Die Provence hatten wir uns, als wir sie am Ende unserer Pyrenäentour --> Link nur gestreift hatten, für 2020 als Ziel auserkoren. 3 Wochen sollten es werden. Idealerweise zur Lavendelblüte im Juni. Es sollte anders kommen, denn dann kam Corona. Frankreich sollte erst am 15.06. seine Grenzen wieder öffnen also Planänderung. Erstmal die Verwandtschaft in BaWü belästigen, dann ein paar Tage Schwarzwald und am 15. über die dann hoffentlich geöffnete Grenze. Ich hatte die aktuelle Lage immer auf meinfrankreich.com --> Link beobachtet und es sollte sich dann auch so bestätigen.
Wir hatten im letzten Herbst unser neues Wohnmobil bestellt, einen Etrusco, Lieferung im April. Durch den Shutdown in Italien konnten wir es erst am 02.Juni abholen, am 06.Juni sollte es schon losgehen. Dank Kurzarbeit hatte ich dennoch genug Zeit alles vom Carado in den Etrusco umzuladen und dabei auch das ein oder andere auszusortieren. Den Carado habe ich schon seit Februar inseriert aber die Nachfrage tendiert gegen Null und so bleibt er erstmal in der Halle und ich hoffe, dass es nach dem Urlaub besser wird.
1. Teil, Schwarzwald 06.06.2020 – 14.06.2020
Samstag, 06.06.2020, Tag 1, 263km: Morgens noch schnell auf die Waage. Es ist alles an Bord, nur meine Frau fehlt noch. Ergebnis: 3420kg. Auflastung wird zum Thema werden. Der Neue wiegt leer 200kg mehr als der Carado, die Einkäufe in Frankreich werden diesmal etwas spärlicher ausfallen.
Heute wollen wir meine Kinder bei Stuttgart besuchen.
Auf der Autobahn geht es erstmal bis Ulm dann auf die Landstrasse. In Blaustein haben wir eine Pause gemacht und die Karte studiert. Der Blautopf ist ganz in der Nähe. Da war ich noch nie. Also fahren wir zur Donauquelle. Der Stellplatz dort ist gut gefüllt und deshalb parke ich auf der Wiese gegenüber da wir sowieso noch weiter wollen. Wir marschieren einmal um den Topf.

Es sind nur wenige Touristen da. Ohne Corona wäre hier am Wochenende wohl deutlich mehr Betrieb.
Weiter geht es über Bad Urach und Reutlingen nach Echterdingen wo wir einen schönen Abend mit meinen beiden Sprösslingen verbringen und ich mein Vatertagsgeschenk noch in Empfang nehme. Übernachtet wird auf dem Parkplatz der nahe liegenden Schule.
Das Vatertagsgeschenk: Pizza-Socks-Box

Sonntag, 07.06.2020, Tag 2, 17km: Nach dem ausgiebigen Frühstück bei meiner Tochter geht es ins nahe liegende Weil im Schönbuch zu meinem besten Freund bei dem wir uns zum Essen eingeladen haben. Praktischerweise kann ich in seiner Einfahrt über Nacht stehen und so steht einer ausgiebigen Weinverkostung nichts im Wege.
Montag, 08.06.2020, Tag 3, 46km: Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es nach Ludwigsburg ins Blühende Barock. Der Stellplatz Bärenwiese liegt sehr zentral nur wenige Minuten vom Schloß entfernt kostet €10,- und ist nachts sehr ruhig. Der Schlosspark mit dem Blühenden Barock ist wirklich sehenswert. Auch für Kinder ist mit der Märchenstrasse sehr viel geboten. Den Abend verbringen wir gemütlich im Wohnmobil.
Blühendes Barock

Dienstag, 09.06.2020, Tag 4, 134km: Auf der B10 geht es bis Pforzheim, dann auf der B294 über den Dobel nach Bad Herrenalb und quer durch den Schwarzwald nach Würmersheim zum Baden-Fanshop denn das neue Womo braucht unbedingt den Aufkleber mit dem badischen Wappen, wie mein sonstiger Fuhrpark. Danach geht es nach Baden-Baden zu meinem Bruder. Übernachtet wird, wie immer wenn ich in BAD bin, an der Talstation der Merkurbergbahn.

