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Alle - LiFe Akkus - China BMS mit 2 A Balancerstrom? 1, 2, 3


rolfk am 27 Dez 2020 15:48:15

Im kürzlichen Robur Thread

--> Link nachfolgend,

hat es, im Zusammenhang mit dem Robur BMS, eine gute Diskussion über das Thema gegeben, ob die bekannten 50 mA eines "China-BMS" (von welchen es verschiedene Varianten gibt) ausreichen.

Dabei ging es auch etwas in die Hardware hinein, das BMS hat ein extra IC für die Balancingfunktionen.

--> Link

Und dabei ist mir dann auch eine Idee gekommen...

--> Link

rolfk hat geschrieben:Darüber hinaus habe ich dem Datenblatt entnommen, das die Fets auch als Treiber für Endstufen verwendet werden können. Es dafür heisst, ein leistungsfähiger Transistor für größere Balancerströme.
So als Zusatzplatine, einfach zwischen Balanceranschluss und Akku.

Wer hat Interesse :D ?


.... die nur etwas mäßige Resonanz gefunden hat.

Vielleicht ist es auch nicht richtig verstanden worden:

Die Zusatzplatinen rüsten das OriginalBMS auf Balancerströme von mehreren A auf, obwohl das BMS selbst nur 50 mA abgibt. Und alle BMS Funktionen bleiben erhalten.

Es hat einen ganzen Tag gedauert, bis ich selber gemerkt habe, was ich da geschrieben habe.

Denn wenn so ein Adapter an einem Robur BMS läuft, muss das auch für ein ChinaBMS gehen.
Und wenn man "China"BMS sagt, gilt das (wahrscheinlich) für alle, SZLLT, JBD, Daly, was auch immer, solange es etwa 50 mA Balancerstrom hat!

Und das Beste ist - man könnte es an bereits existierende Akkus nachrüsten....


Seidem habe ich etwas Zeit damit verbracht, die Implikationen einer solchen Schaltung zu durchdenken. Leider geht das nicht einfach analog pro Zelle, es sind die Signale von 5 Leitungen, die Auskunft geben über BalancerStröme für 4 Zellen.
Aber es geht, auch fast ganz analog, und ich habe mindestens 5 verschiedene Schaltungskozepte gefunden, davon 3 ohne Prozessor, also reine Hardware.

Ich bin überzeugt, dass man das bauen kann, dass es vergleichsweise einfach ist, und mit einer ziemlichen Freiheit der Daten, die man hineinbaut.

Aktuelles Denkmodell ist:
- Alle "normalen" Eigenschaften des jeweiligen BMS bleiben erhalten. Im Falle des Balancing bestimmt die Zusatzschaltung nur die Balancingströme, genauer : peppt sie auf.
- Für die Ströme gibt es sinnvolle Grenzen, etwa irgendwo zwischen 1-3 A. Oder 5 A? 10 A ?
- es muss kein passives Balancing sein, aktive Varianten gehen auch.
- Die eigentlichen Leistungsendstufen macht man als 4 Prints, ähnlich den Üblichen, aber ganz andere Schaltung. Prints muss sein, weil der Leistungsteil ganz nah an den Akku heran muss. Bei niedrigen Strömen (bis vielleicht 1 A ?) könnte man auch eine 4 fach-Endstufenplatine mit Drähten an den Akku anschliessen.
- Die Prints werden über ein kleines Steuerteil mit dem Balancerstecker des BMS Verbunden. Alles wird gesteckt, am BMS wird nichts gelötet/geändert/Stillgelegt. Sogar der originale (kleine) Balancerstrom fliesst auch noch durch den Akku.
- die Abschaltung/Steuerung von Lade/Entlade Strom machen nach wie vor die Mosfets des BMS, diesbezüglich bleiben die Eigenschaften und Grenzen des BMS gleich.
- Der Ruhestromverbrauch von neuem Steuerteil und Prints wird minimal, unter 1 mA (gesamt). Eher weniger.

Das eigentlich BMS ist Herr über alle Parameter, nur der Balancerstrom wird verstärkt.

Now what ?

Das ganze wäre also ein BMS, welches alle Eigenschadten des "Basis BMS" hat, nur der Balancerstrom ist höher.

Erste Frage an alle, die ich in diesem Thread stelle, soll sein:

Hilft das was, brauchst das jemand, ändert das die Möglichkeiten für LiFe im Wohnmobil, in der Auswahl von Akku und BMS? Hat jemand interessante Fragen über weitere Eigenschaften ?

Technische Aspekte der Realisierung möchte ich zusammen mit den anwesenden Elektronikexperten in einem getrennten Thread diskutieren.... wenn es genügend Interesse gibt.

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Herbstsonne am 27 Dez 2020 20:58:24

Hi,
die Grundidee ist ja hilfreich.
... aber was wäre der Unterschied zu Zusatzbalancern, die es schon gibt ?

Den 6$-Balancer hier
--> Link
verwenden einige und ich habe ihn auch gestestet.
M.E. hat er aber einen Webfehler (balanced nur benachbarte Zellen miteinander: da kann eine Orgelpfeife mit 395mV Zellspannungsdifferenz entstehen), hat aber gar nicht funktioniert, weil er u.a. oft nicht abgeschaltet und dann beide Zellen runtergezogen hat ...

Aber wie wäre es mit diesem hier
--> Link

Bei 100mV soll er 1 A machen (bei höheren Differenzspannungen bis 3-5A), mit 17$ auch noch "Spielgeld".
M.E. kann man ihn doch genauso mit einer Y-Weiche am Stecker zw. die Balancerkabel und das BMS hängen.
Er wird die Spannungsmessung im BMS m.E. um ca. 30mV verfälschen solange er Vollgas arbeitet - egal.
Habe ihn bestellt und werde testen, sobald er angekommen ist.
Wem der Ruhestom zu groß ist, kann ihn abschaltbar machen, oder ?

rolfk am 27 Dez 2020 21:48:40

Herbstsonne hat geschrieben:Hi,
die Grundidee ist ja hilfreich.
... aber was wäre der Unterschied zu Zusatzbalancern, die es schon gibt ?


Eine Teil des Unterschieds hast du unten erklärt. die Zusatzbalance haben eigene Eigenschaften und Parameter, sie arbeiten eigenständig.... unvorhersehbar.
Be mir gibts nur das BMS mit seinen Einstellungen.

Insgesamt ist das den Print Balancern sehr ähnlich. Es vereinigt das China BMS mit hohem Balancerstrom.

Herbstsonne hat geschrieben:Den 6$-Balancer hier ........

M.E. hat er aber einen Webfehler (balanced nur benachbarte Zellen miteinander: da kann eine Orgelpfeife mit 395mV Zellspannungsdifferenz entstehen), hat aber gar nicht funktioniert, weil er u.a. oft nicht abgeschaltet und dann beide Zellen runtergezogen hat ...

