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Batterie Schalter setzen ja oder nein? 1, 2


George68 am 04 Mai 2021 12:37:38

Ich bin gerade am überlegen (eigentlich hatte ich es ursprünglich vor), ob ich einen Batterie not Aus Schalter setzen soll und zwar Anschluss von Batterie Plus an Sicherung von Sicherung anschalter von Schalter an verteilerschiene.
Für alles verwende ich ein 50mm² Leitung , weil ich gerade davon genug über habe.

Jetzt ist aber meine Überlegung ob es nicht zu viele anschlusspunkte auf diesem kurzen Weg gibt.
Ich hätte praktisch 6 Anschlusspunkte.

Der Schalter sollte her falls ich mal alles komplett vom Strom trennen muss, für irgendwelche Arbeiten an Elektrik.

Der Hersteller gibt dieser Schalter an mit 300 Ampere Belastbarkeit.
Ich hatte am Wochenende zu testzwecken Wechselrichter an Batterie angeschlossen (natürlich über BMS, Sicherung, Schalter).
Zum verbinden hatte ich drei Kabel auf 25 mm² angeschlossen, weil die ist gerade fertig konfektioniert liegen hatte.
Induktionsplatte mit 1600 bis 1800 Watt laufen lassen, dabei wurde das Kabel zwischen Sicherung und Schalter warm und auch der Schalter erwärmte sich.
Das lag zum einen mit Sicherheit an der zu dünnen Verkabelung, wie gesagt, im WoMo kommen 50mm², aber dabei kam mir dann auch der Gedanke ob die vielen anschlusspunkte auch darauf Einfluss haben könnten?

Und meine zweite Frage, batteriekasten aus Multiplex Platten kann er mit einem Deckel komplett zugemacht werden oder sollte vielleicht ein kleiner Spalt offenbleiben damit sich kein Kondenswasser bildet und für bessere Luftzirkulation?


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Wuidsau am 04 Mai 2021 12:43:09

Für welche Ströme sind die Bauteile spezifiziert?
Typ Schalter+Sammelschiene?
Schrauben nach Herstellervorschrift angezogen?

George68 am 04 Mai 2021 13:17:23

Wie gesagt Schalter ist bis 300Aso auch die Verteilerschiene/ n (Plus und Masse).
Dran wird ein Wechselrichter mit z.Z 2000w, zum späteren Zeitpunkt kommt vielleicht ein 2500w.

Aber wie es zurzeit ausschaut reicht ja 2000 aus um auch nur der kleine induktionsplatte zurechtzukommen.

Sonst am stromfressern habe ich noch eingebauten Zentralstaubsauger, der mit Herstellerangabe 1200w und 110A auskommt.

Sonst ist noch ne Dachklima, die, lief auch vorher schon mit diesem WR.

Natürlich versteht sich von selbst alle Geräte nur Einzelbetrieb nie zusammen

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Tirena27 am 04 Mai 2021 13:28:43

Ich habe den Batteriehauptschalter drin, weil der schon vom Hersteller in der originalen Ausstattung verbaut war - aber ehrlich gesagt, nutze ich den überhaupt nicht.

Wenn ich an der Elektrik arbeite, wo ich den Strom trennen muss, bin ich eh immer auch direkt an den Batterien und entferne den Massepol. Aber meist versuche ich ohne das Trennen der Batterie auszukommen, da ich ja sonst alles wieder neu programieren muss was über den Aufbaustrom läuft.

Ob ich bei einem Notfall daran denke, dass der Schalter unterm Beifahrersitz ist kann ich jetzt auch nicht sagen.

Wuidsau am 04 Mai 2021 13:37:48

Mehr wie handwarm dürfen die Teile nicht werden. Teste nochmal mit der vorgesehenen Verkabelung.
Im Zweifel gehe lieber etwas höher.

Die Hauptsicherungsthematik und Reduzierung von Klemmstellen aufs Nötigste betreibe ich auch.
Deswegen nutze ich entweder Automatiksicherungen geeigneter Bauart oder NH Sicherungen ohne Schalter als "last line of defence" mit entsprechender Auslegung. Diese NH löst nur aus wenn unbedingt nötig.

Rockerbox am 04 Mai 2021 13:42:11

Wuidsau hat geschrieben:Deswegen nutze ich entweder Automatiksicherungen geeigneter Bauart oder NH Sicherungen ohne Schalter als "last line of defence" mit entsprechender Auslegung. Diese NH löst nur aus wenn unbedingt nötig.


Du nutzt NH-Sicherungen im Wohnmobil?

George68 am 04 Mai 2021 14:03:11

Rockerbox hat geschrieben:Du nutzt NH-Sicherungen im Wohnmobil?