Mittwoch, 10.06.2020, Tag 5, 118km: Morgens geht es erst mal zum Schlossberg, Quellwasser bunkern. Auf Grund der schlechten Schüttung des Brunnens gebe ich nach 2 Kannen auf. Danach setze ich meine Frau zum shoppen in der Stadt ab. Ich gehe ein wenig in den Kuranlagen spazieren. Nachdem ich meine Frau wieder eingesammelt habe, fahren wir über die Rote Lache nach Forbach und über Raumünzach zur Schwarzenbachtalsperre. Da es kalt und regnerisch ist fällt die Wanderung aus und es geht weiter über Bühl, Sasbachwalden und Achern, wo wir noch badischen Spargel (für mich der Beste) einkaufen, zum Mummelsee der uns im Nebel empfängt. Einmal um den See marschiert und zu Kaffee und Kuchen ins Restaurant. Die Schwarzwälder Torte ist leider nicht zu empfehlen. Danach fahren wir über Seebach zum Campingplatz Murhof in Ottenhöfen.
Schloßbergbrunnen

Donnerstag, 11.06.2020, Tag 6, 84km: Wir fahren zum Kloster Allerheiligen und machen eine kurze Wanderung an den Wasserfällen entlang. Danach geht es über Oppenau, Bad Peterstal und Harmersbach nach Gengenbach auf den Stellplatz. Nach einem ausgiebigen Rundgang durch das Städtchen mit seinem sehenswerten Klostergarten, gibt es zur Feier des Tages (meine Frau hat Geburtstag) badische Tapas in Frei’s Keller. Zurück am Stellplatz setzen wir uns noch ein bisschen vors Womo um den lauen Abend zu genießen aber plötzlich summt und brummt es überall und wir werden von hunderten Maikäfern überfallen. So flüchten wir wieder ins Womo und verbringen den Abend indoor.

Freitag, 12.06.2020, Tag 7, 121km: Die Nacht war ruhig und wir gehen noch mal ins Städtchen zum Frühstücken. Aber erstmal zur Klosterbäckerei, die vorbestellten Speckweckle und Rosinenweckle abholen. Danach gibt’s bei Dreher einmal französisches Frühstück für Christine und ein englisches für mich. So gestärkt fahren wir auf den Kandel wo wir einen kurzen Spaziergang zum Gipfel machen. Die Sicht ist recht gut, sodass man die Vogesen und auch einen Teil der Alpen sehen kann. Danach fahren wir nach Todtnau zum Campingplatz aber der ist um 14:00 Uhr schon voll. Also zurück nach Kirchzarten auf den dortigen Campingplatz.

Samstag, 13.06.2020, Tag 8, 104km: Freiburg ist das nächste Ziel. Auf dem Markt am Münster kaufen wir noch mal Spargel. Und machen einen Stadtbummel der immer wieder durch Regenschauer unterbrochen wird. Danach geht es über Bad Krozingen nach Staufen. Ich bekomme einen Parkplatz direkt am Beginn der Fußgängerzone. Wir schauen uns das nette Städtchen an und genießen die jetzt wieder strahlende Sonne. Durch das Münstertal geht es dann am Feldberg vorbei zum Schluchsee. Hier ist es wieder deutlich kälter und regnerisch. Der Parkplatz bei der Staumauer gefällt uns nicht und so fahren wir zum Parkplatz an der B500 beim Seehotel Hubertus. Da für den Abend schwere Gewitter mit Hagel angesagt sind stelle ich mich in den Schutz der Bäume, was aber nicht nötig gewesen wäre, da nach einem heftigen Regenguss der Zauber schon wieder vorbei war.
Eigenbau auf Harley-Basis in Staufen


Sonntag, 14.06.2020, Tag 9, 113km: St. Blasien ist die nächste Station. Außer der Klosteranlage, mit dem aus meiner Sicht völlig überdimensionierten Dom, der so gar nicht zur Landschaft passt, hat der Ort nicht viel zu bieten. Um die Mittagszeit sind wir in Bad Säckingen wo wir Mittagessen wollen aber ich finde einfach keine Möglichkeit zum Parken. Also geht es weiter Richtung Rheinfelden. In Riedmatt beim Restaurant Storchen klappt es dann und wir essen mit Blick auf den Rhein. Nach dem Essen fahren wir über Rheinfelden nach Schopfheim. Hier gibt es Kaffe und Kuchen für uns mit Blick auf das Denkmal zur badischen Revolution. Danach fahren wir nach Lörrach zum Stellplatz am Drei-Länder-Camp.

