suedkind am 06 Jul 2021 15:04:51 Also das mit den Japanern ist definitif falsch. Als die ihre Industrien wieder hochfuhren waren sie auf einem Level das der "Made in Deutschland" in nichts nachstand. Sie scherten sich nix um den Mainstream und produzierten Autos und Motorräder, da hatten deutsche Hersteller Schweißperlen auf der Stirne und sie mußten sich gewaltig strecken. Daß sie inzwischen auch dem Kunden hinterherhecheln und sehr oft Haptik und Optik auf der Strecke bleiben ist dem Zeitgeist und der Werbung geschuldet. Wenn man sieht an welchen Rezeptoren die Werbung, sehr plump, schlecht synchronisiert und durchschaubar, mit ihren Botschaften und Worthülsen andockt oder es versucht, läßt es mich schon schwer am Geistesszustand der Menschheit zweifeln. Da wird versucht Emotionen zu wecken, in Jugenderinnerungen rumgebohrt, große endlose Freiheiten vorgegaukelt die es so garnimmer gibt. Alles gratis oder für nur ein paar € im Monat geborgt. Könnte man endlos fortsetzen und jeden Tag wiederholt bis es sitzt. Ist kein Dogma sondern nur mein Eindruck nach einem erfüllten Leben und Arbeitsleben. andwein hat geschrieben:Den gleiche Sermon gab es früher zu Japan, dann zu Korea und jetzt halt zu den Chinesen. Die Bauen so gut und so schlecht wie der Markt es möchte und wie der Käufer es bezahlt!! Nur nur nach dem niedrigsten Preis suchen ist auch eine Marktmacht!! Gruß Andreas
Flatus am 06 Jul 2021 15:32:58 suedkind hat geschrieben:Also das mit den Japanern ist definitiv falsch. Als die ihre Industrien wieder hochfuhren waren sie auf einem Level das der "Made in Deutschland" in nichts nachstand. Sie scherten sich nix um den Mainstream und produzierten Autos und Motorräder, da hatten deutsche Hersteller Schweißperlen auf der Stirne ...
Also Schweissperlen bekam wegen den ersten japanischen Autos ganz bestimmt keiner! Schau sie dir mal an: Toyota Publica, Honda N360, Mitsubishi Minica, Daihatsu Hijet, Mazda R360 usw. Einfachster Technik und entweder kopiert oder mit Hilfe westlicher Autofirmen „entwickelt“. Gruss Flatus
andwein am 06 Jul 2021 16:29:56 rolfk hat geschrieben: "Nur nur nach dem niedrigsten Preis suchen ist auch eine Marktmacht!!Gruß Andreas" Und es ist die schlechteste. Sie dient zu nichts anderem als zur Befriedigung der jeweils eigenen Gier..
Das mag sein, aber analysiere mal die ausgewählten Produkte hier zu denen Fragen kommen auf deren Preis. Mir fallen da eine Menge WRs und Batterien ein. Dann wirst du feststellen, dass einige hier was anderes schreiben und ihr Einkaufsverhalten dem diametral entgegen gesetzt ist. Es gibt wenige, die billig einkaufen und auch bei Ausfällen dazu stehen und sagen Ja war eine falsche Entscheidung, heute weiß ich es besser. Gruß Andreas
rolfk am 06 Jul 2021 17:48:21 Ich habe eigentlich nicht direkt das billigere Einkaufen gleicher Artikel gemeint. Ich würde es vorziehen, wenn bestimmte Produkte in Europa hergestellt werden, und deswegen etwas teurer werden. Das wäre in der Energiebilanz günstiger, weil Transporte wegfallen. Und ich würde es vorziehen, dass Produkte, wenn sie schon in Fernost hergestellt werden, dort den Menschen auch den Lebensunterhalt ermöglicht. Drogen werden angebaut, weil die Bauern von Kaffee nicht leben können. Und das liegt in der Verantwortung der Einkäufer, die die Preise aushandeln.
andwein am 08 Jul 2021 11:55:21 rolfk hat geschrieben:......Drogen werden angebaut, weil die Bauern von Kaffee nicht leben können. Und das liegt in der Verantwortung der Einkäufer, die die Preise aushandeln.
