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Wir schreiben das Jahr 2021, in Deutschland und dem Rest der Welt hat es eine ungeahnte Beeinflussung des Lebens gegeben:
Corona.
Ein Virus, dessen Auswirkungen auf die Menschen und deren Leben in noch nie dagewesener Weise Einfluss nimmt, hat sich mit rasanter Geschwindigkeit und stets steigender Stärke in der gesamten Welt ausgebreitet. Was bereits im letzten Jahr seinen Anfang nahm, dann kurz in den Sommer- und Herbstmonaten etwas zurückging und ab Dezember wieder erbarmungslos zuschlug, hat das Leben der meisten Menschen radikal verändert. Die Menschen mußten sich dem Corona-Virus beugen, das öffentliche Leben wurde in den meisten Ländern radikal zurückgefahren. Viele Menschen mußten plötzlich ihr Leben radikal ändern, viele Menschen erkrankten an diesem Corona-Virus, viele Menschen starben an diesem Corona-Virus. Das Reisen ins In- oder Ausland war lange Zeit wegen der Ausbreitung des Virus nicht möglich. Nun im Laufe des Juni wurde langsam von den Ländern wieder einige Lockerungen gewährt, das Leben langsam wieder hochgefahren. Auch Reisen wurde langsam wieder möglich. Sah man über viele Monate keine Wohnmobile auf den Straßen und Autobahnen, so starteten jetzt wieder einzelne Camper in ihre so vermisste Urlaubsreise. Stell- und Campingplätze hatten wieder geöffnet, zuerst noch für die Reisenden aus dem eigenen Bundesland, später national und teils auch international. Allerdings sind noch immer einige Regeln unumgänglich.
Auch für mich fing nun der Weg zurück ins halbwegs normale WOMO-Leben an. Das Wohnmobil hatte seit September letzten Jahres kaum mal das „Licht der Welt“ gesehen, stand fast 9 Monate in der dunkelen Scheune, nur kurze Bewegungsfahrten über zwei, drei Stunden konnte ich in dieser Zeit mal machen. Jetzt juckte auch bei mir der Gasfuß; meine erste Reise in diesem ungewöhnlichen Jahr stand nun auch an. Schon vor der Reise war es anders als zu früheren Reisen. Ich hatte mich am Tag vor der Abreise einem Corona-Test unterzogen, um Gewissheit zu haben, „gesund“ in den Urlaub zu starten. Mit negativem Testergebnis und positiven Erwartungen an die kommenden Tage, startete ich am Sonntag, 20. Juni, zu meiner Reise. Es sollte in den Norden Niedersachsens gehen. Über die B 3 näherte ich mich bei warmem Sommer-Sonnenwetter der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, fuhr dann über die B 443 nach Laatzen zur Autobahn-Anschlussstelle „Laatzen“ an der A 7. Ab auf die Autobahn; es schien fast, als freue sich das Bürstner-Wohnmobil auf diese Ausfahrt, sich endlich mal wieder „die Beine vertreten zu können“. Die Straße war frei, wenig Verkehr im Großraum Hannover. Ich konnte das Mobil ruhig mit 90er Reisegeschwindigkeit Richtung Norden steuern. Auch ich, der Fahrer, freute mich, endlich wieder hinter dem Ducato-Lenkrad zu sitzen und diese lange verstummten Motorgeräusche zu hören. Der Ducato surrte friedlich und ich spulte Kilometer um Kilometer ab, näherte mich der Heidelandschaft. Das Dreieck „Walsrode“ war schnell erreicht, dann lag die „Lüneburger Heide“ am Wegesrand. Mittagspause an der Rastanlage „Lüneburger Heide“ an der A 7 bei Bispingen. Nach der Mittagspause verließ ich die Autobahn an der Ausfahrt „Evendorf“ und fuhr durch die herrliche Heidelandschaft über Egestorf, Undeloh und Handeloh zur Bundesstraße 3 bei Tostedt. Die Bundesstraße 3 war dann auch die „Richtschnur“ für den weiteren Weg nach Neu Wulmsdorf und Buxtehude-Neukloster. Dann noch ein kurzer „Hüpfer“ durch das „Alte Land“ bei Jork. Dann hatte ich mein erstes Tagesziel erreicht, den schon mehrfach besuchten Stellplatz in Grünendeich am Fähranleger der Lühe-Schulau-Fähre.
Es war noch viel Platz auf dem kleinen, für etwa 10 Wohnmobile ausgelegten Stellplatz direkt an der Elbe. Nur 5 Mobile standen jetzt hier. Also bekam ich noch ein Plätzchen für meinen Bürstner. Zwar gibt es hier auf dem Platz keinerlei Komfort, also keine Stromversorgung oder Ver- und Entsorgungsmöglichkeit, aber der Platz bietet eine einmalige Aussicht auf die Elbe, die vorbeifahrenden Schiffe.
Ich war schon mehrfach hier auf diesem Platz, immer wieder schön. Diesmal hatte ich sogar noch Glück; der Parkscheinautomat war wohl defekt, keine Anzeige, kein Bezahlen möglich. 12 Euro kostet normalerweise das Tagesticket, dieses Geld hatte ich schon mal gespart. Ich mußte mich nach der doch schon recht anspruchsvollen Strecke von immerhin 250 Kilometern noch ein Wenig sportlich betätigen und nutze mein mitgenommenes Fahrrad für eine kurze Radtour am Elbe-Radweg nach Hollern-Twielenfleth. Auch hier gibt es noch einen Stellplatz direkt an der Elbe am Restaurant „Fährhaus Twielenfleth“.
