|
Hallo, wir haben einen Knaus Boxstar Modelljahr 2020. Bordcontrol PC110-KN, Elektroblock DS300, Ladebooster von Schaudt, 230V-Ladegerät CBE 516/3. Bei uns fällt wiederholt die Anzeige der Starterbatteriespannung in der Bordcontrol aus. Von zwei Knaus-Werkstätten wurde uns gesagt, das sei ein bekanntes Problem mit einer bestimmten 5A-Sicherung. Die haben wir gewechselt und sie ist dann noch zweimal bei Werkstattaufenthalten (aus anderen Gründen) gegen eine 10A-Sicherung getauscht worden, aber jedesmal nach der nächsten Fahrt durchgebrannt. Es beunruhigt mich ein wenig, wenn über einen Draht, der eigentlich zum Messen konstruiert ist (ist auch nicht sehr dick!) regelmäßig mehr als 10A fließen. Wenn die Lichtmaschine läuft, und wenn ich mich richtig erinnere auch am Landstrom, wird die Starterbatterie als voll angezeigt (also die Ladespannung korrekt gemessen). Das deutet für mich darauf hin, dass am Kabel mit der fraglichen Sicherung nicht direkt gemessen wird sondern irgendwie noch umgeschaltet wird. Die Sicherung scheint ja auch erst durchzubrennen, wenn die Lichtmaschine ein- oder ausgeschaltet wird. Kennt sich zufällig jemand mit der Verkabelung aus und weiß, was da passiert oder passieren könnte? Knaus rückt ja an Endkunden keine Schaltpläne 'raus und so richtig weiß ich nicht, wo dieses Kabel angeschlossen ist. Es könnte sein, dass irgendein Schalter zu träge ist und vielleicht 1ms zu spät abschaltet. Es könnte aber auch sein, dass da irgendwo Spannungen anliegen, die da nichts verloren haben. Viele Grüße KK Hallo Das Knaus eine eigene Sicherung für die Spannungsanzeige der Starterbatterie hat, ist mir neu. So was kenn ich nur von Chaussen und Challanger, wo das Trennrelais und auch diese 5A Sicherung in einer eigenen Baugruppe sitzt. Bei Knaus geht die Spannungmessung eigendlich direkt vom Anschluß B1 in der DS300 zur Anzeige. Wo sitzt denn bei dir diese Sicherung? Und kannst du mal ein Bild von der offenen DS300 machen?
Möglicherweise ist das eine Änderung, die mit dem Ladebooster gekommen ist. Der ist ja seit Modelljahr 19 oder 20 serienmäßig. Das Kabel mit der durchbrennenden Sicherung geht von "SB+" des Ladeboosters zu "B1+" im DS300. An B1+ ist noch ein Abzweig zum Aux-Eingang des Batteriecomputers angeschlossen, sonst nichts. Die ersten drei Sicherungen sind aber durchgebrannt bevor der Batteriecomputer eingebaut wurde. Laut Handbuch kann das DS300 über B1+ auch die Starterbatterie mit bis zu 2A laden. Da kein anderes Kabel vorhanden ist, müßte das auch über dieses Kabel und diese Sicherung passieren. Einen Grund für das Durchbrennen sehe ich da aber noch nicht. Damit verstehe ich nicht wieso, wenn die Lichtmaschine läuft, die Starterbatterie vom PC110 angezeigt wird und wenn sie nicht läuft, nicht. In beiden Fällen sollte das DS300 doch die Spannung über den B1+-Eingang vom SB+-Kontakt des Ladeboosters bekommen, und die Leitung ist ja unterbrochen. Eine andere Quelle dafür sehe ich nicht. Das Bild vom DS300 ist vermutlich wenig aussagekräftig, weil die dicken Kabelstränge die Anschlüsse verdecken. ![]() Bei der Nachrüstung mit Boostern durch die einzelnen Werkstätten wurde leider sehr viel Unsinn verzapft. Das einziehen eines neuen Kabels inklusive Sicherung währe nicht unbedingt nötig gewesen. Müßte so aber trotztdem funktionieren. Ich vermute fast, daß man vergessen hat, das Trennrelais zu deaktivieren, sonnst dürfte die Sicherung eigendlich nicht durchbrennen. Kannst du das mal kontrollieren, ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen. Oder befindet sich unter dem großen Aufkleber über den Schraubansclüssen kein Relais mehr? Ich wollte eigendlich genau die Anschlüsse sehen, die der Aufkleber verdeckt. ![]()
