Gast am 15 Jul 2018 22:52:08 rtiker hat geschrieben:Dieses Forum scheint sehr vom Einfluss der römisch katholischen Kirche dominiert zu werden. Gott sei Dank wird die Avantgarde heute nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Übrigen: Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.........
Übrigens, deine Klinge ist eine sehr feine :-).
cbra am 15 Jul 2018 22:54:40 cbra hat geschrieben:nichts
egocogito hat geschrieben:Danke, genau das wollte ich hören, und genau wegen diesem Nichts wurde er persönlich angegriffen und sozusagen sinnbildlich geteert und gefedert.
egocogito hat geschrieben:Was den unterschiedlichen Bremsweg anlangt, ist auch aus der Diskussion hier ersichtlich, dass der kürzere Bremsweg doch nicht so eine ausgemachte Sache ist, denn, wie das Fallgesetz besagt, nimmt unter anderem die Masse grundsätzlich auf die Fallgeschwindigkeit keinen Einfluss.
so wie beim fallversuch die - sehr geringe - luftreibung einfluss nimmt kommt beim bremsversuch die absolut erhebliche reibung fahrbahn / reifen / bremsscheiben / bremsbeläge ins system. zum vergleichen sind mir da zuviele unterschiede. aber wenn ich ein beiospiel bemühe - fallschirme für hohe lasten oder tandemsprünge sehen deutlich grösser aus als einfache fallschirme. ich glaube ich würde keinen tandemsprung an einem einerschirm machen wollen
Gast am 15 Jul 2018 22:59:53 Nach dem Gedankenexperiment des Fallgesetzes kannst du Fallschirmgrößen jeder Art wählen, sie werden dir nichts nützen.
Luftwiderstand hat natürlich auf den Bremsweg Einfluss.
Es ging ja auch um den vehement vertretenen Standpunkt der Bergabfahrt.....
Tinduck am 15 Jul 2018 23:04:55 Tschuldigung, völliger Schwachsinn.
Formel für die Hangabtriebskraft (die von der Bremse mit entsprechender Gegenkraft kompensiert werden muss, nur um die Momentangeschwindigkeit zu halten):
Fa= m · g · sin(α)
Wie man sieht geht hier die Masse ein.
Bei der Freifallformel ist die Masse nicht enthalten:
h = 1/2 g t^2 (h für die Fallhöhe, kann man natürlich auch nach der Fallzeit umstellen, Luftwiderstand nicht berücksichtigt).
Der Unterschied ist, dass ein Rollen auf der schiefen Ebene eben kein freier Fall ist.
Bevor man solche Vergleiche zieht, bei denen Galileo im Grab rotiert, bitte mal die Grundlagen checken.
Ein passender Vergleich kommt erst Zustande, wenn der freie Fall gebremst werden soll. Und siehe da, die Kraft, die ein Helikopter zum Schweben generieren muss, ist auch abhängig von seiner Masse.
So langsam komme ich mir hier vor wie ein Physiklehrer in der 6. Klasse....
bis denn,
Uwe
cbra am 15 Jul 2018 23:07:26 egocogito hat geschrieben:Nach dem Gedankenexperiment des Fallgesetzes kannst du Fallschirmgrößen jeder Art wählen, sie werden dir nichts nützen.
d.h. du machst tandemsprung mit einerschirm? egocogito hat geschrieben:Luftwiderstand hat natürlich auf den Bremsweg Einfluss.
klar - weis man vom mopedfahren - aber dennoch wirkt die bremse besser als der luftwiderstand. und auch der luftwiderstand der fuhre hat sich bei der auflastung nicht geändert egocogito hat geschrieben:Es ging ja auch um den vehement vertretenen Standpunkt der Bergabfahrt.....
mir nicht und was meinst du jetzt zum bremsweg bei 3.500 / 3.850 / 4.250 kg - gleich oder doch unterschiedlich
Gast am 15 Jul 2018 23:12:09 Ich werde mich da jetzt ausklinken, denn offensichtlich tut so manchem die Diskussion nicht gut, weil dessen Blutdruckwerte steigen. Mancheiner meint, mit Emotionen Argumente verstärken zu müssen.....ist nicht mein Ding und interessiert mich auch nicht.