Ich habe selber solche und bin nicht glücklich damit.
Herbstsonne hat geschrieben:
Aber wie wäre es mit diesem hier
--> Link

Kondensatoren statt Spule. Etwas weniger Verluste.

Herbstsonne hat geschrieben:Bei 100mV soll er 1 A machen (bei höheren Differenzspannungen bis 3-5A), mit 17$ auch noch "Spielgeld".

M.E. kann man ihn doch genauso mit einer Y-Weiche am Stecker zw. die Balancerkabel und das BMS hängen.

Klar. gleicher Unterschied. Oben erklärt.

Herbstsonne hat geschrieben:Wem der Ruhestom zu groß ist, kann ihn abschaltbar machen, oder ?

Ein Schalter für eine Pflegefunktion ist nicht sehr automatisch.

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Teemoe am 31 Dez 2020 01:21:09

Interessant ist das Thema, wie ich bisher mitbekommen habe, schon.
Scheinbar gibt es ja einige, die mit den smart BMS zufrieden sind, außer mit dem geringen Balancerstrom. Zusatzplatinen scheinen bei vielen zu funktionieren, bei anderen wieder nicht - die Meinungen gehen weit auseinander.

Gerade die günstigeren Zellen scheinen ja dann auch wieder höhere Abweichungen zwischen den Zellen zu haben. Dort wäre ein ordentliches Balancing meiner Meinung nach noch wichtiger als bei Zellen, die kaum Abweichungen aufweisen.

Natürlich ist das alles eine Sache der Kosten und des Aufwands.

Stocki333 am 31 Dez 2020 09:02:01

rolfk hat geschrieben:Das eigentlich BMS ist Herr über alle Parameter, nur der Balancerstrom wird verstärkt.

Das ist in deinem Konzept der Springende Punkt. Salopp ausgedrückt.
Meine Gedanken dazu:
Eine Zusatzplatine = Treiberplatine wird an die Vorhandene Anschlussbuchse für die Balancerkabel angeschlossen. Der selbe Stecker geht von der Treiberplatine zu den Zellen. Alles andere ist nicht Zielführend. Aber das kann auch ein Elektrisches Nackbatzl einbauen.
Ein für mich ein ganz wichtiger Punkt bei der Auslegung.
Allerdings schrängt die verschiedenen Stecker an den BMS vermutlich die Verfügbarkeit ein. An passenden BMS.
In Frage kämen in erster Linie BMS, die vom User programmierbar sind. Ein BMS unter umständen austauschen, bei den Preisen einer Tankfüllung. Wenns daran scheitert.????
Sollte es zu Verfälschungen, durch die höheren Balancerströme, der Werte kommen, gibt es einen Korrekturfaktor den der User einstellen kann. Bzw. berücksichtig wird.
So hat man ein einfaches System, das jeder, aber auch jeder einbauen kann. Alles andere ist nicht zielführend. Wer kann schon ein Kabel an die teilweise geschweißten Zellverbinder anlöten.
Balancerstrom.
Wenn man berücksichtigt, das Hunderte von Fertigaccu mit den kleinen Strömen klarkommen. Sehe ich einen Strom von 1 A als ausreichend an. Sollte der nicht ausreichen, liegt ein anderes Problem vor.
Allerdings sind die Blauen alle eigentlich noch jungfräulich vom Alter. In der Zukunft könnte das eine Marktlücke sein. Als Selbstbauer würde ich das sofort mitbauen. Das sind aber auch die, die nicht gerade mit 100 Ah das Auslangen finden.
Vielleicht noch ein Gedanke zu den Balancerstrom. Der Strom von 1 A sollte bei einer Spannung von 14.2 - 14,4 sich einstellen. Sollte es zu Debalancing kommen in diesem Maximalbereich, den unsere Ladequellen im Womo standartmäßig liefern. Hier gäbe es dann die Möglichkeit durch Erhöhung der Spg. auf 14. 6 Volt den Ladestom zu erhöhen. Solarregler sind hier erste Anlaufstelle, Hier ist auch die Permanenz nicht vorhanden. Und viele Fabrikate bieten diese Spannungseinstellung an.
So könnten auch bei Fertigaccus oder Günstigen Zellen, dubioser Herkunft, eine Tragfähige Lösung angeboten werden. Auch bei Erweiterungen von 1P4S auf 2P4S mit Zellen unterschiedlichen Alters eine brauchbare Lösung.
Das waren einfach nur ein paar Gedanken zu deiner Idee. Und nur die Überlegung die du damit anstellst. Das ist einen Punkt wert.
Darauf muß man erst mal kommen. Auch wenn es Für und Wieder dafür gibt.
Gruß Franz

athena119 am 31 Dez 2020 09:22:26

Hallo
Es wird immer orakelt, dass die 50mA Balancerstrom des China BMS nicht ausreichend wären, darum werfe ich noch mal die Frage in den Raum:
Hatte hier schon jemand Zelldrift bei neuen initialgeladenen Zellen?
Das JBD BMS scheint prima zu funktionieren aber offenbar ist es zu billig und zu einfach. Ich würde nicht zusätzliche Aktivbalancer installieren, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Nachrüsten kann man immer noch.
Grüsse

MountainBiker am 31 Dez 2020 09:28:59

Hallo,

ein Haken an der Sache:

Wie verhält sich der "onboard Balancer" der China BMS, kennt dieser nur den Zustand ein/aus oder hat dieser ein "geregeltes Verhalten"?

Zum Vergleich - die bekannten EV-Power Balancer:
Bild

oder der von mir erst kürzlich im Starterakku verbaute haben einen "mehr oder weniger" linearen Anstieg des Balancerstroms ab einer gewissen Startspannung, das verhindert ein plötzliches "Absacken" der Ladespannung an der Zelle - bei 50mA ist das nicht unbedingt nötig!

Nur so ein Gedanke!

Gast am 31 Dez 2020 11:26:36

Grundsätzlich finde ich solche Ideen, Analysen und Lösungsansätze ja Klasse, bestehende Akkus und deren Drift in den Griff zu bekommen. Außerdem lerne ich durch mitlesen auch noch etwas dabei. Dennoch stellen sich mir beim Lesen ein paar Fragen:

Warum muß ich anfangen an einem unvollkommenen System "rumzubasteln" (nicht neg. gemeint!) um es zu einem guten System zu machen? Ich könnte doch ein funktionierendes BMS System kaufen und das bestehende ersetzen. Es gibt doch eine ganze Menge fertige Platinen (z.B EV) die ja zu funktionieren scheinen. Wäre das nicht einfacher und für die "Masse" fehlerfreieren einfacher zu handeln? Also für diejenigen, die oft mit OVP Abschaltungen zu tun haben, etwas ändern wollen, aber keine Elektroniker sind.