Hier kostet das Ticket 5,- €, ebenfalls keine Stromversorgung und Ver- und Entsorgung. Dieser Platz war wegen seiner aussichtsreichen Lage noch schöner, als der in Grünendeich. Schon von Weitem kann man hier die Schiffe sehen, ohne das Mobil verlassen zu müssen; jedenfalls, wenn man einen Platz in der ersten Reihe erwischt. Ich radelte am schwarz-weißen Leuchtturm vorbei noch ein Stück in Richtung Stade. Das ehemalige Kraftwerk kann man in der Ferne erkennen. Dann kehrte ich um, eine Pause auf einer Bank am Elbdeich. Einige Bade- oder Liegestellen am Fluß befinden sich hier am Radweg. Bei traumhaftem Sonnenwetter war hier auch einiges los. Ich kehrte dann zum Stellplatz in Grünendeich zurück und ließ diesen ersten Reisetag langsam ausklingen. Noch ein Tipp für Besucher des SP in Grünendeich: Die Womo-Küche kann ruhig kalt bleiben, denn direkt am Stellplatz gibt es viele Imbiss-Wagen, wo man vom leckeren Eis über das Fischbrötchen und die Bratwurst bis hin zum Schnitzel/Pommes oder die Currywurst vielerlei Gerichte zur Auswahl hat. Und die Aussicht auf die vorbeiziehenden Schiffe, Kreuzfahrtfeeling auf dem Deich...
Der neue "Halunder Jet", erst 2018 in Dienst gestellt, fährt in der Saison täglich von Hamburg über Cuxhaven zur Insel Helgoland. Etwa 3,5 Std. benötigt der Katamaran für die Strecke. Das Schiff bietet auf 56 m Länge Platz für rund 620 Fahrgäste.
... und dann gelang mir noch ein Schnappschuß auf den derzeit zweitgrößten Container-Frachter auf der ganzen Welt; die HMM "Gdansk", Frachtraum für über 23 900 Standart-Container (20-Fuß-Container) bei einer Super-Länge von 399,5 Metern und 61 Metern Breite. Dieses Schiff wurde erst im vergangenen Jahr fertiggestellt. Hier war es auf dem Weg von Hamburg die Elbe herunter zum nächsten Hafen in Antwerpen. Dies ist eines von 7 identischen Schiffen der Mega-Max-Klasse.
... und noch ein weiterer "dicker Pott". Die Cosco "Libra", etwa genauso lang mit 399 Metern, aber "nur" etwa 17 200 Standartcontainer. Ebenfalls ein recht junges Schiff mit Baujahr 2018. Auch dieser Frachter kam aus dem Hamburger Hafen und schipperte die Elbe flussabwärts. So ein "Dampfer" benötigt übrigens ungefähr 5 Std. von Hamburg bis Cuxhaven.
Tagesstrecke 1. Reisetag: 250 Kilometer
Zum Stellplatz in Grünendeich/Lühe (Altes Land): Navi-Eingabe: 21720 Grünendeich, Am Elbdeich. An der Ampel am Lühe-Sperrwerk zur Fähre „Lühe-Schulau-Fähre“ abbiegen.
Kosten: 12,- €/24 Std zahlbar am Parkscheinautomat, keine V+E am Platz, keine Stromversorgung
Stellplatz für etwa 10 Fahrzeuge vor dem Elbedeich ( nicht hochwassergeschützt! ), zwischen Deich und Elbe. Untergrund geschotttert, Wiese auf der einen, schmaler Grasstreifen auf der anderen Seite. Angrenzend Motorrad-Parkplatz, der tagsüber gern auch von Bikern angesteuert wird. Der Elbe-Radweg führt am Platz vorbei.
Zum Ver- oder Entsorgen steht im Nachbarort Steinkirchen in der Straße „Wetterndorf“ in Richtung Hollern eine V+E-Anlage zur Verfügung.
Der Montagmorgen begann leider mit einem Regenschauer, der mich schon um 5 Uhr aus den Federn holte; ich mußte die geöffneten Dachluken schließen und legte mich dann wieder ins Heckbett. Nach dem Aufstehen gegen 7:30 Uhr war das Wetter nicht anders, also „Aussitzen“ und schauen, was auf der Elbe so los ist. Der Blick aus dem Seitenfenster war direkt auf den Fluss gerichtet. Auch am Mittag regnete es noch, ich hatte also Zeit, das Mittagsmenue in der Bordküche zuzubereiten. Es gab Gyros-Geschnetzeltes ( noch zuhause von der Mutter vorgekocht ) mit Kartoffelpüree aus der Tüte und Erbsen-Möhren-Gemüse aus der Konserve.
Alles aufgegessen und als Belohnung wurde das Wetter schlagartig nach der Abwäsche besser; der Regen war wohl alle, man mußte erst wieder Wasser in den Himmel hochpumpen. Ich verließ den „Schauplatz“ in Grünendeich und setzte das WoMo um nach Jork auf den Stellplatz auf dem Festplatz.
Dort war noch viel Freiraum, nur 4 Wohnmobile standen bereits dort und ich gesellte das Meine dazu. Auch eine Strom-Steckdose war noch für mich frei. Nach Münzeinwurf floß der Strom dann ins Bordnetz und konnte den Kühlschrank kalt machen. Ein Ortsbummel durch Jork mit den schönen Altländer Fachwerkhäusern
stand auf dem Programm und passend zum Wetter gönnte ich mir ein leckeres Eis. Da es dann wieder zu regnen anfing, kehrte ich zurück zum Stellplatz. Abends holte ich mir noch eine leckere Döner-Pizza und ließ dann den 2. Reisetag im Wohnmobil ausklingen. Der Regen brachte auch eine fast willkommene Abkühlung mit sich; nach den 30 Grad vom Sonntag, war der Montag mit etwa 21 Grad doch angenehmer.
Tagesstrecke 2. Reisetag: 14 Kilometer Gesamtstrecke bisher: 264 Kilometern
Zum Stellplatz in Jork (Altes Land): Navi-Eingabe: 21635 Jork, Straße „Jorkerfelde“ auf den Festplatz am Schützenhaus fahren.
