Richard2503 am 27 Dez 2020 21:18:47 Hallo
eigentlich hatten wir vor ab Mitte 2021 Richtung Seidenstrasse zu starten. Erstmal bis nach Griechenland, dann dort das Fahrzueg bei Bekannten stehen lassen, zurück zu fliegen und ab Frühjahr 2022 weiter über die Türkei und den Iran bis nach Kirgistan zu fahren. Auch dort könnten wir uns auf die Hilfe von Freunden verlassen und entscheiden ob wir dann wieder pausieren, weiter oder zurückfahren. Soweit war der Plan bis Corona und die Unruhen im Kaukasus und dem Iran wieder aufflackerten.
Auf jeden Fall haben wir unseren Start schon mal auf 2022 verschoben, was uns natürlich auch etwas mehr Zeit für die Vorbereitungen gibt.
Ursprünglich hatten wir vor für diese Reise uns extra ein robustes Fahrzeug zu zu legen, z.b. eine MB Vario, aber die Preise die mittlerweile auch für schrottreife Fahrzeuge aufgerufen werden liegen zum Teil jenseits von gut und böse.
Deshalb ist jetzt unsere Überlegung ob wir nicht auch mit unserem Hymer MLT Bj 2016 fahren können, da wir keinerlei Ambitionen haben Offroad zu gehen.
Da würde mich meine Frau auch eher einbremsen bevor ich die Grenzen des Mobils erreiche.
Hat jemand Erfahrungen wie weit man mit so einem Fahrzug kommt ?
Allzeit gute Fahrt und bleibt gesund.
Richard
Flatus am 28 Dez 2020 11:13:43 Hallo Richard
Die Route über den Iran nach Kirgisien kannst du eigentlich mit jedem Fahrzeug fahren. Hinter dem Iran sind manchmal sind die Strassen etwas rau, aber immer problemlos zu bewältigen. Wir waren da mehrmals mit unserem Reisebus unterwegs. Und in Kirgisien auch einmal mit einem MB Sprinter. Unterwegs haben wir allerlei verschiedene Reisefahrzeuge getroffen. VW-Busse, Land Rover, Döschwo, Fahrräder, dreiachsige Allrad-Lastwagen und auch etliche Wohnmobile. Und im Iran einmal einen Kerl, der mit einem weissen Golf Cabrio auf dem Weg nach Usbekistan war.
Gruss Flatus
Gogolo am 28 Dez 2020 12:03:12 Solltest du durch Turkmenistan fahren ist vorsichtige Fahrweise notwendig, da die Strassen überland durchwegs schlecht sind. Tiefe Schlaglöcher auf kaputter Asphaltdecke. Aber trotzdem machbar mit normalem Womo. Nur zum "Tor zur Hölle" (Door to Hell) - einem Feuerkrater in der Wüste - kannst du nicht hinfahren wegen Tiefsand.
Übrigens: Kirgistan ist wunderschön!
Habe die Ehre
Gogolo
Campingbusreisende am 28 Dez 2020 12:05:09 Hallo Richard, hol dir das Buch "Ferner Osten auf der Überholspur" von Jochen Dieckmann, das ist sehr aktuell. Er war mit einem Wohnmobil auf Transit-Basis unterwegs. Im Buch sind die Straßenverhältnisse sehr ausführlich beschrieben.
hwhenke am 28 Dez 2020 12:10:05 Hallo, Wir sind vor acht Jahren über Russland und Kazachstan nach Kirgisien gefahren. Unser Fahrzeug ein MB Vario 616D ohne Allrad. Keine Probleme. Unser Fahrzeug steht aktuell bei Mobile.de zum Verkauf....... Bei der von Dir angedachten Route geht es über Usbekistan...... dort gibt es keinen Diesel ! und richtig, Kirgisien ist wunderschön LG Horst
Gogolo am 28 Dez 2020 13:17:00 In Usbekistan gibt es schon Diesel - nur nicht zu Zeiten der Baumwollernte im August/September. Da ist der Diesel für die Erntefahrzeuge reserviert. Unter der Hand und gegen ein sehr kräftiges Bakschisch kannst du trotzdem Diesel (ggf. aus undefinierbaren Fässern gepumpt) beziehen. Das war bei unserer Reise wirklich spannend. Aber der Iveco-Diesel und der DPF hat es überlebt.