Eine solche Lösung wäre doch auch für diejenigen sinnvoll, die sich einen Akku aus Teilen selber zusammenbauen wollen.

Vielleicht könnte man den Faden ja um "diese" Komponenten erweitern.

Nur mal so gedacht

Gruß

Namib22 am 31 Dez 2020 11:51:23

Stocki333 hat geschrieben:Eine Zusatzplatine = Treiberplatine wird an die Vorhandene Anschlussbuchse für die Balancerkabel angeschlossen. Der selbe Stecker geht von der Treiberplatine zu den Zellen. Alles andere ist nicht Zielführend.


Das müsste dann ja eine solche Ausführung sein, Balancer-Kablesatz geht zu einem aktiven Balancer-Modul und von dort an die jeweiligen Zellen, oder irre ich ?


rolfk am 31 Dez 2020 11:51:42

At MB, ich bin mir ziemlich sicher, dass die 50 mA in aller Regel reines Schaltverhalten haben. Ein einfacher Blick auf die SMD Platinen zeigt einen Transistor und den typischen Widerstand, der auf die Zelle aufgeschaltet wird. Robur ist nur etwas anders, hab ich schon beschrieben.
Ich nehme an, dass du mit deiner Frage auf mögliche Regelschwingungen abzielst, die ja beim reinen Schalten über Innenwiderstand oder Totzeit entstehen können.
Ich gehe davon aus, dass das beherrschbar ist, wenn man alle Möglichkeiten ausnutzt. Z.b. wird meine Schaltung faktisch einen 4 Draht Anschluss machen, was schonmal zusätzliche Spannungsabfall verringert. Ausserdem sehe ich die Akkus als so niederohmig an, dass die wegen einem A nicht so heftig einbrechen werden. Die Schaltschwelle zwischen Zellen, ab der der Balancer einsetzt, ist ja in den China BMS einstellbar, ebenso die Spannung, ab der das geschehen soll. Vernünftige Einstellungen wären, aus Akkusicht, 3,45 V Schwelle und 20 mV. Das ist, soweit ich weiss, eine andere Denkweise als bei den Prints, die du erwähnst.
Was ich nicht genau weiss ist, ob die für die Spannungsmessung den Balancerstrom kurz abschalten, so wie das Robur ic das tut. Dann wäre es garkein Problem.
Und wenn es, in einem Übergangsbereich etwas pendelt, wäre es auch nur ein Zweipunkt Regler.
Zusammenfassung, ich verstehe das Problem, ich denke es ist keines.

MountainBiker am 31 Dez 2020 12:05:44

Hallo rolfk,

das trifft es nicht ganz. In der Regel findet das Balancing am Ende der Konstantstromphase bzw. in der Konstantspannungsphase des Ladevorgangs statt. Hier sinkt der Ladestrom in Form einer e-Funktion sehr schnell ab und nähert sich ganz langsam gegen Null A (der dynamische Innenwiderstand der Zelle geht gegen unendlich). Wird in dieser Phase, in der der Ladestrom ungefähr dem Balancerstrom entspricht, "hart" zwischen 0 und full Load geschaltet, dann beeinflußt dies im merklichen die Cellspannung und die Balancer fangen an wild hin- und herzuschalten - dies ist kontraproduktiv.

rolfk am 31 Dez 2020 13:04:22

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe.
Das Ladegerät geht von CC in CV.
Danach sinkt der Strom, weil die EMV steigt. Nicht notwendigerweise weil der Innenwiderstand des Akkus steigt.
Und "Unendlich" kann ich mir auch nicht vorstellen.

Ich würde das auch den statischen und nicht den dynamischen Innenwiderstand nennen. Selbst wenn es ein paar Hertz wären. Und schnelleres wird die Software verhindern.

Bleibt allerdings, ich weiss nicht sicher, ob der Innenwiderstand im Bereich des Spannungsanstiegs so klein bleibt. Gemessen habe ich bei 3,5 V, da schätze ich für einen 100 Ah Akku, eine Zelle, 2 mV für ein A, also 2 mOhm. Das wäre mir klein genug.
Ich bin sicher, dass in der Software der Chinas eine Funktion drin ist, mit sowas umzugehen. Die typisch dünnen Drähte der Balancer werden auch bei 50 mA Spannungsabfall haben.
Aber ich werde dazu messen.

MountainBiker am 31 Dez 2020 13:59:53

Hallo,

Du Kannst die Zelle im Bereich des nahezu geladenen Zustandes als Kondensator betrachten, Du baust ein RC-Glied auf das über eine Konstantstromquelle gespeist wird, wo ein Parallelwiderstand aufgeschaltet und weggeschaltet wird. Über die Zeitkonstante verzögert folgt die Zellspannung - beim Erreichen der Ausschaltschwelle des Balancers erfolgt ein wegschalten, beim Erreichen der Einschaltschwelle des Balancers erfolgt wieder ein Aufschalten usw.

Du bekommst keinen stabilen Arbeitspunkt, weil es nur 2 Zustände gibt. Bei einem linearen Verhalten des Balancers wird sich dieser in einem stabilen (wenn auch veränderbaren über die Zeit abhängig vom Ladezustand) in einem Arbeitspunkt halten.

rolfk am 31 Dez 2020 16:24:49

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,
Du Kannst die Zelle im Bereich des nahezu geladenen Zustandes als Kondensator betrachten,

Ich nehme an, dass das eine Analogie sein soll. Und ich bin mit der Betrachtungsweise nicht einverstanden.
Ein Kondensator hätte einen niedrigen Innenwiderstand, die Ladung wäre von der Kapazität abhängig, die muss nicht klein sein.

Der Bereich von 3,5 bis 3,6 V hat bei 100 Ah Zelle etwa 1 Ah, heisst dass es mit 1 A eine Stunde dauert, diesen Spannungshub zu überstreichen. 10 mV also in 6 Minuten.
Also kann ein dI von 1 A nicht zu einem schnellen Wechsel führen.....

MountainBiker hat geschrieben:Du baust ein RC-Glied auf das über eine Konstantstromquelle gespeist wird, wo ein Parallelwiderstand aufgeschaltet und weggeschaltet wird.

MountainBiker hat geschrieben:Über die Zeitkonstante verzögert folgt die Zellspannung - beim Erreichen der Ausschaltschwelle des Balancers erfolgt ein wegschalten, beim Erreichen der Einschaltschwelle des Balancers erfolgt wieder ein Aufschalten usw.


Der Vorgang ist im Prinzip richtig. Frage ist, welche Zeitkonstante drin steckt. Siehe oben.

MountainBiker hat geschrieben:Du bekommst keinen stabilen Arbeitspunkt, weil es nur 2 Zustände gibt.

