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Hallo zusammen, Ich möchte mir Solar aufs Dach bauen und bin gerade dabei das Modul auszusuchen. Kennt jemand von euch folgendes Modul: SOLARMODUL 100 W mono Solarpanel 12V Wohnmobil 100 Watt PERC Schindel von preVent? Darf leider noch kein Link poste :( Wie sind die Erfahrungen damit? Der Preisunterschied zu anderen Modulen ist gewaltig daher bin ich etwas misstrauisch wegen der Qualität. Von den Leistungsdaten scheint es sehr gut zu sein vergleichbar mit Offgridtec SPR Ultra. Danke für euren Rat. Hallo Alizade ich habe die Solarmodule von Prevent gekauft, die sind nicht baugleich wie du ausgewählt hast. Ich habe 12 Euro mehr ausgegeben und die mit 24 Volt Module gekauft. Das hat den Vorteil, dass der Solarregler mit weniger Sonne dennoch genug Volt hat zum Regeln. Wenn du einen MPPT Regler benutzt. Ich kann dir sagen, das man manchmal bis 40 Volt von eine Platte bekommt und das ist gut. Ich hatte eine Zeit lang die Platten in Reihe (80V), aber es läuft minimal besser wenn sie Parallel geschaltet sind. Ich habe einen Victron Regler mit BT 100V/20A bin zufrieden. Die Lieferung bei der Firma lief schneller als in der Bestellung angegeben. Ich habe dort schon mehr als einmal bestellt und war nicht enttäuscht. Ich bekomme kein Geld und bin nur ein zufriedener Kunde. Wenn du noch Fragen hast schreib nochmal. Ich kann auch noch kein PN schreiben, das ist hier so. Gruß Landstrasse hi Landsrasse, Danke für deinen Input. D.h. Du hast 12V Batterie und Boardnetz und arbeitest mit 24V Solarpanel. Wusste nicht das das geht. Ich möchte Den Victron 75/15 verbauen. Mehr als zwei 100wp Module werde ich sicher nie betreiben wollen. Müsste ja dann auch mit 24V Paneel gehen oder? Gruß alizade Habe 24V Module seit 2 Jahren auf dem Dach. 111% zufrieden Ich habe auch mehrfach bei Prevent erfolgreich bestellt. Leider gab es zu dieser Zeit noch keine Schindeltechnik. Gruß Andreas
Hallo Alizade, hast du richtig verstanden, geht auch mit dem 75/15. hat nur Vorteile mit den 24 V PaneL. Sorry, vielleicht etwas spät Gruß Landstrasse
Ist schon etwas spät aber trotzdem. Mit diesem Setup musst du vorsichtig sein. Dein Regler ist nur für 75V ausgelegt und zwei 24V Panele dürften zusammen mehr als diese 75V auf den Regler bringen. Laut Victron wird das dem Regler schaden. Ralf at Texan: aber doch nur, wenn die beiden Panele in Serie verbunden werden? Bei Parallelschaltung bleibt es doch bei 24 V, oder? Fragend Jürgen, der auch vor der Entscheiung steht, 2x 100 W Prevent Schindeltechnik anzuschaffen und zu installieren.