cbra am 15 Jul 2018 23:15:49 egocogito hat geschrieben:Ich werde mich da jetzt ausklinken, denn offensichtlich tut so manchem die Diskussion nicht gut, weil dessen Blutdruckwerte steigen. Mancheiner meint, mit Emotionen Argumente verstärken zu müssen.....ist nicht mein Ding und interessiert mich auch nicht.
wen meinst du? eine antwort auf meine (emotionslosen) fragen wäre schon angebracht gewesen, ich habe dir ja auch geantwortet
rolfwam am 15 Jul 2018 23:16:28 Da wir gerade bei dem Thema sind.....Könnte man nicht bei Bergabfahrten wenn man überladen ist einen Bremsfallschirm..... Der Tröt ist noch ausbaufähig. :D
Gast am 15 Jul 2018 23:21:41 cbra hat geschrieben:wen meinst du? eine antwort auf meine (emotionslosen) fragen wäre schon angebracht gewesen, ich habe dir ja auch geantwortet
Nein, ich meine nicht dich, und du hast Recht, natürlich werde ich dir antworten, hoffe aber, dass bei anderen die Druckwerte unter 200 bleiben. Nach dem Durchlesen der bisherigen Argumente denke ich, dass bei gleichen Bedingungen und bei dementsprechend dimensionierten Bremsanlagen der Bremsweg nicht länger ist. Es kann aber gut sein, dass noch Argumente kommen, die mich vom Gegenteil überzeugen.
cbra am 15 Jul 2018 23:28:00 cbra hat geschrieben:wen meinst du? eine antwort auf meine (emotionslosen) fragen wäre schon angebracht gewesen, ich habe dir ja auch geantwortet
egocogito hat geschrieben:Nein, ich meine nicht dich, und du hast Recht, natürlich werde ich dir antworten, ...
Danke ;) egocogito hat geschrieben:Es kann aber gut sein, dass noch Argumente kommen, die mich vom Gegenteil überzeugen.
[/quote] Schaumamal ;) Gute Nacht
sternleinzähler am 15 Jul 2018 23:40:44 Meine Vorschläge: 1) aktuell kommt nicht neues dazu, Tröt wird für 6 Wochen geschlossen. 2) Da viele jetzt in den Urlaub fahren wird auf dem Hinweg (vollbeladen) öfters unter Aufschreibung der Parameter gebremst, genauso auf dem Rückweg (weniger beladen). Wer mag darf auch eine Passfahrt wiederholen (Frau und Campinggerödel ausladen und Strecke ein 2. mal abfahren) 3) Im September wird der Tröt dann wieder geöffnet, alle Daten werden gesammelt und ausgewertet. 4) Wir treffen uns dann zu einem Stuhlkreis und stimmen ab.
Soorry, nach dem lesen aller Beiträge war mir danach! :D
wolfherm am 16 Jul 2018 01:07:04 Mann, Mann, Mann, wenn ihr euch mal endlich einig seid, zündet ein Feuerchen mit grünem Rauch......... :D
willi_chic am 16 Jul 2018 08:53:32 und ich dachte immer Physik wäre eine exakte Wissenschaft
grüße klaus
Roman am 16 Jul 2018 08:54:22 Tinduck hat geschrieben:So langsam komme ich mir hier vor wie ein Physiklehrer in der 6. Klasse....
