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CATL, EVE und Konsorten - Erfahrungen? 1, 2


farnham am 01 Dez 2020 23:21:03

Hallo liebe Freunde des Akku-Selbstbaus,

nachdem mein gelber Akku nun seit über einem Jahr einfach nur brav und unaffällig tut was er soll, bin ich gearde dabei, für ein zukünftiges Projekt ein paar Blicke über den Tellerrand hinaus zu werfen. Dabei stößt man immer wieder auf blau eingeschrumpfte Zellen in Aluminium-Gehäusen. Diese sind den Datenblättern nach zu urteilen doch deutlich moderner als unsere gelben Hartplastik-Zellen - bei gleichem Gewicht und vor allem bei gleichem Bauraum lassen sich teilweise doppelt soviel kWh unterbringen wie mit den wohlbekannen gelben. Die Preisspanne der Zellen ist extrem weit - zwischen extremen Schnäppchenpreisen - von 90 USD/kWh für B-Qualität ohne Nennung des Herstellers und um die 300 USD pro kWh für vermeintliche A-Ware aus offiziellen Kanälen (immer noch etwas unter Winston) ist alles zu finden. Wenn man bedenkt, dass die Zellen wohl normalerweise in chinesische E-Autos eingebaut werden, ist vermutlich selbst mit minderwertiger Qualität für unsere Niedrigstrom- und Wenignutzungsanwendungen mit deutlich weniger als 1C durchaus noch was anzufangen. Ein unangenehmes konstruktives Problem ist aber auch offensichtlich: die Blechbecher werden sicher einige graue Haare beim Nachdenken über das Thema "vibrationssichere narrrensichere Isolation" verursachen.

Dem Vernehmen nach kommen diese "Blechzellen" mehr der weniger von einem ganz großen Hersteller (CATL), einem ziemlich großen (EVE) und einer handvoll kleineren - aber nicht von hand-fertigenden Hinterhofbuden. Durch sehr genaues Hinsehen und etwas Recherche ist es möglich, einen Großteil der Ali-Ware auf diese paar Quellen zurückzuführen und diese auch zuzuordnen. Mich spricht im Moment insbesondere die 280(289)Ah-EVE-Zelle an - mit 8 Stück in Reihe ließe sich ein wunderschöner 40kg-Block bauen, der locker 7kWh speichert. Mein Winston Akku 160Ah 8s wiegt fast 10 kg mehr und hat gerade mal 4kWh drin. Selbst ein 14kWh Block scheint bezahlbar, da würden doch glatt Induktionskochfeld und Föhn gleichzeitig laufen und der Strom wäre immer noch bei nur 100A...

Hat jemand hier im Forum solche Zellen schon aktiv im Einsatz - wenn ja wie lange und mit welchen Erkenntnissen? Irgendwelche Lieferantenerfahrungen - positive wie negative (notfalls auch per PN)?

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athena119 am 02 Dez 2020 14:15:34

Hallo
Ich habe 8 x EVE 280 bestellt aber noch nicht erhalten. Sollten in einem Monat kommen. Kosten inkl. Versand 950 $. Sie kommen per Zug nach Polen dann weiter mit UPS. Im Forum von Will Prowse werden sie gehypt. Ich werde 2 Blöcke parallel schalten, sind dann 12V 560 AH. Dazu 2 DYKB BMS je 120 A, macht 240 A Belastbarkeit. Das reicht mir.
Mit Kabeln, Kabelschuhen, 3.65V Ladegerät und Kleinkram bin ich zusammen bei ca. 1000 €. Ist momentan Preis/Leistung nicht zu toppen.
Ich werde berichten ;-)

Grüsse

gernwomofahrer am 02 Dez 2020 16:11:00

Lieferzeit etwa 5 bis 6 Wochen, gekauft: 8 Zellen 3,2V 280Ah Hersteller LISHEN, damit 12V 560Ah möglich, 2 Daly BMS 200A mit Bluetooth (benötige wahrscheinlich nur eins), Gesamtkosten 1.017,50 USD inklusive Versand, keine weiteren Kosten, somit 856 Euro, Platzbedarf in der Grundfläche wie 2 AGM-Batterien, nur in der Höhe benötigt man für die Akkus jedoch 215 mm.
29843