2. Teil, die Provence 15.06.2020-27.06.2020
Montag, 15.06.2020, Tag 10, 651km: In Weil gehe ich noch mal tanken und dann geht es über die Grenze, die seit Mitternacht wieder geöffnet ist, Richtung Mulhouse. Teilweise auf der A36, teilweise auf der D1083 fahren wir bis Bourg-en-Bresse, wo wir unseren Pflichtstopp bei Leclerc machen. Hier gibt es 20 speziell für Campingcars ausgewiesene Parkplätze, die aber oft von PKW belegt sind, da nahe am Eingang. 2 Stunden und einen vollen Einkaufswagen später geht es, ab jetzt nur noch auf der Autobahn, weiter bis Avignon zum Camping du Pont D’Avignon. Unterwegs geht eine gelbe Warnlampe an und die Anzeige: AdBlue Füllstand niedrig, nachfüllen. 19 Liter AdBlue Tank schon nach 1500km leer? Kann nicht sein, oder? Also kaufe ich an der nächsten Tankstelle einen 5 Liter Kanister. Beim Einfüllen in den besch…en platzierten Stutzen landet gefühlt die Hälfte auf der Strasse, was ich auf meine Blödheit und mangelnde Erfahrung schiebe. Es sollte sich dann Zuhause als schlecht montierte Dichtung der Verbindungsleitung zum Tank herausstellen, was dann im Rahmen der Garantie repariert wurde.
Pont St. Benezet am Abend

Dienstag, 16.06.2020, Tag 11, 0km: Direkt beim Camping geht eine Fähre über die Rhone, die wir nutzen. Am linken Ufer angekommen geht es über eine Treppe hinauf in den Park des Papstpalastes, von dem aus man eine tolle Aussicht auf den Pond und nach Villeneuve hat. Vor dem Palast findet gerade eine Gewerkschafts-Demo der Pflegekräfte statt. Mit Blick auf Corona umgehen wir diese soweit als möglich. Wir machen einen Rundgang durch die Stadt, essen bei Vivotto Penne und Risotto aus dem Glas und nehmen auf der Place des Papes, nachdem die Demo jetzt beendet ist, zum Abschluß noch ein Pression für €8,- und wieder mit der Fähre zum Camping. Abends am Womo gibt es dann den Spargel aus Freiburg.
Pont von oben
Maskenpflicht auf der Fähre

Mittwoch, 17.06.2020, Tag 12, 198km: Nach dem Tanken fahren wir nach Arles, da ist heute Markt. Wir parken an der Place Lamartine und kaufen etwas Obst, Brot, kandierte Früchte und 2 schöne Rindersteaks. Wir essen mit Blick auf die Arena einen sehr guten Salade Camarguaise und schlendern noch ein wenig durch die Stadt. Wir sehen immer wieder glasierte Töpfe in einigen Geschäften, die uns aber zu teuer sind. Sie kommen von der Poterie de la Madeleine in Anduze. Wieder am Womo angekommen schaue ich wo Anduze liegt: 75km Richtung Alès. Kurzentschlossen fahren wir über die Rhone (und verlassen damit die Provence) und kaufen in Anduze 2 schöne grüne Töpfe. Spätestens jetzt haben wir die 3,5to erreicht. Zurück geht es über Nimes nach St. Remy-en-Provence wo wir bei der Moulin du Calanquet einen France Passion Platz für die Nacht finden und nach Rücksprache mit der Chefin unsere Steaks grillen. Natürlich findet ein Fläschchen des flüssigen Goldes den Weg ins Womo.
Arles

So läßt es sich aushalten

Donnerstag, 18.06.2020, Tag 13, 82km: Die AdBlue Anzeige leuchtet schon wieder! Kann doch wohl nicht sein und ich ignoriere sie erstmal. Hab mich im Netz schlau gemacht. Irgendwann sollte sie Restreichweite anzeigen, schaun wir mal.Wir fahren nach St. Remy und parken beim Friedhof, schlendern durch die Stadt und essen bei Mamine am Rathaus. Tarte Chevre für Madame und Salade aux Poulpes marinées für mich. Die definitiv besten Poulpes, die ich je gegessen habe und das waren schon viele! Wir fahren weiter nach Les-Beaux-de-Provence. Parken €5,- pro Stunde. Es hat mittlerweile 30 Grad und es geht kaum ein Lüftchen. Der Stadtrundgang bringt uns ins Schwitzen. Das ist einfach too much. Ab ans Meer. Auf dem CP Pascalounet in Couronne finden wir einen Platz und verspeisen die Leckereien, die wir in St Remy gekauft haben.
in St.Remy