:D Ich finde den Faden auch lustig. Es wird der Eindruck erweckt, als ob man das Thema "diskutieren" könne. Dabei ist es einfach nur Physik und kein Voodoo.... Wir können ja auch wieder darüber diskutieren ob die Erde eine Scheibe ist..... ;D Gruß Roman
Gast am 16 Jul 2018 08:59:52 willi_chic hat geschrieben:und ich dachte immer Physik wäre eine exakte Wissenschaft
grüße klaus
Eigentlich ist die Physik in diesem Teil des Multiversum für Alle gleich. Wenn man aber die Hinweise zum Reibungskoeffizienten an der Bremsscheibe und zu den vielen zu beachtenden transienten Faktoren nicht verstehen kann oder will, bleibt den Postern nur, immer wieder von neuem den Einfluss der Masse im realen Leben zu leugnen. Macht nichts, das ist ein Forum, nicht die Entwicklungsabteilung von Brembo. :lol: Grüße, Alf
babenhausen am 16 Jul 2018 09:14:39 Für Leute die es etwas genauer wissen wollen Grundlehrgang zur Bremstechnik eines Bremsenherstellers Wichtig sind natürlich immer Einflüsse wie nasse Strasse,Steigung/Gefälle und und ftp://internic.at/Druckluftbremse/8150200573-23.pdf
pipo am 16 Jul 2018 09:23:59 Ok, ich habe jetzt verstanden, dass es keinen Unterschied beim Bremsweg zw. Voll-/Überladen und Leer gibt. Was ist aber, wenn die Bremsanlage nicht für die Über-/beladung ausgelegt ist? Die Bremsen werden heiß und reissen. Was hilt es uns, wenn wir mit den tollsten Formeln belegen können, dass pysikalisch gesehen zumindest beim Bremsweg kein Risiko für eine Überladung besteht, aber die Technik nicht dafür ausgelegt ist? Wer mal ein Fahrzeug geführt hat, was am Limit war weiß, dass ja nicht nur die Bremsen, sondern auch Fahrgestell und Aufbau nicht für eine Maximalbelastung oder darüber hinaus ausgelegt sind. Mir fehlt etwas der Bezug zur Praxis im Hinblick auf Wohnmobile in dieser Diskussion :wink:
Gast am 16 Jul 2018 09:26:51 pipo hat geschrieben:Ok, ich habe jetzt verstanden, dass es keinen Unterschied beim Bremsweg zw. Voll-/Überladen und Leer gibt. ...
Sorry, du hast es leider falsch verstanden. :wink: Am besten alle Posts nochmals von Anfang an Lesen ... Höchststrafe. :lol:
pipo am 16 Jul 2018 09:41:11 KudlWackerl hat geschrieben:Am besten alle Posts nochmals von Anfang an Lesen ... Höchststrafe. :lol:
Ok hab ich und jetzt? ;D
Julia10 am 16 Jul 2018 09:46:19 KudlWackerl hat geschrieben:Am besten alle Posts nochmals von Anfang an Lesen ... Höchststrafe. :lol:
pipo hat geschrieben:Ok hab ich und jetzt? ;D
Was erwartet Dich jetzt Pipo, also so als Strafe :?: Wäre wichtig zu wissen, falls man sich mal nicht konform benimmt. :)
Gast am 16 Jul 2018 10:02:02 pipo hat geschrieben: Ok hab ich und jetzt? ;D
Hallo Pipo, Nun kommt das Verstehen. Hier noch mal die wichtigsten Statement zum Thema in der Zusammenfassung: " An der Bremse hast du Gleitreibung. Für die Gleitreibung gibt es eine ander Formel, dort brauchst du den Gleitreibungskoeffizient. Dieser ist vor allem von der Materialpaarung und weiteren Einflussfaktoren abhängig. In der Praxis ist eine entsprechende Temperatur-, Geschwindigkeits- und Druckabhängigkeit zu erkennen, welche auf einen Einfluss der Oberflächenänderung und Beschaffenheit der niemals ideal ebenen Fläche hindeutet (aber nicht auf den Reibwert selbst) und damit die Materialeigenschaft scheinbar beeinflusst." oder "Der wesentliche Teil der Energie wird in der Bremse vernichtet und nicht zwischen Reifen und Strasse." oder "Bei der Temperaturerhöhung der Bremse aufgrund der höheren Masse und bei der nötigen Anpresskraft am Bremsbelag kürzt sich diese nämlich nicht raus" oder "Hinzu kommt, dass eine höhere Masse (Gewicht) auch eine höhere ...