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Das Wohnmobil und die große Freiheit - oder doch nicht? 1, 2, 3


pipo am 05 Jun 2021 16:04:00

thomas56 hat geschrieben:Mit welchen Womos stehen denn die Altcamper frei, wo alles dafür ausgelegt ist?

Die Frage stellt sich mir nicht..

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rolf51 am 05 Jun 2021 17:54:19

Hallo,
die Freiheit fängt für mich im Kopf an wie so vieles gerade. Wer ein bisschen Plant und sich erkundigt wird keine große Probleme mit der Freiheit bekommen.

mv4 am 05 Jun 2021 18:26:56

...die #Freiheit# ist doch die das wir zu den 20% der Weltbevölkerung gehören die es sich leisten können aus Spaß überhaupt zu verreisen zu können. Und je mehr dazu in der Lage sein werden desto mehr werden sich die Bedingungen für alle ändern.

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Kuhtreiber am 05 Jun 2021 18:49:11

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
die Freiheit fängt für mich im Kopf an wie so vieles gerade. Wer ein bisschen Plant und sich erkundigt wird keine große Probleme mit der Freiheit bekommen.


:daumen2:

Wenn ich aus dem Fenster schaue und unser WoMo sehe, weiß, dass ich jederzeit innerhalb von 30 Minuten abfahren kann, ist das für mich auch ein Stück Freiheit. Auch vor 40 Jahren konnten wir mit unserem selbst ausgebauten Bus nicht an die schönsten Stellen fahren und erwarten, da alleine zu sein. Und Dreckspatzen gab es damals auch schon genug, dass ist keine Erfindung der Neuzeit. Wir waren oft am Walchensee beim Angeln. Da war alles voll mit Surfern u.a. Am Sonntag Abend war alles vermüllt.

Also nicht jammern, lieber freuen dass wir überhaupt noch so Urlaub machen können/dürfen :D

Chippe333 am 05 Jun 2021 19:25:27

So sehe ich das auch, wie mein Vorredner.
Freiheit fängt an im Kopf und mit dem Womo vor der Tür, jederzeit abfahrbereit.
Ein Plätzchen findet sich immer egal ob alleinstehen oder SP/CP, ein netter Ratsch mit gleichgesinnten.
Und wenn mal einer dabei ist der nicht reden will egal die meisten die ich bisher getroffen habe waren sehr nett, und die anderen vergisst man eben.
Gruss

Dirkulation am 05 Jun 2021 20:17:43

Ich wundere mich über die vielen negativen Antworten.
Natürlich waren früher Dinge anders und nicht überall ist man gerne gesehen.

Wir alle haben uns für das Campen mit Fahrzeug entschieden und alle aus unterschiedlichen Gründen und Fahrzeugen.

Ich bin mir sicher, dass ich mein persönliches Mehr an Freiheit finden werde, sobald mein Mobil da ist.
Ein riesen Vorteil ist die Flexibilität im Vergleich zum bisherigen Zelten. Stundenlang das Auto ein- und wieder ausladen gibt es bald nicht mehr und wir werden viel lieber und öfter fahren.

Auf Parties nicht überlegen zu müssen wie man heim kommt, wird bald fast vorbei sein.

Mein erstes Ziel wird Korsika sein und ich befürchte keine Überfüllung.

Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich gerne gesehen bin, wenn ich mich vernünftig verhalte und auch Geld ausgebe. So habe ich mal gehört, dass auf Kreta nachts Wildcamper am Strand verprügelt wurden. Als ich den ganzen Tag an der lokalen Bar gegessen und getrunken habe, habe ich den Wirt darauf angesprochen. Er erzählte mir, dass die Wildcamper nur Dreck und Lärm hinterlassen haben, aber kein Geld.

Ich durfte dann dort direkt am Strand zelten, war ein guter Kunde und mit den Dorfbewohnern habe ich mich toll verstanden.

Ich hatte wieder wie so oft Glück.

Freiheit kann man doch nicht das nennen, was nur die eigenen Wünsche beschreibt. Mein Verständnis von Freiheit schließt Rücksicht und Verständnis für fremde Bedürfnisse mit ein.

pwglobe am 07 Jun 2021 17:07:49

Hallo, wir waren vergangenes Wochenende an der Mosel, uns war klar wir fahren in einen Hotspot.
Wir haben weder Einsamkeit noch Ruhe und viel Platz erwartet, dies ist auch wie erwartet so eingetreten.
Aber es gab viele enttäuschte neue Wohnmobilisten, da die „schönsten“ Plätze schon belegt waren oder der Platz keine Toiletten und Duschen hatte.
Denn man möchte schon die große Freiheit und Nähe zur Natur, aber bitte mit allem Komfort.
Es kommt immer auf die Erwartungshaltung an, nach über 30 Jahren Wohnmobile ist mir klar, dass es nur noch wenige Geheimtipps gibt und Dank Instagram/ F.....Buch und Stellplatz App werden es immer weniger.
Vielleicht sollte man in Zukunft seien Lieblingsplätze immer schlecht bewerten, dann wird es dort wieder ruhiger. :mrgreen:
Ich nehme es einfach hin und der Boom wird auch wieder vorüber gehen.
Die große Freiheit gab es auch früher nicht, man konnte zwar noch den einsamen Platz am Strand finden aber es konnte damals schon passieren, dass man von der Polizei weggeschickt wurde oder man als „Zigeuner“ bezeichnet wurde.
Meine persönliche Freiheit ist immer wenn ich es will loszufahren und mit kleinen Abstrichen dort zu übernachten wo ich möchte.

WomoToureu am 07 Jun 2021 18:42:35

pwglobe hat geschrieben:.. der Boom wird auch wieder vorüber gehen....


Das glaube ich nicht.

Bergbewohner1 am 07 Jun 2021 19:34:55

pwglobe hat geschrieben:Vielleicht sollte man in Zukunft seien Lieblingsplätze immer schlecht bewerten, dann wird es dort wieder ruhiger. :mrgreen:
.

