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Leider wird die große Freiheit auch mit Füßen getreten. Auf einem, von einer Kleinstadt betriebenen Stellplatz, wird folgendes geboten: Ausstattung: Der Reisemobilstellplatz verfügt über 15 Plätze mit einer Länge von 10,00 m. Der Platz ist mit einer Energie Standsäule Typ SY250/08 ausgestattet (Stromanschluss zum Fahrzeug und Wasserentnahmestelle). Es besteht eine Entsorgungsmöglichkeit auf dem Gelände. (sogar ein Dixi-Klo hat die Stadt aufgestellt) Kosten: Seit März 2019 wird der Reisemobilstellplatz kostenfrei angeboten. Stromanschluss, Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind vorhanden und ebenfalls kostenfrei Warum ich etwas sauer bin: Wir standen für eine Nacht der Durchreise auf dem Platz. Neben uns ein WoMo aus dem Ruhrgebiet. Stolz erzählt uns dieser Nachbar, dass er hier bis zu vier Wochen stehen bleibt, bevor er sich den nächsten kostenfreien Stellplatz sucht, um dann wieder zurück zu kommen. Das wäre billiger als Zuhause zu wohnen. 6-8 Monate gingen schon, man könne im Frühjahr und Herbst ja kostenfrei elektrisch zuheizen. Die Freiheit des Einen endet dort wo die Freiheit den Anderen beginnt? Dann, zu etwas späterer Zeit - alle Stellplätze waren inzwischen belegt - kamen noch ein Kastenwagen und ein Mobil mit drei Achsen und schätzungsweise 5 To. Direkt am Platz gib es eine kleine Wiese mit dem Hinweis, dass aber nur auf den befestigten Plätzen gestanden werden darf. (Wohl dafür gedacht, dass man sich hier mit einem Stuhl in den Schatten setzen kann.) Unnötig zu erwähnen, dass sich die Besitzer der beiden letzten Wohnmobile um das Verbot nicht gekümmert und sich auf genau diese Wiese gestellt haben. Zum Glück war es trocken und die Wiese deshalb tragfähig. Spuren hinterließen die Mobile aber trotzdem. Vor allem die Tandemachse machte beim drehen Spuren. Die große Freiheit, man nimmt sie sich einfach! Die Anderen sind doch alle nur Idioten. Wenn keiner von der Stadt zur Kontrolle kommt, selbst Schuld! :ironie: LG Carsten die stadt braucht nur eine sp-gebühr verlangen, einen münzer für strom aufstellen, täglich eine(n) vom ordnungsamt vorbeischicken - und das prob ist beseitigt... :idea: alleswirdgut hartmut
Oder die Camper lernen sich zu benehmen? Ich finde es toll von einer kleinen Stadt so einen Platz kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Täglich, auch am Wochenende, einen Mitarbeiter vom Ordungsamt morgens und gegen 18:00 Uhr vorbei zu schicken, übersteigt vielleicht schon das kleine Budget dieser Städte. Und das alles nur, weil es ein paar schwarze Schafe unter den Campern gibt, die sich eigene Regeln schreiben und sich Freiheiten herausnehmen? Selbst so ein Münzautomat kostet viel Geld, Wartung und Leerung auch. Muss den alles durch solche Flegel kaputt gemacht werden? LG Carsten Das ist leider so, die Problematik findet sich auf fast allen einigermassen schönen kostenlosen Plätzen. Hunderttausend Euro Wohnmobile die mal 3 Monate umsonst stehen. Liebe Grüsse Christian Moin zusammen, wir standen in der letzten Woche in Eltmann am Main, kostenlos mit Entsorgung, Strom kostet. Für Wasser muss man jetzt in der stadt Jetons kaufen. Es gibt einen Spendenstein. Es war gerade ein Bauhofmitarbeiter vor Ort. er erzählte, dass der Stellplatz demnächst nicht mehr kostenlos ist. Der Spendenstein wurde ständig aufgebrochen, deshalb die Jetons. Einrichtungen wurden durch Randalierer zerstört. Die Stadt hat selten Geld im Spendenstein gefunden und auch schon mal Cent Stücke gesehen. Was es demnächst kosten wird, muss man abwarten. Gruss Heiner