Das ist richtig, und ich sehe kein Problem darin. Ein Solar MPP (PWM) Regler arbeitet genauso. Da störts auch niemanden.

MountainBiker hat geschrieben:Bei einem linearen Verhalten des Balancers wird sich dieser in einem stabilen (wenn auch veränderbaren über die Zeit abhängig vom Ladezustand) in einem Arbeitspunkt halten.


Auch vollkommen richtig. Aber warum muss das "Stabil" sein? Wenn da eine Zeitkonstante bzw Frequenz drin ist wie oben gesagt, was stört dich daran ?

Davon abgesehen ist es noch garnicht klar, ob man die Chinesen in der Betriebsart "charge" betreiben sollte, ich finde "Static" immer noch besser.

rolfk am 31 Dez 2020 16:26:29

Stocki333 hat geschrieben:Eine Zusatzplatine = Treiberplatine wird an die Vorhandene Anschlussbuchse für die Balancerkabel angeschlossen. Der selbe Stecker geht von der Treiberplatine zu den Zellen. Alles andere ist nicht Zielführend.

Namib22 hat geschrieben:Das müsste dann ja eine solche Ausführung sein, Balancer-Kablesatz geht zu einem aktiven Balancer-Modul und von dort an die jeweiligen Zellen, oder irre ich ?


Richtig.

rolfk am 31 Dez 2020 19:13:23

bigben24 hat geschrieben:
Warum muß ich anfangen an einem unvollkommenen System "rumzubasteln" (nicht neg. gemeint!) um es zu einem guten System zu machen?

Weil es anscheinend kein allgemein anerkannt gutes System gibt.

Den Printversionen mangelt es idr an Funktionalität. Da gibts balancing mit hohem Strom, vielleicht auch noch OV Überwachung. Temperaturüberwachung, Überstromabschaltung, ..... Fehlanzeige.
Dann gibt es die Daly-Klasse. Hohe Lastströme, viele Überwachungen, aber nur 50 mA Balancerstrom.
Dann gibts JBD und SZLLT Pedelec Abkömmlinge, Großserienprodukte mit allem Parametercomfort, etwas niedrigere Lastströme, aber wieder nur 50 mA Balancerstrom.

Und zwischen diesen Möglichkeite basteln alle rum. Den Pedelecs wird aktuell gerade gerne einer dieser kleinen Aktiven Balancer beigepackt.
Ob die, und welche, aber wie gut balancen, da scheiden sich gerade die Geister.
Und grundsätzlich habe ich das Problem damit, das die (wahrscheinlich) aus der LiIon Umgebung kommen, wo man es mit schönen Spannungsunterschieden der Zellen zu tun hat. Ich schätze, das die Dinger bei 30 mV Spannungsdifferenz balancen sollen (wollen) von 3,0 V bis 3,6 V, was für LiFexx nicht gerade die beste Idee ist (Weil top- und Bottom-Balancing durcheinander gerät).
Und die Parameter sind fest, nicht einstellbar.

Da setzt meine Idee an - ein Balancerzusatz für die Daly/JBD/SZLLT Pedelecklasse, die sich den Betriebsparametern des BMS unterordnet, statt ein egenes "Stromsüppchen" zu veranstalten.
bigben24 hat geschrieben:Ich könnte doch ein funktionierendes BMS System kaufen und das bestehende ersetzen. Es gibt doch eine ganze Menge fertige Platinen (z.B EV) die ja zu funktionieren scheinen.

Funktionieren tun die. Aber eben nicht im Sinne eines BMS, das sich um ALLE Aspekte eines LiFe kümmert, die zu beachten sind. Untertemperatur Ladestrom, beispielsweise.

bigben24 hat geschrieben: Wäre das nicht einfacher und für die "Masse" fehlerfreieren einfacher zu handeln? Also für diejenigen, die oft mit OVP Abschaltungen zu tun haben, etwas ändern wollen, aber keine Elektroniker sind.

Na, die jetzigen modulartigen Lösungen sind nicht gerade massengeeignet... :mrgreen:
Sonst würde wir hir nicht einen ganzen Bereich mit Diskussionen darüber füllen.

bigben24 hat geschrieben:Eine solche Lösung wäre doch auch für diejenigen sinnvoll, die sich einen Akku aus Teilen selber zusammenbauen wollen.

Vielleicht könnte man den Faden ja um "diese" Komponenten erweitern.


Wenn sowas fertig wäre, kommt das automatisch.
Momentan ist es eine neue Idee, die ich noch nie gesehen habe. Sie ist mir bei der Beschäftigung mit meinen stationären Akkus gekommen, wärend ich mit unserem Freund Hans diskutiert habe (Chapeau, Hans).

Ich brauche das eigentlich nicht, aber ich habe gedacht, hier gäbe es Interessenten.

Mal sehen.

rolfk am 31 Dez 2020 19:24:52

athena119 hat geschrieben:Hallo
Es wird immer orakelt, dass die 50mA Balancerstrom des China BMS nicht ausreichend wären,

Ich war bisher der Meinung, dass die reichen, wenn die Akkukapazität nicht arg zu hoch ist. Ein Mitstreiter hier hat mir aber auch Betriebsbedingungen genannt, bei denen das echt eng würde.
Seidem bin ich dabei, mit einem Testakku, der hier rumliegt, endlich mal zu bestimmen, was so an Balancerleistung notwendig ist. Der Akku hat hart geareitet und ist eher am Ende einer LiFexx Lebensdauer, deswegen würde das mal Eckwerte ergeben, mit denen man arbeiten kann.
Gerade betimme ich Selbstentladungsraten bei 3,5 V, ich werde das bei 3,45 V und bei 3,6 V wiederholen, und ich habe auch schon eine Idee, wie man das bei 3,37 V, gemeint sind ca 98 % SOC, machen kann.
Vorschläge sind willkommen.

Als allererstes Ergebnis, noch nicht statistisch abgesichert, habe ich hochgerechnet auf 100 Ah Zellen etwa 4 mAh Differenz zwischen den Zellen in 10 Tagen, bei einem Maximum von 8 mAh/10d. Bin gerade dabei, das zu wiederholen.

Tinduck am 01 Jan 2021 11:27:20

rolfk hat geschrieben:Den Printversionen mangelt es idr an Funktionalität. Da gibts balancing mit hohem Strom, vielleicht auch noch OV Überwachung. Temperaturüberwachung, Überstromabschaltung, ..... Fehlanzeige.


Nicht ganz, das kommt ja darauf an, wie man sie verbaut.

