|
Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Hatte vor ca. 10 Jahren mein Wohnmobil verkauft und liebäugle doch wieder mit einer Anschaffung. Bin zwar nicht mehr der Jüngste, aber das sollte mich nicht vom WoMo abhalten. Jetzt meine Frage: In den über zwanzig Jahren meiner Wohnmobilerfahrung - von Griechenland bis nach Spanien - stand ich immer frei. (Entsorgung natürlich in den entsprechenden Stationen erledigt). Bis auf Kroatien hatte ich eigentlich nie Probleme. Kommt vielleicht auch daher, weil ich mich nie einem Pulk angeschlossen habe und meinen Platz stets sauber wieder verließ. Wie hat sich die Duldung von Freicampern im Laufe der Jahre verändert, in welchen südlichen Ländern kann man noch problemlos stehen bzw. übernachten? Wie ist eure Erfahrung? Zur Info: ich fahre nicht unbedingt in der Hauptsaison, diese Massenwanderung tue ich mir nicht mehr an :razz: Geht noch in spanien, aber viele alte Plätze sind nicht mehr da. Agua Marga ist jetzt auch kommerzieller Stellplatz z. B. Portugal geht an einigen wenigen Plätzen, sonst alles verboten. Albanien soll recht cool sein. Griechenland geht auch noch. Ja, Griechenland war für mich der Traum für das freie Campen. Da kam selbst die Polizei und der Bürgermeister vorbei und erkundigte sich nach meinem Wohlbefinden. Die Zeit auf dem Peloponnes wird immer in einer positiven Erinnerung bleiben....
Wir stehen immer frei und hatten noch nie Probleme damit: Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Türkei - und auch in allen Balkan-Ländern... Gruss Flatus Griechenland kann ich bestätigen. Wir waren dieses Jahr rund Peleponnes unterwegs und haben in zwei Wochen drei mal frei gestanden/übernachtet. War aber auch nicht unserer oberstes Ziel möglichst viel frei zu stehen - mit Kindern hat auch ein CP seine Vorteile... Stimmt, mit Kindern ist es nicht so einfach, besonders wenn sie noch kleiner sind. Konntet ihr direkt in Strandnähe stehen und waren das normale Parkplätze? Vor Jahren hatte ich es genossen, in den Pinienhain von Elea zu stehen, dort gab es Duschen und eine kleine Taverne.... Stück weiter Golden Beach oder Romanos...das waren noch herrliche Plätze! Auf der iberischen Halbinsel geht das Freistehen noch gut, es gibt es schon sehr viele SP, die sehr ruhig sind. Wenn Du nicht unbedingt am Meer stehen willst, hast Du reichlich Auswahl. In Portugal ist das neue Gesetz verabschiedet, man kann nun bis zu 48 Std. in einer Gemeinde stehen - Naturschutzgebiete und ausgewiesene Gebiete ausgenommen, dort nur auf den ausgewiesen Plätzen, Hatte Portugal leider bei meinen Reisen ausgelassen. Vor mehr als 10 Jahren konnte man vor Tarifa (Parkplatz an der großen Düne) noch wochenlang toll stehen; soll mittlerweile aber nicht mehr so einfach sein.
Moin, dann findest du doch, ohne Stress, in jedem Land und zu jeder Jahreszeit einen Übernachtungsplatz. Gruss Volker Klar findet man den, nur ich möchte nicht unbedingt Parkgebühren zahlen. Das Geld gebe ich lieber in den einheimischen Läden bzw. Lokalitäten aus. Ich spreche nicht von gebührenpflichtigen Parkplätzen.
Ok! Ich stand hin und wieder auch im Industriegebiet. Nur mir ging es um längere Standzeiten, denn als Rentner hat man ja Zeit. :lach: In Frankreich und Spanien gibt es reichlich offizielle Stellplätze die kostenlos sind. Nicht selten auch mit einfacher V/E. Nur eben meist nicht an den Touri-Hotspots. Im Landesinneren aber sehr oft. Hubert
Wie kommst du darauf das ich nicht davon spreche? Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Reine Vermutung!
Stimmt, ob Atlantikküste oder Mittelmeer, dort gab es unter anderem auch in Strandnähe tolle kostenlose Plätze (wenn es nicht gerade die Höhenbarriere verhinderte) Touri-Hotspots liegen mir eh nicht! Den vielen Antworten entnehme ich zumindest den positiven Aspekt, dass es sich bezüglich Freistehen südlich hinterm Weißwurstäquator nicht großartig verändert hat. Gut zu wissen....
