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Knaus Traveller 625 - Feuchte Ecke vorne rechts


Nimmersatt am 14 Apr 2021 15:18:24

Hallo liebe Wohnmobilfahrer,

Kurz ein paar Infos zu mir und dem Womo

Da dies mein allererster Post hier im Forum ist möchte ich mich ganz kurz vorstellen. Ich komme aus Renningen (Kreis Böblingen/Leonberg), bin 31 Jahre alt und blutiger Wohnmobilanfänger. Meine Frau und ich haben uns in einen alten Knaus Traveller 625 von 1990 verguckt und letzte Woche gekauft. Uns war klar dass wir einiges an Arbeit reinstecken müssen um ihn wieder schön zu machen - das ist aber in Ordnung :) . Das WoMo hatte einen Wasserschaden im Bad (links hinten im Fahrzeug) - der Vorbesitzer hat daher 2020 das Bad komplett neu aufgebaut (Details dazu gerne später falls Interesse besteht :) ). Von ihm wurden zudem alle Kantenleisten neu abgedichtet (mit einem neuen Dichtband und Dekaseal 8936 darunter) - dies ist denke ich eine wichtige Info für das Problem um welches es hier geht.

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Was ist das Problem?

An der vorderen rechten Ecke ist der Unterboden weich. Ich habe hier an der weichsten Stelle mit den Fingern etwas Material entfernt - es ist alles komplett feucht und erst ca. 2cm tief kann ich wieder festes Holz spüren. Hier wurde offensichtlich auch bereits von einem der Vorbesitzer mit irgendeiner gummiartigen Dichtmasse gespachtelt. Es sieht für mich (nachdem was ich bereits hier im Forum alles gelesen und gelernt habe) leider nach Pfusch aus. Ich kann am Rand der überspachtelten Fläche eine Kante spüren - ich denke dass hier ein Stück des Unterbodens entfernt wurde.

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Im Fahrzeuginneren sieht die Ecke so aus. Man sieht dass an der Seitenwand von einem der Vorbesitzer neues Holz verbaut und auch gespachtelt wurde:
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Die dunkle Stelle zwischen Boden und Seitenwand ist nass:
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Von außen sieht die Stelle so aus. Die feuchte Ecke ist (circa) dort wo das senkrechte Aluprofil endet:
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Auf Höhe des horizontalen gelben Streifens scheint die Dichtung unter der Kantenleiste nicht richtig anzuliegen - dringt hier vielleicht das Wasser ein?
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Da das WoMo ja eine Vorgeschichte bzgl. Wasserschaden hatte, habe ich mir zeitgleich mit dem Kauf ein Hygrometer zugelegt (das Voltcraft MF-90 - es ist fast identisch zum MF-100, aber "nur" auf +-1% genau statt +-0,1%).

Auf Höhe der Sitzpolster scheint die Wand noch trocken zu sein. An anderen Stellen der Seitenwand werden ca 17% Feuchtigkeit angezeigt, hier sind es 31% wahrscheinlich wegen der Aluleiste außen.
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Ein Stück weiter unten ebenfalls 31%
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Ein Stück weiter unten (dort wo die weiß gespachtelte Stelle beginnt) messe ich 39% - tritt hier außen das Wasser ein?
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ca. 10cm weiter unten steigt es auf 41%
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ca. 10cm weiter unten sind es nur noch 31% - wird das Wasser hier durch irgendetwas aufgehalten und fließt woanders lang?
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ca 15cm weiter unten sind es wieder 45%
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Ganz unten ist Seitenwand richtig nass - 88%
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Und die Ecke patschnass mit 100% :cry:
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Am Boden, 10cm entfernt, 44%
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Am anderen Ende der Rundung noch immer 45% - alles feucht...
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Mein Plan zum weiteren Vorgehen
1. Die Seitenwand an der betroffenen Stelle freilegen
2. Herausfinden wo das Wasser eindringt
3. Undichte Stelle(n) abdichten
4. Fauliges Holz an Seitenwand und Unterboden ersetzen

Meine Fragen
1. Wie finde ich heraus wo genau das Wasser eindringt? Habt ihr einen Verdacht?
2. Passt mein geplantes Vorgehen soweit? Ich wäre sehr dankbar über Tipps wie ich am besten vorgehe.