In die Überwachungsschleife der EV-Prints zum Abschaltrelais kann man alles reinbauen, was die Schleife bei Eintreten einer beliebigen Bedingung unterbricht. Bei den Winston-Bausätzen werden da üblicherweise Temperatursensoren eingesetzt, die bei Übertempertur unterbrechen. Über- und Unterspannung überwachen die Prints selber (pro Zelle).
Da das eine Daisy Chain ist, könnte man genausogut statt drei gleicher Temperatursensoren einen für Übertemperatur (Schaltpunkt 60 Grad oder so) und einen für Untertemperatur (Schaltpunkt 0 Grad) und noch mehrere andere Schaltglieder (Überstrom? Allerdings dann etwas komplexer) integrieren. Macht für Winstons keinen Sinn, aber für blaue Becher schon. Zumindest, wenn man kein hochintegriertes BMS verwenden will.

bis denn,

Uwe

athena119 am 01 Jan 2021 11:32:59

rolfk hat geschrieben:Der Akku hat hart geareitet und ist eher am Ende einer LiFexx Lebensdauer,


Dann sind aktive Balancer sicher sinnvoll. Wie alt sind denn die Akku's?

Ich habe schon einige Berichte über Probleme mit Zelldrift gelesen. Die Ursache war jedes Mal fehlende Initialladung oder ein Kontaktproblem z.B. zwischen den Zellen. Auf meine Frage ob hier schon mal jemand Probleme mit neuen (initialgeladenen) Zellen hatte, bekam ich bisher keine Antwort, heisst also niemand... ?
Wenn man etwas istalliert, was nicht nötig ist, erhöht man damit eher das Risiko - also KISS :wink:
hier: --> Link hat ein Balancerboard einen 8 Jahre alten Akku gekillt, allerdings passierte das weil er lange nicht genutzt wurde

rolfk am 01 Jan 2021 20:29:59

rolfk hat geschrieben:Der Akku hat hart geareitet und ist eher am Ende einer LiFexx Lebensdauer,

athena119 hat geschrieben:Dann sind aktive Balancer sicher sinnvoll. Wie alt sind denn die Akku's?

Keine Ahnung. Ein geschenkter 24 V Akkupack, 8s3P, Rundzellen chinesisch bedruckt.

athena119 hat geschrieben:Ich habe schon einige Berichte über Probleme mit Zelldrift gelesen. Die Ursache war jedes Mal fehlende Initialladung oder ein Kontaktproblem z.B. zwischen den Zellen.

Ich kenne keinen Fall, wo Drift mit Kontaktproblemen verknüpft war.

athena119 hat geschrieben:Auf meine Frage ob hier schon mal jemand Probleme mit neuen (initialgeladenen) Zellen hatte, bekam ich bisher keine Antwort, heisst also niemand... ?
Wenn man etwas istalliert, was nicht nötig ist, erhöht man damit eher das Risiko - also KISS :wink:

Alle haben Riesenangst vor Drift, keiner weiss, wieviel im Normalbetrieb wirklich entsteht.

rolfk am 11 Jan 2021 10:26:20

Ich habe die Möglichkeiten durchgespielt, aus den 50 mA Strömen der Balancerschnittstelle weitere Treiberstufen azusteuern.

Dabei sind der Roburfall und die üblichen Xioxiang erstmal unterschiedlich. Das Robur-IC steuert niemals mehrere Stufen an, die beieinander liegen. Das würde zu höheren Strömen führen, dagher ist es ausgeschlossen. Die Xioxiang(JBD) Balancer könnten nebeneinander laufen, möglicherweise ist es aber auch durc Software ausgeschlossen. Ist auch egal, die Treiberschaltung soll mit allem umgehen können.

Die Entschlüsselung der Ströme aus den 5 Leitungen auf 4 Balancerstufen war nicht so ganz einfach. Auf den ersten Blick ist es tricky, auf den zweiten Blick führt es in die Theorie der trinären Logik. Da ich dazu keine Lust hatte, habe ich es mit einem Zen-Ansatz versucht.

Die dritte Variante hat funktioniert, ich habe eine Dekoderschaltung auf Basis von CMos Gattern gefunden. Dazu gehören dann 5 Operatiosverstärker (für die Stromerkennung). Der Ausgang ist dann das Steuersignal für die 4 Balancerendstufen, wahlweisse passiv oder aktiv.

Zusammenfassung, das geht.

rolfk am 22 Jan 2021 13:02:09

Update, ich habe mal beiläufig nach dem Balancerstrom bei Xiao BMS geschaut. Auch diese haben einen pulsierenden Strom, der mit höchter Wahrscheinlichkeit deswegen gepulst wird, um in den Strompausen die Spannung zu messen.

Das ist deswegen gut, weil das dann auch, wie beim Robur BMS, mit der Idee Treiberstufe funktioniert.

Des weiteren habe ich Ansätze, wie man sogar um die 5 Operationsverstärker herumkommen kann. Das mus ich noch genauer anschauen.

Energiemacher am 22 Jan 2021 13:04:15

rolfk hat geschrieben:Das mus ich noch genauer anschauen.


Bin neugierig was da am Ende heraus kommt und verfolge den Thread gespannt.

Grüße

rolfk am 22 Jan 2021 13:17:47

Energiemacher hat geschrieben:Bin neugierig was da am Ende heraus kommt und verfolge den Thread gespannt.
Grüße

Für mich hat das jetzt 95 % Erfolgschance.

btw, BMS-Interessierte sollten auch mal in mein Blog schauen.

fschuen am 22 Jan 2021 14:21:25

rolfk hat geschrieben:Weil es anscheinend kein allgemein anerkannt gutes System gibt.


Einspruch, eurer Ehren (dem du vermutlich wiederum widersprechen wirst, mit vermutlich guten Gründen - ich mag ja, wie du denkst). Ich glaube, es gibt reichlich gute Systeme, das Problem ist eher, dass die Anforderungen der Nutzer verschieden sind. Und dass es deshalb unterschiedlich ist, was als gut anerkannt wird. Und wenn ich den Satz jetzt so lese, dann stimmt er wieder, und ich bin gespannt, wie du mir widersprechen willst, wenn ich das selber schon mache :D

Wer mit seinem BMS zufrieden ist und einfach nur den Balancerstrom erhöhen möchte, kann einfach einen der kleinen aktiven Balancer parallelschalten - als "Zusatzplatine", einfach, günstig und funktioniert. Nötig ist es aber nicht. Zelldrift tritt kaum auf, und die superbilligen Passivbalancer im BMS fangen das bisschen locker auf. Sorgfältiges Anpassen des Ladezustands (initialisieren) ist auch bei hohen Balancerströmen nötig, und einmal initialisiert, braucht man sie nicht mehr. Aus zwei Gründen ist mir persönlich ein ordentlicher Balancerstrom aber wichtig:

Erstens sind die einfachen passiven Balancer mit geringen Strömen wenig belastbar, sie brennen also leicht durch. Theoretisch kann ein defekter Balancer die Zelle leersaugen, der Normalfall ist aber, dass er fortan einfach gar nichts mehr macht. Das doofe daran: man merkt es nicht, bzw. nur durch messen. Der zweite Grund ist der, dass die Balancer wichtiger werden, wenn man das BMS weglässt - weil man nicht möchte, dass einem selbst, jemand anders oder dem Generator die Batterie weggeschaltet wird aufgrund von Wetterlage, Befindlichkeitsstörungen oder böswillig verstellten Parametern. Da schützt der aktive Balancer vor Tiefentladung einer Zelle, und ein passiver kann Überspannung wegbraten. Und beides hat man, wenn man aktive und passive Balancer parallel verbaut.