NH Sicherungen waren vorher auch bei mir verbaut (vom Vorbesitzer)
Ich hatte vorn im Motorraum eine und im für Aufbau hatte ich 2 davon.
Jetzt mache ich Flachsicherungen der Bauart Mega

George68 am 04 Mai 2021 14:09:03

Tirena27 hat geschrieben:Wenn ich an der Elektrik arbeite, wo ich den Strom trennen muss, bin ich eh immer auch direkt an den Batterien und entferne den Massepol. Aber meist versuche ich ohne das Trennen der Batterie auszukommen.....

da ich ja sonst alles wieder neu programieren muss was über den Aufbaustrom läuft.....


Genau das ist mein Anliegen. Meine jklemnen werden im geschlossenen Kasten sitzen, um sie von Batterie zu trennen, müsste ich den Kasten öffnen.
Wenn ich außerhalb des Kastens Sicherung und Schalter habe kann der Plus Strom fast direkt an der Batterie getrennt werden.

Rockerbox am 04 Mai 2021 14:13:51

Ich hab unmittelbar am Plus-Abgang vom Akku einen 200A-Sicherungsautomat, den ich im Fall des Falles als Schalter nutzen kann. Ich kann auch das Hauptrelais über das BMS abwefen, dann sind auch alle Verbraucher stromlos, aber eben nicht das BMS selber und auch die Plusleitung bis zum Relais steht immer noch unter Spannung. Mit dem Schalter ist alles "aus".

Rockerbox am 04 Mai 2021 15:02:50

George68 hat geschrieben:
NH Sicherungen waren vorher auch bei mir verbaut (vom Vorbesitzer)
Ich hatte vorn im Motorraum eine und im für Aufbau hatte ich 2 davon.
Jetzt mache ich Flachsicherungen der Bauart Mega


Also, ich hab schon vieles in vielen Mobilen gesehen, aber NH-TRENNER (oder NH-Sicherungen) sind mir noch nie untergekommen. Und nur damit wir vom selben reden, DAS sind NH-Trenner:

30782

Gibts auch für geringere Stromstärken, aber gerade die besondere Bauform halte ich für einen Einsatz im Mobil (und vor allem im Motorraum) als ungeeignet ....

George68 am 04 Mai 2021 16:35:52

Rockerbox hat geschrieben:Gibts auch für geringere Stromstärken, aber gerade die besondere Bauform halte ich für einen Einsatz im Mobil (und vor allem im Motorraum) als ungeeignet ....


Das waren meine 2 NH im Wohnraum


Acki am 04 Mai 2021 17:27:14

Rockerbox hat geschrieben:...
Also, ich hab schon vieles in vielen Mobilen gesehen, aber NH-TRENNER (oder NH-Sicherungen) sind mir noch nie untergekommen.
...
Gibts auch für geringere Stromstärken, aber gerade die besondere Bauform halte ich für einen Einsatz im Mobil (und vor allem im Motorraum) als ungeeignet ....


Ähhh ... schon einmal in ein aktuelles PhoeniX Reisemobil geschaut? :wink:


Rockerbox am 04 Mai 2021 17:30:10

Acki hat geschrieben:
Ähhh ... schon einmal in ein aktuelles PhoeniX Reisemobil geschaut?


IN eines ja, aber nicht in die Elektrik, aber man lernt eben nie aus.

Gast am 04 Mai 2021 17:40:05

Nur weil Phoenix draufsteht, muss es noch lange nicht sinnvoll sein, eine NH Sicherung mit ihrem hohen Leistungsbedarf für 12 V zu benutzen.

Gast am 04 Mai 2021 17:56:47

Siehe Verlustleistung NH03 ab 25 Watt:

--> Link

Wuidsau am 04 Mai 2021 18:50:32

Das Problem der Li Batterie ist der schnelle Kurzschlußstromanstieg.
Die NH ist voll Sand der dann schmilzt und dem Lichtbogen Energie entzieht.

At Rockerbox
Das sind NH Sicherungseinsätze.
Beim Trenner sitzen diese Einsätze in einer Klappe die abnehmbar ist.

Gast am 04 Mai 2021 19:16:46

Wuidsau hat geschrieben:Das Problem der Li Batterie ist der schnelle Kurzschlußstromanstieg.
Die NH ist voll Sand der dann schmilzt und dem Lichtbogen Energie entzieht.


Genau! Deshalb nimmt man diese Sicherungen bei Spannungen von 230 Volt und höher.

Bei 12 V ist es einfach nur Quatsch NH-Einsätze zu nehmen. :wink: da kannst du den Lichtbogen vergessen, das schafft eine ANL Sicherung locker.

