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Für Überladung könnte man ein eigentlich ein neues Unterforum erstellen.... 8) Für mich reduzieren sich die Diskussionen eigentlich immer auf zwei Punkte. 1. Ich bin nicht in der Lage mich Gepäckmäßig so weit einzuschränken, dass ich mit 3,5 Tonnen hinkomme. 2. Ich habe keinen Bock darauf, die Kohle zu bezahlen, die für die Nutzung eines Lastwagens über 3,5 Tonnen erforderlich ist. Ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen. Aber Physik braucht es dafür eigentlich nicht. Sonnige Grüße, hoffentlich gleich vom Strand Thomas
Das könnte sehr langweilig werden und nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun haben. :D
Auweia, jetzt wird wieder die ganz große Keule rausgeholt. Wenn man überladen fährt, erlischt die Betriebserlaubnis keineswegs automatisch. Die Sünde heißt in diesem Fall: Überladung und nicht fahren ohne Betriebserlaubnis. Die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges ändert sich nicht durch Überladung. Und die Versicherung müßte in der Lage sein, Vorsatz zu unterstellen, um ihre Leistungen in der Kasko kürzen zu können. Rückforderungen aus der Haftpflicht sind für Versicherungen noch schwieriger und keineswegs so automatisch möglich, wie oben beschrieben. Tom
Ist das drollig oder trollig? Ich nehme einfach mal ein paar andere Parameter heraus und schwupps habe ich ein „toll“ klingendes Ergebnis. Beispiel: Gestern habe ich gesehen, wie ein Mensch In einen Bus eingestiegen ist. An der nächsten Haltestelle stiegen 2 Menschen heraus. Mit meinen rudimentären mathematischen Kenntnissen folgere ich: Wenn an der nächsten Haltestelle einer wieder einsteigt, ist der Bus leer. Sollte die Überlegung, dass das Gewicht bei entsprtechender Bremsanlage keinen Einfluss auf den Bremsweg habe Dein Ernst sein und nicht eine nette Allberei, dann hoffe ich für die Gesundheit aller, dass Du Deinen Fahrstil im überladenen Fahrzeug nicht Deiner „Erkenntnis“ anpasst.
Vielen Dank für den Link, sehr interessant ! Also nun wissenschaftlich untermauert: der Reibwert verringert sich zwar mit zunehmender Radlast; dies gilt aber nur bei trockener Fahrbahn. Bei nasser Fahrbahn erhöht er sich sogar ! D.h. bei Regen kommt ein Womo mit einem tatsächlichen Gewicht von z.B. 3,7 to. bei einer Vollbremsung potenziell schneller zum Stehen als mit nur 3,5 to. Gruß Stefan Dieser Thread bekommt heute Abend von mir den Comedy-Preis der Woche. Ich hoffe nur, hier lesen keine Schüler mit. Die müssen schier verzweifeln. Was sollten sie glauben und demnächst in der Schule anwenden?
In NRW haben doch heute die Ferien begonnen und in 6 Wochen ist längst Schnee oder vielleicht auch Regen über die Sache ... :ja: Die Schüler haben aber jetzt Zeit, wenn sie mit ihren Eltern im Womo im Stau stehen.
Kann es sein, dass du das was mißverstanden hast? Denn ich lese da was anderes. Dei Fazit trifft vielleicht zu, wenn dein 3,7 t Gerät größere und breitere Reifen hat, also eine größere Auflagefläche. LG Robert Wenn sie denn rechtzeitig am Stauende zum stehen kommen. ![]() Vor ein paar Jahren hat es einmal auf youtube ein Filmchen gegeben (gibt´s dort sicher immer noch...) bei dem ein Brems-Vergleich zwischen einem 40 Tonner-Auflieger und einem VW-T4-Bus zu sehen war. Beide Fahrzeuge wuren jeweils leer und max. beladen aus 80 km/h in je einer Vollbremsung abgebremst. Leer war der Unterschied zwischen VW und LKW (ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, also hier nur die Tendenz...) vieleicht 2 m zugunsten des VW. Voll beladen war der Bremsweg bei beiden Fahrzeugen länger, der Unterschied aber diesmal mit 1 Meter weniger zugunsten des LKW. Begründet wurde dieses (relativ) bessere Bremsen des LKW bei Beladung mit dem Gewicht und dem beim LKW besseren Verhältnis von Gewicht zu Reifenaufstandfläche (der LKW hatte 5 Achsen, 4 davon mit breiter Doppelbereifung.) Tom
Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Für manche Wohnmobilisten scheint die Erde immer noch eine Scheibe zu sein. Bin gespannt wann hier jemand die Frage stellt ob er mit seinem Wohnklo in's Weltall purzelt wenn er weit genug fährt Ins Weltall nicht, aber vielleicht in den Himmel. :ja: Falsch. Wenn die von der Scheibe fallen, geht es nach unten. Und was ist da? Richtig. Die Womo-Hölle.
