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Hallo, ich bin Anfänger was das Thema LiFePO4, Ladegeräte, Balancing, etc betrifft, verzeiht mir deswegen die vielleicht sehr fundamentalen Fragen.
Ich habe beschlossen selber eine 4S LiFePO4 Batterie mit 12v / 100aH zusammen zu stellen. Das Ganze soll dann via Solar und einem Victron MPPT aufgeladen werden. Ich habe dazu ein Set von der Firma emotion-e.com gekauft, mit dabei ist auch ein Daly BMS mit Bluetooth Dongle. Der Laden hat zwar ein paar hilfreiche YouTube Videos und Infos auf der Website aber wenn's um die Initialladung/TopBalancing/ erste Inbetriebnahme geht, siehts sehr spärlich aus. Die Ansage war: einfach alles zusammenbauen, normal laden und das BMS die Balancing Arbeit machen lassen. Irgendwie scheint mir das zwar ein Weg aber nicht der beste Weg um eine möglichst ideale Ausgangssituation für die Batterie herbei zu führen. Deswegen sieht mein Plan so aus:
- alle 4x Akkus parallel zu verbinden und mit einem Labornetzteil auf 3,65V zu bringen
Mein Problem: ich bin mir unsicher ob ich es richtig mache...!?!
Ich habe ein Labornetzteil gekauft (ein Kungber mit 30V/10A und guten Bewertungen auf Amazon) So ein Gerät habe ich noch nie benutzt aber denke dass ich das Prinzip richtig verstanden habe: - man stellt zuerst die benötigte Maximalspannung ein (3,65 V) - dann verbindet man die beiden Krokodilklemmen (+) und (-) miteinander damit der maximale Ladestrom eingestellt werden kann (10A, das Limit vom Labornetzteil)
Bei LiFePO4 Batterien sollte der Ladevorgang so ablaufen, oder? Laden mit konstantem Strom (10A bei einer Zelle von 100aH entspricht 0.1C, wenn ich's richtig verstehe). Sobald mann das Laden anfängt, dann zeigt das Labornetzteil ein Spannung unter dem Maximalwert an, die hängt vom Ladezustand des Akkus ab, und mit der Zeit steigt die Spannung langsam an bis dann die Maximalspannung von 3,65V erreicht ist. Während dem Vorgang leuchtet am Netzgerät das "CC" Lämpchen. Ab Erreichen der Maximalspannung (3,65V) sollte der Ladestrom anfangen zu sinken und kurz bevor der bei 0A angekommen ist, beendet man den Ladevorgang. Das wäre dann die "CV" Phase. Das ist die Theorie. Die ich hoffentlich/glaube ich richtig verstanden habe.
Jetzt das Problem in meinem Fall: Am Labornetzgerät stelle ich die Spannung ein, verbinde dann die Krokodilklemmen, stelle dann den Ladestrom ein (10A in meinem Fall) und verbinde dann die Batterie. Aber...!! Das Gerät zeigt 3,65V an, die Ampere-Angabe liegt irgendwo zwischen 3.2 - 4.0A und scheint zu steigen und das "CV" Lämpchen leuchtet. Also eindeutig ist das nicht die "Constant Current" Phase die es aber braucht um eine LiFe PO4 Batterie zu laden. Das heißt doch, dass konstante 3,65V in die Batterie fließen und nicht konstante 10A Ladestrom? Also genau umgekehrt zur Situation die ich brauche, oder?
Irgend etwas mache ich falsch...??
Wie bringe ich das Gerät in den CC Modus? Hier Fotos damit man sehen kann was ich meine. Bin dankbar für eure Hilfe! Hier ist die Maximalspannung bei 3,65V eingestellt Hier dann der maximale Ladestrom ...und so sieht es aus sobald die einzelne Zelle angeschlossen ist: 3,65v im "CV" Modus
powerB hat geschrieben:Irgend etwas mache ich falsch...??
Nö, eigentlich nicht.
Was du aber zur Sicherheit machen solltest: Die am Netzteil eingestellte Spannung nochmal mit einem "hochwertigen" Messgerät nachprüfen und evtl. mit der Fine-Einstellung etwas nachjustieren.
Und natürlich solltest du eben alle 4 Zellen anklemmen und nicht nur eine Zelle.
Und dann einiges an Geduld mitbringen und eben warten bis der Strom=0 ist.
Grüße
Radolphus am 17 Feb 2021 19:22:48
powerB hat geschrieben:Irgend etwas mache ich falsch...??
Wie bringe ich das Gerät in den CC Modus?
