.

Zurück am Stellplatz und nach einer guten Brotzeit schlafen wir in den nächsten Tag.





