Machen wir schon länger, nur nützt es nicht viel :D

Gast am 07 Jun 2021 20:11:03

pwglobe hat geschrieben:Hallo....
Es kommt immer auf die Erwartungshaltung an, nach über 30 Jahren Wohnmobile ist mir klar, dass es nur noch wenige Geheimtipps gibt und Dank Instagram/ F.....Buch und Stellplatz App werden es immer weniger.


Erwartungshaltung - andere nennen es einfach NAIV, denn unter den Wohnmobilisten, alten wie neuen, gibt es genauso viele naive und Gedankenlose, wie im Rest der Bevölkerung und das sind bekanntlich nicht wenige. Anders kann ich mir bestimmte Entwicklungen oder Situationen nicht vorstellen. Schade, aber ist halt so. Wer an einen Hotspot fährt, so wie Du und weiß /ahnt, was auch einen zukommen könnte, für den ist es doch OK, andere fahren an einen Hotspot und sehen das und sagen auf einmal HUCH!!

....
pwglobe hat geschrieben:Meine persönliche Freiheit ist immer wenn ich es will loszufahren und mit kleinen Abstrichen dort zu übernachten wo ich möchte.


So ist es, und wenn man dann noch weiß wohin und wie es da ist - perfekt. Wir waren gute 2 1/2 Wochen in IT wenig los, waren nur auf einem CP (zum waschen) wenig los, wir ganz oben ganz alleine, ansonsten nur auf Agriculturen etc, meist alleine, manchmal 2 oder 3. Herrlich!! und das in Hotspot Regionen, Venetien, Emilia-R, Marken, Umbrien und Toskana, wo schon eine Menge Italiener unterwegs waren.

Gruß

thomas56 am 08 Jun 2021 07:05:49

WomoToureu hat geschrieben:
Das glaube ich nicht.


der Boom beinhaltet ja auch ein mehr an Mietfahrzeugen und da wird es Mieter geben, die es kein 2. mal versuchen werden, z.B mit 3 Kindern, mit erschöpften Kapazitäten 2 Tage vor dem Stellplatz auf Einlass warten.

WomoToureu am 08 Jun 2021 08:47:19

thomas56 hat geschrieben:... die es kein 2. mal versuchen werden, z.B mit 3 Kindern, mit erschöpften Kapazitäten 2 Tage vor dem Stellplatz auf Einlass warten.


So etwas haben wir noch nie erlebt, die typische Anwendung ist damit Touren zu fahren, einige Tage hier, dann weiter zum nächsten Anlaufpunkt. In den Ferien wird es überall eng, ansonsten haben wir bisher nur maximal drei Mal vor einem vollen CP oder SP gestanden.

goorooj am 08 Jun 2021 10:23:11

Dirkulation hat geschrieben: So habe ich mal gehört, dass auf Kreta nachts Wildcamper am Strand verprügelt wurden. Als ich den ganzen Tag an der lokalen Bar gegessen und getrunken habe, habe ich den Wirt darauf angesprochen. Er erzählte mir, dass die Wildcamper nur Dreck und Lärm hinterlassen haben, aber kein Geld.


Die meisten frühen Verbote ( besonders z.B. in Portugal, Kreta ) sind so entstanden. Kannst du dir gar nicht mehr vorstellen... da haben sich Hippies mit Kinderscharen dauerhaft niedergelassen und windschiefe Behausungen gebaut oder in Höhlen gehaust, teilweise auch Ziegen gehalten etc., mitten am Strand... da waren teilweise mehr Wildwohner ( campen kannst du das nicht nennen ) als Einwohner im Dorf.
Die haben dann die Hauptstrasse belagert und die zahlenden Touristen angebettelt. Oder alle paar Monate mal nach Marokko und nach der Rückkehr dann Dope vertickt.
Oder Armbänder, Schmuck, Klamotten hergestellt, an der Steuer vorbei auf der Strasse verkauft und den örtliche Läden Konkurrenz gemacht.

Dann haben die irgendwann überall rigoros aufgeräumt mit den "alternativen" Strand"bewohnern", was völlig verständlich war. Das waren halt echt viele... Und das hat auch keinen Spass gemacht bei denen zu stehen, so fundamentale alternative Ansichten sind nur aus gewisser Distanz zu ertragen. Ganz davon abgesehen dass die auch sofort deinen Kühlschrank "verallgemeinert" haben und dir auch noch erzählt was du ihnen umsonst aus dem Supermarkt mitbringen sollst...
Kannst du dir heute nicht mehr vorstellen.

Gegen uns "normale" Camper, Surfer etc. auch wenn wir wild gestanden sind, hatten die Einheimischen nie was, das war recht harmonisch. Das Dorf hat ziemlich gut von uns gelebt. Da waren auch viel Jungvolk aus dem jeweiligen Land selbst die da im Sommer am Strand waren und am Strand, im Dorf Party gemacht haben. Deswegen konnte man da auch recht lang noch inoffiziell wild stehen, solange man Geld im Dorf gelassen hat.

Dann sind da die Naturschützer. Bei uns ist es ja mittlerweile schon so dass du auf vielen kleinen Flüssen stellenweise nicht mehr paddeln darfst weil du dann ja den Grund aufwirbeln könntest. Als Camper, mit Verbrennungsmotor und Abgasen, bist du einem Grünen ja gleich mal doppelt verdächtig. Und diese Fundis gibts jetzt auch in südlichen Ländern.

Und zu guter Letzt kamen immer öfter die nächsten " Dauercamper" in ihren fahrbaren Cocoons die einfach nur wie eine weisse Wand alle besten Plätze komplett zuparken, drinsitzen, rauskucken und nicht mal mehr den örtlichen Supermarkt beglücken weil sie zum Einkaufen einmal die Woche in die nächste Stadt zum Discounter fahren. Da kriegen dann sogar die Einheimischen Parkprobleme.

Da haben die in den Dörfern da unten jetzt auch nicht so wirklich was davon und sind besonders angepisst weil da jemand mit einem Auto im Gegenwert eines Einfamilienhauses jeden Cent umdreht und eigentlich nix mit den Einheimischen zu tun haben will.