Wuidsau am 05 Mai 2021 08:35:37

Bei mehreren hundert Amperestunden kann eine kleine Sicherung regelrecht verdampfen, wenn das Plasma entsteht und der Lichtbogen nach Durchbrennen des Fadens stehen bleibt!

Wieviel Schaltvermögen hat die ANL oder Würfelsicherung? Ich würde gerne nach Auslösung den Sicherungshalter noch nutzen können!
Bei NH ist das sichergestellt (Ik mindestens 50 kA), andere zwischen 1 bis 10 kA.

Gast am 05 Mai 2021 08:46:13

Du hast ja recht (§1: wie immer!) :wink: Und nun noch ein Beispiel für einen Lichtbogen an 12 Volt bitte ...

Ich nutze diese Heiz-Leistung an der NH-Sicherung lieber zum Fernsehschauen.

rolfk am 05 Mai 2021 09:15:03

Wuidsau hat geschrieben:Bei mehreren hundert Amperestunden kann eine kleine Sicherung regelrecht verdampfen, wenn das Plasma entsteht und der Lichtbogen nach Durchbrennen des Fadens stehen bleibt!


Ach, der 12V-Lichtbogen. Ja, der ist schlimm.
btw, meinst du wirklich "Amperestunden "?

Aber wenn erst der Nadelimpuls kommt...


Zur Aufrechterhaltung ist eine Spannung von ungefähr 30 Volt erforderlich.[8]

Zitat --> Link

Wie oft noch ?

rolfk am 05 Mai 2021 09:19:49

Wuidsau hat geschrieben:Das Problem der Li Batterie ist der schnelle Kurzschlußstromanstieg.

Und bei Blei steigt der Strom langsamer ?

Manomann.

MountainBiker am 05 Mai 2021 09:59:56

Hallo,

ich halte wenig von dem "Einbauen" eines zusätzlichen manuellen Batteriehauptschalter sind Systemen bei denen eine Trennung bereits durch Hochlastrelais oder andere Einrichtungen vorhanden ist. Im Gegensatz zu geprüften Niederspanungs-/Gleichstrom-Sicherungen, die mit Sicherheit auch in der Lage sind den Kurzschlußstrom zu trennen und ein entstehender Lichtbogen auch gelöscht wird ist das bei den meisten Schaltern eher ein Problem:
-Kontaktabbrand mit erhöhten Kontaktwiderstand und übermäßiger Erwärmung im Betrieb;
-Verschweissen der Kontakte (bei hohen Strömen) -> Keine Trennung mehr möglich;
...

Bei den meisten Systemen gibt es ja Trennrelais bzw. Hochlastrelais oder MOSFET-Schalter, sollten diese einmal versagen gibt es immer noch eine Sicherung - alles andere ist ein Fehlerquelle mit Risikopotential. Und übrigens eine 250A Hauptsicherung wäre mir lieber, wenn diese mit einer etwas "flinken" Charakteristik auslösen würde und nicht erst im Sekundenbereich beim 3,5fachen Nennstrom, also sollte man auch die Sicherungen entsprechen auswählen. Gegen die im KFZ-Bereich üblichen Streifensicherung und die Blocksicherungen ist nicht einzuwenden - manchmal ist weniger mehr!

Wenn man einen Hauptschalter einbauen will, weil das Batteriemanagement einen zu hohen Strombedarf hat und die Batterie zu schnell entlädt, dann ist das BMS das Problem.

Meine Meinung dazu!

rolfk am 05 Mai 2021 11:41:45

Biker, es mag BMS geben, die ungesund höheren Ruhestrom haben, vor allem im Printbereich.
Das Auto mit seinen ganzen Features, BC, Anzeigen, Router kann aber auch in Ruhestromverbrauch hineinkommen, der ungesund ist.
Nicht umsonst haben die alten Schaudt EBL , und andere, einen Trennschalter.
Wer sowas nicht hat, mag über Trennschalter nachdenken, aber nicht nur wegen seines BMS.

Und falls du die JBD meinst, deren Ruhestrom liegt wohl noch unter dem von deinem BMS.

MountainBiker am 05 Mai 2021 12:02:08

Hallo Rolf

bitte genau lesen:
"Einbauen" eines zusätzlichen manuellen Batteriehauptschalter sind Systemen bei denen eine Trennung bereits durch Hochlastrelais oder andere Einrichtungen vorhanden ist.

oder willst Du die Starterbatterie mit dem Schalter trennen, davon würde ich auch abraten.

Und falls du die JBD meinst, deren Ruhestrom liegt wohl noch unter dem von deinem BMS.


Monoflop BMS:
-Betriebsmodus "ausgeschaltet" (Controller) auf ca. 1mA Strom;
-Strombedarf bei UVP-Schutz-Modus (deaktiviert) <100uA (Balancer);

Hast Du die konkreten Werte zum JBD-BMS oder hast Du das mal so in den Raum gestellt?