Stellmöglichkeiten für mehrere Fahrzeuge, 4 Stromsäulen mit je 4 Steckdosen an der Hecke vorhanden. WC-Gebäude am Parkplatz vorhanden, Duschen waren wegen der Corona-Lage geschlossen. Es waren auch nur die mit weißem Kreuz auf dem Untergrund markierten Plätze zum Stehen ausgeschildert, also etwa die Hälfte der normal zur Verfügung stehenden Plätze
Kosten: 7,- €/24 Std. Kosten für Strom: 0,50 €/kwh (reicht ca. 6 Std je nach Verbrauch) V+E-Anlage am WC-Gebäude gut erreichbar. Wasserentnahme 1,- € Entsorgung WC-Cassette kostenlos Kombinierter Parkplatz, auf dem auch PKW und Reise- oder Linienbusse parken.
Aretousa am 02 Jul 2021 21:52:40
Wie schön, du fährst wieder, Frank.
Hans-Werner hatte Ende Mai in Grünendeich Pech. Da war der Stellplatz zur Hälfte gesperrt und er musste weiterfahren nach Glückstadt. Aber eine Curry-Wurst hat er sich trotzdem gegönnt.
Anzeige vom Forum
frankjasper8 am 02 Jul 2021 22:19:08
Aretousa hat geschrieben:Wie schön, du fährst wieder, Frank. ...
Hallo, Lena :hallo:
Na ja, ich bin ja inzwischen schon wieder seit Montag zuhause. Aber es war richtig schön, endlich mal wieder eine WOMO-Tour zu machen nach dieser Pandemie-Zeit. Wenn es auch nur 8 Tage waren und ich nicht unbedingt einen "Aktiv-Urlaub" gemacht habe, so habe ich doch viel Altbekanntes wiedergesehen. Und ich habe sogar noch neue Orte auf der Reise gesehen. Ihr ward ja im letzten Jahr auch in der Gegend unterwegs, wenn ich das richtig erinnere... da war doch dieses Rätselbild vom Jorker Rathaus und von der Zufahrt zur Elbfähre in Wischhafen. :)
Aretousa hat geschrieben: Hans-Werner hatte Ende Mai in Grünendeich Pech. Da war der Stellplatz zur Hälfte gesperrt und er musste weiterfahren nach Glückstadt.
Wie, da war Hans-Werner allein unterwegs? Und Du warst nicht mit?
haroba am 02 Jul 2021 22:32:36
Moin Frank!
Ich freue mich, Deinen Reisebericht mitlesen zu dürfen. Danke! Macht Spaß!
Munterholln! Hartmut
frankjasper8 am 02 Jul 2021 22:50:30
Der Dienstag war dann wieder freundlicher im wettertechnischen Bereich. Ich verließ meinen Etappenort Jork am Morgen in Richtung Stade und weiter Richtung Drochtersen. Bei Stade überquerte ich das Schwinge-Sperrwerk.
Ein Stop mit Besichtigung der Festungs-Anlage „Grauerort“ an der Elbe mußte leider ausfallen ( daher hier an dieser Stelle mal der --> Link , falls sich der Eine oder Andere dafür interessiert ), die Festung ist nur von Freitag bis Sonntag geöffnet. Ein Stellplatz wird hier ausgewiesen, schien aber nicht geöffnet zu sein. Weiter ging es dann nach Drochtersen und eine Rundfahrt über die Insel Krautsand. Rundfahrt war das eigentlich keine, weil der Hinweg auch der Rückweg war.
Ich erreichte Wischhafen und bog ab zur Elbefähre. Hier legen im Minutentakt die Fähren ab, die die Fahrzeuge und Personen über den Fluss nach Glückstadt befördern. Ein Stellplatz für Mobile befindet sich an der Zufahrt zur Fähre hinter dem Hochwasserschutzdeich: Keine spezifische Ausstattung, es wird bei Übernachtung um 4,- € Spende (Spendenstein mit Einwurfschlitz) gebeten.
Ich fuhr auf diesen Platz, machte Mittagspause und schaute dann den Fähren bei der Ent-und Beladung und der Fahrt über die Elbe zu.
Ein Aussichtsturm am Anleger bereichert diesen Blick und auch die Elbwiesen kann man hier gut einsehen.
Nach etwa 2-stündigem Stop fuhr ich noch ein Stück weiter flussabwärts und gelangte nach Freiburg/Elbe. Hier steuerte ich den ruhig am „Freizeitgelände“ gelegenen Stellplatz an.
Na ja, es entpuppte sich dann als Fußballplatz, der aber wohl schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Für die Wohnmobile stehen auf dem Parkplatz zwei Stromkästen mit mehreren CEE-Anschlüssen. Teilweise werden lange Kabel nötig sein. Auch hier waren nur 4 weitere Fahrzeuge und ich konnte coronakonform mit ausreichendem Abstand zum Nachbarmobil einparken. Ich machte einen Ortsrundgang durch Freiburg. Im Gegensatz zum Namensvetter im Breisgau, war Freiburg an der Elbe verhältnismäßig überschaubar. Ein kleiner Ort mit kleinem Hafen, ein historischer Kornspeicher, eine fast riesig zum Ort wirkende Kirche und einigen Straßenzügen, die teilweise auch als Kulisse für die Serie „Neues aus Büttenwarder“ dienen könnten.
Kleine Friesenhäuschen aus Backstein. Ein Rundgang dauert nicht sehr lange, die Elbe ist hier doch ein ganzes Stück entfernt und nur schemenhaft zu erkennen, will man nicht das Fahrrad nehmen und hin radeln. Die Natur hat sich hier seehr breit gemacht, Wiesen so weit das Auge reicht. Viel zu sehen gab es nicht, die meisten Geschäfte hatte ausgerechnet ihren Ruhetag, ein Cafe am Hafen erblickte ich und wollte da ein Eisbecher bestellen. „Nee, sie können nur ein „Eis am Stiel“ oder ein Waffelhörnchen haben, Eis in loser Form haben wir nicht. Okay, dann eben ohne Eis zurück zum Stellplatz. In einer Gaststätte bekam ich dann doch noch das Eis, leider auch nur eines am Stiel, die Gaststätte hatte auch ihren Ruhetag, aber in der Hintertür war ein Eisschild aufgestellt. Nur kleine Auswahl, aber es kühlte die Zunge ab. Zurück am Platz kam bald die Kassiererin und kassierte die Platzgebühr von 8,- € inkl. Stromnutzung und bei Duschbenutzung der Gemeinschaftsdusche auf dem Fußballplatz waren 9,- € fällig. Okay, duschen war toll, also erhielt die nette Dame 9,- € von mir und ich bekam von ihr den Schlüssel zur Eingangstüre des Sportplatzes und der Umkleidekabine mit Dusche. Okay, die Dusche war sauber und bei nur 5 Mobilen war es auch übersichtlich, wann die Dusche besetzt oder frei war. Dann ging dieser dritte Tag in Freiburg/Elbe zuende.
