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Seit Freitag Abend sind wir wieder zurück von Korsika, es war sehr schön dort und wir haben die Sommertage genossen.
Hier nun ein kleiner Bericht davon: Sonntag, den 8. Oktober 2006 Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir 14.00 Uhr daheim los. Über Altkirch – Belfort ging es durch eine wunderschöne Landschaft auf der N 83 bis Bourg en Bresse und dann auf der N 75 bis Pont d’Ain. Dort übernachteten wir wegen der inzwischen eingetretenen Dunkelheit. Wir fanden eine schöne Stelle auf einem Parkplatz direkt am Fluss. Der Platz ist sehr leicht zu finden. Man biegt im Ort direkt nach der Brücke über den Fluss links ab und nach ein paar Metern wieder nach links (Schild Kanuverleih). Der Platz ist sehr ruhig und bietet Platz für 4 – 5 WOMO’s. Weiter die Strasse am Fluss entlang wäre ein Campingplatz und nochmals ein grosser Parkplatz. Direkt am Ufer ist ein schöner Weg, ideal für einen Spaziergang, mit oder ohne Hunde. Montag, den 9. Oktober 06 Wir hatten uns frühzeitig den Wecker gestellt und gegen 7.00 Uhr, nach dem Hundespaziergang und Frühstücken, gings dann weiter über Chambery – Grenoble – Sisteron – Castellune – Cannes und Nizza zur Fähre. Die Fahrt ging durch eine einmalig schöne Landschaft, der Blick auf die Alpen war einfach nur toll. Schade nur, dass die Stunden so schnell vorbei gingen. Um 14.30 Uhr fuhr die Fähre ab und 13.30 Uhr sollten wir spätestens am Hafen sein. Unten am Meer ging es dann verkehrstechnisch fast gar nicht mehr weiter und die Fahrt durch Nizza, den Hinweisschildern zum Hafen nach, war eine einzige Nervenprobe, Umleitungen, nur noch rote Ampeln und endloser Stau. Gedanklich sahen wir die Fähre schon auf hoher See bei unserem Eintreffen. Aber wir hatten Glück, 3 Minuten ! vor Abfahrt fuhren wir auf den Parkplatz des Hafens, die einweisenden Angestellten grinsten nur und winkten uns gleich durch. Nach uns kam sogar noch ein Reisebus aus Leipzig, der auf der Autobahn im Stau gestanden hatte. Beim Gehen zum Oberdeck gab es einen kleinen Zwischenfall mit Katja unserer 6-jährigen Hündin. Bei der Treppe schrie sie plötzlich vor Schmerzen auf und wollte dann auch nicht mehr hoch. Jens trug sie nach oben. Die Überfahrt verlief sehr ruhig und nach 4,5 Stunden erreichten wir Bastia. Beim Einsteigen in den Bus wieder das gleiche mit Katja, sie musste beim hoch gehen starke Schmerzen haben. Inzwischen war es dunkel geworden, wir nahmen nach der Hafenausfahrt die N 193 Richtung Süden, nach ca. 6 km fuhren wir im Kreisverkehr links auf die D 107 Richtung Lido Marana. Die Strasse führt über die Brücke des Etang de Biguglia an die Plage Biguglia. Ich hatte den Platz daheim anhand eines WOMO Reiseführers schon ausgesucht und so war das kein Problem im dunkeln. Wir standen direkt am Sandstrand und hörten das Meer rauschen. Beim aufgehenden Vollmond konnten wir dann sogar noch einen kleinen Spaziergang machen, d.h. Katja lief nur ein paar Meter und war dann nicht mehr dazu zu bewegen aus dem Bus auszusteigen. ....einfach wunderbar, ich "liebe" diese Perle im Mittelmeer, war aber zuletzt 1991 dort.........ich auch wieder hinwill :) ..... Korsika ist wirklich eine Reise wert und mit der Fähre ist man in 4,5 Stunden dort. Vielleicht klappt es ja kommendes Jahr bei dir. Dienstag, den 10. Oktober 06