Vielen Dank und Grüße,
Nimmersatt

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turbokurtla am 14 Apr 2021 17:48:28

Tag
Grundsätzlich ist dein Vorgehen richtig.
Es ist hier, da viel Plastik, nur sehr schwer die Eintrittsstelle genau zu finden.
Messen kann man ja nur an Holz.
Mein Tipp, schau dir mal die Unterseite/Boden des Alkovens innen ganz genau an.
Bei dieser Bauweise könnte Wasser an der Kantenleiste, auch oben am Alkoven, eindringen
und um diesen rum nach unten in den Fender ( das Runde ) laufen. Oder eben nur am waagerechten
Stück der Kantenleiste. Das würde man aber innen sehen.
Viel Glück
Gruß Kurt

Nimmersatt am 14 Apr 2021 17:59:55

Ich habe einen Verdacht wo das Wasser herkommt - am Übergang zwischen Seitenwand und Schürze. Hier ist ein Spalt in der Abdichtung zu erkennen:
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Bei einem Knaus Traveller 630 Besitzer hier im Forum ("buehlems", Thema "Womo: Boden aufgeweicht") war das wohl auch das Problem...

Edit:

Danke dir Kurt für deinen Rat! Werde ich umgehend prüfen :)

Anzeige vom Forum


turbokurtla am 15 Apr 2021 09:08:48

Nimmersatt hat geschrieben:Ich habe einen Verdacht wo das Wasser herkommt - am Übergang zwischen Seitenwand und Schürze. Hier ist ein Spalt in der Abdichtung zu erkennen:

Da kommt von mir ein klares NEIN.
Auch wenn da Wasser reinläuft, das meiste würde an der Schürze entlang nach unten/außen weglaufen.
Und dann ist die Stelle ja genau in Höhe des Bodens. O.K., dieser könnte da faulen, aber keinesfalls
wären Hölzer 50 cm höher verfault oder nass.
Mein Rat, konzentriere dich bei der Suche auf OBEN.
Solltest du Polster und Lattenrost im Alkoven noch nie angehoben haben,
hoffe ich für dich,
dass dich dabei nicht der Schlag trifft.
Gruß Kurt

Hobbit615 am 15 Apr 2021 12:31:38

Servus,
ich will dich jetzt nicht entmutigen, aber da wird einiges an Arbeit auf euch zukommen. Ich glaube das du da bis jetzt nur die Spitze des Eisberges siehst.
Ein weiterer Verdächtiger wäre für mich noch der Frischwassertank und dessen Einfüllstutzen. Auf dem Bild Nr.6 Beifahrerseite von aussen, sieht man bereits Alufrass direckt unter dem Einfüllstutzen auf Höhe des Bodens. Ich fürchte das der Schaden in der rechten Seitenwand hin zum Boden sich nicht nur auf die Ecke am Fender beschrenkt.

Wie Kurt schon geschrieben hat, die Vorgehensweise an sich ist richtig!
Wünsche euch Durchhaltevermögen, machbar ist viel, kommt halt immer auf die eigenen Möglichkeiten an. Technischer Beistand und fachkundige Ratschläge bekommst hier sicher.

Gruß Andreas

Nimmersatt am 15 Apr 2021 15:56:23

Vielen lieben Dank euch beiden für eure Ratschläge!