[kinematische] Energie darstellt, welche in thermische Energie umgewandelt werden muss." oder "Durch die Umsetzung der kinetischen Energie (Geschwindigkeit) in Wärme (Bremsung, negative Beschleunigung) wird Arbeit verrichtet, welche die Temperatur des Reifens [und der Bremse] an der Kontaktstelle zum Boden massiv erhöht. Dadurch wiederum verändert sich die chemisch-physikalische Struktur des Reifens [und der Bremse], er wird weicher, sein Reibwert sinkt dadurch. Nicht umsonst sind Bremswege bei PKW mit Winterreifen im Sommer bis zu 10% länger als mit Sommerreifen, denn die dicken Stollen werden beim Bremsen noch weicher und instabiler, der Bremsweg somit länger." oder "Beim Bremsen findet eine dynamische Achslastverlagerung statt, die von der Masse, der Höhe des Schwerpunktes und dem Radstand abhängt. Dabei wird die Vorderachse mehr belastet und die Hinterachse entlastet. Damit die Hinterachse nicht überbremst, wird die Bremskraft an der Hinterachse reduziert, aber die Bremskraft an der Vorderachse nicht gleichzeitig erhöht. Alleine hieraus resultiert, dass eine höhere Masse bzw. höherer Schwerpunkt den Bremsweg verlängert, denn aufgrund der geringeren Bremkraft an der Hinterachse nimmt die Verzögerung ab." oder "Es gibt zu viele Einflußfaktoren, die einbezogen werden müssen: - Masse- Lage des Schwerpunktes (Höhe) - Radstand - Bremsen (ABS oder nicht, Materialpaarungen, Temperatur) - ELB bzw. ALB - Reifen (Mischung, Profil, Reifendruck, Reifentemperatur) - Straßenbelag - Klimabedinungen - Geschwindigkeit des Druckanstiegs in der Bremsanlage" oder " Die Schüler haben aber jetzt Zeit, wenn sie mit ihren Eltern im Womo im Stau stehen." ... "Immer wieder interessant zu sehen, wie schnell ein Thread in Nonsens und Schwachsinn abdriftet .... :lach:" Sorry, das Letzte war nun nicht hilfreich ... :wink: Anmerkungen in eckigen Klammern habe ich zum besseren Verständnis eingefügt. Aber nun mal im Ernst, aus eigener Erfahrung: bei meinem Rapido auf Mercedes 316 CDI mit 3,5 zugelassen, technisch 3,85 merke ich schon den Beladungszustand beim Bremsen, obwohl nur gut 10% zwischen "Leergewicht" und maximal zulässiger Beladung sind. Fülle ich dann noch Wasser auf (3% überladen) verschlechtert sich die gefühlte Bremsleistung und das Fahrverhalten weiter. Objetive Messswerte habe ich dazu nicht. Diese subjektive Erfahrung kann vielleicht am Alter des Fahrzeugs liegen, vielleicht sind die modernen Fiats bremsentechnisch viel stärker ausgelegt? Grüße, Alf
Gizmo am 16 Jul 2018 10:06:18 egocogito hat geschrieben:Nein, es wurde eben nicht schlüssig erklärt.
Hallo, ManfredK hat's meines Erachtens weiter vorn (15.7. 19:35) sehr gut erklärt: "Die Masse eines Fahrzeuges geht bei ausreichender Bremsleistung tatsächlich so gut wie gar nicht in den Bremsweg ein. Was sich ändert, und daher auch der subjektive Eindruck - man muss mehr Bremsleistung aktivieren, sprich man muss stärker auf das Bremspedal treten. Sollte allerdings die Bremsanlage unzureichend dimensioniert sein und keine der Masse angepasste Bremsleistung liefern können, dann und wirklich erst dann würde der Bremsweg sich verlängern." Gruß, Gizmo
pipo am 16 Jul 2018 10:07:38 Julia10 hat geschrieben:Was erwartet Dich jetzt Pipo, also so als Strafe :?:
Einmal mit Alfs Rapido die Großglockner Hochalpenstrasse fahren. Allerdings mit 4,5to auf dem Rücken :kuller: Wenn ich es überlebe, hat der Tröd gezeigt, dass Überladung kein Sicherheitsproblem für die Insassen darstellt :lach: Gizmo hat geschrieben:Sollte allerdings die Bremsanlage unzureichend dimensioniert sein und keine der Masse angepasste Bremsleistung liefern können, dann und wirklich erst dann würde der Bremsweg sich verlängern."
DAS war ja auch mein Fazit dieser Diskussion :mrgreen:
Gast am 16 Jul 2018 10:15:52 pipo hat geschrieben: DAS war ja auch mein Fazit dieser Diskussion :mrgreen:
Das wurde nun schon mehrfach hier im Thread angesprochen, dass mancher sein persönliches Fazit - abweichend von der Physik - zieht. Schön, dass wir darüber gesprochen haben. :mrgreen: Grüße, Alf
peter1130 am 16 Jul 2018 11:06:57 [quote="Gizmo"] Sollte allerdings die Bremsanlage unzureichend dimensioniert sein und keine der Masse angepasste Bremsleistung liefern können, dann und wirklich erst dann würde der Bremsweg sich verlängern."