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biauwe am 02 Dez 2020 16:17:07

farnham hat geschrieben:Hallo liebe Freunde des Akku-Selbstbaus,

die Blechbecher werden sicher einige graue Haare beim Nachdenken über das Thema "vibrationssichere narrrensichere Isolation" verursachen


Kennst Du die °Tütenzellen° von A123 mit 20 Ah?
Mein 20Ah Akku ist jetzt 5 Jahre mit dem Womo unterwegt. 4 Zellen in einer blauen Tüte eingeschrupft.


gernwomofahrer am 02 Dez 2020 16:20:14

Lieferzeit etwa 5 bis 6 Wochen, gekauft: 8 Zellen 3,2V 280Ah Hersteller LISHEN, damit 12V 560Ah möglich, 2 Daly BMS 200A mit Bluetooth (benötige wahrscheinlich nur eins), Gesamtkosten 1.017,50 USD inklusive Versand, keine weiteren Kosten, somit 856 Euro, Platzbedarf in der Grundfläche wie 2 AGM-Batterien, nur in der Höhe benötigt man für die Akkus jedoch 215 mm.
29843

Herbstsonne am 02 Dez 2020 16:30:38

Hallo farnham, gratuliere zur Bestandsaufnahme !

Habe EVE-Zellen 8x82Ah in meinem Robur-Akku 164Ah. Bin mir aber nicht 100% sicher, ob es wirklich dieser Hersteller ist.
Mit 6 Monaten Erfahrung kann man ja keine wirklichen Aussagen machen - bis jetzt alles gut.
Da die blauen Zellen aber inzwischen so günstig, kompakt und leicht sind, kann man ja bzgl. installierter Kapa die lange Leine geben, das hilft auch bzgl. Lebensdauer (niedererer DOD und höhere Stromtragfähigkeit vor allem unter 10°C und am oberen Ende).
Geplant waren 2x164Ah=328Ah - das ist dann schon ziemlich safe.
... und z.B. eine blaue 300Ah-Zelle wiegt wie die 280Ah knapp 5,3 kg.
Bei meinen Zellen habe ich gelernt, daß man die blauen axial vorspannen muss, wenn man höhere Lebensdauererwartungen hat !
Ohne Vorspannung sackt die Lebensdauer von 4000 auf 2750 Zyklen ab.
Ohne Vorspannung (without clamp) gibt es Microbewegungen / leichtes Atmen, dies ist schädlich für die erhoffte Lebendauer.
With clamp sehe ich eigentlich nie/selten bei DIY.
Auch hier im Forum gibt es teilweise grauenhafte Bilder ...


Dies gilt wohl so auch für CATL-Zellen guggxd Du (200Ah):

Vorspannung 300kgf das wären knapp 3000N.

Würde mich interessieren, was andere User für Erfahungen mit oder ohne Vorspannung haben ...

Grüße, Erhard

Herbstsonne am 02 Dez 2020 16:45:53

Nochmals zur Vorspannung (clamping):
auch die 280 Ah von Lishen will vorgespannt werden:

Gast am 02 Dez 2020 16:49:13

Hallo Herbstsonne,

dass du so eine chinesische Quatschkurve mit 1/4 Messwerten und 3/4 Interpolation überhaupt verlinken magst. :roll:

Herbstsonne am 02 Dez 2020 17:03:42

pfeffersalz hat geschrieben:Hallo Herbstsonne,

dass du so eine chinesische Quatschkurve mit 1/4 Messwerten und 3/4 Interpolation überhaupt verlinken magst. :roll:


Ja, danke für das große Lob !
Ein Kenner weiß auch beim Pinkeln, wie der weitere Strahlverlauf sein wird...

biauwe am 02 Dez 2020 18:40:04

Herbstsonne hat geschrieben:Hallo farnham, gratuliere zur Bestandsaufnahme !



Grüße, Erhard

Ich bin auch gerade am überlegen, wie ich das Im Womo umsetze.
Ich muß jetzt nur noch meiner Frau erklären, wann die Zeitfenster für die Stromabentnahme sind und wann ich das Handy laden darf.