Hier eine Übersicht wie die rechte Seite aussieht zur Orientierung:
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Hier die Seitenwand zur Übersicht. Man sieht unten die modrige Ecke und die versuchte Reparatur von einem der Vorbesitzer:
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Hier der Stutzen des Wassertanks - für mich sieht hier soweit alles gut aus. Ich glaube eher nicht dass durch diesen Wasser eingedrungen ist:
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Das ist das Brett der Liegefläche welches in der Wand verschwindet. Dieses ist auf jeden Fall feucht am Übergang zur Seitenwand - Foto der Messung kommt später:
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Der Hohlraum unter dem Brett der Liegefläche. Man sieht im rechten Teil des Fotos Spuren von Feuchtigkeit an der Unterseite des Bretts. Von der Oberseite aus konnte ich hier auch Feuchtigkeit messen. Auf der linken Seite des Fahrzeugs sieht der Hohlraum übrigens gar nicht gut aus, hier hat sich weißer und schwarzer Schimmel gebildet - hier im Thema soll es aber (erstmal) um die rechte Seite gehen wo der Wasserschaden ist:
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46% laut Hygrometer. Ca. 10cm von der Wand entfernt sind es noch ~30%.
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45% an der Seitenwand komplett bis oben zum Dach - ist hier evtl. eine Metallplatte in der Wand verbaut? Auf der linken Seite des Fahrzeugs messe ich an der selben Stelle einen ähnlich hohen Wert - (vielleicht ist dort aber auch Wasser in der Seitenwand, irgendwo muss der Schimmel ja herkommen).
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Vergleichsmessung an der linken Seite des Womos:
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Ich glaube dass ich über Messungen alleine nicht herausfinden werde woher das Wasser kommt - es müsste die Seitenwand geöffnet werden. Vorher werde ich aber versuchen mit dem Verkäufer eine Lösung zu finden - schließlich wurde mündlich und schriftlich zugesichert dass das Fahrzeug keinen Feuchtigkeitsschaden hätte (wovon er glaube ich auch wirklich überzeugt war) :(

Fledermaus am 15 Apr 2021 18:16:32

Servus
Was heißt Lösung mit dem Verkäufer für dich?

Wandlung(oder wie das richtig heißt, sorry)

Könnte ein schönes Womo werden, is aber noch einiges zutun.

Nimmersatt am 15 Apr 2021 19:34:37

Fledermaus hat geschrieben:Servus
Was heißt Lösung mit dem Verkäufer für dich?

Wandlung(oder wie das richtig heißt, sorry)

Könnte ein schönes Womo werden, is aber noch einiges zutun.


Tja, das weiß ich selber noch nicht so genau....

Problem ist dass wir ihn eigentlich nicht mehr hergeben wollen :) Ich glaube auch dass er richtig schön werden könnte...

Duc1302 am 15 Apr 2021 19:44:36

Nun, ein Womo Bj. 90 ist meistens eine Baustelle und in diesem Fall sieht es nicht wirklich gut aus.
Mit entsprechenden handwerklichen Kenntnissen ist es aber noch zu retten.
Allerdings läuft das schon auf eine Kernsanierung raus.
Knaus hat in Sachen Dichtigkeit nicht den besten Ruf, selbst bei jüngeren Baujahren ...

Fledermaus am 15 Apr 2021 19:54:57

Nimmersatt hat geschrieben:
Problem ist dass wir ihn eigentlich nicht mehr hergeben wollen :) Ich glaube auch dass er richtig schön werden könnte...


Das denke ich auch das es ein schönes Womo werden kann. Wichtig ist das ihr wisst das es schon eine Arbeit ist.

Richtig saniert hält es noch viele Jahre, und ihr werdet damit schöne Reisen machen können.

turbokurtla am 16 Apr 2021 10:56:24

O.k., also links noch schlimmer wie rechts.
Die Wände feucht,
das bestätigt mich in meiner Meinung der Kantenleisten.
Blechstreifen sind in den Wänden drin, das ist richtig. Fast immer dort wo von innen was angeschraubt ist.
Die lassen sich aber durch scharfe Konturen meist sehr gut ermessen.
Nur mal so, ich habe schon sehr viele solcher Knaus in Händen gehabt und kenne die inn- und auswendig.
Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen,
schau dir die beiden hinteren Ecken innen und unten ganz genau an.
Ich hab noch keinen Knaus gesehen der da nix hatte.
Checke alles andere auch ganz genau,
bevor du mit dem Verkäufer sprichst und dich für das Auto entscheidest.
Gruß Kurt