Das ist allerdings seit Modelljahr 19 oder 20 serienmäßig ab Werk. Ich hätte gedacht dass Knaus schon bei CBE sagen kann "bitte jetzt mal eine Charge ohne den Widerstand liefern". Aber ich schaue mir das mal an. An Pos.1 auf Deinem Bild ist bei uns auch ein Relais. Ob der fragliche Widerstand da ist schaue ich mir mal an. Ich kann die Farbcodes auf dem Bild nicht klar erkennen aber für mich sieht es so aus als sei der dritte Ring Gold, also 1/10 Ohm? Warum nicht gleich eine Steckbrücke oder ein Jumper? Warum die Sicherung dann durchbrennt ist mir immer noch nicht klar. Oder ist das Trennrelais schneller als der Ladebooster und die Ladespannung fließt für einen Moment durch das fragliche Kabel mit der Sicherung, bevor dann auch der Ladebooster die Batterien versorgt? Wenn das so ist, dann müßten wir ggf. aufpassen mit LiFePo4-Batterien. Die AGM-Batterien konnten ja gar nicht so viel aufnehmen. Aber für LiFePo4-Batterien könnte dieser Bypass durch das Trennrelais vielleicht Probleme machen. Viele Grüße und vielen Dank KK Nur mal zur Info. Es wurden seit 2019 mit Einführung der serienmäßigen Booster drei verschiedene DS300 Versionen ausgeliefert. Die alte 209027 war nicht 6d temp tauglich und mußte durch die Werkstätten ausgetauscht werden. Die 209027F war dann 6d temp tauglich hatte aber noch das Trennrelais. Allerdings kamen viele Werkstätten nach dem Austausch mit dem neuen Anschlußschema nicht gleich zurecht. Die neuste 209027FS wird gleich ohne das überflüssig gewordene Trennrelais ausgeliefert. Welche Version ist bei dir verbaut? (Aufkleber auf dem Deckel) Wenn man das Trennrelais nicht deaktiviert, schließt dieses quasi den Booster kurz und übernimmt einen Großteil des Ladestroms. Dafür ist deine Sicherung nicht ausgelegt. Der Widerstand hat 0 Ohm und dient nur als Drahtbrücke. (Einfache Drahtbrücken können Bestückungsautomaten nicht fassen) Er ist auf jeden Fall billiger als eine Steckbrücke. [quote="Hannus"Welche Version ist bei dir verbaut? (Aufkleber auf dem Deckel) [/quote] Auf dem Aufkleber auf dem Gehäuse steht "209027FS". Aber an der besagten Stelle ist eindeutig ein Relais eingebaut, und auch der Widerstand ist wie auf Deinem Foto vorhanden. Sind die bei der aktuellen Version der Platine auch noch vorhanden (ggf. funktionslos)? Oder kann es sein, dass Platine und Gehäuse nicht zusammenpassen? Ich weiß, dass das Fahrzeug mit einem Defekt an dieser Stelle geliefert wurde und der Händler vor Auslieferung eine Reparatur vorgenommen hat. Vielen Dank und viele Grüße KK Hallo Kunibert, wir hatten exakt das gleiche Phänomen letzte Woche bei der Übergabe unseres Neuwagens (gehört zum Knaus-Tabbert-Konzern). Nach 3 durchgebrannten Sicherungen kam dann ein Techniker auf den Widerstand - abgeknipst und das Problem war erledigt. Die Techniker sagten, das sollte bereits geändert sein, es befinden sich aber scheinbar noch immer verschiedene Versionen in der Auslieferung - dies deckt sich mit den Ausführungen von Egon. Gruß Thomas Hallo KK Bist du sicher, das unter dem großen Aufkleber ein Relais sitzt. Ich meine das Große, das auf meinem Bild mit 1 bezeichnet ist. Wenn das wirklich drinn ist, dann stimmt der Aufkleber nicht und der Wiederstand muß unbedingt getrennt werden. Möglicherweise hat sich der Einbauer auf die Bezeichnung verlassen und ihn deshalb nicht durchgeknipst. Und kannst du auch mal unter dem Aufkleber nachsehen ob der kleine rote Steckverbinder J12 belegt ist. Wird in der neuen Version gerne mal vergessen, wenn sie gegen die alte Version ausgetauscht wurde. Hast du denn schon ein Fahrzeug mit "intelligenter" Lichtmaschiene, also ein 6d temp? Hallo Egon,
Es ist der Kasten auf dem Foto. ![]() Entweder ist das ein Relais oder eine Mogelpackung.