Es geht aber immer noch, frei zu stehen, kommt halt drauf an wie du dich benimmst und wie sichtbar du bist.
Es geht, bei den ganzen sogenannten "Guerilla-Taktiken" wie keine Fenster im Kastenwagen, Tarnnetz etc. nicht darum dich zu verstecken. Es geht darum einfach nicht zu provozieren, nicht den gesättigten Arsch weithin sichtbar auf den Strand zu setzen und gleich mal die umliegenden 100 Quadratmeter mit Möbeln zu besetzen... Markise, Stützen und Stühle/Tisch raus ist doch immer das erste. Da muss man halt bissl umdenken.
Wenn du dich eben neben die Strandbar stellst, allabendlich ausreichend zechst und nicht aussiehst wie ein Wohnmobil stehst du da auch mal eine Woche völlig unbelästigt.

pwglobe am 08 Jun 2021 16:19:40

goorooj hat geschrieben:
Gegen uns "normale" Camper, Surfer etc. auch wenn wir wild gestanden sind, hatten die Einheimischen nie was, das war recht harmonisch. Das Dorf hat ziemlich gut von uns gelebt.

Ist heute zumindest im Sommer leider nicht mehr möglich, aber im Spätherbst oder Winter kann man selbst in La Torche an der Düne stehen oder in Portugal z.B. in Arrifana direkt vorne.

goorooj hat geschrieben:
Wenn du dich eben neben die Strandbar stellst, allabendlich ausreichend zechst und nicht aussiehst wie ein Wohnmobil stehst du da auch mal eine Woche völlig unbelästigt.

Unser Dicker ist groß, weiß und eindeutig ein Wohnmobil aber außerhalb der Saison sind wir überall willkommen, es ist für uns auch selbstverständlich die lokale Gastronomie zu unterstützen.
In der Regel fahren wir einfach die offiziellen Stellplätze an, es vermeidet Ärger, im Sommer zahlen wir dann die Stellplatzgebühr und ab Oktober kommt sowieso niemand mehr zum Kassieren oder die Schranken sind auf.

thomas56 am 08 Jun 2021 19:00:35

WomoToureu hat geschrieben:In den Ferien wird es überall eng


eben, und wann fahren Eltern mit ihren Kindern? Habe schon in den 90er mit den Kindern nur noch vorgebuchte Plätze angefahren, weil für die Kinder war das unnötige warten, nicht in den Pool zu dürfen, die Hölle.

JTLorsch am 08 Jun 2021 20:11:36

Campen mit Wohnmobil war für mich die Freiheit in der Urlaubsgestaltung. Ich mag keine Hotels, Ferienwohnungen sind hit and miss. Nach mehr als 20 Jahren als Berufssoldatin und Zwangscampen kam mir nie in den Sinn, dass die Freiheit darin läge nicht planen zu müssen. Ich plane weiterhin - nur jetzt mit Wohnmobil, Küche und Klo inklusive. Das ist mehr als ich vorher oft hatte und den Luxus genieße ich. Reinsetzen und losfahren kann ich auch, will ich aber nicht. Die Freiheit liegt für mich darin, Zeit zum Planen zu haben und selber zu entscheiden wohin ich fahre und nicht wohin mir jemand es vorgibt.

DonCarlos1962 am 08 Jun 2021 20:54:17

JTLorsch hat geschrieben:Nach mehr als 20 Jahren als Berufssoldatin und Zwangscampen ...

Warst Du in der falschen Teilstreitkraft? :lol:
JTLorsch hat geschrieben:Ich plane weiterhin - nur jetzt mit Wohnmobil, Küche und Klo inklusive. Reinsetzen und losfahren kann ich auch, will ich aber nicht. Die Freiheit liegt für mich darin, Zeit zum Planen zu haben und selber zu entscheiden wohin ich fahre und nicht wohin mir jemand es vorgibt.


Genau so halte ich es auch. Ich mag die Planungsphase. Es macht mir Spaß interessante Ziele zu finden und sie zu einer Tour zusammen zu fügen.
Karten, Pläne, Internetrecherche und Tipps. Das macht das Hobby aus.

Darüber hinaus ist es die Freiheit von diesem Plan jederzeit abweichen zu können.

Oder eben doch einmal einfach los zu fahren, der Sonne hinterher. Die Abwechslung kann auch mal Spaß bringen!

LG Carsten

JTLorsch am 08 Jun 2021 21:23:21

DonCarlos1962 hat geschrieben:Warst Du in der falschen Teilstreitkraft? :lol:


Was ist eine Teilstreitkraft? Ich war nicht in der Bundeswehr.
Mein Verein hat Freiheit und Demokratie verteilt...with superior fire power ;-)


Aber du hast völlig Recht, die Freiheit liegt auch darin jederzeit von einem gut ausgefeilten Plan abzuweichen, ohne dass die Reise zum Stress wird. Das ist Luxus der durch Planung entsteht. Das mag nicht für alle passen, für uns schon. Und ich fahre nie ohne Plan.

Elgeba am 08 Jun 2021 21:30:33

JTLorsch hat geschrieben: Das ist mehr als ich vorher oft hatte und den Luxus genieße ich. Reinsetzen und losfahren kann ich auch, will ich aber nicht. Die Freiheit liegt für mich darin, Zeit zum Planen zu haben und selber zu entscheiden wohin ich fahre und nicht wohin mir jemand es vorgibt.



Genau so sehe ich das auch.

