Luppo am 14 Sep 2021 16:38:13 Hallo allerseits, Ich bin Michael aus dem schönen Unterfranken. Wir haben uns, ebenso wie viele andere, von einiger Zeit vom Campingboom anstecken lassen und fahren jetzt seit 2 Saisons einen Wohnwagen von Hobby mit Querbetten und Stockbetten, da wir noch einen jungen Nachzügler haben und der sehr gerne campen fährt. Mit über 75 Übernachtungen konnten wir schon einige Erfahrungen sammeln. Nun spiele ich mit dem Gedanken, den Wohnwagen wieder zu verkaufen und dafür ein Wohnmobil anzuschaffen. Man ist doch ein Stück unabhängig von ewig überfüllten Campingplätzen und kann spontaner sein. Gerade für Kurzreisen ist das für uns ideal, wir würden dann gerne auch mal 1-3 Tage autark stehen. Nach Sichtung der Angebote wird es wohl ein jüngerer Gebrauchter (3-6 Jahre alt), auch wenn situationsbedingt der Aufpreis zum Neuwagen nicht all zu hoch ist. Aber man hat ja noch andere Hobbies :-) Für unsere Bedürfnisse sind 2 Einzelbetten im Heck sowie ein Bett im Alkoven optimal, Queensbett sind und zu schmal und Querbett ist ein no-go. Wenn man noch einen großen Kühlschrank oder Slimtower und ein Raumbad möchte, geht die Länge schnell über 7 Meter. Für 3 Personen wird es da mit der Zuladung knapp, gut 300 kg werden wir brauchen, und der Tank Diesel und Wasser sollte eigentlich auch voll sein. Daher wird er wohl 3,85 to. oder mehr haben. Den alten 3er Führerschein habe ich, die Regeln/Einschränkungen für Fahrzeuge über 3,5 to. sind mir bekannt. Gibt es Tipps, welche Modelle gut geeignet sind und vielleicht auch mit Erfahrungen zur Zuverlässigkeit? Ich bin mir nicht sicher, ob ich mehr Wert auf junges Baujahr oder wenig Laufleistung legen soll. Dann ist mir nicht klar, mit welchem Aufwand üblicherweise die Auflastungen gemacht werden. Luftfederung einbauen scheint mit ein recht großer Aufwand. Auf dem Markt gibt es ja einige "Budget"-Modelle. Sind die üblicherweise zuverlässig und haltbar oder sollte man lieber auf ein etwas älteres Modell "Made-in-Germany" setzen? Bei den FIAT-basierten Fahrwerken lese ich immer von dem Zahnriemenwechsel. Ist es sinnvoll, lieber auf Renault oder Ford zu setzen deswegen? Danke schon mal für Antworten.
bhomburg am 14 Sep 2021 18:27:03 Bezüglich Zahnriemen: Der Ford (mit dem 2.0l-Motor seit 2015) hat einen Zahnriemen, der aber im Ölbad läuft und nur alle 10 Jahre/240.000 gewechselt werden muss. Steuerketten gibt es bei Renault (die neueren mit 2.3l Hubraum), Mercedes (alle Modelle) und dem Dreiliter-Motor der bis 2016 beim Ducato und Citroen Jumper erhältlich war. Die älteren Renault mit 2.5l Hubraum haben einen Zahnriemen der genau wie bei Fiat alle 5 Jahre gewechselt werden sollte. Bei PSA (Citroen Jumper) haben die Motoren auch alle Zahnriemen; Wechselintervall hier 10 Jahre. Zahnriemenwechsel kostet bei den Transportern je nach Werkstatt zwischen 500 und 1000 Euro, bei Vollintegrierten kann es teurer werden wenn der Motor nicht vernünftig zugänglich ist und viel ab- und wieder angebaut werden muss. Das sind 50-100 Euro im Jahr wenn man das auf die Intervalle hochrechnet; also keine Beträge die für mich kaufentscheidend wären.
Ruedi1952 am 14 Sep 2021 18:57:14 Bitte bedenken die Lebensdauer der Steurketten heute ist nicht zu vergleichen wie bei den älteren Modellen. Google Steurketten Probleme, Ford Motorenprobleme. Ich habe mal bei einem Automobil Zulieferer gearbeitet, ich hatte einen Ford mein Vater mehrere, mir kommt keiner mehr in das Haus. Unser 110 PS Ducato läuft seit 2006 ohne Probleme, ausser Ölwechsel bekommt er nichts ist aber auch nur Euro 3. Je neuer die Motoren sind umso problematischer.
Carado461 am 14 Sep 2021 19:05:23 Hallo, ich kann Dir da aus unserer Erfahrung den Carado A461 empfehlen. Hst Stockbetten hinten und Alkovendoppelbett. Mit 2 Kids kommen wir mit den 3,85to gut hin. Made in Germany ist er auch. Im 5 Jahr mängelfrei und relativ günstig.
topolino666 am 14 Sep 2021 19:14:43 Gegenfragen:
Budgetgrenze? Wollt Ihr auch im Winter fahren?