Was haben den die Fahrer der Wohnmobile gesagt als du sie darauf angesprochen hast? In der Schweiz setzen sich glücklicherweise Simple Apps durch - aktuell gibt es "2-Marktleader", wobei der eine im Hintergrund die Technik des anderen Nutzt. Dies sind "Twint" und "ParkingPay". Für Twint braucht es vor Ort lediglich einen QR Code - respektive inzwischen ist es auch da mit Geo-Lokalisierung möglich den Parkplatz auf der Karte auszuwählen, bei ParkingPay ebenfalls via Geo-Lokalisierung und/oder einem ZahlenCode vor Ort. Twint setzt hierbei im Hintergrund auf die Technik von Parkingpay. Registriert wird dann jeweils via Kfz-Kennzeichen. (die Überprüfung findet dann ebenfalls per Kfz-Kennezeichen statt, die Kontrolleure gehen einfach mit dem Smartphone vorbei und scannen die Kennzeichen ab - und schon sehen sie, ob bezahlt und für wie lange). Leider gibt es aktuell auch hier etwas Wildwuchs/Goldrausch Stimmung, es mischen neue Player wie z.B. Parknsleep mit - ob das Nachhaltig ist, keine Ahnung... Ich hoffe schwer, dass in der Schweiz sich für solche Bezahlungen von Parkplätzen, Stellplätzen etc. Twint/Parkingpay durchsetzt, dann hätten wir zumindest in diesem Land einen Quasi-Standard, der praktisch jedem Zugänglich ist! (Übrigens rüsten zum Glück auch immer mehr Hofläden etc. auf diese Twint-QR Codes um - auch hier, aus 2 Gründen: kein Aufbruch mehr einer Kasse vor Ort, Thema von nicht genau vorhandemen Geld kein Thema mehr...). Ja klar, beides braucht ein Smartphone, und wohl eine eine Kreditkarte um Geld drauf zu laden (Twint können die meisten Schweizer wohl direkt an ihr Bankkonto anbinden) und somit auch Internet vor Ort - jedoch kenne ich auch diverse 80 Jährige und ältere, die damit umgehen können - es ist meistens nur ein wollen... Und ja, auch hier bezahlt man - respektive der Betreiber eine gewisse Gebühr, diese ist jedoch im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Und meiner Meinung nach der XXL Vorteil für die Betreiber: - keine teure Infrastruktur vor Ort nötig wie eben ein Münzautomat etc. - keine Gefahr auf Einbruch-/Aufbruch und Geldklau - keine Technik vor Ort, die Ausfallen könnte und unterhalten werden muss Einzige nötige Infrastruktur vor Ort, ein QR-Code oder den Zahlencode - that's it! Wie gesagt, auch "Alte" können sich mit dieser Technik anfreunden, wenn man möchte... und die Erdkugel dreht sich glücklicherweise noch weiter..., da muss man halt teilweise mit der Zeit gehen. Man muss halt wirklich bedenken, das so ein Ticketautomat oftmals schon das vielfache Kosten in Beschaffung, Unterhalt etc., als er je einnehmen wird... Solange die Geiz ist Geil Mentalität, in Verbindung mit Dummheit, Einfältigkeit und fehlender Weitsicht der Menschheit nicht aufgelöst wird, wird das Problem leider bestehen bleiben. Schade, oder? Gruß
Der Dauerparker lachte freundlich und sagte, "Wieso? Ist doch nicht verboten! Da kommt ja niemand der uns verjagt. Die von der Stadt schicken nur ab und zu den Bauhofwagen zum sauber machen raus!" Schlechtes Gewissen gegenüber den Stellplatzsuchenden für eine Nacht auf der Durchreise? Fehlanzeige. Die beiden Campingfreunde, welche sich auf die Wiese stellten, kamen erst abends. Wir haben sie nicht außerhalb des Mobiles angetroffen und an der Tür klopfen wollte ich nicht. Schließlich bin ich nicht der Blockwart und habe auch keine Lust einer zu werden. Hätte ich sie