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Ich hätte mal eine Frage zu meiner Aufbaubatterie. Ich habe beim Abstellen des Fahrzeugs vergessen das Bedienpanel auszuschalten. Nach vierwöchiger Rückkehr zum Fahrzeug musste ich feststellen dass die Aufbaubatterie komplett entleert ist. Nimmt die Batterie deshalb Schaden?
Ja. Ist nur die Frage, wie schlimm es ist. Das kann von komplett hin bis zu etwas Kapazitätsverlust und Stromfähigkeit gehen. RK Welche Technologie? Blei oder Li? Hallo Frank Batterien (feucht, gel) wollen immer voll sein. Ab 50% können die Batterien Schaden nehmen. Merke: Je tiefer und je länger entladen, desto mehr Schaden! Tipp: Minuspol abschrauben beim Abstellen! Jetzt so schnell wie möglich die Batterie aufladen um weiteren Schaden zu vermeiden. 4 Wochen gehen eigentlich noch, hab da schon Schlimmeres gesehen. LG, Sascha Guten Morgen... das hängt doch auch etwas vom Batterietyp ab, was hast du denn für eine? Nach dem Aufladen (14,4V...) solltest du mit einem Ah-Entlademessgerät mal sehen was die Batterie tut, damit du einschätzen kannst ob ein Austausch nötig wird... Grüße Wolfgang
Hat Dein EBL keine Unterspannungsabschaltung? Wenn doch und die ausgelöst hat dann ist zwar kein Strom mehr im Aufbau, die Batterie ist aber "nur" leer und eben nicht tief entladen! Grüße Dirk
Hallo Frank, leider kenne ich dein Miller Toronto nicht, aber in der Regel schaltet dein E-Block so um die 11 V ab. Du musst wie oben schon geschrieben schnellst wieder Aufladen. Da eine Sulfatierung bereits eingetreten sein kann, gibt es sogenannte Batterieladegeräte mit Pulser, die da vielleicht helfen können. Hallo Frank, aus aktuellem Anlass, ich bin bisher nur stiller Mitleser gewesen, mein erster Beitrag. Auch ich habe dieses Jahr geschlampt und mir ist sogar zweimal die Aufbaubatterie komplett entladen. Da wir unsern Roller Team Granduca seit dem Herbst ca.30 km entfernt untergestellt haben, ist mir bei ersten Mal entgangen, dass ich das Panel nicht ausgeschaltet habe. :rolleyes: Beim zweiten Mal hat mein Schwiegervater zwar das Kabel eingesteckt, leider aber nicht darauf geachtet, dass es nicht in der Kabeltrommel war. :D Das Ende vom Lied, wieder komplett leer. Sie hatte wohl schon beim ersten einen Weg, da nach 3 Wochen schon wieder unter 20% Dazu der strenge Frost zwischendurch, auch in der Halle waren es deutlich unter 0 Grad. Es ist übrigens eine Gel Batterie verbaut gewesen ca. 5-6 Jahre alt. Habe dann das WoMo letzte Woche zu uns geholt, Landstrom eingeschlossen, keine Fehlermeldung. Batterie schön geladen. Alles tutti. Zwischendurch auch immer wieder Kleinigkeiten im WoMo erledigt, weiterhin nichts gewesen. Grandios. Tag 4 am Landstrom dann: ich betrete das WoMo und rieche den Gestank von faulen Eiern, finde aber die Ursache nicht. Verlasse das WoMo nach kurzer Zeit mit unguten Gefühl, da ich sicher bin, dass estwas nicht stimmt. Klar! 30 Min später, ich wollte gerade Mal googlen (bin in dem Moment beim besten Willen nicht drauf gekommen) woher der Gestank kommt, knallt es ordentlich und aus dem WoMo steigt Rauch auf. SchXXXX! :help: Nach dem ersten Schreck dann war schnell klar: Die Aufbaubatterie ist unter dem Beifahrersitz explodiert und hat eine ziemliche Verwüstung angerichtet. Dann war mir auch klar, woher der Gestank kam. :wink: Nach Reinigung, Werkstattbesuch und neuer Batterie mein Fazit: tiefenentladene Batterien nur mit Vorsicht und Kontrolle, am besten im geschützen Raum wieder aufladen. Es ist mir eine Lehre! :mrgreen: EBL ohne Tiefenenladeschutz, ja sowas hab ich auch, mit Votronic BC ergänzt. Dann der nächste Ärger mit Blei. :trotz: Eigentlich immer ärger gehabt mit allen Batterien die ich vorher hatte, ich hab es sehr langsam begriffen wie das mit Stromspeichern funktioniert. Da ist mir der Umstieg auf Winston leichter gefallen :D
Ohne jetzt eine weitere LiFe-Diskussion anstoßen zu wollen aber wenn eine Batterie ( bzw hier ja Akku ) falsch behandelt wird ( tiefentladen ) und auch entsprechende Sicherheitsvorrichtungen ( z.B. Unterspannungsabschaltung ) fehlen oder nicht i.O. sind dann sind LiFe, wegen ihrer höheren Energiedichte, noch gefährlicher! Grüße Dirk
Vollkommen richtig, die Montage einer Tiefenenladeschutz wollte ich in denn Mittelpunkt stellen.
