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Hallo Gemeinde, heute hab ich meinen Akku mal ordentlich getestet und für alle Interessierten hier ein kleiner Testbericht. Am Freitag hab ich das Mobil aus der Halle geholt nach ziemlich genau 2 Monaten Standzeit. Das Mobil wurde Anfang Dezember mit SOC = 100% in die Winterpause gestellt. Aufgrund von bekannten stillen Verbrauchern wie Alarmanlage, Radiospeicher und ähnliches hab ich einen Ruhestromverbrauch von 70-80 mA. Das macht bei 2 Monaten etwa 100 Ah Verbrauch oder einen SOC von ca. 66%. Das Mobil ging an Landstrom und wurde über das normale EBL 99 auf SOC = 100% geladen. Heute kam der neue Mini-Backofen als Testgerät zum Einsatz. Mit Ober- und Unterhitze, Umluft und Innenbeleuchtung zieht er etwa 125 A. Da der Backofen thermostatgesteuert läuft liegen die 125 A natürlich nicht kontinuierlich an! Der Timer wurde auf 60 Minuten gestellt und der erste Lauf wurde gestartet. Der Temperatursensor zwischen den Akkublöcken und der des BMS zeigte 15 Grad. Nach einer Stunde zeigte sich ein SOC von 75%. Alle Anschlüsse zeigten keine nennenswerte Erwärmung. Die einzelnen Zellen waren um 6 mV auseinander. Dieses Spielchen habe ich in Summe 4 mal wiederholt. Nach wie vor konnte ich nirgends - weder an den Polverbindern noch am Shunt oder an sonstigen Kontaktstellen oder Kabeln - unzulässige Erwärmung feststellen. Schließlich waren 300 Ah entnommen als der WR das erste Unterspannungswarnsignal ausgegeben hat. Nach weiteren 3 Ah hat das BMS bei entnommenen 303 Ah und einer einzelnen Zellenspannung von Zelle 3 mit 2,8 V mit der zugehörigen Warnmeldung das Hauptrelais abgeschaltet. 2,8 V mögen konservativ sein, aber mir reichts und dem Akku sollte es nicht schaden, tiefer will ich nicht gehen, daher habe ich das REC BMS auf diesen Wert programmieren lassen. Die größte Zelldifferenz war zu diesem Zeitpunkt ca 20 mV. Landstrom wurde wieder angeschlossen und das BMS resettet. Die Ladung setzte wieder ein und bei einer Zellenspannung von 2,9 V verschwand die Fehlermeldung in der App (Hysterese bei UVP ist mit 0,1 V programmiert). Die Temperatur von Akkublock und vom BMS war auf ca 25 Grad gestiegen. Es war gut zu beobachten wie das BMS durch das Bottom Balancing beim Laden wieder begonnen hat, die Zellen „einzufangen“ und anzugleichen. Im Moment hat der Akku wieder SOC von über 30% und die Zelldifferenzen liegen bei max. 5mV. Das „gelbe Paket“ macht einfach Spaß! Strom ist ausreichend vorhanden und die Sicherheitsfunktionen des BMS erfüllen voll und ganz ihren Zweck! Moin, Kurzes Update: Akku voll bei SOC = 100%, Zellspannungsdifferenz bei 4mV! Alles bestens!
Hallo Adie Wie hast du die 100 % dfiniert. Bei 14,2 - 14,4 Volt oder niedrieger. in ein paar Wochen steht auch mein Belastungstest an. War bis jetzt immer nur bis 50 % aber 2Kw Heizlüfter. Werde den mal bis zur Abschaltspg entladen. So als notwendige Funktionskontrolle nach 4 Jahren, Wenns wärmer wird. Gruß Franz Hallo Danke für die Info, super Anlage. Selbst gebaut, gesamt Kosten? Ist schon super wenn alles so funktioniert. Vielen wird der Preis schocken ( mich auch :oops: ) Kannst du mal Bilder einstellen, vielen Dank. Gruß und gute Fahrt
Servus Franz, die 100% sind bei 14,2 V. Bin schon sehr zufrieden mit meinem System!