Und jetzt die entscheidende Frage: Fallen die überladenen Kisten dann im Weltraum schneller? Wer in der Schule aufgepasst hat kann diese Frage auch richtig beantworten. Aber vielleicht ist jemand hier der eigene Erfahrungen einbringen kann :mrgreen: Ich meinte ja auch nicht wenn sie von der Scheibe fallen sondern wenn der Bremsweg... Frei nach Franz Beckenbauer: Ja is denn scho wieder Sommerloch...? ;-) Immer wieder interessant zu sehen, wie schnell ein Thread in Nonsens und Schwachsinn abdriftet .... :lach: ..... to be continued ...... Abdriften? Der ging doch schon so los. :D
Ich glaube der TE hat den Titel unglücklich gewählt. Besser wäre die Frage gewesen ob die Masse den Bremsweg beeinflusst. Und da bin ich schon beim TE; allerdings nicht beim Überladen :-) Es geht doch hier nicht um die absolute Länge des Bremswegs, welcher sich nur sehr aufwändig berechnen lässt da zu viele Faktoren zu berücksichtigen sind, sondern nur um die Frage, ob eine größere Masse einen längeren Bremsweg bedingt. Die Antwort lautet: NEIN, vorausgesetzt die Bremsanlage kann die entsprechende Leistung erbringen und der Reifen die Wärme aushalten. Dies bestätigt auch dieser Test --> Link Oder anders gefragt: warum wird bei der Führerscheinprüfung zur Berechnung des Bremswegs nicht nach der Masse gefragt?
… na ja, da wurde die Physik auch etwas verdreht, deswegen haben einige den Spaß mitgemacht :oops: :eek: Die Lösung ist doch die (Kraft in N) F = m (Masse in kg) * a (Beschleunigung m/s²) und diese Kraft muss vernichtet werden! Dagegen ist die Bremskraft eine feste Größe (Bremsscheibe/Bremsklötze/Kraft vom Bremskraftverstärker, Reifen) Erhöhe ich das Gewicht oder die Geschwindigkeit (die geht aber quadratisch ein) bei gleichen Fahrbedingungen, wird der Bremsweg länger! Das weis doch eigentlich jeder und wurde auch in der Fahrschule gelernt :lol: Hallo, Natürlich beeinflusst die Masse den Bremsweg, genauso wie Fahrbahnbeschaffenheit, Temperatur, Gummimischung, Reifenauflagefläche, Nässe... alles andere wäre zu einfach gedacht. Wer schon einmal mit einem modernen MTB und grossen Scheibenbremsen auf trockenen heissen Asphalt und breiten eng profilierten Reifen auf den Vorderrad eine Spur hinterlassen hat weiss wie kurz der Weg zwischen 60km/h und Stillstand ist. Und das funktioniert nur weil die Masse so gering ist, die Reifenauflagefläche gross (das reisst Dir sogar die Stollen aus dem Profil).
