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Mit dem Camper nach Jotunheimen und Breheimen


destagge am 25 Jul 2018 15:40:57

Hallo Leute!
Wir sind Einstein, Michael und Christin und wir sind mit unserem Sprinter unterwegs nach Norwegen ins Zuhause der Riesen, also Jotunheimen, und ins Zuhause der Gletscher, also Breheimen.
Tag 1&2:
Los geht es nachts in München - Ziel ist es vorm Berufsverkehr an Nürnberg und Würzburg vorbei zu sein und bis zum Nachmittag Flensburg zu erreichen. Der Plan geht auf. Lediglich ab dem Elbtunnel und den darauf folgenden 50km geht es kaum vorwärts :-(
Nach einem schönen Abend bei Freunden kurz vor der dänischen Grenze, geht es über Kopenhagen, Malmö, Göteborg Richtung Oslo. Da wir nicht genau wussten wie wir durchkommen und wann wir in Dänemark sein werden, haben wir uns entschieden keine Fähre zu buchen und fahren über die dänischen Brücken nach Schweden.
Nach langer Suche finden wir kurz vorm Svinesund, nach bisher über 2000km Fahrt, ein schönes Plätzchen auf einer Lichtung im schwedischen Wald.


Von hier aus geht es weiter nach Norwegen :-)
Grüße
Michael

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Klemme am 26 Jul 2018 08:43:37

Hallo ihr Reisenden, meine Neugier auf eure weiteren Berichte und Bilder ist geweckt, gute Fahrt und schöne Erlebnisse wünscht Andreas

Asterixwelt am 26 Jul 2018 09:36:14

Hallo Namensvetter,

noch eine Gute Fahrt und vie Spaß auf dem Weg nach Norwegen.


Grus

Michael

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Canadier am 26 Jul 2018 09:43:36

Rutsch mal nen Stück zusammen, ich will auch noch mit!

destagge am 26 Jul 2018 10:34:50

Servus Leute,
Danke für’s feedback, dann mach ich mal weiter :-)

Tag 3:
Nach einer komplett verregneten Nacht im schwedischen Wald kommt es wie es kommen musste. Wir fahren in Richtung Straße, vorbei an Erdbeerfeldern, über einen Feldweg. Dieser Weg ist so dermaßen aufgeweicht und an einer Steigung, welche wir am Tag zuvor trotz Auswaschungen noch problemlos gefahren sind, geht es nicht weiter und der Sprinter rutscht hin und her…
Erst mit Anlauf und komplett gesperrten Antrieb kommen wir hoch.
Nachdem das Adrenalin abgebaut ist, geht es weiter über den Svinesund. Wir nehmen die rote Ausfahrt am Zoll, denn Einstein muss vorgeführt werden (eigentlich kennen die ihn ja schon :D ). Alles problemlos und fix erledigt, also kann es weitergehen – in Richtung Oslo.
Der Rest des Tages gestaltet sich recht unspektakulär, lässt man mal die Wassermassen vom Himmel außen vor :-)
Gegen Abend erreichen wir das Espedalen, wo wir auf einem schönen Platz am See übernachten. Und weil hier Bilder mehr als 1000 Worte sagen, gibt es hier ein paar Eindrücke vom Espedalsvatnet :-)





Wenn ihr neben dem geschriebenen Wort auch gern bewegte Bilder seht, das ganze gibt es auch als Video:
--> Link

Morgen geht es weiter, uns zwar in Richtung Jotunheimen :-)

Grüße aus dem Sprinter,
Einstein, Michael & Christin

destagge am 28 Jul 2018 08:09:00

Hallo liebe Leute!
Tag 4:
Es geht weiter in Richtung Jotunheimen - ins Zuhause der Riesen :-)
Wir fahren noch einen kleinen Umweg über den Peer-Gynt-Vegen, einen der unzähligen norwegischen Schotterwege bzw. Bomveien, wo wir das erste Mal Maut zahlen. Hier zahlt man noch mit Münzen, es geht halt doch nicht alles mit Kreditkarte...
Wir teilen uns den Weg mit ein paar Wanderern und genießen die tolle, wenn auch regnerische Aussicht.



In Vinstra, einem Örtchen an der Staatsstraße 256, besorgen wir uns erstmal Bargeld - die Reste vom letzten Norwegen-Urlaub sind seit der Maut aufgebraucht - und Autan gegen die fiesen Stechmücken. Dann geht es weiter zum Jotunheimvegen, unserem heutigen Ziel.
Nach nun über 2000km in drei Tagen habe ich heute keine Lust mehr auf die Fahrerei und somit suchen wir bald unseren Übernachtungsplatz - mitten auf der Hochebene, kein Mensch weit und breit, ringsrum Heide und kleine, windgepeitschte Birken, am Horizont die Berge...