Na ja, so kann man es sehen. Aber vielleicht können die Bauern schon vom Kaffee leben, haben aber mit Mohnverkauf einen höhere Spanne?? Glaubst du wirklich dass die Kaffebohnenaufkäufer härtere Verhandlungspartner sind als die Drogenbarone?? Wenn du einen Bauern fragst ob er von seinem Hof leben kann bekommst du zu 98% die Antwort nein. Ist aber nur meine Einschätzung, Gruß Andreas
rolfk am 08 Jul 2021 12:00:14 Der Kaffee- Drogen Vergleich stammt aus dem Handelsblatt, und galt für Kolumbien. Wenn man das vergleicht mit den Nähfabriken für billig T-Shirts, von denen eines eingestürzt ist, oder den Preisen für Schuhe im unteren Preissegment aus Vietnam ( ein Euro, pro Paar), dann kannst du deine Schlussfolgerungen ziehen...
goorooj am 08 Jul 2021 12:09:55 Hm.
China hat gerade Deutschland als Exportweltmeister für Maschinenbau abgelöst.
Was mich jetzt nicht wundert, die Unis wimmeln seit Jahren von chinesischen Maschinenbaustudenten die alle ihre Praktika in den renommierten deutschen Firmen machen. Die werben natürlich um die zukünftigen Ingenieure, aber die meisten fahren nach Abschluss tatsächlich gerne wieder heim.
Die Maschinen sind nicht so viel anders ( warum auch... die Teile dafür kommen heute aus den Baukästen die in China auch verfügbar sind, Rockwell Festo... konstruieren haben die in Deutschland gelernt... ). Zumindest so den unteren bis mittleren "Schwierigkeitsgrad" kriegen die locker genauso hin wie unsere Legobastler ( Zitat eines älteren Maschinenbauingenieurs den ich kenne zur neuen Generation ).
Da gehts schon lang nicht mehr darum irgendwelche Gummientchen und Handyhüllen nach Europa zu verschicken.
suedkind am 08 Jul 2021 12:59:23 Wenn Chinesen in der EU was kaufen wollen machen sie den Koffer auf, legen die Kohle hin und haben den Betrieb, den Hafen oder was sonst noch käuflich ist. Umgekehrt geht das aber nicht. So mal eben nach China fahren um dort nen Betrieb mit High-Tech aufzukaufen ... ausgeschlossen :evil: Sehr bedenklich wenn Jinping, verhangen grinsend, Zugeständnisse an die EU bzw. EUtschland macht.
Pechvogel am 08 Jul 2021 16:00:35 rolfk hat geschrieben:Ich habe eigentlich nicht direkt das billigere Einkaufen gleicher Artikel gemeint. Ich würde es vorziehen, wenn bestimmte Produkte in Europa hergestellt werden, und deswegen etwas teurer werden...
Die Frage ist doch warum renommierte Firmen wie Siemens, Bosch, DMG, ... eigene Produktionslinien in China aufbauen und es sich lohnt diese Teile nach Europa / Deutschland zu importieren um sie hier zu verkaufen? Das kann nur mit Löhnen, Umweltauflagen, etc zu tun haben. Die reinen Produktionskosten, die Maschine die in China steht z.B. ist die gleiche wie die in Deutschland. Und Rohstoffe kaufen auch die Chinesen weltweit ein. Es geht also um Einkommen, Lebensstandard, Umwelt, etc. Und da klafft die Schere halt mal wieder weit auseinander! Wir, die Reichen der Welt die sich Umweltschutz,... leisten können, wir kaufen natürlich möglichst günstig ein. Frei dem Motto "was interessiert mich wie es vor Deiner Tür aussieht". Auf der anderen Seite: wenn die reichen Länder nicht bei den armen Ländern einkaufen dann haben die armen auch kaum die Möglichkeit ihre Situation zu verbessern. Ich denke das Thema "böses China" hat sich sowieso in ein paar Jahren ( 10-15 ?? ) erledigt. Was hat mir vor kurzem ein Manager gesagt: "Bei den Chinesen musst Du aufpassen! Die klauen ( Ideen / Konstruktionen ) wie die Raben! Aber vor den Indern da mach einen großen Bogen: die klauen nicht nur, die verbessern die Artikel dabei auch noch!" Und die Inder haben noch viel viel weniger wie die Chinesen.... Grüße Dirk
kamann am 08 Jul 2021 16:49:09 hallo: Und da haben wir zu meiner aktiven Zeit sehr gut von der Entwicklung für eine große japanische LKW Frma gelebt..... So long
Gast am 08 Jul 2021 17:14:22 Pechvogel hat geschrieben: Die Frage ist doch warum renommierte Firmen wie Siemens, Bosch, DMG, ... eigene Produktionslinien in China aufbauen und es sich lohnt diese Teile nach Europa / Deutschland zu importieren um sie hier zu verkaufen?