Da auch eine für das Gewicht von 4,5t ausreichend dimensionierte Bremse mehr Masse abbremsen muss als mit dem Gewicht von 3,5t, wird bei 4,5t der Bremsweg natürlich länger als bei 3,5t.
Tinduck am 16 Jul 2018 12:04:06 Mancher erkennt es, andere möchten es gar nicht wissen.
bis denn,
Uwe
Gast am 16 Jul 2018 12:05:15 rtiker hat geschrieben:Ich glaube der TE hat den Titel unglücklich gewählt. Besser wäre die Frage gewesen ob die Masse den Bremsweg beeinflusst. Und da bin ich schon beim TE; allerdings nicht beim Überladen :-)
Dieses Posting sagt alles aus. Meine Schlussfolgerung aus diesem Faden (ergibt sich so auch aus den diversen Verlinkungen): Überladen im Sinne der formalen Überladung (genau so hat es der TE beim Eingangsposting geschrieben), heißt also Fahrgestell und Bremsanlage können diese formale Überladung ab, die Masse wird nur geringen Einfluss auf den Bremsweg haben. Überladen im Sinne von tatsächlicher Überladung, also Achsen, falsche Lastverteilung etc., die das Fahrgestell und die Bremsanlage überfordern, werden zu einer Verlängerung des Bremsweges führen. Immer davon ausgehend, dass unter gleichen Bedingungen verglichen wird. Und ja, der TE hat den Titel unglücklich gewählt, weil im Text selbst etwas anderes steht.
Gizmo am 16 Jul 2018 12:10:19 Nein. (bezieht sich auf den Beitrag von peter1130)
Gast am 16 Jul 2018 12:14:28 egocogito hat geschrieben:... die Masse wird nur geringen Einfluss auf den Bremsweg haben.
... werden zu einer Verlängerung des Bremsweges führen.
Immer davon ausgehend, dass unter gleichen Bedingungen verglichen wird.
Eine Frage dazu: Wo ist die Grenze zu ziehen zwischen "geringem Einfluss" und "Verlängerung des Bremswegs"? Kann man das in kg, in % Überladung, oder in sonstigen Einheiten ausdrücken? Grüße, Alf
Jagstcamp-Widdern am 16 Jul 2018 12:15:29 als bekennender motorsportler:
ÜBRIGENS - WER BREMST VERLIERT :!:
allesbleibtgut hartmut
Gast am 16 Jul 2018 13:10:34 KudlWackerl hat geschrieben:Eine Frage dazu:
Wo ist die Grenze zu ziehen zwischen "geringem Einfluss" und "Verlängerung des Bremswegs"?
Grüße, Alf
Die Frage ist etwas falsch gestellt, denn sie müsste lauten: Wo ist die Grenze zu ziehen zwischen geringem Einfluss und Verlängerung bzw. Verkürzung des Bremsweges? Eine hier verlinkte Studie, die über empirische Daten berichtet, gibt darüber Auskunft, dass auf trockener Fahrbahn bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten die beladenenen Versuche sogar einen kürzeren Bremsweg aufweisen bei 10 km/h signifikant um 40% oder in Meter rund 0,5. Bei 60 km/h gibt es dann eine Verlängerung des Bremsweges von etwa 10%. Diese Daten sind, wie gesagt, empirisch und man könnte jetzt durchaus hergehen und sagen, alles Schwachsinn, aber ich denke, einem Forschungszentrum eher Glauben zu schenken, als hier emotional vorgetragenen Theorien.
thomas56 am 16 Jul 2018 13:19:50 Bei einer technischen Überlastung wird sich auch der Bremsweg verlängern...weil die Anlage dafür nicht gebaut wurde! Wenn ein 6-Tonner auf 4t abgetastet wurde, wird sich bei 5,5t der Bremsweg nicht verlängern, weil dafür ist die Anlage ausgelegt!