Du hast alles richtig gemacht!
Bei gegebenem SOC Deiner Zellen fliesst eben bei 3,65V Klemmenspannung bei einer einzelnen Zelle kein Strom größer als 4,377V.
Wenn Du jetzt alle 4 Zellen parallel schaltest (vergleichbarer SOC vorausgesetzt), sollte sich der Zustand einstellen, den Du erwartest, da das 10A Netzteil dann bei 4x >4A in die Strombegrenzung läuft.
Du kannst aber auch nacheinander die einzelnen Zelle mit Konstantspannung laden, bis jeweils der Ladestrom gegen Null geht.
Edit: Energiemacher war schneller und sagt inhaltlich das gleiche.
Gruß R.
Anzeige vom Forum
powerB am 17 Feb 2021 19:29:56
Radolphus hat geschrieben:Bei gegebenem SOC Deiner Zellen fliesst eben bei 3,65V Klemmenspannung bei einer einzelnen Zelle kein Strom größer als 4,377V.
Wenn Du jetzt alle 4 Zellen parallel schaltest (vergleichbarer SOC vorausgesetzt), sollte sich der Zustand einstellen, den Du erwartest, da das 10A Netzteil dann bei 4x >4A in die Strombegrenzung läuft.
Ok! also bei 4 verbundenen Zellen wird auch mehr Strom (maximal 10A, bedingt durch mein Gerät) fließen als bei nur einer verbundenen Zelle?
Du kannst aber auch nacheinander die einzelnen Zelle mit Konstantspannung laden, bis jeweils der Ladestrom gegen Null geht.
Ok, verstehe... also muss ich mit einfach entscheiden ob ich jede Zelle einzeln lade, oder alle vier Zellen gleich parallel verbinde und den Vorgang einmal durchlaufen lassen (der dauert dann dementsprechend länger), oder?
powerB am 17 Feb 2021 19:36:49
Energiemacher hat geschrieben:Nö, eigentlich nicht. Und dann einiges an Geduld mitbringen und eben warten bis der Strom=0 ist.
Echt? Ok... also die Tatsache das das Gerät nicht im CC Modus sondern im CV Modus lädt ist kein Thema? Heißt einfach nur, dass aktuell "nur" 4,377A rein fließen und das Netzteil die Spannung aber nicht über die Maximalspannung von 3,65v gehen lassen wird.
Aber: wie weiß ich welche Spannung die Zellen bekommen? Der wird ja langsam steigen. Messen kann ich den dann eigentlich nur mit einem Mulitmeter direkt an der Zelle, oder? Und mit der Zeit wird also der Ladestrom langsam sinken. Kurz vor 0A muss ich dann den Ladevorgang "manuell" beenden?
Was du aber zur Sicherheit machen solltest: Die am Netzteil eingestellte Spannung nochmal mit einem "hochwertigen" Messgerät nachprüfen und evtl. mit der Fine-Einstellung etwas nachjustieren.
...werde ich machen. An den Spitzen der Krokodilklemmen dann aber, oder?
Energiemacher am 17 Feb 2021 19:38:16
powerB hat geschrieben: also muss ich mit einfach entscheiden ob ich jede Zelle einzeln lade, oder alle vier Zellen gleich parallel verbinde
Entscheide dich für die Variante Parallel-Schaltung. Wird wohl durch die 10A Grenze evtl. ein paar Std. länger dauern ist aber am wenigstens Aufwand und funktional. Ich gehe davon aus das du keine Zeitnot hast.
Also: Spannung überprüfen und alle 4 Zellen anschließen und dann mal gemütlich die Füße hoch legen.
Energiemacher am 17 Feb 2021 19:41:11
powerB hat geschrieben: Echt? Ok... also die Tatsache das das Gerät nicht im CC Modus sondern im CV Modus lädt ist kein Thema? Heißt einfach nur, dass aktuell "nur" 4,377A rein fließen und das Netzteil die Spannung aber nicht über die Maximalspannung von 3,65v gehen lassen wird.
Aber: wie weiß ich welche Spannung die Zellen bekommen? Der wird ja langsam steigen.
Die Spannung hast du doch mit der Einstellung 3,65V vorgegeben. Da steigt keine Spannung.....nur der Strom wird sinken.
powerB hat geschrieben:
...werde ich machen. An den Spitzen der Krokodilklemmen dann aber, oder?
Kannst du auch am Ausgang am Netzteil messen. Die Kabellänge hat "keinen" Einfluss.