Der Tag begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, nach dem Frühstück am Strand fuhren wir zur nahe gelegenen Apotheke, um uns nach einem Tierarzt zu erkundigen. Wir hatten Glück, es gab einen ganz in der Nähe. Wir fuhren auf der D 107 weiter gen Süden, in der Nähe des Flugplatzes traf sie wieder auf die N 193. Dort an der Kreuzung war auch schon die Praxis. Die Tierärztin war sehr nett und meinte, es könnte ein akuter Schub von Arthritis sein, mit einer Spritze und Medikamenten für 3 Tage müsste es besser werden. Der grosse Supermarkt in der Nähe bot sich zum Einkaufen an, war aber sehr teuer und die Auswahl gering. Über die N 193 ging es dann weiter, wir folgtem ihrem Verlauf nach rechts durchs Golo Tal bis nach Ponte Leccia, dort bogen wir rechts ab Richtung Calvi und nach 2 km wieder links ins Asco Tal. Kurz nach der Einmündung der Strasse von Moltifao her, sahen wir einen schönen Platz für Freisteher direkt am Fluss. Wir aber fuhren weiter nach Asco. Kurz nach Ortsende zweigt links (bei Glascontainern) ein kleines Strässchen ab und führt in engen Serpentinen hinab zum Fluss. Dort ist ein schöner Badeplatz, noch schöner ist aber die einbogige genuesische Brücke. Busse und kleine WOMO’s haben kein Problem zum Wenden unten. Der kleine Parkplatz ist leider durch Steine versperrt. Nach kurzer Pause, Katja hatte wieder Lust am Laufen, ging es weiter auf der sehr gut ausgebauten Strasse Richtung Haut Asco. Nach ca. 7 km von Asco aufwärts gibt es einen wunderschönen Parkplatz am Fluss für Freisteher, weiter oben findet man noch weitere Plätze im Kiefernwald. Wir wendeten oben beim Skilift und fuhren zurück an den zuletzt beschriebenen Platz am Fluss. Nach dem Mittagessen machten wir einen schönen Spaziergang und dann liessen wir es uns einfach gut gehen. Am Abend wurde es dann recht kühl, aber wir waren ja auch ziemlich weit oben. Der Sternenhimmel nachts war einmalig schön, man hätte ewig schauen können. Hallo,
schön, wirklich schön und sooooo spannend :wink: ich möcht das Meer sehn :) Mittwoch, den 11. Oktober 06
Trotz der morgendlichen Kälte frühstückten wir draussen, die frische würzige Luft war einfach herrlich. Danach ging es zurück nach Ponte Leccia und wieder auf der N 193 nach Corte. Das Ziel hiess Restonica Tal. Ab dem 2. Kreisverkehr war es ausgeschildert. Das erste Stück Strasse war holprig, aber breit genug, um Gegenverkehr ohne Probleme vorbei zu lassen. Nach ein paar km kam ein Verbotsschild für WOMO’s und Fahrzeuge breiter wie 1,90. Die Strasse wurde dann eng, dafür hatte sie aber einen neuen Belag. Mit dem Bus ging es sehr gut bis hoch, wir machten oben eine kurze Pause und fuhren dann zurück über Corte auf die N 200 Richtung Aleria. Die Fahrt führte durch das breite Tavignano Flusstal. Der Fluss ist sehr schön, liegt aber weit unten und so sieht man nur selten in die Schlucht hinein. Man sieht immer wieder Wege, die hinunter führen, erkundet haben wir keinen. In Cateraggio – Aléria angekommen, überquerten wir die N 198 und fuhren geradeaus auf der N 200 weiter Richtung Meer. Ca. 400 m vor dem Strand bogen wir links ab (Wegweiser Cave d’Aléria, Degustation und Weinverkauf). Kurz vor dem Weingut führt ein Weg durch die Reben Richtung Norden, nach ca. 700 m kommt man an einen einsamen Sandstrand. Einzelne Strandläufen kamen im Laufe des Tages vorbei, aber abends waren wir ganz alleine und gegen die Mücken machten wir ein Lagerfeuer. Ja Karin, quäl uns weiter :D Jetzt ist wieder mal der Zeitpunkt, an dem ich mir unser Bussi zurückwünsche :cry: :cry: das wird ja langsam unerträglich :eek: (schön) :) Herrrrrrrrrlich !!!
