Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen :oops: , dieser Bericht ist ja schon länger überfällig. Aber diverse Probleme haben bisher immer verhindert, dass er entstanden ist.
Ich möchte mich auf alle Fälle nochmal bei den „Erinneren“ bedanken, weil wie diese Zeilen sind sicher mehr als überfällig.
Worum ging es?
Wie manche von Euch ja wissen versuchen wir in Sizilien (unserem bevorzugten Urlaubsgebiet) den dortigen Tieren (vorwiegend den Hunden) etwas zu helfen das Leid dort zu lindern.
Es gab ja schon ein paarmal Aktionen und eigentlich ist unser Engagement in dieser Form durch ein wunderbares Erlebnis hier im Forum so entstanden, das war als wir damals für eine Hilfsorganisation einen Wohnwagen gesucht hatten.
Daraus entstand eine Leidenschat die zwar zum einen auch bei uns viel Leiden schafft :cry: aber uns noch mehr zurückgibt. :ja:
Leiden weil man irgendwie nie genug helfen kann, zurück bekommt man es aber wenn man in der Zeit dort unten ist und den Tieren in die Augen schaut :love: .
Und auch ein bissal wenn man sieht was man schafft, egal ob es Arbeiten dort unten sind, oder wenn die Liste der Kastrationen immer größer wird oder auch wenn Menschen glücklich sind weil sie einen neuen Gefährten in Ihrem Leben haben und das Tier es zurückgibt.
Das durften wir ja auch einige Male erfahren als wir Hunderl mitgebracht haben (nachdem wir wussten das es einen Platz gab) oder auch durch die Hunde und Katzen die jetzt bei uns sind.
Zuletzt wollten wir einer der wenigen Bekannten dort unten helfen die Situation in Ihrem Refugium zu verbessern.
Wobei der Begriff Refugium sicher passt, ein Zufluchtsort. Eigentlich eher ein Gnadenplatz.
Weil hier bekommen die Hunde viel Liebe und Futter und Wasser aber das Ganze ist nicht vergleichbar z.B. mit einem deutschen Tierheim.
Dazu haben die wenigen Tierhelfer einfach nicht die Möglichkeiten.
Und ja, auch wir finden das immer extrem traurig wie die Hunde dort leben, aber leider gibt es keine Alternative.
Und wie schon geschrieben dort wird Ihnen das entgegengebracht was sie sonst nirgends bekommen, die Liebe eines Menschen.
Als wir auf Bildern gesehen haben dass die Hunde dort in alten Mülltonnen leben mussten keine Schutz vor der Sonne hatten etc, haben wir beschlossen zu versuchen das zu verbessern.
Deshalb auch die Bitte hier im Forum --> Link
Die Resonanz war für uns wieder einmal überwältigend. Wir konnten nicht nur unser Zeil bezüglich der Anzahl der Hütten erreichen es gab sogar noch Spender die eins draufgelegt haben und so konnten wir auch den Sonnenschutz verbessern.
Bei unserem Eintreffen vor Ort waren wir aber zuerst einmal geschockt:
Das Gelände war zwar recht groß, aber es gab keine Möglichkeit für die Hunde diese Fläche auch zu nutzen.
Überall lag Schmutz und das Unkraut wucherte meterhoch. Jetzt muss man auch wissen, dass trotz bzw gerade wegen der Trockenheit auf Sizilen dieses Unkraut extrem stabil / hölzern und fest verwurzelt ist.
Und so mussten wir und auch die Motorsense die wir mitgenommen hatten Recht schnell feststellen, dass wird ein hartes Stück Arbeit.
Zum Glück war ja auch noch eine Kettensäge mit dabei, aber jeden einzelnen Strunk in der großen Hitze (teilweise waren es über 40 Grad) auf Knien wegzuschneiden hatte schon was.
Das Ganze geht einem dann echt an die Substanz und da ist man den Heulen nicht nur nahe sondern einen Schritt weiter. Weil irgendwie geht es alles so langsam…..
Die provisorischen Boxen aus Maschendraht waren extrem wackelig und wurden teilweise dadurch gehalten, dass man die großen Mülltonnen als Stützen genommen hat. Wieder ein neues Problem, weil diese Mülltonnen sollten ja raus und den gespendeten Häusern weichen
Zusätzlich die Hunde ja ständig Radau gemacht haben, aber nicht weil sie sich durch die Arbeiten oder den Lärm gestört gefühlt haben, sondern einfach nur weil sie gebettelt haben, dass man sie streichelt.
Ich würde es evtl. nicht glauben, wenn mir jemand so etwas erzählt.
Aber ich kann ja nur das schreiben was passiert ist. Ging man in die einzelnen Boxen drückten sich die Hunde an einen und natürlich haben sie auch die Leckerlis genommen, aber wenn die weg waren hörte das nicht auf, erst wenn man sie geherzt hat. Und das war übrigens egal ob es bei den kleinen Welpen war oder auch bei den Hunden die schon Erwachsen und eine Weile dort lebten. Aber man musste ja wieder zur Arbeit oder Abends wieder weg ……..
