Wuidsau hat geschrieben:wenn Du mehrere Module parallel schalten möchtest, addierst Du die einzelnen Modulströme.
Bei mobilen Inselanlagen (Womo, Systems......
......... im Datenblatt Imax, max. Series Fuse, Istrangmax oder ähnlich.
Bis dahin ist es eine gute Beschreibung, an der ich nichts schlechtes finden kann. Womöglich auch aus deiner eigenen Feder.
Wuidsau hat geschrieben:Nun kann bei Parallelschaltung in seltenen Fällen ein Isolatiosfehler/anderer Moduldefekt auftreten, der dazu führt, daß das defekte Modul genau den Widerstand aufweist, der dazu führt, daß die restlichen Module im Mpp Punkt belastet sind und damit maximale Leistung in den defekten Zweig speisen (der Regler ist nicht betroffen!).
Und hier gehts es nahtlos zum geheimnisvollen isolationsfehler oder Moduldefekt, der geheimnisvolles bewirkt, sodass das Modul plötzlich Strom aus den anderen zieht, was es vorher nicht getan hat.
Ich habe dich gefühlte 10mal dazu aufgefordert, solche Fälle zunennen - dann wäre es dir aufgefallen, dass es diese Fälle nur bei Strings ( und bei Einzelmodulen nicht ) gibt.
Ausserdem - es geht hier nicht um den WIDERSTAND der Module - siehe weiter unten.
Wuidsau hat geschrieben:Dieser Lastfall muß ab 3 Strings/Modulen parallel geprüft werden.
Nur die falsche Schlussfolgerung aus fehlender Einsicht.
Wuidsau hat geschrieben:Das ist kein Kurzschlußfall sondern die intakten Module liefern Impp!
Das ist so ungenau, dass es faktisch falsch ist.
Sie können weniger als Impp, oder sogar Ik liefern, das hängt nämlich vom Fehlerfall und dem sich daraus ergebenden SPANNUNGS-Arbeitspunkt des Gesamtsystems ab.
Wuidsau hat geschrieben:Bspw. ist das fiktive Modul mit 10A belastbar, dann sind im Störungsfall 10A anliegend.
Falsch, wie gerade gesagt.
Wuidsau hat geschrieben:Bei größeren Feldern mit 4 oder mehr Strings mssen diese mit Sicherung oder Dioden gegeneinander verriegelt werden.
Falsch, weil es die Fehlerfälle, die bei Strings in diese Situation führen, bei Einzelmodulen praktisch nicht gibt.
Wuidsau hat geschrieben:Bei einer mobilen Insel stellt jedes einzelne Modul einen eigenen String dar,
Hättest du diese Erkenntnis mal früher komplett durch dacht, dann wäre dir etwas aufgefallen.
Ich bin jetzt diese Form der Ingnoranz und Unberatbarkeit leid, dsewegen gibt es jetzt die Erklärung.
Dabei muss ich das Pferd von hinten aufziehen, das ist am einfachsten.
Zunächst muss man sich klarmachen, dass ein Modul sich anders verhält als ein Widerstand, wenn man von aussen Spannung anlegt.
Beim Widerstand wäre es das Ohmsche gesetz, hier ist es aber eine Hintereinanderschaltung von Dioden - den parasitären Dioden der Zellen. Diese sind bezüglich der Modulspannung in Durchlassrichtung. Also Fliesst solange kein Strom, wie die angelegte Spannung (pro Zelle) unter 0,4 V liegt, darüber beginnt dann immer mehr Strom durch die Diode zu fliessen. Ganz normal, wie man jede Diode versteht.
Aufs Modul berechnet ist der Punkt, wo Strom zu fliessen beginnt, bei U mppt. (zw, minimal darunter).
Erhöht man die Spannung weiter, so wird bei erreichen von Voc in etwa Ik fliessen. ( Die Erklärung lasse ich weg, um es hier nicht zu kompliziert werden zu lassen).