Tagesetappe: 67 Kilometer Gesamtstrecke bisher: 331 Kilometer
Stellplatz in Freiburg/Elbe: Navi-Eingabe: 21729 Freiburg/Elbe, Zufahrt über Allwördener Deich – Allwördener Straße in die Straße „Am Bassin“ Stellflächen an einer eingzäunten Wiese auf gepflastertem Untergrund, hohe Bäume verhindern größtenteils den Fernsehempfang
Kosten: 8,- € inkl. Strom und Nutzung der V+E-Einrichtung „Nur-Entsorger“ werden um 2,- € Spende gebeten Duschnutzung im Sportplatz-Umkleideraum wird mit 1,- € Aufschlag berechnet. Kassiert wird abends ab 18 Uhr oder morgens 8 Uhr
frankjasper8 am 02 Jul 2021 22:58:06
haroba hat geschrieben:Moin Frank!
Ich freue mich, Deinen Reisebericht mitlesen zu dürfen. Danke! Macht Spaß!
Munterholln! Hartmut
Moin nach Aurich! :hallo:
Ja, da freue ich mich doch, daß Du an meiner Reise virtuell teilnimmst. Es ist nun doch eine etwas andere Tourplanung geworden, als ich Dir per mail geschildert hatte... aber dafür fahren wir ja Wohnmobil :lach:
Viel Spass noch beim Lesen,
aber jetzt ist erstmal "Fofftein", Gute Nacht, Morgen geht´s weiter!
Frank, schön das Du uns teilhaben läßt. Die Tour habe ich im letzten Jahr zu Apfelerntezeit gemacht. Immer wieder lohnenswert, an der Elbe entlag zu fahren. Eine wunderschöne Landschaft.
Freiberg, hübsches Örtchen, kann man herrliche Radtouren im Marschland machen.
Aretousa am 03 Jul 2021 09:07:18
Frank, ich war zu der Zeit auf Föhr zur Reha und Hans-Werner kam mich abholen. Einige Teile Schleswig Holsteins waren zu der Zeit ja Modellregion, was die Öffnungen betrifft. Das war ein tolles Erlebnis. Zum Ende der Reha bin ich dann auf dem Stellplatz auf Föhr auch ins Wohnmobil gezogen. Das war einfach nur schön.
volkermuenster am 03 Jul 2021 16:13:09
Moinsen Frank,
toll das du wieder unterwegs ein konntest. Freut mich, a) für dich und b) für uns - dann können wir wieder einen schön bebilderten Reisebericht lesen.
Lieben Dank dafür. :-)
Die ersten Tage waren ja schon ganz ansprechend - bin gespannt wie es weiter geht.
Achso: Ein "Positiv" von mir.....
Gruß Volker
Limanda am 03 Jul 2021 17:32:08
Moin Frank, jo, schöner Bericht und klasse dass du wieder unterwegs warst/ bist. Ich bin so ca. alle 2 Wochen mit dem PKW dort an der Elbe unterwegs. Ist von mir ja auch nur 2 Mal langmachen dann bin ich da. Vor vielen Jahren standen wir mal mit dem Womo in Twielwfleth. Da war es noch nicht überfüllt. Zum Schiffe gucken brauch ich das eh nicht die habe ich vor der Haustür. Ich freue mich das es dir dort gefällt. Ich folge dir weiterhin aif deinen Touren!
frankjasper8 am 03 Jul 2021 21:44:21
Ach, das ist ja schön; die ersten Reisebegleiter sind schon zugestiegen, da bin ich wenigstens in netter Gesellschaft. Danke Euch schon mal für die ersten sieben positiven Bewertungen! :) Ja, ich war auch schon ein paarmal dort im "Alten Land" und "Kehdinger Land" ( das ist die Gegend nördlich von Stade ) unterwegs und dennoch habe ich auch hier noch unbekannte Gegenden gefunden. Krautsand kannte ich nämlich noch nicht und in Freiburg/Elbe war ich auch zuvor nicht gewesen. Und wenn ich jetzt die nächste Etappe hier niederschreibe, gibt es auch da wieder "Neuland" zu entdecken.
So, es geht weiter... :lenker:
Und dann kam schon der Mittwoch, Tag 4 auf meiner Reise in die Region Unterelbe. Morgens ging ich in den Ort, in der dortigen Apotheke werden Corona-Testungen durchgeführt und ich habe mich nach 3 Tagen unterwegs nun wieder testen lassen. Das Ergebnis nach 15 Minuten des Wartens war negativ – kein Corona bei mir gefunden. Gegen 10 Uhr machte ich mich wieder auf die Reise, Ziel Cuxhaven.
Ein kurzer "Foto-Stopp" am Sperrwerk des Flusses Oste hier bei Neuhaus. In Blickrichtung mündet die Oste nach wenigen 100 Metern hier dann in die Elbe. Wie Julia eben schon schrieb, gibt es hier "oben" ganz viel Marschenland; zwischen der Ostemündung und Freiburg/Elbe ziehen sich kilometerlange Weideflächen hin.
Landeinwärts kommt die Oste ja aus Richtung Zeven, Bremervörde, um dann hie bei Neuhaus vor dem Sperrwerk anzukommen...