Ja. Wobei, wie andernorts schon herausgestrichen, die 24V nur ein Nominalwert sind. Tatsächlich hat man eher 36V oder mehr. RK Hallo zusammen, kann ich nur bestätigen, durch die hohe Voltzahl beginnt die Zelle schon früh am Tag zu laden, oder auch wenn es diesig ist. Ich hatte (von 2x100Wp Platten (24v)) heute trotz Schnee usw. 240 Wh. und die Tage davor sogar 280 Wh. Obwohl das Fahrzeug zwischen Häusern steht und ab Nachmittag dann beide Schatten haben. Ich hatte 10,5h Bulk Ladung heute. Also ich denke das sind bestimmt oft an die 40 Volt. Ich hatte in Kroatien auch 44 Volt. Ich habe eine Dose auf dem Dach mit der sofort vor Parallel auf Reihe stecken kann. Ich hab gemerkt im Winter hat parallel Vorteile . Ich werde mir noch die 150Wp (24v) dazu kleben. Kostet ja gerade nur 110 Euro glaub ich - dann die Sockel 36 Euro u. Kleber fertig. Am Solarregler hab ich noch Luft. volle Empfehlung - ich krieg nichts von Prevent !!! Keine Werbung Gruß Landstrasse An jojo1950 sorry, noch mal ganz kurz Du sagst du nimmst den 75/15 . Der kann dann alles bis 75 Volt Eingang von den Platten. Der nimmt auch 80 Volt (bei Reihenschaltung 2x40Volt) reduziert dann aber, (was nicht schlimm ist, da es selten vor kommt. Kein Verlust bei parallel Schaltung, da nimmt er die ..24v bis 40 Volt. Aber an der Batterie kommt immer die Nennspannung 12Volt an, der kann das Automatisch. Vielleich hilft das so, wie ich es erkläre ? Gruß Landstrasse at Landstraße: ja,danke. Den 75/15 hatte ich bisher schon mit einer 100W Solartasche im Einsatz. Die wird,wenn die 2x100W auf dem Dach sind und diese den 75/15 nutzen, mit separatem Solarregler direkt an dem 100ah Litiumakku angeschlossen. Allen gute Fahrt,sobald wieder möglich. Jürgen
Die Spannung ist nett, sagt aber nicht viel aus. Und frühes Laden bringt nicht unbedingt viel Kapazität. Ja er kann schon laden, weil der MPPT Regler eine gewisse Spannung sehen will. Aber mit wieviel Strom/Leistung ? Auch meine parallele Zellen haben meist schon früh am Morgen oder auch am Abend bei kaum noch Licht geladen. Nur eben mit wenig Strom. Das wird seriell nicht viel besser. Außerdem wirkt es sich kaum aus, solange man nicht zwingend jede Ah unbedingt braucht. Im Sommer ist der Akku meist nach wenigen Stunden voll. Im Winter reicht es bei schlechtem Wetter kaum fürs Licht. So eine Zelle ist eine Stromquelle. Unbelastet geht die Spannung schnell hoch, bricht aber unter Belastung auch wieder ein. Wenn man also eine hohe Spannung sieht, heißt das nicht, daß auch eine hohe Leistung fließt, eher das Gegenteil. Im MPPT Betrieb wird die Spanung so stark belastet, daß die maximale Leistung erzielt wird. Sieht man sie ansteigen, dann wird der Akku schon recht voll sein, weil der Regler das Panel weniger belastet. RK Moin, seit Junie 2019 verwende ich die Vorläufer von Prevent (2 x 100 Wp) noch ohne Schindeltechnik zusammen mit dem Victron 100/15 und bin seitdem autark, was den Strom betrifft. Eine alternativ geplante serielle Verschaltung der Panels habe ich verworfen, weil auch die Parallelschaltung schon kurz nach Sonnenaufgang den MPPT Regler zum Arbeiten bringt. Da nützt die höhere Spannung von bis zu 93V (2 x 46,5V Leerlaufspannung) nichts, sondern macht nur wegen der schon gefährlich hohen Spannung Probleme. Bei Parallelschaltung reicht der 75/15 in der Tat aus, weil der Regler Leistungsspitzen von über 15A begrenzt und diese kommen sehr selten vor.