JoFoe am 16 Apr 2021 11:18:21

Nimmersatt hat geschrieben:

es müsste die Seitenwand geöffnet werden. Vorher werde ich aber versuchen mit dem Verkäufer eine Lösung zu finden - schließlich wurde mündlich und schriftlich zugesichert dass das Fahrzeug keinen Feuchtigkeitsschaden hätte (wovon er glaube ich auch wirklich überzeugt war) :(


Moin,
ohne dich vor den Kopf zu stoßen würde ich das Teil niemals behalten. Bist du sicher das du die Mittel hast so eine Sanierung selber durchzuführen ? Mit einen
akzeptablen Ergebnis ?
Das könnte ein Fass ohne Boden werden.

Nimmersatt am 16 Apr 2021 20:20:17

Ganz vielen Dank für eure Antworten und Ratschläge! Ich bin euch sehr dankbar dafür.

schau dir die beiden hinteren Ecken innen und unten ganz genau an.


Hinten links (Bad) hatte das Womo bereits einen Wasserschaden - vom Vorbesitzer wurde 2019 das Bad daher komplett neu gemacht (Boden, Decke, Seitenwand, Rückwand im Bereich des Bades). Die Dusche ist draußen, es wurde eine Trenntoilette mit großem Tank verbaut - gefällt mir so sogar besser als das originale Bad. Nachdem was ich bisher aus den Themen hier im Forum gelernt habe, hat er das gut und gewissenhaft gemacht und für die Konstruktion die richtigen Baustoffe verwendet (techinocoil Caravan-Kleber, Dekaseal 8936, Sikaflex 251). Von ihm wurden dann auch die Dichtgummis in allen Kantenleisten erneut und darunter mit Dekaseal abgedichtet. Auch die Fenster wurden mit Dekaseal abgedichtet. Laut ihm war unter den Kantenleisten und auch an den Fenster das Holz in Ordnung und die Schrauben (der Kantenleisten) hielten problemlos im Holz fest.

Ich werde mir aber beide Ecken noch ganz genau anschauen und auf Feuchtigkeit messen.

Checke alles andere auch ganz genau


Ich habe schon viel geprüft und bisher noch keine weiteren feuchten Stellen gefunden. Ich werde aber noch weiter schauen und es die Tage von einem Experten ebenfalls prüfen lassen

bevor du mit dem Verkäufer sprichst und dich für das Auto entscheidest.


Das ist leider zu spät....gekauft ist es schon (im Glauben und mit der Zusicherung des Verkäufers dass es dicht ist).

ohne dich vor den Kopf zu stoßen würde ich das Teil niemals behalten. Bist du sicher das du die Mittel hast so eine Sanierung selber durchzuführen ? Mit einen akzeptablen Ergebnis ?


Ich bzw. wir sind hin und hergerissen was wir tun sollen. Ich mag das Wohnmobil ehrlich gesagt, trotz dem Schaden, und ich kann mir vorstellen dass es richtig schön werden könnte und ich würde dann gerne damit verreisen. Ich habe auch Lust es zu renovieren.

Ob ich die Mittel habe für eine solche Sanierung ist schwer zu sagen - es ist momentan ja noch unklar wie groß der Schaden tatsächlich ist. Nehmen wir an dass man viel öffnen muss, also z.B. den Alkoven oder das Dach:
- Ich hätte die Zeit und könnte es mir leisten. Ich kann momentan aber noch nicht abschätzen ob ich bei beidem bereit bin die Menge zu investieren die evtl. notwendig sein wird (hunderte Stunden? Tausende Euros?)
- Ich habe momentan keinen Ort um eine solche Reparatur vorzunehmen
- Ich habe nicht die Werkzeuge
- Ich habe nicht die Erfahrung. Ich bastle gerne, allerdings hauptsächlich Elektronik oder Software. D.h. ich bin in der Lage mir schnell neues Wissen anzueignen und habe keine zwei linken Hände, aber ich kann z.B. keine Kreissäge bedienen und habe kaum Erfahrung mit der Bearbeitung von Holz.