Gruß Bernd

RaGu am 08 Jun 2021 21:41:15

Ich hab mich (als langjähriger Camper und inzwischen "alter Sack") immer schwer getan mit der Assoziation "Campen und Freiheit", was heute um so mehr gerne so kolportiert wird.
Campen, welcher Form auch immer, ist genauso viel "Freiheit" wie jede andere Urlaubsform auch.
Ich will weg von zu Hause, dem Alltag, also benutze ich die mir zu Verfügung stehenden Mittel (in erster Linie "Kohle").
ich kann (lange gemacht) mir eine FeWo buchen, spontan mit dem Motorrad losfahren (ditto PKW) und abends einen Pension suchen usw.
insoweit gehe ich konform mit meinen Vorrednern, auch das Planen ist spannend.
Das Womo (mehr wie ein Wohnwagen) bietet mir die Möglichkeit, spontan losfahren "zu können", dazu ist es bei mir immer reisebereit eingerichtet (okay, ausser Lebensmittel).
Und, was ich ich oft tue, auch nur mal für eine Nacht 30 km von zu Hause auf einem mir bekannten "Geheimplatz" zu stehen, ist vielleicht das, was ich am ehesten mit "Freiheit" beschreiben würde (weil es in kaum einer anderen Urlaubsform so spontan möglich wäre).
Aber diese oft hier (und vor Allem in der Werbung) schon fast zwanghafte Verknüpfung zwischen WoMo (Camping) und Freiheit ist m.E. Blödsinn.
ich unterliege z.B. auf dem Campingplatz weit aus mehr Regeln als zu Hause.
Ich unterliege den Vorgaben meines WoMos (Strom, Wasser, Klo, Entsorgung, begrenze Autarkie, spez. Verkehrsregeln etc.).

Campen ist keine Freiheit, sondern einfach nur eine Urlaubsform unter Vielen.

Gast am 09 Jun 2021 06:36:22

Bei uns ist das einzig planbare immer die Zeit, wann wir los rumpeln - eben der Urlaub. Wohin die Reise geht steht meist zwei Tage vorher noch nicht mal fest. Natürlich zum Leidwesen meiner weltbesten Ehefrau, die natürlich die passenden Klamotten für die Kinder vorhalten muß. :mrgreen:
Und das ist auch das, was wir für uns als Freiheit definieren: nicht den Allinclusive_mir_wird_der_Popo_gepudert_Urlaub buchen zu müssen, sondern immer eine gewisse Spontanität zu haben. Wir sind vor zwei Jahren aus Frankreich nach Spanien gefahren, waren da dann auf einem CP, haben uns etwas umgesehen, gegessen und sind wieder nach Frankreich zurück, weil wir uns da einfach wohler gefühlt haben :nixweiss:
Mach das mal als Pauschalurlauber...

Aretousa am 09 Jun 2021 07:29:53

Die Fragestellung bezieht sich ja auf das, was die Werbung dem noch nicht Wohnmobilbesitzer vorgaukelt.

Ich amüsiere mich immer über das junge Paar, das glücklich lächelnd, abends, bei Dunkelheit, vor dem hell erleuchteten Wohnmobil mit offenen Fenstern, mit einem Glas Wein in der Hand, in herrlichster Natur, natürlich an einem See oder am Meer, sitzt.
Und ich sehe, wie sie anschließend stundenlang auf Mückenjagd gehen, dabei rote Blutflecke an der makellos, weißen Wohnmobildecke hinterlassen und sich am nächsten Morgen genervt über die Mückenstiche austauschen.

Ich bin da wohl nach 44 Jahren im Wohnmobil ein wenig unromantisch geworden. Oder auch klug, durch Erfahrung, wie man so schön sagt.

Ich bin aber auch nach so langer Zeit noch immer der Meinung, dass die Möglichkeit, mit dem Wohnmobil Urlaub zu machen, für mich die größtmögliche Freiheit bedeutet.
Die letzten Monate in denen wir nicht fahren konnten oder durften, haben das auf jeden Fall bestätigt.

mv4 am 09 Jun 2021 07:41:42

ja ältere Paare die glücklich lächeln sieht man halt selten ....das taugt nicht für die Werbung ;D

rkopka am 09 Jun 2021 08:57:53

Aretousa hat geschrieben:Ich amüsiere mich immer über das junge Paar, das glücklich lächelnd, abends, bei Dunkelheit, vor dem hell erleuchteten Wohnmobil mit offenen Fenstern, mit einem Glas Wein in der Hand, in herrlichster Natur, natürlich an einem See oder am Meer, sitzt.

Oder wenn das Womo mitten auf einem Weg stehengelassen wird, wenn man zum Wandern geht. Oder wenn das Womo so schief steht, daß man schon fast aus dem Bett rollt.
Es sind halt Werbebilder. Nur checken das dummerweise nicht alle.

Die Freiheit besteht (für mich) in der leichteren Umplanung des Urlaubs bei bestehendem Komfort (soweit ich das brauche). D.h. wenn es mit gefällt, bleibe ich länger in der Gegend (nicht zwingend am gleichen Platz, wenn das nicht geht) oder fahre früher weiter. Natürlich sind meine Entscheidungen nicht komplett frei. Ich brauche einen brauchbaren Platz für die Nacht. Das geht nicht immer und überall. Aber zumindest einfacher, als wenn ich mit PKW jedesmal erst ein Zimmer suchen muß. Ich lege mich schon lange vorher auf ein Ziel fest und habe auch eine Route und was es da zu sehen gibt. Aber das ist nur ein Leitfaden, dem man nicht zwingend folgen muß, der aber Entscheidungen erleichtert. Gerade wenn man unterwegs ist und nicht mal eben zu Mittag eine große Googlesuche starten will, was es hier überhaupt gibt.
Bisher wollte ich nur einmal größer beim Ziel umschwenken. Dummerweise (kurzer Urlaub) waren dann wegen Wetter oder Jahreszeit auch alle Alternativen (für mich) unbrauchbar und ich bin zuhause geblieben, wo es für mich bei uns immer noch genug (ohne Womo) anzuschauen gibt. Ich wollte ja Urlaub machen und nicht nur das Womo bewegen.

Für einige hier ist es auch eine gute Möglichkeit, bei Veranstaltungen direkt am Ort zu stehen ohne immer zu einem Zimmer pendeln zu müssen (auch Kosten und Reservierung), und alles dabei zu haben dank großem Stauraum, Strom... In meinem Fall Modellfliegen, sonst auch z.B. Surfen oder Tauchen(eingeschränkt).