Dann noch ein paar wilde Gedankengänge:
Suche doch einen Duc mit 3,0 l Motor - dann hast Du keinen Zahnriemen(wechsel) Siche in der Mittelklasse, bei den "Discountern" bzw. den "Günstigmarken der Hersteller" würde ich jetzt mit Eurer Erfahrung und den Anforderungen nicht suchen. Und natürlich darf von mir der Hinweis zur Doppelsitzbank nicht fehlen: Wenn Ihr den Beifahrersitz rausschmeisst und eine Doppelsitzbank reinbaut, könnt Ihr zu Dritt vorne sitzen. (Volldinette muss sein, man kann nicht mehr nach hinten durchklettern). Euer gewünschter Grundriss ist jetzt nicht der "Allerweltsgrundriss", also einfach danach suchen.
(Wir haben ein großes Querbett fürs Mädl und Akoven für die Eltern, wollt Ihr aber nicht.)
Gast am 14 Sep 2021 19:58:08 Zahnriemen werden völlig überbewertet :mrgreen: Suche Dir ein Fahrzeug das Dir gefällt, egal wie es heißt, muß vielleicht kein Ford sein, OK den mag ich persönlich nicht, ist aber hier Nebensache :mrgreen: Die Kosten für Zahnriemenwechsel gucken sich über die Zeit "weg" Wichtiger als die Basis ist, das was Ihr braucht. Da Du heute schon weißt was schlau ist, nämlich daß Du mit 3,5t eh nicht hinkommen wirst, fange bitte nicht mit 3,85t an, das ist einfach Murks. Ein eh schon schwaches Fahrwerk ohne technische Änderungen aufzulasten bringt nichts, vor allem weil sich die zugehörigen Achslasten dabei nicht erhöhen. Vielleicht hast Du dann zwar mehr Gesamtgewicht, aber die HA ist überladen -> leider nichts gewonnen :evil: Also mein subjektiver und völlig unmaßgeblicher Rat wäre, suche Dir ein Fahrzeug mit 4 - 4,5t zGGw also z.B ein Ducato mit MAXI Fahrwerk, da gibt es von FIAT mit 4 - 4,2t und z.B bei einem Hersteller, der AL-KO Rahmen verwendet, bis zu 4,5t (z.B. bei Hymer und anderen). Da hast Du technisch das (Bremsen /Räder / Federn) was zu Deiner Fahrzeugmasse passt und bist nicht unterdimensioniert. Ob Du das dann am Ende mit 4,5, 4,0t oder 3,5t zulässt ist dann egal. Ablasten geht immer , Auflasten dagegen leider nicht oder nur sehr eingeschränkt. Ich fahre z.B ein MAXI FW mit 4,5tzGGw mit Achslasten V 2,0t; H 2,5t, zugelassen mit 3,5t, aber die eingetragenen Achslasten bleiben mir erhalten! Der gewonnen Freiraum und die Sorgenfreiheit wäre mit einem MAXI deutlich größer, die Nachteile (Gobox /100km/h etc.) bleiben überschaubar. In diesem Sinne "Frohe Suche" Gruß
Luppo am 14 Sep 2021 21:02:57 Danke für die ersten Tipps. Also den Zahnriemen vergesse ich mal. Zur Aufteilung nochmal: Hinten Platz für uns, erste Wahl Einzelbetten, zweite Wahl Queensbett, noGo Querbett, frz. Bett oder Stockbetten. Vorne erste Wahl Alkoven, noGo Hubbett. Wir selbst möchten nicht in den Alkoven, wäre ja wieder ein Querbett. Am liebsten separate Dusche, aber kein Muss, jedenfalls eine Dusche, in die man auch mit Bierbäuchlein (definitiv „Bäuchlein“!) reinpasst. Kein Schwenkwaschbecken und eine Cassettentoilette, vor der auch ein paar cm Platz zum bequemen Sitzen sind. Bei der zGM ist wahrscheinlich 4 to. besser, die Einschränkungen werden dadurch nicht größer.
aiko1603 am 15 Sep 2021 10:10:49 Carado461 hat geschrieben:Hallo, ich kann Dir da aus unserer Erfahrung den Carado A461 empfehlen. Hst Stockbetten hinten und Alkovendoppelbett. Mit 2 Kids kommen wir mit den 3,85to gut hin. Made in Germany ist er auch. Im 5 Jahr mängelfrei und relativ günstig.