Servus, hier --> Link findest du meinen Einbaubericht mit Fotos. Mittlerweile ist noch ein zweiter kleiner Sicherungskasten mit einem FI Typ B (allstromsensitiv) und einem eigenen Sicherungsautomaten für den 230V-Kreis vom WR dazugekommen. Die Gesamtkosten mit allen Komponenten lag in etwa bei € 2.700. Ist kein Pappenstiel aber uns war es das wert. Immer ausreichend Strom vorhanden, kein Landstrom mehr benötigt und in Zusammenarbeit mit der 400 Wp Solaranlage und dem großen Kompressorkühlschrank ein für und optimales System.
Guten Morgen, diese Gesamtkosten sind in Wahrheit für die meisten Wohnmobilisten doch nur die Materialkosten. Adi und einige weitere Camper haben eben 2 rechte Hände und verstehen auch den Einbau und die Inbetriebnahme. Jedoch muss die Mehrheit sich den technischen Sachverstand auch kaufen. Und hier fehlen die Werkstattkosten. Adi, was würde deine Anlage (nur Material) aktuell kosten? Wie ist die Preisentwicklung? Gruß Manfred Hallo Manfred, die 300 Ah Blöcke von Winston liegen bei etwa 1800 €. Das REC BMS mit Shunt und entweder Touchscreen oder Bluetooth Modul schätze ich bei 600 €, dazu noch (zumindest in meiner Ausführung) das Ansteuermodul für das monostabile Relais und das Relais selbst für 200 €. Kleinzeugs wie 50 qmm Kabel, Polverbinder, Sicherungen, Kiste, Schalter usw. nehme ich mit 100 € an. Also alles in allem auch etwa 2.700 € ohne FI, der ist in 2poliger Ausführung auch nicht immer leicht und günstig zu bekommen. Je nach Quelle kann man die Sachen vielleicht auch etwas günstiger bekommen, aber die Größenordnung bleibt sicher in etwa gleich.
Adi, vielen Dank! Wieviel Stunden würde eine Fachwerkstatt für so einem Einbau kalkulieren müssen? Was kommt noch als Lohnkosten hinzu? Erst dann haben wir ja die Gesamtkosten. Gruß Manfred
Hi Manfred, das ist schwierig zu beantworten. Das kommt immer drauf an, was sonst noch umzubauen ist bzw. wie die Voraussetzungen sind. Bei mir war unter dem Einzelsitz in der Dinette schon alles soweit vorbereitet, dass ich dort nur den neuen Akkupack reinstellen und anschließen musste. Wenn alle Komponenten auf der Werkbank liegen dann sollte der reine Aufbau des Akkupacks für eine Fachfirma nicht länger als eine gute Stunde dauern. Der Einbau in meinem Fall auch nicht länger, aber das ist wie gesagt relativ.
Ich ahne es zwar, aber was ist ein SOC? SOC = State of Capacity = Ladezustand oder „Tankinhalt“ des Akkus
Du hattest eben optimale Bedingungen. Bei einem größeren Umbau wie bei mir inkl. der kompletten Ladetechnik und stärkeren Kabeln von der Starterbatterie können das auch schnell 6-8 Stunden werden. Dazwischen ist alles möglich. Gruß Andreas at Andreas, ja natürlich, drum sagte ich auch das ist relativ. Da wird’s keine allgemein gültige Antwort geben. Ist immer von den Gegebenheiten abhängig.
Mach doch mal ein Date mit Peter in Ribnitz.... --> Link .... so weit wohnst Du doch nicht weg! Und der arbeitet wirklich gut und speditiv, ich kann ihn nur empfehlen!