Das heisst, "normalerweise" fliesst dann, wenn die liefernde Gruppe auf Umppt belastet ist (wobei sie die maximal mögliche Leistung erzeugt), an ein weiteres angeschlossenes Modul fast garkein Strom hinein.... das geht eben garnicht, weil die Spannung gerade nicht hoch genug ist. Nimmt man eine höhere Spannung an, nehmen wir Voc - die Leerlaufspannung der Module - ja, dann könnte Strom ins "defekte" Modul fliessen - aber eben nur einmal Ik, denn MEHR kann nicht fliessen, weil die Spannung dafür ZU KLEIN IST. Es ist völlig egal, wieviel parallele Module mit Voc daherkommen.... den STROM bei Voc bestimmt das "defekte" Modul, nicht die Anzahl der liefernden.
Die frage ist nun, welchen Fehler muss man nun annehmen, dass doch ein höherer Strom fliessen kann ?
Die Antwort ist relativ einfach - wenn das "defekte" Modul einfach eine kleinere Anzahl von Zellen hat. Dann sind seine Spannungen, bei denen Strom hineinfliesst, eben niedriger, und die Spannung der liefernden Module reicht dann aus.
Um eine Zahl zu nennen - hätte das defekte Modul ca. 25-30 % weniger Zellen (hier ohne Beweis), dann wäre der von Wuidsau beschworene Fehlerfall möglich. Die Spannung, die für die liefernden Module Umppt ist, wäre fürs "empfangende" Modul Voc - als kann reichlich strom fliessen.
frage ist, wie so ein "Fehlerfall" enstehen kann. bei den Hochvoltanlagen besteht jeder String aus hintereinandergeschalteten Modulen, und die Verbindungen stellen die Schwachstelle dar. Ein Kurzschluss zwischen Eongangs- und Ausgangskabel eines Moduls schliesst ja diese modul Kurz, und die Zellen darin sind aus dem Kreis scheinbar "verschwunden". Der geschädigte String sieht genau aus wie einer mit weniger Zellen. Ebenso könnte ein Kurzschluss einer Modulverbindung nach Masse pder plus das gleiche bewirken. Wieder verschwinden scheinbar Zellen aus dem Stromkreis.
Wenn man großzügig ist, kann der "Isolationsfehler" auch durch eine Zerstörung eines Moduls ( durchstossen durch Ast) mit verbindung an falsches Potential geschehen.
So, mit diesem Wissen schauen wir uns jetzt 4 parallele Module an. Wie soll denn da eine Verringerung der Zellenzahl in einem Modul geschehen ? Es gibt keine serielle Verbindungsstellen...
und selbst der durchstossende Ast müsste nun erst eine Trennung im Modul bewirken, und eine Verbindung zu einer Zelle nach Masse oder Plus, die auch 10 A (bzw die Überschreitung des bösen Rückstroms) aushält, ohne nenneswerten Spannungsabfall.
(Falls jemand jetzt wirklich "durchlegierte Zelle" sagt, sind wir bei Comedy)
DAS ist die Situation für parallele EINZELmodule.
Und genau deswegen ist die durchgängig bekannte Regel, die man (fast)JEDESMAL bei Parallelschaltung von Modulen auch auf diesem Board richtigerweise lesen kann : Die Spannungen müssen gleich sein. Was eigentlich heisst - die Zellenzahl muss gleich sein......
Im übrigen ist noch zu erwähnen, dass die Datanblattangabe "Rückstrom" nicht etwa eine Leistungsbegrenzung darstellt, was das Modul aushält, sondern eine STROM-begrenzung. Sie ergibt sich z.B. aus der Belastbarkeit der Verbindungsstege der Zellen. LEISTUNG würde das Modul um einiges mehr aushalten.
Insofern ist der vordringlich drohende Schaden eine Unterbrechung der Stege.... was jetzt nicht gerade erschreckend ist.
Bühne frei.
PS: Abschliesseend noch eine weitere Bemerkung.
Weiter oben hat Wuidsau behauptet, dass Bypassdioden für den zuässingen Rückstrom ausgelegt sind. Das ist natürlich auch falsch, weil Rückstrom- selbst wenn er vorkommt - nicht über Bypassdioden fliesst. Aber das machen wir in einem getrennten post.

