Es gibt jetzt (Mj.2022) ganz neue Motoren im Ducato mit nur noch 2.2l Hubraum mit Euro6d und nicht mehr Euro6d-temp:
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Mit denen gibt es noch gar keine Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit weil die Fahrzeuge die damit ausgerüstet werden gerade erst auf den Markt kommen. Diese Motorengeneration ('Multijet III') wurde komplett neu entwickelt und hat mit den alten 2.3l Maschinen nichts mehr zu tun. Fiat selbst schreibt dass sie auf eine Laufleistung von 300.000 km hin ausgelegt wurden.
Der jetzt reelle, durch auf maximale Schadstoffminderung auch im Realbetrieb ausgelegte Adblue-Dosierung höhere Verbrauch von dem Zeug und das Mehr an nicht ewig haltbarer Sensorik werden im Vergleich zu den "Schummel-Euro-6" Motoren der Baujahre 2017 bis 2020 im Vergleich zu garantiert höheren Betriebskosten führen, auch wenn der Kraftstoffverbrauch marginal geringer ausfallen sollte worauf die Normverbrauchswerte ja hinweisen.
Meine persönliche Meinung:
Wer ein
Wohnmobil hat mit dem er zufrieden ist und keinen Wert auf die Verbesserungen der neuen Modelle legt - und da gibt es einiges - soll das alte behalten.
Zumal ja quer durch die Bank allen Herstellern durch Marktsituation (hohe Nachfrage, Produktion am Limit, Fachkräftemangel, Zulieferteileprobleme...) die Qualität nachgelassen hat und es bei neuen Fahrzeugen nicht nur beim Basisfahrzeug sondern auch im Aufbau eher mehr als weniger Qualitätsprobleme /Mängel gibt.
Ausserdem ist es ja kompliziert und schweineteuer ein Wohnmobil nach Neuseeland einzuführen, wenn ich da nochmal hinwollte und die Möglichkeit hätte würde ich es definitiv dalassen nur um das nicht nochmal mitmachen zu müssen.
Die Einreisesperren werden die nicht ewig aufrechterhalten können. Die Australier öffnen ja zum Jahreswechsel ihre Grenzen, ggf. muss man dann einen Zwischenaufenthalt dort einlegen ähnlich wie man in die USA kommt mit zwei Wochen in Mexiko.
Was der 22er Ducato im Vergleich besser kann:
- elektrische Handbremse. Endlich Sitze drehen können ohne dass dieser vermaledeite Hebel im Weg ist
- kleineres, besser abgewinkeltes und in der Hand liegendes Lenkrad, dadurch vor allem für grössere Menschen angenehmere Sitzposition
- bequemere Seriensitze
- kultiviertere Motoren, sowohl Lautstärke als auch Vibrationen.
- exakter und leichtgängiger schaltbares Getriebe (ebenfalls eine Neukonstruktion)
- deutlich verbesserter Federungskomfort ohne die fast schon obligatorischen kostspieligen Fahrwerksumbauten, die Vorderachse ist spürbar verbindlicher gerade bei den vorher problematischen Autobahn-Betonplatten oder Kanaldeckeln, und hinten bekommt man jetzt ab Werk eine Luftfederung deutlich günstiger als die Nachrüstlösungen bisher.
- stark verbessertes Angebot an Assistenzsystemen. Endlich adaptiver Tempomat lieferbar, durch Umstieg auf elektrische Servolenkung funktionieren Spurhalte- und Seitenwindassistent erst richtig, und für die Zukunft ist teilautonomes Fahren möglich und geplant.
- Sehr viel besseres Licht mit LED-Scheinwerfern.
Was der 22er Ducato im Vergleich schlechter macht:
- die aufwendige Abgasreinigung mit SCR-System und Adblue verursacht höhere Betriebskosten durch den Adblue-Verbrauch und in der Langzeitbetrachtung höhere Wartungs- und Reparaturkosten ("was nicht dran ist kann auch nicht kaputtgehen") und Fernreisen in Länder mit schlechter Kraftstoffqualität werden damit noch schwieriger. Beim alten Motor den es ja fast 20 Jahre lang gab konnte man das ganze Geraffel ausbauen und mit einer EuroIII-Version der Motorsteuerung fahren, das geht alles nicht mehr ohne mehr oder weniger halbseidene Kanäle zu benutzen.
- Durch den Platzbedarf des Adblue-Systems gibt es den grossen Tank nicht mehr, Serie sind nur noch 75l, bei aufpreispflichtigen 90l ist jetzt Schluss. Das führt wegen der verringerten Reichweite zu höheren Kosten - ich kann z.B. nicht mehr von L bis AND fahren kann ohne teuer in F nachtanken zu müssen.