Leider war für mein Wohnmobil das Sperrwerk auch ein Sperrwerk:
Die Überfahrt geht nur für Fahrzeuge bis 2,8 To, da ist das Bürstner-Mobil leider etwas zu schwer und auch scheinbar für die Hindernisse zu breit, also kehrt marsch, den gekommenen Weg wieder zurück und über Neuhaus fahren. Zeit für´s Mittagessen war es dann auf einem Parkplatz an der Strasse bei Otterndorf. Ein typisch norddeutsches Gericht stand an diesem Mittag auf meinem Küchenplan:
Bratkartoffeln mit Leberkäs
Nach dem Essen und dem Küchendienst kam ich dann am frühen Nachmittag in Cuxhaven an. Mein Ziel war der Stellplatz im Fährhafen, in eingefleischten Wohnmobilfahrerkreisen auch „die Platte“ genannt.
Nun, zwar waren die Plätze mit „Meerblick“ erwartungsgemäß schon alle belegt, aber in der zweiten Parkreihe waren noch viele freie Stellplätze. Ich fand dann auch ein Plätzchen für mein Auto und stellte es da ab. Stromanschluß war auch noch vorhanden; Alles gut. Ich ging mal zum „Alten Hafen“ mit dem Cuxhavener Wahrzeichen, der „Alten Liebe“. Ist nicht weit zu gehen, nur am Becken der Segel- und Yachtmarina entlang und an der Hundewiese vorbei.
Ich war in Cuxhaven schon mehrmals und genoss jetzt richtig den Ausblick von der Holzplattform der „Alten Liebe“.
Ein paar riesige Container-Frachter schipperten auf der Elbe vorbei, jeder über 400 Meter lang und jeder kann über 20tausend Standart-Container laden. Wahnsinn, daß so ein Koloß schwimmen kann.
Die „Antoine de Saint Exupéry", Container-Frachter der CMA CGM-Reederei, wurde erst 2018 in Dienst gestellt und war auf seiner Jungfernfahrt auch damals im Hamburger Hafen. Mit 20 600 TEU (Maßeinheit, Stückzahl der staubaren "Standartcontainer") war es damals das größte Containerschiff, welches den Hamburger Hafen angelaufen hat. Hier mal ein --> Link zu diesem Schiff, vom Besuch 2018 im Hamburger Hafen, den ich im Internet gefunden habe.
... und noch so ein Koloß, die MOL "Trust", auch erst 2017 in Dienst gestellt. Auch hier werden bis zu 20170 Standart-Container durch die Gegend geschippert. Eines von 6 baugleichen Schwesterschiffen übrigens.
Nicht ganz so groß, aber doch sehr fotogen ist da dieser Fischkutter, der wohl aus Greetsiel kommt...
Nach einer kurzen Runde im Alten Hafen, wo die Ausflugsschiffe festmachen, ging ich mit zwei Fischbrötchen im Reisegepäck auf dem Deich entlang zurück zum Stellplatz. Die Fischbrötchen schmeckten lecker, als ich draußen vor dem Mobil in der Sonne saß.
... und nochmal in Einzelanordnung...
Der Tag ging dann in Cuxhaven mit einem Fernsehabend zuende. Fußball war angesagt im EM-Spiel der deutschen Nationalelf gegen Ungarn.
Tagesetappe: 54 Kilometer Gesamtstrecke bisher: 385 Kilometer
Zum Stellplatz in Cuxhaven: Navi-Eingabe: Cuxhaven, Cassen-Eils-Str.
Der Stellplatz befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Fährhafens; heute der Anleger für das Passagier- und Frachtschiff „Helgoland“, das täglich die Hochseeinsel Helgoland anfährt. Stellmöglichkeit für über 100 Wohnmobile (und Wohnwagen-Gespanne).
Kosten: 17,- €/Übernachtung, hierin sind jeweils die Stellgebühr für das Fahrzeug und zwei Kurbeiträge á 1,70 € enthalten. Die Gebühr zahlt man am Kassenautomaten. Einzelfahrer zahlen beim Kauf im Info-Container (Öffnungszeiten 8:00 – 9:00 Uhr, 16:00 -17:00 Uhr) weniger, Familien, die mehr als zwei Kurbeiträge zahlen müssen, können auch im Info-Container beim netten Platzwart bezahlen. Strom je 1,- € pro 2 kw V+E-Anlage vorn an der Zufahrt. Hier Entsorgung von WC-Cassette und Grauwasser kostenlos, Wasser tanken 1,- €/80 ltr oder Kleinmengen ab 0,10 €. Brötchen und Backwaren werden morgens ab 8.00 Uhr im Info-Container verkauft (keine Vorbestellung notwendig)
volkermuenster am 04 Jul 2021 10:58:54
Klasse Frank,
freue mich das es weiter geht.. auch toll deine Begleitinformationen.
Daumen hoch von mir und dir einen schönen Sonntag noch.
Gruß Volker
Guenni3967 am 04 Jul 2021 11:13:42
Moin Frank, schön mal wieder bei Dir mitfahren zu dürfen
JamesBond911 am 04 Jul 2021 11:22:18
Vielen Dank für all die vielen Detailinformationen zu den möglichen Stellplätzen an der Elbe Frank. Ein schöner Reisebericht, der mir den grauen Sonntag versüßt und uns auf die Idee bringt, bei der Rückreise von Sylt noch 2 oder 3 Tage an der Elbe einzuplanen.