War immer direkt am Wasser, keine Parkplätze, maximal die Verlängerung eines Parkplatzes. Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Wie ich darauf komme? Es war lediglich eine Vermutung von mir! Frei stehen kann in 1000 Fällen gut gehen, mir ist persönlich ein Fall bekannt, in dem ein Arbeitskollege in Griechenland zu zwei Jahren Haft wegen Landfriedensbruch in erster Instanz verurteilt wurde. Wie es in der/den weiteren Instanz(en) gelaufen ist kann ich nicht sagen, da ich die Firma gewechselt habe. Er war in Griechenland am Strand surfen und hat nach dem Surfen zwei Stühle vor das Womo gestellt. Die Polizei kam, sprach mit den drei anderen Wohnmobilen (er meinte griechische Kennzeichen, war sich später aber nicht sicher), die darauf hin weg fuhren, seine Personalien nahmen sie auf. Zu Hause dann der Schock, Anzeige im Briefkasten. Zweiter Schock nach dem ersten Urteil. Er musste dann zum Bereichsleiter und zur Personalabteilung und schon mal anmelden, dass er eventuell in den Knast müsste. Das allein war ziemlicher Mist. Seine griechische Anwältin war sich wohl recht sicher, dass sie das in zweiter Instanz zu einer heftigen Geldstrafe gedrückt bekäme, aber alles doof. Das war übrigens 2014/2015, kein Höhrensagen über drei Ecken. Das war natürlich auch die Zeit, in der die Kanzlerin mit Hakenkreuzfahne in der Zeitung war, vielleicht hat sich der Wind gedreht. Mein Fazit: Mache dich auf offiziellen Seiten und Publikationen mit der rechtlichen Situation vertraut, vertraue nicht auf Aussagen im Forum "ist immer gut gegangen". Ist es bei dem Mann auch 20 Jahre lang. Cool. Landfriedensbruch durch Wildcampen. Muss ja ein großes Wohnmobil gewesen sein, dass er dort die für Landfriedensbruch erforderliche Menschenmenge unterbringen konnte. Was haben sie denn angestellt? Die Polizisten verprügelt, die Gegend verwüstet? Was ich damit sagen will. Den Tatbestand gibt es tatsächlich, sowohl in Griechenland als auch hier. Er hat aber auch bei großzügiger Auslegung beim besten Willen nichts mit Wildcampen zu tun. In Griechenland kann tatsächlich Haft für Wildcampen verhängt werden. Aber nur drei Monate und keine zwei Jahre, und dann auch nur im Extremfall, z.B. für notorische Wildcamper in Naturschutzgebieten, aber garantiert nicht für parken und surfen. Zweifelhafte Geschichte.
War das auf dem Syntagma-Platz? In über 30 Jahren Griechenland - und nur frei stehend - noch nie so etwas erlebt, gehört oder gelesen ... :eek: Müsst ihr nicht glauben, ich kann auch leider nicht mehr sagen, wo das genau war, habe keinen direkten Kontakt mehr in die Firma, kann daher auch nicht mal eben nachfragen. Braucht mir auch keiner glauben. Ich persönlich glaube aber nicht, dass er das offiziell der Firma und den Kollegen mitgeteilt hätte, wenn da nix dran war. Vermutlich ist Griechenland im Moment auch froh um jeden, der kommt und Geld da lässt, damals war die Stimmung anders, und der Richter hat das Strafmaß wohl ziemlich ausgeschöpft. Seit dem bin ich aber sehr vorsichtig mit der Aussage, dass man da so ohne Probleme frei stehen kann und auf keinen Fall was passiert.