Ich muß mal nachschauen, ich weiß nicht auswendig was J12 ist. An dem Verbinder, der in der CBE-Anleitung mit 17A bezeichnet ist, sitzt ein weißes Kabel, das vom Ladegerät kommt, und ein oranges Kabel, das zusammen mit zwei dicken Kabeln (rot und schwarz) aus einem Rohr kommt, und diese dicken Kabel sind an SB+ und SB- vom Ladebooster angeschlossen. Ich vermute also, dass das orange Kabel ebenfalls aus Richtung Starterbatterie kommt. Sonst ist in der Gegend kein Einzelkabel angeschlossen, nur die mehrpoligen Steckverbinder zu den verschiedenen Verbrauchern. Das D+ vom Ladebooster ist an das "generierte" D+ vom DS300 angeschlossen. Jetzt frage ich mich, wie das DS300 ein D+ generieren kann, wenn die Leitung, die zu B1 führt, tot ist (wegen der durchgebrannten Sicherung). Beim Schaudt Ladebooster ist D+ ein Eingang, d.h. er braucht D+ um zu Boosten. Das DS300 kann aber die Spannung der Starterbatterie gar nicht messen, und hat auch keinen D+-Eingang. Theoretisch sollten also beide Geräte der Meinung sein, dass die Lichtmaschine nie läuft. In der Praxis zeigt aber das PC110 den Status "Lichtmaschine läuft" an, und die Batterien werden auch geladen.
Ja und mit Start-Stop-Automatik und AdBlue und serienmäßigem Ladebooster. Aber wenn, wie tommes schreibt, das jetzt noch bei Neufahrzeugen vorkommt, dann sollten wir uns wohl nicht allzusehr wundern. Ich vermute mal, daß man dir bei der Reparatur eine alte Version der DS300 eingebaut hat. Wie schon gesagt es herrscht da sehr viel Unkenntnis bei den Werkstätten. Noch mal eine kurze Erklärung. Bei den Fahrzeugen vor 6d temp erzeugte man den sim. D+ aus Zündungsplus und der Starterbatteriespannung an B1. Übersteigt diese bei Motorlauf 13,7V wird der D+ aktiviert. Da dies bei 6d temp technologisch nicht immer funktioniert, hat man die DS300 mit einem zusätzlichen Anschluß an 17B Rot1 (im Schaltplan J12 Pin1) nachgerüstet. Damit wird der sim. D+ sofort erzeugt wenn an diesem Anschluß direkt das Signal D+ Ground aktiv aus der Motorsteuerung anliegt. (wird leider aus Unkenntnis machmal weggelassen) Erkennen kann man die neuen Versionen an einer zusätzlichen Diode und einem gelbgrünen Aufkleber. Später auch an dem fehlenden Trennrelais. Und natürlich an der Beschreibung. ![]() ![]() Hallo Egon, Bei uns sind die beiden 17B-Stecker frei und 17A ist belegt. Auch eine Diode ist an dieser Stelle nicht zu sehen. ![]() Auf der Platine steht (über den Sicherungen) noch etwas, das eine Versionsnummer sein könnte. ![]() Insbesondere "02 19" könnte ein Datum sein. Das simulierte D+ funktioniert aber (oder jedenfalls funktioniert das Einziehen der Treppenstufe, die Lichtmaschinen-Kontrolleuchte im Panel PC110 leuchtet während der Fahrt, und die Batterien werden offensichtlich geladen). Ich sehe auch kein fliegendes Kabel, das vor der Reparatur hätte angeschlossen sein können. Das würde ja vermutlich mit aus dem Kabelstrang kommen, in dem die Kabel für Starterbatterie und Zündungsplus verschwinden. Vielleicht braucht man das im Kastenwagen nicht, weil man bessere Masseverbindungen hat als bei aufgebauten Fahrzeugen? Der Händler sagt, er hat die Platine bei der Reparatur nicht getauscht. Also hat vielleicht Knaus das falsch gemacht, z.B. bei der Arbeitsvorbereitung Gehäuse und Platine getrennt, dann hat ein anderer die Platine eingebaut und verkabelt, und ein dritter sich irgendeinen Deckel gegriffen und draufgeschraubt. Auf jeden Fall glaube ich jetzt, dass ich weiß, was da passiert und wie man es behebt. Vielen Dank, KK Für die Trittstufe wird das D+ Signal bei Knaus in der Regel nicht aus der DS300 genommen, sondern extra mit einem Relais erzeugt. Du schreibst dein Fahrzeug ist Model 2020, also aus 2019. Bei diesen Fahrzeugen wurden oftmals auf Wunsch der Ausbauer die "intelligenten" Lichtmaschienen noch auf herkömmlich umprogrammiert. Das könnte bei dir so sein.