Das ganze gibt es wie immer auch als Video:
--> Link

Morgen geht es endlich zum Gjendesee! :-)

Grüße aus dem Sprinter
Einstein, Michael & Christin

iwoi am 28 Jul 2018 11:19:56

kurzweiliger Bericht und tolle wunderschöne Bilder!
Danke für's "mitnehmen".

destagge am 28 Jul 2018 20:34:47

Dankeschön! :-)

berny2 am 28 Jul 2018 22:48:28

Canadier hat geschrieben:Rutsch mal nen Stück zusammen, ich will auch noch mit!

Virtuell bin ich doch glatt dabei... :razz:

destagge am 30 Jul 2018 14:31:46

Danke euch :-) Weiter geht's :-)

Tag 5:
Die SONNE!
Es ist wunderschön draußen, die Heide und die Berge am Horizont erstrahlen im Sonnenlicht. Wie jeden Morgen öffne ich eines der Fenster am Bett und Einstein kann es kaum erwarten seine Nase rauszustecken und "Zeitung zu lesen". Kalter Wind drückt hinein. Das Sonnenlicht täuscht, es ist saukalt und noch schlimmer: der Wind peitscht über die Hochebene.
Noch wissen wir nicht, dass alle Pläne für die nächsten Tage aufgrund des kommendes Wetters ins Wasser fallen - gut eher in den Wind - denn wir haben hier keinen Empfang und kennen die Wettervorhersage nicht.
Nachdem wir unseren Übernachtungsplatz verlassen haben kommt die Ernüchterung. Galdhøpiggen: 130km/h Böen, Gjendesee: über 70km/h Böen, somit auf dem Besseggen wohl auch eher dreistellig, weiter im Norden die nächste Woche nur Regen. Also hatten wir es garnicht so schlecht getroffen mit unserem Übernachtungsplatz...



Wäre es länger als ein paar Minuten draußen auszuhalten, wäre es am Gjendesee heute ein Traum. Die Sonne scheint und die Aussicht ist herrlich, aber die Wellen auf dem sonst meist glattgebügelten See sind eindeutig... Der Sprinter wackelt mit den Böen... wir fahren wieder und versuchen um die Berge zu fahren um dem aus Südwest kommenden Wind auszuweichen.

Das zumindest ist erfolgreich, denn auf dem Weg nach Glitterheimen - im Norden Jotunheimens - ist von dem Wind nicht viel zu spüren. Oben am Ende des Weges, auf über 1000m weht es dann natürlich doch wieder ganz schön, aber wir finden ein schönes Plätzchen hinter einem Hügel und werden hier übernachten. Es ist traumhaft hier, weit und breit ist niemand zu sehen. Hoffen wir, das der Wind morgen etwas nachlässt...



Wie immer gibt es dazu auch ein Video:
--> Link

Viele Grüße aus dem Sprinter,
Einstein, Michael & Christin

stratus am 30 Jul 2018 21:42:48

Zunächst mal Applaus für Eure tollen und mit viel Mühe gemachten Berichte/Videos...

Zu Eurer weiteren Planung: so schlecht sieht es nördlich doch gar nicht aus. Laut yr sieht es doch entlang der E17 (Kystriksveyen) zwar etwas kühler/feuchter Ende der Woche aus, aber bis dahin ist ja noch etwas... (Zuverlässigkeit der Vorhersage)

--> Link

--> Link

--> Link

Vielleicht wär das ja was! Wir waren von der Landschaft dort oben sehr begeistert (waren bis 21.07.18 dort im Bereich um Nesna unterwegs).

Gruß Uli

berny2 am 31 Jul 2018 00:00:15

Bei Nesna hatten wir mal ein nettes Erlebnis: Wir parkten vor der Kirche zum Übernachten. Neben uns hielten sich 3-4 Austernfischer auf, wie bei einem Treffen. Was das Besprechungsthema war, konnten leider nicht ergründen.

Roman am 31 Jul 2018 07:45:45

Hallo ihr drei,

bin zwar jetzt erst dazugestoßen, bleibe aber garantiert dabei !... :wink:

Viele Grüße
Roman

Edit: Eine Frage zu den Drohnenaufnahmen hätte ich noch. Bin da noch relativer "Frischling". Macht ihr das mit der "automatischen Objektverfolgung" oder steuert ihr sie manuell vom Womo aus...?

destagge am 31 Jul 2018 12:08:37

Danke euch! :-)

Roman: teils teils, wenn man manuell fliegt gibt es die besseren Aufnahmen, da die Automatik "recht starr" verfolgt. Wenn man eine Umkreisung oder sowas machen will ist es ideal, denn so genau kann man selbst nicht steuern, aber ich nutze das eher selten.