Nein du musst nichts manuell beenden. Der Ladevorgang endet quasi automatisch.......das Laden ist beendet wenn der Strom=0 ist.
Dann abklemmen und die Zellen zum 12V Pack zusammenbauen.
powerB am 17 Feb 2021 20:01:31
Vielen Dank für die schnelle Info! Ich werde jetzt alle Zellen parallel verbinden und anfangen zu laden. Mal schauen wie lange das dauert bei 3-4A Strom... :razz: :razz:
Was haltet ihr von dem Ansatz nicht auf die vollen 3,65v Spannung zu gehen sondern nur auf 3,55v oder 3,6v? Klar, die Zellen können das sicher vertragen, aber ist da was dran nicht bis zum Maximum zu gehen sondern etwas konservativer zu laden? Oder ist das Unsinn wenn es um das erste Balancing geht?
Der BMS kümmert sich um das Balancing aber das erst ab einer bestimmten, relativ hohen Spannung, oder?
Radolphus am 17 Feb 2021 20:05:52
powerB hat geschrieben:Ok, verstehe... also muss ich mit einfach entscheiden ob ich jede Zelle einzeln lade, oder alle vier Zellen gleich parallel verbinde und den Vorgang einmal durchlaufen lassen (der dauert dann dementsprechend länger), oder?
Wie Energiemacher schon schrieb: Die Parallelschaltung ist zu bevorzugen, bequem & sicher
Gruß R.
Energiemacher am 17 Feb 2021 20:06:11
powerB hat geschrieben:Vielen Dank für die schnelle Info! Ich werde jetzt alle Zellen parallel verbinden und anfangen zu laden. Mal schauen wie lange das dauert bei 3-4A Strom... :razz: :razz:
Der Strom wird dann sicherlich höher sein, da ja 4 Zellen versorgt werden. Wenn alle aktuell gleichen SOC haben, dann dürfte der Strom bei ~16A liegen.......was natürlich nicht geht, da dein Netzteil NUR 10A kann. Aber alles gut......kannst auch schon vorher den Strom etwas über den Regler reduzieren, wenn du dem Netzteil keine dauerhafte Volllast zutraust.
Klar, geht dann auch auf den Faktor Zeit....aber es sollte nicht eilen.
Ich würde die Zellen vollladen.
Radolphus am 17 Feb 2021 20:10:27
powerB hat geschrieben:Was haltet ihr von dem Ansatz nicht auf die vollen 3,65v Spannung zu gehen...
Oder ist das Unsinn wenn es um das erste Balancing geht?
Wie möchtest Du ein TOP Balancing ausführen, ohne TOP je zu erreichen?
Mit Laden Light kommst Du beim Initialen Balancing nicht wirklich weiter.
Superkraut am 17 Feb 2021 21:10:49
Ich habe seit heute das selbe Netzteil. Lade auch gerade 4 280ah Zellen Parallel. Ohne Last mist mein Multimeter bei 3,62V am Netzteil , 3,65V . So habe ich es jetzt eingestellt und hoffe das alles gut geht. 8)
rkopka am 17 Feb 2021 23:18:53
powerB hat geschrieben:Laden mit konstantem Strom (10A bei einer Zelle von 100aH entspricht 0.1C, wenn ich's richtig verstehe).
Stimmt, aber warum bleibst du nicht bei den korrekten Einheiten 100Ah ?
Das heißt doch, dass konstante 3,65V in die Batterie fließen und nicht konstante 10A Ladestrom? Also genau umgekehrt zur Situation die ich brauche, oder?
Nein. Eine Spannung fließt nicht hinein, sie liegt einfach an. Der angezeigte Strom fließt dann.
powerB hat geschrieben:Irgend etwas mache ich falsch...?? Wie bringe ich das Gerät in den CC Modus?
Nein. Wurde schon beantwortet. Man bringt das Gerät nicht aktiv in den CC Modus, außer so wie du es beim Kurzschluß für die Einstellung des maximalen Stroms gemacht hast. Wenn du deine 4 Zellen parallel dran hast, wird der Strom das Maximum (10A) übersteigen und dann bist du im CC Modus, weil er dann die Spannung zurücknimmt, damit nur die 10A fliessen.
Radolphus hat geschrieben:Bei gegebenem SOC Deiner Zellen fliesst eben bei 3,65V Klemmenspannung bei einer einzelnen Zelle kein Strom größer als 4,377V.