Wenn ich so lese was ich schreibe klingt das Ganze nach einem absoluten Disaster :D

Grüße,
Nimmersatt

Fledermaus am 16 Apr 2021 20:32:58

Servus
Ist natürlich eine Frage was die Kiste gekostet hat , was war es Wert , und Was wird es nach der Sanierung Wert sein.
Brauchst hier nicht beantworten, ist eher für dich gedacht, als Entscheidungsfindung.

Wann möchtest mit dem Womo wegfahren? Hast du/ihr Zeit und Nerven die Reparatur in der Zeit zu machen.

Lernen kann man alles und mit Liebe zum machen wird es auch schön.

Entscheiden müsst ihr selber

Nimmersatt am 25 Apr 2021 20:25:25

Hallo miteinander,

im Laufe der nächsten Tage wird es ein größeres Update zum aktuellen Stand mit neuen Fotos geben.

Bis dahin eine Frage: Wie bekommt man den Wassertank ausgebaut? Der Tank ist von einem Stahlrahmen umgeben welcher mit der Bodenplatte verschraubt ist. Leider sehe ich von oben nicht die Schrauben, keine Chance an sie ranzukommen. Am Unterboden befinden sich runde metallene "Deckel" an den Stellen wo der Stahlrahmen verschraubt wurde. Die Deckel sind jeweils seitlich mit einer Schraube gesichert, allerdings bewegen diese sich auch ohne diese Schraube keinen Millimeter. Handelt es sich hier um Blindmuttern (das würde bedeuten dass von oben verschraubt ist)?

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Danke und Grüße,
Nimmersatt

Nimmersatt am 26 Apr 2021 19:01:16

Nimmersatt hat geschrieben:Hallo miteinander,

im Laufe der nächsten Tage wird es ein größeres Update zum aktuellen Stand mit neuen Fotos geben.

Bis dahin eine Frage: Wie bekommt man den Wassertank ausgebaut? Der Tank ist von einem Stahlrahmen umgeben welcher mit der Bodenplatte verschraubt ist. Leider sehe ich von oben nicht die Schrauben, keine Chance an sie ranzukommen. Am Unterboden befinden sich runde metallene "Deckel" an den Stellen wo der Stahlrahmen verschraubt wurde. Die Deckel sind jeweils seitlich mit einer Schraube gesichert, allerdings bewegen diese sich auch ohne diese Schraube keinen Millimeter. Handelt es sich hier um Blindmuttern (das würde bedeuten dass von oben verschraubt ist)?

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Danke und Grüße,
Nimmersatt


Auflösung des Geheimnisses um die mysteriösen "Deckel": An diesen ist jeweils eine Gewindestange verschweißt welche durch den Boden bis in den Innenraum führt. Dort geht sie durch den Stahlrahmen des Wassertanks/Sitzbank und wird von oben mit Muttern verschraubt. An die Muttern kommt man nur äußert schwer ran, da der Wassertank diese verdeckt. Einzige Möglichkeit an sie ran zu kommen war es den Wassertank mit Gewalt nach oben zu drücken...

Nimmersatt am 02 Mai 2021 15:17:53

Hallo miteinander,

wie versprochen gibt es heute ein kurzes Update.

Zunächst: Wir behalten das Wohnmobil und werden es reparieren. Wir versuchen es alleine - es gibt ja viele Infos und Hilfe hier im Forum und zur Not kann man sich noch immer professionelle Hilfe holen.