beim Gassi gehen mit dem Hund getroffen, hätte ich sie vielleicht einmal freundlich darauf angesprochen. Die Erfahrung hat mich aber gelehrt, dass solche Gespräche meistens nicht viel bringen. Sie wissen ja, dass es verboten ist und tuen es trotzdem. Wer mit Vorsatz handelt, wird sich bestimmt nicht von einem Mitcamper belehren lassen (wollen). Die Lösung mit einer Bezahl-App finde ich auf der einen Seite gut, auf der Anderen aber auch richtig blöd. Mein Mobiltelefon ist voll von diesen doofen Apps. Und wenn ich dann in einer Fremden Stadt vor der Informationstafel stehe, ist genau die App meines Händys nicht die Richtige, oder sie funktioniert nicht. Vielleicht wird es einmal etwas vereinheitlicht. Aber derzeit nervt es mich nur. LG Carsten P.S.: Ich kenne es aus Norwegens Privatstrassen: Bereitliegenden Briefumschlag mit Kfz-Kennzeichen und Datum beschriften, Geld rein packen und in den Schlitz schmeißen. Durchfahren. Leider geht das hier in unserem Lande nicht mehr, weil dann diese Kästen aufgebrochen werden. Das macht mich so traurig. :tear: Bei uns wird jetzt diskutiert Parkplätze von 20:00 Uhr bis 08:00 Uhr für Wohnmobile zu sperren, da zuviel Müll zurückgelassen wird. Ich habe es auf Fahrradtouren selbst gesehen, Müllbeutel, kaputte Campingstühle, Essensreste usw. auf einem Platz hat sogar einer die Toilettenkassette in den Mülleimer gekippt. Es gibt in vielen Gemeinden in der Umgebung VE‘s, entsorgen ist überall kostenlos, nur Frischwasser kostet. Mein Nachbar ist im Stadtrat und selbst Camper, er hat sich seinerzeit für die Errichtung eines Stellplatzes und der VE stark gemacht, jetzt wird er der Sperrung der Parkplätze schweren Herzens zustimmen. Moin! Was zu erwarten war. Seit dem Hype-Beschleuniger Cov-19 ist der individuelle Egoismus halt auch im Bereich Camping/Reisemobil eben richtig angekommen. Ein Spiegelbild der Gesellschaft. Hab da im Bekanntenkreis so ein bis zwei Exemplare. Und wer am lautesten kräht und eine gewisse Rücksichtslosigkeit an den Tag legt, schert sich halt auch einen Dreck um seinen Dreck. Nur wenn es dann anfängt weh zutun im Geldbeutel, setzt eventuell ein Umdenken ein. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich stelle immer wieder fest, wie wenig sich die Loide mit dem Thema "Reisen mit Wohnmobil" auseinandersetzen. Und die Medien, stellvertretend die "Auto-Bxxd Reisemobil", tun ihr Übriges um die "Gelddruckmaschine" am laufen zu halten. Sonnigen weiterhin. Uwe Hey Leute, ein kurzes Update zum Thema: ich nutze meinen Wohnmobilausbau kaum mehr für den eigentlichen Zweck, das heißt: kaum mehr Freistehen und Camping sowieso nicht. Ihr könnt euch freuen, ein Camper weniger, mehr Platz für euch ;-) Was sind die Gründe? Meine Nachbarn haben mir noch erzählt, wie sie damals in den 70er, 80er, 90ern mit ihrem VW T3 unterwegs waren, häufig auf Campingplätzen (auf denen man IMMER einen Platz bekommen hat), öfter auch mal freistehend. Und jedes Mal musste man sich aufs neue einen Platz suchen, das war richtiges Abenteuer. Und wenn man mal einen tollen Platz entdeckt hatte, dann hat man diesen als "secret spot" behandelt und für sich behalten. Ärger gab es nie. Weil einfach viel weniger Leute unterwegs waren. Und die wenigen waren meist Idealisten, die keinen Dreck hinterliesen. Camping muss früher tatsächlich noch eine richtige "Freiheit" gewesen sein. Dankbar dürfen diejenigen sein, die das in dieser Zeit auskosten konnten! Heute trägt irgendjemand, der ebenfalls diesen einsamen und