Dieser Fall geisterte schon vor Jahren durch das Internet und es gab bisher keine offizielle Bestätigung. Bestätigen kann ich allerdings den Fall meines leider bereits verstorbenen Freundes, der auf dem Peloponnes 300 € zahlen sollte. Allerdings muss man wissen, welch Sturkopf mein Freund gewesen ist und meinte, weil er passabel Griechisch sprach, er müsse sich nicht an die Aufforderung der Polizei halten, zumal sein XXL-Womo anderen den Blick aufs Meer verbaute. Diese Strafe deckt sich auch mit den Angaben im Internet, wo bis zu 3.000 € oder 6 Monate Gefängnis erwähnt werden, aber diese Strafe gilt für das Wildcampen in Naturschutzgebieten (wer macht auch sowas?) Jetzt beschönigt doch nicht. Ist doch gut wenn möglichst viele das Freistehen für gefährlich halten. Am besten dem Mythos gar nicht widersprechen! :wink: Hubert
Ok, jetzt müssen wir nur noch die Gefahr des Beraubens erwähnen, dann wird sich die Zahl derer noch weiter verringern.. :lach:
... und all die freilaufenden, tollwütigen Hunde, die am Strand die Kinder beissen! ;D Im Moment gar nicht so wichtig, wie die aktuell Situation ist... das merkt man schon vor Ort :D Aber ich wage mal die Prognose, dass mit der aktuellen Camping- und Vanlife-Welle alle etwas bekannteren Freisteh-Plätze (Kriterium: stehen in Park4night) heftig unter Druck kommen werden. Passiert ja in Portugal gerade schon. Selbst wenn die üblichen Schweinchen an sich halten und nicht ihre Kassette in den Dünen verklappen, machts einfach die Masse. 3 Mobile am Parkplatzrand stören die wenigsten, aber 30 Mobile, die den ganzen Parkplatz blockieren, rufen dann doch Abwehrreaktionen hervor, selbst wenn alles sauber bleibt. Mit Glück taucht ein Kassenautomat und ein 48-h-Schild auf, mit Pech ein Verbotsschild und ne Teppichstange. bis denn, Uwe In Kroatien gibt es auch Probleme. Unsere Tochter mit Freund waren gerade da. Sie hatten für 14 Tage einen CP gebucht, konnten dann aber überraschend ein paar Tage früher fahren. Sie wollten das ausnutzen, rumfahren, Orte besichtigen und frei übernachten. Nach 2 Tagen haben sie entnervt aufgegeben. Egal wo sie standen, es kam immer die Polizei und hat sie vertrieben. Sie sind dann früher auf den CP gefahren und haben einen schönen Platz bekommen. Gerade Portugal hat sich geöffnet. Das Stehen in Gemeinden ist für 48 Std. gestattet. Nur in den ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist das freie Stehen verboten und nur an ausgewiesenen Stellen gestattet. Mit etwas mehr Bewußtsein beim Freistehen klappt es dann auch mit dem Genießen der Tour. Wer allerdings Tische, Stühle und Markisen draußen haben muß ist halt besser auf dem CP aufgehoben. Wir waren 2019 4 Wochen auf dem Peloponnes, haben fast nur frei gestanden und nur zum VE und Wäsche waschen mal auf einem CP. NullkommaNull Probleme Gruß 8) Wir machen das in Italien schon seit 23 Jahren. Auch für dieses Land geistern die tollsten Geschichten von drakonischen Strafen durch's Netz. Wir freuen uns sogar, hin und wieder die Polizei vorbeifahren zu sehen, wenn wir einsam und allein an irgendeinem Bagno direkt am Meer stehen. Das vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Angesprochen wurden wir nur einmal in der Nâhe von Neapel. Die Besatzung eines Streifenwagens hat uns empfohlen, nicht über Nacht stehen zu bleiben. Es sei in dieser Gegend zu gefährlich. Natürlich geht das nur außerhalb der Saison. Und an Bagnos selbstverständlich nicht, wenn sie noch geöffnet haben. Mit Augenmaß ist vieles möglich Und ja, park4night & Co. sind der Fluch der modernen Netzwerke. Ich kenne in Italien einige schöne Plätzchen, die plötzlich nicht mehr zugänglich waren. Immer das Gleiche. Erst steht man nicht mehr allein, dann wundert man sich über das Gedränge und letztlich weisen Müll, Dreck und Fäkalien/Klopapier darauf hin, dass es nicht mehr lange bis zur Schranke dauern kann. Daran sind aber nicht nur wir schuld. Die Italiener selbst sind nicht viel besser. Sie lieben das wildcampen am Wochenende Hallo, nach unseren Erfahrungen ist es in Spanien und Frankreich in der Saison fast unmöglich am Meer frei zu stehen. Im Landesinneren gilt dies auch für Seen und Flüsse, abseits davon gibt es reichlich Möglichkeiten. Aber vor allem in Frankreich sollte man beachten, dass es in Naturschutzgebieten verboten ist und auch sehr teuer werden kann, Wanderparkplätze mal ausgenommen wenn kein Verbotsschild vorhanden ist. Außerhalb der Saison, besonders ab Mitte Oktober kann man auch am Meer oft frei stehen bzw. viele Stellplätze sind dann auch kostenlos. Campingverhalten sollte man aber grundsätzlich vermeiden, Stühle werden oft noch für ein Picknick akzeptiert, aber die Markise sollte man nicht ausfahren. Wir stehen im Herbst und Winter zum Surfen oft direkt am Meer ohne Probleme, aber es werden auch immer mehr Verbotsschilder, verursacht durch das Verhalten mancher Mitmenschen. Müll, Fäkalien und sonstige Hinterlassenschaften sorgen für immer mehr Verbote. Die neue Vanlife Bewegung wird die Situation weiter verschlimmern. |
Anzeige
|