Gerry01 am 05 Mai 2021 19:19:03

pfeffersalz hat geschrieben:Ich nutze diese Heiz-Leistung an der NH-Sicherung lieber zum Fernsehschauen.


Die Sache mit der Heizleistung ist relativ. Der Spannungsabfall liegt bei den Verlustleistungen lt. Datenblatt bei den NH-Sicherungen unter 0,1 Volt.
Die ideale Sicherung ohne Spannungsabfall gibt es leider nicht.
Gleiches gilt für Schalter und Schraubverbindungen.
Alles was warm wird verbrät Leistung. Bei Strömen die ein 2 kW-Wechselrichter braucht wird es hier und da warm.
Deshalb sollte man möglichst wenig dazwischen schalten.

Gast am 05 Mai 2021 19:35:14

Gerry01 hat geschrieben:
Der Spannungsabfall liegt bei den Verlustleistungen lt. Datenblatt bei den NH-Sicherungen unter 0,1 Volt.
.


Ist das so? (unglaubwürdig)

Welche Baugröße und welcher Betriebsstrom bei welchem Nennstrom ist das?

Bitte nachvollziehbare Angaben.

Gerry01 am 05 Mai 2021 19:54:26

Was ist daran unglaubwürdig?
Die Verlustleistung der jeweiligen Sicherung steht im Datenblatt.
Die Formel lautet P = U x I
Aufgelöst nach der Spannung: U = P / I

Ich komme da nicht über 0,1 Volt Spannungsabfall.

Gast am 05 Mai 2021 19:58:53

Gerry01 hat geschrieben:Was ist daran unglaubwürdig?
Die Verlustleistung der jeweiligen Sicherung steht im Datenblatt.
Die Formel lautet P = U x I
Aufgelöst nach der Spannung: U = P / U

Ich komme da nicht über 0,1 Volt Spannungsabfall.


Link auf dein Datenblatt?

Welche Baugröße und welcher Betriebsstrom bei welchem Nennstrom ist das?

Bitte nachvollziehbare Angaben.

Gerry01 am 05 Mai 2021 20:03:25

pfeffersalz hat geschrieben:Siehe Verlustleistung NH03 ab 25 Watt:

--> Link


Dss Datenblatt wurde hier verlinkt.

ConducteurCC am 05 Mai 2021 21:43:49

George68 hat geschrieben:Jetzt ist aber meine Überlegung ob es nicht zu viele anschlusspunkte auf diesem kurzen Weg gibt.

Induktionsplatte mit 1600 bis 1800 Watt laufen lassen, dabei wurde das Kabel zwischen Sicherung und Schalter warm und auch der Schalter erwärmte sich.


Nachdem sich hier alle über NH Sicherungen auslassen, mal ein ganz anderer Ansatz:

Statt mit dem Finger die Wärme zu fühlen, einfach mal den Spannungsfall über die 'langen' Leitungen (PLUS und MINUS) messen und an jeder 'Übergangsstelle' notieren und sich dann die Summe aller Spannungen in einem Schaltbild anschauen, die da 'verschwinden'.

Irgendwo sollten im Ladezweig nur 2% und im Entladezweig bis zu 4% der Spannung als Raumheizung dienen. Wenn es in Richtung 8% geht, wäre es schon mehr als grenzwertig. (Ausgenommen Sicherungen, die bereits hochohmiger werden, weil evtl. zu knapp dimensioniert, was aber kein Freibrief für diese 'Schaltsicherungen' sein soll.)

Das kann dann an schlechten Verbindungen, unebenen Kabelschuhen, zuviel Alu, Kupfer, Metall-Gemisch liegen oder der Kabelquerschnitt wurde nicht richtig berechnet. Und nicht zu vergessen die Qualitätsware aus China, egal ob Schalter, Sicherungshalter etc...
Und wer Sicherungen verwendet, die beim 'normalen' Strom schon gut warm werden, sollte unbedingt die Charakteristika des PTC-Verhaltens anschauen und die Dimensionierung nochmal überlegen.
Wenn sich die 'verlorene' Spannung auf viele Stellen aufteilt, ist es noch ok, wenn es irgendwo eine Stelle gibt, wo es zuviel ist, dann wird das grenzwertig. Das muß aber jeder für sich selbst entscheiden. Nur meine Meinung...