4,377A
Grundsätzlich stellt sich mir aber die Frage, ob es gut ist, wenn du mit starken und etwas empfindlichen Akkus arbeitest, wenn dein Wissen bzgl. Elektrotechnik noch "ausbaufähig" ist ? Evt. noch etwas mehr nachlesen.
RK
powerB am 18 Feb 2021 01:05:44
UPDATE!
"Problem" behoben! Ich habe die dünnen mitgelieferten Kabel mit den Krokodilklemmen durch dickere Kabel und vernünftige Rohrkabelschuhe ersetzt und die Zellen wieder verbunden. Sofort sprang das Netzteil in den CC Modus und die 10A stehen an! Leider mag das günstige Amazon Netzteil die Angelegenheit nicht wirklich den sofort wurde es deutlich wärmer und das Gerät gibt einen fiesen, extrem hohen Fiepton von sich. Vermutlich bringen die 10A das Gerät an die Leistungsgrenze. Also eine Hürde beseitigt um vor dem nächsten zu stehen :razz:
powerB am 18 Feb 2021 01:08:55
Superkraut hat geschrieben:Ich habe seit heute das selbe Netzteil. Lade auch gerade 4 280ah Zellen Parallel. Ohne Last mist mein Multimeter bei 3,62V am Netzteil , 3,65V . So habe ich es jetzt eingestellt und hoffe das alles gut geht. 8)
Würde dir empfehlen dieselbe Lösung (siehe letzte Antwort von mir) mal auszuprobieren: dickeres Kabel, gute Rohrkabelschuhe!
Und dann hoffentlich gibt dein Gerät nicht dieselben "kurz-vor-der-Explosion" Töne von sich wie das Gerät von mir!! Viel Glück!
Superkraut am 18 Feb 2021 07:10:30
Moin. Ja könnte ich machen. Aber es reicht mir so. Habe ja Zeit. Beste Grüße
stoppie am 18 Feb 2021 07:53:38
Hallo powerB.
Im Prinzip hast Du alles bis hierhin richtig gemacht (einschließlich der Einstellung der Ladespannung) und Deine Fragen sind auch überwiegend richtig beantwortet.
Wie weiter oben schon erwähnt wurde, würde ich den Ladestrom von 10A etwas reduzieren, damit dein neues Netzteil nicht dauerhaft in seinem oberen Grenzbereich arbeiten muss. Das „Fiepen“ scheint daher zu kommen. 8A bis 6A erscheinen mir genug dafür. Der einzige „Nachteil“ dabei ist eine verlängerte Ladezeit. Dann kannst Du in Ruhe ausschlafen. :)
Viel Spaß mit deinen neuen Akkus.
fulli1 am 19 Feb 2021 17:10:55
Moin, völlig überraschend kamen jetzt meine 200er Zellen aus China. Alle hatten exakt 3,289V, ich lade auch mit dem Kungber (danke für den Tipp mit den dicken Kabeln!), und das Gerät pfeift ebenfalls, trotz nur 20W Ist das bei euch auch noch der Fall?
ConducteurCC am 19 Feb 2021 19:47:34
fulli1 hat geschrieben:Alle hatten exakt 3,289V, ich lade auch mit dem Kungber (danke für den Tipp mit den dicken Kabeln!), und das Gerät pfeift ebenfalls, trotz nur 20W
"the unit starts clipping voltage at 8.3 amps not 10A" "When connected to a good voltage meter, the voltage on the digital display does not match the meter." "This generates power at the calibrated voltage, but I got the 10 amp model and it seems to max out at about 5 amps." "This is an extremely noisy power supply. 500-1000Hz, 500mV p-p, 60mVrms noise plus a lot of radiated noise." "the Kungber produced less than 5A not the 10A as expected." " Within .1-.2 v roughly compared to the Fluke’s reading. " "The power supply is not stable in voltage or amps; it drifts around even when unloaded." "I had to return all 3 units I purchase for a refund as they all failed within 3 weeks of receipt. " "It's dead already! Only after two months of use. " "Eine Restwelligkeit von 0,5V (500mV) bei 10V Ausgangsspannung ist einfach unakzeptabel!" "Ich bin Elektroniker(!),und muss festellen, dass dieses Dings seine Spezifikationenen bei Weitem nicht erfüllt. "
Macht richtig Freude, die Bewertungen zu lesen. :cry: Liest das niemand? Also wenn Ihr 3,65 Volt einstellt, können das auch 3,55 oder 3,75 Volt sein. Und ab 5A scheint es an der Leistungsgrenze zu sein, was den üblichen 'kleinen' Datenblatt-Übertreibungen der Chinesen entspricht.