Nein es ist von Fiat in der ersten Jahreshälfte 2020 gebaut worden. Knaus hat die Zulassungspapiere auf August 2020 datiert, möglicherweise ist das also schon Knaus-Modelljahr 2021. Und wir haben eine funktionierende Start-/Stop-Automatik, und ich dachte, die geht nur mit intelligenter Lichtmaschine. Ich habe inzwischen dank all der Hinweise hier nochmal mit der Werkstatt gesprochen (die im April einmal die Sicherung getauscht haben). Wir haben ja noch Garantie und ich möchte dann lieber, dass jemand von der Werkstatt den Widerstand durchknipst. Dort hat mir der Techniker gesagt, dass sie inzwischen zu dem Problem von Knaus die offizielle Lösung genannt bekommen haben, eine Sperrdiode zu verbauen. Das haben sie inzwischen schon bei ein paar Kunden mit demselben Problem gemacht. Ich hatte gedacht, wenn das Trennrelais durchschaltet fließt ungewollt Strom von der Starterbatterie über das DS300 zur Aufbaubatterie. Wenn die Lösung mit der Diode funktioniert heißt das aber, dass der unerwünschte Strom andersherum fließt, also die Starterbatterie via DS300 aus der Aufbaubatterie lädt. Logisch, wenn die intelligente Lichtmaschine die Starterbatterie immer etwas hungrig lässt. Damit die Aufbaubatterien voll werden können muss der Ladebooster dann einen Step-Up-Wandler haben und die höhere Spannung läge an den Aufbaubatterien an. Der Werkstatttechniker hat mir auch gesagt, dass die "Erhaltungsladung" der Starterbatterie aus dem Landstrom-Ladegerät bei Fahrzeugen mit Ladebooster nicht mehr funktioniert. Bei uns sieht es aber so aus, als sei B1+ elektrisch direkt mit der Starterbatterie verbunden (in derselben Klemme am Ladebooster verschraubt wie die Starterbatterie). Mit der Diode würde es dann natürlich wirklich nicht mehr gehen. Das wird ja immer interessanter. Such dir bloß eine andere Werkstatt. Die Trenndiode war die Notlösung bevor man dazu überging Booster zu verbauen. Sie sorgte ebenfalls dafür, das die Starterbatterie nicht die Aufbaubatterie leersaugte. Genau wie der Booster, und mit den gleichen Einschränkungen. Für eine einwandfreie Funktion muß in beiden Fällen immer, wie von CBE vorgeschrieben, das Trennrelais deaktiviert werden. Sie werden es ja wohl nicht ohne Grund, bei den neuen Geräten gleich von Hause aus weglassen.
Angeblich ist das die offizielle Lösung von Knaus für das Problem. Da gibt es wohl einen Ansprechpartner im Werk für die Werkstätten und der hat das empfohlen. Für die Ausführung muss ich sowieso eine andere Werkstatt suchen und versuche weiter, die in Richtung des Widerstands zu stupsen. Aber solange noch Garantie auf dem Fahrzeug ist möchte ich der Werkstatt nicht sagen, was sie tun sollen, sondern welches Problem sie beheben sollen. Und auch nicht selber Widerstände durchknipsen. Wenn das Trennrelais nichts anderes tut als B1+ und B2+ leitend zu verbinden, dann sehe ich keinen großen Unterschied zwischen den beiden Varianten. Außer, dass im einen Fall auch während der Fahrt die Spannung der Starterbatterie korrekt angezeigt wird und im anderen Fall als "randvoll". Hallo kunibertk, wir haben einen Knaus Boxstar 2021 auch mit Anzeige PC110-KN und DS300. Nach der Winterpause und entladener Batterie zeigt das Panel auch nur noch leere Starter-Batterie an. Zu Beginn dieses Threads schreibst Du von einem "bekannten Problem mit einer bestimmten 5A-Sicherung". Welche Sicherung ist das und wo befindet sie sich ? Bisher habe ich sonst nichts finden können und würde dann mal diese Sicherung auswechseln. Danke und viele Grüsse, Chris Wenn die Ausbauer das Starterbatteriekabel von B1 direkt an den Boostereingang verlegen und dann nicht mit 10qmm weiter zum B1 gehen, muss dieses Kabel natürlich extra abgesichert werden. Du müsstest die Sicherung also am Boostereingang finden.