Gerry01 am 05 Mai 2021 22:20:42

Sehr ausführlich und gut erklärt. Das wollte ich mit meinem kurzen Beitrag oben eigentlich auch zum Ausdruck bringen.
Kochplatte einschalten und dann den Spannungsabfall messen. Nur so kommt man den Watt-Dieben auf die Spur. Dabei wird man schnell feststellen dass Kleinvieh hier den Mist macht und sich letztendlich ordentlich addiert.
Je höher die Ströme sind, da ist natürlich der Wechselrichter der Hauptverbraucher, desto höher werden die Verluste. Deshalb sollte der Wechselrichter auch mit möglichst kurzen dicken Kabeln ohne unnötige Schalter und zusätzliche Sicherungen angeschlossen werden.
Vielleicht sollte man auch überlegen ob man im Wohnmobil wirklich elektrisch kochen muss. In den 2 Minuten die eine Kaffeemaschine läuft kann man auch einen höheren Verlust in Kauf nehmen und es wird sich auch nichts übermäßig erhitzen wenn man nicht hoffnungslos unterdimensioniert hat.
Diskussionen welche Sicherung vielleicht eine Spur besser ist sind dann völlig überflüssig.

HartyH am 06 Mai 2021 01:53:25

ConducteurCC hat geschrieben:Nachdem sich hier alle über NH Sicherungen auslassen, mal ein ganz anderer Ansatz:
....
Irgendwo sollten im Ladezweig nur 2% und im Entladezweig bis zu 4% der Spannung als Raumheizung dienen. Wenn es in Richtung 8% geht, wäre es schon mehr als grenzwertig.
....
Das muß aber jeder für sich selbst entscheiden. Nur meine Meinung.

sehr gut erklärt, alle Achtung
das ist für mich ein Positiv wert.
.

Stocki333 am 06 Mai 2021 07:04:44

ConducteurCC hat geschrieben:Statt mit dem Finger die Wärme zu fühlen, einfach mal den Spannungsfall über die 'langen' Leitungen (PLUS und MINUS) messen und an jeder 'Übergangsstelle' notieren und sich dann die Summe aller Spannungen in einem Schaltbild anschauen, die da 'verschwinden'.

Der Finger ist immer der erste Hinweis, das ist das einfachste und sicherste. Wenn dort nach einer Halben Stunde mit der nahezu maximalen Last des WR übermäßige Wärme auftritt. Besteht Handlungsbedarf.
Bei Natoknochen den Spannungsabfall messen. Hier kannst du eine Überraschung erleben. 120A Last und 0,5 Volt Spannungsabfall habe ich bereits gemessen. Das bringt einen schon ins Grübeln.
So gesehen ist es besser das BMS zum abschalten zu benutzen. So wie MountainBiker es beschreibt.
Und dein Beitrag ist mir an Gutn wert. Sehr gut beschrieben,
Gruß Franz

Gerry01 am 06 Mai 2021 08:58:00

Das 12-Volt Netz ist nicht gerade prädestiniert für hohe Leistungen.
Man sich deshalb überlegen ob man im Wohnmobil wirklich elektrisch kochen muss.
Ebike-Akkus laden, fernsehen, Laptop laden, für wenige Minuten die Nespresso anwerfen ist alles kein Problem.
Wer meint er muss den Wechselrichter eine halbe Stunde lang zum Kochen mit 1500 Watt quälen der muss eben den entsprechenden Aufwand,
vor allem akkuseitig, treiben.
Ob das sinnvoll ist muss jeder für sich entscheiden.
Auch die Automobilindustrie hat inzwischen eingeräumt, dass man mit dem 12V-Netz leistungsmäßig an der Grenze ist.
Eine Sicherung zwischen Anlasser, Batterie und Lichtmaschine sucht man übrigens vergeblich.

rolfk am 06 Mai 2021 09:03:18

MountainBiker hat geschrieben:Hallo Rolf

bitte genau lesen:

Ich hatte das, glaube ich schon genau gelesen, aber mein Gedankengang, den ich beitragen wollte, war etwas anderes.

"Einbauen" eines zusätzlichen manuellen Batteriehauptschalter sind Systemen bei denen eine Trennung bereits durch Hochlastrelais oder andere Einrichtungen vorhanden ist.

Ich sehe das Konzept "BMS" und seine Trennung von "Betriebstechnik" ziemlich streng, deswegen stelle ich mich gegen die Verwendung eines "gemeinsamen Trennschalters" Für BMS-Fälle und "normale Betriebsaufgaben".
Dass es dadurch den Fall geben kann, dass es sowohl einen Trennschalter als auch ein "BMS Hochlast Relais" gegen kann, ist aus meiner Sicht zwar unglücklich, aber vor allem ein Zeichen dafür, dass es irgendwo im gesamten Konzept hakt.

MountainBiker hat geschrieben:oder willst Du die Starterbatterie mit dem Schalter trennen, davon würde ich auch abraten.