Das wir (also Rebecca und Ich) das überhaupt geschafft haben auszuhalten lag daran, dass unsere Tochter Susi mit Ihrem Verlobten (jetzt Ehemann) Chis und einem Freund (David) auf eigene Kosten nachgeflogen gekommen sind. Und wir auch dort unten mit Andrea und Wolfi zwei wunderbare Menschen kennen gelernt haben die mit angepackt haben. Zusätzlich war noch ein Freund von den Beiden dabei der eigentliche Urlaub machen wollte.
Bei all diesen Helfern möchte ich mich nochmals von ganzen Herzen bedanken. Ohne Sie hätten wir nur einen Bruchteil geschafft und zusammen lässt sich auch die Belastung für die Seele einfach besser ertragen.
:love: :gut:
Und so machten wir uns gemeinsam dran den Bereich freizumachen, die Gehege neu aufzubauen, den Bodenbereich gerade zu machen und die Wände zu stabilisieren, die Mülltonnen einzeln in den Gehegen zu zerschneiden und dann wegzubringen, die Hütten aufzubauen und einen Sonnenschutz zu installieren. Zum Schluss haben wir noch einen Wassertank aufgestellt aber da gibt es noch weitere Arbeiten die einfach nicht zu schaffen waren. Wir wollen noch weitere Gehege bauen (dazu fehlt dann im Moment der Zaun aber wir haben noch die Hütten) und wir haben auch das Beschriften der Hütten nicht geschafft, hier hat uns aber eine gute Freundin angeboten extra Holztäfelchen anzufertigen die wir dann anbringen können.
Wir werden ja in 3 Wochen nochmal nach Sizilien fahren und dort ein wenig weitermachen, und dann im nächsten Jahr schauen was man weiter verbessern kann. Wobei jetzt geht es uns eher darum Futter hinunter zu schaffen und evtl noch ein paar Hunde zu kastrieren / sterilisieren.
Je nachdem wie wir es zeitlich schaffen. Weil wir brauchen auf alle Fälle noch einen „Sauberzwinger“ oder wie man das am besten ausdrückt. Einen Platz halt wo das operierte Tier dann hat sich zu erholen.
Es gibt eine kleine Stiftung die uns bei jeder Kastration finanziell ein bisschen unterstützt, mit dem Sonderpreis bei unserem Tierarzt und inzwischen auch Freund Dr. Pietro schaffen wir es dann meistens den Rest aufzubringen. Weil jede Geburt die dort unten verhindert wird, wird sich irgendwann mal auszahlen. Aber auch mit solchen Hilfen muss man mit den Menschen dort oft ewig (für meine Gefühle wenigstens) diskutieren, dass sie diese nötigen Op´s machen lassen.
So anbei noch ein paar Bilder die hoffentlich für sich selber sprechen, ihr dürft aber gerne dazu schreiben wenn ihr etwas wissen möchtet. Mehr Bilder und ein paar kleine Videos gibt es auf Facelbook zu sehen auf der Seite „Herz auf 4 Pfoten“ oder auf Youtube (Links hänge ich unten an )
Übrigens:
Ihr seht ja auch die Welpen die jemand dort unten einfach „entsorgt“ hatte und bei Carmella über den Zaun geworfen. Die Hündin in dem Zwingerbereich ist eine „Amme“. Was echt super ist:
Wir konnten in der Zeit wo wir unten waren zwei Welpen ein neues Heim suchen. Und haben die auf dem Rückweg mit nach Haus bzw zu den neuen Besitzern gebracht. Ein weiterer Welpen der kleine Lucky wurde ja schwer krank, hat es aber geschafft und hat den Platz von unserem kleinen Babu in unserem Rudel geerbt. Und auch Carmella konnte für zwei Hunde einen Platz finden. Jetzt sind nur noch ein Mädl und ein Bub unten, die wie die anderen auch alle schon geimpft etc sind. Und so wie es aussieht haben wir für den Bub heute einen Platz gefunden, so dass er dann in 4 Wochen mit uns zurückreisen darf
Geil Oda ? :kette:
P.S.
Ich baue immer ein paar Rechtschreibfehler ein, damit mein Lektor mehr Spaß beim Suchen hat , also nicht wundern :lol:
Jetzt die Bilder
In der Praxis wurden die Lieferungen angenommen

Gustl schleppte sie brav auf den Berg

Die Wache hat uns schon entdeckt

Die letzten 100 Meter war Schlepping bei Hand angesagt

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Man war ich froh als auch der Tank oben war

Ohne Worte


Es lichtet sich unendlich langsam


und immer mehr

Steinesuchen und Hindernisse mussten gesucht und entfernt werden


Auf zum Hüttenbau


Da hat sich schon jemand eine reserviert

Gut das wir vorm Urlaub dem Gustl eine Markise verpasst haben ,

(schon doof wenn man soviel Haare hat, dass die Caps nicht gescheit passen ;D )

und jetzt man beachte .......................................

Scheffe gibt Anweisungen und hat WASSER in der Hand :mrgreen:
Hier noch ein Bild unserer Sense nach zwei Tagen

es gibt noch viele andere Bilder, leider haben wir zum Schluß hin immer weniger gemacht, irgendwie hat einem die Power gefehtl.
Aber es gibt ja noch die Videos da sieht man auch vieles
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