Das ist m.E. zu optimistisch gedacht, weil dadurch der Regler zerstört werden könnte. Die maximale Eingangsspannung von 75V sollte eingehalten werden. Der Regler begrenzt nur den Strom bei 15A, nicht die Spannung. Grüße! Wolf
Und auch die Ladeleistung. D.h. wenn die Panele mal mehr Leistung abgeben könnten (im erlaubten Strom und Spannungsbereich), dann gibts trotzdem nur eine maximale Leistung. Ist aber ein zulässiger Betriebsfall. RK
Zuerst, ich habe den Faden bis zum heutigen Ende gelesen. Im Eingangspost war folgendes angegeben: SOLARMODUL 100 W mono Solarpanel 12V Wohnmobil 100 Watt PERC Schindel von preVent Wenn sich die Wahl inzwischen nicht geänder hat, hat dieses Panel lt. Datenblatt eine Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 18,5 Volt und einen Max. Arbeitsstrom: 5,41 Ampere, dass ergibt 100 Wp bei STC also 2x Panel parallel = 18,5 Vmpp und 10,8A oder 2x Panel in Reihe = 37 Vmpp und 5,4 A Die von verschiedenen von Euch angesprochenen 24V gibt es bei keinem der angebotenen Panel. Die 24V sind die Batteriesystemspannungen die versorgt/geladen werden können. Nur eine kleine Aufklärung, Gruß Andreas Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 18,5 Volt
Leerlaufspannung (Voc): 45,36Volt Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 36,4 Volt --> Link
Genau auf dieses Datenblatt bezog sich mein Kommentar. Wenn zwei dieser Module an einen 75/15 Solarregler angeschlossen werden, erreicht dieser sehr schnell seine Grenzen oder überschreitet diese sogar. Um hier auf Nummer sicher gehen, nähme ich eher einen auf 100V ausgelegten Regler. Ralf --> Link 12V Version: Leerlaufspannung (Voc): 22,68 Volt Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 18,2 Volt Kurzschlussstrom (Isc): 5,66 Ampere Max. Arbeitsstrom: 5,5 Ampere 24V Version Leerlaufspannung (Voc): 45,36Volt Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 36,4 Volt Kurzschlussstrom (Isc): 3,1 Ampere Max. Arbeitsstrom: 2,8 Ampere Es gibt eine 12V und eine 24V Version... im Eröffnungsthread war nach der 12V Version gefragt Das ist richtig - und schon im 2. Beitrag wird von 24V Modulen gesprochen. Darauf bezieht sich mein Kommentar. Ralf
Einfach noch einmal: Es gibt keine Panels mit 24 Voc oder 24 Vmpp!!!! Es gibt auch keine Panels mit 12 Voc oder 12 Vmpp! Diese Angaben beziehen sich, bei richtig ausgewähltem Solarregler, auf die Nennspannung des Batterie/Bordsystems. Nicht mehr und nicht weniger habe ich geschrieben. Außerdem habe ich mir erlaubt mich auf die erste Angabe des TE zu beziehen, weil anscheinend viele Antworten fälschlicherweise auf die ominösen 24V hereingefallen sind. Aus diesem Grund bin auch auch so spitzfinderisch. Ich möchte damit Fehlinterpretation von nicht so in der Materie steckenden Lesern ausschließen. Fröhliche Grüße, Andreas Hallo zusammen, ich wollte nur meine Erfahrung mit den Zellen beschreiben und einem Forenmitglied mit einem Bespiel etwas darstellen. Es ist mir vollkommen klar das, sich jeder hier das herausfiltert, was er als Entscheidungshilfe benötigt. Ich weiß auch, das eine nicht belastete Zelle mit der Voltzahl hoch geht. So technisch wollte ich es gar nicht machen. Es hat nur Vorteile für einen MPPT Regler mit einer etwas höheren Voltzahl zu arbeiten, dann kann er schon früh regeln. Ich wünsche allen das Sie gesund und zuhause bleiben. Gruß Landstrasse Möchte meine 200 Watt Prevent PV mobil Erweitern mit dem Prevent Modul 150 12v wenn es dann lieferbar ist. Als Regler kommt der Votronic Duo Dig 165 zum Einsatz . Meine Frage zur Absicherung der Regler macht max 10A dann sollte die Absicherung vom Regler zur Batt auch max 10 A sein? Das nächste gibt es eine günstige Leistungsanzeige die mir anzeigt was das Panel im Moment an Leistung liefert? Die Anzeige würde ich direkt hinten am Panel anbringen und beim aufstellen kann ich anhand der Anzeige sehen ob es optimal ausgerichtet ist. Grüße
Nein tut er nicht......habe seit über 1 Jahr diese beiden Module parallel am 75/15 und das läuft mehr als prima .