Na, die meisten der Batterie-Trennschalter dürften für genau den Zweck hergestellt und eingebaut sein - in "Normalfahrzeugen" mit nur einer Batterie. Das in unserem Fall "rollende Multifunktionscomputer" (es gibt keine Autos mehr, in denen nicht mindestens 100 Prossessoren/Rechner verbaut sind) mit gleich zwei zeitweise getrennten Batterien das Thema sind, macht das nicht gerade einfacher.

Solange aber gelegentlich vom Abklemmen der (Starter) batterie im Winter gesprochen wird, kann man den Trennschalter schon andenken.



Rolfk hat geschrieben:Und falls du die JBD meinst, deren Ruhestrom liegt wohl noch unter dem von deinem BMS.

MountainBiker hat geschrieben:Monoflop BMS:
-Betriebsmodus "ausgeschaltet" (Controller) auf ca. 1mA Strom;
-Strombedarf bei UVP-Schutz-Modus (deaktiviert) <100uA (Balancer);

Hast Du die konkreten Werte zum JBD-BMS oder hast Du das mal so in den Raum gestellt?

Langsam solltest du mich soweit kennen, dass ich (fast) nie etwas "mal so in den Raum ...stelle".
Als ich das geschrieben habe, habe ich mich gestützt auf:
- meine Erinnerung, dass jemand hier auf dem Board vor (mehr als) 2 Jahren bereits Xiao/JBD eingestzt hat, wahrscheinlich als erster, aber für LiIon Akkus. Der hat mal den Stromverbauch beschrieben as 0,1-0,2 mA.
Das ist übrigens der gewesen, der mich damals zu diesem Board gebracht hat, weil ich auch schon mit den Dingern gearbeitet hatte.
- meine Erinnerung, dass ich selber damals den Stromverbrauch der JBDs auch gemessen hatte, aber für 7s. Vergleichbares Ergebnis.

Gleichzeitig hatte ich den Verbrauchs deiner Entwicklung eine Spur höher in Erinnerung, da habe ich wohl mal überlesen, dass du etwas nachgebessert hast.

Um der Sache jetzt aber eine Grundlage zu geben, habe ich gestern ein herumliegendes BMS nachgemessen, ein 10s 20 A JBD.

Strom mit laufender APP über BT : 14 mA
ohne App, BT Lampe aus, . etwa 5 mA.
Dieser Strom geht nach etwa 15 s ( ich habe die Zeit nicht genau gemessen) runter auf 0,8 bis 0,9 mA.
Der wollte auch bei längerem Warten nicht weiter runtergehen, was mich sehr an meinem Gedächtnis hat zweifeln lassen.

Nach kreativen 2 Minuten habe ich es dann aber gefunden, ein einfaches Abziehen des BT Moduls liess dann einen Ruhestrom des BMS von 0,11 mA übrig, mit winzigen Bursts nach mehr etwa alle 2 s, die mein Fluke etwa 0,18 mA anzeigen lassen. Wäre ein Fall fürs Ozilloskop, habe ich mir geschenkt. Es ist vorhersagbar, dass das 5 mA Strompulse für sehr kurze Zeit sind, der Betriebsstrom des Prozessors ausserhalb des Sleep-Modus.

Also, Ruhestrom des BMS, wenn nichts zu tun ist 0,11 mA, das angeschlossene BT-Modul zieht weitere 0,7 mA, selbst wenn es aus ist.
Dürfte theoretisch interessant sein, aber für die üblichen Monsterakkus ziemlich bedeutungslos.

Also, fürs BMS knappes unentschieden mit Aufschlagvorteil für dich. :mrgreen:

rolfk am 06 Mai 2021 09:09:09

Gerry01 hat geschrieben:Das 12-Volt Netz ist nicht gerade prädestiniert für hohe Leistungen.

Da scheint man sich ziemlich einig zu sein. Genauso einig ist man sich darüber dass man trotzdem bei 12 V bleibt, statt zumindest 24 V anzudenken.

Wenn ich da an mein kleines "Notstromaggregat" denke, mit 48 V 50 Ah, da habe ich die Verdrahtung zum WR (1500/3000) mit sinnlos überdimensonierten 10 qm gemacht - für 1500 Watt.

Wenn ich mich auf 1000 W beschränkt hätte, hätten Bananenstecker noch gerade gereicht. :mrgreen:

Gerry01 am 06 Mai 2021 09:44:32

rolfk hat geschrieben:Das 12-Volt Netz ist nicht gerade prädestiniert für hohe Leistungen.

Da scheint man sich ziemlich einig zu sein. Genauso einig ist man sich darüber dass man trotzdem bei 12 V bleibt, statt zumindest 24 V anzudenken.


Ich gehe mal davon aus du meinst damit die Autohersteller. Die hatten sich eigentlich mal auf ein 42V-System, dann auf 48V geeinigt.
Das war immerhin schon vor etwa 10 Jahren.
Wirklich umgesetzt wurde das nie, der spitze Bleistift war wohl dagegen.

