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FORD Transit 6 Gen - Autoradio wechseln


Mogul am 12 Jan 2021 21:06:33

Moin,

Zeit für ein Bastelprojekt. Das Werksradio im FORD Transit von 2012 (6. Generation) war nie mein Freund. Zeit also, es auszutauschen.

Meine Entscheidung fiel auf das Kenwood DMX5020DAB. Es hat Apple CarPlay und Android Auto, was mir wichtig ist. DAB stufe ich zwar als überflüssig ein, ist aber in Hinblick auf Zukunftssicherheit ein Muss.

Das betreffende Fahrzeug:


Da das Fahrzeug eine Frontscheiben-Heizung und einen Alkoven hat, habe ich befürchtet, dass die übliche Klebeantenne keinen brauchbaren Empfang liefern wird. Nach Beratung bei ARS24 habe ich für die normale UKW-Antenne einen Antennensplitter gekauft, der das Antennensignal auf UKW und DAB+ verteilt und verstärkt. Mit dem Empfang bin ich sehr zufrieden.

Die UKW-Antenne am Aussenspiegel. Das Funktionieren des Splitters war zweifelhaft, hat aber bestens geklappt - der Empfang ist gut.


Um die Lautstärke auch weiterhin bequem mit der Lenkradfernbedienung (bei dem Modell eine halbrunde Platte links unter dem Lenkrad) verstellen zu können, habe ich einen passende Lenkradfernbedienung für den CAN-Bus gekauft.

Neben der Radioblende, hier für einen Moniceiver und in schwarz, habe ich noch Kleinkram wie Gewebeband und eine USB-Einbaubuchse gekauft. Das benötigte Werkzeug hielt sich in Grenzen. Kunststoff-Hebel sind von Vorteil, um geclipste Teile zu lösen. Dies sind die Teile (Artikel-Nr. von ARS24):

Kenwood DMX5020DAB (Art-Nr.: DMX5020DAB)
Radioblende Ford Transit in schwarz (Art-Nr.: 381114-15-1)
DAB+ Splitter für Wohnmobile, Ducato mit Antennenspitz (Art-Nr.: 4726.02-1500-00L)
Lenkradfernbedienung Ford mit CanBus (Art-Nr.: 014.232-0)

Die Navigation erfolgt mit dem Smartphone. Beide, Apple und Android, bieten die Installation entsprechender Apps an. Ich nutze jedoch nur Apple Karten, Google Maps und bin zufrieden damit. Das Wohnmobil ist aber auch nur 5,90m lang und wiegt unter 3,5 Tonnen. Das Radio hat keine GPS-Maus und bietet keine Navigations-App.

Der erste Schritt ist der Ausbau des Werksradios. Hier musste ich vier Entriegelungsschlüssel kaufen und in die entsprechenden Schlitze (siehe roter Kreis) einführen. Was laut einem Youtube-Video 30 Sekunden dauern soll entwickelte sich zum Zweikampf à la „Der alte Mann und das Meer“. Zwei Schlüssel entriegelten sofort, der dritte leistete zwanzig Minuten Widerstand und der vierte ließ mich eine Dreiviertelstunde zappeln. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht war ich nicht beherzt genug oder es klemmte einfach ein bisschen. Es wurde seit dem Einbau im Werk auch nie mehr angefasst.

Das Werksradio:


Das neue Radio habe ich in Ruhe zuhause mit allem Zubehör verbunden und die 12V-Speisung des Antennensplitters vom Zündungsplus-Kabel abgegriffen. Nach einem kurzen Check der Kabel des werkseitigen Steckers und der des Autoradios habe ich es angeschlossen und probeweise in Betrieb genommen. Da alles funktionierte konnte ich den Einbau fortsetzen. Die Radioblende habe ich ganz zum Schluss montiert, da sie die Öffnung des Radioschachtes deutlich einengt und das Ziehen der Kabel erschwert.

Das Mikrofon für die Sprachauswahl habe ich hinter das Lenkrad, direkt vor den Instrumenten, auf die Lenkradsäule geklebt. Es ist geringfügig außerhalb der Mitte angeordnet, damit es für kleinere Fahrer das Display nicht verdeckt. Plätze an der A-Säule oder dem Rückspiegel schieden aus, da die Windgeräusche der vom Alkoven auf die Frontscheibe gelenkten Luft einfach zu laut sind.

Für die Verlegung des Mikrofonkabels zum Radioschacht habe ich mit einer Taschenlampe unter das Armaturenbrett geleuchtet. Der Lichtstrahl war im Radioschacht zu sehen und zeigte, dass es eine Verbindung gibt. Es musste also nichts ausgebaut oder gebohrt werden. Ich habe das Kabel mit Gewebeband umwickelt und von der Lenkradsäule, über das Zündschloss, vorbei an diversen Metallträgern zum Radioschacht geführt und an verschiedenen Stellen mit Klebeband fixiert. Dauer 15 Minuten.