Gast am 02 Dez 2020 19:04:39

[\Scherzmode]

Habe mal gegoogelt, was Herbstsonne mit der Tabelle zum "clamping during cycle" überhaupt meint:

Clamping = Camping mit:

Geräumige und komfortable Unterkünfte
Eine außergewöhnliche Ausstattung
Eine wunderschöne Lage

Klar, da halten die Batterien viel länger, es gibt bestimmt immer Landstrom. :lol:

[/Scherzmode]

farnham am 02 Dez 2020 19:06:52

Sehr schön - offensichtlich bin ich nicht der einzige der über die Dinger nachdenkt. Ebenfalls interessant, dass die kommerziellen bunten Kisten wohl das Zeug auch verbauen.

Das Thema Clamping ist auch wirklich interessant - obwohl es sicher nicht ganz einfacht wird, den Druck auch wirklich auf die Fläche zu bringen und nicht nur auf die Kanten. Ich habe mir bei meiner Winston dazu auch schon Gedanken gemacht: zwei mit M6-Bolzen verspannte U-Profile (Stahl 20x20) halten zwei 12mm MPX-Platten "in Form". Aber das ist sicher noch zu wabbelig, um wirklich 3000N gleichmäßig auf die Fläche zu verteilen - ich habe jedenfalls nur handwarm vorgespannt.

Auf der anderen Seite: wer braucht wirklich mehr als 1000 Zyklen im Womo? Bei 100 Tagen Nutzung im Jahr (irgendwann in Rente...) sind das 10 Jahre - ich glaub da hab ich andere Sorgen als die Restkapazität des Akkus. Und sollte ich tatsächlich mal auf die Idee kommen, im Womo leben, ist wohl ein Akku alle drei Jahre auch nicht das große Kostenproblem.

Die reinen Pouch-Zellen von A123 sind natürlich ebenfalls eine interessante Sache, aber da habe ich so gar keine Idee, wie man die "anfasst", ohne sie zu zerdrücken. Insofern ist mir die Blechbüchse etwas sympathischer.

biauwe am 02 Dez 2020 19:17:10

farnham hat geschrieben:Auf der anderen Seite: wer braucht wirklich mehr als 1000 Zyklen im Womo? Bei 100 Tagen Nutzung im Jahr (irgendwann in Rente...) sind das 10 Jahre - ich glaub da hab ich andere Sorgen als die Restkapazität des Akkus. Und .... ist wohl ein Akku alle drei Jahre auch nicht das große Kostenproblem.


Der erste Winston-Akku hat jetzt 1385 Nutzungstage hinter sich. Das in 6,5 Jahren. Zyklen?
2020 sind wir bis heute genau 300 Tage unterwegs.
Und es fehlen noch 29 Tage.

Es gibt kein °Kostenproblem°, es geht um Sicherheit.
Ohne Strom im Womo wird es nicht nur dunkel.

farnham am 02 Dez 2020 19:33:15

Das ist natürlich ein anderer Anwendungsfall, als er mir vorschwebt. Wobei man ja recht problemlos zwei Blöcke bauen kann, über die man dann konsequenterweise auch zwei WR und zwei Lader betreiben sollte. Für mich wäre bei Batterieausfall im Zweifel die Reise genauso zu Ende, wie bei Motor- oder Getriebeschaden - da hab ich ja auch keine Redundanz. Zumindest aus dem Modellbaubereich kann ich aber sagen, dass sich das Akkuende im Allgemeinen lange vorher ankündigt (Zelldrift, Innenwiderstand, Blähen). Ok, ist allerdings eine etwas andere Chemie.

Herbstsonne am 02 Dez 2020 19:59:59

pfeffersalz hat geschrieben:... Habe mal gegoogelt, was Herbstsonne mit der Tabelle zum "clamping during cycle" überhaupt meint:
Clamping = Camping mit:
Geräumige und komfortable Unterkünfte
Eine außergewöhnliche Ausstattung
Eine wunderschöne Lage


Ja genau so !
Sei froh, daß du nicht auch noch chinesisch lernen musst...: gelb hebt ja ewig.
Ich kann Dich ja mal beim googeln unterstützen:

Quelle: --> Link

also, alles klar, Güße, Erhard

biauwe am 02 Dez 2020 20:07:48

farnham hat geschrieben:-- wie bei Motor- oder Getriebeschaden -


Nein, ich kann immer noch im Womo wohnen!
Auch vor der Werkstatt ;-)

Herbstsonne am 02 Dez 2020 20:44:32

biauwe hat geschrieben:... Ich bin auch gerade am überlegen, wie ich das Im Womo umsetze.
Ich muß jetzt nur noch meiner Frau erklären, wann die Zeitfenster für die Stromabentnahme sind und wann ich das Handy laden darf.