Grüße Dirk
Netter Versuch, aber zumindest für Bosch völlig daneben. Bosch hat die Entwicklung in der Region Stuttgart und die Führungswerke in Deutschland. Weltweit werden bei einer Produkteinführung Werke mit identischer Technik und gleicher Produktionsqualität aufgebaut. Beispiel: E-Bike: Werk Bühlertal - weitere Werke in Indien, Mexiko und China. Diese Werke produzieren alle für den weltweiten Bedarf. So ist es richtig!
Pechvogel am 08 Jul 2021 20:48:42 Hatte Bosch nicht bei den Werken in Crailsheim und Waiblingen erst Teile der Konstruktion nach Indien verlagert, dann zumindest die Kreditoren-Buchhaltung von Magdeburg nach Indien ausgelagert und anschließend die Werke an Syntegon verkauft?? :gruebel: :gruebel:
Grüße Dirk
DonCarlos1962 am 08 Jul 2021 21:15:32 Man hat also geschafft einen winzigen Riegel vor den Importstrom aus China zu schieben.
Was ich mich indes frage: Wie wird China reagieren? Das werden die sich sicher nicht auf sich sitzen lassen!
Nicht umsonst hat Xi Jinping laut gesagt, dass niemand mehr China hin und her schubsen wird.
Also: Wie wird die Reaktion ausfallen?
Ich habe meine Einkäufe bei Aliexpress eingestellt. Auch bei Ebay drücke ich links auf den Button Händler aus der EU. Den Ast abzusägen auf dem ich sitze, ist nicht besonders klug. Leider gibt es viele Produkte, die in der EU nicht mehr hergestellt werden.
LG Carsten
Pechvogel am 08 Jul 2021 22:22:59 DonCarlos1962 hat geschrieben:…Was ich mich indes frage: Wie wird China reagieren? Das werden die sich sicher nicht auf sich sitzen lassen!…
Das ist so nicht ganz richtig und kommt hier auch falsch rüber: seit Anfang Juli unterliegen alle Waren die im Ausland gekauft werden der Umsatzsteuerpflicht! Es ist also nicht nur China! ( obwohl vermutlich 90% der nicht EU-Waren aus China kommen ) Grüße Dirk
Tinduck am 09 Jul 2021 08:03:47 DonCarlos1962 hat geschrieben: Ich habe meine Einkäufe bei Aliexpress eingestellt. Auch bei Ebay drücke ich links auf den Button Händler aus der EU. Den Ast abzusägen auf dem ich sitze, ist nicht besonders klug. Leider gibt es viele Produkte, die in der EU nicht mehr hergestellt werden.
LG Carsten
Damit unterstützt du europäische Händler, aber die Ware kommt oft/meistens immer noch aus China. Bringt jetzt nicht wirklich was, noch ein paar Zwischenhändler zu bezahlen, es sei denn, es geht um die Gewährleistung. Wenn man die Wahl zwischen europäischer und sonstwo-Herstellung hat, macht es Sinn, drüber nachzudenken. Wenn man z. B. ein RDKS (6 Reifen) für 61 USD über Ali anstatt für 120 Euro vom europäischen Händler bekommt, eher nicht. Bei Sachen unter ca. 100 Euro geh ich das Risiko ein, direkt in China zu bestellen, darüber nicht. Persönliche Risikoabschätzung, muss nicht für jeden passen. bis denn, Uwe
dieter2 am 09 Jul 2021 10:10:45 Ich werde weiter bei Ali einkaufen. Wenn ich für 120 € Werkzeug für mein Hobby, Fräser und sowas, einkaufe, die Steuer zu rechne bin ich immer noch über 100 bis 200% preisgünstiger als wenn ich hier kaufe. Und das was ich bislang an Fräser bekommen habe war hohe Qualität mit hoher Standzeit.
teuchmc am 09 Jul 2021 10:31:19 dieter2 hat geschrieben:Ich werde weiter bei Ali einkaufen.
Wenn ich für 120 € Werkzeug für mein Hobby, Fräser und sowas, einkaufe, die Steuer zu rechne bin ich immer noch über 100 bis 200% preisgünstiger als wenn ich hier kaufe.