Für die USB-Einbaubuchse, die mit dem kurzen USB-Kabel des Autoradios verbunden wird, habe ich lange nach einem passenden Platz gesucht. Zur Wahl stand eine Blind-Kappe bei den Tasten am Armaturenbrett oder eine der beiden (Fahrer- und Beifahrer-Seite) Ablagen oben auf dem Armaturenbrett. Ich habe mich für die Ablage auf der Fahrerseite entschieden. Sie wird durch eine Klappe geöffnet und beherbergt eine 12-Dose. Da ich nicht auf gut Glück ein 20mm großes Loch bohren wollte habe ich den Einsatz der Ablage ausgebaut. Dazu wurden die Klappe an ihren Scharnieren und der Schließbügel abgeschraubt. Es tat sich nichts. Nach vorsichtigem Probieren mit Kunststoff-Hebeln habe ich nach und nach sechs Clipse gelöst. Auch hier habe ich lieber eine Viertelstunde mehr investiert als eine neue Ablage kaufen zu müssen. Das Bohren mit 5mm und Aufreiben auf 20mm mit einem Stufenbohrer war schnell gemacht.

Ablagefach auf der Fahrerseite. Der Pfeil zeigt einen der sechs Clipse. Hinten rechts ist das Kabel vom 12V-Anschluß. Beim roten Kreis am Lenkrad habe ich das Mikrofon angeklebt.


Der Einsatz des Fachs von unten. Rechts unten ist die 12V-Dose, neben die die USB-Dose montiert wird:


In den FORD Transit Aufbaurichtlinien 12/2002 hatte ich vorher nach Massepunkten gesucht und wusste daher, dass unter dem Ablagefach ein Massepunkt sitzt. Dort habe ich das Parkbremse-Kabel angeschlossen. Benötigt wird dafür ein Ringkabelschuh. Wieder bewies die Taschenlampe, dass es von dort eine Verbindung zum Radioschacht gab. Ich habe dann die Kabel mit Gewebeband umwickelt, dem Parkbremse-Kabel eine Beschriftung verpasst und beide zum Radioschacht gezogen.


Nun habe ich den Einbaurahmen mit der Radioblende eingebaut. Die übliche Technik, nämlich das Umbiegen vieler kleiner Laschen, erwies sich hier als sinnlos. Der Schacht ist zu uneben und zu groß als das die Laschen Halt hätten. Der Packung lagen kommentarlos zwei lange Schrauben bei, die links und rechts in entsprechende Löcher gehört hätten. Allerdings hatten sie ein anderes Gewinde als die dort vorhandenen Blechschrauben. Ich habe also meine Schraubensammlung bemüht und glücklicherweise zwei passende gefunden.

Alle Kabel und Teile wurden mit Gewebeband umwickelt, damit nichts während der Fahrt klappert:


Vor dem Einsetzen des Radios habe ich noch links und rechts ans Radio die Verriegelungsmechanik, die der Blende beiliegt, angeschraubt. Hier gilt es, das Radio in seiner Einbautiefe entsprechend der Stärke der Blende anzupassen. Ich habe dafür das Radio und die Blende zunächst außerhalb vom Fahrzeug (dort kann es leichter entriegelt werden) zusammengesteckt und die richtige Tiefe ermittelt. Nachdem alle Kabel eingestöpselt waren habe ich das Radio zu Dreivierteln hineingeschoben, alles getestet und es dann Einrasten lassen – fertig!

Zum Abschluss gab es eine einstündige Probefahrt, mit deutlich, deutlich verbessertem Klang (trotz der Werks-Lautsprecher) und bequemer Sprachsteuerung.

Viele Grüße aus dem Alten Land!

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andwein am 13 Jan 2021 14:56:16

Mogul hat geschrieben:.....Zeit für ein Bastelprojekt. Das Werksradio im FORD Transit von 2012 (6. Generation) war nie mein Freund. Zeit also, es auszutauschen.

Guter Bericht, gute Doku, dafür von mir ein Pünktchen als Dank.
Ein Tipp von mir aus Erfahrung: Schalte die USB Buchse auf Zünd+ Versorgung. Ich hatte mir auf Dauer+ via USB Buchse und angeschlossenem Ladegerät in der Winterpause die Startrelevante Batterie zu Tode gesaugt.
Gruß Andreas

schneetaucher am 31 Jan 2021 17:20:28

Toller Bericht - Vielen Dank!

In meinem Flash o1 werkelt seit drei Jahren ein Kenwood DDX318BT - und muss jetzt einem Radio mit Android weichen.
Die Wahl ist auf ein China-Radio gefallen. VANKESEONG KSH766F-1TRAGE. Mal sehen, ob ich diese Auswahl noch bereue, oder nicht. :-)



Ich empfehle übrigens, die Original-Lautsprecher in den Türen auszutauschen.

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