Hi, Du hast das doch schon perfekt umgesetzt:
- der blaue Müllsack ist Deine Isolierplatte und
- die Verspannung machen die Kabelbinder
Prima !
Aber glaube die Teebeutel-Zellen sind hier OT...

Gast am 02 Dez 2020 20:49:43

Herbstsonne hat geschrieben:... Ich glaube die Teebeutel-Zellen sind hier OT...


Les mal die Überschrift. Das läuft genauso unter Konsorten wie deine Rundzellen. :lol:

fulli1 am 02 Dez 2020 21:10:18

Moin,
ist das jetzt wirklich so einfach: man bestellt sich 4 Zellen und ein BMS, verdrahtet diese, stellt über BT die Parameter ein, und hat dann für knapp 500.- € eine funktionierende LiFePO4 mit 200Ah?

--> Link

--> Link

--> Link

Wo ist der Haken?
Gruß Volker

Acki am 02 Dez 2020 21:36:33

fulli1 hat geschrieben:Moin,
ist das jetzt wirklich so einfach: man bestellt sich 4 Zellen und ein BMS, verdrahtet diese, stellt über BT die Parameter ein, und hat dann für knapp 500.- € eine funktionierende LiFePO4 mit 200Ah?
...


Grob betrachtet: JA

Das Zeug noch etwas austesten …



… und danach sorgfältig und präzise zusammenbauen!

Gast am 02 Dez 2020 21:40:21

Acki, da schaut mein "Laboraufbau" aber ordentlicher aus. :D

Acki am 02 Dez 2020 21:47:32

pfeffersalz hat geschrieben:Acki, da schaut mein "Laboraufbau" aber ordentlicher aus. :D


Pfeffi … zeig her!

Herbstsonne am 03 Dez 2020 00:35:53

farnham hat geschrieben:...
Auf der anderen Seite: wer braucht wirklich mehr als 1000 Zyklen im Womo? Bei 100 Tagen Nutzung im Jahr (irgendwann in Rente...) sind das 10 Jahre - ich glaub da hab ich andere Sorgen als die Restkapazität des Akkus.
...


Na ja, die Zyklenzahl ist ja unter Idealbedingungen 25°C.
Wer hat das schon ?
Es ist doch sicher ein Thema das auf die "Robustheit" einzahlt, wenn die Lebensdauer Zyklenzahl möglichst hoch ist (Winston lässt grüßen).
... und dann ist da ja auch noch die kalendarische Alterung: mit einer robusteren Chemie wird es da ja wohl auch besser.

Ich würde mir selbst die preisgünstigsten Blauen mit 2000 Zyklen nicht kaufen, auch wenn das für viele Anwendungsfälle voll reicht.
Die kommen mit Ladetemp. 0-40° oft auch knapp daher.

Dann gibt es den guten Standard mit 3500-4000 Zyklen bei 80%DOD, oft mit erweiterten Ladetemperaturen -5 - 60°C (klar - dabei reduzierten Strömen).
Glaube das ist schon ganz ordentlich, das habe ich auch bedenkenlos gekauft - auch wenn es hierzu Weltuntergangspropheten gibt.

Interessant ist in meinen Augen der nächste Step:
- Robur wird in der neuen 167Ah "deep cycle"-Zellen einsetzten (keine Ahnung von wem), die diese 3500 Zyklen schon bei 100% DOD bringen sollen. Also weitere Steigerung der Robustheit.
- Was hinter dieser Ansage steckt in --> Link:
zyklus Life≥ 6000 mal (100% DOD bis 80% von initial kapazität bei 0,2 C rate, IEC Standard) ??
Zwar nur bei 0,2C - das sind ja immerhin 60A - das reicht mir vollfett.
Leider habe ich zu dieser Zelle (noch) kein Datenblatt und keinen Blassen bzgl. Hersteller - vielleicht ist das ja wirklich etwas zuviel Advertising ....
Aber irgendwann wird ein Blauer kommen, der das kann !?
- welche Kennwerte wohl die neuen CATL-Zellen haben, die mit 1,8 Mrd Invest demnächst in Thüringen produziert werden ?