Als ersten Beitrag einen bereits wieder reparierten Schaden schildern um Andere davor zu bewahren finde ich Klasse!! Leider ist das mit dem positiv bewerten hier nicht so einfach, deshalb in dieser Form ein Dankeschön von mir für deinen Beitrag!
Der Verschleiß durch diesen (Ent-)ladezyklus ist sehr hoch, ja. Wie hoch, weiß man natürlich nicht. Beruflich habe ich das häufiger mal mit Starterbatterien in Firmenfahrzeugen erlebt, die haben zumindest bis auf eine Ausnahme nicht spürbar gelitten (wobei man da die Kapazitätsverluste nicht gleich spürt, wohl aber die Belastbarkeit hinsichtlich Stromabgabe). Und ganz allgemein: Das Laden von Akkus über lange Zeit ohne jegliche Überwachung ist etwas, was man unbedingt vermeiden sollte! Handy oder E-Bike über Nacht laden sind so die Klassiker der üblen Angewohnheiten, aber auch das Wohnmobil im fernen Winterlager - da hätte ich überhaupt keine Ruhe.
Die Schaudts schalten um die 10,5V ab. Warum man die Schwelle so tief gewählt hat bleibt Geheimnis von Schaudt. Für die Akkus heißt das bei längerem Verbleib in diesem Zustand Sayonara. Wenn man die Verbraucher kennt und den Ladezustand kannte könnte man ungefähr bestimmen wie lange der Akku in bad conditions war. Einen neuen Akku muss dieses eine Mal nicht gleich umbringen, aber einen Alten würde ich lieber entsorgen bevor ich irgendwo ihne Saft stehe,
Dazu meine Erfahrung: Aufbaubatterie 95Ah bringt noch etwa 20% Kapazität (getestet), Startertestgerät bescheinigt der Batterie vollen Starterstrom beim Test !
Das ist leicht gesagt, aber schwer getan. Handy kann man ja leicht im Wohnzimmer laden. E-Bike auch, wenn der Akku entnehmbar ist. Was aber wenn nicht ? Das Womo kann man auch nicht so einfach in die Wohnung nehmen zum Laden. Die Batterie wäre möglich aber zumindest bei mir eine unheimlicher Aufwand. Und die Solarlader arbeiten doch auch ständig unbeaufsichtigt. Stellst du Solar (so du hast) immer aus, wenn du nicht im Womo bist ? Und den Netzstrom aus am CP, wenn du mal eine Radtour machst ? RK Bleibatterien verlieren Aktivmasse und damit Kapazität, wenn sie entladen länger rumstehen. Unabhängig davon nimmt die Struktur Schaden, wenn sie tiefentladen werden. Bereits einmaliges Tiefentladen dürfte jede Bleibatterie schädigen, ggfs. reicht das aus, um sie zu himmeln. Lithium (LFP) können bei beliebigen Ladezuständen gelagert werden. Aufgrund der (geringen) Selbstentladung sowie Verbrauchern wie BMS ist eine Restladung (50-100%) bei längerer Nichtbenutzung empfehlenswert. Auch gibt es keine Tiefentladung im eigentlichen Sinn; eine Zelle kann ohne Schaden auf 0V entladen werden. Ist aber aus zwei Gründen nicht empfehlenswert: erstens ist die Zelle recht schnell hin, wenn sie noch weiter entladen wird, also die Polung umgekehrt wird. Das passiert naturgemäss dann, wenn bei mehreren Zellen in Reihe nicht alle gleichzeitig die 0V erreichen und noch weiter Ladung entnommen wird. Und zweitens sinkt bei stark entladenen (wie auch sehr kalten) Zellen der mögliche Ladestrom. Extrem entladene Zellen (<2,5 V) sollten daher bei Raumtemperatur mit sehr geringem Strom (<0,05C) geladen werden, bis sie wieder normale Gefilde erreicht haben. Das geht natürlich nur, wenn man das merkt - bläst man die stark entladenen Zellen mit dem Ladebooster auf, ist es möglich, dass sie sich aufblähen und Schaden nehmen.
Das ist die übliche Schwelle zur Vermeidung von Tiefentladung. Zu beachten ist ja auch, dass vor allem bei Bleibatterien die Spannung bei Belastung deutlich einknickt. Wenn jedesmal UVP auslöst, wenn die Sat-Antenne rausfahren will, gehen vermutlich zu viele EBLs kaputt. Meistens durch einen gezielten Fusstritt.