Und das was ich bislang an Fräser bekommen habe war hohe Qualität mit hoher Standzeit.
Naja, die übliche "Geiz-ist geil-"-Mentalität. Aber mach mal. Evtl.gibts dann mal als Geschenk ne Mao-Jacke dazu. Ich vermeide, soweit wie möglich, den Einsatz von Produkten aus der VRC. Was allerdings eben auch Grenzen hat. Leider. Sonnigen weiterhin. Uwe
Pechvogel am 09 Jul 2021 10:45:33 dieter2 hat geschrieben:...Und das was ich bislang an Fräser bekommen habe war hohe Qualität mit hoher Standzeit.
Da sach´ ich jetzt mal nix zu! ( Rundlauf? Freischliff der einzelnen Schneiden? Maßhaltigkeit des Schaftes? Wucht bzw Unwucht? Hartmetallgefüge?... ) Es gibt auch Leute die halten die Inbusschlüssel von Aldi für hohe Qualität. Bei mir hat so´n Satz keine Woche überlebt. Ich habe vor Jahren mal Teile einer Betriebseinrichtung von jemandem gekauft der sein Unternehmen zu gemacht hat. Er hat kleine Gartenwerkzeuge hergestellt: Klappspaten z.B. "die Omi im Bus in der Handtasche mit auf´n Friedhof nehmen kann um Opi´s Grab zu pflegen". Qualitativ eine ganz andere Hausnummer wie das was aus China kam: bei seinem Klappspaten gab es z.B. eine Welle um die geklappt wurde. Bei den Chinesen waren links und rechts je eine Blindniet die sich "kaputt reibt" wenn man nur oft genug den Spaten zusammenklappt. Klar hielten die chinesischen Klappspaten nur ein paar Wochen. Aber beim neu kaufen im Baumarkt steht Omi dann vor dem Regal mit den 6,-€ Spaten aus China und den 15,-€ Spaten aus Deutschland. Da man Qualität nur sieht wenn man sie kennt hieß es dann allgemein "die halten sowieso nur ´n paar Wochen! Da reicht auch der für 6,-€!" Grüße Dirk
goorooj am 09 Jul 2021 10:55:09 Also wenn ich WEISS dass etwas, das hier teuer verkauft wird, zu 100% in China hergestellt wird dann habe ich doch gar keine Skrupel das in China direkt einzukaufen. Diese "Hersteller" die nur noch aus Marke, BWL und Marketing bestehen sollen ruhig untergehen, die haben keine Relevanz mehr, von denen gibts eh zuviele. Hätten halt was richtiges studieren sollen.
Anders siehts aus wenn ich etwas hier Hergestelltes als Alternative bekomme. Aber was gibts da noch wenn ich z.B. Unterhaltungselektronik anschaue...
Gast am 09 Jul 2021 11:06:01 ...Diese "Hersteller" die nur noch aus Marke, BWL und Marketing bestehen sollen ruhig untergehen...
Genau, und damit das deutschen Rentenystem, das Gesundheitswesen und vieles mehr! Ich finde die Geiz-ist-geil-Mentalität vieler egoistisch und bei der jüngeren Generation auch noch zu kurz gedacht, denn das fällt jenen irgendwann auf die Füße. Möge das Mimimi mit euch sein!
Pechvogel am 09 Jul 2021 11:17:12 goorooj hat geschrieben:Also wenn ich WEISS dass etwas, das hier teuer verkauft wird, zu 100% in China hergestellt wird dann habe ich doch gar keine Skrupel das in China direkt einzukaufen...
Die Frage ist ja ob Du wirklich sicher sein kannst dass die Teile 100% identisch sind? Beispiel: in Deutschland gibt es die BSHG, die Bosch-Siemens-Handelsgesellschaft für Haushaltsgeräte, zu der, meine ich, auch Miele gehört. Es gibt Waschmaschinen, Kühlschränke oder E-Herde von Bosch und Siemens die gleichen sich wie eineiige Zwillinge :mrgreen: Aber nur äusserlich! Innen haben die E-Herde z.B. unterschidliche Dämmmaterialien verbaut. Miele verbaut die selben Rahmen um ihre Ceranfelder wie Bosch oder Siemens. Miele schleift aber 1x mehr und kontrolliert unter UV-Licht die Eloxalqualität. 2. Wahl geht da nach... :mrgreen: Oder Wasserhähne eines großen deutschen Herstellers im Sauerland. Der hat eine Produktionsschiene für Baumarkt und eine für den Fachhandel. Steht aber der gleiche Name drauf! Bei den Baumarkt Artikeln kann es passieren dass die nachts, wenn der Druck in den Wasserleitungen schon mal etwas ansteigen kann, tropfen. Grüße Dirk
dieter2 am 09 Jul 2021 12:40:07 Pechvogel hat geschrieben:( Rundlauf? Freischliff der einzelnen Schneiden? Maßhaltigkeit des Schaftes? Wucht bzw Unwucht? Hartmetallgefüge?... ) Es gibt auch Leute die halten die Inbusschlüssel von Aldi für hohe Qualität. Bei mir hat so´n Satz keine Woche überlebt.