frankjasper8 am 04 Jul 2021 11:58:54
Am nächsten Morgen hatte das Wohnmobil Pause, ich radelte mit dem Fahrrad immer am Deich entlang und am Wahrzeichen „Kugelbake“ und dem Fort Kugelbake vorbei in Richtung Cuxhaven-Duhnen. Mal auf der Wasserseite, mal auf der Landseite führt der meist geteerte Radwanderweg am Schutzdeich entlang. Unterwegs kam ich am Stellplatz an der Kugelbaken-Halle im Ortsteil Döse vorbei. Hier darf nur jeder zweite Stellplatz genutzt werden, zwischen zwei Mobilen waren jeweils Absperrgitter aufgebaut, damit nicht zu dicht geparkt wird. Auch den Stellplatz in Duhnen schaute ich mir an, hier war aber alles in „normalen“ Abständen möglich. Der Stellplatz war voll, nebenan am Duhner Kreisel befand sich eine Baustelle. Ich radelte zunächst durch den Ort bis Ortsende am Freizeitbad, anschließend schob ich das Rad über die Strandpromenade zurück bis ins Ortszentrum. Zeit für eine Stärkung an einer Imbissbude; es gab Fish&Chips. Eine Runde durch den Ort und noch eine Bratwurst, dann ging es langsam zurück Richtung Fährhafen. Daran vorbei radelte ich noch zum Fischereihafen und zur Schleuse. Auch hier befindet sich seit ein paar Jahren ein weiterer Mobil-Stellplatz. Noch schnell zu den HAPAG-Hallen am Steubenhöft, hier stachen damals die Auswanderer in See auf dem Weg ins „Neue Land“ nach Amerika. Heute ist hier die neue Fähre über die Elbe nach Brunsbüttel stationiert. Im Pendelverkehr schippert das erst kürzlich in Betrieb genommene Schiff zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel hin und her. Dann ging es aber zurück zum Wohnmobil und Ausruhen war angesagt.
Ein paar Bilder vom Strand in Duhnen, weil viel fotografiert hatte ich auf dieser Radtour nicht...
Ein schöner Sonnenuntergang über der Grimmershörner Bucht ließ diesen Tag romantisch ausklingen.
frankjasper8 am 04 Jul 2021 12:54:22
Der Freitag, der 6. Reisetag, war dann mal ein Ruhetag. Ich hielt mich den gesamten Tag auf der „Platte“ auf, ging nur mal hin und wieder über den Platz und genoß ansonsten die Sonne von Cuxhaven. Von meinem Platz hatte ich eine Schneise mit Blick auf die Elbe und konnte den Schiffsverkehr ganz gut beobachten. Beim Mittagessen war ich heute wieder „Do-it-yourself“, es gab Leberkäs mit Kartoffelpürree.
Am nächsten Morgen radelte ich schon um 8:30 Uhr zur „Alten Liebe“, hier befand sich in einem aufgestellten Container ein „Corona-Testzentrum“. Ich ließ mich ein weiteres Mal auf den Virus testen und konnte nach etwa 20 Minuten beruhigt das negative Ergebnis des Tests schriftlich vor Augen halten. Damit radelte ich zurück zum Wohnmobil und packte alles zusammen. Es sollte heute wieder ein neues Ziel angestrebt werden. Nicht ahnend, das ich abends wieder hier sein würde, fuhr ich gegen 09:30 Uhr nach der Entsorgung vom Stellplatz im Fährhafen weg. Auf dem Weg zur Autobahn A 27 tankte ich noch den Dieseltank für 1,40 €/ltr randvoll, dann lag Cuxhaven hinter mir und die Autobahn vor mir. Bereits an der Ausfahrt Nordholz fuhr ich wieder von der Autobahn runter; ich wollte nach Spieka-Neufeld auf den Stellplatz. Hier im Wurster Land ( was für ein schöner Name für diese Region!) wollte ich die nächsten Tage noch verbringen. Doch weder in Spieka, noch in Dorum war ein freies Plätzchen für mich und mein Bürstner-Wohnmobil zu ergattern. Na ja, es war Wochenende und alle Wohnmobile Deutschlands waren scheinbar hier im Wurster Land an der Wesermündung unterwegs. Ich näherte mich auf meiner Suchfahrt bereits der Großstadt Bremerhaven und fuhr auf den mir bekannten Stellplatz an der Doppelschleuse. Hier gab es noch zwei oder drei Plätzchen, aber nur für „kurze Fahrzeuge“. Mein 6,50 Meter-Koloß war da ´ne Nummer zu groß. Die nächste Anlaufstelle war der Platz in der Nachbarschaft im Fischereihafen. Hier wäre noch Platz gewesen, aber mir gefiel diesmal dieser Platz nicht sonderlich. Vor einigen Jahren hatte ich hier schon mal zwei oder drei Nächte verbracht. Ich wollte das „offene Gewässer“ sehen, deshalb fuhr ich wieder weiter. Ein Blick auf die Straßenkarte und dann in den „gelben Stellplatzführer“ ließ mich wieder auf Nordkurs gehen, Fahrtrichtung Otterndorf. Diesmal jedoch über zunächst die Autobahn A 27, später über Landstraßen ab Neuenwalde. Ich erreichte Otterndorf und hätte es mir eigentlich denken können... Auch hier war es voll, der Platz mit einer Kette abgesperrt. Also zog es mich wieder nach Cuxhaven. Diesmal jedoch musste ich mit einem Platz im unteren Parkbereich bei den Parkhallen der Helgoland-Parkbetriebe Vorlieb nehmen. Parkraum war hier ausreichend vorhanden, aber es gab keine Stromanschlüsse. Also mußte die Gasversorgung herhalten und bei den warmen Temperaturen den Kühlschrank auf Betriebstemperatur herunter kühlen. Okay, alles gut. Ich hatte eine Bleibe für die Nacht gefunden, die Irrfahrt war zuende. Hätte ich aber auch einfacher haben können, wenn ich morgens gleich hier geblieben wäre! Ich ging noch eine Runde zur „Alten Liebe“. Dann ging auch dieser Tag zuende
Tagesetappe: 180 Kilometer Gesamtstrecke bisher 565 Kilometer
Fotos gibt es an diesem Tag leider nicht
Der 8. Tag auf meiner Reise - es war inzwischen Sonntag, der 27. Juni - begann bereits wieder mit Bilderbuchwetter. Schon morgens stand der „gelbe Planet Sonne“ am Himmel über Cuxhaven und heizte kräftig ein. Ich frühstückte noch auf dem Stellplatz und setzte mich dann wieder in Fahrtrichtung ans Steuer. Gegen 9:30 Uhr machte ich mich dann auf den Weg, Reiseziel Bad Bederkesa. Das hatte ich mir gestern noch heraus gesucht. Auf der Autobahn gelangte ich bis zur Ausfahrt Neuenwalde und dann über Landstraße nach Bad Bederkesa, wo ich auf den ausgewiesenen Stellplatz unterhalb der Burg Bederkesa fuhr.