Richard2503 am 28 Dez 2020 16:24:16 Hallo
vorab schon mal vielen Dank an alle für die schnellen und zahlreichen Antworten. Da kann ich mir schon mal einen ersten grundsätzlichen Eindruck machen.
Vielleicht quälen wir dann doch unseren Hymer nach Zentralasien, eventuell hängen wir noch unseren geschlossen Anhänger an, in dem wir ein Grossteil unseres Gepäckes und die Enduro unterbringen können. Mit der Enduro hätten wir dann die Möglichkeit Abstecher von der Hauptroute zu machen, oder gibt es zu viele streunende Hunde die gerne das Motorrad verfolgen und in die Waden der Beifahrerin beissen. :mrgreen: Die größte Angst der Beifahrerin. :eek:
Weiß jemand wie es auf der Route mit Ad Blue aussieht, mit Anhänger hätten wir ja die Möglickeit einen grösseren Vorrat mitzunehmen. Der höhere Schwefelanteil im Diesel scheint ja auf kürzere Zeit dem DPF keine Probleme zu bereiten.
Vielen Dank für eure Antworten und bleibt gesund.
Richard
Richard2503 am 28 Dez 2020 16:35:14 Hallo Horst
habe mir deinen Vario auf mobile de angeschaut.
Der Vario ist ein Selbstausbau was grundsätzlich kein Problem für die Zulassung in Frankreich ist, ich muss die Einrichtung evtl. etwas an die französischen Normen anpassen, die unterschiedlich von den deutschen sind, und abnehmen lassen. Ist vielleicht etwas Arbeit aber machbar.
Ein größeres Probelm sehe ich in der Änderung (Verlängerung ) des Basisfahrzeuges das damit nicht mehr dem COC von Mercedes entspricht. Damit ist wahrscheinlich eine Einzelabnahme des Basis Fahrzeuges für den Import fällig. Und die ist aufwendig und teuer und du weiß nie was dem Prüfer noch einfällt.
Da wir noch einiges an Zeit haben und vielleicht auch mit unserem jetzigen Fahrzeug losfahren, glaube ich nicht das dein Vario eine Alternative für uns ist.
Viele Erfolg beim Verkauf.
Richard
Flatus am 30 Dez 2020 15:30:41 Richard2503 hat geschrieben:... Weiß jemand wie es auf der Route mit Ad Blue aussieht, mit Anhänger hätten wir ja die Möglickeit einen grösseren Vorrat mitzunehmen. Der höhere Schwefelanteil im Diesel scheint ja auf kürzere Zeit dem DPF keine Probleme zu bereiten. ...
Die Sache mit dem AdBlue in fernen Reiseländern lässt sich auf verschiedene Arten lösen: -im Osten der Türkei einige Kanister davon als Vorrat kaufen. 20 Liter dürften wohl für 4-6'000 km reichen. -in Osteuropa oder in der Türkei den AdBlue-Sensor wegprogrammieren lassen. Die montieren ein Zusatzgerät, das einen vollen AdBlue-Tank vorgaukelt. - destilliertes Wasser statt AdBlue einfüllen oder damit das AdBlue verdünnen. Das soll bei manchen AdBlue-Sensoren funktionieren. Meiner kommt ohne AdBlue aus, daher habe ich keine eigenen Erfahrungen damit. Ich weiss bloss von Reisekumpels, wie sie das Problem lösten. Aber bestimmt gibt es da noch weitere Möglichkeiten? Gruss Flatus
cheldon am 30 Dez 2020 19:08:03 In Uzbekistan gibt es Diesel, man muss häufiger fragen. Wir sind im Mai / Juni 2015 durch Uzbekistan, Tadjikistan und weiter nach Kirgistan gefahren. Wenn du einen DPF verbaut hast, solltest du ihn ausbauen lassen. Wir haben das damals versäumt und unser Sprinter 316 cdi ging bei 4000m in den Notlauf. a href="https://www.wohnmobilforum.de"><img src="https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Route_0bb9.jpeg" alt="" /></a>\ a href="https://www.wohnmobilforum.de"><img src="https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Tankstelle-_af84.jpeg" alt="" /></a>\
Richard2503 am 30 Dez 2020 19:59:55 Hallo Rolf
bedingt durch die Höhe,und dem niedrigeren Luftdruck rußt der Motor mehr, siehst du aber nicht wegen dem DPF.