Keine Angst, die Chinesen haben feinste CNC Automaten zur Herstellung. Ein Bekannter ist oft in China und kauft dort für seine Firma ein, der staunt öfters über das was die haben. Ich habe an meiner Fräse Sino Glasmeßstäbe aus China. Die habe ich testhalber parallel mit Heidenhain Glasmeßstäbe probiert, da kam bis aufs Tauselstel das gleiche raus. Und mehr brauch ich doch nicht.
Pechvogel am 09 Jul 2021 12:54:33 dieter2 hat geschrieben:Keine Angst, die Chinesen haben feinste CNC Automaten zur Herstellung....
Ich habe keine Angst! :mrgreen: Aber ich arbeite mit Zerspanungswerkzeugen und zwar teilweise in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen dass die Werkzeuge, die aus China kommen und mit den deutschen Werkzeugherstellern ( doch, es gibt noch welche! :D ) konkurieren wollen / können auch in einem ähnlichen Preissegment zu Hause sind!! Auch kenne ich einen Zerspanungs-Werkzeugmacher-Meister ( sind in Deutschland eher rar gesät ) und weiß um den Aufwand in der Herstellung qualitativ hochwertiger ( Vollhartmetall-) Werkzeuge. Und wenn Du mal die Chance hast einen gebrochenen Hartmetall-Bohrer einer billigen Ausführung und einer hochwertigen Ausführung unter dem Rasterelektronenmikroskop vergleichen zu können, dann erlebst Du Wunder!! :mrgreen: Aber vielleicht sollten wir mal wieder zum Thema kommen? :thema: Grüße Dirk
dieter2 am 09 Jul 2021 14:49:55 Pechvogel hat geschrieben:Aber vielleicht sollten wir mal wieder zum Thema kommen? :thema: Grüße Dirk
Nur noch angemerkt, ich brauch das nur fürs Hobby. Und ohne die Chinesen hätten sehr wenige Modellbauer Drehmaschinen und Fräsen in ihren Keller :ja: Und sehr wenige Womobilisten Lithium Akkus im Womo :mrgreen:
frankkk am 09 Jul 2021 15:40:35 goorooj hat geschrieben:Also wenn ich WEISS dass etwas, das hier teuer verkauft wird, zu 100% in China hergestellt wird dann habe ich doch gar keine Skrupel das in China direkt einzukaufen. Anders siehts aus wenn ich etwas hier Hergestelltes als Alternative bekomme. Aber was gibts da noch wenn ich z.B. Unterhaltungselektronik anschaue...
Fernseher von Metz zum Beispiel. gruß Frankkk
PaulMax am 09 Jul 2021 17:45:12 Das Problem ist doch, das sowieso fast alles im Osten hergestellt wird. Hier in der Nähe gibts Bosch, dort werden Bremsscheiben hergestellt! Heute war ein Bericht in der Tagespresse, das dort erst Personal abgebaut und dann später alles verkauft werden soll. Geht doch sowieso alles die Bach runter.... Seitdem z.B. auch die Bosch Zündkerzen irgendwo im Osten gefertigt werden, taugen die überhaupt nix mehr. In meiner NSU Max fahre ich nur noch NGK und habe seitdem keine Probleme mehr das die Mühle unterwegs spuckt und knallt!
Auch ich hab ne Drehmaschine aus China! Okay, Präzision ist anders, aber für'n Hobbybereich langts; auch das Werkzeug dazu kauf ich billich im Netz. Nicht weil ich Geiz geil finde, sondern weil meine Kaufkraft (wie bei vielen anderen auch) leider eingeschränkt ist! Nicht jeder hat Kohle ohne Ende!