ich mußte jetzt doch etwas schmunzeln, denn beide haben Recht. Nur, daß Ralf von Reihenschaltung schreibt und Holger die Parallelschaltung der Module meint. Und jetzt meine Meinung dazu: Der Victron 75/15 wird dennoch grenzwertig betrieben, denn 200Wp : 12V = 16,7A und da habe ich noch nicht mal die kalten Temperaturen unter 0 Grad mit berechnet. Ich habe mit der Schindeltechnik so ein maues Gefühl im Magen. Warum: Als Kleber wird vermutlich ein Epoxidharzkleber mit Pigmenten, die diesen leitfähig machen, verwendet. Andere Kleber haben eine zu geringe Klebkraft. Egal, welcher Kunststoff die Basis für den Klebstoff bildet, gibt es mit allen Klebern folgende Probleme bzw. Regeln: - Klebeverbindung nie auf Zug und Scherung dauerbelasten - Klebeverbindung nie auf Vibration und Stoß belasten - Klebeverbindung nie mit UV-Licht belasten (Epoxidharz ist UV-empfindlich). Durch die dünnen Siliziumscheiben kommt immer noch etwas UV-Licht durch. - Klebeverbindung nie tiefen Temperaturen oder hohen Temperaturen aussetzen. - viele Kunststoffe altern - zur guten elektrischen Leitfähigkeit müssen viele leitfähige Pigmente zugesetzt werden, z.B. Graphit oder Metall. Je mehr Pigmente aber, desto schlechter wird die Klebkraft Natürlich gilt das nicht nur bei der Schindeltechnologie, sondern auch für das Aufkleben der Befestigungen auf dem Dach. Auf dem Dach kann aber eine größere Klebefläche eingesetzt werden. Die UV-Strahlung kommt nicht durch die Befestigungen bis zur Klebefläche und die Temperatur im Hochsommer ist an den Dachklebeflächen nicht so hoch wie beim dunkelblauen oder schwarzen Solarmodul, wo im Hochsommer durchaus 80 °C erreicht werden können. An den Klebeflächen der Schindelmodule werden aber alle Regeln für Klebeverbindungen gebrochen und durch die kleinen Klebeflächen haben diese wenig Festigkeitsreserven. Da die einzelnen Siliziumscheiben aus Silizium bestehen, könnte man auch an Silikonkunststoffe als Klebstoffe denken, aber einige davon haben die Neigung zum Schimmeln und kleben auch nicht so fest. Wenn ich so eine Klebeverbindung kreieren müßte, würde ich eine Technologie aus der Elektronik einsetzen und keinen Kleber auf Kunststoffbasis. --> Link Dann kommt das Ganze z.B. in einen Infrarotofen. Die gedruckte Lotpaste wird zu flüssigen "Lötzinn" und es entsteht eine Lötverbindung zwischen beiden Siliziumscheiben, die sicher fester und weniger empfindlich als eine Klebeverbindung ist. Das Problem dabei ist die dafür erforderliche Löttemperatur von deutlich über 300 °C, da die jetzigen bleifreien Lote auf Silberbasis eine höhere Schmelztemperatur als die jetzt verbotenen Blei-Zinn-Lote haben. Die einkristallinen Siliziumwafer dürften damit aber keine Probleme haben. Wenn die Schindeltechnologie von Prevent in Wirklichkeit eine Lötverbindung ist, hätte ich ein besseres Gefühl bzw. mehr Vertrauen. In der Beschreibung der Schindelrechnik auf den Internetseiten von Prevent wird jedoch von einem Klebstoff gesprochen. Um mehr Vertrauen in die Schindeltechnologie zu bekommen, müßte ich mehr über die verwendete Klebetechnik wissen. Wer von Euch weiß da mehr? Ich habe zur Schindeltechnologie folgende Kurzdarstellung einer Promotion gefunden: --> Link Auf den Seiten 3 und 4 werden meine Bedenken zur Langzeitfestigkeit geteilt, aber auch die Chancen dieser Technologie