Die Luftwaffe und ich nehme an, dass die anderen Teilstreitkräfte nicht anders verfahren haben, ließen mich zum Schluss handelsübliche Fahrzeuge des BwFuhrparkservice nur fahren, wenn ich eine Einweisung auf die Modellgruppe hatte.
Diese Einweisung umfing das Erklären des Fahrzeuges, inkl. der Sicherheitsvorschriften/Ausstattung und der Selbsthilfe im Pannenfall.
Bei Fahrzeugen oberhalb eines normalen PKW kam dann, neben einer Einweisungsfahrt, Rangieren/Einparken/Einweisen dazu.
Erst wenn der Prüfer überzeugt war, dass man ein Fahrzeug der gewünschten Fahrzeugklasse sicher bewegen konnte, bekam man in sein Fahrtenbuch das OK vermerkt.
Mag sich vielleicht etwas übertrieben anhören, hat aber die Unfallzahlen merklich gesenkt.
So ein Vorgehen könnte ich mir auch im zivilen Bereich gut vorstellen.
Einen Basisführerschein, der dann mit kleinem Aufwand für weitere Modelle freigegeben wird. Bis wohin ist dann noch die Frage.
Für Anhänger wird dies ja schon praktiziert.
Vielleicht wäre es auch ein Weg, den Führerschein nicht mehr nach dem Fahrzeuggewicht, sondern dessen Ausmaße und physikalischen Eigenschaften zu bewerten?
Meine ersten Erfahrungen mit einem Transporter machte ich auf einem OPEL Blitz mit dem Bremsweg einer Wanderdüne. Heute bremst ein vergleichbarer Transporter besser, als ein Porsche aus den 70gern.
Denn entscheidend ist doch nicht unbedingt wie schwer das Fahrzeug ist, sondern wie es sich verhält. So kann ein 4,5 Tonner technisch sicher dazu gebracht werden, früher und besser zu bremsen als ein 3,5 Tonner. Assistenzsysteme und bessere Bremsen/Reifen Kombinationen sollten es doch möglich machen.
Damit würde auch die Industrie gefordert werden, nicht nur das eben notwendige, sondern das Mögliche in die Transporter/WoMo einzubauen.
LG Carsten