Ich habe leide keine Fotos vom Originalzustand mehr. ![]() Die Sicherung war dort montiert, wo der gelbe Kringel ist. Sie wurde inzwischen bei einem erfolglosen Reparaturversuch durch eine Knaus-Vertragswerkstatt durch die rot eingekringelte 30A-Sicherung ersetzt. Elektrisch ist die genauso angeschlossen wie die 5A-Sicherung, und ebenso durchgebrannt, nur hat es etwas länger gedauert. Das weiße Kabel ist ebenfalls neu, das Originalkabel war rot und dünner. Hier noch wie es verschaltet war ... habe ich zu der Zeit gezeichnet, als die erste Knaus-Werkstatt das mit einer 10A-Sicherung versucht hat. ![]()
Also ich finde die hilflosen Reparaturversuche einer Fachwerkstatt anhand von Sicherungewechseln einfach grandios. Von 5A auf 10A und jetzt 30A, einfach toll. Als Tipp: es gibt in dieser Bauform auch noch 40 und 50A, es bleibt also noch "Spielraum" Und jetzt ernsthaft: Wechsle die Werkstatt!! ironisch und auch wohlmeinend, Andreas Nur mal so als Verständnisfrage: der Booster "holt" sich seinen Strom aus der Starterbatterie. Im Fall des TE ist der Boostereingang an Punkt "23" bzw +B1 am Elektroblock mit einer 10A Sicherung angeschlossen. Das funktioniert weil der EBL hier eine direkte Verbindung zur Starter-Batterie hat ( ausreichenden Kabelquerschnitt mal vorausgesetzt ). Wenn der Booster jetzt aber mit mehr als 10A die Aufbaubatterie laden will dann muss die Sicherung doch "fliegen"?! Und wenn die Aufbaubatterie entsprechend entladen ist könnte auch einer 30A Sicherung ein bisschen warm werden?! Oder hab´ ich da jetzt ´nen Denkfehler? :gruebel: "Früher" wurden Starter- und Aufbaubatterie mit 50A verbunden ( via Trennrelais ) die, meistens :D , gehalten hat. Und das mit entsprechenden Kabelquerschnitten. Grüße Dirk
Nunja, es sind inzwischen drei Werkstätten beteiligt: der Händler, bei dem wir das Fahrzeug gekauft haben (ca. 600km weit weg), ein Knaus-Händler hier in der Nähe, und noch die örtliche MAN-Werkstatt, die auch Knaus repariert. Es gibt noch einen weiteren Knaus-Händler hier in der Gegend, der aber keine Elektrowerkstatt hat. Weitere Garantiereparaturen müssen jetzt aber von der Werkstatt gemacht werden, die die 30A-Sicherung eingebaut hat (er hat dazu auch dickere Kabel gelegt). Die hat das mit Knaus abgerechnet und jetzt darf kein anderer mehr. Höher als 30A würde ich hier aber nicht pokern. Die Verbindung von Ladebooster zu Starterbatterie ist mit 50A abgesichert, wenn die durchbrennt ist das Problem eine Nummer größer. In einem Clever-Forum habe ich gelesen, dass genau das bei Clever passiert ist, mit derselben Schaltung, nur das Clever aus Kostengründen eine Drahtbrücke legt, wo es bei Knaus eine 5A-Sicherung ist. Also ist dort die Versorgungsleitung des Ladeboosters unterbrochen worden.