Stand feuchte Ecke im Aufbau vorne rechts

Zunächst musste der Wassertank raus, da der Unterboden unter diesem feucht und verbastelt ist:
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Nach einigem Kopfzerbrechen und leichter Gewalt endlich draußen :)
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Als nächstes habe ich den größten Teil des morschen Holz entfernt (keine Sorge, das wird später noch sauber rechtwinklig rausgeschnitten werden). Ein Stück der Seitenwand wurde ebenfalls entfernt um überprüfen zu können woher das Wasser kommt.
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Hier sieht man meine Messungen mit dem Hygrometer nachdem es in den letzten Tagen viel geregnet hat. Es lief außen am Womo in diesem Bereich viel Wasser über die Ecke und Seitenwand.
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Mein Fazit: Das Wasser kommt definitiv nicht von oben, das Holz in der Ecke sowie die Seitenwand oben ist trocken (also Glück gehabt...). Das Wasser dringt meiner Einschätzung nach doch zwischen Schürze und Seitenwand ein und läuft von dort in das Kantholz - die Fuge im rot markierten Bereich hat einen Spalt.
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Wie sieht es ansonsten aus?
- Der Schimmel im Hohlraum unter der Liegefläche des Alkoven wurde per Sprühflasche mit 99,9 prozentigem Alkohol behandelt. Ich gehe davon aus dass dieser vor längerer Zeit entstanden ist, denn die Liegefläche ist laut Hygrometer relativ trocken (überall <30% Feuchtigkeit).
- Die vordere linke Ecke des Aufbaus ist ebenfalls feucht - hier dringt das Wasser offensichtlich oben am Staufach ein, läuft dann an der Öffnung runter in den Boden der Ecke. Der Unterboden in der Ecke ist noch nicht durchgegammelt, man sieht von unten aber bereits dass die oberste Schicht abplatzt.
- Die vorderen unteren Ecken des Alkoven waren in der Vergangenheit auf jeden Fall feucht (sieht man am Furnier). Aktuell messe ich dort eine Feuchtigkeit auf beiden Seiten von 30%. Ich werde hier auf jeden Fall noch genauer hinschauen müssen.

Soviel erstmal allgemein zum Stand :)

Viele Grüße,
Nimmersatt

Nimmersatt am 02 Mai 2021 15:30:32

Eine weitere Frage hätte ich noch an euch :)

Von unter dem Fahrzeug erkenne ich einen Spalt zwischen Unterboden und Seitenwand (auf Fahrer als auch Beifahrerseite). Dieser ist zwischen 1 und 2 mm breit. Im Forum habe ich gelesen, dass man diesen Spalt einfach füllen soll (mit G4, also Harz) und anschließend wie gewohnt vor Feuchtigkeit schützen soll (Owatrol, Elaskon UBS).

Ich bin mir nicht sicher ob das das richtige Vorgehen ist. Ist es nicht besser oder sogar notwendig die Verschraubung von Seitenwand zu Unterboden erneuern, sprich die Seitenwand mit neuen Schrauben wieder an den Unterboden "ran ziehen" um den Spalt zu schließen?

Ist ohne Fotos evtl. schwierig zu beantworten - falls sinnvoll versuche ich gerne welche zu machen.

Danke euch für eine Einschätzung!

Nimmersatt

Nimmersatt am 02 Mai 2021 15:55:41

Leider noch eine Frage :roll: entschuldigt die vielen Antworten

Wie repariere ich die Fuge am besten?

Irgendwas drüber schmieren möchte ich nicht - das soll für die nächsten Jahre dicht bleiben. Ich vermute dass die Fuge dazu komplett neu gemacht werden müsste. Sie ist leider relativ breit (ca 15-20mm) - wie bekommt man so eine riesige Fuge dauerhaft dicht?

Hier wurde empfohlen die Fuge mit Dekalin (vermutlich Dekaseal?) zu füllen und anschließend mit einem 3M Hochleistungsdichtband zu verschließen. Was haltet ihr davon?

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