Solange Fiat und Co. bei 12V bei den Basisfahrzeugen bleiben haben wir leider ohne großen Aufwand zu treiben auch wenig Spielraum nach oben.
Aber ich denke mal mit etwas Vernunft sind, vor allem für die 95% der Wohnmobile die sowieso fast immer auf einem Campingplatz an Landstrom hängen,
Lösungen möglich die keinen gigantischen Aufwand erfordern. Zur Not stellt man dann eben an dem einen Morgen an dem man auf der Druchreise in der Pampa übernachtet hat
den gute alten italienischen Kaffeekocher auf den Gasherd.

andwein am 06 Mai 2021 10:00:02

[quote="rolfk"
Da scheint man sich ziemlich einig zu sein. Genauso einig ist man sich darüber dass man trotzdem bei 12 V bleibt, statt zumindest 24 V anzudenken.[/quote]
Nein, die Autoindustrie geht direkt auf 48V, von Ford und Audi gibt es dafür schon fahrbare Kfz. Was die Wohnmobilindustrie daraus macht wird man sehen.
Gruß Andreas

MountainBiker am 06 Mai 2021 10:01:00

Hallo,

Solange Fiat und Co. bei 12V bei den Basisfahrzeugen bleiben


Diesen Satz muß ich berichtigen:

Solange die Aufbauhersteller für Wohnmobile bei 12V bleiben ...

Es wäre ein leichtes das komplette Aufbau-Bordnetz durch einen in allen Euro6 Fahrzeugen mit Lademanagement ohnehin vorhanden B2B-Lader auf 24V oder 48V umzustellen, es ist aber dann mehr als eine 100Euro AGM-oder GEL-Batterie notwendig - der Kunde wird den Mehrpreis aber nicht bezahlen wollen.

Jetzt sind wir aber vom Thema abgekommen - wenn ich jetzt so durchzähle ist das Meinungsbild dazu different, aus den letzten Posts geht es eher in die Richtung "ein mechanischer Trennschalter ist nur eine zusätzliche Fehlerquelle", was auch meine Meinung dazu ist.

rolfk am 06 Mai 2021 10:21:43

rolfk hat geschrieben:Das 12-Volt Netz ist nicht gerade prädestiniert für hohe Leistungen.

Gerry01 hat geschrieben:Da scheint man sich ziemlich einig zu sein. Genauso einig ist man sich darüber dass man trotzdem bei 12 V bleibt, statt zumindest 24 V anzudenken.

Ich gehe mal davon aus du meinst damit die Autohersteller. Die hatten sich eigentlich mal auf ein 42V-System, dann auf 48V geeinigt.
Das war immerhin schon vor etwa 10 Jahren.

Gerry01 hat geschrieben:Wirklich umgesetzt wurde das nie, der spitze Bleistift war wohl dagegen.

Es ist nicht nur immer der spitze Bleistift, sondern in dem Falle auch ein grundsätzlices Problem - einen Standard verlassen, einen neuen einführen. Das geht in Hersteller, Lieferketten, Lagerkapazitäten, Teileanzahl für Lager, Fachleuteausbildung , .... hinein.
Gerry01 hat geschrieben:
Solange Fiat und Co. bei 12V bei den Basisfahrzeugen bleiben haben wir leider ohne großen Aufwand zu treiben auch wenig Spielraum nach oben.

Gerade das sehe ich komplett anders.
Auch die 48 V Fahrzeuge der Industrie sollen einen 12 V Kreis und eine 12 V Batterie behalten, weil es einfach zuviele Teile gibt die mit 12 V laufen und sonst umgestellt werden müssten.
Die Wohnmobile habe eine ideale Ausgangsbasis - es gibt bereits 2 getrennte Batterien, aber da man nicht nur erzkonservativ ist, sondern diese Grundhaltung wahrscheinlich sogar erfunden hat, kommt niemand auf die Idee, die Aufbaubatt in 24 V zu machen, und die Starter bei 12 V zu belassen....

Gerry01 hat geschrieben:Aber ich denke mal mit etwas Vernunft sind, vor allem für die 95% der Wohnmobile die sowieso fast immer auf einem Campingplatz an Landstrom hängen, Lösungen möglich die keinen gigantischen Aufwand erfordern.

Ich habe keine Ahnung, welchen Anteil die Autarksteher haben, jedenfalls gehört ein Großteil der LiFe-Einbauer wohl dazu.
Gerry01 hat geschrieben:Zur Not stellt man dann eben an dem einen Morgen an dem man auf der Druchreise in der Pampa übernachtet hat
den gute alten italienischen Kaffeekocher auf den Gasherd.