Und das mit den neuen Steuern hatte ich dieser Tage schon gemerkt, wie ich nochmal nach so einem 1DIN China-Android-Navi-Radio geguugelt hatte; die im Schnitt 40 Euro teurer geworden.
Irgendwann habe uns die Chinesen und Inder usw. alle im Sack; bei den Eiern haben sie uns schon. Wenn die Politik weiter so pennt dauerts wohl auch nicht mehr allzu lange....
Gruß Paul
suedkind am 09 Jul 2021 18:12:17 ät PaulMax das unterschreib ich dir. Es wird aber immer "Insulaner" geben die sich aus diesem Joch befreien können. Wichtig ist, soviel Werkzeug zu besitzen, daß man sich sein Werkzeug selber herstellen kann :D
heinz28 am 09 Jul 2021 19:01:59 Pechvogel hat geschrieben:Beispiel: in Deutschland gibt es die BSHG, die Bosch-Siemens-Handelsgesellschaft für Haushaltsgeräte, zu der, meine ich, auch Miele gehört. Es gibt Waschmaschinen, Kühlschränke oder E-Herde von Bosch und Siemens die gleichen sich wie eineiige Zwillinge :mrgreen:
Miele gehört selbstverständlich nicht zu Bosch. Völlig andere Produkte. Und das Unternehmen heißt Bosch Siemens Hausgeräte. Ist nämlich ein Hersteller und kein reiner Händler. Aber die Firma heißt deshalb Bosch-Siemens, weil sie Bosch und Siemens Produkte herstellt. Früher gehörte die Firma zur Hälfte Bosch und Siemens. Seit wenigen Jahren ist das komplett bei Bosch.
heinz28 am 09 Jul 2021 19:05:10 PaulMax hat geschrieben: Irgendwann habe uns die Chinesen und Inder usw. alle im Sack; bei den Eiern haben sie uns schon. Wenn die Politik weiter so pennt dauerts wohl auch nicht mehr allzu lange.... Gruß Paul
Hier würde ich mal interessieren, wie dein Plan aussieht, der unser hohes Lohnniveau an das in China und Indien anpasst, für die Produktionsbereiche bei denen eine größere Zahl von Menschen benötigt wird.
suedkind am 09 Jul 2021 19:09:20 frankkk hat geschrieben:Fernseher von Metz zum Beispiel. gruß Frankkk
Der Käse ist schon lange gegessen. Ist auch schon chinesischer Analogkäse :eek: .
suedkind am 09 Jul 2021 20:06:28 heinz28 hat geschrieben:Hier würde ich mal interessieren, wie dein Plan aussieht, der unser hohes Lohnniveau an das in China und Indien anpasst, für die Produktionsbereiche bei denen eine größere Zahl von Menschen benötigt wird.
Hat Mao schon beim Bau seines Staudammes so trefflich bemerkt. Menschen?? Menschen haben wir genug :(
PaulMax am 10 Jul 2021 19:11:57 Meiner Meinung nach sind hier die Lohnnebenkosten zu hoch. Wären die nicht würden die Unternehmer auch mehr einstellen.
Ob das die Lösung ist weiß ich aber auch nicht. Komischerweise kenne ich das nur so, das die Chef's immer reicher werden und z.B. alle 2 Jahre einen neuen Porsche kaufen und wenn der kleine Angestellte oder Arbeiter mal einen Euro mehr die Stunde haben will, dann ist der Chef kurz vorm Nervenzusammenbruch weil er das ja gar nicht zahlen kann....
rolf51 am 10 Jul 2021 19:28:34 Hallo, wie würde es unseren Autobauern gehen wenn es den Chinesischen oder Amerikanischen Markt nicht gäbe. Wie teuer würden unsere Fahrzeuge sein wenn alle Teil in der EU hergestellt sind.
Pechvogel am 10 Jul 2021 20:08:38 rolf51 hat geschrieben:…wie würde es unseren Autobauern gehen wenn es den Chinesischen oder Amerikanischen Markt nicht gäbe…
Meinst Du jetzt den Import oder den Export? :mrgreen: Grüße Dirk
suedkind am 10 Jul 2021 23:47:22 PaulMax hat geschrieben:Meiner Meinung nach sind hier die Lohnnebenkosten zu hoch. ...und wenn der kleine Angestellte oder Arbeiter mal einen Euro mehr die Stunde haben will, dann ist der Chef kurz vorm Nervenzusammenbruch weil er das ja gar nicht zahlen kann....