schönen Platz gefunden hat, diesen bei Park4Night ein. Dann kann man davon ausgehen, dass er bald hochfrequentiert und vermüllt sein wird. Eine Zeit lang habe ich den Müll anderer eingesammelt. Das ist aber ein Kampf gegen Windmühlen und auf Dauer einfach zu anstrengend. Auch die Unsitte, seinen Müllbeutel an den schon überquellenden Mülleimer am Wanderparkplatz außen hinzustellen, scheint Standard zu sein. Klar, ist auf jeden Fall besser als den Müllbeutel in die Büsche zu werfen, aber man könnte ihn ja auch einfach mitnehmen und in einen anderen Mülleimer unterwegs einwerfen. Das kommt aber zu wenigen in den Sinn. Interessanterweise sehe ich diese Vermüllung nicht nur beim Camping, sondern auch zB in Innenstädten. Scheint proportional zur Anzahl der Fast-Food-Läden zu sein. Und gegen andere Hinterlassenschaften (im Gebüsch entleerte Toiletten) kann man eh nichts ausrichten - da hilft nur auf Regen zu hoffen. Und wehe ihr weist mal einen Mit-Camper darauf hin, dass es nicht so geil ist, wenn er seinen Grauswassertank auf dem Wanderparkplatz auslaufen lässt, dann gibt's noch Sprüche à la "Biste hier der Platzwart oder wa?". Darum betrete ich Wald/Büsche um einen Parkplatz/Stellplatz schon lange nicht mehr, überall lauern Tretminen. Tempofetzen sind ein dezenter Hinweis auf die Gefahr. Eigentlich teile ich einige Erfahrungen wie diese hier --> Link Jetzt gibt es halt auch Menschen, die in der Nähe wohnen, diese Plätze regelmäßig zB zur Naherholung nutzen und sich an dem sich verschlechternden Zustand stören. Dann dauert es nicht lange und es kommt das Verbotsschild oder auch ein generelles Verbot, siehe --> Link Doch fassen wir uns an die eigene Nase: würden wir anders reagieren? Ein gutes Beispiel, welches ich selbst erlebt habe, ist das Tal, in dem Oberstdorf und Sonthofen liegen. Auf den Parkplätzen, von welchen ich seit eh und je Mehrtages Hüttentouren gestartet hatte, dürfen Wohnmobile nicht mehr über Nacht stehen oder es gibt ein generelles Nachtparkverbot. Auf vielen anderen Parkplätzen kamen dann nach und nach die Verbotsschilder, so dass sich alle Camper auf die letzten verbliebenen Plätze drängten. Entsprechend sah es dort dann aus, bis dann auch dort die Verbotsschilder kamen. Natürlich ist insbesondere an diesem Beispiel klar, dass diese Verbote oft nicht nur aus Naturschutzgründen erfolgen, sondern auch die Konkurrenz der örtlichen Hotellerie/Gastro vergrämt werden soll. Mir wurde mal von einem Pensionsbetreiber erklärt, dass die sogenannten Freisteher kaum Geld dalassen würden. Zuerst hatte ich darauf reagiert, in dem ich mir in der Region ein, zwei gute Plätze zum unauffälligen, versteckten Übernachten gesucht habe. Das gab keine Probleme, denn was niemand weiß, macht niemand heiß. Jedoch fehlte die Entspannung, wenn man sich dort erst gegen Dämmerung hinbegeben kann und sich morgens sehr früh wieder aus dem Staub machen sollte. Auch fällt der Schlaf nicht so erholend aus, wie wenn man auf einem legalen Platz steht. Das ganze wird eher anstrengend als entspannend. Mein Fazit: begibt man sich gerne in touristisch stark frequentierte Regionen oder Regionen mit wenig Platzangebot (in meinem Fall Alpen) und möchte Campingplätze meiden, so ist ein Campingfahrzeug nicht die erste Wahl. Mir scheint, als bliebe nur, sich mit einem Campingfahrzeug in touristisch weniger interessante Regionen bzw. Regionen mit einem großen Stellplatzangebot (zB Frankreich) zu begeben oder halt konsequent Campingplätze zu reservieren. Was