proff56 am 02 Nov 2021 18:20:02
Ich beziehe mich mal nur auf die drei letzten Beiträge .....
Mein Kurzkommentar dazu: Sehr eigenwillige Argumentationen und Hinweise. :roll:
Denn:
1) auch der Einzeldraht einer kleinen Litze ist (im besagten Fehlerfall) in der Lage bis zum Abschmelzen einige hundert Ampere zu leiten .... im Schlimmstenfall muss der Lichtbogen unterbrochen werden (von der vorgeschalteten Sicherung). Ein erfahrener Elektriker weiß das und/oder kann es ja selber mal testen, bevor hier anderes behauptet wird. Maßgeblich für den Kurzschlussstrom ist die gesamte Zuleitung (incl. die der Stromspeisestelle), fachlich gesagt ist es die Schleifenimpedanz.
2) Die Selektrivität ist in der hier aufgeführten Argumentation nur gewährleistet bei (relativ langsam) stetig ansteigendem Fehlerstrom - in unserer Praxis gewiss mehr als unwahrscheinlich.
RCDs haben eine große Toleranz bei der max. erlaubten Abschaltzeit, in unseren hier betrachteten Stromnetzen bis 400msec, und m.W. löst in der Regel ein RCD innerhalb ca 15-50msec aus, egal ob 10mA oder 30mA-Typ. Wenn der nachgeschaltete 10mA -Typ z.B. bei 50msec auslöst, während der 30mA bereits innerhalb 20msec ..... wer schaltet zuerst ab? Oder anders gefragt, wo bleibt die angebliche Selektivität?
3) Zitat von Keytos : "Unter 2,5mm² ist untauglich weil die Auslösefunktion der Sicherungen beeinträchtigt wird."
Dies ist untaugliche Aussage, weil jede Art der Verlängerung dies tut. Eine 2,5qmm-Leitung mit 25m ist "schlechter" als 5m mit 1,5qmm - logisch, oder nicht?
Und bevor man sich beim Prüfen der Verlängerung nur auf das Gefühl der Hände verlässt, sollte man besser den Verstand benutzen .... und vorrangig die Sichtprüfung nicht vergessen.