Ja. Der Ladebooster lädt die Aufbaubatterie direkt. Der Strom fließt nicht durch B1+ am EBL sondern über die beiden rechten Klemmen am Ladebooster. B1+ hat drei Funktionen:
Für die Generierung des künstlichen D+ wird dieser Eingang offenbar nicht gebraucht, denn bei uns wird D+ auch erzeugt, wenn die Sicherung durchgebrannt ist. Was - vermutlich - beim Fahrzeug mit Ladebooster passiert ist, dass die Verbindung nach 3. hergestellt wird, aber da die Aufbaubatterie i.d.R. deutlich höhere Spannung hat als die Fahrzeugbatterie, wird jetzt die Fahrzeugbatterie aus der Aufbaubatterie geladen. Bei einem Fahrzeug mit Ladebooster sollen nie mehr als 2A über diesen Draht fließen. Also sind die 5A angemessen.
Das verstehe ich jetzt nicht: Der Booster hat fünf Schraubanschlüsse: ganz rechts + Aufbaubatterie / EBL und ganz links + Starterbatterie. Laut Deiner Skizze ist der Anschluss Starterbatterie mit B1 des EBL verbunden der wiederum direkt an + Starterbatterie geht. Wer sagt denn jetzt dass von +Starterbatterie, über das EBL, an den Booster kein Strom fließt?? Grüße Dirk Vielen Dank für die genaue Beschreibung ! Bei uns war tatsächlich auch diese Sicherung durchgebrannt. Jetzt geht die Anzeige wieder. Bei uns (Baujahr 2021) ist das Relais und die Kabelbrücke nicht mehr eingebaut. Trotzdem ist die Sicherung durchgebrannt. Nach der Winterpause war die Starterbatterie so leer, dass der Boxstar nicht mehr angesprungen ist. Nach Laden über Landstrom ging es wieder, aber dabei müssen wohl mal mehr als 5A geflossen sein.
Der Schaltplan ist nicht vollständig sondern zeigt nur die Sicherung die durchbrennt, und wo sie angeschlossen ist. Das zweite Kabel führt zum Meßeingang des SmartShunt, in dem Schaltplan hatte ich nur die Meßleitungen eingezeichnet. B1+ ist nicht direkt mit der Starterbatterie verbunden. Das Kabel von der Starterbatterie führt in den Ladebooster-Anschluß für die Starterbatterie. Von dort geht ein dünnes Kabel zu B1+. Das Terminal B2+ ist mit dem Pluspol der Aufbaubatterie verbunden. Und dieses wiederum ist mit dem ganz linken Terminal des Ladeboosters verbunden. Das ist anders bei einem Fahrzeug ohne Ladebooster. Hier führt tatsächlich die Leitung von der Starterbatterie direkt in B1+ und die Aufbaubatterie wird durch kurzschließen von B1+ und B2+ geladen. Bei Fahrzeugen mit Ladebooster ist dieses kurzschließen kontraproduktiv. Hallo an Alle, wenn auch für dieses Problem nicht unbedingt das Ziel, aber eine 5 A Sicherung gegen eine 10 A Sicherung tauschen würde mir mächtig große Bauchschmerzen machen. Die Auslegung der Sicherungen hat schon seinen Grund! Wenn es "fackelt" passiert es nach Murphy immer dann wenn Du schläfst, Du nicht im WoMo bist oder aber es glimmt im Verborgenen (Zwischenwänden, überlasteten Geräten, etc.). P.s: Auch in Werkstätten gibt es Profie´s und Bastler!!! Es gibt eigendlich nicht so viele Möglichkeiten. Entweder ist das Trennrelais nicht deaktiviert, das Kabel zum Bedienteil ist irgendwo eingeklemmt, oder an B1 sind zusätzliche Verbraucher angeschlossen. Was ja bei dir der Fall zu sein scheint (SmartShunt). Ich würde hier mal suchen.
Ich weiß nicht ob Du mich meinst, oder chris815, der den Thread wieder gestartet hat. Bei uns ist es das Trennrelais. Wir wissen, was zu tun ist, aber da es eine Garantiereparatur ist, ist das Hauptproblem, das nicht nur der Werkstatt beizubringen sondern den Techniker auch so weit aufzuschlauen, dass er im Gespräch mit Knaus diesen Lösungsvorschlag vertritt. Denn bei Garantiereparaturen muß der Monteur machen was Knaus ihm sagt, auch wenn er selber es besser weiß.
Selber hätte ich es nicht gemacht aber einem Elektriker einer Knaus-Werkstatt traue ich zu, das zu beurteilen. Zumal er das auch so ausgedrückt hat, dass er die Stelle im Fahrzeug kennt und weiß dass das unbedenklich ist.