Auf Korsika waren wir eigenartigerweise noch nie - immer nur auf der Nachbarinsel. Wäre vielleicht auch mal eine Überlegung wert ?! Ihr hattet offenbar ja wirklich traumhaftes Wetter, dieser irre blaue Himmel, ein einziges Gedicht!! Bin gespannt, wie's weiter geht! Ich hoffe, dass es Eurer Hündin wieder besser geht! Irgendwie ist bei uns auch immer der "Urlaubswurm" drin - in den letzten drei Jahren waren wir in jedem Urlaub mindestens 1x beim Tierarzt :?
Jetzt warte ich mit Hochspannung auf die Fortsetzung :gut: heute Abend gehts weiter mit dem Bericht.
Das Wetter war wirklich einmalig schön. Wenn es windstill war, war es sogar fast zu warm mittags :) Das Meer hatte auch noch Badetemperatur. Nur Nachts war es schon recht kühl. @ Eva Der Hündin geht es besser, werde aber trotzdem mal hier zum Tierarzt gehen und sie röntgen lassen. Gebe ihr vorsorglich Teufelskralle, soll ja auch für Hunde sehr gut sein. Donnerstag, den 12. Oktober 06
Ich stand am Morgen früh auf und lief mit den Hunden am Strand entlang, der Sonne entgegen. Wieder war ein herrlicher Sonnenaufgang zu beobachten. Als ich zurück kam, stand das Frühstück schon auf dem Tisch. Auf der Rückfahrt zur N 200 machten wir kurz an dem Weingut halt und liessen unseren Weinkanister mit rotem Fasswein füllen. 1,08 Euro/l für einen sehr guten Wein, da kann man nicht meckern. Danach ging es weiter, an der Kreuzung bei der Brücke über den Tavignano, bogen wir nach links auf die N 198. Unterwegs Richtung Süden kauften wir bei einem grossen Supermarkt direkt an der Strasse viel günstiger ein, als an unserem 1. Tag und dazu war die Auswahl viel grösser. Vor dem Ortschild Solenzara ging es rechts auf die D 268 Richtung Zonza über den schönen Col de Bavella. An einem der zahlreichen Brunnen wurde Wasser gefasst und trotz der inzwischen aufgezogenen dunklen Wolken blieben die Bergspitzen zu unserer Freude noch unbedeckt. Wir machten viele Fotohalte und der Anblick war wieder mal unbeschreiblich schön. Ich selbst kannte die Tour ja schon von einer früheren Motorradfahrt durch Korsika. Die Strasse ist zu früher viel breiter und sehr gut befahrbar. Der Gipfel der Bavellagruppe war dann leider im Nebel, auf der Weiterfahrt abwärts wechselten sich Wolken und Sonne ab. Unterwegs machten wir Halt und einen schönen Spaziergang durch den Wald mit den Hunden. Dabei sammelten wir eifrig Esskastanien und Pilze für den Abend. Auch sah ich im Farn viele wilde Mini-Alpenveilchen. In Zonza ging es auf die D 368 nach Porto Vecchio, dort wieder auf die N 198 Richtung Bonifacio. Ein paar km vor Bonifacio bogen wir nach links auf die D 60 Richtung Santa Amanza ab, dann nach rechts auf die D 58 Richtung Bonifacio bis links die Stichstrasse D 258 zur Plage de la Calalonga abging, der wir immer geradeaus folgten. Das letzte Stück ist ein Schotterweg, für unseren Bus kein Problem, aber mit grösseren WOMO’s wäre es vielleicht besser das Stück erstmal abzulaufen. Unten erwartete uns eine einsame Sandbucht, umrahmt von Felsen, durch die schöne Wege führten. Kein Mensch verirrte sich hierher bis wir am nächsten Morgen weiter fuhren. Abends kam dann ein leichter Wind auf, nur einzelne Wolken waren am Himmel zu sehen. Der Blick ging bis nach Sardinien rüber. Freitag, den 13. Oktober 06