Das geht ja schon, aber die Frau hat immer Ärger mit dem Gasföhn.. :mrgreen:

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Ordnungsruf, auch an mich - Trennschalter.

huohler am 06 Mai 2021 10:34:50

Es würde auch nach Umstellung auf 48V immer noch einen DC-DC Wandler für 12V geben. Wir haben doch jetzt schon verschiedene Spannungen im Wohnmobil: 230V, 12V und 5V an den USB-Steckdosen. Alles auf einmal umstellen würde eh nicht funktionieren. Also kämen die 48V dazu. An einem PC Netzteil hat man auch 12V, 5V und 3,3V.

Ich lese gerade die Überschrift - upps, jetzt sind wir aber etwas abgedrifftet :? :sorry:

Hubert

Gerry01 am 06 Mai 2021 10:42:50

Oh ja, sorry den Fön hatte ich vergessen. Ich dachte da wohl nur an meine Frisur.
Du hast natürlich völlig Recht, LiFe macht nur für Freisteher Sinn. Der Campingplatzurlauber braucht weder Solar noch die 2. AGM.
Für dass gesparte Gewicht kann man anderen Kram mitnehmen.
Aber das ist jetzt wirklich genug am Thema vorbei.

Ich hätte da aber noch eine andere Idee, so hab ich mir das schon überlegt.
Trennschalter ja, aber den Spannungswandler direkt anschließen. Man kann ihn sowieso separat ausschalten, also meinen zumindest, und
sollte ihn wegen dem Ruhestromverbrauch auch nur einschalten wenn man ihn wirklich braucht.
Damit könnte man den Trennschalter samt den Leitungen deutlich schwächer dimensionieren und vermeidet den Spannungsabfall.

AnReg am 06 Mai 2021 11:06:58

OK, ich sehe ja ein, dass ein mechanischer Trennschalter eine zusätzliche Fehlerquelle darstellt. Wenn ich jedoch so einen Trennschalter einsetze --> Link (baut nur 55mm hoch), der dauerhaft 300A kann, davor eine 250A Streifensicherung setzte, um einen 2KW Wechselrichter zu betreiben, dann mache ich m.E. nichts falsch. Als WR kommt nur einer mit Softanlauf infrage. An 99% der WR-Laufzeit fließt nur ein geringer Strom, E-Bikes laden, etc. Wenn dann meine Beste mal den Fön anschmeißt oder den Wasserkocher einschaltet, oder im Extremfall mal das Induktionskochfeld, dann habe ich halt etwas Spannungsverlust an dem Schalter, was soll`s. Schließlich ist er kräftig überdimensioniert.
Ich möchte auf jeden Fall die Batterie händisch vom Netz nehmen können.

Gruß

Andreas

Rockerbox am 06 Mai 2021 11:16:46

Ich hab - allen Unkenrufen zum Trotz - seit 3 Jahren einen 200A-Sicherungsautomaten als Trennschalter direkt in der abgehenden Plusleitung und einen zweiten in der Plus-Zuleitung zum Wechselrichter, um den bei Nichtgebrauch zweifelsfrei spannungsfrei zu schalten. Bei allen bisher durchgeführten Belastungstests mit bis zu 1500 W (etwa 125 A) auch über einen längeren Zeitraum wird nix warm.

Der Schalter direkt an der Batterie war/ist bis dato immer AN, den würde ich nur bei Servicearbeiten am BMS brauchen und der zweite am WR wird regelmäßig genutzt, natürlich wird der aber immer nur ohne Last geschaltet. Also WR bei Nichtbenutzung über seine Kabelfernbedienung AUS und bei längerer Pause zusätzlich den Schalter in der Plus-Zuleitung AUS.

Tinduck am 06 Mai 2021 11:25:56

Ich hätte da aber noch eine andere Idee, so hab ich mir das schon überlegt.
Trennschalter ja, aber den Spannungswandler direkt anschließen. Man kann ihn sowieso separat ausschalten


Das halte ich für ziemlich gefährlich.

Ein Trennschalter ist ein Sicherungselement, hinter dem für jeden Benutzer eine gewisse Erwartung steckt. Wenn ich den Trennschalter abschalte und dann an den Leitungen zum WR einen gewischt bekomme oder dort einen Kurzschluss verursache, ist das nicht lustig!

Wenn man schon so ein Ding einbaut, dann sollte es ALLES von der betroffenen Batterie freischalten. Oder man hat halt mehrere davon und beschriftet sie eindeutig.

Mir persönlich reicht das manuell schaltbare Superlast-Relais an der Batterie, damit ist der ganze Aufbau stromlos, wenn kein Landstrom angehängt ist.

bis denn,

Uwe

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