Grüße, Erhard

biauwe am 03 Dez 2020 09:44:34

Es gibt wohl mehr als einen Hesteller von Blauen.
Blau selber ist ja wohl noch keine Qualitätsaussage.
--> Link

Gast am 03 Dez 2020 09:50:49

Herbstsonne hat geschrieben:

Ich würde mir selbst die preisgünstigsten Blauen mit 2000 Zyklen nicht kaufen, auch wenn das für viele Anwendungsfälle voll reicht.

Grüße, Erhard



Verwechsle ich dich? Hast du nicht schon die günstigen Blauen in einem Fertigakku gekauft?

athena119 am 03 Dez 2020 09:53:52

Hallo
Ich frage mich ob man so viele Zyklen braucht und ob nicht vorher das kalendarische Lebensalter erreicht ist? Ich bin noch in der Planung, kann deshalb nur spekulieren aber denke, dass ich sehr selten mehr als 50% der Kapazität entnehmen werde. Die grössten Verbraucher laufen bei uns Tagsüber. Wenn die Solaranlage (1000 WP) ordentlich läuft, geht ja nur die Differenz von Solaranlage zu Verbrauchern rein oder raus (aus dem Akku). Nur gezogen wird ausschliesslich Nachts. Man kann sich nun den Verhältnissen anpassen und beispielsweise bei gutem Wetter / voller Sonne den Wassermacher oder die Waschmaschine laufen lassen, geht ein grosser Teil der gewonnen Energie direkt in die Verbraucher und nicht in den Akku.
Also wer von Euch braucht 3000 Zyklen bei 80% DOD und 0,5 oder 1C?
Grüsse
Martin
P.s. ist für ein Boot aber sicher ähnlich wie im Camper

biauwe am 03 Dez 2020 09:59:45

athena119 hat geschrieben:Also wer von Euch braucht 3000 Zyklen bei 80% DOD und 0,5 oder 1C?
Grüsse
Martin


Wie kann ich diese Werte den im Womo nachhalten/Messen?
Wer macht das?

Herbstsonne am 03 Dez 2020 11:12:32

pfeffersalz hat geschrieben:[
...
Verwechsle ich dich? Hast du nicht schon die günstigen Blauen in einem Fertigakku gekauft?


Nein, ich habe mit meinem Robur-Akku Zellen gekauft, mit "gutem Standard": 3500 Zyklen bei Norm-Bedingungen (Lebensdaueransage mit 80% DOD und Restkapa dann 80%).
Die diesbezüglichen Zelldaten habe ich oben schon reingestellt - hat Dir aber nicht gefallen ...: da kann ich leider auch nichts machen. Quelle: --> Link

Die deep-cycle-Zellen(Lebensdauerasage mit 100% DOD) kommen hier rein: --> Link

Hier die prinzipielle Abhängikeit der Zyklenzahl bis 80% der installierten Kapazität vom DOD:

Neben der AGM könnte man jetzt natürlich auch die Y-Zelle reinzeichnen ...

Herbstsonne am 03 Dez 2020 11:34:22

athena119 hat geschrieben:Hallo
Ich frage mich ob man so viele Zyklen braucht und ob nicht vorher das kalendarische Lebensalter erreicht ist?
Grüsse
Martin


... von einer robusteren Chemie profitiert doch die zyklische Alterung und die kalendarische.
Das kann man doch nicht trennen.

Gruß, Erhard

Gast am 03 Dez 2020 11:57:41

Herbstsonne hat geschrieben:
Nein, ich habe mit meinem Robur-Akku Zellen gekauft, mit "gutem Standard": 3500 Zyklen bei Norm-Bedingungen (Lebensdaueransage mit 80% DOD und Restkapa dann 80%).
Die diesbezüglichen Zelldaten habe ich oben schon reingestellt - hat Dir aber nicht gefallen ...: da kann ich leider auch nichts machen.