nun? Ich bin aktuell wieder bei meinem guten alten Zelt gelandet - unterwegs entweder mit Bahn und dann zu Fuß oder mit dem Rad. Man ist einfach viel, viel unauffälliger und tut sich viel leichter bei der Auswahl eines Übernachtungsplatzes, ist nicht auf Straßen bzw. tragenden Untergrund angewiesen. Man begibt sich ohne Probleme zu der kleinen Baumgruppe am anderen Ende der Wiese, welche man mit einem Campingfahrzeug einfach nicht erreicht, schlägt dort sein kleines Zeltchen auf und wird in der Regel nie gesehen. Und ehrlich gesagt, habe ich inzwischen meinen Frieden damit gemacht. Spiegelbild der Gesellschaft? Wie geht es euch damit? Wenn für dich alles so schlimm ist hast du genau richtig entschieden. Viel Spaß damit. Und nicht jammern wenn die Bahn mal Verspätung hat oder überfüllt ist :) Die "große Freiheit" hat es nie gegeben,das sind Hirngespinste, die durch eine verantwortungslose Werbung und das massenhafte Auftreten von Wohnmobilen ad Absurdum geführt werden.In den USA,vor allem Alaska gibt es das noch,hier im übervölkerten Europa aber nicht. Gruß Bernd
Bin ich, denn ich gehöre dazu. Wir haben damals sogar auf dem Strand von St. Tropez gecampt. Und klar, im LT oder T3 :ja:
Dann ist das jetzt so. Was spricht dagegen? Es gibt Stellplätze und Campingplätze. Und es werden immer mehr, da Angebot und Nachfrage genau wie bei den lauschigen "wilden" Plätzen", nun mal den Markt beherrschen. Und auch die Angebote werden sich, wenn erst mal die "Glamper" wieder raus sind, bereinigen und anpassen. Btw, nix gegen "Glamper", aber das ist kein Camping sondern Open Air Hotellerie, welche sich ihrerseits ihren Weg finden wird. Oder eben beides. Aber nicht ein Weg von - zu. All das ist, und sorry für den üblen Vergleich der jedoch aus der gleichen Epoche kommt, eben eine Weiterentwicklung im Vergleich zu der Zeit als viele zwischenmenschliche Sachen noch spontan ohne juristische Absprachen und ohne trennende Materialien (hab ich das nicht nett ausgedrückt?) gemacht wurden... ^^ ;D Aber das Campen lass ich mir dadurch nicht verderben.
Haaaahahaha -- der war gut! Ich hab noch einen: "oder die Motorradfahrer lernen leise zu fahren?" Gehen würde es. Bei der Goldwing sind, bei normaler Landstraßenfahrt, die Luftwiderstands- und Abrollgeräusche lauter als der Auspuff. Die aktuelle Situation spiegelt einfach die veränderte Gesellschaft wieder. Diese Ist mittlerweile auch im Campingbereich angekommen. Macht innerhalb von drei Jahren alles kaputt, verschwindet dann wieder von der Bildfläche. Alle anderen haben dann die Arschkarte und müssen mit den meisst geänderten Gesetzeslagen zurecht kommen. Bestes Beispiel Portugal Hallo, die „große Freiheit“ gab es auch vor 30 Jahren nicht. Klar konnte man in Galizien am Strand frei stehen, aber dafür gab es sonst keinerlei Infrastruktur, zum nächsten Bäcker waren es 15 km und wenn man Pech hatte wurde man vom Bauern vertrieben. Es war eine andere Zeit und die Geheimtipps waren auch solche, da es weder p4n noch Instagram gab und man es nur guten Freunden sagte. In der Bretagne konnten wir an Surfspots bis auf den Strand fahren, heute undenkbar. Dafür gibt es jetzt Stellplätze mit V/E, Restaurants und Bäcker in der Nähe. Wir passen uns halt an und haben immer noch unseren Spaß und im Sommer buchen wir auch mal vor. Wir nehmen uns die Freiheit zu fahren wann immer wir wollen und auch wohin wir wollen, dass wir dort alleine stehen erwarten wir nicht. Außerdem kann man auch nette Leute kennenlernen.