Grüße
Michael

destagge am 03 Aug 2018 15:29:12

Tag 6:
Das übernachten hier oben geht natürlich voll in die Hose.
Wir wissen nicht welche Windgeschwindigkeiten tatsächlich oben kurz vor Glitterheimen herrschten, aber den Geräuschen und Vibrationen nach hatte ich Schiss, dass es die Dachhaube über dem Bett abreißt. Mitten in der Nacht packen wir‘s und fahren runter. Auf einmal ein schleifendes Geräusch. Deutlich leiser als der Wind aber doch deutlich zu hören. Könnte eine schleifende Bremsscheibe oder sowas sein. Als ich Aussteige, sehe ich eine schöne 30cm breite und glatte Spur hinter dem Sprinter, und unseren Abwassertank mit seiner vorderen Kante unten auf der Straße liegen.
4,5 Grad Celsius, peitschender Wind, Crocs, Schlafanzug - So versuche ich den Tank mit grandiosem Ausblick ins Tal rauszubekommen. Abwasserrohr und der Ablasshahn sind bereits abgerissen bzw. locker, Hochbinden funktioniert nicht. Gegen 3:00 sind wir im Tal...

Neuer Tag, neues Glück.
Strahlender Sonnenschein weckt uns. Kein Lüftchen. Wir fahren wieder hoch.



Wir wandern nach Glitterheimen, was leider erst in ein paar Tagen öffnet, und von dort aus geht es in Richtung Glittertind hoch. Wir wollen definitiv nicht auf den Berg, denn dazu sind wir weder ausgerüstet noch zeitig genug dran, aber mal einen Blick auf den ehemals höchsten Berg Skandinaviens werfen wäre schon nett :-)
Trotz zuziehendem, schwarzem Himmel zeigt er seinen Gipfel - und wir kehren um. Es hat sicher um die Null Grad und wir haben noch ca. drei Stunden Weg vor uns, bevor wir wieder in unseren warmen Sprinter steigen.
Eins ist aber sicher: wir kommen irgendwann wieder.



Auch hierzu gibt es wieder bewegte Bilder auf unserem YouTube-Kanal.
--> Link

Grüße aus dem Sprinter
Einstein, Michael & Christin

Norwegenfreund am 04 Aug 2018 20:08:39

Hi,

tolle Fotos und kurzweilig beschrieben! Auch die Drohnenaufnahmen sind klasse.

Ihr kommt recht symphatisch rüber, deshalb gehe ich mal davon aus, dass ihr nicht wisst, dass Freistehen mit Wohnmobilen
in Dänemark, Schweden und Norwegen verboten ist. In Norwegen brodelt es unter den Einheimischen aufgrund des erhöhten Wohnmobiltourismus schon ganz gewaltig. Bei "dezentem" Freistehen drücken die meisten Norweger noch beide Augen zu. Doch auf Lichtungen mitten im Wald stehen etc. geht gar nicht. Sämtliche Wald- und Feldwege in Norwegen befinden sich im Privatbesitz. Die Eigentümer sind verpflichtet, ihre Wege selbst in Stand zu halten und müssen einen Haufen Geld dafür ausgeben. Das unberechtigte Nutzen dieser Privatwege und Beschädigung dieser durch z. B. Festfahren ist mehr als unfair. Fragt beim nächsten Mal einfach die Eigentümer, ob ihr an den von euch ausgewählten Stellen stehen dürft. Manche sind "noch" großzügig. Andere, die auf ihrem Besitz Womos entdecken, sind nicht mehr so großzügig und es kann zu Geldstrafen, bis hin zu Reparaturkosten des Weges kommen.

In Nationalparks ist es ebenso grundsätzlich verboten, freizustehen. Hier hat Norwegen viel für Womofahrer investiert. Es gibt extra geschaffene Parkplätze - auch mit schöner Aussicht und Toiletten - und natürlich massenhaft Campingplätze.