Hallo Herbstsonne, hast doch deinen Akku schon geöffnet, weil das BMS gar nicht funktioniert ... Sind auf den Zellen tatsächlich die Hersteller-Datamatrixcodes von EVE gelasert? :wink:

ulfertg am 03 Dez 2020 12:42:53

pfeffersalz hat geschrieben:Sind auf den Zellen tatsächlich die Hersteller-Datamatrixcodes von EVE gelasert? :wink:

Verrätst du uns, wo man die Codes prüfen kann?

Gast am 03 Dez 2020 13:06:36

ulfertg hat geschrieben:
Verrätst du uns, wo man die Codes prüfen kann?


Du kaufst dir ein gutes Smartfone oder einen DMC-Scanner und liest den DMC? Siehe: --> Link

ulfertg am 03 Dez 2020 13:10:16

pfeffersalz hat geschrieben:Du kaufst dir ein gutes Smartfone oder einen DMC-Scanner und liest den DMC? Siehe: --> Link


Den Code einzulesen ist keine Prüfung.
Kennst du eine Website o.ä. auf denen die Codes verifiziert werden können?

Gast am 03 Dez 2020 13:13:50

ulfertg hat geschrieben:
Den Code einzulesen ist keine Prüfung.
Kennst du eine Website o.ä. auf denen die Codes verifiziert werden können?


Mach dafür bitte ein eigenes Thema auf. Bevor man nicht weis, ob und welcher Code und vor allem von welchem Hersteller drauf ist, bringt diese Frage keine Ergebnisse.

ulfertg am 03 Dez 2020 13:17:01

pfeffersalz hat geschrieben:Hallo Herbstsonne, hast doch deinen Akku schon geöffnet, weil das BMS gar nicht funktioniert ... Sind auf den Zellen tatsächlich die Hersteller-Datamatrixcodes von EVE gelasert? :wink:

pfeffersalz hat geschrieben:Mach dafür bitte ein eigenes Thema auf. Bevor man nicht weis, ob und welcher Code und vor allem von welchem Hersteller drauf ist, bringt diese Frage keine Ergebnisse.

Meine Frage bezieht sich konkret auf Deine Frage.

Gast am 03 Dez 2020 13:20:30

pfeffersalz hat geschrieben:Hallo Herbstsonne, hast doch deinen Akku schon geöffnet, weil das BMS gar nicht funktioniert ... Sind auf den Zellen tatsächlich die Hersteller-Datamatrixcodes von EVE gelasert? :wink:


ulfertg hat geschrieben:Meine Frage bezieht sich konkret auf Deine Frage.


Und? Hast du die Antwort?

ulfertg am 03 Dez 2020 13:36:03

pfeffersalz hat geschrieben:Und? Hast du die Antwort?


Okay, ich gebe es auf und gehe davon aus, dass Du mit Deiner Frage an Erhardt nur provozieren wolltest.

Schade! Eine Möglichkeit die Codes zu prüfen hätte ich mich gefreut.
Besonders da ja häufiger gemunkelt wird, dass ein Teil der blauen Zellen, die als CATL oder EVE angeboten werden, gar nicht von diesen Herstellern kommt.

Gast am 03 Dez 2020 13:39:58

Jetzt hör mal mit deinen Angriffen auf. Du hast doch selbst einen solchen Robur-Akku. Ich nicht, und ich bin auch nicht dafür verantwortlich deinen Akku aufzuschrauben. Beweg dich, schau selbst nach ob die DMC drauf oder abgekrazt sind und lese die Codes aus.

farnham am 03 Dez 2020 13:42:20

biauwe hat geschrieben:[
Also wer von Euch braucht 3000 Zyklen bei 80% DOD und 0,5 oder 1C?
...
Wie kann ich diese Werte den im Womo nachhalten/Messen?
Wer macht das?