Superkraut am 19 Feb 2021 20:00:13
Habe doch mal dickere Kabel dran gemacht. Bei mir fiept nix bei der eingestellten Leistung. Alles super bis jetzt. Aber es daaaaaaaauert ……
Superkraut am 19 Feb 2021 20:05:30
ConducteurCC hat geschrieben:Macht richtig Freude, die Bewertungen zu lesen. :cry: Liest das niemand? Also wenn Ihr 3,65 Volt einstellt, können das auch 3,55 oder 3,75 Volt sein. Und ab 5A scheint es an der Leistungsgrenze zu sein, was den üblichen 'kleinen' Datenblatt-Übertreibungen der Chinesen entspricht.
Also bei 3,63 laut Anzeige zeigt das Multimeter 3,65V. Finde ich persönlich noch akzeptabel. Wenn man ein Multimeter hat , kann man sich ja danach richten.
fulli1 am 19 Feb 2021 20:46:40
Moin, weiß jemand, zu wieviel % diese Zellen normalerweise geladen sind, wenn sie aus China kommen? Volker
Didi57 am 19 Feb 2021 21:11:17
ConducteurCC "Ich bin Elektroniker(!),und muss festellen, dass dieses Dings seine Spezifikationenen bei Weitem nicht erfüllt. "[/quote]
Wenn du schon ein Fachmann bist, vielleicht hast du auch noch für uns eine Empfehlung für ein vernünftiges Laborladegerät.
fulli1 am 19 Feb 2021 21:32:06
Moin, wenn die 4 Zellen aufs mV genau übereinstimmen: was spricht dagegen, sie erst seriell mit einem 'Billiglader' auf ca. 14,4V zu bringen, und dann wieder parallel auf 3,65V? (Oder halt doch 3 Tage am Laborladegerät lassen....man kann ja eh nicht verreisen..) Volker
Superkraut am 19 Feb 2021 21:38:42
Hi Dietmar. Das sind Amazon Bewertungen. Das hat nicht ConductuerCC geschrieben.
leverkusen3 am 19 Feb 2021 21:38:58
Didi57 hat geschrieben:.....vielleicht hast du auch noch für uns eine Empfehlung für ein vernünftiges Laborladegerät.
Hallo
Reichen diese Werte?:
Preis incl. der Digitalanzeige 10 Eur Max Strom 15 A Gekühlt mit geregeltem Lüfter, trotzdem fast unhörbar Einstellbereich 3,3 bis 3,9 V Restwelligkeit: wenige mV
Das sollte jeder hinbekommen, der eine Batterie selbst baut.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
Majestix am 19 Feb 2021 22:04:50
Hallo,
nach meiner Erfahrung ist billig nicht immer gleich gut. Professionelle Netzteile in dieser Leistungsklasse kosten nicht ohne Grund mehrere hundert Euro. Wenn man sich die Bilder bei Amazon ansieht, dann weiß man auch, warum sich das Gerät so verhält. Die Ausgangsbuchsen sind max. mit einer 2,5 mm² Leitung innen angeschlossen. Das Gerät ist bestimmt nicht für einen Dauerstrom von 10A ausgelegt. Die Strommessung wird mit zwei kurzen Drähten realisiert, die geschätzt 4-6 mm² Querschnitt haben und sich somit bei 10A erwärmen, was zu einer fehlerhaften Messung führt. Diese Shunts sind dann auch noch oben auf der Platine angebracht und Wärme steigt bekanntlich auch nach oben. Somit ist eine fehlerhafte Messung vorprogrammiert.
Ich halte diesen gesamten Versuchsaufbau für höchst gefährlich, insbesondere, wenn man noch dicke Leitungen zur Batterie verwendet. Diese dicken Leitungen verringern zwar den Spannungsabfall bei hohen Strömen, ab sie lassen im Kurzschlussfall auch einen hohen Strom zu. Diesen dicken Leitungen wären überhaupt nicht nötig, wenn das Netzgerät Sense-Eingänge hätte, die zur Messung der Spannung am Ende der Leitung gedacht sind. Professionelle Geräte haben solche Eingänge.
Der Aufbau sollte nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Wenn es einen Kurzschluss im Netzteil gibt, dann werden die 280 Ah-Zellen dafür sorgen, dass das Gerät mglw. abbrennt. Es besteht dann eine reale Brandgefahr. Auf den Bildern bei Amazon ist auch keine Ausgangssicherung im Gerät zu erkennen, die die Ausgänge gegen Überströme absichert. Die wird bei der Versorgung von Verbrauchern auch nicht benötigt. Bei der Ladung von Batterien liegt jedoch eine andere Situation vor. Der Anwender hat auch auf eine Sicherung in den Zuleitungen zur Batterie verzichtet, was ich für sehr gefährlich halte. Diese Sicherung sollte an einem der Pole der Batterie plaziert sein, um die Leitung und das Netzgerät abzusichern.