Noch beim Aufwachen war das Wetter windig und bewölkt, aber im Laufe des Frühstücks kam die Sonne heraus. Nach dem Zusammenpacken fuhren wir zurück zur D 58, wo wir nach links Richtung Bonifacio abbogen. Das Schotterstück erschien uns nur noch halb so schlimm wie am Tag zuvor. Am Ortseingang von Bonifacio ging es gleich links auf die D 260 zum Leuchtturm Pertusato. Zwischen weissen Felsen ging es bergauf, die Strasse war bis zur Militärstation frei, danach wegen „gefährlicher Strasse“ gesperrt. Aber die Sicht hinüber nach Bonifacio war sehr schön und deshalb den Abstecher wert. Die blaue Rosmarinheide blühte und ein würziger Duft lag über dem ganzen Gelände. Zurück ging es nach Bonifacio, die Parkplätze am Anfang waren noch ziemlich leer, aber da wir beim letzten Korsikabesuch das Städtchen besucht hatten, fuhren wir über die N 196 weiter Richtung Sartène. Wir sahen viele Zufahrten direkt an schöne Stellen am Meer, aber überall waren Holzschranken mit freier Zufahrt nur bis 2,25 m Höhe. Die Strasse stieg danach an. Bei km 103, direkt vor der Auberge Coralli, bog links ein Sandweg ab und führte 2,5 km nach unten ans Meer zum Roccapina Strand, vorbei an einem Campingplatz, der jetzt aber geschlossen war. Leider war danach auch dort die Weiterfahrt nur bis 2,10m unter einer Schranke durch möglich. Für unseren Bus zum Glück kein Problem, denn der Strand war wunderschön, schneeweisser Sand, eingerahmt von grossen Felsblöcken, türkisfarbenes Wasser und nur wenige Menschen. Parkplätze gab es unter Bäumen, wenn man Schatten wollte oder auf einem Felsplateau am Rande des Strandes. Auf der gegenüber liegenden Seite waren oben auf dem Kamm Felsen in der Form eines liegenden Löwen mit Krone zu sehen, auch ein genuesischer Turm lockte zum Besteigen dort oben. Bei Sonnenuntergang waren wir wieder fast alleine, nur ein Radfahrer aus Freiburg im Breisgau, der seit 8 Wochen unterwegs war und noch weiter nach Sardinien wollte, übernachtete dort am Strand. Samstag, den 14. Oktober 06
Ein schöner Strandspaziergang mit den Hunden vor dem Frühstück liess den Tag gut beginnen. Der Bus war dann schnell wieder startklar gemacht und es ging wieder zurück zur N 196 nach Sartène. Dort standen Einkaufen und Ansichtskarten zur Post bringen auf dem Plan, bevor es wieder runter ans Meer ging. Wir folgten der Strasse bis Propriano. Am Ortsbeginn ging es im Kreisverkehr nach links, nach ca. 800m vor einer Tankstelle wieder links Richtung SNCM Fährwegweiser, durch 2 weitere Kreisverkehre und ca. 250 m nach dem zweiten bogen wir scharf links ab, am Hotel „Arena Bianca“ vorbei und hatten gleich darauf die Plage de Capu Laurosu erreicht. Es führten viele Wege nach unten. Es gab Plätze mit und ohne Schatten. Zwar waren Schilder aufgestellt, dass für WOMO’s von 22.00 bis 6.00 gesperrt sei, aber das gilt nicht für die Vor- und Nachsaison. Das Wasser war auch hier noch herrlich warm, für Samstag waren wenig Menschen am Strand und durch die Grösse des Strandes hatte jeder mehr als genug Platz. Ausser uns übernachtete nur noch ein WOMO mit Schweizer Kennzeichen hier, aber das stand mehrere hundert Meter entfernt Sonntag, den 15. Oktober 06