Danke für den Hinweis. Peter hat schon einiges am Wohnmobil gemacht, sogar bei mir Zuhause. Mein Fahrzeug ist erst 1,5 Jahre jung und hat 2 * 120 Ah von Büttner. Vorerst will ich nichts umrüsten. Generell geht es mir um Darstellung von Kosten, welche für die meisten Wohnmobilisten gelten. Materialkosten und Gesamtkosten sind 2 Welten. Nachtrag: wenn ein Wechsel bei mir ansteht, dann ist Peter mein Favorit! Bin sehr zufrieden... Gruß Manfred So einer fehlt in NRW,wir brauchen einen Peter am Rhein :lol: und einen an der Ems... :mrgreen: Hallo Adi, muss man jedes Jahr einen Test durchführen oder ist dieser nur für einen selbst? Mal ganz grob die Materialkosten nach heutigem Stand für 2,5kWh = ungefähr 3000€ : 300W Solar = 250€ (E-Bay) Victron Solarladeregler 30A = 200€ Victron Ladegerät 30A = 200€ Victron Bat-Moonitor (mit bluetooth)= 180€ Winston-Accus 200Ah mit BMS von Lisunenergie = 2000€ und dann kommen noch 3-5 Stunden Einbau dazu, die Stunde zu 100€ (Ich habe viel mehr gebraucht, da ich mir alles anlesen und ein wenig ausprobieren musste. Aber meine Arbeitsstunden zähle ich nicht, da mir das experimentieren und Bastenl spaß macht, sond hätte ich garkein Campingfahrzeug.) Zusätzlich habe ich noch ein 60A Schaltnetzteil als Ladegerät, das auf 13.8V eingestellt ist zum Schnellladen bis 80%. Ob ichs brauche?
Hallo Rolf, der Test war nur aus reinem Eigeninteresse, normalerweise passiert ja auch keine UVP oder OVP Abschaltung, aber ich wollte eben sicher sein, dass die Systemgrenzen eingehalten werden. Im Normalbetrieb komme ich nie so weit runter bei der Entladung. Hallo Rockerbox, auch von mir ein Dankeschön für Deinen informativen Testbericht. Bei Deinen Berichten weiß ich immer, die haben „Hand und Fuß“. Bei meinen LiFeYPO`s steht der Belastungstest auch noch aus - und die Verkabelung - und das Programmieren des REC-BMS - und .... :) Wie hoch war in etwa die Umgebungstemperatur bei der 25°C-Messung der Batterietemperatur?
Servus Stoppie, danke für die Blumen :mrgreen: ich geb gern meine Erfahrungen weiter, sollen ja alle Interessenten davon profitieren! Zu den Temperaturen: Zu Beginn war es im Mobil etwa 15 Grad warm, das hat sich im Lauf der Testzeit (gute 4 Stunden) auf 23 Grad erhöht, vor allem bedingt durch den Backofen, der ja 4 Stunden durchgelaufen ist. Sein Thermostat stand immer auf Anschlag, also auf 220°C. Ab und zu hab ich auch seine Türe offen gelassen um die Hitze wegzubringen und den Thermostaten wieder zum Einschalten zu bewegen. Also zum Schluss war nicht viel Unterschied zwischen Akkutemperatur, BMS-Temperatur und Innenraumtemperatur. Bei der Dauerbelastung über 4 Stunden halte ich den Anstieg von 15 auf 25 Grad mitten im Akkublock auch durchaus für vertretbar, so eine Belastung wird im echten Betrieb auch nie vorkommen. Hallo Adi, bei diesen Umgebungstemperaturen sind ja dann die Temperaturdifferenzen zu den Batterien und dem REC-BMS nur wenige Grad und somit eher zu vernachlässigen. Saubere Projektumsetzung !!! Moin Andi, bist du beruflich Elektriker? Ade
Servus Jorgito, falls du mich meinst (aber ohne „n“ :D ), ja ich hab Elektronik und Nachrichtentechnik zumindest studiert. Na ja dann sollten Grundkenntnisse vorhanden sein :lol: :!:
Für den Hausgebrauch reicht's ..... :lach: :lach: :lach: Für das Forum auch :roll: |
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