...und dein PortaPotti hast du auf dem Gepäckträger deines Rades immer dabei? Respekt :D Wir sind seit mittlerweile gut 30 Jahren nahezu ausschließlich mit Wohnmobilen unterwegs und auch in den 90ern gab es schon diejenigen, die sich im Gebüsch entleert oder die Grillkohle hinter der Hecke entsorgt haben. Nur ist es bei der wesentlich geringeren Anzahl an Womo-Campern eben nicht so aufgefallen wie heute. Deutlich unangenehmer als in der freien Natur mal einen Haufen zu entdecken, empfinde ich die Rastplätze entlang den Autobahnen. Trotz vorhandener WCs sehen die Gebüsche dort aus, als würden die städtischen Entsorgungsleitungen dort enden. Und wie oft sieht man PKW- oder LKW-Fahrer, die zu faul sind 50m zum WC zu laufen und sich lieber an den Baum stellen. Und ja, ich stehe dazu: Wenn ich in der Natur unterwegs bin, ich einen übermässigen Druck in der Blase verspüre und ein WC unerreichbar ist, dann piesel ich auch mal hinter Stein oder Baum. (Mit dem großen Geschäft kam ich noch NIE in diese Bedrängnis!) Wer sagt "das hab ich noch nie getan" ist für mich genauso ein Heuchler, wie derjenige, der "noch nie mal 10kmh zu schnell gefahren ist". :mrgreen:
Ich begreife überhaupt nicht, wie man solche Banalitäten ernsthaft erörtern kann. Uns Landjungs hat man, kaum dass wir stehen und gehen konnten, beigebracht, wo man außerhalb von Immobilien seine Notdurft in der Natur verrichten kann. Was bitte soll daran ungewöhnlich sein? Die Tiere im Wald machen da auch alle Pipi, dann darf ich als Säugetier doch wohl auch mal bei der Wanderung an einen Baum pinkeln... was könnte natürlicher im Wortsinne sein?? Im Sommer habe ich an einem Atlantikstrand auch den scharfen Ton einer Mama vernommen, die ihren Kindern einschärfte, ja nicht ins Meer zu pinkeln. Bitte was?? Die ganzen Fische tun das doch auch, und nicht nur das, die schnackseln auch dadrin. Verstehe nicht, warum wir als einzige Tierart das jetzt nicht tun sollen (also pinkeln, nicht schnackseln, zumindest nicht vor Einbruch der Dunkelheit) :roll: Das eigene Wohnmobil gibt mir die Verfügbarkeit unkompliziert und spontan zu reisen. Es bringt mich an viele Orte, ohne dass ich irgendwo einkehren muss. Gelegenheiten gibt es genug vom Tagesausflug, dem unabhängigen Besuch bei Freunden bis hin zur Urlaubsreise. Meine Freiheit beginnt im Kopf (mal mehr, mal weniger), das Wohnmobil ist purer Luxus. Dafür bin ich dankbar. Auch ich habe dieses Hobby genau wegen diesen Gründen aufgegeben. Gerade letzte Woche besuchte ich Bekannte die in der nähe eines kostenlosen Stellplatz wohnen und selbst Camper sind. Seit dieser mit V+E audgestattet wurde, sind meistens 5 von 9 Plätzen duch Dauercamper belegt, ein Wohnmobil soll sogar schon seit Dezember 2021dauerhaft auf diesem Platz stehen. Durchreisende für welche der Womoplatz gedacht ist müssen oft wegen voller Belegung weiterfahren. Und klar Verboten ( zeitlich begrenzt ) ist es nicht, aber es ist eben auch kein Campingplatz. Nur Komisch das ein paar km weiter, ein weiterer ehemals kostenloser Stellplatz ( auf dem ebenfalls Dauercamper standen ) nun gebürenpflichtig ist von genau diesen Fahrern gemieden wird, wie die Pest. Last euch die Laune nicht verderben, Ich habe dazu eben keine Lust mehr. Salüü muugel Schwierig andere zu beurteilen ohne diese zu kennen. Vielleicht können sich einige mit Ihrer schmalen Rente, des niedrigen Lohnes... die teuren Stellplätze auch nicht mehr leisten. Wie dem auch sei. Ich war letzte Woche an der Mosel und habe kein Problem gehabt Stellplätze zu finden. Und ich fand es einfach wieder grandios. Auch in Maastricht, wo ein Maasfestival stattfand, stand ich kostenlos über 2 Tage. Zwar nicht ganz Stadtnah und ohne Luxus, aber ich habe der Stadt jede Menge Einnahmen verpasst. Klar ist, in der Hauptreisezeit ist es wenig entspannend mit dem Womo