Ich habe früher Folgendes gelernt: Kommt der Minus an den Plus, dann gibt es einen kurzen Schluss.
Ich hoffe für den Anwender, dass dieser Zustand nicht eintritt, denn dann kann er wahrscheinlich die 112 wählen.
Superkraut am 19 Feb 2021 23:02:48
at Majestix , hoffen wir das beste. In Corona Zeiten kein Dach mehr über dem Kopf , wäre nicht angenehm. ;)
Womomax7 am 19 Feb 2021 23:49:36
Dann aber unbedingt über jede Zelle einen leistungsfähigen Balancer! Gegen Ladungsende steigt die Spg. steil an. Da aber die Zellen kaum exakt gleich geladen sind, wird die erste sonst "überschiessen".
Gast am 19 Feb 2021 23:56:50
Majestix hat geschrieben:Hallo,
nach meiner Erfahrung ist billig nicht immer gleich gut. Professionelle Netzteile in dieser Leistungsklasse kosten nicht ohne Grund mehrere hundert Euro. ......
Hast du mal ein Beispiel für ein gutes Netzteil?
Energiemacher am 20 Feb 2021 00:12:58
Majestix hat geschrieben:Hallo,
nach meiner Erfahrung ist billig nicht immer gleich gut.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Nicht alles was teuer ist, ist gut! :D
Und für die "einmalige" Anwendung reicht ein solches Netzteil sicherlich aus. Mit etwas Geduld begrenzt man den Ladestrom und betreibt das Netzteil eben nicht an der Leistungsgrenze, dann muss man kein Profi-Labornetzteil verwenden. :ja:
Und das man die Anzeigen evtl. gegenprüfen sollte wurde ja auch erwähnt. Aber womöglich reicht das "Billig-Multimeter" nicht aus und man sollte evtl. einen hochpräzisen Spannungsmesser besorgen....die Kosten ja auch teuer Geld.
Besser geht immer.....aber ist es zweckmäßig?
Grüße
Superkraut am 20 Feb 2021 00:19:43
at Energiemacher ,
so sehe ich das auch. Werde sie auf 3,6V laden laut dem günstigen Multimeter. Oft wurde erwähnt das die 3,6V ja reichen für die Initialladung. Ich denke das reicht für den Hausgebrauch. Somit wird auch sicher keine Überspannung der ersten Zelle passieren , wie hier erwähnt wurde. Man liest ja jeden Tag neue Vorsichtsmaßnahmen;)
Majestix am 20 Feb 2021 08:43:15
christiancastro hat geschrieben: Hast du mal ein Beispiel für ein gutes Netzteil?
Hallo,
hier eine Übersicht von Labornetzteilen mit 10A Ausgangsstrom
Ein solches Netzteil kauft natürlich niemand, der nur einmal eine Batterie für sein Wohnmobil initialisieren möchte. Ein billiges China-Netzteil hat durchaus seine Berechtigung. Ich würde jedoch nicht erwarten, dass ein solches Netzteil die 10A dauernd störungsfrei liefern kann. Wenn man also ein Netzteil mit max. 10A kauft und dann nur 5A abruft, dann geht die Initialisierung auch auch mit dem China-Netzteil. Es dauert nur etwas länger. Das Preis/Leistungsverhältnis ist dann sehr gut.
Viel schlimmer als die Auswahl des Netzteils ist für mich jedoch die Unbedarftheit im Umgang mit den 280Ah-Zellen und die mangelnde Absicherung.
Gast am 20 Feb 2021 09:59:39
Im Hymer Markenforum montieren die Selbstbauer ihre Batterien und lassen die Ladung mit geringem Strom solange laufen bis das BMS alles balanciert hat. Die gewerblichen (Robur, Liontron, usw) machen es genauso, sagen dem Kunden "ein paar Zyklen" sind nötig. Wozu ist das BMS denn da?
Nur im Tal der Ahnungslosen wird dieser enorme Aufwand mit zusätzlichem Ladegerät betrieben.
Gast am 20 Feb 2021 10:22:02
Majestix hat geschrieben:Hallo, hier eine Übersicht von Labornetzteilen mit 10A Ausgangsstrom
die bei ca. 500 Euro inkl. MwSt. beginnen. .......
