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Erfahrungsbericht Solaranlage fürs Wohnmobil


dranreb2003 am 20 Okt 2020 17:59:10

Erfahrungsbericht Solaranlage fürs Wohnmobil
2019 wollte ich für meinen Hymer Exsis I504 (Bj 2014) eine Solaranlage nachrüsten. Ziel:
1) Erhalt der Batterieladung über den Winter
2) Erweiterung der autarken Zeit ohne externen Stromanschluss z.B am Stellplatz: Licht, Handies, Laptop, Fernseher, Alarmanlage und sonstige Bordtechnik, aber nicht Kühlschrank, der läuft mit Gas wenn wir keinen Landstrom haben.
3) Nachladen des Akkus eines E-Bikes
Bin zu meiner Hymerwerkstatt und hab gefragt was sie empfehlen. Der Servicemann empfahl eine Anlage mit 2 Solarmodulen (ich glaube jeweils 100W), MPPT Regler und einer zweiten Aufbaubatterie. Wobei man nicht einfach eine neue Batterie parallelschalten könne, sondern zwei neue gleiche Batterien kaufen sollte. Kosten mit Montage u MwSt komplett ca 3000 EUR. Das war mir zu viel.
Hab viel im Internet gelesen und mich schließlich für eine kleine, aber erweiterbare Anlage entschieden, auch erstmal ohne zweite Aufbaubatterie. Wollte zunächst Erfahrungen sammeln, u.a. sehen ob der nächste Schritt eine zweite Aufbaubatterie oder ein zweites Modul sein sollte.
Gekauft hab ich eine Komplett-Anlage bei Offgridtec, weil die auf meine Fragen sehr kompetent geantwortet haben. Es ist die mPremium mit einem 100W Solarmodul (aus deutscher Produktion), Victron MPPT Solarregler, allen Kabeln, Befestigungsteilen, Kabeldurchführung und dem Klebeset für insgesamt 360 Euro (Stand August 2019).
Für den Einbau hab ich ein Wochenende gebraucht. Hauptaufwand: ich wollte das dicke Solarkabel vom Dach zur Batterie unsichtbar im Seitenholm der Aufbautür verlegen. Hat auch geklappt, aber Ausbau und Einbau des Türrahmens war viel mehr Arbeit als gedacht. Ansonsten ging der Einbau reibungslos nach der Anleitung.
Für die Konfiguration and Anzeige aller Daten und Ladeparameter gibt’s von Victron eine app fürs Smartphone. Ist mir lieber als ein zusätzliches Anzeigemodul im Wohnmobil, bietet mehr Informationen, ua die Ladestatistiken einen Monat zurück.
Erfahrung nach 15 Monaten:
1) Ladungserhaltung über den Winter klappt prima. Früher hab ich das Womo alle 4 Wochen einen Tag an die externe Steckdose angeschlossen, das ist nicht mehr nötig, die Batterie ist praktisch immer voll (fast keine Verbraucher, nur die Alarmanlage läuft durch).
2) Erweiterung der autarken Zeit beim Stehen ohne externen Stromanschluss: klappt prima und bisher unbegrenzt. Der Kühlschrank läuft mit Gas, der normale Verbrauch durch Licht, Handies, Laptop, Fernseher und Bordtechnik wird nachts von der Batterie verkraftet und tagsüber von der Solaranlage wieder aufgefüllt sofern das Wetter nicht wirklich schlecht ist.
3) Aufladen des Akku’s eines Ebikes: hier wird es spannend bei dieser kleinen Anlage. Funktioniert nicht, wenn der Ebike-Akku (Bosch Powertube 500) wirklich leer ist und das Aufladen über Nacht erfolgen soll. Das schafft die Batterie nicht, da wäre also eine zweite Aufbaubatterie nötig.
In der Praxis geht es meistens trotzdem: bei normaler Fahrweise ist nach einer 60-70km Radltour höchstens die Hälfte der Akkukapazität verbraucht; außerdem sind wir meist am Nachmittag zurück, so dass Aufladen (in diesem Fall ca 2,5 Std) noch bei Tageslicht erfolgt und schon teilweise gleichzeitig von der Solaranlage wieder ausgeglichen wird. Die Batterie geht zwar mit reduzierter Kapazität in die Nacht, es hat aber bisher immer gereicht. Wenn am nächsten Tag die Sonne scheint, ist die Batterie schnell wieder voll.
Fazit: bis jetzt reicht die kleine 100W Anlage für meinen Zweck, ich werde weder eine zweite Aufbaubatterie noch ein zweites Solarmodul anschaffen.

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traveller69 am 20 Okt 2020 18:09:04

Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, der zeigt, dass weniger auch reichen kann.

Fledermaus am 20 Okt 2020 18:12:07

Servus
Danke für deinen Bericht, man sieht auch kleine Anlagen machen zufrieden.

Anzeige vom Forum


Grandeur am 20 Okt 2020 19:22:10

Hallo dranreb,

Danke für Deinen Erfahrungsbericht.
Ich habe ähnliche Anforderungen und lade aktuell über eine 120Wp Solartasche mit Mppt-Regler auf dem Armaturenbrett platziert. Reicht bei mir im Sommer!