Les Beaux

Einer hat überlebt:



Freitag, 19.06.2020, Tag 14, 0km: Wir wollen heute in Carro im „Chez Francine“ essen, dort soll es gut sein. (Tipp aus einem Reisebericht). Google Maps sagt: zu Fuß 37 Minuten. Kein Problem, oder? Tatsächlich brauchen wir eineinhalb Stunden da die Standortanzeige immer wieder hin und her springt und wir uns mehrfach verlaufen. Am Restaurant angekommen bekommen wir noch einen Tisch. Wir werden hier das erste Mal gebeten vom Eingang bis zum Tisch eine Maske zu tragen. Das Essen ist sehr gut: Moules Safran et Chorizo und Seiche a la Plancha. Den Rückweg wollen wir angesichts der steigenden Temperatur mit dem Bus zurücklegen aber der fährt nicht weil an der Strecke eine Baustelle ist. Also Taxi: aber auch hier Fehlanzeige: heute leider nicht, weil out of Order aber die nette Dame will versuchen einen Kollegen zu erreichen, der würde dann zurück rufen. Wenn wir darauf gewartet hätten würden wir heute noch da stehen. Also wieder per pedes, diesmal in 45 Minuten.

Samstag, 20.06.2020, Tag 15, 250km: Auf kleinen Sträßchen geht es Richtung Marseille. In Marseille am Hafen erstmal auf eine Busspur verirrt. Gar nicht so einfach, da wieder raus zu kommen! Die Calanques sind das heutige Ziel. Über den Col de la Ginestre fahren wir nach Cassis, La Ciotat, St. Cyr und Sanary. Weit und breit kein freier Platz, noch nicht mal anhalten um auf die Karte zu schauen ist teilweise möglich. Am Wochenende ans Meer: schlechte Idee! Kurz vor Toulon dann die Entscheidung: weg vom Meer. Die Abbaye de Thoronet steht auf meiner Liste also fahren wir erstmal dahin. Nette Anlage aber einige Teile wegen Corona-Maßnahmen gesperrt. Über Carces, Cotignac, Montmeyran, Quinson und Riez fahren wir nach Moustiers-les-Sainte-Maries auf den Camping St. Jean, den wir von anderen Touren schon kennen. Auf dem Weg von der Reception auf den Platz, um eine Parcelle auszusuchen realisiere ich, dass ich gerade einen sprachlichen Fauxpas begangen habe: ich habe nach einem Platz für 2 Nüsse gefragt (ich habe noix anstatt nuits gesagt), Christine hat sich gekringelt vor Lachen. Da wir spät dran sind gibt es Pizza vom Stand am Eingang und dazu ein lokales Craftbier. Schmeckt ganz gut.



Sonntag, 21.06.2020, Tag 16, 0km: Wir schlendern gemütlich durch Moustier. Das ist einer der Orte an die es uns immer wieder mal zieht. Und obwohl es Sonntag ist, sind wegen oder Dank Corona vergleichsweise wenige Touristen da. Manch Übel hat auch durchaus positive Aspekte.


Montag, 22.06.2020, Tag 17, 130km: In Riez kaufen wir beim Intermarché noch ein paar Flaschen eines unserer Lieblingsweine aus der Gegend und einen Kanister AdBlue, für alle Fälle. Über Allemagne en Provence geht es dann nach Greoux-les-Bains. Hier kaufen wir noch ein wenig Käse und eine vorzügliche Tarte Salmon. Nächstes Ziel ist „Art Glacier“ bei Ansouis, das ich in einer Reportage über die Provence gesehen hatte. Hier gibt es die besten Eiskreationen. Kann ich wärmstens empfehlen. Mir hat es die Sorte Voatsiperyferi-Pfeffer angetan, muss man probiert haben! Über Lourmarin, wo wir ein wenig bummeln gehen (das Schloß kennen wir schon) und Bonnieux fahren wir zum Weingut „Château les Eydins“ wo es einen France Passion Stellplatz gibt. Die ausschließlich in Bio-Qualität ausgebauten Weine kann ich nur empfehlen. Wir genehmigen uns einen Rosé zu den Langusten, die wir in Riez gekauft hatten. Merveilleuse!