In welcher Fahrschule wird das denn gelernt? Das ist definitiv falsch! Alle Berechnungen des Bremsweges können nur Näherungen sein. Es gibt zu viele Einflußfaktoren, die einbezogen werden müssen: - Masse - Lage des Schwerpunktes (Höhe) - Radstand - Bremsen (ABS oder nicht, Materialpaarungen, Temperatur) - ELB bzw. ALB - Reifen (Mischung, Profil, Reifendruck, Reifentemperatur) - Straßenbelag - Klimabedinungen - Geschwindigkeit es Druckanstiegs in der Bremsanlage In Führerscheinprüfungen werden Faustformeln abgefragt und keine Bremswegberechnungen durchgeführt. Beim Bremsen findet eine dynamische Achslastverlagerung statt, die von der Masse, der Höhe des Schwerpunktes und dem Radstand abhängt. Dabei wird die Vorderachse mehr belastet und die Hinterachse entlastet. Damit die Hinterachse nicht überbremst, wird die Bremskraft an der Hinterachse reduziert, aber die Bremskraft an der Vorderachse nicht gleichzeitig erhöht. Alleine hieraus resultiert, dass eine höhere Masse bzw. höherer Schwerpunkt den Bremsweg verlängert, denn aufgrund der geringeren Bremkraft an der Hinterachse nimmt die Verzögerung ab. ABS verlängert grundsätzlich den Bremsweg. Jetzt stellt sich noch die Frage, was "verlängert" denn in Millimeter, Zentimeter oder Meter bedeutet. Um das zu beantworten müsste Modellrechnungen und Bremsversuche durchgeführt werden. Die Bremsanlagen des 250er Light Fahrgestellen sind bis zu einem Zuggesamtgewicht von 6.000 kg geprüft. Die notwendige Bremsleistung ist also auch bei einem überladenen Fahrzeug gegeben. Dann stellen sich allerdings weitere Fragen, denn welche Traglast haben die Achsen, Federn, Felgen....
In jeder Fahrschule wird dir gesagt, um so schneller du fährst, je schwerer man beladen ist, um so länger der Bremsweg … … hier eine solche Prüfungsfrage wie sie in den Beiträgen diskutiert wurden … --> Link :oops: :eek:
… Daniela, hier gehts ja eigentlich nur um die Eingangsfrage, ob ein erhöhtes Gewicht den Bremsweg verlängert! Wenn man also das gleiche Wohnmobil, bei gleichen Straßenbedingungen, mit 3,5 t beladen oder mit 3,8 t beladen hat und den Bremsweg messen würde, muss man von einem längeren Bremsweg ausgehen. Das wird in der Fahrprüfung so vermittelt! :lol:
Da ich nicht nur Fahrerlaubnisprüfungen sondern auch Fahrlehrerprüfungen abnehme, ist mir das bekannt. Wenn du meinen Text richtig liest, findest du sogar die Beründung dafür, warum der Bremsweg länger wird.
Was hat der Artikel damit zu tun, ob du ein Fahrzeug mit unterschiedlichen Beladungszuständen abbremst? Das verschiedene Fahrzeuge unterschiedliche Bremswege haben, ist doch wohl unstrittig.
Ja, hat mit diesem Thread nichts zu tun. Grüße, Alf OMG! Dort steht doch eindeutig "Der Grad der Zuladung, also ob das Fahrzeug leer, teil- oder vollgeladen an den Start ging, hatte bei allen Testkandidaten nur geringen Einfluss auf den Bremsweg" Genau! Hast du es auch gelesen. Und hier geht es um ÜBERladen. Grüße, Alf
Rob, du meinst in deinem zitierten Artikel bestimmt diesen Satz: … " hält der ÖAMTC-Techniker fest. Eine Randnotiz: Der Grad der Zuladung, also ob das Fahrzeug leer, teil- oder vollgeladen an den Start ging, hatte bei allen Testkandidaten nur geringen Einfluss auf den Bremsweg. …" Da irrt dieser ÖAMTC Techniker oder wurde falsch zitiert. ;D Zitat aus --> Link Bremsweg, Reaktionsweg, Schwellzeit, Sicherheitsabstand – Der Bremsweg ist die Strecke, die ein Fahrzeug vom Beginn der Bremsung bis zum Ende der Bremsung zurücklegt. Entscheidend für die Länge des Bremsweges ist die gefahrene Geschwindigkeit (Zeit geteilt durch Strecke) und die Verzögerung ( = negative Beschleunigung = Bremsung). – Der Anhalteweg ist länger und berücksichtigt die Reaktionszeit. Bremsung (technisch theoretisch