JACKYONE am 16 Jul 2018 15:01:52 Also, einen Versuch starte ich noch Hier mal nachlesen : --> LinkForschungsbericht vom Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm gGmbH . zum Thema :Untersuchungen zur Verlängerung des Bremsweges bei falscher Beladung von Nutzfahrzeugen. Viel zu lesen, Fazit : Bei niedrigen Geschwindigkeiten bremst ein leerer 7,5tonner auf trockener Fahrbahn schlechter als ein korrekt vollbeladener ( aus 30km/h ca.6,53mtr leer zu ca. 4,8mtr voll) Bei steigenden Geschwindigkeiten kehrt sich das um!!! Bei 60km/h Bremsweg ca. 17,5 mtr leer zu ca. 22,6mtr voll . Leider geht deren Test nur bis 60km/h. Bei 80 oder 100km/h dürfte der Unterschied noch viel größer sein!! Ausserdem ist bei diesem Beispiel das Fahrzeug korrekt beladen - bei hinten oder vorne überladen schaut das ganze noch anders aus - auf diesen Thread übertragen : Womos sind oft überladen - meistens hinten - also ist der Unterschied auch nochmal größer, bzw. der Bremsweg länger!!! Mein herausgegriffenes Beispiel ist nachzulesen auf Seite 91 von 158 und 98 von 158. LG Robert Soviel zu eurer "Physik" (Nicht alles im Leben kann man mit Formeln erklären - manchmal genügt auch der gesunde Menschenverstand)
JACKYONE am 16 Jul 2018 15:36:55 Nachtrag :
Fahrzeug voll beladen: hinten überladen gem. Lastverteilungsplan - also GG nicht überschritten, nur Hinterachse überladen: Bremsweg aus 60km/h auf trockener Fahrbahn 26,1mtr. - also über 3mtr länger als mit korrekter Beladung ( nachzulesen Seite 104).
Noch Fragen Kienzle?
Tinduck am 16 Jul 2018 16:08:38 So ist das eben mit den alternativen Fakten. Man betrachtet einen Ausschnitt, der einem passt, und ignoriert den Rest.
Wir reden hier über Gefahrenbremsungen aus 80 km/h, und dann werden irgendwelche Daten bis 60 km/h zitiert und verallgemeinert.
Fakt bleibt, bei hohen Geschwindigkeiten (über 50 km/h) verlängert jedes Kg zusätzliches Gewicht den Bremsweg. Darunter kann eine gute Bremse einiges kompensieren und den Unterschied so verwischen, bei höheren Bewegungsenergien halt nicht mehr.
bis denn,
Uwe
JACKYONE am 16 Jul 2018 16:18:47 Tinduck hat geschrieben:So ist das eben mit den alternativen Fakten. Man betrachtet einen Ausschnitt, der einem passt, und ignoriert den Rest.
Wir reden hier über Gefahrenbremsungen aus 80 km/h, und dann werden irgendwelche Daten bis 60 km/h zitiert und verallgemeinert.
was wird hier verallgemeinert? Wenn bei 60km/h der Bremsweg schon länger ist, dann ist er bei 80km/h im Verhältniss doch noch länger. Du solltest schon lesen was geschrieben wurde - auch wenns dir nicht passt. Ausserdem wurde hier noch kein einziges Wort über "Gefahrenbremsung aus 80 " geschrieben. Es geht von Anfang an darüber, ob bei größerer Beladung der Bremsweg länger wird oder nicht. Tinduck hat geschrieben:Fakt bleibt, bei hohen Geschwindigkeiten (über 50 km/h) verlängert jedes Kg zusätzliches Gewicht den Bremsweg. Darunter kann eine gute Bremse einiges kompensieren und den Unterschied so verwischen, bei höheren Bewegungsenergien halt nicht mehr.
bis denn,
Uwe
Das ist doch genau das was ich schon die ganze Zeit sage!!!