irgendwelche Stellplätze zu finden. Aber auch da gibt es Lösungen. Einfach dorthin fahren wo nicht jeder hin will. Sehe ich auch so. Bevor ich wegen irgendwelcher Deppen das Hobby aufgebe, fahre ich lieber irgendwo hin, wo weniger Deppen sind. Wir haben's nicht einfach, den Massen auszuweichen, weil wir immer in den Ferien fahren müssen. Dennoch müssen wir uns normalerweise nicht um Stellplätze prügeln. In der Nähe von Hotspots wirds manchmal schwierig, und die lassen sich ja nun nicht immer vermeiden, wenn man im Urlaub auch mal Sehenswürdigkeiten besuchen möchten - aber geklappt hats irgendwie immer, je nach Urlaubsland auch mit Freistehen und durchaus schönen Stellplätzen. Tip: wer in Deutschland / Südeuropa von den Massen genervt ist, sollte mal Skandinavien ausprobieren. In Nordnorwegen ist es an exakt zwei Stellen voll: am Nordkapp und auf den Lofoten. Ansonsten ist da Platz genug. Nordschweden und Finnland dasselbe. Und Freistehen ist da fast überall möglich - und da steht man dann auch nicht im Industriegebiet, sondern mitten in der Natur. Und selbst wenn man auf Stell- oder Campingplätze geht, sind die im Vergleich zu Resteuropa spottbillig - der teuerste CP dieses Jahr in der Hauptsaison hat 31 Euro gekostet, meist waren es so zwischen 15 und 25 Euro. Wobei Duschen meist extra kostet, aber dafür hat man ja eine Dusche im Womo. Zu den armen Leuten, die sich nur noch Umsonst-Stellplätze leisten können - das halte ich für einen ziemlich seltenen Fall, weil diese Leute sich wahrscheinlich erst gar kein Womo leisten können. Und an diesen Stellen stehen ja durchaus nicht nur alte Möhren rum. Ich halte das eher für 'Geiz ist geil'-Mentalität. bis denn, Uwe Hallo, mal eine Anmerkung zu den kostenlosen Stellplätzen. Ein Freund von uns hat in Südspanien auf einem Campingplatz überwintert, Kosten im Monat 250€ inkl. Strom und Wasser, Entsorgung direkt am Stellplatz mit langem Schlauch. Der CP war am Ortsrand mit herrlichem Blick bis zum Meer und Restaurants und kleinem Supermarkt im Ort. 6km Luftlinie, ca. 15km Straße, kostenloser Stellplatz zwischen Meer und Tomatengewächshäusern, ohne V/E und der nächste Ort ist nicht zu Fuß erreichbar. Dort standen zu 70% sogenannte Dickschiffe, dicht an dicht und mit Bespassung durch einen Österreicher mit Volkstümelei. Wahrscheinlich können sie die armen Rentner nach dem Kauf des Womos keinen CP mehr leisten. :mrgreen: Seit wann ist Freiheit kostenlos ? Oder wie Perikles das ausdrückte : DAS GEHEIMNIS DER FREIHEIT IST DER MUT
Na dann ist doch alles gut, da sind sie dann alle unter Ihresgleichen und belästigen den Rest der Welt nicht mehr und die schönen Plätze sind dann für uns noch frei. Grüße
Ach wo - wir erleben und geniessen diese "grosse Freiheit" seit einigen Jahrzehnten auch in Europa! Wir haben mit unserem Womo mehr als 45 europäische Länder bereist und konnten uns überall frei bewegen und fanden jeden Abend einen netten Übernachtungsplatz. Oft am Fluss- oder Seeufer, manchmal auch in der Altstadt oder irgendwo in den Bergen - und so gut wie nie auf einem Camping- oder Stellplatz. Gruss Flatus
Das ging vielleicht früher, als Wildcampen noch erlaubt war. Heutzutage gibt es doch fast kein Land mehr, wo das erlaubt ist.
Das glaube ich gern und das ist auch durchaus möglich. Zum Glück brauchen die meisten Leute aber mehr Sicherheit und Planbarkeit in ihrem Urlaub und lassen so die schönen Plätze für Leute frei, denen es morgens egal ist, wo sie abends übernachten. bis denn, Uwe
Es ist ein Unterschied, ob etwas nicht erlaubt ist, oder ob es auch kontrolliert und sanktioniert oder stattdessen toleriert wird oder einfach niemand an der Stelle ist, um zu kontrollieren. Dazu noch die Reisezeit. Anfang August direkt neben einem CP oder Hotel wird man eher Probleme bekommen als im November irgendwo in einem einsamen Wald.