Die Herausforderung sind die zwei 500er Akkus der Räder, die wir meist 3/4 leerradeln (~70km/Tag).
Nutzt Du einen Wechselrichter oder welches 12V Ladegerät benutzt Du?

Gruß Grandeur

dranreb2003 am 20 Okt 2020 21:26:38

ich benutze einen 600W Spannungswandler (Solartronics reiner Sinus Wechselrichter 12V zu 230V Wechselrichter, 110 Euro).
Zum Laden verwende ich das Standard Lagerät von Bosch für den 500Wh Akku. Gruss!

eddan am 21 Okt 2020 13:26:17

Moin,

danke für Deinen Erfahrungsbericht, ich bin auch sehr positiv überrascht was eine 100Wp Solar-Anlage an zusätzlicher Kapazität bringt
und habe bereits eine zweite Paneele nachgerüstet.

Ich Frage mich jedoch, von welcher Batteriekapazität hier berichtet wird und wie festgestellt wird, ob diese leer oder halb leer ist ... voll zeigt ja der Victron-Regler an ?

In meiner Konfiguration verwende ich 2x95Ah AGM, 2x100Wp 24V Prevent, 75/15 Victron, billigst Batterie Computer mit 100A Shunt

Bisher sind seit Mai(100Wp), ab Juli (200Wp) ca. 30kW/h über den Regler in die Batterien gespeist worden ... immerhin 30kW weniger aus der 230V Steckdose.
Im 'standby' werden täglich ca. 150Wh nachgeladen.

Munter bleiben!
.
.

rkopka am 21 Okt 2020 14:59:52

Mal wieder...
eddan hat geschrieben:Bisher sind seit Mai(100Wp), ab Juli (200Wp) ca. 30kW/h über den Regler in die Batterien gespeist worden ... immerhin 30kW weniger aus der 230V Steckdose.
Im 'standby' werden täglich ca. 150Wh nachgeladen.

30kWh ... 30kWh ... 150Wh (stimmen wieder)

RK

Trashy am 21 Okt 2020 17:57:45

Kommt immer drauf an was man verbraucht und wo man rumgurkt.
Es gibt keine Pauschale.
Wenn ich von 3000 Eur lese, gehen mir did Schuhe auf.
Insbesondere das Premiumgequatsche Made in Germany. Die kochen auch nur mit Wasser.
Ich habe 300 Wh für ca. 800 Piepen realisiert.
Selbst das Doppelte hätte sich lange armortisiert.

rkopka am 21 Okt 2020 18:12:54

Trashy hat geschrieben:Ich habe 300 Wh für ca. 800 Piepen realisiert.

Ein 12V 25Ah Akku ?

RK

Jochenq am 28 Okt 2020 09:09:25

Danke für den Erfahrungsbericht.
Wir haben uns dieses Jahr einen Knaus Live I 650 MEG gekauft. Stellplatz leider weit weg vom Haus, somit keine Möglichkeit für Strom. Aus diesem Grund überlege ich mir eine Solaranlage zu installieren für die Batterie über den Winter. Ist zwar viel Geld -ca. 900€- inkl. Einbau als „Ersatz“ für ein lausiger Kabel.... aber ich sehe keine Alternative.
Jochen

Grandeur am 28 Okt 2020 11:49:16

. Stellplatz leider weit weg vom Haus


Hallo Jochen,
für die Erhaltungsladung reicht eine Photovoltaik-Modul oder Solartasche hinter der Frontscheibe in Verbindung mit Laderegler, der Aufbau- und Fahrgestellbatterie versorgt.

Neu und billig bei Ali oder gebraucht bei Kleinanzeigen bekommst für diesen Zweck ein Modul.

Gruß Grandeur

huohler am 28 Okt 2020 11:49:33

Jochenq hat geschrieben:.... aber ich sehe keine Alternative.
Jochen

Wenn es nur um die Ladungserhaltung im Winter geht und Sonne auf deine Windschutzscheibe kommt dann pack dir ein Solarmodul hinter die Windschutzscheibe.
Dieses z.B. es hat nur 50 x 36 cm und 30 Watt --> Link
Daran hängst du einen Solarregler mit 2. Ausgang für Starterbatterie z.B. --> Link.
Dann benötigst du noch zwei Kabel. Eins geht vom Solarregler zu Aufbaubatterie und eins vom Solarregler zur Starterbatterie. Wie und wo man das am besten anschließt kann ich aus der Ferne so nicht sagen, das hängt auf die Erreichbarkeit der Batterien oder anderer Verteiler ab. Wenn du direkt an die Batterie Kontakte kommst kannst du auch Kabel mit Krokodilklemmen nehmen. Amazon Link

So bekommst du für unter 100€ eine Ladungserhaltung für den Winter ohne dass du am Fahrzeug was umbauen musst (bis auf die Kabel anschließen).

Hubert

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