betrachtet) Bei einer Bremse, die direkt auf den Fahrweg wirkt, etwa eine Magnetschienenbremse oder einer aerodynamischen Bremse, ist der Bremsweg von der Masse und der Geschwindigkeit abhängig. Dies gilt auch bei einer Bremse, die auf eine formschlüssige Verbindung zwischen Bremse und Fahrweg wirkt, etwa bei einer Zahnradbahn. Bei einer Radbremse eines Autos ist noch formal zu unterscheiden, ob die Bremsanlage genug Drehmoment entwickeln kann, um das abzubremsende Rad festzubremsen (Stillstand des Rades) oder ob dies nicht möglich ist. Ist dies nicht möglich, hat die Masse auch hier einen entscheidenden Einfluss auf den Bremsweg. Ist das Drehmoment der Bremse jedoch so groß, dass es das Rad festbremsen kann, besitzt die Masse nur einen geringen Einfluss auf den Bremsweg. Sie erhöht zwar die Trägheit, aber in nahezu gleichem Maße steigt auch die Reibung zwischen Fahrzeug und Untergrund. Allerdings treten aufgrund von Veränderungen im Bereich der Verzahneffekte zwischen Reifen und Fahrbahn, sowie infolge der Abhängigkeit des Haftreibkoeffizienten von der Flächenpressung nichtlineare Haftreibungsverläufe auf, die dazu führen, dass ein leichteres Fahrzeug bei sonst gleichen Bedingungen einen etwas kürzeren Bremsweg aufweist. Diese Effekte vermischen sich beim ABS allerdings auch teilweise, da dort das Rad (theoretisch) bei einer Vollbremsung kurz zum Stehen gebracht wird, um dann für einen Sekundenbruchteil wieder gelöst zu werden. Letztlich sind das aber nur theoretisch bedeutsame Feinheiten der Technik. ...... Vielleicht hilft das bei der Diskussion. Gruß Frank Wie ich finde, eine sehr anschauliche Diskussion, jeder gibt so seine mehr oder weniger vorhandenen Physik- und/oder Gesetzteskenntnisse preis und manchmal grenzt die Diskussion hier und in einem weiteren Faden an Hyperventilation oder Schnappatmung. Was denn so schwer daran sei, sich an Vorschriften zu halten, wird da schon ganz gerne eingeworfen. Stimmt, der Mensch neigt offenbar dazu, sich vorschriftenaffin zu geben und will diese Regeln auch bedingungslos eingehalten sehen.......aber leider nur bei den anderen, bei sich selbst lässt man schon ganz gerne mal fünfe grad sein. Warum das so ist? Schaun wir uns das Ganze einmal genauer an: Der TE schreibt davon, dass sein Fahrzeug rein technisch gesehen die Überladung aushält, weil sein Fahrzeug eben mehr als diese ominösen 3,5t kann. Als er dann den Fehler macht, zuzugeben, doch überladen unterwegs zu sein, wird er, wie könnte es anders sein, mehr oder weniger niedergemacht und eigentlich müsste man ihm ja schon den Führerschein entziehen. Jetzt betrachten wir einmal die Tatsachen: Der TE fährt ein Fahrzeug, das bis zu 3,85t ohne irgendwelche technische Änderungen aushält und auch so zugelassen würde, wenn er diesen formalen Akt machte (was er, soweit ich gelesen habe, schon tat). Wie wurde er gescholten und auch mit väterlichen Ratschlägen überhäuft, doch aufzulasten, weil er dann auf der gesetzlich richtigen Seite wäre. Wie wir alle wissen, sind LKW-Fahrer, abgesehen von Überladungen, zu 99,9 % zu flott auf den Autobahnen unterwegs (ausgenommen bei Anstiegen, da fehlt ihnen manchmal die Leistung) und zwar durchwegs um ca. 15 % über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, in der Nacht sogar um ca. 50 %. Wie wir auch wissen, schwimmen viele Wohnmobilisten, deren Fahrzeuge ein höheres zGG als 3,5t aufweisen, mit diesen LKWs mit, sind also ebenfalls zu schnell unterwegs und in gar nicht so seltenen Fällen werden die LKWs von diesen Wohnmobilen auch überholt. Und wenn man es jetzt ganz genau betrachtet, gefährden auch diese schnellfahrenden Wohnmobilisten die Verkehrssicherheit. Stellt sich somit die Frage: Was genau hat sich an der