Dieses Sicherheitsgefühl ist halt für manche wichtig. Mit meiner Mutter war ich fast immer auf CP, weil sie sich so viel wohler gefühlt hat. RK
Ja, die Sicherheit ist einer der Gründe, weswegen wir uns möglichst vor Wohnmobil-Ansammlungen hüten. :!: Und: wir wollen einen möglichst hübschen Übernachtungsplatz! Gruss Flatus
Das kommt halt auf den Urlaubsmodus an. Wenn ich auf Besichtigungstour bin, ist mir der Tag wichtiger. Am Abend brauche ich nur einen Platz zum Stehen, je nach Wetter, Zeit, Müdigkeit bin ich nicht draußen oder gehe vielleicht in eine Stadt. Da brauche ich keinen "hübschen" Platz. Er sollte nur eben sein :-). RK
Dann solltest du aber auch ergänzen, dass du mit einem recht spartanischen und als so etwas wie ein Straßenbaufahrzeug getarnten Kastenwagen unterwegs bist. Das ist halt nicht jedermanns Sache, auch wenn ich vor deinem Reiseradius respektvoll den Hut ziehe
Tatsächlich? Na dann... Weiter im Thema Freiheit. Wie definiert Ihr Freiheit? Ich denke da hat jeder andere Vorstellungen davon. Viele lassen sich doch auch für Ihre materiellen Dinge versklaven und gehen Berufe nach, die sie nicht mögen, nur um sich diese Dinge leisten zu können... Wenn man dann denkt, oh ich kaufe mir ein Wohnmobil, dann bin ich wenigestens in den Urlauben frei, wird man zwangsläufig enttäuscht, weil die Erwartungshaltung zu hoch ist und eben doch nicht überall stehen kann. Freiheit beginnt ja auch irgendwo im Kopf. Ich fühle mich sehr frei mit dem Womo. Gerade weil ich die Möglichkeit habe ausserhalb von Pensionen, Hotelzimmern zu übernachten und weiterfahren kann, wenn es mir nicht passt. Ich brauche nichts zu buchen. Ich brauche auch kein Ziel. Meist reicht mir eine Richtung. Quax1968, genau so ist es! Und der Kopf ist rund, damit die Gedanken auch mal die Richtung wechseln könn(t)en. Wenn der Kreisel aber mal in einer Richtung läuft.................. Deshalb landen so viel an den Orten, wo alle landen, wenn alle unterwegs sind. Deshalb sage ich auch immer "Wir campen nicht, sondern wir reisen" und das meist in eine geplante Richtung, aber manchmal landen wir auch ganz woanders. Wir meiden SP/CPs soweit möglich, stehen gerne frei, wenn es vertretbar ist, oder gerne bei Bauern, Winzern etc.pp. Ich kenne auch Leute, die haben sich ein WoMo gekauft und sind damit 4 Wochen am Lido bei Venedig gewesen - oder andere fahren nach Elefanisos auf den Peloponnes und danach wieder nach Hause! macht Sinn, oder? Ich finde das gut, wenn viele immer reservieren und auf die großen Plätze fahren, dann bleibt an den schönen Plätzen eben mehr Platz für Leute wie Quax1968, uns oder anders ähnlich denkende und man vermeidet damit die fürchterlichen gleichgesinnten Campergrillparties, mit viel Alkohol Billigfleisch und Plastikmüllbergen. ![]() Da, wo wir gerade stehen, sieht es so aus, aber jeder wie er mag. Grüße
Schrecklich, dieser Elektromüll, der da herumliegt :eek: Ich freue much zu lesen, dass zwei Leute weniger im Reisemobil unterwegs sind, weil sie Freiheit mit Egoismus verwechseln. Ich bin gerade im Medoc. Heute war es 35 Grad, es ist sehr viel Platz auf den CP und SP, die wir heute gesehen haben.
So sieht es aus. Das wird auch hoffentlich irgendwann kommen. |
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