Noch ein gutgemeinter Tip: In Norwegen herrscht ganzjährig Leinenzwang. Grundeigentümer sind berechtigt, im Wald freilaufende Hunde abzuschießen.

destagge am 06 Aug 2018 11:33:33

Tag 7
Heute gibt es ein weinendes und ein vor Freude ausflippendes Auge.
Einerseits entschließen wir uns schweren Herzens Jotunheimen zu verlassen, obwohl wir eigentlich hier einiges geplant hatten. Aber es macht einfach keinen Sinn bei dem Wetter.
Andererseits heißt das, dass wir heute übers Sognefjell fahren, eine der schönsten Routen. Wir fahren nach Breheimen – zum Jostedalsbreen, denn dort ist bereits jetzt schon besseres Wetter und die Vorhersagen sind vielversprechend.

Wir sehen das Sognefjell nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal mit den letzten Überlebenden des Winters. Überall sind kleinere Schneefelder, welche die Sonne noch nicht weggeleckt hat. Auch haben wir das erste Mal seit fünf Jahren wieder mal Sonne hier oben – einfach Traumhaft.







Am Abend erreichen wir Gjerde und den dortigen „Jostedal Camping“, zu welchem wir immer wieder gern fahren.
Ich repariere den Tank, denn heute Vormittag haben wir in Lom bei einem Klempner Rohrstücken und Schläuche besorgt, dichte die Anschlüsse neu ein, da es sie beim Abreißen des Tanks gelockert hat und da Christin ja auch Urlaub hat, schmeiß ich nebenbei noch die Wäsche in die Waschmaschine.

Morgen lässt hoffentlich der Wind wie angekündigt nach, denn wir haben da einen kleinen Leckerbissen geplant…

Wie immer gibt es dazu auch wieder ein Video:
--> Link

Grüße aus dem Jostedalen,
Einstein, Michael & Christin

destagge am 10 Aug 2018 13:49:08

Tag 8:
Heute passt alles.
Zwar haben wir weiterhin starken Wind und es sieht danach aus, dass wir die Pläne für den heutigen Tag wieder Mal verwerfen müssen. Nachdem uns aber Tom, der Mann der Betreiberin vom "Jostedal Camping" in Gjerde, ermutigt bzw. die Angst nimmt, beschließen wir es uns aus der Nähe anzusehen: den Gletschersee vom Nigardsbreen.
Es ist nicht wie am Gjendesee vor drei Tagen. Keine so starken Wellen. Aufgewühlt ja, auch ordentlich Gegenwind, aber definitiv nicht gefährlich. Also baue ich das Kajak auf während Christin alle Klamotten wie Schwimmwesten, Neoprensocken und -Shorties zusammensucht.



Die Fahrt zum Gletscher wird trotz massivem Gegenwind und eiskaltem Wasser unsere schönste Kajaktour der letzten Jahre. Der Nigardsbreen erstrahlt in der Sonne, genau wie die grün bewachsenen Felsen am Ufer und die steilen, kahlen Hänge der Berge.



Als die Strömung stärker wird suchen wir uns einen Platz zum Anlanden.
Nachdem wir uns unserer Shorties entledigt haben und die Wanderstiefel an haben, geht es zu Fuß weiter zum Gletscher. Er ist so schön wie er sich dort zwischen den Felswänden herunterschlängelt. Genauso schön wie schon vor 10 Jahren.
Wir haben Glück die letzten Sonnenstrahlen genießen zu dürfen, bevor der Schatten der Berge auf das Eis und den rauschenden Gletscherfluss fällt.



Das Video dazu solltet ihr euch nicht entgehen lassen ;-) --> Link

Wenn alles klappt, nehmen wir uns morgen den nächsten Gletschersee vor.

Bis dahin Grüße aus dem Sprinter
Einstein, Michael & Christin

sternleinzähler am 16 Aug 2018 18:53:44

Norwegenfreund hat geschrieben: dass ihr nicht wisst, dass Freistehen mit Wohnmobilen
in Dänemark, Schweden und Norwegen verboten ist. .......Doch auf Lichtungen mitten im Wald stehen etc. geht gar nicht.
In Nationalparks ist es ebenso grundsätzlich verboten, freizustehen.

Sollte man meiner Meinung nach viel öfter darauf hinweisen.
Die Veränderungen und zunehmende Verbotshinweise welche sich in den vergangenen 15 Jahren ergeben haben sind enorm!
Die massive Zunahme der Anzahl von Wohnmobilen die diese „Freiheit“ des für sie nicht existierenden Jedermannsrechtes nutzen wollen hat mMn. ebenfalls dazu beigetragen.
Z.Z. In N unterwegs finde ich den zunehmenden Ausbau von Stellplätzen gut!!!

Deinen Bericht find ich trotzdem gut!
Das nächste mal aber vielleicht ????

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