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Fahrverbote - Nachrüstung eines Rußpartikelfilters


Gast am 06 Feb 2007 21:24:16

Hi,

heute hatte ich ein längeres Gespräch mit Herrn Wittemann von Iveco in München über die Nachrüstung eines Partikelfilter bei einem Turbo Daily. Danach gibt es über Iveco keine Möglichkeit. Ob es so etwas, zumal für die älteren Baujahre, mal geben wird? Unbekannt. Nachrüstung über einen anderen Anbieter? Unbekannt. Laut Herrn Wittemann liegt das Problem darin, dass der Filter nach ca. 10000 km (beim Kurzstreckenverkehr früher) zu ist und wieder freigebrannt werden muß. Dieses wird bei Motoren mit elektronischem Motormanagement durch die Elektronik bewerkstelligt. Der Vorgang dauert ca. 10 Minuten und wird während der Fahrt dem Fahrer durch Kontrolleuchten angezeigt. Zum Freibrennen muß eine sehr hohe Temperatur erreicht werden die, so Herr Wittemann, normalerweise nicht erreicht wird. Ein nachgerüsteter Filter müsste nach seinen Angaben ausgebaut und in einer Iveco-Werkstatt ausgebrannt werden. Wenn der Filter zu ist, verliert der Motor rapide an Leistung.

Wenn Herr Wittemann recht hat (?), gilt das nicht nur für Nachrüstungen beim Iveco, sondern auch bei allen anderen Fahrzeugen. Ich bin deshalb gespannt, ob sich TGA Peter noch einmal zu seinem Filtereinbau äussert???


Klaus aus Iserlohn

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canter am 06 Feb 2007 23:56:04

Hallo Klaus,

da hat dein Iveco Händler wohl leider recht. Ich wollte vor einigen Monaten an einem MB 100 auch einen Filter nachrüsten lassen. Bei deinem Womo ( oder meinem ) wird sich der Filter nicht ganz so schnell zusetzen wie bei leichten Fahrzeugen die selten Vollast bewegt werden. Allerdings rußen unsere alten Diesel natürlich bedeutend mehr als ein neuer JTD. Am schlimmsten sind die Fahrzeuge mit viel Kurzstreckenbetrieb dran.
Soweit mir ein guter Freund ( Fiat Händler ) das erklärt hat, werden die Rußpartikel im Filter zurückgehalten und verglühen darin fast vollständig. Das Funktioniert aber nur wenn der Filter heiß genug wird!! Bei neuen Autos mit werkseitigem Filter wird über die Ventilsteuerung und die Einspritzanlage zum "freibrennen" die Abgastemperatur stark erhöht wenn der Staudruck in der Auspuffanlage (Sensor) zu hoch wird. Das hat aber wohl (u.a. bei Peugeot ) teilweise zu rissen in der Auspuffanlage geführt. Auch steigen beim "freibrennen" der Verbrauch und die Emissionen so stark an, das gute Teile der sauberen Filterarbeit damit zunichte gemacht werden. Das "freibrennen" ist so alle 500-1500 km ( je nach Nutzung ) erforderlich. Leider bringt das bei stark oder sehr oft zugesetzten Filtern ( Kurzstrecke ) nicht immer den gewünschten erfolg. Dann wirds teuer!!

Das ganze hat allerdings noch mehr Auswirkungen u.a. auf die Inspektionen. So ist bei einigen neuen Fahrzeugen jetzt in den Glüh- bzw. Zündkerzen ein Sensor zur Temperaturüberwachung der Brennräume. Entsprechend teurer werden die natürlich. Auch steigt die thermische Belastung der Bauteile enorm. In der Praxis treten jetzt wieder defekte auf die man von heutigen Fahrzeugen eigentlich schon gar nicht mehr kennt. Risse in Krümmern, Zylinderköpfen, defekte Ventile oder Krümmerdichtungen treten wohl deutlich häufiger bzw. viel früher auf.

Wohl oder übel werden wir bei neuen AUtos die Probleme wieder haben und können uns dann darüber ärgern das andersherum Ruß und Staubschleudern wie Pelletheizungen vom Staat gefördert werden.
Nett zu lesen ist dazu der Forschungsbericht 200 95 308 / 01 UBA-FB 000392 der im Auftrag des Umweltministeriums erstellt wurde. Ergebnis: Eine Pelletheizung bläst soviel Dreck wie 5 Euro 4 Diesel ( ohne Rußfilter ) raus. Und die eine Heizung reicht für ein Einfamilienhaus. Über die Feinstaubbelastung durch Streusalz oder den Schreiner nebenan denken wir lieber nicht nach. Auch Kieswerke sind da super.

Der einfachste Weg zur Vermeidung von Feinstaub beim Diesel ist Schwefelarmer Diesel (10ppm statt 350ppm). Senkt den Feinstaub um ca. 40%!! Und richtig eingestellte Einspritzanlagen.

Hier noch ein paar Links für Interessierte:

--> Link
--> Link
--> Link
--> Link

Übrigens pupst eine Kuh auch schon doppelt soviel Kohlendioxid wie ein Euro 2 Auto.

Nicht das ihr jetzt meint ich finde Umweltschutz am Auto sche... . Gerade im Gegenteil!! Meine Kids und dann auch meine Enkel sollen bitte noch einen schönen Wald erleben. Aber ein wenig Hirn sollte schon dabei sein, damit nicht hier gereinigt/gestraft und da der Dreck gefördert wird.

Gast am 07 Feb 2007 00:45:27

Hi Jens,

danke für Deine Info.

Klaus

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Labrador am 07 Feb 2007 17:12:42

Hallo Klaus, ich überlege mir zur Zeit ob ich in meinen VW T5 Karmann einen DPF einbauen lasse. Bei diesen Nachrüstlösungen handelt es sich um ein so genanntes „offenes System“. Nachteile durch Reinigungsphasen gibt es hier kaum, dieser Filter erreicht auch nur 30 % der Reinigung gegenüber einem geregelter Dieselpartikelfilter ab Werk, was mir aber letztendlich egal sein kann, denn statt der gelben Plakette die ich auf jeden Fall bekäme würde ich dann sogar ein grüne Plakette bekommen.
Finanziell lohnt sich eine Nachrüstung für mein Wohnmobil nicht, da es zur Zeit keine steuerliche Förderung gibt.

Labrador

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