dargestellt. Hier steht, daß eher Epoxidharz- oder Silkonkleber mit leitfähigen Pigmenten zum Einsatz kommen, da diese elastischer als Lötverbindungen sind. Das ist wichtig wegen unterschiedlicher Wärmedehnungskoeffizienten von Glas und Silizium. Der Autor schreibt, daß es noch keine Langzeiterfahrungen gibt. Worüber sich wahrscheinlich kaum einer Gedanken gemacht hat, ist die Auswirkung der Einbaulage der Solarmodule. Wenn die Solarmodule richtig in einem bestimmten Winkel verbaut wurden (> ca. 28 Grad), wirken die Schindeln wie ein Ziegeldach, d.h. an der Klebefläche bleibt kein Wasser stehen. Werden die Solarmodule umgekehrt eingebaut, bleibt an den Klebestellen Wasser stehen und die schädliche UV-Strahlung kommt auch seitlich und in ungeschwächter Intensität an die Klebefläche und Epoxidharze sind sehr UV-empfindlich. Auf einem Womodach liegen die Solarmodule waagerecht, so daß die Schindeln des Solarmodules nicht wie ein Hausdach mit Dachziegeln wirken können und das bedeutet, daß an den Klebestellen Wasser (mit Luftschadstoffen) längere Zeit stehen bleibt und das die Kleber angreift. Auch kann die UV-Strahlung der Sonne immer noch gut an die Stirnseite der Klebeflächen. Wird der Klebstoff durch Bewitterung und UV-Strahlung nach und nach zersetzt, bildet sich ein zunehmend größer werdender Spalt zwischen den Wafern, der sich voll Wasser saugt, welches dann nur ganz langsam abtrocknet. Erfahrungen zur Schindeltechnologie beim Hausbau besagen, daß die Dachneigung mindestens 25 ... 28 Grad betragen muß, damit diese Effekte verhindet werden. Ein Solarmodul auf dem Womo hat jedoch einen Winkel von Null Grad. Zum in der Dissertation erwähnten Problem der unterschiedlichen Wärmedehnungskoeffizienten zwischen Glas (Deckmaterial) und Silizium: Bei einer Änderung der Betriebstemperatur im Vergleich zur Herstellungstemperatur kommt es zu schädlichen Scherspannungen. Was der Autor und sicher viele Spezialisten der PV-Technik wahrscheinlich nicht wissen, ist, daß man den Wärmedehnungskoeffizienten des Glases durch z.B. Zugabe von Boroxid in einem weiten Bereich einstellen kann. Beispiele dafür sind das Jenaer Glas und Metall-Glas-Durchführungen. Bei Jenaer Glas wird ein Wärmedehnungskoeffizient von Null eingestellt, so daß dieses weder bei tiefen noch bei hohen Temperaturen schrumpft oder ausdehnt. Man kann also kochendes Wasser hinein schütten, ohne das das Glas platzt. Bei Metall-Glas-Durchführungen wird der Wärmedehnungskoeffizient des Glases dem des Metalles angeglichen, so das Glas und Metall bei Temperaturänderungen gemeinsam schrumpfen oder ausdehnen und dadurch keine mechanische Spannungen entstehen. Wenn man also den Wärmedehnungskoeffizienten des Solarglases an den des Siliziums anpasst, wäre das Problem der Wärmedehnungsspannungen gelöst und man könnte die festeren und langzeitstabileren Lötverbindungen zwischen den Wafern einsetzen. Prevent hat mir auf Anfrage mitgeteilt, daß diese einen silberhaltigen Specialkleber verwenden, aber nicht auf Epoxidharzbasis, da zu UV-empfindlich. Welche Kunstharze sind UV-beständiger als Epoxidharz? Acrylate und Polyurethane. Es gibt auch Kleber auf diesen Basen, mit denen man auch Glas kleben kann. Siliconkleber haben wahrscheinlich eine zu geringe Klebkraft und die UV-Beständigkeit ist nicht so gut belegt wie