Danke schön, ist natürlich preislich eine andere Liga und für ein paar mal benutzen vielleicht doch zu viel.
Acki am 20 Feb 2021 10:56:38
pfeffersalz hat geschrieben:Im Hymer Markenforum montieren die Selbstbauer ihre Batterien und lassen die Ladung mit geringem Strom solange laufen bis das BMS alles balanciert hat. Die gewerblichen (Robur, Liontron, usw) machen es genauso, sagen dem Kunden "ein paar Zyklen" sind nötig. Wozu ist das BMS denn da?
Und Du glaubst wirklich, dass dieses "Ferigprodukt" hier diese Balancierung je fertigbringen wird (aktuelles Bild aus einer fb gruppe)?!
pfeffersalz hat geschrieben:Nur im Tal der Ahnungslosen wird dieser enorme Aufwand mit zusätzlichem Ladegerät betrieben.
ICH glaube nicht daran ... daher werde ich als ”Ahnungsloser” weiter klassisch initialisieren!
Superkraut am 20 Feb 2021 11:29:36
Klasse hier in der LifeYPo4 und LifePo4 Kategorie.
Jeder weis mehr als der andere. Aber keiner weis was. Scheint ein hoch Komplexes Sytem zu sein diese Akku Geschichte. Jeder vertritt hier eine andere Meinung. Meine Akkus leben noch. Das Haus ist noch nicht abgebrannt wegen billig Netzteil und fehlender Sicherung. Mit ein wenig Grips im Kopf filtert man seine Informationen aus diesem Forum. Wenn ich weiter lese kann ich nicht mehr ruhig schlafen. Weil entweder das Netzteil Explodiert, die Akkus überladen werden , falsch geladen werden , zu wenig , es im Keller zu kalt ist für die Zellen usw oder gleich hier die Feuerwehr steht. Aber ich gebe nicht auf meine LifePo4 vernünftig aufzubauen 8)
Energiemacher am 20 Feb 2021 11:56:01
Man darf nur nicht zu viel wegfiltern......denn im Großen und Ganzen sind die Aussagen tatsächlich nicht falsch (manchmal etwas übervorsichtig) und sollen schon eine deutliche Vorsicht mit den Energiebündeln hervorrufen.
Letztendlich ist jeder in erster Linie natürlich für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich.
Naiv darf/sollte man da aber nicht ran gehen.
Grüße
ConducteurCC am 20 Feb 2021 12:19:08
Didi57 hat geschrieben:"Ich bin Elektroniker(!),und muss festellen, dass dieses Dings seine Spezifikationenen bei Weitem nicht erfüllt. "
Wenn du schon ein Fachmann bist, vielleicht hast du auch noch für uns eine Empfehlung für ein vernünftiges Laborladegerät.
Wenn schon lesen, dann bitte richtig! Das war ein Zitat aus einer Bewertung!!! Und nicht meine Äußerung, was die ganzen Hochkommas anzeigen sollten!
Ich bin kein Testinstitut a la Stiftung Warentest und wollte nur sagen, das man nicht nur die ersten zwanzig SuperDuper-Bewertungen anschauen sollte, sondern auch mal etwas tiefer scrollen sollte...
Ich besitze ein Labornetzteil mit max. 60A und bis max. 15 Volt in 0,1 Volt Stufen von Maas, das wird kein Billigheimer mögen.
Ansonsten alles ab ca. 160€ bei Maas oder Reichelt o.ä. .
Wobei es mit den Billig-Dingern natürlich auch geht, wenn man sich Zeit nimmt und ein halbwegs vernünftiges Voltmeter hat und aufhört, wenns qualmt oder stinkt (vom Netzteil her gesehen :oops: ).
deacheapa am 20 Feb 2021 15:19:35
Acki hat geschrieben:Und Du glaubst wirklich, dass dieses "Ferigprodukt" hier diese Balancierung je fertigbringen wird (aktuelles Bild aus einer fb gruppe)?!
Acki,
kommt immer drauf an was die Ladevariablen vor Ort sind. :wink: Diese Anzahl an Zell OV sagen im Zweifelsfall absolut nicht zum Balance Status der Zellen aus. Nur mal zum Nachdenken, ich habe genau das provoziert bei ner Liontron, in dem ich Anfangs den Angaben des Kistenschiebers in Sachen Ladeendspannung gefolgt bin, 14,6V eingestellt im Victron Solar. Da kommt bei jedem kurzen Neuladen bei Sonne zwangsläufig ein Zell OV in die Liste. Und das bei selbst nur 1mV Drift bei absolut voll. Erst recht bei 30 oder 35mV Balancer Starteinstellung der fertig BMS. Die vollkommen reicht.