Hallo Lupo, Kann mich der Empfehlung nur anschließen! Wir waren mit unserem erwachsenen Sohn 2 Wochen mit diesem Modell unterwegs. Der Junior lag im Alkoven und wir Eltern in den Stockbetten. Ausreichen Platz bei nur 6,65m Länge. Gruß Christoph
strunzi am 15 Sep 2021 10:27:11 Carado461 hat geschrieben:Hallo, ich kann Dir da aus unserer Erfahrung den Carado A461 empfehlen. Hst Stockbetten hinten und Alkovendoppelbett. Mit 2 Kids kommen wir mit den 3,85to gut hin. Made in Germany ist er auch. Im 5 Jahr mängelfrei und relativ günstig.
Ich vermute mal, dass hier die Eltern im Alkoven schlafen und die Kidis in den Stockbetten. Wenn ich den TE richtig verstehe soll das Kind im Alkoven schlafen. Ich glaube da sind Stockbetten nicht das richtige 8)
Tinduck am 15 Sep 2021 10:56:14 In höheren Preisklassen gibt es auch Längsschläfer-Alkoven, da wären dann vielleicht Stockbetten für die Kinder doch wieder attraktiv?
bis denn,
uwe
Luppo am 15 Sep 2021 14:21:21 Stockbetten kommen leider für uns nicht in Frage, da leiden nicht nur die angenehmen Seite der Ehe darunter :-) sondern es fehlt auch der Stauraum unten den Betten, bzw. ist dieser nicht nutzbar. Der Alkoven fällt auch als Längschläfervariante für uns weg, da ich abends mich einfach nach dem Zähneputzen ins Bett fallen lassen will und nicht noch Bergsteigerambitionen habe, von der Nacht möchte ich gar nicht sprechen, wenn ich mit Sehschlitzen vor den Augen auf Toilette muss.
Carado461 am 15 Sep 2021 19:40:55 Hallo, nur als Zusatzinfo zu meiner Aussage Carado A461… das untere Stockbett kann man hochklappen und hat dann hohen Stauraum.. da passt auch mein EBike rein. Grundsätzlich würde ich aber Miete empfehlen zu Tests.. wir dachten es muss Vollintegrierter sein.. wurde der Alkoven Carado.. es gibt derart viele Dinge, die man vor Kauf testen sollte. Viel Erfolg bei Deiner Suche.
Rockerbox am 15 Sep 2021 19:47:54 Ich bringe mal beispielsweise einen Carado T447 mit Hubbett zur Diskussion, feste Längsbetten im Heck, separate Dusche, große Heckgarage und bei Bedarf ein Hubbett vorne.
Derek am 15 Sep 2021 20:21:47 Nun dem Anforderungsprofil würde Dethleffs Globetrotter XXL entsprechen.
Russel am 16 Sep 2021 07:07:05 Such dir was mit Hubbett, in einem VI kannst du meist das Hubbett nutzen ohne den Tisch abzuräumen.
Wie hoch ist den das Budget?
pwglobe am 16 Sep 2021 09:26:09 Hallo, dein Grundriss mit Längsbetten im Heck und Alkoven ist leider inzwischen sehr selten geworden. Da bleiben nicht mehr viele Hersteller übrig. Dethleffs XXL Concorde Cruiser Phoenix alle auf Daily Es ist eine Frage von deinem Budget. Es gibt noch ein paar Modele auf Fiat Basis mit Tandemachse. Bürstner Eura
Wobei ich lieber ein etwas älteres hochwertigeres Fahrzeug wählen würde. Habe ich auch so gemacht.Allerdings ist bei uns der Alkoven nur noch Gästezimmer oder Stauraum oder mein Schlafzimmer nach zuviel
Luppo am 16 Sep 2021 09:50:36 Ja, diese Grundrisse sind recht selten. Budget ist irgendwas zwischen 40 und knapp 50, je nach Ausstattung. Die Hubbetten mag ich nicht, man kommt nur mit Verrenkungen nach innen. Das ist beim Alkoven besser gelöst. Bei den TI passt ein Ahorn Canada AE oder ein XGO 95P ganz gut zu den Vorstellungen, die jüngeren Gebrauchten sind für mich allerdings recht lieblos bzw. einfach innen. Bei den VI gibt es immer mal wieder einen Chausson Exaltis 6018 oder Itineo MB 740 (Queenbett) mit wenig km, die haben aber dann fast 10 Jahre auf dem Buckel. Ich weiß nicht, was da so auf mich zukommt. Jedenfalls wäre mir innen Funier statt Folie wesentlich sympathischer. Ein paar LED-Leisten und Steckdosen kann ich selbst montieren. Selbst das Polsterdesign wäre kein unlösbares Problem. Ich kann schon sehr gut selbst Hand anlegen, im Bekanntenkreis gibt es eine kleine Kfz-Werkstatt, bei denen manchmal fast mehr Camper als Autos auf dem Hof stehen. Aber wie schaut es mit den spezifischen Aufbauteilen aus bei solchen „Exoten“? Ich sehe jetzt die Lieferzeiten einer einfachen Möbelleiste bei meinen Hobby. Die Frage ist einfach, lieber einen etwas älteren VI oder lieber einen jüngeren TI.
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