Wir standen 6.30 Uhr auf, weil wir an diesem Tag etwas weiter fahren wollten und nicht schon vor dem Mittag das Ziel erreichen. Bis der Morgenspaziergang mit den Hunden beendet war und das Frühstück auf dem Tisch stand, war es aber schon richtig hell. Während des Kaffeetrinkens beobachteten wir die Einfahrt einer französischen Fähre in die Bucht. Auf der Weiterfahrt ging es erstmal zurück nach Propriano. Wir fuhren durchs Zentrum und trafen ausserhalb wieder auf die N 196, auf die wir Richtung Ajaccio einbogen. Wir wollten die Küste entlang fahren, deshalb bogen wir kurz danach wieder links auf die D 157 nach Porto Pollo ab. Da Porto Pollo eine Sackgasse ist, mussten wir vor dem Ortseingang auf die D 155 Richtung Ajaccio wechseln. Die Strasse verläuft ziemlich weit oben und bietet immer wieder schöne Ausblicke hinab auf die Küste. Der Belag ist geflickt, dadurch etwas holprig, aber gut befahrbar. Die Strasse ist breit genug, um den Gegenverkehr bequem vorbei lassen zu können. Als es dann mit Blick auf Ajaccio wieder abwärts ging, wurde aus der D 155 die D 55. Wir sahen immer wieder schöne Plätze am Meer, zum Teil zwar mit Camping Verbotsschildern, aber einmaliges Übernachten wird das ganze Jahr über geduldet und jetzt im Herbst sind auch mehrere Tage kein Problem. Keine Schranke verwehrte die Zufahrt. Da wir aber am Donnerstag Morgen auf die Fähre mussten und spätestens Mittwoch am Cap Corse sein wollten, fuhren wir schweren Herzens weiter. Kurz vor Ajaccio trafen wir wieder auf die N 196, Richtung Stadt war es dann die N 193. Wir fuhren Richtung Zentrum, bogen links ab zum Gare Meritime und fanden dort ohne Probleme einen Parkplatz direkt im Zentrum und das am Sonntag. Genau gegenüber war der Markt, dort kauften wir Käse, Figatelli, eine sehr gute Dauerwurst und Oliven zu Preisen weit unter dem günstigsten Supermarkt. Gegen Mittag ging es weiter Richtung Norden der Küste entlang. Wir fuhren von Ajaccio auf die N 194 Richtung Mezzavia, dort auf die D 81, das ist die Küstenstrasse Richtung Calvi. Die Strasse führte durch eine landschaftlich sehr schöne Strecke, Berge wechselten mit Ausblicken aufs Meer. In Sagone bogen wir rechts auf die D 70 ein, um über Vico und Evisa einen Abstecher in die Berge zu machen. Die Strasse führte durch schöne Kastanienwälder, immer wieder waren Kühe, Schweine oder Ziegen am Strassenrand anzutreffen und die Ausblicke über Berge und Täler waren überwältigend. In Evisa füllten wir unsere Wasserbehälter nach und dann ging es über die D 89 durch die beeindruckende Gorges de Spelunca hinab nach Porto. Da die Hunde für diesen Tag genug vom Auto fahren hatten, verschoben wir die Calanche auf den nächsten Tag und suchten uns einen Übernachtungsplatz nicht allzu weit von Porto entfernt. Dazu fuhren wir im Ort wieder auf die D 81 und folgten ihr ca. 10 km nordwärts bis Partinello. Dort führte in der Ortsmitte eine Stichstrasse abwärts zum Plage de Caspio. Die beiden Strandrestaurants dort waren geschlossen, aber dahinter war genügend Platz für mindestens 7 WOMO’s. Eines stand schon dort auf einem schönen Schattenplätzchen. Wir wählten einen windgeschützten Platz hinter einer kleinen Mauer. Anscheinend werden WOMO’s auch in der Hochsaison dort gerne gesehen. Im Laufe des Nachmittags kamen ein paar Kühe vorbei, ansonsten war so gut wie nichts los. Am Abend genossen wir den Rest des guten Rotweines von Aléria und den wunderschönen Sternenhimmel. hier noch ein Bild vom Stellplatz an der Plage de Caspio.