RK

pwglobe am 09 Jun 2021 09:18:25

Aretousa hat geschrieben:Die Fragestellung bezieht sich ja auf das, was die Werbung dem noch nicht Wohnmobilbesitzer vorgaukelt.

Die Werbung ist eben das Problem, es wird natürlich nur schönes Wetter und leere Pläteze gezeigt.
Vergangenes WE an der Mosel gesehen:
Regenwetter und Familie, 2 Erwachsene, 3 Kindern, 1 Hund im Teilintegrierten mit Hubbett, das war eine Horrorshow.
Zum Schluss war die Stimmung so aufgeladen, wie das nächste Gewitter.
Für diese Familie war es der erste und letzte Urlaub mit dem Womo, zum Glück war es nur gemietet.
Aretousa hat geschrieben:Ich bin aber auch nach so langer Zeit noch immer der Meinung, dass die Möglichkeit, mit dem Wohnmobil Urlaub zu machen, für mich die größtmögliche Freiheit bedeutet.
:daumen2:
Bei uns sind es nur 35 Jahre, aber auch für uns ist es so. 8)

Dirkulation am 09 Jun 2021 09:26:54

Ich habe mich sehr über den Beitrag von RaGu gefreut, da ich zumindest einiges sehr ähnlich sehe.

RaGu hat geschrieben:Campen, welcher Form auch immer, ist genauso viel "Freiheit" wie jede andere Urlaubsform auch.


Stimmt, es gibt beim Campen auch reichlich Regeln und Einschränkungen. Ich finde auch, dass der Begriff Freiheit es nicht gut beschreibt, auch wenn Flexibilität, Abwechslung, Spontanität, ... einem das Gefühl von Freiheit vermitteln können.

Ich habe einmal festgestellt, dass meine besten Urlaube die waren, wo ich nichts geplant habe, also wo ich mich einfach ins "Abenteuer" gestürzt habe. Ab in den Flieger nach Andalusien und dort 4 Wochen mit dem Rad gereist. Die Route war sehr spontan, Unterkünfte waren nicht gebucht und es gab keine Reiseführer über Radfahren in Andalusien. Oder ab nach Griechenland 6 Wochen mit dem Rucksack unterwegs, mal per Bus, dann per Fähre, ..., Unterkünfte immer erst vor Ort gesucht. Es gab so viele Hindernisse und Pannen, aber immer auch Lösungen. Das waren mit die intensivsten und schönsten Momente in meinem Leben, aber war ich da frei? Irgendwie ja und andererseits auch nicht.

Ich mag es einfach nicht am Strand zu liegen. Ich mag kein scheinheilig lächelndes Hotelpersonal, ich mag keine festen Essenzeiten, ich mag keine Kleiderordnung, ...

Ich war aber auch schon in einem Hotel und das war für mich in dem Moment das Maximum an Freiheit, denn unser Sohn war damals erst wenige Monate alt. Die Väter haben z.B. lange Bergwanderungen mit den Kindern auf dem Rücken oder Bauch gemacht und die Mütter hatten auch ein Programm. Es gab Kletterkurse mit Babysitter, ... Abends gab es ein 5-Gänge-Menue und Kinder haben auf dem Zimmer geschlafen. Man konnte mit anderen Paaren abends essen, trinken und quatschen, während die Rezeption über Babyphone auf die Kinder achtete.

Ich mag es nette Leute im Urlaub kennen zu lernen. In einem Spießerhotel wird es schwer für mich Leute zu finden, die gleiche Interessen und Werte haben wie ich. Im Sporthotel oder Babyhotel kann das durchaus klappen. Private Pensionen mag ich auch sehr, da man da nah an den Leuten und der Gegend ist. In Jugendherbergen kann man sehr gut Leute kennenlernen, ich habe alles was ich brauche und nur wenige Regeln.

Ich sehe es auch so: Ich will im Urlaub oder bei Ausflügen Abwechslung von daheim, will etwas anderes neues sehen und erleben. Ich werde auch in Zukunft noch Urlaub ohne Wohnmobil machen, weil das mich dabei einschränken würde. Wenn ich meinen Stiefvater auf Kreta besuchen will, dann brauche ich nur ein Zelt oder eine private Pension. Wenn ich auf die ostfriesichen Inseln will, dann reicht mir eine Jugendherberge. Wenn ich jedoch einige Wochen nach Südfrankreich will, dann werde ich wohl mit dem Wohnmobil fahren. Vermutlich auf einen Campingplatz. Vom Wohnmobil nutze ich dort dann nur das Bett und den Kühlschrank, weil das restliche Leben draußen stattfindet. Falls mein Geld knapp sein sollte, dann eben Stellplatz.

Ich glaube, man sollte nicht einem Traum von Freiheit hinterhertrauern, den es in der Werbung oder in der Erinnerung gibt, denn dann wird man enttäuscht und ist nicht offen für andere schöne Alternativen. Freiheit ist doch eher die Möglichkeit, alle vorhandenen Möglichkeiten nutzen zu können.

Deshalb: Ja zu:
RaGu hat geschrieben:Campen ist keine Freiheit, sondern einfach nur eine Urlaubsform unter Vielen.

goorooj am 09 Jun 2021 09:51:58

Totti hat geschrieben:Wir sind vor zwei Jahren aus Frankreich nach Spanien gefahren, waren da dann auf einem CP, haben uns etwas umgesehen, gegessen und sind wieder nach Frankreich zurück, weil wir uns da einfach wohler gefühlt haben :nixweiss:
Mach das mal als Pauschalurlauber...