Hm. In dem Moment, wo diese Sicherung durchbrennt, ist das Laden über Landstrom aber vorbei. Und über Landstrom soll die Starterbatterie eigentlich nur mit 2A geladen werden. Das dauert. Ich würde mich auch fragen ob es bei einem so neuen Fahrzeug normal ist, dass die Starterbatterie sich so stark entlädt. Wir hatten bei unserem Fahrzeug am Anfang ja auch gedacht, dass die Starterbatterie ein Problem hätte (wegen der defekten Anzeige) und ich habe sie immer wieder mal mit dem Voltmeter gemessen. Wir haben das Fahrzeug nie länger als 8 Wochen stehen gelassen (Corona-Lockdown) aber da war die Spannung der Starterbatterie nicht alarmierend gesunken. Und vorher war sie so voll wie es bei intelligenter Lichtmaschine eben ist, also kaum mehr als halb. Die Bordbatterien hingegen waren in den acht Wochen von "randvoll" bis "orange" (in der Anzeige) gesunken. Bei uns hat der Boxstar 5 Monate in der Scheune gestanden. Irgendetwas verbraucht da Strom. Meine Vermutung war, dass es vielleicht der Funkschlüssel Empfänger ist. Aber eigentlich sollte das nicht so viel sein. Nächstes Mal werde ich die Batterie abklemmen.
Klar wird da weiterhin Strom verbraucht! Der Empfänger der Funkfernbedienung wartet permanent auf sein Signal, das Radio speichert die Sender weiterhin, fast alle Steuergeräte speichern fortwährend ihre Daten,... Und falls das Fahrzeug nicht abgeschlossen ist, wird sogar noch mehr Strom verbraucht weil einige Steuergeräte z.B. "in Bereitschaft" bleiben statt sich "schlafen zu legen". Grüße Dirk
Das Datenspeichern sollte heuzutage mit Flash gar keine Strom mehr brauchen. Und ein kleines RAM kann man mit einer Minibatterie über Jahre erhalten. Evt. ist es mehr dem Anwender geschuldet, der sofort losfahren will. Daher hält man Geräte eher im Standby, weil das Hochfahren Zeit kostet. RK
Ich würde auch und vor allem die Wohnbatterie abklemmen. Ein paar Komponenten haben ja auch Strom, wenn die Bordelektrik ausgeschaltet ist (Kühlschrank, Treppenstufe, Truma) und die haben alle elektronische Ein-/Aus-Schalter, sind also nur im Stand-By und nicht wirklich aus. Vor allem die Truma iNet-Box verbraucht bei uns ganz ordentlich, vermutlich für die %&$§%-Leuchtdiode, mit der sie warnt, dass keine SIM-Karte eingelegt ist. Es könnte auch helfen, die Starterbatterie vor einer solchen Pause mal wirklich randvoll zu laden. Bei intelligenter Lichtmaschine ist sie ja normalerweise nur so halbvoll. Hallo, ich möchte das Thema DS 300 noch einmal aufgreifen. Ich sehe, dass Sie bereits viel über das Problem geschrieben haben. Gestern, nach der Winterpause des Wohnmobils, bemerkte ich, dass eine der Lampen nicht funktionierte. Ich überprüfte die Sicherungen und stellte fest, dass die 10-A-Sicherung im Sicherungskasten mit dem Schneeflockensymbol komplett durchgeschmolzen war! Ich besitze eine Knaus Skywave 2019. Die Kennzeichnung auf dem Gerät lautet DS 300 KN 209027. Da ist etwas gewaltig schiefgelaufen. Ich überlege, das Gerät auszutauschen. Welche Kennzeichnung muss es haben, damit ich das richtige kaufe? Vielen Dank im Voraus für Ihre Tipps und Ideen. Ich hänge Bilder der Situation an. Das ist die Kühlschranksicherung. Und 10A sind hier eindeutig zu wenig, steht ja nicht umsonst 30A dran. Kein Wunder, daß die Sicherung angefangen hat zu glühen und dann durchgebrannt ist. Das muß aber schon bei der letzten? Ausfahrt passiert sein, und nicht erst im Winter. Da ist aber nicht die DS300 dran Schuld, die ist noch in Ordnung und braucht nur einen neuen Sicherungshalter, sondern der der die falsche Sicherung eingebaut hat. |
Anzeige
|