Verkehrssicherheit durch das Verhalten des TE zum Positiven geändert, wenn er den formalen Akt der Auflastung vollzieht bzw. vollzogen hat? Es wäre also gar nicht so schlecht, dass alle, die so gerne den Lehrer Lämpel raushängen lassen, überprüfen, ob sie sich nicht doch ein bisserl weit aus dem Fenster lehnen, weil sie eben bei sich nicht so genau sind. Och, bleibt doch bei den physikalischen Begründungen und der Mathematik!!!!! Da sind die Beiträge doch schon lustig genug. Wenn ihr jetzt auch noch ins Rechtliche geht komme ich heute vom Bildschirm nicht mehr weg. Ganz locker, Gruß Andreas Mein Beitrag hat eher weniger mit Rechtlichem zu tun - Überladung darf nicht sein und ist auch strafbar, daran führt kein Weg vorbei -, sondern eher damit, dass sehr oft mit erhobenem Zeigefinger hier argumentiert, aber offenbar total vergessen wird, wie oft man sich selbst in ähnlichen Dingen in Übertretungen wiederfindet. Ich kenne keinen Wohnmobilfahrer, der sich an die 80 km/h auf BAB tatsächlich hält, obwohl er das über 3,5t zGG tun müsste. Außerdem die Frage: Was hat sich an der Verkehrssicherheit beim TE geändert, nachdem er aufgelastet hat? Wenn Beiträge a la "Das darfst du aber nicht...." und ähnliche nicht in der Diskussion vorhanden wären, könnte man ja durchaus sachlich über technische und physikalische Belange diskutieren. Ein Hinweis: Auf deutschen BAB darf ein Womo über 3,5 Tonnen 100 km/h fahren.
*schlaumodus an* Also genau genommen über 3,5t bis 7,5t. Über 7,5t nur noch 80km/h *schlaumodus aus*
Oh, das erstaunt mich, denn in Österreich sind lediglich 80 km/h erlaubt. Siehe: --> Link Das wusste ich nicht, somit relativiert sich meine Argumentation ein bisschen, zumindest für Deutschland :-) Schliesse mich dem Vorredner ääh Vorschreoner vollumfänglicj an. Sehr gut!!! v = 1/2 a t^2 V wäre hier die Geschwindigkeitsverringerung beim Bremsen, a die Bremsbeschleunigung, t die Zeit des Bremsvorganges. Da ist die Masse nicht drin, stimmt schon. Aber die erreichbare Beschleunigung a (beim Bremsen negativ) hängt eben von der einwirkenden Kraft (Bremskraft) F und von der Masse m ab: a = F/m Natürlich ändern sich beide Faktoren, wenn man das Fahrzeug belädt, aber eine Erhöhung der Masse m wird nie die Bremskraft F um den gleichen Betrag erhöhen, so dass a immer kleiner wird, wenn m steigt. Und mit sinkender Bremsbeschleunigung steigt der Bremsweg. Der Punkt ist auch nicht, dass der Bremsweg sich in einem weiter oben genannten Beispiel um ,nur‘ 4,7 m verlängert. Entscheidend ist, wie schnell das Fahrzeug ‚am Anfang‘ dieser zusätzlichen 4,7 m noch ist. Und weil die Anfangsgeschwindigkeit in den Bremsweg quadratisch eingeht, ist das mehr, als man denkt, bei einer Bremsung aus 80 km/h noch über 20 km/h. DAS ist keine Bagatelle mehr, wenn man auf einen Fussgänger prallt! Schon unterhaltsam, mit was für einem Unsinn hier um sich geworfen wird, was die Physik angeht... Noch ein Punkt: hier werden immer nur Bremsungen in der Ebene diskutiert. Viel schlimmer ist der Fall, wenn man bergab bremsen muss. Zusätzlich zur normalen Bremsarbeit kommt hier, dass die Hangabtriebskraft auch noch von der Bremse kompensiert werden muss und gleichzeitig die Hinterachse durch den Hangwinkel noch stärker entlastet wird, also weniger Bremskraft liefert. Die Masse geht linear in die Hangabtriebskraft ein, so dass dieser Faktor bergab voll auf die Bremsweglänge durchschlägt, ohne durch höhere Haftreibung etc. kompensiert zu werden! Deshalb werden Bremsen bergab auch gern heiss. Und noch heisser, wenn man mit mehr Gewicht unterwegs ist. Natürlich ist das überladene Kg nicht schlimmer als eines unter der Zuladungsgrenze, aber es kommt eben zusätzlich dazu, was man vermeiden sollte. Zum Thema ‚Ablasten und dann trotzdem das technisch zulässige GG ausnutzen‘: das ist für mich genau die heute so moderne ‚Wasch mich, aber mach mich nicht nass‘-Einstellung, an der unsere ganze Gesellschaft so langsam zugrunde geht. Immer schön die Vorteile mitnehmen, aber keinen Nachteil akzeptieren, für sich selber ohne Rücksicht auf andere das Maximum rausholen... vielleicht mal gedanklich auf den Prüfstand stellen, was man selber so tut? bis denn, Uwe