Und hier kommt wieder die Halbwertszeit des Michlhirnes in´s Spiel :eek: . Herr Stihl (Arbeitgeberpräsident) hat mal laut rauskrakeelt daß der Standort Deutschland zu teuer ist und dem EUtschen Arbeitnehmer eine ordentliche Watschn verpaßt indem er Produktionszweige in den Osten auslagerte. Dauerte nicht lange, Michlhirn ist geblitzdingst und alles gelöscht, holte Herr Stihl alles wieder zurück mit der Begründung ... achtung ... MAN MUSS NÄHER AM KUNDEN SEIN!!!! Das hat BWW schon praktiziert (mit Innenausstattung) und als der Müll unübersehbar war wieder kleinlaut zurückgerudert. Wir sind nicht zu teuer, wir sind nur zu gut. Wir produzieren für einen Markt der immer kleiner wird und für Kunden die immer weniger Kohle im Beutel haben. Reallohnverluste von ca 10% p.A. werden durch die kalte Progression und die explodierenden Enegiekosten (auch elektro) und der Nullzinspolitik befeuert. Hauptsache wir sind grün und der Scheitel sitzt :lol:
heinz28 am 11 Jul 2021 09:35:50 PaulMax hat geschrieben:Meiner Meinung nach sind hier die Lohnnebenkosten zu hoch. Wären die nicht würden die Unternehmer auch mehr einstellen.
Ist das so? Wie hoch sind denn die Lohnnebenkosten in Deutschland? Und die oben genannten 10% Kostensteigerungen von Jahr zu Jahr passen meiner Meinung nach auch nicht. Und wenn niemand einen Porsche kaufen würde, würden eine Menge Menschen weniger Geld verdienen.
heinz28 am 11 Jul 2021 10:35:19 Und noch was vergessen. Was rechnet ihr alles in Lohnnebenkosten rein?
joschr am 11 Jul 2021 21:25:26 Hallo! Zu den Lohnnebenkosten kann ich nur für A schreiben. bezahlter Urlaub Urlaubsgeld bezahlter Krankenstand Krankengeld Familienlastenausgleichfonds (Familienbeihilfe, Kinderbeihilfe, Geburtenbeihilfe, Karenzgelder, Kindergartenbeitrag usw für Familien) Weihnachtsgeld Pflegeurlaub, erweiterter Pflegeurlaub (Erkrankung eines Kleinkindes) bezahlter Pensionszuschuss (Arbeitnehmer zahlt nur die Häfte) bezahlter Krankenversicherungszuschuss (Arbeitnehmer zahlt nur die Hälfte) Es kann sein, dass ich noch einige vergessen habe. Deshalb meine Frage: warum wird vom Arbeitnehmer immer eine Verminderung verlangt ??? Oder will er auf all dieses verzichten ??? Bevor der Arbeitnehmer über eine Verminderung der Lohnnebenkosten nachdenkt (fordert), IMMER vorher überlegen was man fordert !!! Betriebsunkosten, Überstundenzuschläge, Nachtschichtzuschläge etc sind KEINE Lohnnebenkosten !!! Lied von Gus Backus: Bisserl denken beim schenken - weil nicht alles uns gefällt !!! In D gibt es andere Lohnnebenkosten. schöne Grüsse joschr
joschr am 18 Jul 2021 09:46:23 Hallo! Scheinbar hat es hier einige die Red` verschlagen.
Ergänzend zur Vorgangsweise der Post etc : Paket aus China - Warenwert € 18,70 - Post (bis 150.- € = 5.- Euro Zuschlag, darüber 10.-) Ob in D auch so weiss ich nicht. Mwst: 3,74 + 5.- = 8,74 Euro - bezahlbar beim Postler als eine Art Nachnahme. Aber noch immer billiger als in heimatlichen Gefilden, da bekommt man ein Ventil, in China drei, um dasselbe Geld. schöne Grüsse joschr
Tirena27 am 20 Jul 2021 19:55:37 Also ich hab bisher noch alles ohne Aufschlag von der Post zugestellt bekommen (gestern das letzte) - aber da sind mehrere Aufkleber übereinander und der mit der Sendungsverfolgung ist unten drunter. Offenbar wird das irgendwo umgelabelt. War diesmal alles sehr schnell da, hab sämtliche Artikel zwischen 25.06. und 30.06. bei ebay gekauft mit Lieferzeit 31.07.-05.09.
pwglobe am 21 Jul 2021 06:15:01 Hallo, Wifi Kamera und Birdview Kamera bestellt, beides wurde innerhalb einer Woche aus Luxemburg geliefert. Der Preisunterschied zur Ware direkt aus China lag bei ca. 7%. Alles noch ok und ich kann sogar zurücksenden falls etwas nicht funktioniert.