Hier war gerade ein Fahrzeug abgefahren, somit konnte ich den Stellplatz gleich wieder belegen. Es war noch Vormittag und ich machte zunächst einen Ortsrundgang. Der Kurort mit Moorheilbad machte einen aufgeräumten Eindruck auf mich. Es gab neben der Burg
einen Kanal und gleich nebenan einen Flachwassersee.
Dazu aber später noch weitere Erklärungen, jetzt erst einmal die Wohlerhaltung des Körpers erledigen, Zeit für das Mittagessen. Das nahm ich diesmal zur Feier des vorletzten Reisetages im Restaurant der Burg Bederkesa ein; wie sich herausstellte, genau die richtige Wahl. Es gab Schnitzel mit Bratkartoffeln und Champignon-Rahmsoße.
Nach dem wahrlich leckeren Essen bei bestem Sonnenwetter auf der Terrasse des Restaurants war ich gestärkt für eine Radrunde um den Bederkesaer See, ein Moorsee mit einer durchschnittlichen Tiefe von max. 1,50 Metern. Zunächst musste ich mal ein Stück am Kanal lang radeln.
Dieser verbindet die Weser mit der Elbe, ist aber nur für die „Freizeitschifffahrt“ befahrbar. Über die Geeste in Bremerhafen besteht der Weseranschluß und zur Elbe gelangt man dann zwischen Otterndorf und Neuhaus/Oste. Hier am Kanal in Bederkesa läßt es sich aber nur auf einem kurzen Teilstück radeln, nicht so wie man es z.B. vom Mittellandkanal oder Nord-Ostsee-Kanal kennt, wo der Betriebsweg als Radfahrweg genutz werden kann. Hier sind es nur etwa 2 Kilometer, die man am Kanal entlang radeln kann, dann ein kurzes Stück auf der Landstraße und dann geht es rechts ab in einen schattigen Waldweg. Nur wenig Sichtachsen auf den Bederkesaer See hat der radelnde Wanderer
, dennoch ein schöner Weg, etwa 8 Kilometer lang. Dann erreicht man auch schon wieder den Ausgangspunkt am Stellplatz. Weitere Attraktionen sind eine Holländer-Windmühle und die Strecke einer Museumsbahn, die an diversen Betriebstagen zwischen Bremerhaven und Bad Bederkesa hin und her pendelt. .
Nachdem ich mit dem Rad wieder am Stellplatz war, war Sonnetanken angesagt. Das Wetter einfach nur schön. Am Abend nach dem Essen noch ein kurzer Spaziergang am Kanal entlang. Dann übernahm der Bordfernseher die Gestaltung des Abendprogramms.
Tagesetappe: Gesamtstrecke bisher:
Zum Stellplatz in Bad Bederkesa: Navi-Eingabe 27624 Geestland / Bad Bederkesa , Amtsstraße
Hier stehen auf dem Parkplatz an der Burg auf einem gekennzeichneten Bereich 2 markierte gepflasterte Stellflächen neben der V+E-Anlage zur Verfügung. An einer Stromsäule sind 4 CEE-Steckdosen mit Münzzähler vorhanden. Etwas verwirrend ist die Beschilderung. Diese beiden Stellflächen sind mit dem WoMo-Zeichen markiert, daneben wird das Parken für Wohnmobile von 18 Uhr bis 10 Uhr auf einer unbefestigten Grasfläche auch gestattet und auf einem weiteren Platzteil dürfen Mobile von 8 Uhr bis 20 Uhr stehen.
Parkgebühren werden nicht erhoben, man soll wohl aber die Kurtaxe im nahen Moorbad entrichten. Kontrolliert wird dies aber wohl nicht; ich hab´s nur von den Stellplatznachbarn so erfahren. Hinweise dazu fand ich nicht. Die Stromabnahme ist individuell durch Münzzähler möglich; bei mir waren es etwa 3 Euro bei knapp 18 Std. Aufenthalt.
Und dann folgte auch schon der letzte Tag meiner Reise und der Stand im Zeichen der Rückfahrt nach Hause. Zunächst verließ ich gegen 10 Uhr den Bederkesaer Stellplatz und fuhr über Landstraßen nach Bremervörde, dann über die Bundesstraße 71 über Zeven nach Rotenburg/Wümme. Dann gelangte ich über die B 440 nach Visselhövede und weiter auf Landstraßen Richtung Walsrode. Der Rest der Fahrt ging über die Autobahn A 7 und am Nachmittag war ich gegen 16 Uhr wieder in der Heimat angekommen. Eine Reise mit etwas anderen Vorzeichen ging damit zuende. Es war ein schöner Urlaub, vielleicht mit etwas anderen Aktivitäten als ich es gewöhnt war. Aber in dieser besonderen Zeit unter Herrschaft der Corona-Pandemie muß man halt einiges anders machen, als es „früher“ normal war. Wenn man sich aber an diese besonderen Regeln der Pandemie hält, ist durchaus ein Urlaub möglich. Mir jedenfalls hat diese Ausfahrt Spaß gemacht, nun hat mich der Alltag wieder im Griff. Aber „nach der Reise ist vor der Reise“, der nächste Urlaub kommt bestimmt.
Tagesetappe: 267 Kilometer Endstand: 873 Kilometer
E n d e
Und für Euch, Ihr lieben Mitfahrer, heißt es nun leider schon wieder "Aussteigen!", Die Reise ist leider schon wieder vorbei. Ich hoffe, es hat Euch ein bisschen Spaß gemacht, mich auf dieser Tour zu begleiten. Ich bedanke mich hier schon mal für die netten Kommentare bisher. Dankeschön! :)
Limanda am 04 Jul 2021 13:26:13
Jo, sehr schön. Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Aber woher?? Angebot an dich: Sollte es dich noch einmal in unseren schönen Landstrich verschlagen dann melde dich einfach. Dann fahren wir zusammen mit den Drahteseln und du kannst evtl. auch mal hinter die Kulissen gucken. Ich kletter dann mal aus deinem Fahrzeug. Bi us gift datt Pannkoken mit Appelmus. Schönen Sonntag!
iwoi am 04 Jul 2021 13:51:16
ich bin erst heute "zugstiegen" und konnte so den Reisebericht auf einmal lesen. Wie schön, daß so langsam die Normalität wieder zurück kehrt. Wie immer ist dein Reisebericht unterhaltsam geschrieben und mit tollen Bildern versehen. Danke für's mitnehmen!