Bei mir wars umgekehrt... ich habe vor mittlerweile 11 Jahren, zum Anlass unserer Hochzeit, das erste mal tatsächlich einen Campingplatz um Pfingsten im voraus gebucht, für 3 Wochen. Da möchte man ja ausnahmsweise mal alles im Voraus sicher wissen. In Serignan, Südfrankreich... haben uns Bekannte empfohlen und den haben wir uns im Jahr vorher auf dem Rückweg von Leucate mal angeschaut, sah nett aus.
Als wir angekommen sind hatte es noch 30 Grad,
2 tage später 19 Grad und Dauerregen. Der Platz liess nicht mit sich reden was die Buchung angeht, wir hatten die 3 Wochen auch im voraus komplett bezahlt, das wollten die so....
Wir sind trotzdem direkt weitergefahren nach Spanien, so ab Denia abwärts wurde das Wetter wieder sommerlich. Zwischen Denia und Cartagena ist echt hässliche Pauschalhölle, aber weiter südlich gehts dann.

In Spanien standen wir einen superschönen Platz am Strand ( Ich habe mal 2 jahre in Südspanien gewohnt und kenne da halt die netten Plätze... ), aber als es nach einer Woche in Serignan wieder besser wurde sind wir wieder zurück nach Serignan weil... bezahlt ist bezahlt.

Das war das erste und letzte mal dass ich einen Campingplatz im Voraus gebucht habe. Mein Urlaub ist mir zu wertvoll um irgendwo schlechtes Wetter ( ich zieh auch mal schnell 800 Kilometer am Stück runter um das zu ändern ) oder unangenehme Nachbarn am Platz oder andere Unannehmlichkeiten ertragen zu müssen.

Wenn mal kein Platz mehr ist dann ist es mir eh zu voll und ich fahre irgendwo anders hin. Ich habe ich bis jetzt immer irgendwo einen Stellplatz zum Übernachten gefunden und ich bin in meinem ganzen Wohnmobilleben noch nie irgendwo verscheucht worden, man muss halt wissen wo und wie. Ich lege am Tag der Abfahrt die grobe Richtung fest und alles andere ergibt sich. Man lernt unterwegs Leute kennen, erfährt über nette Plätze die man noch nicht kennt und fährt dann dort hin, lernt Leute kennen....

Tinduck am 09 Jun 2021 09:54:55

RaGu hat geschrieben:Campen ist keine Freiheit, sondern einfach nur eine Urlaubsform unter Vielen.


Ja, auch beim Campen (und auch beim Freistehen!) unterliegt man (teils ungeschriebenen) Regeln. Die Leute, die meinen, das wäre nicht so, sind dann letztendlich auch die Schweinchen, die 'unsere' Urlaubsform in Verruf bringen.

Genau betrachtet ist Freiheit nur eine zufällige Übereinstimmung der eigenen Bedürfnisse mit den gerade geltenden Verhaltensregeln... wenn mir die Regeln passen, fühle ich mich frei, wenn nicht, fühle ich mich gegängelt oder eingeschränkt. Zustände ohne Regeln gibt es eigentlich nicht, das letzte Bollwerk sind die Naturgesetze, die mich immer einschränken werden.

Insofern fühlen sich eigentlich nur Leute 'unfrei', die Probleme mit der Integration in die Gesellschaft haben :D

Das stark positivierte Bild von Individualismus (früher nannte man das Egozentrik) führt natürlich dazu, dass sich viele unfrei fühlen, und was dann in Werbung und auf YT mit gefälschten Bildern und bis ins letzte geplanten Filmszenen suggeriert wird, macht dann manche Leute unzufrieden. Dass das Gras woanders auch nicht grüner ist, haben schon viele zum eigenen Schaden herausgefunden. Inzwischen gibt es da ja auch genug ehrliche Aussagen von Leuten, die z. B. als Digital Nomads im Womo leben, dass das zwar eine andere Lebensform ist, aber eben auch kein Dauerurlaub. Auch wenn einem manche Jubelperser was anderes suggerieren wollen.

Unterm Strich hat man im Urlaub mit dem Womo aber immer noch den besten Kompromiss aus Freiheitsgraden und Komfort von allen Urlaubsformen, weshalb es ja auch zunehmend beliebter wird. Viele Leute, die sich das früher nicht vorstellen konnten, sind dann nach den ersten Versuchen doch angefixt.

bis denn,

Uwe

xiquadrat am 09 Jun 2021 10:27:47

Tinduck hat geschrieben:Insofern fühlen sich eigentlich nur Leute 'unfrei', die Probleme mit der Integration in die Gesellschaft haben :D

... oder sich in gefühlt schlechter Gesellschaft befinden. Kommt halt, wie so oft, mal wieder auf den Standpunkt an :)

rkopka am 09 Jun 2021 10:31:23

Dirkulation hat geschrieben:Ich habe einmal festgestellt, dass meine besten Urlaube die waren, wo ich nichts geplant habe, also wo ich mich einfach ins "Abenteuer" gestürzt habe.
...
Das waren mit die intensivsten und schönsten Momente in meinem Leben, aber war ich da frei? Irgendwie ja und andererseits auch nicht.

Das ist wohl auch eine Sache der Persönlichkeit. Für mich wäre das nichts. Ich hätte immer das Gefühl, ich würde vielleicht etwas interessantes verpassen. Ist mir trotz Planung schon so gegangen. Ich hatte meine Pläne geändert und bin eine andere Strecke weitergefahren. Am Abend lese ich beim weiteren Planen dann zufällig, daß ich an etwas sehr interessantem direkt vorbeigefahren bin. Fürs Zurückfahren hat es nicht gereicht, nur zum Ärgern :-).

RK

Gast am 09 Jun 2021 13:01:42

RaGu hat geschrieben:Campen ist keine Freiheit, sondern einfach nur eine Urlaubsform unter Vielen.

..und das läßt sich beim Wohnmobil ja noch weiter unterteilen, sowohl von der Art , als auch vom Anspruch, halt wie im richtigen Leben. Viele machen einfach nur Urlaub mit dem WoMo und nutzen das quasi nur als Hotelersatz, um sich z.B. x Wochen auf irgendeinen Campinplatz zu stellen, so wie unsere Ex Nachbarn, WoMo gekauft, 2 x für 3 Wochen zum Lido nach Venedig, danach war das Womo wieder weg. Andere, so wie z.B so wie wir, wir benutzen das WoMo um zu Reisen, neue Länder, Städte, Leute kennenzulernen. Dafür muß ich nichts planen außer grobe Richtung und auch nichts reservieren.
Es gibt da eben viele verschiedene Varianten um mit dem WoMo unterwegs zu sein. jeder wie er mag.

