Einleitung:
Ich habe mich seit meinem VW Bulli “Carthago Malibu” von 1990 immer schon für die Carthago Reisemobile interessiert. Das Platzangebot in der Heckgarage bei diesem Hersteller ist riesig und ist für mich als Windsurfer ein besonderer Aspekt. Dazu kommt das Design außen und innen, wobei ich das Innere nach wie vor für altbacken halte. Klar: das ist Geschmacksache. Nun gibt es seit einigen Jahren die Malibus, die um einiges günstiger sind. So ging mein Augenmerk zunächst auf den Malibu I 410 DB, den ich mir auf dem Caravan Salon 2021 angeschaut habe, also Modelljahr 2022.
Test:
Durch ein Probesitzen auf dem Fahrersitz fiel mir auf, dass ich den Sitz nicht weit zurückschieben konnte. Bei dem Versuch, den Fahrersitz zur Sitzgruppe umzudrehen, musste ich ‘rangieren’; ein einfaches Drehen war nicht möglich, ich musste den Sitz zusätzlich vor und zurückschieben. Endlich in der neuen Position angekommen fühlte ich mich eingeengt. Trotz der auffälligen Unterschiede zwischen dem Carthago I 142 DB und dem Malibu I 410 DB (Al-Ko gegen Fiat Rahmen, höherwertige Möbel (Scharniere), sonstige Ausstattung) hatte ich mich im Grunde bereits für den Malibu entschieden, schaute mir aber dann doch den Carthago an. Siehe da: das Platzangebot im Sitzbereich war größer, ich konnte den Fahrersitz weiter nach hinten positionieren und ihn einfach um die Hochachse drehen. Mit einem Laser-Distanzmesser stellte ich dann fest, dass der Sitzbereich um 14 cm länger ist, was dem Unterschied in der Fahrzeuglänge entspricht.
Fazit:
Das Raumangebot im Sitzbereich war für mich ein eklatanter Faktor geworden, den Preisunterschied zwischen den beiden Modellen in Kauf zu nehmen. Natürlich habe ich mir die anderen Vorteile damit auch erkauft, aber ausschlaggebend war für mich der großzügigere Platz.
Schlusswort:
Typische Handhabe im und am Wohnmobil sollte wirklich ausprobiert und durchgespielt werden. Ist eine Probefahrt möglich, dann um so besser. Ich habe nun bestellt und eine längere Wartezeit mit Vorfreude beginnt.