Haken: seit meine Quelle bei ebay für die schönen dreifuffzig-Balancer für Einzelzellen weggebrochen ist, tu ich mich schwer, welche zu finden. Sie werden bei Starterbatterie-Hybridsystemen aber explizit empfohlen, vermutlich wegen Spannungsspitzen der Lima, und heissen dort "Lastmodul". Bei Ali hab ich noch was auftreiben können: --> Link Die üblichen Verdächtigen im Inland (itecc und so) haben wohl auch noch welche. Dennoch: Hinweise auf nützliche Quellen nehme ich gern entgegen.

Gruss Manfred

rolfk am 22 Jan 2021 16:53:31

fschuen hat geschrieben:Wer mit seinem BMS zufrieden ist und einfach nur den Balancerstrom erhöhen möchte, kann einfach einen der kleinen aktiven Balancer parallelschalten - als "Zusatzplatine", einfach, günstig und funktioniert.

Mal so, mal so. Die Berichte der User sind unterschiedlich.

Ausserdem möchte ich, etwas voreilig, noch weiteres Salz in diese Wunde schütten.

Die bisherigen Simpelmessungen zum Thema Drift und Selbstentladung (in meinem Blog) zeigen, dass das Eigenleben selbst von 100 Ah Zellen bezüglich Selbstentladunf et.al. bei (wahrscheinlich) deutlich unter einem mA liegt.
Alles, was man anschliesst, und mehr als das zieht, übernimmt die Kontrolle des Verhaltens signifikant.

Das heisst: Wenn "Prints" oder kleine aktive Bal. die Zellen nur um wenige 100 mueA unterschiedlich belasten, dann erzeugen sie eine Drift, größer als das, was der Akku vielleicht selber macht. Und machen sich auch hoffentlich daran, diese Drift wieder zu beseitigen.....
Insofern muss man den "reinen" 50mA Balancern zugestehen, dass sie selber wenigstens nix schlimmeres erzeugen, als das was der Akku selber macht.
fschuen hat geschrieben:Aus zwei Gründen ist mir persönlich ein ordentlicher Balancerstrom aber wichtig:

Erstens sind die einfachen passiven Balancer mit geringen Strömen wenig belastbar, sie brennen also leicht durch.

Das habe ich noch NIE gesehen. Wie soll das bei nur 200 mW eigentlich geschehen ?

fschuen hat geschrieben:Theoretisch kann ein defekter Balancer die Zelle leersaugen, der Normalfall ist aber, dass er fortan einfach gar nichts mehr macht.

Leider kann sogar ein heiler Balancer das tun: Ruhestrom. Siehe oben. 5 mA ? Selbstentladung verzwanzigfacht.

fschuen hat geschrieben:Haken: seit meine Quelle bei ebay für die schönen dreifuffzig-Balancer für Einzelzellen weggebrochen ist, tu ich mich schwer, welche zu finden.......Bei Ali hab ich noch was auftreiben können: --> Link

Ich habe die auch gesehen, alle weg ?

fschuen hat geschrieben:Die üblichen Verdächtigen im Inland (itecc und so) haben wohl auch noch welche. Dennoch: Hinweise auf nützliche Quellen nehme ich gern entgegen.

Selber bauen, das kann ja kein Geheimnis sein.

MountainBiker am 22 Jan 2021 18:07:21

Hallo rolfk,

Leider kann sogar ein heiler Balancer das tun: Ruhestrom. Siehe oben. 5 mA ?


beruht dies auf eine Messung? Was ist das für ein Design?

Du weißt ja aus meinem Thread "simples BMS" das ich einen Protoypen derzeit aufbaue, auch mit eigenen Balancern. Die verwendeten Chips sind zwar nicht billig, aber diese weisen einen Eigenbedarf von wenigen mikro Ampere auf - dafür sind diese low Power Comparatoren mit interner Referenz eigentlich gedacht!

jokerFG am 22 Jan 2021 18:11:22

Bezogen auf diesen Beitrag --> Link und den tollen nachfolgenden... hier meine bescheidene Erfahrungen. Bitte, ich weiß wie R,U und I zusammenhängen, kann mit meinen Kenntnissen V und A messen (ab morgen vielleicht auch mA), aber in Sachen Elektronik hört es auf. Einen Chip könnte ich noch vielleicht noch flashen und ein vorhandenes Programm abändern, anpassen. Das war's dann schon.

Zu den Erfahrungen mit den Blancern...



Arbeitet nach den Vorgaben, gleicht die Zellen aus. Zelle 1-2, 2-3, 3-4. Ausgleich zwischen 1-4 findet nicht statt. Da ich von diesen Balncern mehrere bekommen habe, stelle ich fest das sie unterschiedlich arbeiten und einsetzen. Ausgleich 3-4 findet fast immer zum Schluß statt. (3 Stück von 5 Balancen) zwei davon arbeiten gleich mit 3-4 und 1-2 (Hatte Zellen 1 und 4 höher aufgeladen) Nachdem die Arbeit verrichtet ist, gehen sie in Ruhestellung. Zellen sind ausgeglichen und verlieren in 24h keine nennenswerte Spannung.

Zu diesen Balancer .... --> Link

Ich habe den 3/4S von Hektec V1,7. Angeschlossen leuchtet die rückseitige LED auf und es beginnt der Ausgleich. Geht bis zu 1mV! Wenn man diesen noch länger arbeiten lässt und ihn dann absteckt, bleiben die Zellen bei diesem Wert. Aber, wenn ständig an den Zellen, geht die LED nicht aus und die Zellen verlieren bis zu 0,04V pro 24h. In einem Video hatte ich gesehen, das die LED nach dem balancieren ebenfalls nicht ausgeht. Für das Abstellen des Womo's ohne Abschalten wohl eher ungeeignet. Oder man zieht ihn ab :-), wenn man es nicht vergisst...

Es gibt noch eine Version (ich meine aber die 4S Variante) Link zum eBay Artikel



Die Versionsnummer ist niedriger. Hier steht aber in der Beschreibung: LED an, Balancer arbeitet - LED aus, Balancer im Ruhemodus - LED blinkt, Zelle oder Elektronik kaputt. Diesen habe ich mir mal noch zum Spielen bestellt. Dauert also noch etwas. Falles es etwas zum Thema beigetragen hat, dann ist es gut. Wenn nicht, einfach ignorieren!

rolfk am 22 Jan 2021 19:48:11

MountainBiker hat geschrieben:Hallo rolfk,

Leider kann sogar ein heiler Balancer das tun: Ruhestrom. Siehe oben. 5 mA ?