Was für uns gar nicht geht, sind volle oder häßliche Plätze, das meiden wir wie die Pest.

Halt jeder so wie er mag

DonCarlos1962 am 09 Jun 2021 15:54:38

mv4 hat geschrieben:ja ältere Paare die glücklich lächeln sieht man halt selten ....das taugt nicht für die Werbung ;D


Ich habe schon viele Werbebilder gesehen, bei denen genau das leicht angegraute Pärchen lächelnd vor dem Wohnmobil sitzt!
(Am besten vor einem VI, jenseits der 100.000€)

Die Werbung hat sehr wohl verstanden wo das Geld sitzt! Bei uns Ü50 und den (Früh-) Rentnern!

Kinder aus dem Haus, Häusle abbezahlt, Jung und dynamisch genug und vielleicht sogar noch das Erbe von der Generation vor uns, die alles aufgebaut hat, auf dem Konto!

Da steckt das Geld! Und das wissen die Herren in der Chefetage ganz genau!

LG Carsten

Trashy am 09 Jun 2021 16:04:44

bigmacblau hat geschrieben:Und wenn ich irgendwo nicht stehen kann na dann halt woanders.
Nur meine Meinung
Gruß Wolfgang



Genau. Man kann auch heute noch an den tollsten Hotspots stehen, wenn man früh genug da ist. Zum Schlafen verpieselt man sich dann eben in die Pampa.
Funktioniert wunderbar.
Wer den Anspruch hat an Premiumlocations ganz vorne zu stehen und auch noch zu übernachten wird bald merken dass das immer mehr Wunschdenken/Werbung ist.

kawabenemsi am 09 Jun 2021 18:02:16

Die "Grosse Freiheit" ist bei mir ( bin da eigentlich recht bescheiden) dadurch heftigst limitiert , dass selbst kleinere aber notwendige Reperaturarbeiten ( bei meiner ansonsten sehr guten Werkstatt) wegen Durchbrechung der Lieferketten und erhöhtem Neuverkauf viele Wochen ( wenn nicht Monate) dauern.

Habe schon mit Kollegen gesprochen , die über Verkauf des Womos nachdenken und einer hat sein Womo schon deshalb in dieser hochpreisigen Zeit verlustfrei abgestossen.

Schade , aber Realität.

VG Ben

mv4 am 09 Jun 2021 18:12:40

DonCarlos1962 hat geschrieben:Ich habe schon viele Werbebilder gesehen, bei denen genau das leicht angegraute Pärchen lächelnd vor dem Wohnmobil sitzt!
(Am besten vor einem VI, jenseits der 100.000€)
LG Carsten


Ich rede von der Realität....nicht von der Werbung :wink:

Bergbewohner1 am 09 Jun 2021 18:16:03

kawabenemsi hat geschrieben:
Habe schon mit Kollegen gesprochen , die über Verkauf des Womos nachdenken und einer hat sein Womo schon deshalb in dieser hochpreisigen Zeit verlustfrei abgestossen.

Schade , aber Realität.

VG Ben

Warum ist es Schade :?: Ist doch gut für die, die schon viele Jahre unserem Hobby frönen.

hampshire am 09 Jun 2021 18:33:57

Aretousa hat geschrieben:Ich amüsiere mich immer über das junge Paar, das glücklich lächelnd, abends, bei Dunkelheit, vor dem hell erleuchteten Wohnmobil mit offenen Fenstern, mit einem Glas Wein in der Hand, in herrlichster Natur, natürlich an einem See oder am Meer, sitzt.
Und ich sehe, wie sie anschließend stundenlang auf Mückenjagd gehen,

:lol: Die Szenen kenne ich, nur dass wir nicht mehr jung sind und lieber draußen sitzen. Ist also nicht so gelogen von der Werbung. Ich bin der totale Mückenmagnet, fange alles ab, meine Frau bleibt unbehelligt. Manche Abende gehen 20:0 aus. Das mit den Flecken bei der Mückenjagd habe ich inzwischen im Griff. Aber das gemeinsame Rumsitzen, Wein trinken und sich zu unterhalten ist tatsächlich so schön, dass ich etwas Juckreiz in Kauf nehme. Ist nicht anders als zu Hause im Garten.

kawabenemsi am 09 Jun 2021 19:18:39

hampshire hat geschrieben:....Ich bin der totale Mückenmagnet, fange alles ab, meine Frau bleibt unbehelligt. Manche Abende gehen 20:0 aus. Das mit den Flecken bei der Mückenjagd habe ich inzwischen im Griff. Aber das gemeinsame Rumsitzen, Wein trinken und sich zu unterhalten ist tatsächlich so schön, dass ich etwas Juckreiz in Kauf nehme. Ist nicht anders als zu Hause im Garten.


Tip für Dich :--> Link

Genial !

Dirkulation am 09 Jun 2021 20:37:46

Wenn man sein Mobil nicht mehr fahren kann, weil die Ersatzteile fehlen: ein Horror. Ich kann mir vorstellen, wie schrecklich das ist.

Das tut mir leid.

Wenn man ein neues Mobil vor der Tür stehen hat, weil man viel Geld hat, stören die fehlenden Ersatzteile wenig. Wenn man aber seinen alten Schatz nicht sm Leben erhalten kann und eigentlich auch nicht Geld im Überfluss hat: Ja, sehr ärgerlich.

Die Mücken mögen mich such, aber ich lasse mich stechen und merke nichts davon. Ich bin wohl gegen die meisten Sorten immun. Zum Glück!