Wenn man durch permanente Drift (OV Abschaltung) allerdings nicht die gesamt Ladeendspannung von 14,3-4V erreicht wenn man das möchte, weiß man das man halt etwas weniger Kapazität zur Verfügung hat. Nach meinen Test mit der 280er Eigenbau, beläuft sich das aber in den Spannungsbereichen von > 13,8V gesamt Spannung bei LFP, im eher homöopathischen Bereich.
Aber wie schon mal geschrieben und wenige andere hier auch, (oft nur zwischen den Zeilen) für viele sind die vielen Infos anscheinend einfach viel zu viel Input. :mrgreen:
Gruß Dean
rolfk am 20 Feb 2021 16:29:52
Womomax7 hat geschrieben:Dann aber unbedingt über jede Zelle einen leistungsfähigen Balancer! Gegen Ladungsende steigt die Spg. steil an. Da aber die Zellen kaum exakt gleich geladen sind, wird die erste sonst "überschiessen".
Was soll denn da ueberschiessen?
Acki am 20 Feb 2021 16:31:59
Alles muss und kann man nicht glauben ... und auf alles darf man nicht vertrauen: Der erwähnte Akku ist seit 9/2019 im Einsatz und macht offenbar OV bei etwa 13.75 Volt ... :gruebel:
Krankhafte Zustände im Leben bessern sich häufig wieder ... es gibt aber auch solche, die zunehmend sind und schliesslich tödlich enden ... :wink:
deacheapa am 20 Feb 2021 16:46:45
Acki hat geschrieben:Der erwähnte Akku ist seit 9/2019 im Einsatz und macht offenbar OV bei etwa 13.75 Volt ... :gruebel:
OK Acki, das wird sich mit den BMS Balancer nicht mehr einfangen lassen, ich würde da den Verkäufer kontaktieren ob ichs selbst ohne Garantieverlust beheben darf, oder er nachbessern will. In Kapazität muß sich das aber immer noch nicht groß auswirken, wenn es einfach nur eine zu große Zelldrift von Anfang an war. Wenn die erreichbare Ladeendspannung weiter sinkt, wird es wohl ne schlechte Zelle sein.
Gruß Dean
atta1979 am 12 Feb 2023 21:03:34
Ich bin auch gerade dabei meine 280Ah zu initialisieren. Hatte die erst in Serie am Victron Ladegerät und jetzt parallel am Labornetzteil. Zieht sich ganz schön bis ich die 3,65V habe. Ich frage mich gerade was das Problem ist, wenn die Zellen minimale Unterschiede haben. Ich werde doch sowieso einen aktiven 5A Balancer einbauen. Müsste der den Ausgleich nicht hinbekommen?
Stocki333 am 13 Feb 2023 08:06:19
atta1979 hat geschrieben:Ich bin auch gerade dabei meine 280Ah zu initialisieren. Hatte die erst in Serie am Victron Ladegerät
Mit oder ohne BMS.??? Welche Ladeschlusspannung hast du eingestellt. Bzw die Einstellung des LG. Schreib die mal. Damit kannst du viel machen. Der Kauf war eine gute Entscheidung.
und jetzt parallel am Labornetzteil.
Welche Spannung hat der Accu und mit wieviel Strom wird geladen.??
Zieht sich ganz schön bis ich die 3,65V habe.
Die Erfahrung machten schon mehrere. :mrgreen: :mrgreen:
Ich frage mich gerade was das Problem ist, wenn die Zellen minimale Unterschiede haben.
. Was verstehst du unter minimal. ?? Und bei welcher Spannung definierst du minimale Unterschiede. Spannende Frage, oder.
Ich werde doch sowieso einen aktiven 5A Balancer einbauen
Welchen: Und zu welchen Zweck baust du den ein. Hast du einen billigen Zellsatz erworben. Normalerweise reicht der BMS Balancer vollkommen aus. Der Aktive Balancer hat auch Nachteile. Dessen mußt du dir bewusst sein.
Müsste der den Ausgleich nicht hinbekommen?
Dann ist dein Ablauf, so wie du es beschrieben hast, falsch. Auch wenns nur wenige Zeilen sind. Vorschlag von meiner Seite. Beantworte die Fragen. Dann kann man dir auch Tipps geben. Franz