Gast am 16 Jul 2018 16:58:23 Was ich partout nicht verstehen will, warum niemand fähig ist diesen anfangs von mir geposteten Test vernünftig mit Wohnmobilen in Verbindung zu bringen. Natürlich kann ich folgendes nicht hinterlegen, aber denkt einfach mal darüber nach. Ich beziehe mich auf das Beispiel 7,5Tonner einmal voll beladen (richtig beladen) und einmal leer bei 60km/h trockene Straße. Dort waren es ca. 4m mehr bei voller Beladung als leer. Die Zuladung waren 2,9t. Das heißt also konkret Leer 4,6t und 2,9t Zuladung. 2,9t : 4,6t = 63% bzw. 2,9t : 7,5t = 39% Jetzt zum Wohnmobil: Angenommen unaufgelastet 3,5t und aufgelastet 4t, also 0,5t mehr. 0,5t : 3,5t = 14% bzw. 0,5t : 4,0t = 13% Merkt jemand was? Was genau das jetzt in m für den Bremsweg heißt? K.a. ich denke aber Das Wohnmobil wird mit 4t nicht 4m länger brauchen als mit 3,5t, so wie der LKW voll und leer. Wo wir alle uns wohl einig sind, ist die Tatsache, dass wenn die Bremsanlage überlastet ist, dass dann alle Physik und alle Tests überflüssig werden da die Bremse ihre volle Funktion verliert. Und ich habe es auch schon geschafft, meine Bremsanlage an meinem VW T5 (komplett leer) zum rauchen zu bringen (Scheiben und Klötze waren danach hin), dafür muss ich nicht mein Wohnmobil über laden. Heißt wehe dem der 400kg überlädt, dessen Bremsen werden sofort zu rauchen beginnen beim ersten Berg, immer eine Frage der Fahrweise. Wichtig ist, dass eine Bremse jederzeit eine Vollbremsung durchhält. Wer bereits bergab seine Bremse derart überhitzt, dass diese Vollbremsung nicht mehr möglich ist sollte lernen wie man bergab fährt. Ebenso wenn ich mein Fahrzeug falsch belade, da dies die Fahrdynamik maßgeblich beeinflusst, dafür muss ich aber definitiv nicht über laden. Falsch beladen geht auch ohne überladen zu sein. Was mich natürlich auch stark ins Grübeln bringt (wurde angesprochen aber leider nicht weiter diskutiert) ist die Tatsache, dass ein Fahrzeug welches technisch für 3,5t gebaut ist trotzdem noch 750kg ungebremsten Anhänger mitführen darf bei 100km/h, auch in Deutschland. Ich glaube, dass 750kg an der Anhängerkupplung mehr negativen Einfluss haben auf die Bremsleistung als eine "übliche" Überladung im Fahrzeug von sagen wir mal großzügig 400kg (korrekt im Fahrzeug platziert), denn ein falsch beladener Anhänger ist genauso schlimm wie eine falsche Lastverteilung im Fahrzeug. Diesen Fall der falschen Beladung hier noch mit einfließen zu lassen halte ich definitiv für zu viel des guten...
hampshire am 16 Jul 2018 17:41:06 Sebastiane hat geschrieben:Was ich partout nicht verstehen will, warum niemand fähig ist diesen anfangs von mir geposteten Test vernünftig mit Wohnmobilen in Verbindung zu bringen.
Der Unterschied zwischen der (hier aufgestellten) Theorie und der Praxis: Theoretisch gibt es keinen. Wie soll man da vernünftig diskutieren? Der Bremsweg ist eine gemessene Entfernung nach einem nicht-linearem und dynamischen Fahrmaneuver. Na gut, gehen wir einfach mal davon aus, dass der Fahrbahnbelag topfeben und konstant gleich ist, das Fahrzeug geradeaus fährt und auch sonst keinen weiteren Bewegungen ausgesetzt ist (toll, hier könnte man gleich eine Theorie aufstellen, dass man keine sonderlichen Fahrwerkskomponenten braucht...) und und und... Definieren wir also einfach mal ein mit Schulkenntnissen beherrschbares System und Schwupps da ist sie schon die tolle Aussage. Sehr vernünftig. Wusstest Du eigentlich, dass es theoretisch unmöglich ist ein fahrendes Wohnmobil zu überholen? Immer wenn man die Hälfte des Abstands aufgeholt hat ist es wieder ein Stück weiter. Jetzt bleibe bitte vernünftig erzähle mir nicht, dass Du schon mal ein Womo überholt hast! Finde den Fehler. Aber die Anderen diskutieren unvernünftig. Der gesamte Thread ist unterhaltsame Realsatire. Bitte in die Witze-Ecke verschieben.
Gast am 16 Jul 2018 18:06:23 Tinduck hat geschrieben:So ist das eben mit den alternativen Fakten. Man betrachtet einen Ausschnitt, der einem passt, und ignoriert den Rest.
Nein, wurde nicht irgnoriert, sondern habe ich auch geschrieben. Bitte nicht von sich auf andere schließen, denn gerade du hast von einer generellen Verlängerung des Bremsweges in Abhängigkeit der Masse gesprochen. Dem widerspricht diese Studie. Tinduck hat geschrieben:Wir reden hier über Gefahrenbremsungen aus 80 km/h, und dann werden irgendwelche Daten bis 60 km/h zitiert und verallgemeinert........