Ihr seht es hat genug Platz für einige WOMO's auf verschiedenen Ebenen. Montag, den 16. Oktober 06
In der Nacht war noch ein weiteres WOMO dazu gekommen, ein umgebauter blauer Gendarmerie Bus, sah interessant aus. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder hoch zur D 81, dort durch Porto Richtung Piano zu den Calanche. Es war noch herrlich ruhig dort, höchstens 3 Autos begegneten uns. So konnte man ungestört anhalten und fotografieren. Die Felsen wurden von der Morgensonne angestrahlt. Nach diesem Abstecher fuhren wir über Porto wieder zurück Richtung Norden. Auf wenigen Kilometern ist die Strasse noch wie früher etwas eng, aber ab Partinello bis zur Fangomündung ist sie sehr gut ausgebaut. Die Strasse ist jetzt so breit, dass 2 Reisebusse locker aneinander vorbei kommen. Ausserdem sind überall grosse Parkbuchten angelegt, so dass auch der Fahrer beim Halten ausgiebig die steile Küste betrachten kann. Ab der Fangomündung ist die D 81 wieder enger, der Belag etwas holprig. Aber je näher man Calvi kommt, um so besser wird die Strasse. Die Fahrt bietet überall wunderschöne Ausblicke aufs Meer..... Montag, 16. Oktober 06 - 2. Teil
.....da wir Calvi vom letzten Besuch der Insel her schon kannten, tankten wir nur bei einem grossen Supermarkt und fuhren dann auf der N 197 Richtung l’Ille Rousse weiter. In Lumio folgten wir ca. 200 m nach dem Ortsschild links dem Schild zur Plage de Arinella. Dort ist ein kleiner Sandstrand mit Stellplätzen. Wir bogen aber vor dem Strand nach rechts und dann nach ca. 800 m links ab zur Ruine eines Pisanerturmes. In ihrem Umkreis waren viele waagerechte Stellplätze. 2 WOMO’s standen schon dort, das Camping Verbotsschild wurde von keinem beachtet. Wir genossen den herrlichen Blick über die Bucht von Calvi. Danach erkundete ich mit den Hunden erstmal die interessanten Felsformationen dort. Vor dem dunkel werden grillten wir und liessen dann den Abend ruhig ausklingen. Die Lichter von Calvi leuchteten zu uns hinüber. Dienstag, den 17. Oktober 06
Beim Frühstück konnten wir beobachten, wie die Sonne so langsam über die Berge kam und die Felsen anleuchtete. Sie hatten jetzt wieder eine andere Farbe wie am Nachmittag und Abend des Vortages. Die Hunde konnten sich auch austoben und dann starteten wir zur Weiterfahrt auf der N 197. Bald hinter l’Ille Rousse trafen wir wieder auf die D 81, die links abzweigte und uns durch die imposante Désert des Agriates nach St. Florent führte. Im Ort machten wir einen kleinen Bummel, füllten in einem Cave unseren Weinkanister auf. Gegen Mittag setzten wir unseren Weg Richtung Cap Corse fort. Hinter St. Florent zweigte links die D 80 ab, die uns bis nach Bastia begleitete. An diesem Tag fuhren wir aber nur bis kurz hinter Nonza. Ca. 2,5 km hinter Nonza biegt links eine Stichstrasse zu einem kleinen Felsplateau am Meer ab. Das Plateau liegt zwischen den beiden schwarzen Feinkiesstränden von Nonza. Leider versperrt unten eine Schranke Fahrzeugen über 2,10 m die direkte Zufahrt, vor der Schranke ist aber Platz für 1 – 2 WOMO’s. Die Strände erreicht man von dort in wenigen Minuten. Der kleine Strand Richtung Norden war von einigen Sonnenhungrigen besetzt, der grössere Strand, zu dem man über einen kurzen Felsenweg kommt war aber menschenleer. Nachts wurde der Bus von einigen plötzlichen Windböen geschüttelt, die in unregelmässigen Abständen plötzlich kamen und ebenso schnell wieder aufhörten. Mittwoch, den 18. Oktober 06