immerhin taugt er noch als Werbeträger


bouche calcaire a Lourmarin


Dienstag, 23.06.2020, Tag 18, 73km: Weiter geht es nach Ménerbes, wo ich mir einen neuen Hut kaufe. Dann nach Coustelet ins Lavendelmuseum. Endlich kenne ich den Unterschied zwischen Lavande und Lavandin! Lavande ist der echte Lavendel, lavandula angustifolia, der in der Natur nur in Höhen über 600m am Mont Ventoux vorkommt. Lavandin eine Hybride aus L. angustifolia und L. latifolia, die auch im provencalischen Tiefland gedeiht und mengenmäßig ergiebiger aber auch weniger intensiv im Duft ist. In L’Isle sur la Sorgue essen wir im Café de France und fahren dann weiter zur Domaine de l’Angèle, wo es einen France Passion Stellplatz gibt.

Mittwoch, 24.06.2020, Tag 19, 48km: Über St-Saturnin-les-Apt, wo wir einen schweißtreibenden Spaziergang zur über dem Ort gelegenen Kirche und Burg machen, fahren wir nach Fontaine-de-Vaucluse wo wir bei Solera einen Salade Solera essen der ausgezeichnet schmeckt. Wir beschliessen, dass wir auf den nahe gelegenen Camping Coutelière fahren und sind schon um 14:00 Uhr am Platz. Das ist neuer persönlicher Rekord. So früh waren wir noch nie an einem Übernachtungsplatz. Da uns der Platz gefällt, buche ich gleich 2 Nächte.
Blick auf den Luberon






Donnerstag, 25.06.2020, Tag 20, 0km: Heute ist Ruhetag. Christine verweilt am schönen Pool und ich lese und faulenze. Die Sorgue fliest direkt am Camping vorbei und bei einem kleinen Spaziergang beobachten wir in einem Seitenarm eine ca. 1m lange Ringelnatter bei ihren Tauchgängen nach Nahrung. Ich wusste gar nicht, dass die so lange unter Wasser bleiben können, noch dazu in dem recht kalten Wasser.
Freitag, 26.06.2020, Tag 21, 569km: Jetzt heisst es adieu Provence, die Heimat ruft. Über L’Isle sur la Sorgue, wo wir in einer Gärtnerei noch 2 Pflänzchen kaufen. Weiter geht es Richtung Lyon. In Taulignan ist Markt, den können wir nicht links liegen lassen und so kaufen wir nach ein paar getrocknete Kräuter. Weiter nach Bourg-en-Bresse zu Leclerc, wo wir die letzten Einkäufe für Zuhause machen. Tagesziel ist „La Chevrerie de L’Eldorado“ bei Indevillers, ein France Passion Platz, wo wir nach 20:00 Uhr eintreffen.
Samstag, 27.06.2020, Tag 22, 513km: Endspurt. Über Belfort und Mulhouse fahren wir auf die A5 bis Bühl, wo noch mal getankt und Brotzeit gemacht wird. Dann Nonstop nach Hause.
Fazit:
Es war mal wieder eine wunderschöne Tour, bei überwiegend gutem Wetter, die trotz oder gerade wegen Corona sehr entspannt ablief. Selbst an den Hotspots waren kaum Touristen unterwegs und die Franzosen nahmen alles mit der ihnen eigenen Gelassenheit. Selten Maskenpflicht, ab und zu zahlenmäßige Zugangsbeschränkungen und einige Sehenswürdigkeiten geschlossen. Mittlerweile (Stand Ende Juli 2020) sieht das ganz anders aus: Die Maskenpflicht ist flächendeckend da und die Einschränkungen werden stärker. Also, alles richtig gemacht, denn zeitgleich waren die Ferienorte in der Heimat, die wir uns auch als Alternative überlegt hatten, sehr überlaufen. Überfüllte Strände an der Ostsee und gesperrte Täler in den bayrischen Voralpen brauch ich nun wirklich nicht. Schaun mer mal, wie das weitergeht. Für nächstes Jahr steht mal wieder Italien auf dem Programm. Oder Benelux? Oder vielleicht Griechenland? Oder………..
Bleibt gesund!!