Die Studie geht vergleichsweise eben nur bis 60 km/h. Und die Teile mit tatsächlicher Überladung, weil es dabei um eine technische geht, kann man getrost beiseite lassen, weil da die Situation klar ist. Ich glaube, das Reizwort ist "Überladung", und dabei wird leider kein Unterschied zwischen technischer und formaler gemacht (diesen Unterschied hat der TE aber in seinem Eingangsposting bekräftigt), weil die technische tatsächlich verkehrsgefährdend ist, wärend die formale eine verwaltungsrechtliche Unzulänglichkeit (weil eben verboten) darstellt, aber keinen weiteren Einfluss auf den Straßenverkehr hat. Das Brems- und Fahrverhalten ändert sich nach dem Formalakt bei gleichbleibender Beladung nämlich in keiner Weise. Wir sprechen hier auch von einem Delikt, bei dem der Strafkatalog mit € 20,-- Bußgeld einsteigt und nicht sofort mit sechs Wochen Unbedingter und ohne Verhör geahndet wird. Man sieht also, mit welcher Gewichtung (sic!) der Gesetzgeber an dieses Delikt herangeht. Jetzt lasse ich es aber wirklich gut sein, wünsche noch allgemein einen schönen Urlaub, zumindest den Campern, die entweder gerade dabei sind oder die ihn noch vor sich haben. Ich fahre jetzt auch ab, und zwar nach Deutschland :-).
Ruedi1952 am 16 Aug 2019 12:31:16 Ich fahre vor einen längeren Urlaub immer auf die Waage um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, kostet mich 5 bis 10 € in die Portokasse. Heute für unseren Norwegenurlaub mit unserem Alkoven Weinsberg Orbiter 591g auf der Waage gewesen. Für fünf Wochen es beladen für zwei Personen. Frau fehlt noch in der Gewichtsbilanz. Gesamtgewicht 3320 kg also noch 180 kg Luft nach oben. Nur die Achslasten spielen nicht mit, vorne 1400 kg kommt aber noch die Frau zu 1700 kg zulässig. Hinten 1920 kg zulässig sind 2000 kg. Wir sind voll beladen mit zwei 11 kg Propan Stahlflaschen, eine 5 kg Stahlflasche. 100 ltr Frischwasser sind aber hinter der Vorderachse. 20 ltr Toiletten Spülwasser auf der Hinterachse, Heckgarage mit zwei E Bikes, Solarkoffer, Klapp Sackkarre Campingtisch und zwei Stühle und anderen Geraffel voll.
Heinz53 am 17 Aug 2019 11:52:35 Oh Man!! Jede Erhöhung der Masse verlängert den Bremsweg. Selbst wenn ich mit meinen fast 100 kg Kampfgewicht in ein leeres Wohnmobil einsteige erhöht sich die Masse und damit der Bremsweg man wird es nur nicht nachweisen können, da mein Gewicht gegenüber dem Leergewicht des Wohnmobils kaum auffällt. Die Bremsen eines Fahrzeuges sind für das Zulässige Gesamtgewicht ausgelegt. Hast du z.B. eine 3,5 t Zulassung auf einem 3,8 t Fahrgestell, so hast du rechtlich gesehen mit 3,6 t überladen, technisch befindest du dich aber noch im zulässigen Bereich. Der Bremsweg wird sich etwas verlängern, aber dein Fahrzeug wird keinen Schaden nehmen. Das Knöllchen wird dir aber bleiben.
Heinz
ManfredK am 17 Aug 2019 12:14:40 Heinz53 hat geschrieben:Oh Man!! Jede Erhöhung der Masse verlängert den Bremsweg. Heinz
Endlich sind wir wieder ganz vorne angekommen und können noch mal in die Physik schauen.....
landmesser am 17 Aug 2019 15:03:33 ManfredK hat geschrieben:Endlich sind wir wieder ganz vorne angekommen und können noch mal in die Physik schauen.....
Dann aber bitte auch beachten, dass bei höherer Geschwindigkeit auch die Masse größer ist (Randbedingungen bitte nachschauen in der speziellen Relativitätstheorie). Wenn hier schon auf physikalische Grundlagen geachtet werden soll ... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Bin erst heute auf diesen Thread gestoßen. Der beste im Forum ... Viele Grüße landmesser
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