Aretousa am 04 Jul 2021 14:07:26
Vielen Dank für deinen schönen, informativen Bericht, Frank und schade, dass schon wieder Schluss ist.
volkermuenster am 04 Jul 2021 16:53:56
Moin Frank,
lieben lieben Dank das ich mitreisen durfte. Toller Bericht, tolle Fotos. Mir hat es richtig Spass gemacht.
Bis zur nächsten Fahrt - da bin ich sicher wieder mit an Bord :-)
Gruß Volker
frankjasper8 am 04 Jul 2021 21:12:17
Ihr Lieben, ich sage brav "Dankeschön!" für die netten Rückmeldungen und die vielen "Positiv-Bewertungen". Es war ja diesmal nur ein kurzer Bericht, ohne daß ich groß etwas unternommen habe. Ich wollte nach den ganzen Dingen des letzten Dreivierteljahres mit dem doch recht unerwarteten Tod meines Vaters im Oktober und der neuerlichen "Corona-Auszeit" ab Dezember, die auch beruflich für mich eine Herausforderung darstellte, einfach mal was anderes sehen, einfach mal raus aus dem Alltag. Da war es mir nicht so wichtig, irgendwelche Dinge zu besichtigen oder irgendwo Rundfahrten oder sowas zu machen. Natürlich gibt es im Verlauf meiner Reise an den diversen Orten viel zu machen und zu entdecken. Gerade Cuxhaven wäre da ein Ort, wo man noch länger bleiben könnte. Etwas Neues habe ich hier auch entdeckt. Man kann von hier jetzt auch zur Insel Sylt mit einem Schnell-Katamaran der "Adler-Schiffe" fahren, ähnlich dem "Halunder Jet". Fahrzeit von Cux nach Sylt sind wohl etwa 2,5 Std. bei dann rund 5,5 Std. Auffenthalt auf Sylt. Ansonsten natürlich die tägliche Fahrt nach Helgoland, morgens hin und abends wieder zurück in Cuxhaven. Kleine Schiffsreisen z.B. mit den "JanCux-Schiffen" zur Insel Neuwerk oder den Seehundsbänken sind auch immer in Cux (wieder) möglich. Von Duhnen kann man Neuwerk auch mit der Pferdekutsche, der "Wattenpost" erreichen, dabei sind aber die Gezeiten, also Ebbe und Flut immer bei der Planung zu beachten. In der Woche, wo ich in Cux war, fuhren die Kutschen beispielsweise erst abends ab Duhnen los und die Auffenthaltsdauer auf Neuwerk war sicherlich viel zu kurz für eine Besichtigung der Insel.
Limanda hat geschrieben:Jo, sehr schön. Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Aber woher??
Für Dein Angebot vielen Dank und wenn die Pandemie-Zeit mal irgendwann vorbei ist und man wieder richtig Urlaub machen kann, wird sicherlich auch Cuxhaven noch einmal auf meiner Reiseplanung erscheinen. Ich bin da wohl quasi durch Deinen "Vorgarten" gefahren und gegangen, deshalb kommt Dir das alles so bekannt vor. Ich hoffe, ich habe dabei nicht allzu viel kaputt gemacht! ;D
TiborF am 05 Jul 2021 10:15:06
Endlich gibt es wieder Reiseberichte - ganz herzlichen Dank Frank, dass Du uns teilhaben lässt an deiner ersten Reise dieses Jahr.
Ich hoffe und wünsche Dir, dass noch viele schöne folgen werden.
wollina am 11 Jul 2021 19:20:58
Auch ich habe diesen Bericht zu Ende gelesen. Sehr informativ, und in Erinnerung geschwelgt.
Danke wollina
JTLorsch am 11 Jul 2021 20:50:48
Mensch war das ein schöner Bericht. Danke dafür. Positiv, Positiv ;-)
Lancelot am 11 Jul 2021 22:41:34
Danke Frank, sehr schöner Bericht ... :dankeschoen:
renle95 am 01 Sep 2021 17:21:15
Hallo lieber Frank, sind fast die gleiche Route eine Woche vor dir gefahren. Beinahe hätten wir uns getroffen.. Sehr schöner Bericht. LG Irene
frankjasper8 am 01 Sep 2021 20:40:59
Hallo Irene, vielen Dank für Deine Rückmeldung und dass Du diesen Thread "nach oben geholt" hast. So ist mir jetzt aufgefallen, dass ich mich bei den letzten Kommentaren noch gar nicht bedankt habe. Darum nun an dieser Stelle und leider etwas verspätet dafür einen lieben Dank!
Irene, damit sind wir nun wohl zum 2. Male knapp aneinander vorbei gefahren; vor ein paar Jahren hatten wir uns in Dettelbach ja knapp verpasst :) , irgendwie haben wir wohl oft die gleichen Reiseziele... :) Inzwischen sind nun schon ein paar Wochen nach dieser Reise vergangen, langsam ist es an der Zeit, den nächsten Urlaub einzuläuten. Hoffen wir mal, dass es nicht mehr allzu lange dauert. Ich stehe schon quasi in den Startlöchern und lasse den Duc-Motor schon mal vorglühen. Das Ziel wird hier an dieser Stelle aber nicht verraten.
bonjourelfie am 01 Sep 2021 22:29:20
Hallo Frank, auch von mir ein verspätetes Dankeschön, gut, dass dein Reisebericht noch mal hochgeholt wurde. ich war zu dieser Zeit auch unterwegs und habe ihn glatt verpasst. In Bederkesa lagen wir mal mit unserem Boot wegen Hochwasser fest, wir hätten nicht unter die Brücken durchgepasst. So kommen Erinnerungen hoch.