StefanF am 21 Jul 2021 08:43:08 PaulMax hat geschrieben:Meiner Meinung nach sind hier die Lohnnebenkosten zu hoch. Wären die nicht würden die Unternehmer auch mehr einstellen.
Manche denken wahrscheinlich, dass der Arbeitgeber für die so genannten Lohnnebenkosten seine private Geldbörse für die Arbeiter öffnet? Auch diese Gelder hat der Arbeitnehmer erarbeitet. Das ist kein Unterschied zum Lohn sondern ein andere Name, dass der Arbeiter schön dankbar ist. Gruß, Stefan
rkopka am 21 Jul 2021 09:08:36 StefanF hat geschrieben:Manche denken wahrscheinlich, dass der Arbeitgeber für die so genannten Lohnnebenkosten seine private Geldbörse für die Arbeiter öffnet? Auch diese Gelder hat der Arbeitnehmer erarbeitet. Das ist kein Unterschied zum Lohn sondern ein andere Name, dass der Arbeiter schön dankbar ist.
Er muß sie erarbeiten, weil es sonst auch seinen Anteil nicht gibt. Der Arbeitgeber muß diese Kosten abführen und natürlich müssen die über die Arbeit bzw. der Ergebnis der Arbeit gedeckt sein. Die stehen ja nicht einfach so im Nichts. Und zumindest ein Teil kommt ja auch dem Arbeitnehmer zugute. Versicherungen direkt, Steuern indirekt. Und das ist das Problem. Wenn ich einem Arbeiter in China(z.B.) das gleiche zahle, aber viel weniger Nebenkosten entstehen, kann ich günstiger produzieren. Der Arbeitnehmer hat dann halt viel weniger Versicherung, Sicherheit... oder zahlt das anders. In Amerika können sich viele keine Versicherung leisten, weil das zu teuer ist, aber sie haben die Wahlmöglichkeit(!). Bei uns ist es einfach vorgeschrieben. Für die meisten dürfte es auch nicht besser sein, wenn sie das ganze Geld direkt bekommen und dann wieder einen großen Teil abgeben müssen oder mit ihrer Gesundheit und Altersversorgung ein Glücksspiel eingehen, um lieber ein tolles Auto zu fahren. RK
thomas56 am 21 Jul 2021 09:40:37 heinz28 hat geschrieben:Wie hoch sind denn die Lohnnebenkosten in Deutschland?
Grob kann man diese mit 80% ansetzen. Die Lohnnebenkosten sind ein großer Faktor in der Berechnung des Stundenverrechnungssatzes für den Kunden. Diese Berechnung ist schon eine Studie für sich und muss auch noch ständig unter Beobachtung bleiben! Klar könnten die Firmen bei guter Wirtschafts-und Auftragslage dem Abrbeitnehmer auch 5,-/h mehr zahlen, aber wäre der Arbeitnehmer auch bereit bei schlechter Wirtschafts- und Auftragslage für 5,- weniger/h zu arbeiten um die Schwankungen am Markt auszugleichen? Jeder sieht wenn der Chef einen neuen Porsche kauft....aber keinen interessiert es, wenn der Chef auf Grund der Marktlage schon 7 Monate sein eigenes Gehalt nicht zahlen konnte. :D
joschr am 21 Jul 2021 09:44:00 Hallo! Um wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: ALLE, aus einem NICHT EU-Land stammenden Waren, werden von der Post beim Zollamt angemeldet. Als Warenwert gilt der am Paket aussen angegebene Wert (soferne er vom Zoll anerkannt wird). Die Mehrwertsteuer wird "vorgestreckt". Dafür kassiert die Post die errechnete Mehrwertsteuer plus ein Pauschale (5.- oder 10.- Euro) in Form einer Nachnahme. Die Frachtkosten werden im Falle eines Paketes aus China, bereits dort bezahlt und fallen hier nicht mehr an. Bei Waren aus einem EU-Land gibt es keine Änderungen. schöne Grüsse joschr
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