MountainBiker hat geschrieben:beruht dies auf eine Messung? Was ist das für ein Design?

Nein, keine Messung. die Zahl soll als Beispiel dienen, deswegen das Fragezeichen dahinter. Hängt ja auch vom Einzelfall ab. Ich erinnere mich dunkel, sowas ähnliches von Prints gelesen zu haben. Aber selbst da gibt es sicher verschiedene.

Mir gehts darum, dass jeder sich für seinen der unendlich vielen Möglichkeiten überlegt, was er diesbezüglich hat und was das bedeuten könnte. Speziell im Falle der aktuell so beliebten kleinen Aktiven. Siehe Jokers Post nach Deiner.

MountainBiker hat geschrieben:Du weißt ja aus meinem Thread "simples BMS" das ich einen Protoypen derzeit aufbaue, auch mit eigenen Balancern.

Selbstverständlich. Ich hatte dir die N-Fets angedient, wenn ich mich recht erinnere. Und du hast das imho SEHR sauber umgesetzt.

MountainBiker hat geschrieben:Die verwendeten Chips sind zwar nicht billig, aber diese weisen einen Eigenbedarf von wenigen mikro Ampere auf - dafür sind diese low Power Comparatoren mit interner Referenz eigentlich gedacht!

Gerade nochmal nachgeschaut. Verstellbar hast du die Spannungen gemacht, aber das ist imho kritisierbar.
Gerade werden hier (von anderen) wieder die LiIon Akkus "runtergemacht", punkto Sicherheit.

Unter Sicherheitsaspekt (bzw. Lebensdauer) sind (Elektrolyt)Kondensatoren die übelsten Kandidaten, an zweiter Stelle kommen die Potis, speziell bei wechselnden Temperaturen und Feuchtegraden. Denk an die alten Radiopotis - die kratzen immer. Ich würde auf der Platine (du machst doch SMD ?) noch Leerfelder für Widerstände unterbringen, um die Potis auszumessen und durch Festwiderstände zu ersetzen.
Ansonsten finde ich deinen Ansatz gut, ist zwar nicht meiner :mrgreen: , aber für Verwender von großen Kapazitäten und Prints ein signifikanter Fortschritt.

rolfk am 22 Jan 2021 19:55:14

at Joker,
Der erste Balancer ist von einer Sorte, die möglicherweise nur geringen Ruhestrom hat. Ich habe einen ähnlichen in 7s, aber noch nicht untersucht.
Einen anderen, den ich habe, ohne LED und größer, habe ich leider falschrum angesteckt. Hält nix mehr aus, das Zeuch. :mrgreen:
4 ICs hats verrissen, die verbleibenden musste ich umlöten zu einem 3er für 4s. Test steht auch noch aus.

Der zweite Balancer, den du erwähnst, ist ja ein kapazitiver. Nach deiner Anleitung sieht es aus, als ob sie nicht abschalten, ichhätte sonst einen Ruhestrom vermutet.
Oder du musst mal dickere kürzere Leitungen versuchen, nicht dass der sich an dem Spannungsverlust auf Draht verschluckt.

MountainBiker am 22 Jan 2021 20:07:07

Hallo,

ja das mit der Lebensdauer der Elkos ist mir schon bewußt, daher habe ich im Prototypen bei den Balancern Folienkondensatoren eingesetzt und im Controller auschließlich "low ESR" mit 3000hbei 105Grad C! Der Poti ist in der Tat ein Schwachpunkt aber der Justierbarkeit geschuldet ist, nach dem Einstellen wird dieser vor Feuchtigkeit geschützt.

Die Frage ist aber in Richtung China BMS - welche Chips sind verbaut - ein sehr guter Wert wäre wie beim meinen Design - Ultralow Quiescent Current: 2.1μA Typ (LTC1440) - Der Balancer im Ruhemodus gesamt nur 100μA!

rolfk am 22 Jan 2021 20:11:04

Meine China Xioxiang 7s Fahrräder gehen auf einen Ruhestrom von 2-300 mueA runter, wenn ich mich recht erinnere. Kann ich nochmal messen.
Wenn man mit der App verbindet, dann sind es 5 mA, die gehen hauptsächlich ins BT Modul.

rolfk am 25 Jan 2021 11:35:19

Wenn ich so über das Thema dieses Threads nachdenke, ist der "geringe" Balancerstrom wohl einer von 2 Gründen, warum man bei 12 V LiFexx andere Lösungen vorzieht, statt die sehr detaillierten Parameterisierungen und Schutzfunktionen der Pedelecabkömmlinge zu benutzen.

Der andere ist der Strom. Es gibt zwar die Dalys und die JBDs, aber es gibt ja einige, denen das nicht reicht. Dazu ist mir gestern beiläufig eingefallen, dass man mit einem einfachen 20 A Pedelec BMS, und den beliebten mechanischen 500 A Relais ja auch zusammen bauen kann. Der Ausgang des BMS treibt nicht die Lasten direkt, sondern nur die Schaltung des Hauptrelais...

Würde bedeuten, dass man das besten aus allen Welten kombiniert hat.... was sagen unsere Hochstromjunkies dazu ?

MountainBiker am 25 Jan 2021 11:45:51

Hallo,

Würde bedeuten, dass man das besten aus allen Welten kombiniert hat


Ich würde eher dazu neigen, dies als Kombination aller schlechten Eigenschaften zu bezeichnen - den geringen Balancerstrom und fehlende Redundanz mit dem Problemen eines mechanischen Relais und dessen Ansteuerung (bistabiler Treiber)!

Ist aber lediglich meine Meinung dazu!

rolfk am 25 Jan 2021 12:37:09

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,
Ich würde eher dazu neigen, dies als Kombination aller schlechten Eigenschaften zu bezeichnen - den geringen Balancerstrom und fehlende Redundanz mit dem Problemen eines mechanischen Relais und dessen Ansteuerung (bistabiler Treiber)!

Ist aber lediglich meine Meinung dazu!


Na, ich denke dass manche den Solid state Relais für den Hauptstromkreis nicht trauen.... Und den Balancerstrom macht der Treiber, den ich vorgeschlagen habe. Mit allen Wahlmöglichkeiten, Strom, aktiv/Passiv, ......

fschuen am 25 Jan 2021 12:41:51

rolfk hat geschrieben:Würde bedeuten, dass man das besten aus allen Welten kombiniert hat....