Danke für's Mitraten, aber leider fehlt dieser Aussage jegliche Grundlage. Extrem entladene LFP-Batterien bekommt man kaputt, siehe oben, aber gefährlich wird's nie. LFP kann elektrisch gefährlicher sein als Blei, z.B. bei Kurzschluss, was aber am Energieinhalt (Ah) sowie Stromabgabe (A) liegt und nicht an der Chemie. Bleibatterien können zerknallen, um das Wort Explosion nicht zu verwenden - ist zwar chemisch gesehen eine, aber der Energieinhalt von Knallgas ist gering. Die Schwefelsäure ist aber dagegen ausgesprochen korrosiv, ich würde niemals ein Wohnmobil kaufen, in dem eine Bleibatterie geplatzt ist. Und warum man sich nach einer solchen Erfahrung wiederum den Schwermetallkram aus dem letzten Jahrtausend reinbaut, ist mir schleierhaft. Muss ich aber auch nicht verstehen, ist ja ein freies Land. Gruss Manfred
Hab' ich was anderes geschrieben? Chemie und tiefentladen hast Du ins Spiel gebracht! Übrigens finde ICH ist Lithium im Wohnraum auch nicht weniger giftig als Schwermetall. Allerdings, und da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht, geht eine Batterie mechanisch kaputt ist das Blei und vor allem die austretende Säure eine ziemliche Sauerrei! Da würde sich austretendes Lithium mit dem Luftsauerstoff quasi selbst auflösen :D Und Nein, Li-Akkus sind kein Teufelszeugs und ich habe auch zig davon! Grüße Dirk
Ergänzend dazu kann ich noch sagen, dass mit der neuen Batterie auch ein Tiefenentladungsschutz verbaut wurde und im nachhinein wahrscheinlich zu spät, aber besser als nie. Eine gute Investition aus meiner Sicht. Danke und Gruß, Stefan
Ja, hast du. Deine Aussage war, LFP wäre gefährlicher als Blei. Fakt ist, 200 Ah-Batterien können gefährlicher sein als 60 Ah-Batterien. EnergieINHALT ist etwas völlig anderes als EnergieDICHTE. Die Batterie mit hoher Energiedichte ist sogar viel weniger gefährlich, wenn sie einem auf den Fuss fällt, oder beim Verheben. Und wenn du Toxikologie für eine Meinungsfrage hältst, bestätigt das meinen Verdacht, dass du die verschiedenen "Lithiumbatterien" nicht auseinanderhalten kannst. LFP (und LTO) sind eigensicher und können nicht thermisch durchgehen, und sind damit sicherer als Bleibatterien. Bei anderen Lithium-Ionen-Batterien kann man das nicht so genau sagen, weil die Gefahren andere sind. Ob ein Tiefentladeschutz eine gute Idee ist, hängt davon ab, ob er im abgeschalteten Zustand noch Strom verbraucht. Er schützt die Batterie auch nicht davor, durch längeres Herumstehen mit geringer Ladung kaputtzugehen. Bei Bleibatterien hat eine Solaranlage den schönen Zusatznutzen, dass sie die Batterien immer schön auf Zug hält. Gruss Manfred
Egal, wie aufwändig man das findet oder ob es umständlich ist oder was man selber wie macht - unüberwachtes Laden ist nun mal gefährlich. Das Risiko interessiert sich da kein bisschen für die persönliche Befindlichkeit. Wie man dann damit umgeht, ist jedem selbst überlassen, aber man sollte sich da keinen Illusionen hingeben und vor allem die Risiken kennen. Eine Abwesenheit von ein paar Stunden sehe ich da auch noch hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit für einen unbemerkten Problemfall ganz anders als die Abwesenheit von ein paar Monaten.
Nein, nicht alle Schaudts haben eine Tiefentladungsüberwachung und schalten bei Unterschreitung einer Schwellenspannung ab, z.B. EBL 25*.
Richtig. Allerdings kommt auch immer der praktische Aspekt mit ins Spiel. Wenn ich komplett sicher sein will, kann ich vieles gar nicht machen und anderes wird schon fast zum Volltimejob. Also muß man in der Praxis ein gewisses Risiko akzeptieren, das man durch elektronische Helferlein verringern kann. Wenn man Pech hat, steht man direkt neben dem Akku, wenn er sich verabschiedet und kann nur noch das Womo verlassen, das komplett abbrennt. Nur weil man die letzten 10min nicht mehr genau auf die Werte am Display geschaut hat. RK
Blei Bei Blei werden die Plattenoberflächen chemisch verändert (sulfatieren), so daß die verfügbare Kapazität gegen 0 sinkt. Inwieweit man die Batterie durch Formatierungsladen wieder aktivieren kann, habe ich keine Erfahrung. |
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