für Acrylat und PUR. Wo anders verlötet man die Siliziumwafer mit der von mir anfangs vermuteten Technologie, also Lotpaste aufdrucken, Silizium-Wafer zusammen drücken und in Infrarotofen verlöten. Kürzlich wurde von einer dt. Firma dazu Technik nach Bangladesh geliefert, um dort Solarzellen in Schindeltechnologie zu fertigen. Der dt. Lieferant ist M10 industries AG in Freiburg. Auf den Seiten des Herstellers der Anlagen ist deren Schindeltechnologie kurz angerissen. --> Link Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile: Kleber auf Kunstoffbasis Vorteile: - Prozeßtemperaturen bis 160 °C, gut für Hochleistungssolarmodule - Ausgleich unterschiedlicher Wärmedehnungskoeffizienten durch den etwas elastischeren Klebstoff Nachteile: - nicht so fest und dauerhaft wie eine Lötverbindung - ungewisse Langzeiteigenschaften Verlöten der Si-Wafer Vorteile: - sehr fest und langzeitstabil Nachteile: - mögliche Probleme mit den unterschiedlichen Wärmedehnungskoeffizienten von Silizium und Glas (Der Wärmedehnungskoeffizient von Glas ist aber in weiten Bereichen einstellbar) - höhere Prozeßtemperaturen durch Verlöten im Infrarotofen - normalerweise halten das die Silizium-Wafer mit ihren Schichten (Antireflex ...) aus. Es könnte aber Spezialschichten für Hochleistungsmodule jetzt oder in Zukunft geben, die die Temperaturen im Infrarotofen nicht aushalten. Fazit: Beide Schindeltechnologien sind gut automatisierbar. Schindeltechnologie ist aber nicht gleich Schindeltechnologie. Es kommt aufs Detail der Art der "Verklebung" an. Was die Preventmodule betrifft, gibt mein Bauchgefühl etwas Entwarnung, da keine Epoxidharzkleber verwendet werden und Prevent richtig erkannt hat, daß Epoxidharz nicht UV-beständig ist. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich solche Schindel-Solarmodule auf das Dach des Womos montieren werde. Ein Restrisiko bleibt bei beiden Schindeltechnologien. Dagegen lockt die etwas höhere Modulleistung. Mir wäre es so was von egal ob die Module nur 10 statt 20 Jahre halten. Erst recht wenn man sich die aktuellen Preise anschaut. Die Schindelmodule sind jetzt 2-3 Jahre auf den Wohnmobilen und bis jetzt hab ich nichts negatives gehört. (im Vergleich zu den Flexmodulen) Hubert PreVent Solaranlagen, Super Breatung, guter Service, gute Produkte , kein billig Ramsch Hallo Der ganzen Schindeltechnik zum Trotz bleibt ein 100W Modul ein 100W Modul. Ein Modul in Schindeltechnik ist halt mechanisch etwas kleiner, sonst ändert sich nichts. Zu Überlegen ist, ob ich den Tester für eine neue Technologie spielen will, und dafür pro Watt auch noch mehr Geld ausgebe. Kaufen würde ich Module in Schindeltechnik nur, wenn ich mit bewährten Modulen platzmäßig nicht die gewünschte Leistung aufs Dach bekomme. Wichtiger als die Technologie der Module erscheint mir mechanische Stabilität. Oder sind die Halterungen/Spoiler bereits in das Modul integriert? Ist das Modul wenigstens ansatzweise aerodynamisch Gestaltet? Die Schäden an Solarmodulen, die mir bekannt sind, entstanden nämlich nicht durch den Bruch der Siliziumkontaktierung, sondern durch den Einschlag des, am Kabel baumelnden, Moduls in die Rückwand des Aufbaus bei Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn. Mit freundlichen Grüßen Thomas |
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