Am Morgen war alles ruhig und mit Blick auf Nonza nahmen wir unser Frühstück das letzte Mal am Meer ein. Danach beschwerten wir den Bus mit einigen grünen und schwarzen Steinen für unseren Garten. Und weiter gings. Die Strasse war gut ausgebaut, die frische Farbe der Felsen zeigte, dass vor noch nicht allzu langer Zeit Felsvorsprünge abgesprengt wurden. Bis Minerbio war die Strasse sehr schön, die einzigsten Engstellen waren noch die Brücken, auf der Strecke auch immer wieder neu angelegte grosse Parkbuchten. Nach dem Ort war es wieder die alte Strasse, aber uns kamen auf der ganzen Strecke bis zum Cap höchstens 5 Fahrzeuge entgegen, darunter 2 grosse WOMO’s. Wir kamen gut aneinander vorbei. Die Ausblicke waren wirklich wunderschön, wir unterbrachen die Fahrt immer wieder zum schauen und knipsen. Überall am Strassenrand blühten die Mini-Alpenveilchen in grosser Anzahl. In Butticella zweigt links die Ringstrasse, links rum die D 153 und rechts rum die D 253 zum Cap ab. Wenn man wirklich runter fahren möchte, würde ich die D 253 empfehlen. Sie ist besser ausgebaut und landschaftlich schöner. Wieder auf der D 80 ging es an der Ostküste runter nach Süden. Die Strasse ist inzwischen die reinste Rennstrecke, manchmal hatte man das Gefühl versehentlich in einer Autoralleye gelandet zu sein. Wolken zogen auf und brachten stärkeren Wind mit, das bisher so ruhige Meer wurde lebhafter. In Bastia kauften wir noch für daheim ein, hauptsächlich die leckeren Figatelli und Schafs- bzw. Ziegenkäse. Der korsische Wein lockte preislich auch zum Kauf, der Preis pro Flasche war für alle Sorten unter 4,-- Euro. Es war aber kein Billigwein, sondern u.a. Merlot und Cabernet Sauvignon. Nach dem Einkauf ging es ans Meer und zwar wieder an die Plage Biguglia, wo wir die erste Nacht schon übernachtet hatten. So würden wir am nächsten Morgen höchstens 30 Minuten bis zum Hafen brauchen. Wir wählten für diese Nacht einen Platz hinter den Dünen, nicht dass wir noch durch den starken Wind nachts eingesandet würden und am Morgen nicht rechtzeitig weg kämen. Dieser Platz ist leider auch durch eine 2,25 m Schranke auf niedrigere Fahrzeuge beschränkt, aber sehr schön angelegt. Den Strand erreichte man über einen Holzsteg, ich machte noch einen letzten Strandspaziergang mit den Hunden. Als ob sie es gewusst hätten, tobten sie noch mal so richtig ausgelassen durch den Sand. Das Meer hatte inzwischen eine dunkelgraue Farbe angenommen und war ziemlich aufgewühlt. Abendessen gab es vom Grill, aber zum Essen sassen wir in den Bus, draussen war es zu windig. Donnerstag, den 19. und Freitag, den 20. Oktober 06
Um 5.30 klingelte der Handywecker, nach dem Kaffee noch ein Spaziergang mit den Hunden und dann gings los zum Hafen. Diesmal waren wir pünktlich zur Stelle. Die Überfahrt war sehr stürmisch und ich war froh noch nichts gegessen zu haben. Aber draussen an der frischen Luft machte es sogar Spass den Wellen zuzusehen. Als wir gegen 13.30 in Nizza ankamen regnete es. Trotzdem wollten wir auf Nationalstrassen heimwärts fahren. Der Himmel klarte nach einer Weile auf, es gab immer mal wieder einen kurzen Schauer, aber die Sicht war gut. Angenehm waren die Dieselpreise von 1,01 Euro auf dem Festland, im Süden von Korsika hatte es 1,17 Euro gekostet und ab Calvi nordwärts 1,13 Euro. Wir verliessen die Küste auf der N 202 und fuhren durch das wunderschöne Vartal. Die Strasse war breit und zügig befahrbar, überall fanden sich sehr schön angelegte Picknickplätze an der Seite, oft von der Strasse durch Erdwälle abgeschirmt und so auch geeignet für ruhige Übernachtungen. In Barréme trafen wir auf die N 85, von dort aus fuhren wir den gleichen Weg zurück wie auf der Hinfahrt, nur in umgekehrter Richtung. An diesem Abend kamen wir bis ca. 30 km vor Grenoble. Am Freitag gings dann gemütlich weiter und gegen 17.00 waren wir dann wieder daheim. Die Strecke auf Nationalstrassen ist wirklich sehr zu empfehlen, voraus gesetzt natürlich man hat die Zeit dafür. Sie führt durch wunderschöne, beeindruckende Landschaften. Und man macht so den Heimweg zu einem Teil der Ferien. Wenn ihr Fragen zu diesem Bericht habt, nur zu, ich beantworte sie gerne soweit ich kann. Hallo Karin,
das war ein toller Reisebericht mit vielen Detail-Informationen und super Fotos. Sollten wir noch einmal nach Korsika kommen können wir einfach Eure Route nachfahren (na ja - vor einigen Teppichstangen sollten wir besser stoppen :D ). :dankeschoen: Ein dreifach Hoch für den Bericht, den Fotos und die vielen Typs .