Für mich sieht die Kombination der besten aller Welten - wenn man denn unbedingt ein BMS nutzen möchte - so aus:



Gruss Manfred

rolfk am 25 Jan 2021 14:23:15

Aber vergiss nicht, den WR auszuschalten, wenn du ihn nicht brauchst. :mrgreen:

fschuen am 25 Jan 2021 14:54:27

rolfk hat geschrieben:Aber vergiss nicht, den WR auszuschalten... :mrgreen:


Selbst der billigste China-WR schaltet bei Unterspannung von selber ab. Und warum ich im selben Strang UVP zweimal brauchen soll, hab ich noch nie verstanden. Genauso wenig scheint mir ein OVP-Schutz bei einem reinen Verbraucher sinnvoll. Die Schutzwirkung ist die gleiche wie mit einem Hochstrom-BMS, ist aber viel billiger und hat weniger Verluste (und vermutlich auch eine höhere Lebensdauer). Kann natürlich jeder bauen, wie er mag.

Gruss Manfred

thomker am 27 Jan 2021 16:05:21

Moin zusammen,

jokerFG hat geschrieben:Arbeitet nach den Vorgaben, gleicht die Zellen aus. Zelle 1-2, 2-3, 3-4. Ausgleich zwischen 1-4 findet nicht statt. Da ich von diesen Balncern mehrere bekommen habe, stelle ich fest das sie unterschiedlich arbeiten und einsetzen....

Das ist ein Foto von meinem Teil...

Ich bin weder Elektriker noch Elektroniker, kann aber obige Aussagen von JokerFG aus der Praxis bestätigen, vor allem dass ein Ausgleich von Zelle 1 nach 4 nicht stattfindet. Statt dessen ist es bei mir so, dass dieser auch von Will Prows im Amyforum gehypte aktive Balancer, mir reproduzierbar 2 Zellen (400Ah) komplett aus der Balance wirft und runterzieht. Sobald ich den aktiven wieder abziehe werden die Zellen (Lisun Bausatz) über die ursprünglich verbauten passiven Balancer wieder ausgeglichen.

Ich kann euch nicht sagen, warum das so ist, bin da nicht der Fachmann, sehe aber an den Einzelspannungen, dass es leider so ist. Hatte das in einem anderen Thread schon mal zur Diskussion gestellt, wo mir geantwortet wurde (weiß nicht mehr von wem, ist auch egal) dass das definitiv nicht so ist.

Habe das jetzt das 3. Mal ausprobiert und immer die gleichen Ergebnisse gehabt.
Warum hab ich's überhaupt probiert? Wollte die Platine halt testen und evtl. später für 4x40Ah Winston als Starterbatterie nutzen, was jetzt erst mal von mir verworfen wurde.
Deswegen lese ich hier auch mit wenig detaillierter Ahnung interessiert mit...

Gruß
Thomas

fschuen am 27 Jan 2021 16:22:57

Ausgleich zwischen 1-4 findet nicht statt.


Ja, bzw. nur indirekt. Balancing findet nur zwischen benachbarten Zellen statt, das Bild mit der Eimerkette ist da nicht ganz falsch. Ebenfalls ist zutreffend, dass bei Spannungsunterschieden eine "Treppe" entstehen kann, auch wenn diese bei 4s nur drei Stufen hat.

mir reproduzierbar 2 Zellen (400Ah) komplett aus der Balance wirft und runterzieht.


Bedeutet was? Hast du zwei Zellen angeschlossen? Oder werden zwei von vier angeschlossenen Zellen selektiv entladen? Da die aktiven Balancer mit Spannungsunterschieden arbeiten, ist es schon wichtig, einen 4s-Balancer auch an vier Zellen anzuschliessen, und zwar gleichzeitig. Also erst das Kabel anschliessen und dann den Balancer, drum ist ja ein Stecker dran. Wenn man es anders macht, kann der Balancer kaputtgehen, oder er kann auch von Anfang an kaputt sein. Das würde erklären, warum er zwei Zellen leersaugt, wenn er korrekt angeschlossen ist. Entsorgen und neu kaufen wäre dann das Mittel der Wahl.

Gruss Manfred

Acki am 27 Jan 2021 16:27:30

fschuen hat geschrieben:...

Ja, bzw. nur indirekt. Balancing findet nur zwischen benachbarten Zellen statt, das Bild mit der Eimerkette ist da nicht ganz falsch.
...

Genau!
Bin erstaunt, dass sich noch niemand mit diesem Teil beschäftigt hat ... --> Link

P.S. Die oben im Bild von Thomas dargestellte Version V1.3 schon länger nicht mehr aktuell!

Rockerbox am 27 Jan 2021 16:38:21

Das BMS von REC kann dieses "Pack to Cell - Cell to Pack"-Balancing mit bis zu 2,5 A Balancerstrom schon immer und das ohne irgendwelche Platinen auf dem Akkupack oder sonstigen Zusatzumbauten. Kostet halt ein paar Euronen mehr als die Chinakracher, dafür hat man auch einen europäischen Ansprechpartner.

--> Link

thomker am 27 Jan 2021 16:43:29

fschuen hat geschrieben:Bedeutet was? Hast du zwei Zellen angeschlossen?

Hi Manfred
Nee, erst alle 5 Kabel angeschlossen, dann Platine angesteckt.
fschuen hat geschrieben:Oder werden zwei von vier angeschlossenen Zellen selektiv entladen?

Genau so. Fand ich auch komisch, hatte ich auch nicht mit gerechnet. Dass da eine Kaskade entstehen kann, hab ich auch erst später verstanden. Hab jetzt nicht mehr die genauen Einzelspannungen parat, aber so ungefähr Zelle 1 u.2: 3,52V Zelle 4: 3,67V Zelle 3 irgendwas dazwischen bei Packspannung 14,5V und 2,5A Ladestrom. Passiver Balancer auf Zelle 3 u. 4 aktiv mit ca. 1,5A Ausgleichstrom gemessen über Zange.
Damit bin ich auch schon fertig mit meinen kognitiven Möglichkeiten...kann nur messen, und die Werte versuchen zu verstehen, oder hier zur Diskussion stellen...

Gruß
Thomas

thomker am 27 Jan 2021 16:52:49

Rockerbox hat geschrieben:Das BMS von REC kann dieses...

Moin,
ja, korrekt, aber ich brauch für 'nen Starterakku sicher keine Abschaltung...aber hier drifte ich auch leider wieder aus dem eigentlichen Thema raus...

Gruß
Thomas

thomker am 27 Jan 2021 16:59:36

Acki hat geschrieben:P.S. Die oben im Bild von Thomas dargestellte Version V1.3 schon länger nicht mehr aktuell!

Hi Acki,

schon klar, aber es scheint so, dass die Funktionen der unterschiedlichen Versionen (JokerFD hier schon V2.7) nicht unbedingt vorhersehbar sind...

Gruß
Thomas

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