Ich denke, die goldenen Jahre der Womo-Hersteller gehen bald zu Ende. Die künftigen Generationen werden immer noch sehr reiche Leute haben, aber nicht mehr in der Masse. Die Werbung wird sich ändern. Und es werden wieder weniger Highend-WoMos von der Stange herum stehen.

hampshire am 09 Jun 2021 23:47:38

kawabenemsi hat geschrieben:
Tip für Dich :--> Link

Genial !


Danke. Bestell ich mal.

Berioldir am 10 Jun 2021 17:46:27

An WomoToureu:

"es jammert nur einer und der bejammert keineswegs die Freiheitlichen Grundrechte, sondern dass er "der Täuscht und Trickst" sich jetzt mit seinem Psyeudo WOMO auf öffenltiche Parkplätze an Hot Spot hinstellen kann."

Das habe ich vielleicht etwas unglücklich formuliert, dass du derartige Schlüsse ziehst.
Ich beklage mich nicht, sondern nehme die Entwicklung als gegeben hin, auch wenn ich sie schade finde. Das ändert leider niemand, weder ich, noch wir hier.
Auch stelle ich mich NICHT auf öffentliche Parkplätze an HotSpots ... ich stelle mich dorthin, wo mich keiner vermutet, wo ich alleine bin, wo niemand sucht, ich niemanden störe und hinterlasse nicht mehr als meine Reifenspuren.

Das Klagen kommt vielmehr von meinen Freunden / Arbeitskollegen, die sich das ganze Camping etwas anders vorgestellt haben.
Ich habe zu dem Thema noch zwei schöne Blog-Artikel gefunden, die das ganze gut beschreiben:

--> Link
Klaradresse: (Leerzeichen entfernen) https:// isaswomo.de/camping-2017-2018-der-wunderbare-camping-boom/

--> Link
Klaradresse: (Leerzeichen entfernen) https:// isaswomo.de/urlaub-mit-dem-wohnmobil-20-21/

quax1968 am 10 Jun 2021 18:13:07

Was hat Wohnmobil mit Freiheit zu tun? Wohnmobil war nie Freiheit. Dazu gehört einfach mehr dazu.
Was soll das für eine Freiheit sein, wenn man unter der Woche 40 Stunden ackert, um dann 30 Tage im Womo herumreisen zu können.

Freiheit ist für mich etwas völlig anderes. Freiheit hat man, wenn man seine Freizeit komplett selbst einteilen kann.
Manche meinen halt, dass man ein Womo kauft und damit sich ein Stück Freiheit erkauft. Besser wäre es aber, zu schauen wie man wirklich freier wird. Oft ist das Gegenteil der Fall, da wird dann ein Womo finanziert und man macht sich wieder abhängig.

Was ich aber immer genieße ist, dass ich mit meinem Womo zum Beispiel zu Freunden und vor dem Haus übernachten kann.
Ich denke nicht, dass es was mit Freiheit zu tun hat, sich überall hinzustellen. Auch wenn ich das selbe gerne auch mache. Aber dann eben nicht unbedingt an den Hotspots und zu Ferienzeiten.

RaGu am 10 Jun 2021 18:41:03

Berioldir hat geschrieben:Ich habe zu dem Thema noch zwei schöne Blog-Artikel gefunden, die das ganze gut beschreiben:


Eine sehr kluge Frau mit gut recherchiertem Hintergrundwissen, ich ziehe meinen Hut...und empfehle Ihre Artikel (z.B. über Narkosegas) --> Link hier gerne weiter.

thomas56 am 10 Jun 2021 18:51:29

quax1968 hat geschrieben:Was ich aber immer genieße ist, dass ich mit meinem Womo zum Beispiel zu Freunden und vor dem Haus übernachten kann.
Ich denke nicht, dass es was mit Freiheit zu tun hat, sich überall hinzustellen. Auch wenn ich das selbe gerne auch mache. Aber dann eben nicht unbedingt an den Hotspots und zu Ferienzeiten.


vielleicht sollte man das Wort Freiheit einfach gegen Flexibilität tauschen.

Gast am 10 Jun 2021 19:52:47

Berioldir hat geschrieben:Ich habe zu dem Thema noch zwei schöne Blog-Artikel gefunden, die das ganze gut beschreiben:


Die Artikel sollte man gerne mal lesen, ich teile davon vieles aber auch nicht alles. Sie bringt aber viele Dinge auf den Punkt, vor allem aber auch die Naivität vieler der neuen aber auch alten Campern, vieles über bodenlose Naivität, Gedankenlosigkeit oder Gleichgültigkeit, manche würden auch durchaus manchmal von Blödheit sprechen.

Sie beschreibt aber auch schön, die gerne genommene Konzentration auf bekannte Hotspots mit allen Konsequenzen, die ich ja auch schon öfter kritisiert habe. Wer irgendwo hinfährt wo alle hinwollen und dann noch fährt wenn alle fahren wollen, der sollte einfach mal grundsätzlich überlegen ob Campen für ihn/sie die richtige Urlaubsform ist. Das sind ja Länderübergreifend gerne mal gut 5 Monate des Jahres!

Auch zu park4night sagt sie Wahres. Die App erfordert für den Nutzer, allerdings Hirn! Eben nicht einfach irgendwo hinfahren, sondern vorher lesen" prüfen, verstehen und ggf. einfach woanders hin fahren. Nicht alles was irgendwo steht ist in der Realität auch so. Wir haben aber die schönsten und einsamsten Plätze darüber gefunden.

Was mir allerdings fehlt ist die fast freie Art des Reisens, sich planlos, nach Lust, Wetter und Gegebenheiten durch ein Land treiben zu lassen, je weiter weg von zu Hause, desto besser läßt sich das umsetzen, desto freier und unabhängiger ist man. Das setzt aber bei den WoMos eine gewisse Autarkie voraus, das die meisten einfach nicht haben.

Nach 3 Jahren WoMo kann ich für uns sagen, "die allerwenigsten, der ca. 200 Übernachtungen im WoMo" waren ein Kompromiß und max. eine Handvoll war mal voll, das haben wir dann aber, weil erforderlich, bewußt in Kauf genommen. Der Rest war für uns richtig Klasse!

Gruß

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