Einfach Gaiooool (steigerungsform von geil) hallo,
freu mich, dass euch der Bericht gefällt! War leider unser einzigster Urlaub dieses Jahr, also kann es 2007 einfach nur besser werden :wink:
Das kenne ich auch noch zu gut. Wir hatten lange Zeit zwei Pflegefälle zu betreuen und waren kurz davor, unser geliebtes Wohnmobil zu verkaufen, weil es nur in der Scheune stand. Und bevor wir dann tatsächlich mal losfahren konnten gab es so unendlich viel zu organisieren, dass wir die Urlaubstage dringend brauchten, um den tagelangen Vorurlaubsstress wieder abzubauen. Dann drück ich mal die Daumen, dass Ihr im nächsten Jahr ganz oft unterwegs sein könnt :) Ein wunderschöner Bericht von einem Traumurlaub. Ich bin mir sicher, da kommen wir auch mal hin - wenn wir auch durch unser Alkovenmobil nicht ganz so wendig sein weren wie ihr mit eurem Bus.
Danke Aretousa @ Eva
danke Eva, es wird auch viel davon abhängen wie es mit der Firma meines Mannes weiter gehen wird. Aber ich sage immer, Urlaub, egal ob mit Bus oder WOMO ist eigentlich ein günstiger Urlaub..Essen und Trinken muss man daheim auch. @ Aretousa wir wollen uns ja auch wenn der Bus mal nicht mehr will, er ist jetzt schon 10 Jahre alt, ein kleines WOMO zutun. Aber wenn man die wachsende Anzahl der Schranken sieht kommt man schon ins Grübeln.
hallo Nachbarin, so ähnlich hatte ich vor einem Jahr auch gedacht und war schon dabei, meinen inzwischen 16jährigen Bus zu verkaufen, weil ich ein "richtiges" Womo bestellt hatte. Aber nach reiflicher Überlegung haben wir dann den Bus behalten, quasi als Alltagsauto und für kürzere Ausflüge. Das Wohnmobil benutzen wir vornehmlich für die grossen mehrwöchigen Reisen. Der Bus hat natürlich auch Vorteile wenn es um enge Bergstrassen o.ä. geht. Z.B. könnte ich mir deshalb eine kleine Korsikareise eher mit dem Bus als mit einem grossen Womo vorstellen. Aber eine 6-wöchige Skandinavienreise mache ich dann doch lieber mit dem grösseren Womo.... Im Übrigen: toller Bericht, gratuliere! Ich kenne Korsika nur vom Segelboot aus. Du hast mir richtig Lust gemacht auch mehr vom Landesinneren zu sehen, merci! aus Basel Jürg hallo Jürg,
es lohnt sich wirklich die Insel auch im Innern zu erkunden. Ich hatte Korsika das erste Mal per Motorrad kennen gelernt. War damals schon sehr beeindruckt. Die Menschen sind sehr nett und freundlich, wir haben durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Hallo Alsace,
ich habe Deinen Bericht in einem Satz gelesen, echt SUPER. :klatschen: Ich war 1981 zuletzt da (..... auch mit dem Motorrad !!!). Viele Deiner Fotomotive hatte ich noch genauso in Erinnerung. Es war für mich eine Reise in die Vergangenheit. aus Baden-Baden Hallo Karin,
mir geht es wie Dieter; für mich war es auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Ich war 3 x auf dieser wunderschönen Insel und war jedes Mal auf ein Neues beeindruckt. Deine Bilder wecken tolle Erinnerungen. Ich war das eine Jahr in Porto und die anderen beiden Male in Cargese. Mit unserem jetzigen WoMo trauen wir uns jedoch nicht nochmals dorthin zu fahren; an der Westküste geht es manchmal doch recht "eng" zu; und die Westküste ist m. E. einfach die schönere Küste. Nochmals vielen Dank für Deinen tollen Bericht und die schönen Fotos. LG Solveig Danke für euer Lob! Freu mich drüber!
@ Dieter schön dass auch mit dem Motorrad dort warst, irgendwie erlebt man das ganze damit noch intensiver...so habe ich es zumindest empfunden, bin Selbstfahrerin. @ Solveig Finde die Westküste auch schöner wie den Osten, sie ist wilder und ursprünglicher. Die Strassen sind zu früher dort jetzt sehr gut ausgebaut, wie im Bericht gesehen hast. Ich würde an deiner Stelle nicht entgültig Abschied nehmen von der Insel. Wäre sehr schade. Mein Kompliment, die Bilder sind wirklich toll, auch die von Sardinien.
....Natürlich auch der Bericht. Labrador |
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