Hat der Filter sich dann in der Regenerationphase wieder freigebrannt, oder wie habt ihr das Problem gelöst ?
Viele Grüße
Richard
Gast am 30 Dez 2020 20:13:37 Ich würde mit dem ML-T fahren, ist doch ein Klasse Fahrzeug. ich würde mir aber diese Reifen --> Link drauf machen, dann hast Du mit platten "Schuhen" keine Sorgen mehr und ganzjahrestauglich sind sie auch noch. Werden definitiv meine nächsten sein 2023, wenn es nach US/CDN geht. ...und bericht mal, da wollen wir nämlich auch nochmal hin :mrgreen: Gruß
cheldon am 31 Dez 2020 00:26:54 Erst in Osh haben wir einen „Hacker“ gefunden, der die Motorsteuerung in Russisch und dann den Fehler ausprogrammiert hat. Das hielt dann für ca. 2000km in Kirgistan. Auf der weiteren Reise haben wir dann in Astana und weiter in Russland alle Mercedes-Werkstätten kennengelernt. So alle 800-1000 km ging das Auto wieder in den Notlauf. Erst hier bei Senger wurde alles wieder gerichtet. Für unsere nächste Reise nach Südamerika blieb der DPF im Werkzeugkeller. img]https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Kirgistan-_48a7.jpeg[/img]" Bild Übrigens, Kirgistan und Tadjikistan waren für uns als Bergfreunde einfach toll... Mit der DPF Geschichte und der Motorsteuerung kennt sich das Autoteam in Münster aus.
Richard2503 am 31 Dez 2020 15:40:39 bigben24 hat geschrieben: Werden definitiv meine nächsten sein 2023, wenn es nach US/CDN geht.
...und bericht mal, da wollen wir nämlich auch nochmal hin :mrgreen:
Gruß
Hallo Big Ben Wir waren 2009/2010 mit unserem damaligen Ducato Kastenwagen in CAN USA MEX. War sehr interessant. Steht als mögliche Alternative, wenn Kirgisistan nicht geht ,oder als weitere Reise auch noch auf unserer TO DO Liste, den dann wollen wir auch bis Alaska. Und dafür ist der Hymer MLT genau das richtige Fahrzeug, :razz: Für einen weiteren Austausch müssten wir einen weiteren Forumsbeitrag eröffnen. Grüsse Richard
Richard2503 am 31 Dez 2020 16:08:43 cheldon hat geschrieben:Mit der DPF Geschichte und der Motorsteuerung kennt sich das Autoteam in Münster aus.
Hallo Rolf habe mir mal die Adresse gespeichert und werde mich schlau machen. Aus diesen Gründe hatten wir auch überlegt uns für diese Reise ein älteres robusteres Fahrzeug zu zu legen, ohne DPF , ohne Ad Blue, mit möglichst wenig Elektronik. Mit der Mechanik von Dieselfahrzeugen kenne ich mich schon seit über 40 Jahren aus, mit der Elektronik weniger :roll: . Aber dann muss ich muss um 2 Womos kümmern, auf unser jetziges mit einem eindeutigerem Komfortvorteil wollen wir ja auch nicht verzichten. Auf ein besseres 2021 . Richard
|
|