Die DOD kann man relartiv leicht mit einem Blick auf den Plot des Batteriemonitors abschätzen. Im Sommer sind sind bei schönem Wetter in der Tat selten mehr als 20% bei mir. Ist ja auch logisch, niemand wird seine Batterie so auslegen, dass er nur einen Tag damit hinkommt. Kommen mal ein paar Regentage, gibt es auch mal einen tieferen Zyklus, aber zumindest ich fahre dann in der Regel ohnehin weiter. Auch die kalendarische Alterung ist in der Tat ein Thema, insbesondere, wenn der Akku immer im hohen SoC-Bereich ist, was ja häufig der Fall ist. Für mich persönlich ist daher das Haltbarkeitsthema eigentlich zur Zufriedenheit beantwortet, zumindest bei den günstigen Zellen.

Eine Decodierung der Herstellernummern wäre in der Tat spannend, allein die Charge und der Hersteller wären schon eine relativ nützliche Info. Leider habe ich dazu auch keinerlei Infos.

Realtiv unklar ist mir jedoch noch die mechanische Konstruktion. Wie oben geschrieben, wäre etwas Kompression (oder zumindest Raumbegrenzung) hilfreich. Andererseits hadere ich immer noch mit den Metallbechern in hinblich auf langzeitstabile Isolierung unter Vibrationseinfluss. In einem oben verlinkten Youtube-Video waren einige interessante Plastik-Teile zu sehen. Unterm Strich überzeugen sie mich aber auch nur zur Hälfte, da sie mitten ein großes "Luftloch" haben. Schwer zu glauben, dass das Thema noch kein Spritzguss-Chinese für sich entdeckt hat?

ulfertg am 03 Dez 2020 13:56:24

pfeffersalz hat geschrieben:Jetzt hör mal mit deinen Angriffen auf. Du hast doch selbst einen solchen Robur-Akku. Ich nicht, und ich bin auch nicht dafür verantwortlich deinen Akku aufzuschrauben. Beweg dich, schau selbst nach ob die DMC drauf oder abgekrazt sind und lese die Codes aus.

Mir scheint Du hast meine Frage nicht verstanden.
Und es tut mir ehrlich leid, wenn Du etwas von mir geschriebenes als Angriff empfindest. Das war von mir nicht so gemeint.
Aber der Mensch geht natürlich erstmal von sich selber aus.

An alle: Sorry für OT, aber den Vorwurf eines "Angriffs" wollte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Weiter werde ich nicht darauf eingehen.

athena119 am 03 Dez 2020 14:08:21

Bild

biauwe am 03 Dez 2020 14:20:40

farnham hat geschrieben:Die DOD kann man relartiv leicht mit einem Blick auf den Plot des Batteriemonitors abschätzen.


Was machst Du dann, wenn Du den Wert abgelsen hast?

Tinduck am 03 Dez 2020 15:45:50

Herbstsonne hat geschrieben:Hier die prinzipielle Abhängikeit der Zyklenzahl bis 80% der installierten Kapazität vom DOD:

Neben der AGM könnte man jetzt natürlich auch die Y-Zelle reinzeichnen ...


Schöne Darstellung, insbesondere mit der AGM mit drin. Wobei mir deren ca. 300 Zyklen (geschätzt, bei 80% Restkapazität, wo die anderen Geraden enden) ein wenig niedrig vorkommen.

Na ja, die Y würde halt bei 80% DOD da liegen, wo die Blauen bei 65% sind, und die 70%-Kurve würde bei 7000 enden. Schön, dass man da für mehr Geld auch mehr Zyklen bekommt. Ob man die braucht, kann man trefflich diskutieren.

bis denn,

Uwe

MountainBiker am 03 Dez 2020 15:53:04

Hallo,

was passiert eigentlich, wenn das geklebte Überdruckventil bei diesen "blauen" Zellen "aufmacht"?

Bei Zellen mit soliden Kunststoffgehäuse (Calb, Winston, Sinopoly, ...) sind diese Ventile reversibel und verschließen sich durch eine Feder nach dem Entweichen des Überdrucks (im schlimmsten Fall entweicht eine geringe Menge Elektrolyt und die Zelle verliert ggf geringfügig an Kapazität).

biauwe am 03 Dez 2020 15:57:05

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

was passiert eigentlich, wenn das geklebte Überdruckventil bei diesen "blauen" Zellen "aufmacht"?

Dann werde ich sie fachgerecht entsorgen!
Was sonst?

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