Als Unsinn würde ich es nicht bezeichnen. Schließlich kann man dieses Thema aus vielen Blickwinkeln betrachten und somit zu dem "gewünschten" Ergebnis kommen :wink: Trotzdem eine hervorragende Betrachtung. Von mir ein Positiv klick :!:
Ja, stimmt, die Gesellschaft insgesamt wird rücksichtsloser, aber bei deiner Argumentation das Beispiel des TE dabei heranzuziehen, ist ein bisschen an der Schelte vorbei. Kannst du mir beantworten, was genau sich an der Straßenverkehrssicherheit beim TE geändert hat? Bitte aber bei den Fakten bleiben und nicht irgendwelche Daskönntjaauchnochsein-Möglichkeiten dazudichten. Worin besteht für die Allgemeinheit, also für dich, ein Nachteil, oder in welcher Weise ist der TE rücksichtslos, wenn er zwar einen formalen Akt nicht machte, sich dabei aber an der Verkehrssicherheit - und das tut es nicht - nichts ändert? Er ist weder ein Sozialschmarotzer, noch zieht er dich oder andere dabei Verkehrsteilnehmer über den Tisch. Es ist sein Risiko, bei einer Wiegung erwischt zu werden und Strafe zahlen zu müssen. Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh daraus, wir haben heute Vorschriften bis zum Abwinken, noch mehr, die wie die Blockwarte darauf aufpassen, dass auch ja jeder Punkt und Beistrich eingehalten wird und sobald einer im Geringsten irgendwo abweicht, wird der große Zeigefinger ausgepackt. Man sieht es oft im Straßenverkehr, wenn Autofahrer ihr Fahrzeug gegenüber anderen als Belehrungsgegenstand benutzen.
Mal von den nun zum xten mal wiederholten Formeln abgesehen, bringt Uwe es hier genau auf den [plus-] Punkt. Wenn ich ein abgelastetes Fahrzeug fahre, dann aus Gründen wie FS, Erlaubte Geschwindigkeit, Kostenersparnis usw. Nur ein Beispiel.. TÜV alle zwei Jahre anstatt jährlich. Dafür muss ich dann halt die Einschränkungen auch akzeptieren. Grüße, Alf
Der Schaden entsteht, weil er sich höher als Andere (und als die staatliche Autorität) stellt und meint, sich nicht an Vorschriften halten zu müssen. Er gibt damit erstens ein schlechtes Beispiel ab und propagiert das auch noch hier im Forum. Der gesellschaftliche Schaden ist nicht monetär bezifferbar, entsteht aber nichtsdestotrotz. Eigentlich begeht er auch noch Steuerhinterziehung, weil ein Fahrzeug mit höherem zGG mehr Steuern kostet. Er spart sich die höhere Untersuchungsfrequenz beim TÜV. Er umgeht das LKW-Überholverbot, obwohl er es mit seinem korrekt deklarierten Gewicht eigentlich einhalten müsste. Er umgeht die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h, obwohl er sie mit einem korrekt deklarierten Fahrzeug einhalten müsste. Wie immer ist der ‚Dumme‘, wer sich an Vorschriften hält. Für MICH ist das Rosinenpickerei der übelsten Sorte. Mir würde das mein Gewissen nicht erlauben, aber das ist wohl hoffnungslos altmodisch. Jemand hat es weiter oben auf den Punkt gebracht, es sind im Endeffekt zwei Dinge: ich will die Nachteile bei ü3,5 vermeiden oder ich bin zu geizig für die ü3,5 Zulassung. Oder beides. Keines von beidem rechtfertigt es, vorsätzlich überladen rumzufahren. Und wenn ich es weiss und es trotzdem tue, nennt man das Vorsatz. Insofern ist auch die Sache in Richtung Haftung/Versicherung nicht so einfach abzutun, wie manche es hier machen. bis denn, Uwe |
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